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Woher kommt EE-Gas (für Gasheizungen)
Verfasser:
gnika7
Zeit: 14.04.2019 22:51:32
4
2773441
Naja, für mich war die Frage im Grunde beantwortet als Dietmar die Studie "Klimapfade für Deutschland " ins Spiel gebracht hat. Diese wurde von 68 Verbänden und Unternehmen begleitet. Es wurden die volkswirtschaftlich effizientesten Pfade untersucht. Obwohl Dietmar die Studie selber ins Spiel gebracht hat, ignoriert er einfach deren Ergebnisse, obwohl diese von so vielen Fachleuten aus zig Verbänden unterstützt wurde.

Achja, die Antwort lautete, man wird kein EE-Gas für Gasheizungen brauchen, weil es keine Gasheizungen geben wird. Und wenn sogar Unternehmen und Verbände in Form des BDI diese Ansicht vertreten, bezweifle ich, dass die deutsche Politik sich dieser Einsicht verschließen wird. Schließlich haben die beteiligten Unternehmen einiges zu verlieren, wenn deren Energieversorgung nicht kosteneffizient erfolgt.
Die Unternehmen wollen dabei nicht zu Dinosaurier werden. Schließlich wissen die, am Ende werden Dinosaurier verheizt.

Grüße Nika

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 15.04.2019 00:09:53
0
2773452
Zitat von crink;2773426,[...
Wie dreist ist das denn, zu behaupten, dass die Infrastruktur für EE-Gas oder -Öl vorhanden sei - nix ist vorhanden außer dem Kram für konventionelle fossile Heizmittel, die ineffizient mit offener Flamme steinzeitlich verbrannt werden.

Alles, was für die beiden E am Begriff EE-Gas vorhanden ist sind Forschungsvorhaben, Absichtserklärungen, Testanlagen


Für Forschung, Absichtserklärung etc. einige Nummern zu groß !

Gigantische Power-to-Gas-Anlage verwandelt Überschussstrom in Wasserstoff

Die Headline ist nicht von mir. Die Quelle ist auch keine Verbändemitteilung

:-)))

Dietmar Lange

Verfasser:
MaJen
Zeit: 15.04.2019 07:51:44
0
2773468
Ich wünsche Ihnen 20 ct/kWh Heizkosten - lebenslänglich.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 15.04.2019 08:16:54
0
2773477
Gigantische Power-to-Gas-Anlage verwandelt Überschussstrom in Wasserstoff

Gigantisch?
100 MW im Endausbau. Wenn die Anlage mit Überschussstrom betrieben werden soll bringt uns das nicht mal in den Promillebereich beim Gasverbrauch.

Liest du eigentlich die Texte, die du uns verlinkst?
Die erste Stufe in 2022, die 100 MW sollen erst in 2028 erreicht werden. Das geht ja rasend schnell mit P2X.

Und für den erzeugten Wasserstoff werden allerlei Nutzungsmöglichkeiten aufgezeigt. In Raffinierien, Brennstoffzellenfahzeugen, ein Teil soll auch methanisiert werden.

Statt ganze Windparks abzuschalten, wenn sie zu viel Strom produzieren, soll die Energie künftig gasförmig gespeichert werden. Bei Bedarf kann sie wieder in Strom oder auch in Treibstoffe umgewandelt werden.

Verbrennung in Gasbüchsen wird mit keiner Silbe erwähnt. Warum wohl? Vergessen?

Grüße
Frank

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 15.04.2019 08:27:13
0
2773481
In dem in Paris hinterlegten Klimaschutzplan 2050, der jetzt mit noch festzulegenden gesetzgeberischen Maßnahmen vollständig umgesetzt werden soll, wird Brennwerttechnik als „hocheffizient“ und Pt(X) als eine Möglichkeit zur Erreichung der Ziele benannt.

Hocheffizient, aha.
So effizient wie Diesel sauber vermutlich.

Der "Rohstoff", aus dem zukünftig P2X produziert werden soll ist Strom.
Strom ist reine Exergie.
Hast du mal ausgerechnet, welchen exergetischen Wirkungsgrad eine direkte Verwendung von Strom für die Heizung hat? Bei im Mittel 21° RT und AT 3° über die Heizperiode komme ich da auf einen Wirkungsgrad von 6%. Wenn man den Strom zuerst noch in Gas verwandelt muss man das noch mal mit einem Multiplikator von 0,8 bis 0,6 versehen.
Die Ausnutzung der hochwertigen Exergie Strom ist also grottenschlecht.

Mit einer Wärmepumpe ist der Wirkungsgrad immer noch weit vom theoretisch maximal möglichen Carnot-Wirkungsgrad entfernt, aber immerhin um einen Faktor 4-8 besser als mit der P2G-Gasbüchse.

Grüße
Frank

Verfasser: gnika7
Beitrag entfernt. Grund: Persönliche Auseinandersetzung (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 15.04.2019 09:39:53
0
2773499
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Gigantische Power-to-Gas-Anlage verwandelt Überschussstrom in Wasserstoff

Verbrennung in Gasbüchsen wird mit keiner Silbe erwähnt. Warum wohl? Vergessen?



Das ist sachlich richtig.

Es steht aber auch nicht da, dass vom Standort der Anlagen, die nicht ich als gigantisch bezeichnet habe, ein neues Erdgasnetz bis zu allen aufgezählten Abnehmer gebaut wird.

Die Autoren von „Ingenieur de“:

2022 soll der erste Elektrolyseur des Power-to-Gas-Projekts „Element eins“ in Betrieb gehen. Der anfangs produzierte Wasserstoff wird in das Erdgasnetz eingespeist

Wenn neue in D neue große Wind – und Solarparks geplant oder in Betrieb genommen werden, wird die Leistung gern mit der Anzahl von Haushalten oder der Anzahl von Personen verglichen, die damit mit Strom versorgt werden können.

Dabei kommt auch niemand auf die Idee , die Anzahl von Wärmepumpen zu berechnen, die damit versorgt werden könnten. Wenn der EE- Strom im Netz ist, steht er auch für ungeliebte Anwendungen, z.B. für Nachtspeicheröfen zur Verfügung.

Im Falle von P2G wird aber hier mit schöner Regelmäßigkeit darauf hingewiesen, dass in der Aufzählung der möglichen Anwendungen für EE-Gase die „Verbrennung in Gasbüchsen“ fehlt.

Bei der Sichtung aller Veröffentlichungen zu geplanten oder in Betrieb genommenen P2G Anlagen zieht sich wie ein roter Faden der Hinweis durch die Berichterstattung, dass die Gase in das bestehende Netz eingespeist und die vorhandene Gasinfrastruktur genutzt werden soll. Dazu gehören aber sowohl die Millionenzahlen vorhandener Gasanschlüsse für Wohn- und Nichtwohngebäude als auch die tatsächlich vorhandenen „gigantischen“ Speicherkapazitäten für Erdgas.

Diese sind bekanntlich so gigantisch, dass selbst bei einem längeren totalen Lieferausfall Deutschland längere Zeit mit Gas versorgt werden könnte. Diese Feststellung schließt auch die Gaskraftwerke ein, die bei einer Dunkelflaute auch die jetzt rund 1 Million Wärmepumpen mir Strom versorgen könnten.

Es zieht sich ebenfalls wie ein roter Faden durch die Berichterstattung über P2G. dass mit jeder neuen großen Anlage die Abregelung von Wind- und Solarstrom vermieden wird, siehe „Ingenieur de.“

Allein von 2015 bis 2017 wurden in Deutschland Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 937 Megawatt zeitweise vom Netz genommen.

Ich lese übrigen sehr wohl die Texte die ich verlinke. Ich gebe aber gern zu, dass meine Schlussfolgerungen aus den gelesenen Inhalten oft anders sind als in den hier von einigen Schreiber(innen) eingestellten Texten.

Dietmar Lange

Verfasser: Tom Berger
Beitrag entfernt. Grund: Persönliche Auseinandersetzung (siehe Forumsregeln)
Verfasser: Dietmar Lange
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag
Verfasser: gnika7
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag
Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 15.04.2019 12:11:36
4
2773562
"
Der Wärmeentzug aus der Umgebung erfolgt zwar kosten- aber nicht folgenlos . 

Erdreich wird ausgekühlt, Erdkollektoren benötigen ausreichende Flächen , das Ansaugen der Luft verursacht Schallemissionen mit bekannten Folgen etc.
"

Jetzt wird es aber lächerlich !
Ist schon echt negativ was die böse böse WP da macht.
Gegen die bösen Schallwellen bei einer LWP kann man etwas tun, aber anscheinend nur wenn man kein Ingenieur ist .
Aber eine Gasbüchse zieht sich haufenweise Sauerstoff rein und bläst ungestraft haufenweise co2 wieder raus .

Das ist aber richtig umweltfreundlich und wird deshalb staatlich gefördert .

Nur die Kanzlerin hat ja schon mal bemerkt das in allen Sektoren co2 eingespart werden muss, jetzt fehlt es nur noch am Willen dafür zu tun .

Immerhin hat sie ja schon mal laut über die Verteuerung von co2 nachgedacht .

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 15.04.2019 12:30:07
7
2773568
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[dazu eine Bemerkung als Ingenieur.

Bei einer vollständigen Bilanz zwischen nutzbarer Wärme und zugeführter Energie bei einer idealen WP ist ein klassisch berechneter Wirkungsgrad von WP auch immer < 1


Als Ingenieur sollte Dir aber nun wirklich bekannt sein, dass Wirkungsgradvergleiche ausschließlich dann sinnvoll sind, wenn man von gleichen Bezugsgrößen ausgeht. Wenn ein Heizungsbauer den Wirkungsgrad seiner Heizung bezogen auf den Heizwert angibt, dann kommt ein Brennwertkessel logischerweise auf einen Wirkungsgrad von größer als 1. Nur echte Deppen unter den Ingenieuren haben damals dem Erfinder Richard Vetter mit dem gleichen Unsinn wie von Dir da oben angeführt widersprochen, als der für seinen Brennwertkessel einen auf den Heizwert bezogenen Wirkungsgrad von 110% angegeben hat. Leider hat es damals nicht wenige Deppen unter den Ingenieuren gegeben. Ich hoffe doch sehr, dass Du Dich nicht unter diese einreihen willst.

Wirkungsgrad ist das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag, und verglichen wird auf Basis einer gemeinsamen Größe. Aufwand, der geschenkt wird, nichts kostet und niemanden belastet, wird nicht angerechnet. Die Wärmepumpe hat bezogen auf den Brennwert des gleichen Primärenergieträgers einer Gasheizung einen Wirkungsgrad von an die 300%, denn aus 100% Primäerenergie werden hier 300% Nutzenergie gewonnen, während Dein Brennwertkessel da nur 95% schafft. Dass die Wärmepumpe den Energieerhaltungssatz nicht widerlegt, sondern dass dabei 200% der gewonnenen Nutzenergie kostenfrei aus der Umwelt kommen (und schadlos auch wieder an diese abgegeben werden), steht dem nicht entgegen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 15.04.2019 12:35:10
8
2773569
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Nur die Kanzlerin hat ja schon mal bemerkt das in allen Sektoren co2 eingespart werden muss, jetzt fehlt es nur noch am Willen dafür zu tun .

Immerhin hat sie ja schon mal laut über die Verteuerung von co2 nachgedacht .[...]

CO2-Abgabe wird so sicher kommen, wie das Amen in der Kirche. Gesellschaftlich ist es bereits mehrheitsfähig. Sozial gerecht und sogar kostenneutral für Verbraucher kann diese auch gestaltet werden. Nur ein paar Dinosaurier wollen dies nicht wahrhaben
Zitat von Spiegel

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD), möchte - mittlerweile - gern eine CO2-Steuer einführen. Verkehrsminister Scheuer (CSU) und Wirtschaftsminister Altmaier (CDU) sind dagegen. Genauso, logisch, wie deutsche Industrieverbände. Altmaier, Scheuer und viele andere haben einen zentralen Punkt noch nicht verstanden: Klimaschutz ist keine Klientelpolitik (schöne Grüße an die FDP). Er schützt uns alle.

Sobald die CO2-Abgabe im Wärmesektor greift, werden Menschen im größerem Umfang eher auf WP umsteigen. EE-Gas zu vergleichbaren Kosten ist auf mittlere Sicht nicht zu erwarten.

Grüße Nika

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 15.04.2019 13:48:11
4
2773599
Da der „nachhaltige Wirkungsgrad“ von Wärmepumpen >> 1 hier immer wieder als Argument gegen Gasbrennwerttechnik mit den Wirkungsgaden <1 und deren Betrieb mit EE- Gas verwendet wird, dazu eine Bemerkung als Ingenieur.

Bei einer vollständigen Bilanz zwischen nutzbarer Wärme und zugeführter Energie bei einer idealen WP ist ein klassisch berechneter Wirkungsgrad von WP auch immer < 1


Das sind doch alles nur Ausflüchte.

Der Primärenergieträger der Zukunft ist weit überwiegend Strom.
Der wird dann entweder direkt genutzt oder auf dem Umweg P2X.

Wenn man Wirkungsgrade vergleicht dann ist die Bezugsgröße immer der Stromverbrauch.

Mein Wärmebedarf liegt bei etwa 20.000 kWh.
Bei direkter Stromnutzung mit WP brauche ich dafür 3.600 kWh.
Mit PsG über eine Gasbüchse braucht man mindestens 26.000 kWh EE-Strom unter günstigen Annahmen von 95% Jahresnutzungsgrad und 80% Wirkungsgrad für den P2G Prozess.
Das bedeutet der Weg über die WP ist mehr als 7x effizienter als der über Gas.
Bin gespannt wie du diese Fakten weg erklärst.

Daran kommst du nicht vorbei. Hocheffizient ist die Brennwerttherme nur wenn man die Nutzwärme ins Verhältnis zum Energieinhalt des Gases setzt. Diese Betrachtung ist überholt.

Efficiency first.
7x höhere Effizienz ist ja wohl mehr als eindeutig.

Grüße
Frank

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 15.04.2019 14:06:43
0
2773611
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[i]Da der „nachhaltige Wirkungsgrad“ von Wärmepumpen >> 1 hier immer wieder als Argument gegen Gasbrennwerttechnik mit den Wirkungsgaden <1 und deren Betrieb mit EE- Gas verwendet wird, dazu eine Bemerkung als Ingenieur.

Bei einer vollständigen Bilanz zwischen nutzbarer Wärme und[...]


Meine zitierten Ausführungen sind keine .Ausflüchte, sondern physikalisches Basiswissen.

Die Aussage zu Strom als Primärenergieträger (weit überwiegend) ist überholt (BMWi).

Wirkungsgrade sind immer dimensionslos, das ist wiederum physikalisches Basiswissen für Ingenieure

Dietmar Lange

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 15.04.2019 14:26:40
0
2773620
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]


Meine zitierten Ausführungen sind keine .Ausflüchte, sondern physikalisches Basiswissen.


Nein, Du wendest als inkompetenter Ingenieur physikalische Grundlagen falsch an. Du befindest Dich damit in enger Gemeinschaft mit den inkompetenten Ingenieuren, die aufgrund genau gleich falschen Verständnises physikalischer Grundlagen damals die schnelle Einführung des Brennwertkessels massiv behinderten.

In der Physik sind alle Energieströme relevant, und sie summieren sich immer zu 1 auf. Bei ingenieurtechnischen Anwendungen aber geht es um Aufwand und Ertrag, und da kommt es auf den Kontext an, und beim Vergleich sowieso auf eine gemeinsame Bezugsgröße. Das folgt ebenfalls aus elementaren physikalischen Prinzipien, die Du aber, genau so wie zu ihrer Zeit die inkompetenten "Ingenieure" des TÜV Hannover, beharrlich ignorierst.

Wir können ja auch gerne die verschiedenen Wirkungsgrade streng physikalisch durchexerzieren. Das Erdgas, das Du so gerne verbrennst, ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern - ganz analog zur von der Wärmepumpe genutzten Umweltwärme - über sehr lange Zeiträume hinweg durch Sonnenenergie entstanden. Wie viel Wasserstoff musste die Sonne zu Helium fusionieren, damit auf der Erde ein klein wenig CH4 entstehen konnte?

Wenn Du also schon die Physik bemühst, dann bitteschön korrekt, und beim Vergleich auf gleicher Grundlage. Deine Gasheizug kommt dabei dann auf einen irrwitzig niedrigen Wirkungsgrad, der von den von Dir in Anspruch genommenen 95% bzgl des Brennwerts des Erdgases so weit entfernt ist, wie die Sonne vom Pluto.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 15.04.2019 14:35:14
2
2773621
Die Aussage zu Strom als Primärenergieträger (weit überwiegend) ist überholt (BMWi).

Sorry, die Primärenergieträger sind natürlich Wind, Sonne, Biomasse etc.
Der Strom ist dann Sekundärenergieträger.
Strom wird den überragend größten Anteil als Sekundärenergieträger haben.
Daraus willst du ja den Brennstoff für deine Gasbüchsen herstellen. Der ansonsten nur aus Biogas kommen kann - bei vergleichsweise bescheidenem Potenzial.

Wirkungsgrade sind immer dimensionslos, das ist wiederum physikalisches Basiswissen für Ingenieure

Ja, Herr Ingenieur.
Die Frage ist hier nur welche Bezugsgröße man anwendet, Energie oder Exergie.
Du kannst es ( und dich ) drehen und wenden wie du willst. Mit einer Gasbüchse brauchst du 7x mehr EE-Strom als Sekundärenergieträger im Vergleich zu meiner WP.

Grüße
Frank

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 15.04.2019 15:00:52
0
2773629
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Wirkungsgrad ist das Verhältnis von Aufwand zu Ertrag, und verglichen wird auf Basis einer gemeinsamen Größe. Aufwand, der geschenkt wird, nichts kostet und niemanden belastet, wird nicht angerechnet

[...]


Sorry, damit verlassen wir die Physik und wechseln zu BWL.

Wenn das so wäre, gäbe es keinen Wirkungsgrad für Sonnenkollektoren und Solarzellen.

Die Diskussion wird sinnlos!

Dietmar Lange

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 15.04.2019 15:28:12
6
2773639
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

Sorry, damit verlassen wir die Physik und wechseln zu BWL.

Wenn das so wäre, gäbe es keinen Wirkungsgrad für Sonnenkollektoren und Solarzellen.


Auch das ist wieder falsch und verrät nur Dein unzulängliches Verständnis physikalischer Grundlagen. Wirkungsgradangaben benötigen ausnahmslos immer eine Bezugsgröße. Wenn das für Dich nicht gelten soll, dann solltest Du schon sagen, warum Du statt des Brennwerts bei einem kg Methan nicht dessen Masse-Energie-Äquivalenz nach Einstein als Bezugsgröße wählst. Die Verbrennung von Methan setzt ja doch nur einen winzigen Bruchteil der darin enthaltenen Energie frei.

Welche Bezugsgröße man für eine Wirkungsgradangabe verwendet, ist immer erst mal rein willkürlich, aber man muss sie eben angeben. Sinnvoll ist es aber immer nur, eine für die jeweilige Technologie relevante Bezugsgröße zu wählen. Dass in früheren Zeiten (und meist auch heute noch) der Heizwert eines Brennstoffs die Bezugsgröße war und nicht der Brennwert, war ja auch nicht falsch, denn die Heizungstechnologien konnten eben nur maximal den Heizwert nutzbar machen. Und logischerweise kam man mit dieser durchaus korrekten Bezugsgröße dann beim Brennwertkessel auf einen Wirkungsgrad größer als 1. Was soll denn daran falsch sein?

Aus einer kWh Brennwert von Erdgas gewinnst Du 0,95 kWh Nutzwärme, und ich gewinne daraus 3 kWh Nutzwärme. Mit welcher anderen Größe als dem eines Wirkungsgrads willst Du diesen Unterschied denn beschreiben? Und wie willst Du eine Wirkungsgradangabe für eine Wärmepumpe gestalten?

Sorry, aber Du hast die Grundlagen nicht verstanden. Du hast was auswendig gelernt, ohne dessen Sinn zu verstehen, und wendest das dann folglich auch falsch an, sobald Du den Gültigkeitsbereich des auswendig Gelernten verlässt. In der Konsequenz bist Du genau der gleiche ignorante Fortschrittsverhinderer wie die "Ingenieure" des TÜV Hannover beim Ausbremsen der Brennwerttechnologie.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 15.04.2019 15:32:11
3
2773640
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Tom Berger Beitrag anzeigen
[...]


Sorry, damit verlassen wir die Physik und wechseln zu BWL.

Wenn das so wäre, gäbe es keinen Wirkungsgrad für Sonnenkollektoren und Solarzellen.

Die Diskussion wird sinnlos!

Offensichtlich wird den Ingenieuren nicht so wirklich beigebracht, was ein Wirkungsgrad ist. Die an die Umgebung abgegebene oder aus der Umgebung aufgenommene Wärme wird bei der Bestimmung des thermischen Wirkungsgrades nicht berücksichtigt. Sonst hätten Gasthermen einen WG von 100% bezogen auf den Brennwert. Ich als einfacher Physiker konnte die Aussagen von Tom durchaus verstehen. Und hatte auch kein Problem mit dem Begriff Wirkungsgrad in der Form in der es verwendet wurde. Ein Ingenieur scheint da überfordert zu sein. Aber wenn man einfach nich zugeben kann, dass eine WP sieben mal effizienter ist als Gasheizung bei EE-Nutzung, dann tut man so als ob, alle anderen Unsinn reden und erklärt die Diskussion für sinnlos. Tja, offensichtlich können deutsche Ingenieure Dieselsoftware manipulieren um den Motor möglichst effizient zu betreiben, haben aber ein Problem mit dem Begriff Effizienz, wenn es um die Nutzung von EE-Strom geht.


Wärmepumpen und Kälteanlagen – z. B. Klimaanlagen und Kühlschränke – funktionieren als umgekehrte Wärmekraftmaschine. In der Fachliteratur wird bei diesen Geräten neben dem Begriff „Wirkungsgrad“ die Leistungszahl als Maß für die Effizienz verwendet.
[...] Die dabei insgesamt bereitgestellte Wärmeleistung ist größer als die beim Verdichtungsprozess entstehende Wärmeleistung. Daher werden für diesen Prozess „Wirkungsgrade“ von über 100 % erreicht. Typische Werte liegen zwischen 300 % und 800 %, was einer Effizienz (= Leistungszahl) von 3 bis 8 entspricht. Zur Vermeidung von Verwechslungen wird der thermische Wirkungsgrad von Wärmepumpen und Kältemaschinen als COP (engl. Coefficient Of Performance) bezeichnet, der kleiner ist als der reziproke Carnot-Wirkungsgrad.




Grüße Nika

Verfasser:
gnika7
Zeit: 16.04.2019 00:36:03
0
2773742
Ich ahne schon, mein letzter Beitrag wird als "persönliche Auseinandersetzung" gelöscht. Dabei ist nichts persönliches dabei zu erwarten, das ein Ingenieur mit ausgefülltem Profil und entsprechenden Kompetenzen weiss. was unter einem WIrkungsgrad zu verstehen ist...

Grüße Nika

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 18.04.2019 16:38:00
0
2774355
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Da der „nachhaltige Wirkungsgrad“ von Wärmepumpen >> 1 hier immer wieder als Argument gegen Gasbrennwerttechnik mit den Wirkungsgaden <1 und deren Betrieb mit EE- Gas verwendet wird, dazu eine Bemerkung als Ingenieur.

Bei einer vollständigen Bilanz zwischen nutzbarer Wärme und[...]


[i]Da der „nachhaltige Wirkungsgrad“ von Wärmepumpen >> 1 hier immer wieder als Argument gegen Gasbrennwerttechnik mit den Wirkungsgaden <1 und deren Betrieb mit EE- Gas verwendet wird, dazu eine Bemerkung als Ingenieur.

Bei einer vollständigen Bilanz zwischen nutzbarer Wärme und zugeführter Energie bei einer idealen WP ist ein klassisch berechneter Wirkungsgrad von WP auch immer < 1

Das sind doch alles nur Ausflüchte.

Der Primärenergieträger der Zukunft ist weit überwiegend Strom.


Speziell zum letzten Satz:

Ich empfehle dazu mal als Lektüre für die bevorstehenden Osterfeiertage einen Diskussionsbeitrag aus dem neuen Heft der Zeitschrift Sonnenenergie zur aktuellen Energiepolitik des BMWi.

Erste Ausgabe SONNENENERGIE des Jahres 2019.

Der Autor ist ein in der EE- Branche gut bekannter Fachjounalist, der seit Jahren die Entwicklungen in Deutschland analysiert und kommentiert.

Der Verfasser führt u.a. aus:

...........in den Zusammenhang gesetzt, wird deutlich, dass dahinter ein Konzept steht, das systematisch abgearbeitet wird.

Es ist nicht so, wie früher kritisiert wurde, dass die Energiewende einfach abgewürgt und zurechtgestutzt wird. Das mag in den ersten Perioden der Merkel-Regierungen der Fall gewesen sein, als die Erneuerbaren noch zum gemeinsamen Feindbild der Koalitionäre gehört hatten. Inzwischen ist es deutlich, dass Altmaier eine Energiewendepolitik für die Großen der Energiebranche macht. Gegen Solar und Wind haben die nichts mehr einzuwenden, solange sie glauben, diese dominieren und profitabel nutzen zu können. Dafür wird das Ordnungsrecht bemüht. Und aus den ursprünglichen Anfängen einer Energieeffizienztheorie im fossilen Heizungsbereich ist längst eine übergeordnete Megastrategie des Fuel Switch hin zum Erdgas geworden. Sie ist zum strategischen Gerüst der Außen- und Europapolitik geworden und wird verbissen vorangetrieben. Da will man sich in der Koalition weder von Trump noch von einer Mehrheit der EU-Staaten abbringen lassen.

Wir sollten uns klar machen, dass es nicht die eine Energiewende gibt, sondern konkurrierende und konträre Konzepte.

Die Kleinteiligkeit der Bürgerenergie, die Vielzahl der Solardachanlagen und Windräder passen nicht in die Denke der Konzernlenker und Regierungsstrategen. Ihnen geht es um Anlage großer Kapitalvolumina.


Die Formulierung „übergeordnete Megastrategie des Fuel Switch hin zum Erdgas“ ist nicht von mir.

In diese erkennbare „ Megastrategie“ ordnen sich aber die Projekte zu P2G in den Dimensionen > 100 MW bis GW ein, über die ganz speziell im letzten Jahr immer wieder auf Fachinformationsportalen und Medien informiert wurde. In den Berichten ist immer wieder zu lesen, dass die EE- Gase in das bestehende Gasnetz eingespeist werden sollen.

Dietmar Lange

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 18.04.2019 17:50:31
1
2774361
Der Verfasser führte ebenfalls aus, dass dies in der EU anders gesehen wird. In dem Zusammenhang sei an den zahlreichen FUD verwiesen, der hier immer wieder von einer bestimmten Person gepostet worden ist, von wegen, dass die STA deshalb der PVA überlegen ist, weil ja praktisch der Netzzugang schnell mal abgestellt werden könnte. Es bleibt zu hoffen, dass wir derartiges jetzt nicht mehr lesen müssen, wenn ein Fachjournalist dies mal festgestellt hat (ob das stimmt oder nicht, spielt ja sowieso keine Rolle, wenn man vom Fach ist oder ersatzweise über ein ausgefülltes Profil verfügt).

Ansonsten stellt der Autor fest, dass die aktuelle Politik nicht primär die Energiewende dient, sondern P2G aka Erdgas, ein Produkt erfolgreicher Lobbyarbeit ist.

Das steht jetzt aber nicht wirklich grundsätzlich im Widerspruch zu dem was hier von vielen postuliert wird. Abgesehen davon, dass der Autor nichts darüber schreibt, welche Menge zu erwarten ist. "Mega" ist ja nun eher unbestimmt.

Verfasser:
crink
Zeit: 18.04.2019 17:58:56
0
2774363
Hi,

Mega reicht nicht, Giga muss es schon sein um einen bemerkbaren Anteil zu liefern, auf die Leistung bezogen. Geht es um die Energiemenge muss es schon Tera sein, und das bitte dreistellig. Ansonsten hat die Energieversorgung von D wenig davon. Völlig egal, ob es um EE-Gas oder EE-Strom geht. Wobei EE-Gas ja bis auf Biogas den EE-Strom voraussetzt, nur noch viel mehr davon. Vielleicht war die Wortwahl des Journalisten ein wenig unglücklich...

Schöne Ostertage
crink

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.04.2019 02:27:55
0
2774440
Zitat von crink Beitrag anzeigen


Mega reicht nicht, Giga muss es schon sein um einen bemerkbaren Anteil zu liefern, auf die Leistung bezogen. Geht es um die Energiemenge muss es schon Tera sein, und das bitte dreistellig. Ansonsten hat die Energieversorgung von D wenig davon. Völlig egal, ob es um EE-Gas oder EE-Strom geht. Wobei EE-Gas ja bis auf Biogas den EE-Strom voraussetzt, nur noch viel mehr davon. Vielleicht war die Wortwahl des Journalisten ein wenig unglücklich...



Das Leistungen im Bereich GW benötigt werden ist kein Streitthema.
Die aktuelle Nachrichtenlage im April 2019 zeigt aber sehr deutlich, dass immer mehr große Unternehmen auch eigenes Geld in die Hand nehmen wollen , um in den Zukunftsmarkt EE- Gase einzusteigen. Das gilt ganz besonders für den deutschen Norden, der sich als EE- Gaslieferant für Deutschland profilieren will.

Bundestag erlaubt 300 Meter hohe Windräder vor Rostock-Warnemünde

Kommt noch ein zweiter Windpark?

Die Fläche im Meer vor Warnemünde sind in den Planungen des Landes zweigeteilt: Ein Gebiet für Tests, ein zweites ist für kommerzielle Windparks vorgesehen. Nach OZ-Informationen gibt es dafür bereits einen Investor: Ein Konsortium aus drei international tätigen Unternehmen will mehr als eine halbe Milliarde Euro investieren, um insgesamt 160 Megawatt vor Warnemünde zu erzeugen. Der Strom soll genutzt werden, um Wasserstoff zu erzeugen. Das Gas soll dann in Salzkavernen bei Parchim gespeichert werden.

Berichte über Planungen in diesen Dimensionen werden immer häufiger.

Dietmar Lange

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