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Fundament für Gartenmauer ?
Verfasser:
toni007
Zeit: 25.09.2014 19:31:18
0
2120842
So, ich melde mich mal wieder mit dem aktuellen Stand. Die Mauer aus Schalsteinen steht. Habe 7m³ Beton im Fundament versenkt. Es ist ca. 75cm tief geworden. Weiter runter ging nicht, selbst mit einem Pickel gingen nur noch ganz kleine Brocken Erde weg. Ohne Bagger keine Chance. Es sollte aber reichen. Die Mauer ist nun 1m hoch geworden (4 Steine a 25cm).

Ich frage mich jetzt nur noch, wie ich die Mauer von hinten gegen die Erde "schütze". Reicht ein Bitumenanstrich von hinten oder sollte ich eine Noppenbahn gegen Feuchtigkeit und Wurzeln anbringen ? Die Mauer wird einseitig fast bündig mit Erde aufgefüllt (Hanglage).

Verfasser:
Petermännchen
Zeit: 25.09.2014 19:52:11
0
2120848
Und wie hast Du die Mauer bewehrt?

Verfasser:
toni007
Zeit: 25.09.2014 20:06:24
0
2120856
Zitat von Petermännchen Beitrag anzeigen
Und wie hast Du die Mauer bewehrt?

Alle 50cm steckt ein 16er Baustahl im Fundament (mit eingegossen). Diese Stäbe stehen 95cm raus, so dass diese gerade so von den Schalsteinen umschlossen werden. Waagerecht liegt Baustahl in jeder Reihe über die komplette Mauerlänge.

Verfasser:
liteman
Zeit: 25.09.2014 20:15:00
0
2120863
Hallo,

ich habe dieses Jahr eine ähnliche Mauer gebaut.
Länge 12m, Höhe an höchster Stelle 3m, an niedrigster Stelle 0,6m.
Das 1m breite und 0,6m tiefe Fundament wurde mit zwei Lagen Baustahlmatten ausgeführt. Als Anschlußbewehrung habe ich alle 25cm zwei aus 12er Baustahl gebogene Winkel hintereinander an den Baustahlmatten befestigt. Schenkellänge im Fundament 0,5m aus dem Fundament herausragend 0,8m.
Nach dem Betonieren mit Mixer und Pumpe und nach dem Aushärten des Fundamentes
stehen zwei saubere Reihen 12er Eisen aus dem Fundament.
Die erste Reihe 29er Schalsteine habe ich in ein Mörtelbett gesetzt und ausgerichtet. Dann weitere 7 Reihen gestapelt. In jeder Reihe als Längsbewehrung zwei 10er Eisenstangen hintereinander über die ganze Länge. Senkrecht im Abstand von 25cm jeweils zwei 12er Stangen als Verlängerung der Anschlußbewehrung, die 0,8m über die letzte Reihe Steine herausstehen. Betonieren mit PuMi.
Dann die letzten 7 Reihen Steine gestapelt. Wieder in jeder Reihe zwei 10er Eisenstangen hintereinander über die ganze Länge. Wieder alle 25cm zwei 12er Stangen senkrecht. Letztes Betonieren mit PuMi.
Als Abdichtung habe ich die Mauer mit einem Bitumenanstrich versehen und dann eine Noppenbahn befestigt. Zur Entwässerung habe ich eine 110er Drainage in Steinpackung eingebaut. Hinterfüllt wurde die Mauer auf ganzer Höhe mit Kies.

Und jetzt Steinigt mich wegen Statik, TÜV, DIN, ...

Grüße

liteman

Verfasser:
toni007
Zeit: 25.09.2014 21:18:55
0
2120883
Zitat von liteman Beitrag anzeigen
Zur Entwässerung habe ich eine 110er Drainage in Steinpackung eingebaut.

Die Drainage ist ein guter Punkt. Hatte ich ehrlich gesagt noch gar nicht auf dem Schirm. Benötigt man immer eine Drainage ? Von was hängt das ab ? Bei mir handelt es sich um schweren Lehmboden, habe das Gefühl da versickert eh nicht viel. Aber kann mich auch täuschen. Bekommt man fertige Drainagerohre als Meterware im Baustoffhandel ?
Nochmal zum Thema Abdichtung mit Bitumen bzw. Noppenbahn. Der "Hochgarten" der durch die Mauer entstanden ist, ist bzw. wird bepflanzt. Spielt das auch eine Rolle ? Drücken irgendwann die Wurzeln an die Mauer, so dass die Bitumenschicht irgendwann "durchgedrückt" wird ? Also doch Noppenbahn ?

Verfasser:
liteman
Zeit: 26.09.2014 20:27:34
0
2121263
Hallo,

ich sehe die Sache so.
Die Noppenbahn ist nötig damit der Kies die Bitumenschicht nicht beschädigt.
Außerdem dient der Luftspalt der durch die Noppen ensteht dazu, Wasser schnellstmöglich nach unten abfließen zu lassen. Der Bitumenanstrich ist zwar dicht, aber es sollte kein Wasser dauerhaft gegen die Bitumenschicht drücken.
Die selbe Funktion erfüllt die Hinterfüllung der Mauer mit Kies. Auftretendes Wasser wird durch die Hohlräume zwischen den einzelnen Steinen nach unten geleitet. Und erreicht so erst gar nicht die Mauer.
Damit das nach unten geleitete Wasser sich nicht am Fuß der Mauer sammelt und diese dann im Wasser steht ist für mich eine Drainage zwingend notwendig.
Drainagerohr gibt es bei uns im 25 oder 50m Ring beim Baustoffhändler und kostet nicht die Welt.

Grüße

liteman

Verfasser:
Grinch
Zeit: 13.10.2014 15:08:51
0
2127833
und wenn man das ganze aus tuff steinen macht? wie sieht das da aus?
Ist tuff stein frost fest?

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 13.10.2014 20:49:55
0
2127983
@toni
Noppenbahn ist bei Bewuchs immer gut, aber selbst die kann durch Wurzeln durchgedrückt werden. Aber grundsätzlich würde ich sagen, dass diese Mauer Dich i.d.R. überleben wird, wenn sie ordentlich gemacht wurde.

@grinch
Tuff ist Kalkablagerung durch im Wasser gelöster Kalk, schichtenweise aufgebaut, häufig mit Pflanzenteile eingemischt. Kalkprodukte sind nicht frostsicher. Trotzdem gibt es solche Tuffsteine, die auch noch andere mit abgelagerte Mineralien enthalten, die sie sehr hart machen.
Als Gehwegplatten würde ich sie nie verwenden, aber als Trockenmauer mit einer festen Abdeckung ? Der Versuch wäre es wert. Lass Dir vom Verkäufer die Frostsicherheit bestätigen

Verfasser:
heidi mueller
Zeit: 03.03.2015 22:10:10
0
2204252
ich hätte folgende Frage, und zwar

mit welchen Kosten muss ich ca. rechnen, wenn eine Firma

eine 34 m lange Mauer aus Schalungssteinen( 17,5 cm) baut,
Höhe 3 Meter und Fundament ca. 0,50 Meter. Die Mauer
soll den Lärm des Nachbarn abwehren.

Für eine Antwort wäre ich dankbar.

heidi mueller

Verfasser:
Wolf S
Zeit: 05.03.2015 09:31:58
0
2205001
Allein wegen der regionalen Unterschiede bei Baukosten wirst du hier keine vernünftige Antwort bekommen (können). Lass dir von einer - oder mehreren - Baufirma in deiner Nähe ein Angebot machen.

Verfasser:
WalterMB
Zeit: 07.03.2015 18:21:37
0
2206142
Zitat von toni007 Beitrag anzeigen
Wir wollen eine niedrige Mauer aus Schalsteinen bauen, die auf der einen Seite später bündig mit Erde aufgefüllt wird. Es wird also ein einseitiger (wenn auch kleiner ?) Druck auf der Mauer lasten. Es ist geplant, die Mauer 3 Steine hoch zu mauern, was einer Mauerhöhe von 75cm entspricht. In die[...]


Wir haben als Begrenzung zum Bürgersteig eine 55 m lange Begrenzungsmauer mit Aufmauerung 40 cm und Ziergitter Felder. Als Fundament wurde 80 cm Tiefe gewählt, habe noch aus Sicherheitsgründen Moniereisen reingelegt. So dieses stabile Fundament hat nach 40 keinerlei Risse in der Aufmauerung ergeben. Da natürlich auch der gesamte Bürgersteig mal ausgehoben werden musste - die Stadt verlegte eine neue 40 KV Leitung - und wieder zugeschüttet wurde, bin ich doch froh diese Tiefgründung damals entschieden zu haben.
Also im Voraus zu denken und zu handeln lohnt sich.

Grüße WalterMB

Verfasser:
sukram
Zeit: 07.03.2015 18:40:30
0
2206148
Zitat von heidi mueller Beitrag anzeigen
Schalungssteinen( 17,5 cm) baut,
Höhe 3 Meter und Fundament ca. 0,50 Meter[...]



1. Wird mit 17.5ern keiner machen - Statik mangelhaft (selbst wenn man das Fundament anders als hier vorgegeben frostsicher abteuft).

2. Nachbarschaftsrecht beachten - es gibt da gewisse landesabhängige Höhenbeschränkungen (es sei denn man setzt die Mauer von der Grenze weg)

3. Grundsätzlich falsches Forum für sowas.

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 08.03.2015 11:55:03
0
2206366
Ich habe die Frage schon bei Erstellung gelesen, habe sie aber bewusst nicht beantwortet. Kollege Wolf hat bereits richtig dazu Stellung genommen.

Aber nochmals zur klaren Feststellung:

Gleich in welchem Bundesland - für eine 3 m hohe und 34 m lange Mauer benötigst Du einen Bauplan und eine Baugenehmigung, egal, wie weit die von der Grenze weg ist. Dazu wahrscheinlich auch eine Statik, denn stell Dir vor, die Mauer fällt und verletzt jemanden (auch in Deiner Familie kommt der Staatsanwalt).
Ob ein 50 cm tiefes Fudnament reicht, muss man vor Ort klären und nicht in einem Forum, wo man keine Bodenbeschaffenheit erkennt. Mir kommt ein solches Fundament schon recht schwach vor, steht es auf festem Kiesboden mag es vielleicht gehen, ist es lehmiger Boden, reichts mit Sicherheit nicht.

Zu Guter Letzt ist es auch eine Frage der Gestaltung, wie sollen denn die Schalungssteine hinterher verkleidet werden? Oder meinst Du, die Nachbarn (die den Lärm verursachen) schauen sich gerne die Ersatz-Berliner-Mauer aus nackten unverputzten Steinen, 3 m hoch, an? Und bedenke auch den Schattenwurf einer solchen Mauer, Moos ist demnächst der Hauptbewuchs beidseitig, wenn da keine Sonne mehr hinkommt. Entweder hast Du das Moos oder der Nachbar (mit entspr. Reaktion) oder ihr beide, je nach Himmelsrichtung.

Viele Dinge, die es zu besprechen gilt, gehe zum Bauamt der Gemeinde oder zum Bauamt beim Landratsamt, bevor Du Geld ausgibst

Verfasser:
Fco69
Zeit: 16.04.2019 16:40:10
0
2773910
Hallo Forum,Ich plane eine ähnliche Wand, ca 11m lang und 0,8 m hoch, fängt auf einer Seite das etwa 0,8 m höhere Grundstück ab. Vorher waren 40 Jahre lang alte Eisenbahnbolen als Stütze verbaut, diese habe ich rausgeschmissen.Fundament will ich ca 60 cm tief und 30 cm breit machen, erst Kies und dann Beton oben drauf.Jetzt zu meinen Fragen: 1. Kann ich die Mauer auch aus Kalksanstein machen, ich wollte diesen Stein nehmen https://www.bauhaus.info/kalksandsteine/kalksandstein-lochstein-8df/p/13906754?adb_search=8df ?2. Ist ein Bitumenanstrich und Kies zur Erde rüber nötig?3. Ist eine Drainage zur E
rde hin nötig? Wenn ja einfach ein Drainagerohr unten reinlegen, mit Gefälle oder wie?4. Ich möchte die Erde bzw. den Rasen von oben auf der Mauer wachsen lassen. Also sehr ich die Mauer nur von der Seite, diese wird dann mit cortenstahl verkleidet. Geht das?Vielen Dank für Eure TippsFco

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 18.04.2019 22:27:57
0
2774427
Ob eine Drainage nötig ist, hängt vom Wassergehalt des Bodens ab (Grundwasser) und vom Tagwasser, das bei Regen zuläuft. Hast Du ein anschliessenden Pflasterbelag, stellt sich ja auch die Frage dieser Entwässerung. Hast Du eine Hang ober halb der Mauer, muss man auch mit Wasser von dort rechnen. Für die 11 m ist eine Drainage nicht allzu kostenaufwändig.

Kalksandsteine sind dafür gut geeignet, wenn Du frostsichere Steine bestellst. Eine Abdeckung kann da nicht schaden. Ich habe privat eine bis 2 m hohe freistehende KSV-Mauer, geklebt mit frostsicheren Fliesenkleber, mit kurzen Abständen, sodass immer kleine Fensterchen zwischen den Steinen sind und diese Mauer steht seit 40 Jahren ohne einen sichtbaren Schaden.

Wenn einseitig Erdreich ist, würde ich diese Seite durch Noppenmaterial oder steifer Dachpappe halbwegs abdichten und zur Drainage hinführen. Wenn Du oben Gras drauf wachsen lassen willst, wäre eine Abdichtung der Steine von oben nicht zu verachten.

Es gibt hier im Forum noch einige Beiträge zu Gartenmauern, lies diese bitte auch durch, dann muss man nicht alles zweimal schreiben

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