Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.

Alle
Foren
WP bivalent einbinden bei Schichtenspeicher und ST
Verfasser:
passra
Zeit: 19.04.2019 19:38:58
0
2774637
Hallo,

ich spiele mit dem Gedanken, meine Heizung mittels WP (Panasonic) im bivalenten Betrieb zu erweitern, um weg vom Öl zu kommen.

Ausgangsstand:
Haus Bj, 65, renoviert 1997 (Fenster, Außenisolierung, Dach neu) mit jetzt 200m² Wohnfläche. Weitere Renovierungen sind nicht angedacht.
Heizung: Ölkessel 1997 mit 15kW Nennleistung; Solarthermie mit 10m² (2015 erneuert); Schichtenspeicher Ratiotherm mit 1600 Liter; Frischwasserstation
Strom: 2 PV-Anlagen mit zusammen 13,2 kWp

Energieverbrauch: 2000 Liter Öl und 3700 kWh aus Solar im Jahr 2018
Heizkurve: bei 10°C Vorlauf 34°C; bei -20°C Vorlauf 52°C.
Heizlast rund 8kW, da der Brenner auch im tiefsten Winter nur 60% der Zeit läuft.

Die Wärmeverteilung habe ich die letzten Jahre optimiert, geheizt wird 24/7. Viel Spielraum hat es nicht mehr. Im OG wird noch ein Heizkörper im Wohnzimmer verdreifach, dann komme ich wahrscheinlich noch 1 oder 2 Grad mit dem Vorlauf runter. Der 2. Heizkreis könnte eigentlich entfallen, da er mit den selben Vorlaufwerten gefahren wird.




Wie könnte man nun hier eine WP sinnvoll einbinden? Die Solarunterstützung der Heizung sollte aber weiterhin funktionieren. Eventuell wäre auch erst mal eine Einbindung nur für die Heizung möglich und die WW-Bereitung weiterhin durch den Öler, da von April bis Oktober die ST einiges liefert.

Als WP habe ich an die "klassische" Panasonic mit entweder 5kW oder auch gleich mit 7/8 kW gedacht.

Wie seht ihr das?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.04.2019 19:52:37
0
2774641
Die maximal erforderliche Vorlauftemperatur von über +50°C ist für's effiziente Wärmepumpen nicht wirklich geeignet ... hast Du da in Punkto TA und 24/7-Betriebsweise definitiv schon alles ausgereizt?

Wie hoch ist der Volumenstrom und wie groß die Spreizung in den Hausheizkreisen an mehreren zusammenhängenden trüben kältesten Tagen?

Verfasser:
passra
Zeit: 19.04.2019 20:10:42
0
2774644
Es gibt keine Volumenstrommessung. Die Pumpen stehen auf Festdruck Stufe 2.
Die Rücklauftemperatur wird nicht aufgezeichnet.
Ich hab mir mal den Februar 2018 rausgesucht. Da hatte es mal ein paar Tage -10°, kälter war es die letzten 2 Jahre bei uns nie. Dort zeigt die Aufzeichnung der UVR1611 bei -10°C einen Vorlauf von 45°C und der Speicher zeigt an den Sensoren beim Eintritt des Rücklaufs (6) eine Temperatur von 39°C. Wären also 6K Spreizung.

Das 50° keine WP-geeignete Temperatur ist, ist mir klar, darum ja auch erst mal bivalent einbinden bis 0° oder minimal -5°. Damit kann ich hier sicherlich 90% der Heizperiode erschlagen.

Verfasser:
KOKON66
Zeit: 20.04.2019 11:06:58
0
2774756
@passra

Dein Zitat
Das 50° keine WP-geeignete Temperatur ist, ist mir klar, darum ja auch erst mal bivalent - einbinden bis 0° oder minimal -5°. Damit kann ich hier sicherlich 90% der Heizperiode - erschlagen.

Eventuell wäre auch erst mal eine Einbindung nur für die Heizung möglich und die WW-- - Bereitung weiterhin durch den Öler


Schau in meinem Thread, vielleicht sind auch so tiefe Vorlauf-Temp. möglich,
- trotz alten Heizkörpern...


es hat viele Daten in Tabellen-Auswertung und das Hydraulik-Schema

- am Besten vorher Versuche machen und Testen.

Je nach Bivalenz-Punkt sparen wir 80 - 90% Oel ( Geisha bivalent mit Oeler )

Geisha-bivalent-mit-Oel-Brennwert-und-Heizkoerper-im-EFH-1960

Verfasser:
mdonau
Zeit: 20.04.2019 17:13:13
3
2774829
Das einzig sinnvolle Konzept dürfte hier die
zeitversetzte Nutzung der solaren Erträge sein:
STA in den Puffer und WP direkt heizen mit PV.
Bei 10m² und 1600l soltle das kein Problem sein,
den Puffer fährt man dann nachts leer und sperrt dann
ggf. den Kessel in der späten Nacht.

Die Heizungshydraulik sollte dazu vereinfacht werden, mein Vorschlag:


- auf einen Hauptmischer reduzieren
-Kessel direkt auf Puffer, Kessel nach Brennerabschaltung energetisch leer spülen.
-WP im Heizkreis aus Umwälzpumpe im Rücklauf einbinden.
-Solarregelung prüfen, in der Heizperiode ist es nicht sinnvoll
zu versuchen hohe Temperaturen zu erreichen, besonders wenn der Puffer
eh leer ist -> kWh ernten nicht Temperatur

Ob eine WW-Bereitung über die WP sinnvoll ist, hängt von der Friwa ab,
deutlich über 45° Heizwasser würde ich es eher nicht machen,
das muss man selber erproben.

Verfasser:
passra
Zeit: 20.04.2019 18:25:13
0
2774846
Also der Kessel fährt auch jetzt immer direkt in den Puffer und wird nach dem Abschalten soweit als sinnvoll abgekühlt; die ST wird Differenztemperaturgeregelt auf 10K Spreizung zum untersten Temperaturfühler.
Das Bild zeigt im Übrigen das Ergebnis des gestrigen sonnigen Tages mit dieser Art der Regelung.

Der obere Mischer dient jetzt zur Vorsteuerung des Vorlaufs, da ich den Kessel (im Winter) einschalte, wenn Fühler 1 kalt und wieder abschalte, wenn Fühler 3 warm ist und dann im Winter zeitweise die Vorlauftemperatur zusammenbricht, da die Heizung normalerweise am Anschluss 7 das warme Wasser entnimmt. Dieser Anschluss befindet sich aber unterhalb des Fühlers 2. Deshalb mische ich mit dem oberen Mischer Wasser aus der heißen Zone ganz oben zu, sonst müsste ich mit Fühler 2 schon wieder einschalten.

Zur Einbindung: Wie würdest du dann die Vorlauftemperaturen von WP und Mischer einstellen?
WP fährt die "normale" Heizkurve und der Mischer hält "Heizkurve+2K"?
Wie kann man sinnvoll auch tagsüber die solare Energie im Puffer mitnutzen?

Verfasser:
mdonau
Zeit: 20.04.2019 18:46:20
1
2774849
Zitat von passra Beitrag anzeigen

WP fährt die "normale" Heizkurve und der Mischer hält "Heizkurve+2K"?
Wie kann man sinnvoll auch tagsüber die solare Energie im Puffer mitnutzen?


Die WP fährt ihre eigene Heizkurve und hebt nach Bedarf den Rücklauf an.
(freigabe über PV-Erzeugung) reicht sie alleine, bleibt der Mischer geschlossen,
Das wäre meine erste Priorität um die Erträge der Thermie in der Nacht zu nutzen
bzw. am Abend noch mal kurz durchzuheizen ohne Kessel.

Hier ist etwas kreativität bei den Abhängigkeiten gefragt.
Eine Einbeziehung der Rücklauftemperatur (VL der WP) und ein Vergleich zum VL Soll
wäre hier sinnvoll. um den Kessel und die HK-Regelung zu sperren (Mischer ZU).

Es ist halt dein Modelleisenbahnersatz ;)

Hier ist seit gut 5 Tagen der Kessel aus, noch ohne WP :)

Verfasser:
passra
Zeit: 21.04.2019 18:06:58
0
2775035
.....

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.04.2019 08:11:14
0
2775119
Würde es ebenso machen wie es @mdonau im Schema gemalt hat - beide Heizkreise zusammen legen und die Umwälzpumpen sowie einen der Mischer raus aus der Anlage.

Die Steuerung und die integrierte Hocheffizienzumwälzpumpe der vollmodulierenden WH-MDC05H3E5 sollten eigentlich optimal geeignet sein, um den Hausheizkreis jederzeit bedarfsgerecht mit thermischer Energie zu versorgen.

Die Parameter der Mischerregelung kannst Du dann so einstellen, dass die Wärmepumpe mit der integrierten Hocheffizienzumwälzpumpe den Hausheizkreis auch aus dem Pufferwasserspeicher bedienen kann.

Verfasser:
passra
Zeit: 22.04.2019 12:13:38
0
2775180
2 Verständnisfragen noch dazu:

1. Die WP würde aber trotzdem im Vorlauf die Temperatur messen, also bei S14, oder?
2. Warum eigentlich im Rücklauf und nicht im Vorlauf?

Verfasser:
mdonau
Zeit: 22.04.2019 13:53:53
1
2775200
1. RL/VL misst die WP selber intern.
was am Mischer noch drauf gelegt wird ist Sache der UVR. läuft der RL über VL soll geht sie halt aus.
im Regelfall soll der Mischer auch zu sein, es
soll ja der PV-strom genutzt werden.

2. geringster Temperaturhub und damit beste AZ und thermische Belastung der Umwälzpumpe.

sollte der öler bald entfallen könnte
eine andere Einbindung ggf sinnvoller sein
um die WW Bereitung zu realisieren.

Verfasser:
passra
Zeit: 22.04.2019 15:04:39
0
2775221
Ich hab mit eurem Input mal das Schema angepasst.

Regelungsentwurf, wobei VL-Kurve in der UVR und in der WP übereinstimmen müssen:

Fall1: AT>0°C und Puffer kälter als Wunsch-VL (berechnet in der UVR): Mischer A3 und A10 sind beide auf Abzweig, die WP macht die Heizlast.
Wasserweg: WP-A3-S10-Hzk-WP

Fall2: AT>0°C und Puffer durch Solar wärmer als Wunsch-VL: A3 geht auf Durchzug, und mischt an S10 (oder S14) die passende VL. Die WP hebt nur noch den Rücklauf, irgendwann ist dann der Puffer in der Mitte auf VL-Niveau.
Wasserweg:WP-Anschluss6-Anschluss7-A10-A3-Hzk-WP

Fall4: AT sinkt unter 0°C, Puffer aber wärmer als Wunsch-VL, die VL der WP verharrt bei maximal 40°C, die Wunsch-VL steigt aber über 40°C: Mischer A3 mischt an S10 (oder S14) die VL passend aus Rücklauf WP und Pufferwasser, das über Anschluss 7 kommt und vom Öler gestützt wird.
Wasserweg: wie oben

Fall4: AT sinkt unter 0°C, Puffer zu kalt, die VL der WP verharrt bei maximal 40°C, die Wunsch-VL steigt über 40°C: Mischer A3 ist schon auf Durchzug. Das Heizwasser kommt über Anschluss7, A10 fängt an, die VL an S14 passend zu mischen und auf

Anschuss 1 umzuschwenken wie bisher auch.
Wasserweg: WP-Anschluss6-Anschluss7(oder 1)-A10-A3-Hzk-WP

Ergebnis: A3 regelt die Wunsch-VL an S10 (S14) durch Zumischen von Pufferwasser (Heizkreisregler); A10 regelt die Wunsch-VL an S14 durch zumischen von Anschluss 1 (wie bisher), WP macht maximal 40°C.


Verfasser:
passra
Zeit: 07.06.2019 20:25:44
0
2792950
So, ich hab mich mal hingesetzt und die Hydraulikschemas neu gezeichnet und auf das wesentliche geschrumpft. Außerdem empfinde ich die oben skizziere Regelstrategie viel zu komplex.
Also hab ich mir mal Gedanken gemacht, wie so eine Einbindung noch ausschauen könnte inkl. der Nutzung der Kühlmöglichkeit. Die WP sollte am Ende der Aktion das Haus komplett ohne Öler versorgen können. Deshalb habe ich momentan eine 9kw T-CAP im Auge.

Bestand:



Bei der Einbindung habe ich nun an den Anschluss über eine hydraulische Weiche gedacht.

Warum über eine Weiche:

1. Der Volumenstrom der WP ist dadurch komplett unabhängig vom Volumenstrom im Heizkreis (Heizkörper mit Thermostaten) und kann dadurch nie zu gering werden
2. Der Bestand kann relativ unverändert bleiben; auch die Regelungen müssen nicht großartig geändert werden
3. Die WP kann selbständig die WW-Erzeugung steuern
4. Zum Abtauen kann die WP die Energie aus dem Puffer nutzen, da zu diesem Zeitpunkt eh der Heizkreis aktiv ist und ständig zumindest lauwarmes Wasser mit min. 30°C durch die Weiche zieht
5. Die solare Wärme wird quasi automatisch mit genutzt, genau wie jetzt
6. Durch Umschalten von 2 Ventile kann die Kühlfunktion sehr einfach genutzt werden
7. Am Ende der Aktion kann der Öler sehr leicht aus dem System entfernt werden (einfach abdrehen)

Regelung: Die WP wird erst eingeschaltet bzw. das Heizen freigegeben, wenn die Wärme in der Puffermitte nicht mehr ausreicht. Dann fährt die WP eine Heizkurve identisch mit der Kurve des Mischers. Der Heizkreis zieht sich selbst die benötigte Energiemenge über die hydraulische Weiche, die von der WP auf Vorlauftemperatur gehalten wird. Steigt die Puffertemperatur wieder an, wird die WP quasi "überfahren" und schaltet von selbst zurück bis in den Schnüffelmodus und dann irgendwann aus.





Eure Meinung dazu? Könnte das so funktionieren? Wenn nein, WARUM nicht?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 08.06.2019 08:54:50
4
2793057
Ineffizienter ist kaum noch möglich!

Bitte keinesfalls eine hydraulische Weiche in Kombination mit Wärmepumpentechnik!

Du bekommst die Volumenströme (Primär und Sekundär) in der Weiche bei vollmodulierender Maschine (H-Serie) niemals abgeglichen!

Verfasser:
cubase
Zeit: 08.06.2019 10:27:27
0
2793078
Hallo passra

Ich hatte vor zwei Jahren eine ähnliche Situation wie Du. Als Idee für Dich hier mal meine Umsetzung:



Ich nutze den Solarpuffer als Rücklaufanhebung für meinen Heizkreis.


3 Funktionen:


1. Puffer kälter als Heizkreis VL-Soll -> WP arbeitet in den Heizkreis (ohne "Pufferbeteiligung")




2. Puffer wärmer als Heizkreis VL-Soll -> WP ist aus (UWP aber an) , Heizkreis wird mit Mischer aus dem Puffer bedient




3. Warmwasser -> Ich lasse immer am späten Nachmmittag WW per WP machen, wenn die Sonne ihr Tagwerk mal nicht vollbracht hat




Das also mal kurz meine Einbindung.Da Du PV hast, könntest Du z.B. tagsüber den Mischer sperren und somit mit WP heizen und den Puffer aufzuladen um dann am Abend den Puffer für den Heizkreis zu nutzen.

LG cub

Verfasser:
passra
Zeit: 08.06.2019 21:42:17
0
2793280
@cubase
Danke für deine Schemas.

Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Ineffizienter ist kaum noch möglich!

Bitte keinesfalls eine hydraulische Weiche in Kombination mit Wärmepumpentechnik!


Das hab ich hier im Forum zwar schon des öfteren gelesen, aber eine richtige Erklärung dazu hab ich leider noch nicht lesen können.
WARUM ist das den ineffizient???

Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Du bekommst die Volumenströme (Primär und Sekundär) in der Weiche bei vollmodulierender Maschine (H-Serie) niemals abgeglichen!


Muss ich das den? Genau dafür verwendet man ja doch hydraulische Weichen, um eben nicht abgleichen zu müssen.

Beispielgedanken:
Ich gehe erst mal davon aus, dass die WP IMMER mehr Wasser fördert (konstanter Volumenstrom), als der Heizkreis zieht. Der Heizkreis benötigt zB. 400l/h mit 35°C. Die WP erzeugt in ihren Kreislauf über die hydraulische Weiche mit 600l/h auch 35°C.
Aus dem Puffer strömen in die Weiche 400l/h mit 30°C in die Weiche ein, die WP zieht sich dieses Wasser und dazu 200l/h des Wassers aus der Weiche und erhitzt die Mischung wieder auf 35°C. Von diesen 600l/h gehen 400l/h in den Heizkreis, der Rest wieder in die Weiche und zurück zum Vorlauf der WP. Die Weiche wird also bei WP-Betrieb nur rückwärts durchströmt, bei reinem Pufferbetrieb an der WP vorbei dann vorwärts.

Aber mein Hauptverständnisproblem bei der Direkteinbindung:

Wie stellt man dann sicher, dass immer der Mindestvolumenstrom durch die WP geht???

Der Heizkreis besteht komplett aus Heizkörpern mit Thermostaten. Selbst bei 0°C oder sogar -5°C kann es durch Sonneneinstrahlung (große Fenster nach Süden) passieren, das über 50% (eventuell bis 70%) der Heizflächen durch die Thermostate abgeschaltet werden, weil es in den Räumen durch die Sonne zu warm wird.
Der Heizkreis kann KEINE Mindestdurchströmung sicherstellen.
Was dann?
Wie kann die WP bei Direkteinbindung dann weiterheizen?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 09.06.2019 07:19:58
1
2793340
Zitat von passra Beitrag anzeigen
... dafür verwendet man ja doch hydraulische Weichen, um eben nicht abgleichen zu müssen.

Beispielgedanken:
Ich gehe erst mal davon aus, dass die WP IMMER mehr Wasser fördert (konstanter Volumenstrom), als der Heizkreis zieht. Der Heizkreis benötigt zB. 400l/h mit 35°C. Die WP erzeugt in ihren Kreislauf über die hydraulische Weiche mit 600l/h auch 35°C.
Aus dem Puffer strömen in die Weiche 400l/h mit 30°C in die Weiche ein, die WP zieht sich dieses Wasser und dazu 200l/h des Wassers aus der Weiche und erhitzt die Mischung wieder auf 35°C. Von diesen 600l/h gehen 400l/h in den Heizkreis, der Rest wieder in die Weiche und zurück zum Vorlauf der WP. Die Weiche wird also bei WP-Betrieb nur rückwärts durchströmt, bei reinem Pufferbetrieb an der WP vorbei dann vorwärts.
Unsinn!

Du brauchst dir nur kurz vorzustellen, dass auf der Wärmepumpenseite (Primär) bei einef vollmodulierenden Maschine niemals ein wirklich konsequent konstanter Volumenstrom herrscht.
Zudem denkst Du in Grad Celsius Vorlauftemperaturen und nicht in thermischer Leistung ... vergisst in Deiner Betrachtung unter anderem die Rücklauftemperaturen!

Du musst in Volumenstrom und Spreizung denken ... die sind am Wärmepumpenverflüssiger ausschlaggebend!

Vergiss unbedingt die Gedanken mit dem thermostatischen Abschalten von Heizkörpern!
Überlegungen in Richtung der fein modulierenden thermischen Verdichterleistung und das wesentlich geringere mittlere Heizwassertemperaturniveau würden helfen!

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 09.06.2019 08:02:00
0
2793345
Bei dir sind derzeit zwar nur Heizkörper installiert, aber trotzdem sollte die Denke in ähnliche Richtung gehen: https://www.haustechnikdialog.de/Forum/p/2793343

Verfasser:
passra
Zeit: 09.06.2019 18:27:45
0
2793481
Im meinem Haus gibt es übrigens KEINE Fußbodenheizung, NUR Heizkörper mit Thermostaten.

Aber selbst bei einem optimal abgeglichenen Heizkörperkreis, der 35°C Vorlauf fährt, wird es bei Sonnenschein passieren, dass 50% der Wärmetauscherfläche und somit 50% Volumenstrom einfach zumachen. Wie soll das den sonst funktionieren, wenn die Wunschtemperatur 22° ist und die Raumtemperatur auf 25° steigt? Da werden die Thermostaten wohl oder über zumachen müssen, sonst heizt du ja immer noch weiter auf.
Ganz davon abgesehen, das die Heizkörper nicht beliebig vergrößerbar sind und es deshalb IMMER Zimmer geben wird, die über das Thermostat gedrosselt werden müssen.

Wie kann man in so einem Fall bei Direktanschluss die Mindestdurchströmung sicherstellen?

Zitat:
vollmodulierenden Maschine niemals ein wirklich konsequent konstanter Volumenstrom herrscht.


Ihr propagiert doch immer, die Umwälzpumpe auf "Konstantdruck" zu stellen. Dadurch stellt sich dann doch bei komplett geöffneten Heizkreisen ein konstanter Volumenstrom ein, egal, wieviel Leistung die WP abgibt. Die Leistungsabgabe wird dann doch durch die Drehzahl (Frequenz) des Verdichters geregelt, oder etwa nicht?

Zitat:
Du musst in Volumenstrom und Spreizung denken ... die sind am Wärmepumpenverflüssiger ausschlaggebend!


Steht doch drin in meinen Beispiel: Vorlauf 35°, Rücklauf aus Puffer 30°, also Spreizung 5°C; Volumenstrom Heizkreis 400l/h, WP 600l/h.

Wieso ist das nun so brutal ineffizenzer als der Direktanschluss?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.06.2019 07:39:12
0
2793590
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Im meinem Haus gibt es übrigens KEINE Fußbodenheizung, NUR Heizkörper mit Thermostaten.

Aber selbst bei einem optimal abgeglichenen Heizkörperkreis, der 35°C Vorlauf fährt, wird es bei Sonnenschein passieren, dass 50% der Wärmetauscherfläche und somit 50% Volumenstrom einfach zumachen ...
Du fährst im Kopf starr mit +35 Grad Celsius Vorlauftemperatur!

In der Realität wird aber unter anderem die Vorlauftemperatur per Heizkennlinienparameter bestimmt und von der Regelung ständig vollautomatisch moduliert!

Bei uns im Haus werden die Heizkörper von der Wärmepumpe dann zum Teil auch mal nur mit +28 Grad Celsius oder noch weniger Vorlauftemperatur versorgt - warum sollte dabei nun dann ein (im Idealfall nicht vorhandenes) Heizkörperthermostat schließen müssen?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.06.2019 09:21:04
0
2793608
Auch wenn's nicht wirklich optimal ist, eventuell geht da was mit solchen 3-Wege-Ventilen an den Heizkörpern: https://www.imi-hydronic.com

Verfasser:
passra
Zeit: 10.06.2019 13:36:06
1
2793700
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Du fährst im Kopf starr mit +35 Grad Celsius Vorlauftemperatur!

In der Realität wird aber unter anderem die Vorlauftemperatur per Heizkennlinienparameter bestimmt und von der Regelung ständig vollautomatisch moduliert!


Also irgendwie hältst du mich scheinbar für komplett bescheuert, oder wie?

Ich schrieb doch schon oben, das als BEISPIEL bei -5°C ein Vorlauf von 35°C gefahren wird. Wo steht den was von einer festen Vorlauftemperatur? Was soll das den sein? Sieht mein Schema und meine Gedanken danach aus?

Zitat:
Heizkurve: bei 10°C Vorlauf 34°C; bei -20°C Vorlauf 52°C.


NATÜRLICH fährt der Heizkreis über eine Heizkennlinie, auch das hab ich schon ein paar mal geschrieben und ist, davon abgesehen, eine Selbstverständlichkeit. Und die WP fährt die gleiche Kurve.

Und trotzdem kann bei -5° und leichtem Ostwind die Sonne rauskommen, die Außentemperatur ändert sich nicht, Wunschtemperatur ist 22°C, die Wohnräume gehen aber auf 25°C.

WAS DANN? Die Thermostate regeln die Fremdwärme ab und gehen zu!

Und nun erneut die Frage:

Aber mein Hauptverständnisproblem bei der Direkteinbindung:

Wie stellt man dann sicher, dass immer der Mindestvolumenstrom durch die WP geht???

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 10.06.2019 13:56:11
0
2793706
Interessante Fragestellung und Problem vor dem ich in einigen Jahre gleichfalls stehen werde, da ähnliche Wfl, gleiche Kollektorgröße, Kesselleistung und Typ.

Solare Grüsse
Rudi

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 10.06.2019 14:14:06
1
2793710
Zitat von passra Beitrag anzeigen
... irgendwie hältst du mich scheinbar für komplett bescheuert, oder wie? ...
In keinster Weise halte ich dich für irgendwas!

Wie und ob Du bei Deiner Hydraulik konsequent ausreichend hohen Volumenstrom im Verflüssiger der Wärmepumpe haben kannst, wirst am besten selbst herausfinden!

Ich bin damals in 2013 hier im Forum als absoluter Laie aufgeschlagen und dachte entsprechend von einigen Usern vorgeführt zu werden.

Bin aber denen allen mittlerweile sehr dankbar dafür, dass sie häufiger meine Fragen nur zum Teil beantwortet haben, da ich mich so selbst mit der Thematik auseinandersetzen musste! 😉

Bzgl. Deinem Verständnis mit dem Fremdwärmeeintrag ... da rate ich dir, dass Du zum Thema TA (https://www.haustechnikdialog.de/SHKwissen/2711/Thermischer-Abgleich) nicht nur oberflächlich ließt, sondern die entsprechenden Informationen "studierst"!

Verfasser:
pinot
Zeit: 10.06.2019 14:36:29
3
2793717
Und trotzdem kann bei -5° und leichtem Ostwind die Sonne rauskommen, die Außentemperatur ändert sich nicht, Wunschtemperatur ist 22°C, die Wohnräume gehen aber auf 25°C.

WAS DANN? Die Thermostate regeln die Fremdwärme ab und gehen zu!


Thermostate bei WP zu verwenden, ist das gleiche, wie wenn ich beim Autofahren Gas gebe und die Geschwindigkeit mit der Handbremse regele.

Und was soll ich sagen, es funktioniert.

Wie stellt man dann sicher, dass immer der Mindestvolumenstrom durch die WP geht???

Bei WP Heizung mit Thermostaten muß der Mindestvolumenstrom durch Parallelpuffer, Reihenpuffer mit Überströmer o.ä. Gedöns sichergestellt werden.

Und schwupps, fertig ist die deutsche Wärmepumpenheizung.

Keinen Wärmemengenmesser installieren!

Aktuelle Forenbeiträge
winni 2 schrieb: Hi, das klappt ohne wenn und aber mit einer modulierenden Wärmepumpe, wenn der Graben 300 Meter lang wird. Die Graben-Leistung wäre bei 1,5 Meter Tiefe schon in "trockenem Sand" ca. 7400 Watt und...
JoergW schrieb: Moin, ich traue mich das garnicht zu schreiben.... Urinal durch den Siphon mit einer Spirale reinigen? Evtl. bin ich zu jung und kenne nur Urinale mit dahinter leigenden Kunsstoffschnecken. Diese...
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Environmental & Energy Solutions
Hochleistungsfähige, intelligente Systeme und Produkte für Bad und Sanitär
Website-Statistik