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erhöhter Wasserverbrauch durch UV-Anlage
Verfasser:
Reini_oe
Zeit: 15.03.2019 18:12:03
0
2764255
Hallo zusammen,
da unser Trinkwasserbrunnen Keime aufweist, wurde bei uns eine UV-Anlage installiert. Funktioniert wunderbar, keine Keime mehr nachweisbar, aber leider ist der Wasserverbrauch auch drastisch angestiegen. Von ca. 150 l pro Tag auf ca. 350 l pro Tag für den gesamten Haushalt.

Die Ursache liegt darin, dass sich die UV-Röhre bei längerer Nichtentnahme von Wasser aufheizt und nach Erreichen einer eingestellten Grenztemperatur am Thermostat gekühlt wird, indem das angelegte Thermostat ein Ventil öffnet und somit das erwärmte Wasser abführt.
Eine Messung ergab, dass hier bei einem Kühlvorgang ca. 10l Wasser abgeführt werden; in Summe fließen so in einer Nacht um die 60-70 l in den Abwasserkanal.

Meine Frage an die Kommunity:
- Es würde wahrscheinlich ausreichen, wenn nur 2 - 3 l bei einem Kühlvorgang entnommen werden, eben nur das aufgeheizte Wasser. Gibt es ein Mengengesteuertes bzw. zeitgesteuertes Ventil hierfür? Bedeutet nach Beginn der Wasserentnahme wird das Ventil nach einer gewissen Menge oder nach einer definierten Zeit wieder geschlossen.

- Gibt es eine Möglichkeit, dass das erwärmte Kühlwasser einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird. Ich denke hier an einen Zwischenspeicher als Dusch- oder Toilettenspülwasser. Welche technischen Lösungen gibt es hierfür?

Mit besten Dank und vielen Grüßen aus Österreich
Reinhold

Verfasser:
Hannes/esbg
Zeit: 15.03.2019 18:34:53
0
2764264
Da treibt der Belzebub den Teufel aus!

Anstelle der Thermostatschaltung könnte man ein Astabiles Zeitrelais nehmen, welches alle stunde 5 sec das Magnetventil öffnet (kommt auf die Magnetventilgröße an) oder über einen Durchflussschalter und ein Nachlaufzeitrelais die UV Lampe abschalten wenn keine Entnahme!

Weiß aber nicht ob ein häufiges Schalten derselben guttut, bzw ob diese Betriebsart gestattet ist!
Denn wenn sie 8760 Stunden im Jahr an ist ist sie nach spätestens 1 Jahr auch so kaputt (sonst wären es vielleicht 500 Stunden wenn sie nur bei Entnahme brennt)!

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 15.03.2019 18:45:13
0
2764269
Wieso wird nicht die UV LAMPE auf der Seite der Brunnenpumpe installiert und nur mit dieser aktiviert ??

Dann ist der Kessel keimfrei und es braucht weder durchgängig "beleuchtet" noch gekühlt werden

Verfasser:
Martin24
Zeit: 15.03.2019 19:19:21
0
2764277
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Wieso wird nicht die UV LAMPE auf der Seite der Brunnenpumpe installiert und nur mit dieser aktiviert ??


Vermutlich weil die Lampe nicht "flackerfrei" startet und damit dann das erste Wasser eines Pumpvorgangs unbestrahlt durchgeht.
Und vermutlich könnten Bakterien bei ausgeschalteter Lampe durch das bestrahlte Rohr hindurchwandern (und sei es durch In-Rohr-Zirkulation aufgrund von Temperaturunterschieden). Dann hat man wieder Bakterien im Haus, die sich da u.U. weitervermehren.

Grüße
Martin

Verfasser:
ET76
Zeit: 15.03.2019 19:27:58
0
2764279
Kühlwasser in einem, z.B. 1000l, Behälter sammeln und im Garten vergiessen oder als Grauwasser verwenden. Quasi anstatt Regenwassersammler oder beides zusammenführen.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 15.03.2019 19:36:43
0
2764282
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
[...]


Vermutlich weil die Lampe nicht "flackerfrei" startet und damit dann das erste Wasser eines Pumpvorgangs unbestrahlt durchgeht.
Und vermutlich könnten Bakterien bei ausgeschalteter Lampe durch das bestrahlte Rohr hindurchwandern (und sei es durch In-Rohr-Zirkulation aufgrund von[...]


Dann Zeitrelais einbauen und die Pumpe 60 Sekunden nach der Pumpe starten....

Kommt ein schnüffelventil mit Rückschlagventil vor die UV LAMPE ist da auch nichts mit Todwasser und Zirkulation.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 15.03.2019 20:11:34
0
2764293
Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Dann Zeitrelais einbauen und die Pumpe 60 Sekunden nach der Pumpe starten....

Und so lange warten, bis endlich Wasser aus dem hahn kommt?

Zitat von Peter_Kle Beitrag anzeigen
Kommt ein schnüffelventil mit Rückschlagventil vor die UV LAMPE ist da auch nichts mit Todwasser und Zirkulation.

Das nützt nichts. Du darfst ja bei bakteriell belastetem Wasser nicht einmal einen Rohrtrenner verwenden.
Das Rückschlagventil vor der Lampe hilft auch nicht wirklich, wenn die Lampe dann ausgeschaltet wird, weil da dann immer noch ein kleines Stück Rohr vom Ventil zum Glasrohr der Lampe ist, das beim Abschalten der Pumpe nicht bestrahlt wurde und aus dem die Bakterien dann bei ausgeschalteter Lampe ins Rohr hinter der Lampe wandern könnten.

Das ist von mir jetzt alles rein theoretisch, praktische Erfahrung habe ich damit nicht. Aber ich vermute, wenn die Anlage irgendwie zugelassen ist, dann darf man sie nur so betreiben wie sie getestet wurde. Und wie getestet wurde, hat möglicherweise auch einen Grund.
Wobei ich auch denke, dass zur Kühlung der Lampe bessere Möglichkeiten denkbar sind als 10l Wasser abzulassen. Da würde ich erst einmal ansetzen und dann das abgelassene Wasser irgendwie sinnvoll verwenden.

Was ist eigentlich das Problem wenn mehr Brunnenwasser verbaucht wird?
Sorge, dass das Wasser nicht reicht?
Stromkosten?
Abwassergebühren?
Denn davon hängt es schon ab, was man mit dem abgelassenen Wasser macht.

Grüße
Martin

Verfasser:
Reini_oe
Zeit: 15.03.2019 22:56:00
0
2764335
Hallo zusammen,
Danke zuerst mal für die vielen Rückmeldungen und Beteiligung an der Diskussion!

Ergänzend zum Beitrag möchte ich noch etwas hinzufügen, wie's auch schon Martin24 angedeutet hat. Die Anlage ist so ausgeführt, dass bei stromloser UV-Anlage, ein nachgeschaltetes Ventil verhindert, dass kein Wasser in den Leitungen fließen kann. Genau dieses Ventil wird auch erst verzögert geöffnet (um ca. 5 Minuten), wenn die UV-Anlage wieder eingeschaltet wird. Somit fällt der kombinierte Betrieb mit der Brunnenpumpe schon mal weg.

Mein Gedanke war auch, zumindest während der Nachstunden über eine Zeitschaltuhr die Anlage stromlos zu schalten; die Nachfrage beim Hersteller hat aber dann ergeben, dass die Lebensdauer der UV-Röhre dann drastisch gesenkt wird. Normalerweise kann man mit einer Lebensdauer von ca. 1 Jahr rechnen, bei häufigen Schaltvorgängen könnte sich diese auf 1/3 der Zeit reduzieren.

Abgesehen davon, dass nun wirklich extreme Mehrkosten auftreten (die Kanalgebühr wird z.B. über den Wasserverbrauch ermittelt), sträubt sich alles in mir, wertvolles Trinkwasser ungenutzt zu verschwenden. Deshalb war auch mein Gedanke, dass ich zumindest einen Teil davon für die Toilettenspülung verwenden könnte. Gartenbewässerung fällt flach, da haben wir bereits vorgesorgt, dass hier kein Trinkwasser verwendet wird.

Den nächsten Optimierungsversuch habe ich gerade am Laufen, dass ich den Querschnitt des Kühlrohrs etwas reduziere, damit nicht gleich die volle Leistung hindurchfließt. Und außerdem habe ich auf Anraten eines Installateurs den Grenzwert am Thermostat um 5° erhöht. Mal sehen, was die Wasseruhr morgen in der Früh spricht.

Viele Grüße
Reinhold

Verfasser:
Reini_oe
Zeit: 18.03.2019 20:06:27
0
2765360
Hallo,
noch ein Update zu meiner letzten Meldung:
Die zuletzt genannten Maßnahmen brachten eine Reduzierung des Wasserverbrauchs auf 1/4. Der Nachteil dabei ist aber, dass nun im ungünstigen Fall 30° warmes Wasser am Morgen aus der Leitung fliest, wenn das Kaltwasser aufgedreht wird.

Mittlerweile wurde mir noch ein Vorschlag zugetragen: Ich sollte es mit einer Zirkulationsschleife versuchen; d.h. kurz nach der UV-Anlage eine Schleife mit mehreren Metern (ich habe ausgerechnet, dass ich bei einem 10 l Wasservolumen ca. 17 m 1 1/4 Zoll-Rohrleitung benötigen würde) durch den Keller ziehen, bevor ich sie vor der Anlage wieder einschleife. Und mittels einer Zeitschaltung z.B. alle 30 Minuten für ein paar Sekunden das Wasser in der Schleife umwälze.

Da mein Keller das ganze Jahr über durchgehend sehr kalt ist, könnte dieser Wärmeaustausch des Wassers an die Umgebungsluft funktionieren.
Hört sich für mich relativ plausibel an; wahrscheinlich ließe sich die Schleife auch verkürzen, indem ich einen kleinen Speicher dazwischenschalte.

Mit bestem Dank und vielen Grüßen
Reinhold

Verfasser:
Martin24
Zeit: 18.03.2019 21:39:36
0
2765406
Zitat von Reini_oe Beitrag anzeigen
Mittlerweile wurde mir noch ein Vorschlag zugetragen: Ich sollte es mit einer Zirkulationsschleife versuchen; d.h. kurz nach der UV-Anlage eine Schleife mit mehreren Metern (ich habe ausgerechnet, dass ich bei einem 10 l Wasservolumen ca. 17 m 1 1/4 Zoll-Rohrleitung benötigen würde) durch den Keller ziehen, bevor ich sie vor der Anlage wieder einschleife. Und mittels einer Zeitschaltung z.B. alle 30 Minuten für ein paar Sekunden das Wasser in der Schleife umwälze.


Verstehe ich das richtig, dass Du eine Umgehung um die UV-Anlage herum bauen willst? Dann musst Du aber auf korrekte Ausschilderung im Rohr achten, damit die Bakterien wissen, dass sie bei Wasserentnahme durch die UV-Anlage müssen und nicht durch die Umleitung dürfen. Ein Rückschlagventil reicht nicht, um belastetes Wasser von sauberem zu trennen!

Kann man die UV-Röhre nicht irgendwie von außen zwangskühlen?

Wenn es um die Abwassergebühren geht, kannst Du das Ablaufwasser nicht in den Brunnen zurücklaufen lassen und die Wasseruhr erst hinter der UV-Anlage installieren lassen? Oder das Ablaufwasser in den Brunnen separat erfassen und vom Abwasserentsorger abziehen lassen?

Grüße
Martin

Verfasser:
Reini_oe
Zeit: 19.03.2019 17:35:49
0
2765663
Die Rückführung in den Brunnen ist leider nicht möglich. Es ist ein Bohrbrunnen mit 28 m Tiefe und der ist natürlich gegen Wassereintritt von oben abgedichtet.
Die Umgehungsleitung hatte ich eigentlich schon so gedacht, dass zumindest auch ein Ventil vorgesehen ist, das gleichzeitig mit der Umwälzpumpe öffnet. Wäre dies keine ausreichende Sicherheit gegen die Keime?

Ich hätte mir dies so vorgestellt, dass entweder mit einer Zeitschaltung oder mit einem zweiten Anlegethermostat (mit einer Auslösetemperatur von 25° C) die Umwälzpumpe und Ventil angesteuert werden. Somit sollte sich das Wasser nur in eine Richtung bewegen können.
Zu einem Problem könnten eventuell führen, wenn während des Umwälzvorganges Wasser an einer anderen Stelle entnommen wird und somit die Brunnenpumpe anläuft. Dies dürfte dann nur eine kurze überlappende Zeit sein, wo das Ventil offen ist, und beide Pumpen (Umwälzpumpe und Brunnenpumpe) laufen.

Die bestehende Sicherungskühlung (bei 35°C) hätte ich so belassen, falls die Umwälzung nicht ausreichend wirkt und die UV-Anlage vor Schaden bewahrt wird.
Mittel und Wege, wie die UV-Anlage zwangsgekühlt werden könnte, hätte ich noch keine gefunden.

Viele Grüße
Reinhold

Verfasser:
winnman
Zeit: 19.03.2019 19:40:11
0
2765711
Wie sieht denn die UV Anlage aus, kann da nicht durch einen Lüfter das Gerät einfach so mit Luft etwas gekühlt werden?

Verfasser:
Reini_oe
Zeit: 19.03.2019 23:07:31
0
2765786
Es handelt sich dabei um eine Aquada 7 UV-Desinfektionsanlage

Verfasser:
lukashen
Zeit: 20.03.2019 11:06:54
0
2765891
Das Geräte hat 85 Watt Energieaufnahme (2 kWh/Tag), welche am Ende in Wärme umgesetz wird und das Wasser aufwärmt.
Konstruktiv könnte man außen am ein Meter langen Rohr Alublechfahnen anbringen und mit Lüftern für reichlich Konvektion sorgen.

Gruß

Verfasser:
maurch2b
Zeit: 20.03.2019 16:03:37
0
2765999
Es steht nirgends in der Bedienungsanleitung geschrieben, dass das Gerät gekühlt werden muss!

Es ist für Dauerbetrieb ausgelegt.

Woher hat du diese Information?

Zitat:

Die WEDECO UV-Strahler sind für den Dauerbetrieb ausgelegt
und erreichen dann ihre größte Desinfektionsleistung.
Häufiges Ein- und Ausschalten vermindert deutlich die Lebensdauer
des UV-Strahlers!
Maximal 200 Schaltvorgänge!




Gruß

Verfasser:
Reini_oe
Zeit: 21.03.2019 00:34:48
0
2766155
Die Anlage wurde von einem Fachbetrieb installiert. Inklusive dem Thermostat mit dem angesteuerten Ventil.
Es stimmt: Bei dieser Beschreibung findet sich kein Hinweis auf eine Kühlung. Mir kommt aber vor, dass ich bei meinen Recherchen irgendwo gelesen habe, dass bei den Typen Aquada 7 und 10 eine Temperaturkontrolle mit Thermostat vorgeschrieben ist. Leider finde ich die Stelle nicht mehr. Und wenn man den Kopf der Anlage nach einer Stunde der letzten Wasserentnahme berührt, erkennt man, dass er sehr warm, um nicht zu sagen heiß wird.
Inzwischen stellen sich bei mir auch Zweifel ein, ob die Auswahl der Type korrekt war: Die Aquada 7 ist auf eine Leistung von 6,7m³/h ausgelegt. Die Brunnenpumpe selbst schafft aber max. 3m³ pro Stunde. Ein praktischer Test hat ergeben, dass beim aktuell eingestellten Druck nach Vorfilterung überhaupt nur 20l / Min entnommen werden können. Dies würde dann nur 1,2m³/h bedeuten.

Da hätte meiner Meinung nach dann ja auch die Aquada 4 gereicht (Bei Auslegung nach Brunnenpumpe). Die hätte dann auch nur 55 W (und heizt damit auch nicht so stark auf). Und wäre in der Anschaffung auch billiger gekommen.

Ich werde auf alle Fälle einmal die Installationsfirma mit diesen Daten konfrontieren!

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