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Bitte um Einschätzung JAZ / Verbrauch der Wärmpepumpe
Verfasser:
PeterSch
Zeit: 10.04.2019 22:36:48
0
2772367
Hallo Leute,

ich habe hier die letzten Jahre immer wieder mitgelesen und möchte mich nun auch mal selbst zu Wort melden - natürlich mit einer Frage. Mein eigentliches Problem wird in Problem #2 beschrieben, aber ich möchte mit dem vorgegangenen Problem #1 die Historie etwas verdeutlichen, da ich vermute, dass es da auch einen Zusammenhang geben könnte.

Problem 1:
Zu hohe Verdichter-Taktungen.
Wir haben nach einem Jahr (inkl. Estrich-Aufheizphase im Jahr 2014) die 10.000 Taktungen überschritten, bei 2231 Betriebsstunden. Der gesamte Durchschnittswert lag bei 13 Minuten – da ist aber wie gesagt die Aufheizphase mit drin.
Eigentlich schaltet die Heizung für 5 Minuten ein (das scheint als minimale Dauer eingestellt zu sein) und macht danach eine 20-minütige Zwangspause. Da die Heizung in den Schlafzimmern in einigen Positionen sehr unangenehm brummt, war dieses häufige Ein- & Ausschalten sehr unangenehm, wenn wir einschlafen wollten. (Für das Brummen hat leider auch keiner eine Erklärung bzw. Lösung.)

Lösung 1:
Um die Häufigkeit der Taktungen zu reduzieren, wurden nach mehreren Vor-Ort Terminen im Dezember 2015 einige Änderungen vorgenommen. Hauptsächlich waren das „Hysterese HR“ (von 2 auf 3) und „HR Erh. max“ (von 6 auf 7). Es wurden auch alle mechanischen und hydraulischen Komponenten geprüft und für fehlerfrei befunden.
Dadurch sind die Taktungen deutlich länger (ca. 15 Minuten) und die Pausen auch länger. Aber vielleicht nicht effizienter? Da komme ich zu Problem Nummer 2.

Problem 2:
Ich vermute, dass der Stromverbrauch zu hoch ist. Vielleicht hat die Lösung 1 auch dazu beigetragen?!
Seit der Inbetriebnahme (Jahr 2014) wurden ~63.000 kWh Wärme erzeugt (49.000 Heizung, 14.000 Wasser). Dabei wurden ~22.000 kWh Strom verbraucht. Das ergibt eine JAZ von 2,86, wenn ich das richtig rechne. Ist das nicht viel zu wenig? Leider habe ich keine Zwischenwerte der erzeugten Energiemengen notiert.
Ich weiß, dass eine Wärmepumpe nicht immer effizienten Bereich laufen kann, gerade wenn man es gern etwas wärmer hat. Aber wir wollen ja keine Sauna, sondern 22-23 Grad im Wohnzimmer im Winter. Das sollte doch noch im Rahmen einer effizienten Wärmepumpe möglich sein?! (Am Rande: Laut Installateur reicht es seinen anderen Kunden, wenn 20 Grad im Wohnzimmer sind.)

Ausstattung
Solewärmepumpe Alpha Innotec swc 70h compact mit Wärmetauscher
Software 1.73
Heizleistung 6,9 kW
COP 4,4
Grundfos Drehstrom Pumpe im ca. 4 - 6m tiefen Brunnenschacht
Zweiter Brunnenschacht zum „Entwässern“
300 l Warmwasser Pufferspeicher
Kein Zweitwärmeerzeuger (Solar, Ofen etc.), dafür aber eine kontrollierte Lüftungsanlage

Konfiguration Heizung
Heizkurve
Stand 2014/2015/2016 in der Ausprobierphase:
29 | -20
22 | +22
(29 & 21 war uns zu kalt)

Stand heute:
29,5 | -20
21 | +21

AO1: 5,00 V; AO2: 6,75 V (fragt mich nicht mehr, was das ist oder warum ich das für wichtig hielt)
Keine Nachtabsenkung

Konfiguration Warmwasser
46° C (Hysterese 2° C) --> wurde geändert auf 48°C (3° C Hysterese), damit die Taktungen länger sind (wegen Problem #1). Es ist keine Zirkulationsanlage verbaut.

Raumthermostate & Temperaturen
Wohnzimmer, (offene) Küche, beide Bäder: voll aufgedrehte Thermostate --> 21-23°C Raumtemperatur
Andere Zimmer / Flur sind mittel geöffnet --> 18-20°C Raumtemperatur

Haus-Informationen
KfW 55, beheizbare Fläche beträgt 218,2 m², Gebäudevolumen beträgt 618,8m³; überall ist Fußbodenheizung verlegt, im Bad ein zusätzlicher Wandheizungskörper.

Energieplan (ca. 30 Seiten, ich weiß nicht, was relevant ist):
Jahres-Primärenergiebedarf 37,85 kWh/m² --> 37,85*218,2 = 8258,87 kWh
Jahres-Heizwärmebedarf 3827 kWh/a

Ich habe versucht, so viele Informationen wie möglich zusammenzutragen. Vielleicht kann jemand einschätzen, ob der Energiebedarf / Stromverbrauch / JAZ so passen?! In den letzten Jahren haben wir ca 4.800 kWh / Jahr für Heizung und Warmwasser verbraucht. Laut Installateur mögen wir es einfach nur zu warm im Wohnzimmer. Ob das nicht eher eine Ausrede ist …!?

Danke in die Runde im Voraus!
Wenn noch Infos benötigt werden, lasst es mich wissen.

Gruß,
Peter

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 10.04.2019 22:50:05
0
2772369
Welche Leistungsaufnahme hat die Brunnenpumpe?

Ansonsten besteht bzgl. der Verdichterlaufzeit sicher noch Verbesserungspotenzial.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 10.04.2019 23:03:47
1
2772373
Die AZ ist natürlich unter aller Sau.
Bist du sicher dass hier die Wärmemenge gemessen wird? Bei manchen Herstellern wird die aus der Quelle entzogene Wärme gemessen, der Strom muss addiert werden. Die AZ wäre dann um 1 höher.

Grundfos Drehstrom Pumpe im ca. 4 - 6m tiefen Brunnenschacht

Welche genau ist das?
Die Brunnenpumpe ist bei WW-WP regelmäßig eine Komponente, die die AZ drastisch verschlechtert.
Die gute Nachricht daran ist, dass man das ändern kann. Vor allem wenn die Förderhöhe so gering ist wie bei dir.
Such hier schon mal nach dem Stichwort Heberlösung und lies dich ein.

Grüße
Frank

Verfasser:
PeterSch
Zeit: 10.04.2019 23:08:33
0
2772375
Ui, so schnell schon eine Antwort. Da hab ich doch gleich den PC noch mal hochgefahren.

Laut Typenschild hat die Brunnenpumpe 3 Phasen mit je 370 Watt (Grundfos MS 402).

Verbesserungspotential der Verdichtertaktungen? Der Installateur (und der Mitarbeiter des Herstellers) hat überhaupt nicht verstanden, warum wir uns da Sorgen machen. Das sollte uns völlig egal sein. Dem Verdichter würde das Ein- und Ausschalten nichts ausmachen. Er hat auch einen Anlaufstrombegrenzer usw. Nur das Brummen war dann ein Argument, warum sie uns geglaubt haben, dass es uns stört.

Gruß,
Peter

Verfasser:
crink
Zeit: 10.04.2019 23:11:03
1
2772376
Moin,

Welche Spreizung und welche Temperaturen hast Du minimal im Quellenkreis beobachtet? Wie groß ist die Spreizung im Heizkreis? Warum sind nicht alle Thermostate voll offen und die Heizkreisverteiler dann so eingestellt, dass alle Räume ihre Wunschtemperatur erreichen? Gibt es ein Überströmventil im Heizkreis (evtl. In der WP verbaut)?

22 Grad im Wohnzimmer sind normal und lassen sich effizient erreichen.

Heberlösung hat Frank ja schon genannt, wäre wahrscheinlich die beste Stromsparmöglichkeit.

Viele Grüße
crink

Ps: 1000 Watt nur für die Grundwasserpumpe? Kein Wunder, dass der Stromverbrauch so hoch ist. Da muss unbedingt eine andere eingesetzt werden.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 10.04.2019 23:12:16
1
2772377
ne JAZ von unter 3
das bei einer SOLE -WP
Und dann noch bei einem KFW55 Haus.
Was soll man da sagen... dem Heizungsbauer gehört ein über die Rübe gezogen...


Zum Vergleich... wir haben ein KFW60 Haus mit 170qm und ner schlecht laufenden Stiebel Luft -WP. Selbst wir schaffen, nach Optimierung durchs Forum hier, ne knappe bis gute JAZ 3.

Um das ganze zu verbessern:

Brunnenpumpe auf den Prüfstand? (Richtig eingestellt, stromsparendere Alternative möglich)?
Heizkurve?
alle Stellantriebe abschrauben und einen hydraulischen abgleich durchführen.
Heizungspuffer verbaut?
WW-Bereitung vielleicht nur 1x am tag machen lassen


Ansonsten wird nicht an den Ursachen korrigiert sonder drum herum gedoktert :-)

Verfasser:
PeterSch
Zeit: 10.04.2019 23:28:57
0
2772380
So viele Antworten in der kurzen Zeit. Ich bin positiv überrascht. Ich fürchte nur, dass ich nicht alle Antworten geben kann, da ich die Fragen noch nicht ganz verstehe. Ich versuche es mal.

1) "Welche Spreizung und welche Temperaturen hast Du minimal im Quellenkreis beobachtet?"
Wenn Quellenkreis mein Grundwasser ist, dann ist das momentan relativ konstant bei 7 Grad Eingang und 4 Grad Ausgang. Im Sommer ist das Grundwasser auch mal 10-12 Grad warm und der Ausgang dann bei 6-9 Grad. Laut Datenlogger lag die Spreizung in den letzten 48h bei 2,3 bis 3,2. Hast du das gemeint?

2) "Wie groß ist die Spreizung im Heizkreis?"
Laut Datenlogger (letzte 48h) war die Heiz-Spreizung bei 4,9 -5,1 Grad. Ich hoffe, ich lese auch die richtigen Werte aus. Ich stell auch gern die logs zur Verfügung.

3) "Warum sind nicht alle Thermostate voll offen und die Heizkreisverteiler dann so eingestellt, dass alle Räume ihre Wunschtemperatur erreichen?"
Ich muss passen. So ist es laut Installateur richtig. Ich komme gerade ins Grübeln, vielleicht will ich die anderen Zimmer bei Bedarf wärmer machen?! Ich wusste nicht, dass es anders auch geht.

4) "Gibt es ein Überströmventil im Heizkreis (evtl. In der WP verbaut)?"
Ja, ziemlich sicher. Da wurde während der Vor-Ort-Termine auch experimentiert. Aber auch hier stößt mein Verständnis an seine Grenzen. Ich weiß nicht, was eingestellt wurde.

5) "Heberlösung"
Oh, das klingt im ersten Moment aufwändig und so als müsste ich danach wieder einen Gutachter beauftragen. $$$. Das lese ich mir mal in Ruhe durch. Danke für den Tipp. Unser Grundwasser kommt eh schon nach 1-2 Metern.

6) "Bist du sicher dass hier die Wärmemenge gemessen wird? Bei manchen Herstellern wird die aus der Quelle entzogene Wärme gemessen, der Strom muss addiert werden. Die AZ wäre dann um 1 höher. "
Ich muss schon wieder passen. Ich werde es aber hoffentlich bald in Erfahrung bringen. 1 höher wäre natürlich deutlich besser.

EDIT (noch mehr Antworten, puh)

7) "Brunnenpumpe auf den Prüfstand? (Richtig eingestellt, stromsparendere Alternative möglich)?"
In der Tat war die Brunnenpumpe anfangs nicht rihtig angeschlossen, zwei Phasen wurden wohl vertauscht. Fällt mir jetzt erst wieder ein.

8) "Heizkurve?"
Die ist soweit optimiert, wie wir durch Ausprobieren machen konnten (und Rücksprache mit dem Hersteller)

9) "alle Stellantriebe abschrauben und einen hydraulischen abgleich durchführen."
OK, ich muss wieder passen und nachlesen, was gemeint ist. Aber der Installateur hat erzählt, dass die Hydraulik getestet wurde. Später mehr, wenn ich weiß, was du meinst.

10) "Heizungspuffer verbaut?"
Langsam fühle ich mich blöd. Ich hab mir wirklich Mühe gegeben beim Sammeln aller Daten und jetzt verstehe ich die Gegenfragen nicht. Wir haben nur einen Warmwasser-Speicher. Mehr "Puffer" sind mir nicht bekannt. Wie finde ich das heraus?


11) "WW-Bereitung vielleicht nur 1x am tag machen lassen"
Bringt das was? Heute wurde 7x WW erwärmt ... Also den Zielwert erhöhen (auf 49 Grad) und die Hysterese auch erhöhen (auf 4 Grad)?.

Verfasser:
PeterSch
Zeit: 10.04.2019 23:43:04
0
2772384
Ich komm ja aus dem Lesen, Schreiben & Zitieren gar nicht mehr raus ;)

"Ps: 1000 Watt nur für die Grundwasserpumpe? Kein Wunder, dass der Stromverbrauch so hoch ist. Da muss unbedingt eine andere eingesetzt werden."
Laut Datenblatt sogar 1,5 kW, siehe https://product-selection.grundfos.com/product-detail.product-detail.html?custid=GPS&productnumber=79192006

Ich gehe der Sache mal nach, warum der Ingenieur die Pumpe geplant hat...

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 11.04.2019 07:13:16
1
2772393
Zitat von PeterSch Beitrag anzeigen
Der Installateur (und der Mitarbeiter des Herstellers) hat überhaupt nicht verstanden, warum wir uns da Sorgen machen. Das sollte uns völlig egal sein. Dem Verdichter würde das Ein- und Ausschalten nichts ausmachen.

spätestens wenn solche leute dann eine schriftliche garantie auf den verdichter
über 20 jahre machen sollen, werden sie ganz schnell still..

Verfasser:
PeterSch
Zeit: 11.04.2019 23:11:42
0
2772615
Das hatte ich sogar bei unserer ersten Diskussion (wegen Problem 1) angesprochen. Da hat er nur frech gelacht und meinte, es gibt heutzutage eh keiner mehr länger Gewährleistung als gesetzlich vorgeschrieben. Es könne sowieso immer was kaputt gehen. Zumindest so sinngemäß - an den genauen Wortlaut kann ich mich natürlich nicht mehr erinnern.

WIe ich einen hydraulischen Abgleich durchführen soll, ist mir noch unklar. Hat da jemand einen guten Link zu einem Thread hier? Alle ERR aufdrehen, ÜV zudrehen - und dann? Ich weiß, es ist hier schon so oft diskutiert worden, aber das "und dann" habe ich einfach nicht nachvollziehen können. Einfach nur die Heizkurve anpassen? Das macht ja irgendwie wenig Sinn. Dann heize ich ja die Räume mit, die kühler bleiben könnten (wo jetzt das ERR nicht voll aufgedreht ist). Oder ich orientiere mich an diesen Räumen und es wird im Wohzimmer und Bad zu kalt. Ich steh auf dem (Heiz-)Schlauch ;)

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich aktuell Durchflussmengen von 2-3 l sehen kann, obwohl die Heizung seit ca. 2 Stunden aus ist.
siehe: https://www.dropbox.com/s/r5w1cv21kv44dz8/Durchflussmengen.jpg?dl=0
Macht das überhaupt Sinn?

Hier mal die 48h Logs vom Oktober:
https://www.dropbox.com/s/8tziwp7h152kz16/181024_1151_proclog.dta?dl=0

und von eben:
https://www.dropbox.com/s/ltjq1zc46ljcowa/190411_2308_proclog.dta?dl=0

Zu mehr bin ich noch nicht gekommen.

Schon mal vielen Dank an alle, die sich hier Arbeit machen, mir zu helfen!

Gruß,
Peter

Verfasser:
Kristine
Zeit: 13.04.2019 01:24:13
1
2772905
Du kannst an Deiner Wärmepumpe die Daten auslesen und hier posten. Einmal DTA-Datei und CSV-Datei. Da kann man aus der Ferne eine Menge rauslesen.

Als allererstes stellst Du die Hysterese Warmwasser mal bitte auf 6-8K bei 48Grad. Dann hast Du viel weniger WW-Takte und es sollte trotzdem von der Wassertemperatur noch passen.

Jetzt zum hydraulischen Abgleich:

Am besten ist es wenn die Durchflussmengen im Heizkreisverteiler so groß wie möglich sind
Die Schritte sind folgende:

Alle Schaugläser soweit aufdrehen, wie es geht und alle ERR auch voll auf oder noch besser Stellmotoren abbauen und stilllegen. Dann das Überströmventil ganz zu drehen. Jetzt werden bestimmt einige Räume zu warm. Bei diesen wird der dann der Durchfluss wieder leicht schrittweise reduziert. Zwischen jeder Änderung immer mindestens 1-2Tage warten.

Lies Dir mal diesen Faden durch, das beschreibt ziemlich genau Deinen Weg.

https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/216334/Novelan-LAV-8-HSV-9-Optimierung-bzw-hydr-Abgleich

Verfasser:
PeterSch
Zeit: 14.04.2019 20:00:13
0
2773391
Hallo Kristine,

ach, super, jetzt hab ich das mit dem hydraulischen Abgleich auch verstanden. Danke für den Link. Da geht's schön in die Details. Und schon versteh ich auch die Zusammenfassungen aus anderen Threads!

Eine Frage hab ich dazu noch:
Nehmen wir mal an, ich werde es schaffen und werde den Durchfluss so optimieren, dass alle Räume die gewünschte Temperatur haben und dass der Gesamtdurchfluss im Normbereich (also über dem Minimum) liegt. (das wäre schon mal ein toller Schritt, vielleicht wird es ja noch mal kalt und ich kann das bald machen) ... dann sind doch alle ERRs voll aufgedreht und ich kann es nirgends wärmer machen, wenn nötig (außer ich drehe am Schauglas / Topmeter)?!
Genauso wäre es doch dann schwierig, einen Raum kälter zu bekommen, weil dann ggf. die Mindestdurchflussmenge unterschritten wird? (Hintergund: Ich habe z.B. ein Büro, das auch als Gästezimmer benutzt wird. Wenn Gäste kommen, stelle ich dort morgens i.d.R. schon das ERR runter, damit sie kälter schlafen können.)

WW Hysterese habe ich eben auf 6 Grad gestellt.

Die DTAs hatte ich schon hochgeladen (der Dropbox link oben), nur noch keine CSVs. Die folgen dann in 48h, wenn die WW Takte anders sein sollten.

Danke & Gruß,
Peter

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 14.04.2019 20:24:29
3
2773399
Die Zeiten sind vorbei das man im Raum A jeden Tag ne andere Temperatur haben kann + will.
Einzelraumregler/Stellantriebe machen meiner Meinung nach nur in seltenen genutzten räumen Sinn. Aber da wird's schon wieder schwierig, da der kalte Raum durch die angrenzenden räumen mitgeheizt werden muss ...

Vielleicht in einem Kinderzimmer. Tagsüber offen, nachmittags/abends/Nacht zu. Aber ob man das überhaupt merkt?

Verfasser:
Kristine
Zeit: 14.04.2019 20:53:25
3
2773406
So schnell kann bei einer Fußbodenheizung die Temperatur fast gar nicht absinken, als das man das wirklich merkt.

Wenn Du mit dem Abgleich durch bist, liegst Du höchstwahrscheinlich gut über dem Mindestsurchfluss, da kann dann schönmal ein nicht genutzter Raum auch wieder mit dem ERR abgeriegelt werden.

Heizkosten spart man damit in einem Neubau aber keine mehr.

Verfasser:
PeterSch
Zeit: 16.04.2019 20:29:47
0
2773967
Zitat von Kristine Beitrag anzeigen
So schnell kann bei einer Fußbodenheizung die Temperatur fast gar nicht absinken, als das man das wirklich merkt.

Schnell ist halt relativ ;) die Gäste bleiben meist ein paar Nächte und schon in der ersten Nacht wird es kälter.

Zitat von Kristine Beitrag anzeigen

Wenn Du mit dem Abgleich durch bist, liegst Du höchstwahrscheinlich gut über dem Mindestsurchfluss(...) Heizkosten spart man damit in einem Neubau aber keine mehr.

Das klingt gut. Es geht mir in dem Fall ja auch nicht ums Sparen, sondern, dass die Gäste nicht ständig das Fenster aufmachen zum Kühlen.
Der Mindestdurchfluss liegt bei meiner Pumpe laut Datenblatt bei 600l/h und der Normdurchfluss bei 1200 l/h. Das ist ja ein großer Bereich. Schade, dass es monentan tagsüber so warm ist und ich den hydraulischen Abgleich nicht machen kann.

Hier jetzt die DTAs und CSVs als ZIP Datei (von heute und vom 11.04.):
https://www.dropbox.com/s/61q9hrwy7vljuoz/dtas.zip?dl=0

Ich bin gespannt, was ihr da rauslesen könnt.

Ich hab noch eine neue Frage:
Das Warmwasser wird relativ schnell relativ kalt. In Zahlen ausgedrückt: nach 3-5 Minuten sinkt die Temperatur laut Heizung von 48 Grad auf 25 Grad. Aber das Wasser ist natürlich viel wärmer, was aus der Leitung kommt. Die 6 Grad Hysterese ist also sehr schnell erreicht. Ist das normal? Wird das vielleicht falsch gemessen? Ich wollte es gerade reproduzieren, aber nach einer Minute war es noch immer auf 49 Grad. Es hatte kurz vorher neu aufgewärmt. Da hat es sich also anders verhalten als sonst.

Gruß,
Peter

Verfasser:
Kristine
Zeit: 16.04.2019 21:31:07
0
2773977
Der Vorführ-Effekt...:)

Ansonsten mal die Zirkulationszeiten einschränken.

Schreib gerade vom Handy, konnte die Dateien noch nicht anschauen.

Verfasser:
Tiktal
Zeit: 16.04.2019 21:32:43
1
2773978
Hallo Peter,

Das klingt als wäre der Temperatursensor in deinem WW Speicher ganz unten montiert.
Das würde auch ein unnötig oftes Takten erklären.
Die WP denkt sofort das der Speicher ausgekühlt wäre und will neu warmes Wasser machen.
Der Sensor sollte mindestens in der Mitte sitzen.

Gruß

Onno

Verfasser:
Kristine
Zeit: 16.04.2019 22:12:14
0
2773986
also jetzt hast Du gerade 3 WW-Takte am Tag vorher waren es 8-9, da nenne ich mal einen Fortschritt.

Du schreibst Warmwasser steht genügend zur Verfügung? Dann kannst Du ja versuchen von 48°C auf vielleicht 45°C oder 46°C runtzuergehen und die Hysterese ein bisschen zu verkleinern. Jedes gesparte Grad an Warmwasser bringt Effizienz. Aber denke auch an den Komfort :)

Irgendwie hast Du komische CSV-Dateien hochgeladen, probier mal ob es da was anderes gibt.

Aber man erkennt am DTA dass die Hysterese Heizung bei 3K steht, das kannst Du auf 1,5 oder 2K senken.

Die Pumpenoptimierung solltest Du auf 5 Minuten stellen.

Ansonsten sieht das doch schon sehr gut aus.

Verfasser:
PeterSch
Zeit: 16.04.2019 23:23:21
0
2773996
Fortschritt klingt gut.
Ja, Warmwasser steht genug zur Verfügung, auch wenn die Temperaturen etwas anderes sagen.

Ich habe jetzt geändert:
WW 48 Grad --> 46 Grad
WW Hysterese 6 Grad --> 4 Grad
Pumpenoptimierung 180 Minuten --> 5 Minuten
Heizung Hysterese 3k --> 2,5k (Das war damals, s. Post #1 der Knackpunkt für die häufigen Taktungen. Deshalb habe ich es nicht auf 1,5 oder 2 wie von dir vorgeschlagen geändert. Selbst bei 2,5k ist die Pumpe direkt angesprungen. Mal gucken, wie lange sie läuft mit der Einstellung)

Mal sehen, was die Logs morgen hergeben und ob das WW so noch ausreicht.

Hier noch mal die CSVs (besser?):
https://www.dropbox.com/s/wtnzym7c91d32cf/dtas-csv.zip?dl=0

Und zum Spaß die DTAs von Anfang 2015, bevor der Installateur / Hersteller gerufen wurde:
https://www.dropbox.com/s/yz8wubuexjzle30/150220_1215.dta?dl=0

Dank Mitlesen hier im Forum hatte ich schon bemerkt, dass das so nicht gut sein kann.

Danke, Grüße und gute Nacht!
Peter

Verfasser:
Kristine
Zeit: 17.04.2019 10:13:47
0
2774049
Deine CSV-Dateien sind nicht die, die ich meine,

Die müssten irgendwie so heißen, also mit Text.

190328_1708_Text_D.csv

Wenn es nicht geht ist auch nicht weiter schlimm....

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