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Wasserenthärtungsanlage
Verfasser:
Kanito
Zeit: 17.04.2019 10:12:12
0
2774048
Guten Morgen zusammen,

Für unser Neubau ist eine Wasserenthärtunganlage vorgesehen.
Laut Analyse haben wir im Schnitt 11,6Dh
Das ist sicherlich nicht so hoch wie im anderen Gebieten, aber meine Frau findet die Reinigung von Duschtrennwände und schwarze Küchearmatur zu ätzend :)

Wir sind 2 Erwachsene + 2 kleine Kinder. 6 Monate im Jahr sind Opa und Oma bei uns zum Besuch.

Unter Betracht haben wir die Anlagen Filtrasoft Basic 20 von alfiltra und die CM40 von Aqmos. Mit Installation, usw. liegen beide nicht zu weit auseinander, aber deutlich günstiger als Grünbeck, BWT und Co.

Sind die alfiltra und Aqmos Anlagen vergleichbar? Würdet Ihr das eine oder das andere bevorzugen?

Vielen Dank!

Verfasser:
Coone
Zeit: 17.04.2019 14:40:46
0
2774108
Hallo,

von der technischen Ausstattung sind die Anlagen vergleichbar, aber die Aqmos 40 ist doppelt so groß (Harzvolumen 10 statt 5 Liter). Die Werte im Aqmos Datenblatt sind auf den ersten Blick realistischer.


Grüße

Verfasser:
Kanito
Zeit: 18.04.2019 14:38:51
0
2774335
Ich könnte auch die Basic 40 von alfiltra nehmen, aber der Mitarbeiter meinte das wäre Verschwendungen beim niedrigen Kalkgehalt wird die Anlage zur Regeneration gezwungen (aus hygienischen Gründen) obwohl nicht so viele Liter entkalkt sind.

Und wenn wir die alfiltra Basic 40 vs Aqmos 40 vergleichen? Welche würdet Ihr nehmen?

Verfasser:
Kanito
Zeit: 24.04.2019 14:54:09
0
2775798
/bump :)

Verfasser:
muscheid
Zeit: 24.04.2019 15:25:47
1
2775811
Also mal gerade so - bei alfiltra hab ich auf Anhieb nichts von DVGW Prüfung gelesen....

Verfasser:
Kaepsele007
Zeit: 24.04.2019 23:24:03
2
2775985
Wie Coone schon schrieb, die Anlagen sind technisch vergleichbar (haben alle ein Clack WS1 CI Ventil).
Bei Enhärtung um 8°dH liefert eine 40ger Anlage je nach Einstellung etwa 2,5m³-4m³ und eine 20ger Anlage 1,25m³-2m³. Danach wird regeneriert. Die Standzeit, nach der die Anlage erschöpft ist würde ich für den zu erwartenden "Normalbetrieb" zwischen 5 und 7 Tagen auslegen. Entsprechend deinem Wasserverbrauch und der gewünschten Ethärtung musst du die Anlagengröße auswählen.

Verfasser:
FSnyder
Zeit: 25.04.2019 08:11:32
0
2776012
Hi,

der DVGW fordert eine Zwangsregeneration nach spätestens 4 Tagen.
Also braucht man eine DVGW-zugelassene Anlage gar nicht größer zu dimensionieren.

Grüße
Snyder

Verfasser:
Kanito
Zeit: 25.04.2019 14:50:22
0
2776118
Vielen Dank für das Feedback.

Alfiltra stellt ab Werk eine Wasserhärte von 4 dH ein. Gibt es ein Grund warum man nicht komplett auf 0 dH enthärtet?

Wenn beide Anlagen vergleichbar sind, dann werde ich die Aqmos CM40 nehmen, und spare somit auch um die EUR 400 im Gegensatz zu alfiltra.

So wie ich das verstanden habe, muss eine Anlage privat nicht zwingend DVGW haben, oder? Und wenn ein KFR Ventil nach der Wasseruhr installiert, ist auch kein Systemtrenner erforderlich?

Laut Aqmos ergibt die Enthärtung bei 10 dH ca. 4000L. Angenommen, wir verbrauchen pro Tag 450L, würde die Anlage alle 8-9 Tage regenerieren, korrekt? Gibt es hier Bedenken aus hygienischer Sicht? Oder ist es besser eine kleinere Anlage zu nehmen und häufiger zu regenerieren?

Verfasser:
muscheid
Zeit: 25.04.2019 15:14:45
0
2776123
Die Anlage braucht nicht unbedingt ein DVGW Zeichen
ABER
dann muß sie per Systemtrenner (der jährlich gewartet werden muß) abgesichert werden. Strenggenommen ist dann alles hinter dem Systemtrenner kein Trinkwasser mehr. Und ein 3/4 oder 1" Systemtrenner BA kostet auch schon 300-400€.
Dann kann man auch schon fast ne Markenanlage mit DVGW kaufen.
Und wenn ich sowas lese wie Desinfektionszubehör.... vergessen!
Eine DVGW geprüfte Anlage braucht das nicht - das macht sie von allein.

Verfasser:
FSnyder
Zeit: 25.04.2019 15:23:29
0
2776125
Hi,

korrekt, alleine das "Bapperl" vom DVGW sorgt dafür, das das Wasser Trinkwasser ist und bleibt. Dass das gesamte "Innenleben" der Anlage ohne Bapperl prinzipiell baugleich ist, spielt keine Rolle. Wir leben schließlich in Deutschland!
Ironie aus.

Grüße
Snyder

Verfasser:
Reggae
Zeit: 25.04.2019 15:41:53
0
2776129
Zitat von Kanito Beitrag anzeigen
Alfiltra stellt ab Werk eine Wasserhärte von 4 dH ein. Gibt es ein Grund warum man nicht komplett auf 0 dH enthärtet?[...]


Drunter ist nicht gesund

Verfasser:
Schmitt
Zeit: 25.04.2019 15:58:50
0
2776132
Aus Untersuchungsberichten Auszug.

pH-Wert Neutralpunkt

ist der Idealwert. Das Wasser befindet sich im Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht. Der pHWert-Neutralpunkt liegt z. B. bei 7,0, wenn die Karbonathärte ca. 20° dKH beträgt. Wird der pH-Wert-Neutralpunkt unterschritten ist aggressive Kohlensäure im Wasser vorhanden, die nicht nur eine natürliche Schutzschichtbildung verhindert sondern gleichzeitig die Metallwandungen angreift.

Ich stelle meine Anlagen, (Grünbeck softLiQ: SC 18, inzwischen meine dritte Grünbeckanlage,) auf ca. 8° dH ein und habe kein Problem.


MfG. Schmitt

Verfasser:
Kanito
Zeit: 25.04.2019 17:17:32
0
2776146
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
Die Anlage braucht nicht unbedingt ein DVGW Zeichen
ABER
dann muß sie per Systemtrenner (der jährlich gewartet werden muß) abgesichert werden. Strenggenommen ist dann alles hinter dem Systemtrenner kein Trinkwasser mehr. Und ein 3/4 oder 1" Systemtrenner BA kostet auch schon[...]


Wie funktioniert die Desinfektion bei DVGW Anlagen? Durch häufigeres Regenerieren und Spülen oder auch chemisch?

Gibt es eine Liste von DVGW geprüfte Anlagen (für meinen Zweck)? Oder welche würdet Ihr empfehlen?

Vielen Dank!

Verfasser:
Jürgen Kempf
Zeit: 25.04.2019 18:37:03
0
2776172
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
Strenggenommen ist dann alles hinter dem Systemtrenner kein Trinkwasser mehr. [...]


Laßt euch keinen Bären aufbinden,der erste April ist schon vorbei.
Es kann natürlich sein, das manche das Prinzip eines Systemtrenners auch noch nicht so ganz richtig raushaben.

Wenn ich mir das DVGW Zertifikat der Grünbeck SoftliQ:SD 18 anschaue,und dann feststelle das diese nur mit einem Neoperl Einsteckruckflußverhinderer abgesichert ist,dann ist mir persönlich ein echter Systemtrenner als Absicherung lieber.

No Name Anlagen sind vollkommen okay,es muß nicht immer Marke sein.
Wer Marke haben will,bitteschön,es ist ja schließlich freie Marktwirtschaft.

Verfasser:
Elektobi
Zeit: 25.04.2019 21:36:44
0
2776226
Beim Nachrüsten einer Enthärtungsanlage an das Anpassen des Geschirrspülerhärtegrades denken. Wird gerne vergessen und man hat
ruckzuck die erste Ladung Trinkgläser ruiniert...
Auch deswegen keine 0° dH einstellen!

Verfasser:
Franke...
Zeit: 25.04.2019 21:50:46
0
2776234
Es sollte auch beachtet werden, das die Anlage eine jährlich Inspektion bekommen sollte.
Etwaige Ersatzteile sollten einfach Verfügbar sein.
Desinfektion ist bei Einsatz von Chlorzellen nicht weiter nötig.

Ich würde noch den Einsatz einer Wasserbehandlung ohne Veränderung der Trinkwassergüte in Erwägung ziehen.
Eine Enthärtung bei 11°dH ist mit Erlaub Unsinn und zudem grundsätzlich aus Schönheit- oder Putzgründen nicht
Konform mit der Trinkwasserverordnung.

Verfasser:
muscheid
Zeit: 26.04.2019 07:44:26
0
2776282
Zitat von Jürgen Kempf Beitrag anzeigen
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
[...]


Laßt euch keinen Bären aufbinden,der erste April ist schon vorbei.
Es kann natürlich sein, das manche das Prinzip eines Systemtrenners auch noch nicht so ganz richtig raushaben.

Wenn ich mir das[...]


...es ist hier eher der Fall, daß ein Grünstern nicht weis, was hier abnahmetechnisch Sache ist.
Die Anlagen mit DVGW haben auf dem Prüfstand bewiesen, daß das Trinkwasser nicht negativ beeinflusst wird. Daher reicht der RV.
Bei den anderen Anlagen weis man das nicht und geht von einer Gefährdung aus - also Systrenner notwendig.

Aber bei 11,6 dH würde ich keine Entkalkung machen.

Verfasser:
Coone
Zeit: 26.04.2019 08:20:06
1
2776291
Zitat von Kanito Beitrag anzeigen
Zitat von muscheid Beitrag anzeigen
[...]


Wie funktioniert die Desinfektion bei DVGW Anlagen? Durch häufigeres Regenerieren und Spülen oder auch chemisch?

Gibt es eine Liste von DVGW geprüfte Anlagen (für meinen Zweck)? Oder welche würdet Ihr empfehlen?

Vielen Dank!



Die Anlagen haben eine Chlorzelle, die mittels Elektrolyse aus der Sole Chlor erzeugt, was dann während jeder Regeneration das Harz desinfiziert. Das kannst du aber in der Regel auch bei jedem "No Name" Hersteller bekommen.

Der Sinn ist fraglich, da die Anlage bei normalem Betrieb nicht verkeimt und die Sole selbst schon eine keimtötende Wirkung besitzt. Zudem ist Chlor auch nicht unbedingt gut für das Ionenaustauscher-Harz.

Die Chlorzelle ist zudem noch ein Bauteil, das dann wirklich auch regelmäßig getauscht werden muss. Weitere Verschleißteile gibt es bei den Anlagen eigentlich nicht. Es fallen also in der Regel keine Ersatzteilkosten an, wenn nichts kaputt geht.

Natürlich sollte die Analge trotzdem regelmäßig überprüft und gereinigt werden.

Lass dich von dem ganzen DVGW-Kram nicht verunsichern. Die Komponenten der Anlagen sind fast identisch und auch die einzelnen Materialien der "No Name" Hersteller haben in der Regel Zertifikate, nur eben die Anlagen in ihrer Gesamtheit nicht, da diese Prüfungen extrem teuer sind und für die kleinen Hersteller garnicht machbar bzw. lohnenswert. Die müssten dann ihre Preise deutlich anheben und hätten kaum eine Chance mehr gegen die Großen.



Grüße

Verfasser:
Kanito
Zeit: 26.04.2019 10:17:13
0
2776328
Danke nochmal für Eure Hinweise!

D.h. wenn ich eine NoName Anlage nehme, ich muss ein Systemtrenner dazwischen bauen und die Anlage manuell desinfizieren, korrekt?

Zur desinfektion mit Resin Clean oder eher mit Chlordioxid?

Selbst mit dem Systemtrenner, liegt die No-DVGW Anlage ca. EUR 1000-1500 günstiger als eine DVGW Anlage.

Ist die optimale Wasserhärte immer noch 8,3 - 8,4 dH? Oder sind das veraltete Infos?

Wenn ich von 11,6 auf 8,3 enthärten möchte, ist die Aqmos 40 wahrscheinlich zu groß? Dann bleibt die Anlage mehr als 10 Tage ohne Regeneration bzw. wäre eine häufigere Regeneration unwirtschaftlich, da das Tauscherharz noch nicht verbraucht ist?

Verbrauch liegt bei ca. 140-145m3 im Jahr

Verfasser:
FSnyder
Zeit: 26.04.2019 11:21:41
0
2776350
Hi,

desinfizieren musst Du überhaupt nicht. Das ist eine "Erfindung" des DVGW.
Wie mein Vorschreiber bereits erwähnt hat, in der gesättigten Salzlösung bilden sich sowieso keine Keime und das Chlor ist nicht gut für das Harz.
Mal unter uns Pastorentöchtern: Eine Enthärtung von 11 auf 8 (von mir aus auch auf 5 oder 6) ist völliger Unfug!
Den Effekt wirst Du (außer im Portemonnaie) überhaupt nicht merken!
Ich hatte vor 2 Jahren einen (Aqmos)-Enthärter drin, der von 15 auf 6 enthärtet hat. Kalkränder hatte ich aber immer noch, nur eben weniger.
Jetzt habe ich eine Maicat-Kartusche. Die nimmt den Kalk nicht aus dem Wasser raus, sondern setzt dem Wasser Impfkristalle zu, die dafür sorgen, dass sich der vorhandene Kalk nicht mehr fest"frisst".
Somit kann man die Kalkränder einfach wegwischen.
Das ist die wesentlich preiswertere, wirklich wartungsfreie (außer einem Tausch der Kartusche aller 6 bis 8 Jahre für 300 Euro) und preisgünstigere Variante. Strom, Wasser und Co. braucht sie auch nicht.
Obendrein wird der GESAMTE Kalk im Wasser behandelt.

Grüße
Snyder

Verfasser:
Kanito
Zeit: 26.04.2019 12:25:15
0
2777369
Zitat von FSnyder Beitrag anzeigen
Hi,

desinfizieren musst Du überhaupt nicht. Das ist eine "Erfindung" des DVGW.
Wie mein Vorschreiber bereits erwähnt hat, in der gesättigten Salzlösung bilden sich sowieso keine Keime und das Chlor ist nicht gut für das Harz.
Mal unter uns Pastorentöchtern: Eine Enthärtung[...]


Hallo FSnyder,

Aber wenn die Kristalle im Wasser bleiben und man das Wasser zum Kaffee kochen nimmt, muss die Kaffemaschine trotzdem entkalkt werden, oder?
D.h. nur die Reinigung von Armaturen, Fliesen, Duschwände wird leichter. Alle andere Haushaltsgeräte müssen ganz normal entkalkt werden?

Verfasser:
Effizient
Zeit: 26.04.2019 13:11:54
0
2777386
Zitat von Elektobi Beitrag anzeigen
...
Auch deswegen keine 0° dH einstellen!

Bei Produkten mit Fremdstromanode hinter der Enthärtung sind die Herstellerangaben zur Fremdstromanode zu beachten. Da sonst die Funktion der Fremdstromanode beeinträchtigt und der Korrosionsschutz nicht mehr gewährleistet sein kann.

Verfasser:
FSnyder
Zeit: 26.04.2019 14:45:14
0
2777418
Hi,

entkalken muss man die Geräte auch nicht mehr wirklich. Den meisten Kalk kann man rausspülen, den Rest (z. B. beim Wasserkocher) einfach rauswischen.
Einzig eine Kaffeemaschine muss in großen Abständen (so als ob man einen "richtigen" Enthärter hätte) entkalkt werden. Der Geschirrspüler wird ebenso eingestellt, als ob ein Enthärter vorhanden ist. Die Perlatoren an Waschbecken und Co., sowie den Duschkopf habe ich seitdem (über 1 Jahr mittlerweile) nicht mehr angefasst. Das bißchen Kalk, was sich da absetzt, wischt man beim normalen Badputz mit weg.

Grüße
Snyder

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