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Neubau: Gasheizung mit PV statt Solarkollektor
Zeit: 09.03.2017 10:35:00
0
2486771
Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
Bei PV kann die finanzielle Rechnung ganz schnell ändern, wenn die Einspeisevergütung sinkt oder gar für sommerlichen Mittagsstrom der Marktpreis gelten würde oder gar nicht mehr eingespeist werden dürfte.


Der staatlich garantierte Zuschuß liegt bei dem vorgeschlagenem Konzept in der Größenordnung von ca 100€ im Jahr und ist für die nächsten 20 Jahre garantiert. Bei kurzeitigem Überangebot geht dann die WP an. Das Konzept stützt sich nur zu etwa einem Drittel auf die Einspeisung, welche zum Teil aus dem Marktpreis und zum Teil aus der Umlage zusamensetzt. Es geht um den Teil eines Teils, denn es ist nicht zu erwarten, daß speziel der PV-Strom an der Strombörse wertlos würde.

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Der erste Satz mit der Förderung von Gas und Öl ist schlicht und einfach irreführend

Nicht irreführend, sondern wahr. Fördern bedeutet nicht zwangsläufig daß man dem Endkunden Geld in die Hand drückt. Aktuell liegen die Steuern und Abgaben bei Strom bei ca 55%. Bei Gas und Öl zu Heizzwecken ist es in etwa die Hälfte.


Zitat von Gerd_G Beitrag anzeigen
Bei dem Thema LWP fällt mir übrigens noch was ein: was mache ich eigentlich im verschneiten Winter bei -15°C bei einem längeren Stromausfall? Sollte ich doch lieber noch in ein Kamin investieren? Oder reicht ein Notstromaggregat?


Da kaum eine Heizung ohne Strom funktionert, wäre ein kleiner Kaminofen eine Möglichkeit. Von dem hat man auch was, wenn der Notfall nicht eintritt (gemütliche Abende beim Feuerchen). Ein Notstromaggregat müßte in die Hausinstallation integriert werden und entsprechend groß sein.

Zitat von kathrin Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]

Sicher? Wenn du dir die Stromzusammensetzung in den Heizmonaten Oktober-März (hier auf Seite 6-7 für 2015) anschaust, wobei grau = konventionell, was passiert dann[...]


Dann würde der Standardstrommix stärker belastet als der Ökostrom. Die Frage wäre ob die Einnahmen aller Steuern und Abgaben umverteilt aber in der Summe ähnlich bleiben würden. Die PV auf dem eigenen Dach entlastet einen ein wenig von dem Thema.

Durch die JAZ würde eine CO2 Abgabe die WP am schwächsten treffen, selbst mit Standardstromix. Bei einer JAZ von 4 wäre eine kWh thermisch mit unter 150 Gramm CO2 belastet. Selbst bei Ergas liegt man höher.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 10.03.2017 10:54:39
0
2487215
Bezüglich Stromausfall: Ohne Strom achen auch Gastherme und Solarthermei keinen Mucks. Ein SPeicher bei PV könnte, richtig ausgelegt, Inselbstrieb zulassen. Das ist aber wieder ein ganz anderes Thema.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 10.03.2017 12:29:35
0
2487254
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen


Dann würde der Standardstrommix stärker belastet als der Ökostrom. Die Frage wäre ob die Einnahmen aller Steuern und Abgaben umverteilt aber in der Summe ähnlich bleiben würden. Die PV auf dem eigenen Dach entlastet einen ein wenig von dem Thema.

Durch die JAZ würde eine CO2 Abgabe die WP am schwächsten treffen, selbst mit Standardstromix. Bei einer JAZ von 4 wäre eine kWh thermisch mit unter 150 Gramm CO2 belastet. Selbst bei Ergas liegt man höher. [...]


Zu WP mit PV, wieviel kann die PV im Winter beitragen (großer Batteriespeicher ermöglicht das):

Habe gerade mal nachgesehen, wie das in Okt16 / Nov16 und Dez16 bei mir ausgegangen wäre, wenn ich schon, was ich noch vorhabe, auf 10kWp aufgerüstet hätte. Dabei COP = 4

Was: Okt-Wert / Nov-Wert / Dez Wert
Durchschnittlich AT: 9,5°C / 5,3°C / 3,5°C
durchschnittlicher VL: 24,2°C / 27,0°C / 27,8°C
Heizenergieverbrauch: 657 kWh / 1092kWh / 1354kWh
Strombedarf bei COP=4: 164kWh / 273kWh / 339 kWh
PV Ertrag auf 10kWp hochgerechnet: 432kWh / 200kWh / 174 kWh
Überschuss / Bezug (-): +268kWh / - 73kWh / - 165kWh
PV Deckung: 100% / 73% / 51%

ähnlich dürfte es von Jan - Mrz werden (ab März wieder PV Überschuss)

Für ganz 2016 ergäbe sich 1844kWh Strombedarf, davon lediglich 360kWh Bezug, gerade mal 20% Bezug von Strommix bezüglich CO2.

anzumerken ist noch, dass meine Ost/West Dach PV im Winter unterdurchschnittliche Erträge hat, also prozentual von Nov - Febr. weniger als eine nach Süd ausgerichtete PV.

Nur mal so

LG jogi

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.03.2017 13:02:18
0
2487263
Zitat von mxxxxxxxxx5 Beitrag anzeigen
@Nicole,
Du vergisst, dass wir in einer Marktwirtschaft leben.
Der Preis ist nie durch die Herstellungskosten bestimmt, sondern orientiert sich an der Konkurrenz
Wenn die Konkurrenzbetriebskosten hoch gehen, gibt es keine Grund dass Strom billiger wird.


Du weißt offensichtlich nicht wie Marktwirtschaft funktioniert ;-)

Richtig ist, dass Herstellungskosten keinen direkten Zusammenhang zum realisierten Gleichgewichtspreis haben müssen. Jedoch müssen sie langfristig unterhalb des Gleichgewichtspreises liegen, da sonst Verluste erwirtschaftet werden. Wenn zwei Unternehmen (oder Technologien) aber systematisch unterschiedliche Herstellungskosten haben, heißt dies, dass sich ceteris paribus die Rendite unterscheidet. Da der Kapitalist jedoch ein egoistischer Nutzenmaximierer ist, wird er die Technologie bevorzugen, welche die höchste Rendite verspricht (deshalb gibt es überhaupt EEG et al., weil sie momentan nicht ohne Umlage wettbewerbsfähig sind). Dies führt ceteris paribus zu sinkenden Preisen.

Oder anders ausgedrückt: Wenn du die Möglichkeit hast ein Produkt entweder zu 5€ oder zu 10€ zu produzieren, wirst du es zu 5€ produzieren. Oder? ;-)

Und ich kaufe mir eine Batteriespeicher für meine 9,9kwp Anlage auch erst, wenn Kosten der Speicherung + Opportunitätskosten für Einspeisung <= Kosten des Netzbezug sind.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 10.03.2017 13:38:04
0
2487277
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen

Da der Kapitalist jedoch ein egoistischer Nutzenmaximierer ist, wird er die Technologie bevorzugen, welche die höchste Rendite verspricht (deshalb gibt es überhaupt EEG et al., weil sie momentan nicht ohne Umlage wettbewerbsfähig sind). Dies führt ceteris paribus zu sinkenden Preisen. [...]


@Nicole,
[OT]
wen willst du eigentlich mit den noch nicht mal richtig benutzen Fremdworten beeindrucken ??
Zitat von Wikipedia
et al., selten ausgeschrieben et alii (Maskulinum), et aliae (Femininum) oder et alia (Neutrum), ist Lateinisch und entspricht dem deutschen Kürzel „u. a.“ (= „und andere“).[1] Es wird vor allem bei bibliographischen und juristischen Angaben verwendet, wenn nicht alle beteiligten Personen (Autoren, Kläger, Beklagte) genannt werden sollen, wollen oder können.

auch
Zitat von Wikipedia
Ceteris paribus bedeutet sinngemäß „unter sonst gleichen Bedingungen“. Es spielt eine große Rolle bei Experimenten. Will man herausfinden, wie eine erste Variable eine zweite beeinflusst, schaut man sich mehrere Situationen an, in denen beide auftauchen. Ceteris paribus verlangt nun, dass alle anderen Bedingungen gleich bleiben müssen. Damit soll ausgeschlossen werden, dass doch eine dritte, vierte … Variable den beobachteten Effekt mit beeinflusst, und somit sichergestellt ist, dass die Ergebnisse der Untersuchung rein den Zusammenhang zwischen abhängiger und unabhängiger Variable beschreiben.


ist wohl in deinem Kontext eher unpassend.
[/OT]

nur mal so

LG jogi

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.03.2017 14:18:51
0
2487295
etc - wäre richtig gewesen - korrekt.

c.p. wird nicht nur bei Experimenten verwendet, sondern auch im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. (Was ich nebenbei studiert habe) Direkt über den zitierten Abschnitt aus wikipedia findest du den Hinweis auf Mill. Eine niedrigere Rendite ggü. einem anderen Marktteilnehmer muss nämlich nicht zwingend ein Marktaustritt bedeuten, etwa wenn man auf penetration pricing setzt oder die Kosten für einen Technologiewechsel zu hoch liegen, so dass die niedrigere Rendite immer noch besser ist. Um das auszuschließen wurde die Formulierung verwendet.

Nur mal so.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 10.03.2017 20:00:16
2
2487395
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
etc - wäre richtig gewesen - korrekt.

c.p. wird nicht nur bei Experimenten verwendet, sondern auch im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. (Was ich nebenbei studiert habe) Direkt über den zitierten Abschnitt aus wikipedia findest du den Hinweis auf Mill. Eine niedrigere Rendite ggü.[...]



Auch wenn ich studiert habe, versuche ich, soweit möglich, und insbesondere in Foren, wie diesem, ohne Fremdworte auszukommen.

Das HTD ist nun mal kein elitäres Wissenschaftsforum.

Und wenn du was rüberbringen willst, dann geht das ganz sicher nicht mit umgangssprachlich nicht üblicherweise verwendeten Fremdworten.

Das gilt auch in vielen anderen Bereichen. Wenn ich als Ing. Geld vom Kaufmann haben möchte, dann muss ich ihm das so erklären, dass er versteht, wofür er Geld ausgeben soll. Wenn ich dem mit einer hochwissenschaftlichen technischen Abhandlung komme, sagt der nur - versteh ich nicht...

LG jogi

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 10.03.2017 21:34:25
0
2487413
OT

Alles richtig. So ist das, wenn man in seiner Blase sitzt. Aber ich hielt c.p. für allgemein verständlich, weil es eigentlich in praktisch jede Wissenschaft gehört und bei uns auch Schulstoff Klasse 10 ist.

Aber ich weiß sehr gut, was du meinst. Für einen Nichtingenieur das Forum zu lesen ist manchmal auch mehr als schwierig.

Verfasser:
dimi10 Dieser Benutzer hat eine gelbe Karte erhalten
Zeit: 10.03.2017 21:51:05
1
2487418
@Nicole
Du weißt offensichtlich nicht wie Marktwirtschaft funktioniert.
Das ich nicht lache außer Theorie und was gibt es sonstiges an praktischer Arbeit zu berichten ? Ich habe meine Yingli -Solarmodule für meine 4,8KWP Photovoltaikanlage vor über 7 Jahren selbst auf mein Dach montiert ,nur die E_ Anschlüße machte mein Elektriker . Nur da funktioniert bis heute keine reale Marktwirtschaft bei uns dafür, weil die EU_Hersteller noch nicht mal zu den Selbstkosten damals die Module verkaufen konnten. Allerdings heute produzieren sie ja auch in China. Wenn das mal deine Marktwirtschaft wird , würde ich schon jetzt nach Snanghai gehen , allerdings die brauchen auch mehr "Praktiker" zum produzieren!

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 10.03.2017 22:27:57
0
2487421
Zitat von dimi10 Beitrag anzeigen
Ich habe meine Yingli -Solarmodule für meine 4,8KWP Photovoltaikanlage vor über 7 Jahren selbst auf mein Dach montiert ,nur die E_ Anschlüße machte mein Elektriker . Nur da funktioniert bis heute keine reale Marktwirtschaft bei uns dafür, weil die EU_Hersteller noch nicht mal zu den Selbstkosten damals die Module verkaufen konnten. Allerdings heute produzieren sie ja auch in China. Wenn das mal deine Marktwirtschaft wird , würde ich schon jetzt nach Snanghai gehen , allerdings die brauchen auch mehr "Praktiker" zum produzieren!

In China produziert es sich auch nicht zwangsläufig rentabler - die Finanzierungsmöglichkeiten sind nur besser, wenn etwas politisch gewollt ist.
http://www.pv-magazine.de/nachrichten/details/beitrag/yingli-besttigt-ersten-quartalgewinn-seit-herbst-2011_100023398/
Es waren dann zwei Quartale bei Yingli, in denen Gewinn ausgewiesen werden konnten - seit 2011. Inzwischen wieder Verluste.

Vorsicht Ironie:
Wir sollten uns über die geringen PV-Preise freuen und von der Ersparnis gegenüber Solarthermie - die viel zu teuer ist - Fairtradekaffee kaufen und uns gegenseitig auf die Schulter klopfen, dass wir wissen, was Zukunft hat und was nicht.

Ist immer plausibel, wenn man betriebswirtschaftlich über Preise argumentieren kann und immer einfach, wenn man dabei nicht an die Volkswirtschaft denken muss.

Grüße
Stefan

P.S.: dimi, Deinen Beitrag habe ich wegen der Yingli Module als Aufhänger genommen und Dir das Zitat von Nicole, das nicht als Zitat gekennzeichnet war, nicht untergeschoben.

Verfasser:
dimi10 Dieser Benutzer hat eine gelbe Karte erhalten
Zeit: 10.03.2017 23:18:59
1
2487431
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von dimi10 Beitrag anzeigen
[...]

In China produziert es sich auch nicht zwangsläufig rentabler - die Finanzierungsmöglichkeiten sind nur besser, wenn etwas politisch gewollt[...]


quote dimi
Das mit Photovoltaik ist doch nur ein kleines Beispiel unserer "Marktwirtschaft".Habe die ja
damals nur wegen dem Preis gekauft.Allerdings im Gegensatz zu anderen Produkten von denen,
bringen sie immer noch guten Sonnenertrag.Nur jetzt kommt das Entscheidende weil ich auch in Hessen wohne,brauche ich keine Gasheizung mit Solarkollektor. Nur dafür braucht man keine Wirtschaftlichkeitsberechnungen dafür . Mein Heizungsbauer erklärte mir das praktisch, mit Photovoltaik verdienen sie im Sommer Geld und mit Solar wissen sie mit dem
Wasser nicht wohin,noch nicht mal zum Blumengießen benutzbar,da sie kein kochendes Wasser vertragen. Ich muß jetzt aber darauf hinweisen wir sind nur 2 Personen
bei einer großen Familie,oder Mietshaus könnte es dann besser ausehen.Wobei ein richtiger Winter trüb und nebelig für beide Systeme nichts bringt!

Gruß

Verfasser:
Neubauer2019
Zeit: 06.03.2019 20:44:03
0
2760746
Hallo,

wie ist denn die Diskussion ausgegangen.
Ist es möglich mit PV + Heizstab / Brauchwasserwärmepumpe das EwärmeG zu erüffeln oder hat sich das eh erübrigt, da durch das GeG es nun möglich sein wird auch mit PV dies zu erfüllen.

Ich würde für meinen Neubau gerne Gastherme + PV + BWP machen...

Schöne Grüße.

Verfasser:
mdonau
Zeit: 06.03.2019 20:53:50
1
2760756
ist doch Unfug sich PV auf das Dach zu machen
und dann noch eine Gastherme zu verbauen, zumindest im Neubau, wo man fast keinen Heizwärmebedarf hat bzw. haben sollte.

Nur WP und gut. PV so groß wie möglich.

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