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Betonwand zwischen kalten/warmen Raum - Wärmebrücke relevant?
Verfasser:
JanOrz
Zeit: 23.03.2019 21:26:15
0
2767046
Hallo Leute ich möchte euch um eure Einschätzung bitten wie relevant die entstehende Wärmebrücke zwischen folgenden Räumen über die Betonwand ist:
Garage unbeheizt --> Installationsraum beheizt --> Vorrat unbeheizt ---> Abstell beheizt.
Die Räume sind in der Bodenplatte nochmal mit 10cm Styrodur thermisch getrennt. Unter Garage und Vorrat ist nur eine Lage 10cm Styrodur 3030, unter Abstell und Install jeweils zwei Lagen.
Ab dem Installationsraum ist die Außenwand fast vollständig im Erdreich (Hanggrundstück). So wie abgebildet würde die Betonwand doch als große Wärmebrücke fungieren?! Der Einfachheithalber möchte mein Schwager die Dämmung der Betonwand einfach bis nach vorne zur Garage durchziehen. Wir nehmen bisher im nicht betonierten Teil den HLZ-T-24cm, dann komme ich mit der Dämmung immerhin noch auf einen U-Wert von 0,22 W/m²K. Meine Idee ist nun die Betonwand erst im beheizten Abstell starten zu lassen und im unbeheizten Vorrat einfach auch den HLZ-T-24cm zu nehmen. Das sollte die horizontale Wärmebrücke deutlich verringern, oder? Für die vertikalen Wärmebrücken natürlich dann Kimmsteine oder Poroton als erste Lage.

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 23.03.2019 23:57:48
0
2767069
Dein Vorrat liegt ohnehin zwischen 2 beheizten Räumen und hat eine Türe zum Flur. Richtig kühl kann es im Vorrat nicht werden. In der sich dadurch vermutlich einstellenden Temperaturdifferenz zwischen beheizten Räumen und unbeheiztem Vorrat hat die Betonwand dann keinen maßgeblichen Einfluss mehr. Erfahrungsgemäß wird die Differenz des Ψ sowieso unter 0,15 W/mK liegen.

Wahrscheinlich plant Dein Schwager wegen der Hanglage, dem Druck des Erdreichs und wegen möglichem Stau- oder Sickerwasser lieber mit einer Betonaußenwand, was ich durchaus nachvollziehen kann.

Unglücklich ist auch die Türe zwischen beheiztem Installationsraum und Garage. Möglicherweise wird die auch als T30 vorgeschrieben werden. Da sprechen wir dann von wenigstens 1,5 W/m²K.

Kann der Vorrat mit dem Installationsraum tauschen? Das würde die Sache energetisch günstiger machen. Oder wenigstens die Türe des Installationsraums zum Flur sein?

Verfasser:
winnman
Zeit: 24.03.2019 09:53:53
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2767117
Die Räume tauschen wäre sicher kein Fehler, Innendämmung an der Betonwand kann auch nicht schaden.

Verfasser:
JanOrz
Zeit: 24.03.2019 12:21:15
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2767172
Danke für den Hinweis mit den Räumen tauschen, das ist mir aber schon länger klar und war aufgrund der Rohrführung nicht zu ändern. Ich weiß, dass der kalte Vorratsraum nie ganz kalt werden wird wegen den umliegenden beheizten Räumen, aber mit 14-16 °C rechne ich schon?!
Den Beton in Poroton zu ändern stellt aber grundlegend kein Problem dar, es wird außen sowieso nochmal abgedichtet.
Ich habe einfach das Gefühl an den Übergängen von den kalten zu den warmen Räumen Poroton zunehmen ist doch sinnvoll, weil die Wärmeleitfähigkeit des HLZ-T-24cm von 0,45 W/m²K vs. Beton 2,3 W/m²K schon für sich spricht, oder nicht? Innendämmung ist doch immer Mist wenn es nicht anders geht, oder?

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 24.03.2019 20:10:37
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2767347
Ohne detaillierte Wärmebrückenberechnung "Betonwand zwischen Abstellraum und Vorrat" erwarte ich erfahrungsgemäß ein Ψ, das um höchstens 0,15 W/mK höher ausfällt, als wenn dort Poroton gemauert wäre.

Das sind bei einer Raumhöhe von 2,5 m und einer Temperaturdifferenz von ca. 5 K nicht mal 2 W, die da zusätzlich verloren gehen.

Wenn man davon ausgeht, dass die Betonwand in der geplanten Stärke und ohne besonderen Zusatzaufwand als WasserUndurchlässiges Bauteil ausgeführt werden wird ...

... dann würde ich wegen der erforderlichen Abdichtung gegen den Hang der Lösung aus Beton den Vorzug geben und die 2 W Verlust in Kauf nehmen.

Verfasser:
JanOrz
Zeit: 25.03.2019 09:20:06
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2767474
Ok danke KleinTheta, ich sehe schon ich komme hier wahrscheinlich in den Bereich Erbsenzählerei. Ich hatte nur keine Vorstellung von welchen Energieverlusten man da redet. Dann mache ich das so wie geplant ohne Poroton.

Verfasser:
JanOrz
Zeit: 31.03.2019 04:24:05
0
2769282
Ich habe den "kalten Raum" mal durchgerechnet bei angenommenen 20°C in den beheizten Räumen und 10°C im Erdreich komme ich, wenn ich die Dämmung zum Erdreich im Osten weg lasse und die Formel stimmt, auf 12,5°C Raumtemperatur!!! Das heißt es würde doch gehen den Raum deutlich kühler zu bekommen!?

Excel Tabelle Berechnung

Verfasser:
JanOrz
Zeit: 31.03.2019 11:42:36
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2769360
Kann mir jemand grob bestätigen dass die Formel nicht völlig daneben liegt?

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 31.03.2019 12:17:40
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2769386
Wenn m² und U-Werte stimmen; Formel und Ergebnis sind richtig.

- Gesamtverlust stellt sich dann mit 194,2 W ein! Im Jahr sind das üppige Verluste!
- Betrachtung des Taupunktes erforderlich!
- Wärmebrückenzuschlag (Tür)?

Verfasser:
JanOrz
Zeit: 31.03.2019 23:29:59
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2769571
Zitat von KleinTheta
- Gesamtverlust stellt sich dann mit 194,2 W ein! Im Jahr sind das üppige Verluste!
- Betrachtung des Taupunktes erforderlich!
- Wärmebrückenzuschlag (Tür)?
Danke mal wieder für deine Antwort KleinTheta!

- Wie kommst du azf 194,2 Watt? Nehme ich 10°C im Erdreich und 20°C in den umliegenden beheizten Räumen, dann komme ich auf 76,28 Watt Verlust der thermischen Hülle (der Keller liegt außerhalb der thermischen Hülle). Das wären ca. 670 kWh pro Jahr, bei WP mit JAZ 4 ca. 40 Euro, damit kann ich leben.

- Ich denke hier sollte es keine wesentlichen Probleme geben, da sich das Gleichgewicht also die Raumtemperatur immer an die (sich z.T. langsam verändernde) Erdreichtemperatur anpassen wird. Selbst bei 100% Luftfreuchtigkeit müssten bei den berechneten Temperaturen im Keller schon 90% Luftfeuchtigkeit vorhanden sein für eineTauwasserbildung. Zur Sicherheit installiere ich eh noch einen Feuchtigkeitsgeregelten Abluftventilator.

- Wärembrücken habe ich jetzt mal noch mit 0,05 dazu addiert.

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