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Graswurzelkollektor als preiswertes neues Konzept zur Effizienzverbesserung und/oder Flächeneinsparung für Sole-Wärmepumpen in Alt- und Neubau
Verfasser:
nicijan
Zeit: 14.03.2019 09:41:02
0
2763692
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Moin Frank,

wenn Du Bock auf Jugend forscht hast, dann verbuddelst Du den GWK trotzdem: Unter Deiner Aufsicht ließen sich sicherlich viele wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Und speziell die Zusammenarbeit mit einer modulierenden WP wäre interessant.

Prinzipiell ist der GWK[...]


Crink, ich würde sagen das Konzept ist nicht zur Nachahmung empfohlen und auch nicht zur Sanierung. Mich Überzeugen die Werte nicht, sehe keine Verbesserung.
Eine Erhöhung des COP beim Warmwasser wird die JAZ um lediglich 0,2 nach oben bewegen. Das ist nicht der Rede wert.
Besser einen Kollektor von Anfang an richtig machen.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 14.03.2019 09:51:28
2
2763697
Nicijan, Du wirbst doch immer damit, dass Dein Tiefenkollektor weniger Fläche als RGK benötigt (wobei er nichts anderes ist, als ein senkrecht und tiefer verlegter RGK).
Ich habe doch, und das sehen crink und Frank wahrscheinlich genauso, gezeigt, dass der GWK die Mindestfläche ebenso reduziert - und der Nutzen bei ohnehin großzügiger Kollektorauslegung wahrscheinlich nicht allzu groß wird.

Besser einen Kollektor von Anfang an richtig machen.

wäre dann RGK+GWK von Anfang an einbauen. Möglicherweise mit höheren, jahresdurchschnittlichen Soletemperaturen und damit etwas besserer JAZ als Dein Tiefenkollektor. Die tiefe Ebene ist, was das fühlbare Wärmereservoir angeht, meist im Dezember/Januar ausgelutscht. Mit dem GWK schont man die tiefe Ebene bis in den November hinein und bis auf strengere Dauerfrostperioden fast den ganzen Winter über, ab März oder einem warmen Februar auf jeden Fall.

Was er tatsächlich bei knappen Grundstücken noch mehr bringt, kann ich eigentlich erst nach der nächsten Heizperiode sagen, weil mein GWK erst mit dem Kälteeinbruch am 16.11.18 in Betrieb ging, die vergleichsweise warme, erste Novemberhälfte lief nur der tiefe Kollektor. Der gesamte letzte Herbst ist da vom Effekt her noch gar nicht drin. Mag sein, dass der zusätzlich zu erwartende Effekt einer GWK-Nutzung im Herbst nicht allzu groß wird, weil sich die ungestörte Bodentemperatur des tieferen Erdreichs im Herbst ohnehin etwas abkühlt. Aber es wird noch einen weiteren positiven Effekt geben, so viel ist klar. Ich werde berichten.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 14.03.2019 10:07:32
0
2763702
und denk dran: Ich hätte jetzt ohne GWK wahrscheinlich Soletemperaturen von knapp -2 Grad C. bis ca -2,5 Grad C. Mit GWK 3 K höher. Die untere Ebene spuckt gerade (habe gestern nachgesehen) 0 Grad C aus. 2 bzw. 3 K höhere Soletemperatur klingt nicht viel, ist aber eine ganze Menge. Denn es spielt sich in der unteren Ebene alles im Latentwärmebereich ab. Von daher kann man fast ausrechnen, wieviel kwh der Fläche seit Inbetriebnahme über den GWK zusätzlich entzogen worden sind. Überschlägig gerechnet mind. 3.000-4.000 kwh, möglicherweise noch mehr.

Verfasser:
nicijan
Zeit: 14.03.2019 11:14:42
0
2763732
Majen,

Kosten für einen normalen Kollektor + GWK, davon sprichst du.
Wer soll das kaufen, wenn es ohne den GWK preiswerter und besser geht.

Wer möchte ständig überwachen und die Kreise umschalten?
Wer möchte Verwerfungen im Garten?

Wenn du bei deiner Anlage eine Verbesserung festgestellt hast, können sich Interessierte ja entsprechende Anleitungen zum Kollektorbau einholen

Verfasser:
MaJen
Zeit: 14.03.2019 11:35:28
1
2763739
Wer soll das kaufen, wenn es ohne den GWK preiswerter und besser geht.

Preiswerter? Das sagst Du. Die Mehrkosten dürften sich unter 1.000 EUR bewegen, wenn man den GWK gleich mit macht.

Besser? Worauf beziehst Du das? Nach meiner Erinnerung spart der Tiefenkollektor ja auch nicht mit Vereisung und liegt in bis zu 1 m Tiefe (oberer Rand).

Verfasser:
cubase
Zeit: 14.03.2019 11:47:47
0
2763745
Hallo MaJen

Danke noch für Deine Solotemperaturen vom tiefen Kollektor.

In den den 3K vom GWK kann man sicher 1 K dem warmen Winter mit höheren Bodentemperaturen und weniger Entzugsleistung anrechnen. Bleiben noch 2 K .
Ich habe im letzten Jahr mit meinem Permafrostgenerator 2677kWh an Strom gebraucht. Mit einem zusätzlichen GWK würde ich dann 2K x 2.5% = 5% einsparen, wären also 134kWh gewesen. Somit hätte es, bei meinem damaligen Strompreis, eine Einsparung von knapp 30 Euro pro Jahr ergeben. Dafür dann "unter 1000 Euro " ausgeben?! Naja...Das Thema Bodenhebungen habe ich mit meinem Kollektor eben nicht, daher ist das bei mir kein Grund wie bei Dir.

Wegen 5% Einsparung möchte ich mir zudem nicht eine eventuelle Umgestaltung/Umnutzung des Gartens verbauen, wie Gartenhütte, gepflasterte Wege, Teich,... .Ich tendiere daher eher Richtung Energiezaun oder Betonabsorber (ich hoffe ja immer noch was vom lang angekündigten Jogi-Absorber zu lesen :)).
Auf jeden Fall, Danke MaJen für Deine Infos zum GWK. Weitermachen!

LG cub

Verfasser:
nicijan
Zeit: 14.03.2019 12:12:09
0
2763756
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen

Preiswerter?
Besser? Worauf beziehst Du das?


Zu deinem Einwand Preiswerter
Majen, warum soll einer einen GWK gleich mitmachen.
Es geht ohne, wie die vielen RGK Anwender bestätigen können.


Worauf ich besser beziehe:
Keine Ahnung, was dein Antrieb ist,
deine Anlage immer mit meinem System zu vergleichen und dies in Abrede zu stellen?
Wir haben weit über 400 Anlagen. An weniger als 5 sind schon Soletemperaturen -3,5°C vorgekommen. Standort bedingt gibt es halt Böden mit weniger als 1100KG pro 1,1m³ und die keinen Wasseranteil haben.
Dennoch, keine der Anlagen hat Verwerfungen, schlechte JAZ, Störungen oder sonstige Probleme.
In einem Satz, alles sieht besser aus als bei dir.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 14.03.2019 12:59:34
1
2763777
Zitat von cubase Beitrag anzeigen
Hallo MaJen

Danke noch für Deine Solotemperaturen vom tiefen Kollektor.

In den den 3K vom GWK kann man sicher 1 K dem warmen Winter mit höheren Bodentemperaturen und weniger Entzugsleistung anrechnen. Bleiben noch 2 K .
Ich habe im letzten Jahr mit meinem[...]


Nene, das habe ich schon mit einem warmen Winter querverglichen. Hatte Mitte März ausch schon 4 K weniger...

Ansonsten, die Einsparung ist es nicht, da habt Ihr Recht. Es geht um knappe Grundstücke, da lässt sich der RGK schon eher realisieren. Also RGK Ja oder nein. Bei den Beeinträchtigungen Gartengestaltung: Klar, Bäume kann man da nicht drauf pflanzen. Bedenkt aber bitte auch die Möglichkeit, den GWK an die Grenze, zB hinter Hecken zu verlegen. Nicht über dem restlichen Kollektor wie bei mir. Da stören temporäre Minihebungen, die im Frühjahr eh verschwinden, nicht.

@ Nicijan: Ich verstehe, dass Du dagegen redest. Mir ists egal, ich lebe nicht von diesem Business. Aber ich weiss, dass unsere Verlegung auf derselben Fläche höhere, gemittelte Soletemperaturen als ein Tiefenkollektor hätte - und damit bessere AZ. Störungen hab ich auch keine.

Was mein Antrieb ist, meine Anlage mit Deiner zu vergleichen, das kann ich Dir sagen: Oben hast Du gesagt "gleich besser machen". Grundstücke lassen sich nicht beliebig vergrößern, das hast Du sicher nicht gemeint, oder? Das mit der knappen Fläche hast Du doch schon verstanden? Bleibt nur noch der Tiefenkollektor, den Du anbietest und mit "besser machen" meintest. Drauf habe ich mich bezogen.

Verfasser:
cubase
Zeit: 14.03.2019 15:14:32
0
2763820
Hallo MaJen

Ich denke auch, rechnen tut sich das eher nicht. Das ist wie mit meiner solaren Soleanhebung. Ich hatte da bei Sonne in der letzten Februarwoche schon Soleeingangstemperaturen nahe 10°C. Inwieweit die etwas bessere MAZ dem zuzuordnen ist kann ich nicht beurteilen. Das ist ja auch mehr "Spieltrieb", gut Solaranlage war vorhanden und der Umbau hat mich vielleicht 150 Euro gekostet, von daher noch ein kleiner Forschungsetat im Vergleich zu Dir.

LG cub

Verfasser:
nicijan
Zeit: 14.03.2019 17:24:33
0
2763867
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Aber ich weiss, dass unsere Verlegung auf derselben Fläche höhere, gemittelte Soletemperaturen als ein Tiefenkollektor hätte - und damit bessere AZ.

Grundstücke lassen sich nicht beliebig vergrößern, das hast Du sicher nicht gemeint, oder? Das mit der knappen Fläche hast Du doch schon verstanden?


Majen, wie kommst du darauf mit den Soletemperaturen? Wir legen bis 450KWh/a pro Laufmeter Tiefenkollektor aus und nutzen bewusst den Latentbereich. Meine eigene Anlage hatte 0,8 als Tiefpunkt mitte Februar nach etwa 7000 KWh Entzug. Das heißt, ein Teil des Kollektors wurde schon Latent entzogen.
Die JAZ meiner Anlage liegt bei über 5. Ich würde behaupten, alle meine Kunden mit derselben modullierenden WP liegen gleichauf sofern die Wärmeabgabe moderat gefahren wird und kein Unsinn in der Heizanlage verbaut wurde.
Zur Info, mein Haus ist 27 Jahre alt und benötigt 32°C Vorlauf für 20,6 Raumtemperatur.

Was dein Grundstück angeht, auf deinem Grundstück wären 3 x 15 Laufmeter Tiefenkollektor problemlos möglich gewesen. Bei deinem schweren und feuchten Boden wäre mit einem TK und 17.000 KWh/a Wärme kein auffälliger Minusbetrieb zu erwarten gewesen. Dein Grundstück ist lediglich für einen RGK sehr knapp, dazu kommt, du hast den RGK nicht so verlegt, wie das eigentlich gemacht wird. Dein RGK ist ein Flächenkolli geworden, dein Haus hat einen höheren Energieverbrauch als angenommen und die gepanten Vorlauftemperaturen liegen auch höher als geplant.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 14.03.2019 22:58:58
2
2763977
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]


Majen, wie kommst du darauf mit den Soletemperaturen? Wir legen bis 450KWh/a pro Laufmeter Tiefenkollektor aus und nutzen bewusst den Latentbereich. Meine eigene Anlage hatte 0,8 als Tiefpunkt mitte Februar nach etwa 7000 KWh Entzug. Das heißt, ein Teil des Kollektors wurde ...

Was dein Grundstück angeht, auf deinem Grundstück wären 3 x 15 Laufmeter Tiefenkollektor problemlos möglich gewesen.

[...]


Nicijan, es geht doch nicht um mein Grundstück. Und auch nicht darum, was ich wann falsch gemacht habe. Übrigens hätten sich die 3x15 m Tiefenkollektor bei mir auch beeinflusst... Es gab eine Entscheidung, welche Fläche ich dafür zur Verfügung stelle. Was prahlst Du mit der AZ? Ich habe doch eine ältere fix Speed Maschine, ist doch ganz was anderes. Mein Boden ist relativ trocken, ist auch was anderes, who cares ?

Hier geht es um den GWK und einen Vorher-Nachher-Vergleich bei sonst nahezu identischen Umständen. Da sieht man am besten, was der GWK bringt. Du grätschst nur rein, weil der TK Konkurrenz bekommen könnte... aber lass gut sein jetzt.

Verfasser:
nicijan
Zeit: 15.03.2019 07:56:01
0
2764010
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Du grätschst nur rein, weil der TK Konkurrenz bekommen könnte


Wovor soll sich denn die Branche fürchten?

Argumentieren wir mal das Konkurrenzprodukt an deinem Objekt
nur ganz geringe Heizlasten können abgedeckt werden, Kühlen im Sommer ist nicht möglich, Verwerfungen an der Grundstücksoberfläche, GWK verschlechtert die Regeneration des darunterliegenden Kollektors,

Verfasser:
feanorx
Zeit: 15.03.2019 12:05:38
4
2764104
Argumentieren wir mal das Konkurrenzprodukt an deinem Objekt
nur ganz geringe Heizlasten können abgedeckt werden, Kühlen im Sommer ist nicht möglich, Verwerfungen an der Grundstücksoberfläche, GWK verschlechtert die Regeneration des darunterliegenden Kollektors,


Nicijan, du hast das Konzept nicht verstanden.
Wieso soll kühlen nicht möglich sein? Der GWK wird doch nicht stand alone genutzt. Zum kühlen nimmt man einfach den darunter liegenden Kollektor.
Die Verwerfungen treten nur auf wenn man den GWK übermäßig belastet.
Der GWK entlastet den darunterliegendem Kollektor und verbessert vor allem die Soletemperatur gegenüber einem knappen tiefen Kollektor.
Ein knapper tiefer Kollektor ist teilweise bis Mai noch ein Eisklumpen während ein GWK schon im März mit Plusgraden punkten kann.

Verfasser:
Leonhard
Zeit: 15.03.2019 12:32:45
7
2764117
Ich hatte ähnliche Probleme wie MaJen mit einer viel zu kleinen Wärmequelle.

Bei einer Heizlast Ptot von etwa 4kW (gut gedämmte 150m² mit KWR mit Wärmerückgewinnung) und Dank des "sicherheitsbeaufschlagenden" Heizis eine Vaillant VWS mit 8kW an einer Quelle mit 2x150lm 32er Rohr als Fächenkollektor in durchschnittlich ca. 150cm Tiefe waren die Soletemperaturen im Keller.

Ich habe mich nach Studium des Forums nach mehreren Jahren Betriebs mit obigen Randbedingungen entschlossen, den Flächenkollektor zu erweitern.

Im Jahr 2014 habe ich über den bestehenden Kollektor nochmals 2x300PE32RC gelegt und zwar als Flächenkollektor in ca. 60cm und 40cm Tiefe. Mit Minibagger und 20cm breiten Grabschaufel war die "Furche" schnell hergestellt. Einzig in den Kurven mussten wir mit Spatel und Schaufel ein bisschen Hand anlegen.

Der Soleverteilerschacht wurde geschliffen und die Soleleitungen direkt in den Heizraum auf einen 4-fach-Verteiler gleich neben der WP geführt.
Die beiden "tiefen" Soleleitungen kann ich über Absperrventile entweder parallel oder seriell, damit 1x300m entstehen, betreiben.

Vor diesem Umbau waren die tiefsten Soletemperaturen bei -3°C, jetzt sind sie zumindest immer mit 0,XY °C im Plusbereich.

Die beiden oberen Ebenen liefern über den ganzen Winter Wärme ab. Wenns in langen kalten Winter gegen Null geht, drehe ich den obersten Solekreis ab und bleibe in Summe im Plus.

Ich könnte mal bewusst die oberen Ebenen wie MaJen vereisen lassen, um zu sehen, ob es auch zu einer Rissbildung in der Grasnarbe kommt. Würde aber der AZ nicht zuträglich sein.

Die JAZ hat sich von 4,0 auf 4,3x verbessert, Warmwasser und Pumpenstrom auch für die Kühlung includiert. Die Solekonzentration könnte ich jetzt auch noch verringern. Die JAZen sind deswegen so "mager", da unser Warmwasser anteilig mehr als ein Drittel des Jahreserbrauchs ausmacht. Dieses Verhältnis ist aber auch der niedrigen Heizlast geschuldet.

Aufgrund der hoffnungsosen Überdimensionierung der WP kommen wir in Summe auf nur 1150 Betriebsstunden pro Jahr. An den kältesten Tagen laufen grad mal 15 Starts mit 30min Laufzeit, also in etwa 300% überdimensioniert. Liest sich vielleicht komisch, aber irgendwie freue ich mich auf den Tag, an dem die WP ihren Betrieb einstellt. Eine ganz kleine modulierende wäre dann die erste Wahl.

Der Unterschied mit der erweiterten Quelle liegt vor allem in der viel schnelleren Regeneration der Quelltemperaturen aufgrund der Oberflächennähe eines Kollektorteils.

@Nicijan: Auch die untere Kollektorebene regeneriert bei permanenter Vermischung schneller. Ab März/April, je nachdem ob es ein langer harter Winter war, ist die Soletemperatur der oberen Kreise höher als die der unteren. Und das bis weit in den November hinein.

Im Hochsommer muss ich teilweise sogar die unteren Kreise stärker zumischen, da die Soletemperatur sonst auf über 20°C steigt und die ca. zwei Wochen/Jahr benötigte passive Kühlung zu schwach wird.

Der Aufwand, drei bis vier mal pro Jahr an ein paar Ventilen zu drehen, ist klein und enden wollend.

Bei zu schwach ausgelegter Quelle im Bestand oder beengten Platzverhältnissen bei Neubauten kann ich eine zusätzliche oberflächennahe Ebene jedenfalls empfehlen.

Möglicherweise macht es sogar Sinn, gleich über den RGK einen oberflächennahen Solekreis zu legen. Das Aushubvolumen könnte in Summe geringer werden, der zusätzliche Arbeitsaufwand für den oberen Solekreis bleibt minimal, die Zusatzkosten wären mit dem oberen Solerohr auch überschaubar.

Vielleicht ist es den Soleexperten möglich den Unterschied zu berechnen und das Grabentool zu erweitern. Ich kann es leider nicht berechnen sondern nur bestätigen, dass ein oberflächennaher Kollektor bei meinen Randbedingungen sinnvoll war und ist.

Schöne Grüße
Leonhard

Verfasser:
cubase
Zeit: 15.03.2019 12:52:33
0
2764127
Hallo Leonhard

Interessanter Bericht. Darf ich fragen was Du mit dem Zusatzkollektor jährlich einsparst an Strom? (Verbrauch/a vorher-nachher)

LG cub

Verfasser:
holter
Zeit: 15.03.2019 14:05:55
0
2764148
Steht doch da: 8kW, 1150 Stunden, JAZ 4,0 zu 4,3x.
Macht zwischen 160 und 200 kWh pro Jahr.

Verfasser:
Leonhard
Zeit: 15.03.2019 14:14:52
6
2764151
Zitat von cubase Beitrag anzeigen
Hallo Leonhard

Interessanter Bericht. Darf ich fragen was Du mit dem Zusatzkollektor jährlich einsparst an Strom? (Verbrauch/a vorher-nachher)

LG cub


Weiß ich ich jetzt nicht auswendig, müsste nachsehen, ob ich auch schon vor dieser Erweiterung die Stromzählerdaten notiert habe. Hatte ursprünglich nur einen Zähler und später einen Subzähler eingebaut.

Wenn ich mich richtig erinnere habe ich einen Jahresverbrauch von ca. 2300kWh für Heizung (durchgehend RT 23,5°C), WW und Sommer-Kühlbetrieb.

Die Einsparung kann man wahrscheinlich über die verbesserte JAZ hoch- und rückrechnen.

Ob sich der Aufwand finanziell rechnet, muss mit den heutigen Energiekosten bezweifelt werden.

Zahle ziemlich genau € 100.- monatlich Strom bei etwa 6600kWh Jahresbezug.
Also ca. 35.-€ mtl. für die Heizung. Ob ich da selbst noch eine Amortisation erlebe, kann ich nicht sagen. Kenne die aktuelle Sterbetafel meines Jahrgangs nicht.

Die Rohre habe ich damals günstig für unter € 700.- bekommen, der Bagger kostete glaube ich 100.- für diesen einen Tag, bedient haben wir ihn selbst.

Ein paar unentgeltliche Nachbarschaftshelfer und Freunde, eine schöne abentliche Grillfeier mit Wein, Weib und Gesang war auch noch zu investieren, die alleine hat sich aber auf jeden Fall gelohnt.

Den Spass am Buddeln und Rohre verlegen darf man auch nicht ausser Acht lassen und natürlich auch die Erfahrung, wie man so was anstellt bzw. das Wissen, wie eine Anlage nicht ausgelegt sein soll.

Den Soleverteiler und die Installation im Heizraum kann ich schwer dazurechnen, da dieser sowieso fällig geworden wäre, da ich den Verteilerschacht auf der grünen Wiese mit dem dortigen völlig unterdimensionierten Verteiler unbedingt weg haben wollte.

Die Motivation bei dieser Aktion war - ähnlich wie bei MaJen - wohl eher ein vernünftiges System am Laufen zu haben.

Dies natürlich nur dem Wissen aus diesem Forum geschuldet, dass die WP-Anlage recht verkorkst war und aufgrund der überdimensionierten WP nach wie vor ist.

Es lässt sich aber gut damit leben, soferne man die Takterei in der Übergangszeit wegen permanenter Hysteresenüberschreitung in den Griff bekommt.

Eigentlich muss ich dem Heizi dankbar sein,...

ohne Betriebsprobleme wäre ich nie auf dieses Forum gestoßen und hätte mich nie so intensiv mit Haustechnik und Wärmepumpen befasst.

An dieser Stelle auch noch einmal einen herzliche Dank an die Akteure in diesem Forum.

Wenn doch nur mehr Planer, Heizungsbauer, WP-Hersteller, Experten ....
hier bei den so oft verschmähten "Hobbyexperten" lesen würden...

Schöne Grüße
Leonhard

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 15.03.2019 14:46:16
1
2764163
Teuer wird eine solche Maßnahme nur bei nachträglicher Verlegung.
Wenn man das gleich am Anfang macht fallen keine zusätzlichen Kosten für Erdarbeiten an. Man verlegt den GWK gleich oberhalb der tiefen Schicht. Die Kosten für ein zusätzliches 300m Rohr, einen zusätzlichen Anschluss am Sammler und einen Kanister Solekonzentrat liegen bei nur etwa 500 Euro.

Wenn man dann 5% von einem Stromverbrauch von z.B. 3.000 kWh Strom einspart ist das auch eine akzeptable Verzinsung.

Grüße
Frank

Verfasser:
cubase
Zeit: 15.03.2019 15:06:13
0
2764170
Zitat von Leonhard Beitrag anzeigen
Ob sich der Aufwand finanziell rechnet, muss mit den heutigen Energiekosten bezweifelt werden.


Bei 2300kWh Jahresverbrauch wird sich die Jahreseinsparung mit GWK im 30 Euro-Bereich bewegen. Bei 900€ Invest sind das 30 Jahre bis zum ROI.

Wenn wir dann noch von fallenden Strompreisen ausgehen, z.B. durch einen Wegfall der EEG-Umlage und moderne österreichische variable Billigstromtarife, dann reden wir über ein halbes Jahrhundert...

Aber Deine Motivation kann ich voll verstehen . Also Danke noch einmal für Deinen Bericht!

LG cub


@holter
Die 8kW hat die WP bei einem festgelegten Betriebspunkt bei z.B. B0/W35. Und dieser ist m.M. nicht über das ganze Jahr derselbe...

Verfasser:
Leonhard
Zeit: 15.03.2019 15:14:09
1
2764176
ROI in 30 Jahren? Na dann kann ich ja 2044 wieder ein Gartenfest geben und alle Helfer einladen. Wird bestimmt lustig.

Verfasser:
nicijan
Zeit: 15.03.2019 19:02:54
0
2764272
Zitat von feanorx Beitrag anzeigen
Wieso soll kühlen nicht möglich sein? Der GWK wird doch nicht stand alone genutzt.


Fearnox, warum einen GWK machen? Ein RGK, TK, DV …. richtig gemacht reicht doch. Wenn ein Kolli fürs Heizen nicht klappt, ist meistens auch die Kühlleistung nicht ausreichend und dann hilft der GWK in gar keinem Fall.

Zitat von feanorx Beitrag anzeigen
Die Verwerfungen treten nur auf wenn man den GWK übermäßig belastet..


0,5 Kwh pro Kelvin ist eine überschlägige Wärmekapazität pro 1m³ Erde.
1m² GWK ist mit 15 cm drunter und drüber - umgebenden Erdreich bei 0,3m³, somit bei 0,15 KWh. Da der GWK der Witterung ausgesetzt ist, hat man meist nur 2 oder 3K bis man den Gefrierpunkt erreicht. Jetzt kannst du das selbst nachrechnen wie wenig Kapazität das ergibt, wenn man nicht übermäßig belastet. Erst im Latentbereich ergibt sich einigermaßen Kapazität und dann hat man Verwerfungen.

Das was du mit Entlastung geschrieben hast ist damit auch beantwortet.

Jetzt stell dir vor, ein gewerblicher Anbieter kommt mit einem GWK als Sanierungsvorschlag um die Ecke und erklärt dem Kunden wie er diesen zu bedienen und zu überwachen hat und bei entsprechender Nutzung muss der Garten dann jedes Jahr überarbeitet werden.

Für dich als Hobby Erdwärme Interessierter mag das ein Konzept sein das dich begeistert. Ebenfalls gilt das für Selbstbauer, wenn dann doch mal etwas schief gegangen ist.
Jedenfalls bevor du unterstellst ich hätte das Konzept nicht verstanden, solltest du erstmal den Teil den du versanden hast überprüfen.

Verfasser:
Leonhard
Zeit: 15.03.2019 21:51:04
0
2764321
@Nicijan
Da hast du wohl recht, als gewerblicher Anbieter kannst du einem Kunden mit zu kleiner Kollektorfläche auf zu kleinem Grund nicht helfen.
Das wäre mit deinem in Rechnung zu stellenden Arbeitsaufwand sicher nicht bezahlbar.

Der WP-Betreiber kann sich aber selbst relativ leicht mit einem oberflächennahen Kollektor helfen. Und das rentabel, falls er eine noch mehr verbockte Anlage verbaut bekommen hat. Den Urheber kann man da am zu tätigenden Invest leider nicht teilhaben lassen, jedoch kann man ihm von den Irrwegen abbringen.

Ich hab meinen Heizi zumindest informiert, dass die Auslegung sagen wir mal "nicht ganz optimal" war und ihm auch den Link zum Forum gesteckt. Ich denke er liest mit und legt mittlerweile die Kollis groß genug aus und stellt keine Angstzuschlags-Monstermaschinen in Kundenkeller.

Inwieweit meine Kollektorerweiterung als GWK bezeichnet werden kann, weiß ich nicht. Eine Energieeinsparung von 7% ist es mir aber dennoch wert. Den ROI mal aussen vor gelassen.

Im Sinne des Themas "Graswurzelkollektor als preiswertes neues Konzept zur Effizienzverbesserung und/oder Flächeneinsparung für Sole-Wärmepumpen in Alt- und Neubau" funktioniert das System sehr gut.

In Anbetracht der immer kleiner werdenden Bauparzellen ist ein bisschen "Begeisterung" schon verständlich.

Spätestens dann, wenn diese Art der Auslegung eine Erdwärmepumpe überhaupt erst möglich macht. Die Nachbarschaftsstreitereien wegen zu lauter Luft-WP kennen wir alle.

Schöne Grüße
Leonhard

Verfasser:
SMiak
Zeit: 16.03.2019 07:45:25
0
2764373
Das Konzept des GWK ist super.

Im gewerblichen Bereich ist es aber irrelevant, da hier sowieso i.d.R. die Tiefenbohrung zum Einsatz kommt. Relevant also nur, wenn eine TB nicht möglich ist und dann muss man Erdwärme schon sehr wollen, wenn sich ein RGK nicht realisieren lässt.

Verfasser:
dyarne
Zeit: 16.03.2019 08:41:29
0
2764380
hallo MaJen, Leonhard,
danke für die hochinteressanten tasachenberichte eurer umsetzungen.
sie erweitern den baukasten erdwärme wieder ein stück. und das ist wichtig...


Zitat von Leonhard Beitrag anzeigen
Im Sinne des Themas "Graswurzelkollektor als preiswertes neues Konzept zur Effizienzverbesserung und/oder Flächeneinsparung für Sole-Wärmepumpen in Alt- und Neubau" funktioniert das System sehr gut...

danke für den realitätsbeweis ... ;-)

Verfasser:
Goose81
Zeit: 16.03.2019 09:29:56
1
2764405
Also ich seh den GWK auch eher in der Erweiterung eines zu kleinen Kollektors. Wenn man einen neuen baut sollte der einfach so dimensioniert sein das es passt. Es gibt ja sehr viele positive Beispiele hier.
Zusätzlich zu nem RGK der gut funktioniert, also sprich Effizienzverbesserung ist wohl nicht sinnvoll ausser man siehts als Hobby an und will einfach alles rausholen was geht :-)

Ich selber hatte einen zu kleinen Flächenkollektor mit zum Teil -2 Grad Sole Ein. Eig hätte das auch ohne was zu machen funktioniert aber ich wollte eine gut funktionierende Anlage haben. Also hab ich mir einen Energiezaun zu meinem Kollektor gebaut, die Sole EIN Werte waren seitdem nicht mehr im Minus, dieses Jahr war Tiefststand 2,1 Grad und jetzt wieder bei knapp 4 Grad. Ein RGK schafft das locker auch

Die Anschaffungskosten trotz Eigenbau werde ich wohl nicht mehr reinholen denke ich aber mir wars das komplett Wert, auch im Nachhinein. Es macht Freude der Anlage jetzt zuzusehen, ich sehs halt auch ein bisschen als Hobby :-) Und wie oben schon erwähnt lernt man auch was dabei

Ach ja, JAZ bisher (es ist noch kein ganzes Jahr vergangen) ist 5,7

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