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Machbarkeit Erdwäre bei DHH und ca. 220qm nutzbarer Fläche
Verfasser:
Sisan
Zeit: 10.05.2019 22:06:09
0
2782361
Hallo zusammen,

ich habe hier schon ein wenig hier im Forum gelesen und versucht, auch das Thema Ringgrabenkollektor in Ansätzen zu verstehen - was mir auch hoffentlich soweit gelungen ist :)

Wir stehen aktuell auch kurz vor dem Kauf eines Grundstücks in Mittelfranken. Der Onkel meiner Frau engagiert sich sehr in der Nutzung von natürlicher Energie und hat und auf das Thema Erdwärmepumpe aufmerksam gemacht. Da auch wir selbst solche Ansätze unterstützen möchten, ist der Ansatz der Nutzung von Energie aus dem Erdreich recht interessant.

Nun haben wir uns die ersten Gedanken gemacht. Ohne die exakte Heizlast unseres zukünftigen Hauses schon zu kennen, wollten wir uns frühzeitig mit dem Thema Wärmeenergie auseinandersetzen. Generell planen wir:

KFW55 Doppelhaushälfte
ca. 170qm beheizte Fläche (davon ca. 20qm im Keller) auf 1,5 Geschossen mit Satteldach (45°)
Vorhandene Grundstücksfläche für Erdkollektoren: ca 220qm (grob überschlagen)

Gerne kann ich im Trenchplanner einmal unser Grundstück nachzeichnen, falls Erdwärme wegen des "kleinen" Grundstücks per se nicht vom Tisch sein sollte.

Da sich hier je einige Experten tummeln, hoffe ich auf ein wenig Hilfe, ob sich Erdwäre bei uns überhaupt umsetzen lässt, oder ob wir lieber auf die uns angebotene LWP (Alpha Innotec LWCV 82R1/3) setzen sollten.

Danke vorab für die Hilfe!

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.05.2019 07:11:08
1
2782395
Bei der Planung zum Neubau sollte im Fokus stehen, dass der Transmissionswärmeverlustkoeffizient der gesamten Gebäudehülle so klein wie möglich zu realisieren ist.

Daher unbedingt bei der Gründung schon auf eine überdurchschnittlich gute Ausführung der Dämmung unter dem Haus achten!

Bzgl. des hausinternen wasserführenden Niedrigsttemperaturwärmeverteilungssystems ist in Punkto materialschonende und effiziente Betriebsweise einer Wärmepumpe das ein oder andere zu Berücksichtigen - da braucht es einen erfahrenen Planer!

Ein paar weitere Informationen sind z.b. unter Punkt 11) auf folgend verlinkter Seite querzulesen: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=Generelle_Tipps

Der real zu erwartende Heizleistungsbedarf ist übrigens meist wesentlich geringer, als per einiger theoretischer Berechnungsmethoden im Voraus ermittelt wird!

Sie auch: https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP

Wenn alles berücksichtigt werden kann, wird es mit einer entsprechend dimensionierten vollmodulierenden Sole-Wasser-Erdwärmepumpe topstens funzen! 😉

Verfasser:
crink
Zeit: 11.05.2019 08:24:36
1
2782407
Moin,

ja, mit 220 qm freier Gartenfläche kann ein Kollektor möglich sein. Zeichne einfach das geplante Grundstück und stelle die Bodenart fest, dann sehen wir bei gemeinsamer Grabenplanung bis zu welcher Heizlast ein Ringgrabenkollektor möglich wäre. Kennst Du Ringgrabenkollektor für Anfänger?

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Sisan
Zeit: 11.05.2019 16:09:18
0
2782523
Danke für die hilfreichen Antworten und Links zu dem Thema. Den Thread zum Ringgrabenkollektor für Anfänger hatte ich mir bereits einmal angeschaut. Da darin alles sehr gut aufgelistet und erklärt wurde, bin ich überhaupt auf die Idee gekommen, statt eines Kollektors, der wie eine FBH verlegt wird, auf den Ringgrabenkollektor zu setzen.

Ich habe nun auch einmal die mögliche Heizlast ausgerechnet und komme über das Tool und den groben Daten des Hauses (die finalen Daten liegen mir noch nicht vor) auf eine Heizlast von 4.806W. Als Berechnungsgrundlage habe ich das Tool vom Ringgrabenkollektor bzw. von crink genutzt. Als Rahmendaten hatte ich:

H(T) = 0,30W/m²K
Hüllfläche = 300 m² (kein Dachausbau geplant)
Beheiztes Bruttovolumen = 450 m³ (aufgerundetes Volumen)
Fensterlüftung

Kurz noch zum Transmissionswärmetransferkoeffizienten... Laut Baubeschreibung werden folgende U(g)-Werte angegeben:
Kellerfenster: 1,1 W/m²K
Außenwand ab Erdgeschoss: 0,19 W/m²K (24cm Kalksandstein + 16cm WDVS)
Fenster, 3-fach verglast: 0,6W/m²K
Dach: 0,19 W/m²K

Mit diesen Daten komme ich grob gerechnet auf 0,285 W/m²K allerdings ohne Kellerboden und Betondecke des 1. Stockwerks. Daher habe ich nun erst einmal 0,3 W/m²K angenommen, um ein wenig Puffer zu haben.

Die Kellerdämmung wird wärmebrückefrei mit einer XPS-Perimeterdämmung mit 10cm (WLG 037) beim Kellerboden ausgeführt werden. Bei den Kelleraußenwänden kommen 14cm XPS-Perimeterdämmung zum Einsatz.

Auf Basis der Heizlast und des Grundstücks habe ich folgenden Plan im Trenchplanner erstellen können. Beim Boden habe ich leider noch keine Info. Das Grundstück (aktuell unbebautes Wiesengrundstück innerhalb eines Ortes) liegt allerdings in der Nähe eines großen Waldgebiets. Daher habe ich erst einmal lehmigen Sand angenommen. Bestenfalls könnte es noch sandiger Lehm sein.

Hier nun aber der Link zu dem Projekt: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=C2YDe8RHVh2uPhWlRqoY

Es wirkt für mich in der Tat erst einmal machbar, aber die Heizlast kommt mir recht gering vor. Habe ich mich evtl. irgendwo verrechnet?

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.05.2019 17:44:58
2
2782556
Hi,

grundsätzlich hast Du bei einer DHH schon rein geometrisch eine
kleinere Heizlast, weil die wärmeverlierende Aussenfläche deutlich
kleiner ist.

Die 0,6 sind wahrscheinlich der U-Wert der Verglasung und nicht des
kompletten Fensters. Der wird um 0,9 liegen, mit sehr guten Fenstern
unter 0,8, weil Rahmen schlechter dämmen.

Dämmung unter der Bodenplatte ist prima, aber 10 cm wenig, wenn
da nicht innen noch was an Dämmung darauf kommt.

Mit Neopor WLG032 käme die Wand asn Luft ca. auf U-Wert 0,18
und das kostet fast das gleiche, wie das wahrscheinlich gewählte
035er Dämm-Material.

Das Dach wird nicht gedämmt, sondern die oberste Geschossdecke
oder?
Die liesse sich einfach und preiswert, auch in Eigenleistung, im U-Wert
verbessern.

Grundsätzlich ist der RGK auf Deinem Grundstück sicher machbar.

Ich habe den Kollektor mal ohne Zorro :-) geändert:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=PEIkWSoas7313lZIaVvb
Der Kollekor sollte möglichst als erstes verlegt werden, ausser die
geraden Stücke A. + G. die nachher in die Baugrube verlegt werden.

Grüsse

winni

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.05.2019 18:34:50
0
2782569
Noch vergessen, wenn die Heizlast etwa in der Größenordnung bleibt,
könnte man den Kollektor auch mit einem 40er Rohr, 300 Meter lang,
bauen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=xfjNDkmkLLUatVJGi8Gl

Spart die Verteiler, Geld und Verlegeaufwand.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sisan
Zeit: 11.05.2019 18:43:18
0
2782571
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen

Die 0,6 sind wahrscheinlich der U-Wert der Verglasung und nicht des kompletten Fensters. Der wird um 0,9 liegen, mit sehr guten Fenstern unter 0,8, weil Rahmen schlechter dämmen.

Danke für den Hinweis. Die 0,6 beziehen sich in der Tat nur auf die Verglasung.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Dämmung unter der Bodenplatte ist prima, aber 10 cm wenig, wenn da nicht innen noch was an Dämmung darauf kommt.

Von innen wird ebenfalls nochmals gedämmt. Leider habe ich aber keine Ahnung mit welchem Material bzw. welchen U-Wert dieses hat.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Mit Neopor WLG032 käme die Wand asn Luft ca. auf U-Wert 0,18 und das kostet fast das gleiche, wie das wahrscheinlich gewählte 035er Dämm-Material.

Korrekt, angeboten wird WLG 035. Ich frage mal beim Bauunternehmen nach, wie hoch die Mehrkosten für 032 WLG wären.

Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Das Dach wird nicht gedämmt, sondern die oberste Geschossdecke oder?
Die liesse sich einfach und preiswert, auch in Eigenleistung, im U-Wert verbessern.

Richtig, wir dämmen die obere Geschossdecke. Hättest du einen Link bzw. ein Stichwort, wie man hier in Eigenleistung die Dämmung verbessern könnte?

Danke für den optimierten RGK. Das sieht ja wirklich schon recht gut aus, auch wenn das Z so schön zu meinem Namen gepasst hätte :) Das mit dem alternativen Rohr schaue ich mir mal genauer an. Jetzt heißt es erst einmal, sich richtig in die Thematik einzulesen, da es ja durchaus machbar erscheint.

Verfasser:
crink
Zeit: 11.05.2019 18:55:17
0
2782575
Hi,

hier wäre noch ein Vorschlag mit Kellergrubenkollektor mit wesentlich weniger Aushubvolumen. Bis 5 kW Heizlast kein Problem (wenn nicht grad trockener Sand oder Kies vorliegt), darüber müsste dann der Graben im Hintergarten etwas breiter werden.

Viele Grüße
crink

Ps: Dämmung der oberen Geschossdecke bei Schrägdach bedeutet einfach, dass Du oben auf die vorhandene Dämmung noch eine Lage Steinwolle o.ä. draufpackst. Im Idealfall quer zur darunter liegenden Dämmung.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.05.2019 19:10:00
0
2782586
Wie ist den der Aufbau der obersten Geschossdecke bis jetzt geplant?

Grüsse

winni

Verfasser:
Sisan
Zeit: 12.05.2019 11:23:13
0
2782747
Danke für die Alternativversion mit Kellergrubenkollektor!

Ich habe gerade gesehen, dass ich mit U-Werten für ein KFW70-Haus des Bauunternehmens gerechnet habe. Die Werte für KFW55 standen nicht in der Baubeschreibung. Werde sie nun erst einmal beim BU anfragen müssen und mir auch gleichzeitig mal einen Vorschlag für eine Erdwärmepumpe (nur Gerät + Anschluss) geben lassen. Mal sehen mit was er um die Ecke kommt.

Den Aufbau der Geschossdecke inkl. Dämmung kenne ich leider noch nicht. Frage ich aber auch einmal an.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 12.05.2019 12:30:37
1
2782777
Ja, kläre erstmal die Dämmungs-Details genauer und dann könnte man
eine konkrete Grabenversion planen.
Erdwärme mit dem RGK sollte aber grundsätzlich auf Deinem Grundstück
auf jeden Fall machbar sein.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sisan
Zeit: 15.05.2019 19:56:16
0
2785004
Wir hatten gestern nun ein Gespräch mit dem Bauunternehmen. U-Werte bekomme ich die Tage noch nachgeliefert, zur Dämmung habe ich folgende Info bekommen:

Dämmung Keller:
- Unter Bodenplatte 12cm XPS-Perimeterdämmung
- 6cm Wärmedämmung (WLG 035) unter Estrich
- 16cm XPS-Außenwanddämmung

Dämmung Außenwand (ab EG):
- 16cm Wärmedämmschicht (WLG 035)

Dämmung Zwischendecken:
- 6cm Wärmedämmung (WLG 035) unter Estrich
- obere Decke wird nochmals geprüft, ob eine zusätzliche Dämmung verbaut wird

Dämmung Dach:
- Zwischensparrendämmung WLG 032 (noch keine Info wie dick)
- 5cm Untersparrendämmung WLG 035

Kann man hier aus eurer Sicht noch kosteneffizient optimieren?

Der Heizungsmonteur hat wohl v.a. Alpha Innotec im Programm, der BU fragt aber vorab schon einmal an, ob auch andere Hersteller angeboten werden können.

Sobald ich die U-Werte habe und in meine Excel-Datei eingetragen habe, poste ich die neu errechnete Heizlast.

Verfasser:
crink
Zeit: 15.05.2019 22:41:00
2
2785071
Moin,

über dem Erdboden könnten alle Dämmungen statt mit 35er- auch mit 32er-Dämmung ausgeführt werden. Ansonsten klingt die Planung ganz gut - Wenn die Fenster gut und nicht zu groß sind und der Bau viel Inhalt bei wenig Außenwand bekommt. Fensterlüftung ist rechnerisch so eine Sache, in der Realität kann die Heizlast dann wesentlich niedriger sein als auf dem Papier je nach Lüftungsverhalten an den kältesten Tagen im Winter.

Alpha Innotec wäre in Ordnung wenn Du das kleinste modulierende Modell mit bis zu 6 kW Heizleistung nimmst.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 16.05.2019 07:37:51
1
2785116
Unterm Haus bzgl. Dämmung und unterster Bodenfläche ... siehe per Klick in folgendes Bild auf dort verlinkter Seite:



😉

Verfasser:
Sisan
Zeit: 26.06.2019 11:40:42
0
2797639
Es war nun etwas länger ruhig um unser Vorhaben. Das lag vor allem daran, dass wir auf die ersten Infos von unserem Energieberater gewartet haben... Nun sind diese bei uns und weichen v.a. in dem beheizten Bruttovolumen deutlich von dem ab, was ich errechnet hatte (750m³ statt 450m³). Das wundert mich ehrlich gesagt etwas, da Dachgeschoss wie auch ein Teil des Kellers eigentlich nicht beheizt werden sollen, diese aber sehr wohl in die Berechnung mit eingeflossen sind. Ich habe das aktuell nochmals beim Energieberater nachgefragt.

Ansonsten die voübergehenden Werte laut KFW-Antrag:
Primärenergiebedarf: 26,2 kWh/m²a (bzw. ca. 4.300 kWh/a)
Transmissionswärmeverlust H(T) nach EnEV (DIN V 18599): 0,249 W/(m²K)
Beheiztes Gebäudevolumen: 750 m³ (Rückfrage offen)
Hüllfläche: 410 m² (ebenfalls Rückfrage offen)
Keine KWL geplant

Trage ich diese Werte so einmal in den Trenchplanner ein, lande ich aktuell bei 6.130 W. Das kommt mir zum einen recht viel vor für eine Doppelhaushälfte mit 170 qm beheizter Fläche und ohne KWL. Oder ist dies ein realistischer Wert?

Verfasser:
crink
Zeit: 26.06.2019 11:48:57
0
2797642
Hi,

ohne KWL klingt der Wert realistisch. Die Transmissionsverluste sind gut. Das beheizte Volumen richtet sich danach, wo die Dämmschicht liegt. Mach die thermische Hülle möglichst klein (Kellerdecke und Decke vom 1. OG gut dämmen), dann sinkt auch das Bruttovolumen für die Heizlastberechnung.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Sisan
Zeit: 27.07.2019 09:56:42
0
2806902
Zitat von crink Beitrag anzeigen
ohne KWL klingt der Wert realistisch. Die Transmissionsverluste sind gut. Das beheizte Volumen richtet sich danach, wo die Dämmschicht liegt. Mach die thermische Hülle möglichst klein (Kellerdecke und Decke vom 1. OG gut dämmen), dann sinkt auch das Bruttovolumen für die[...]


Danke für die Tipps! Die Heizlastberechnung je Raum fehlt noch, mal sehen, was da genau rauskommst :)

In der Zwischenzeit haben wir nun auch das Baugrundgutachten bekommen. Darin heißt es "... wurden unter rd. 0,4 m mächtigem Mutterboden (Sand, schwach schluffig, schwach humos) bis zur Endteufe bei rd. 2,20 m u. GOK (BS 1) bzw. 2,10 m u. GOK (BS 2) schwach schluffige Sande angetroffen. Zum Bohrlochtiefsten waren die Sande als zersetzter bis entfestigter Sandstein anzusprechen." Ab 2,20m konnte nicht mehr weitergebohrt werden, wegen des entfestigten Sandsteins.

Weiter heißt es "Die Bodenfeuchte innerhalb der Bodenschichten kann als trocken bis feucht bezeichnet werden. Gemäß den Felduntersuchungen ist mit Stauwässern innerhalb sandiger Partien, oberhalb bindiger Lagen bzw. dem Felshorizont zu rechnen."

Zur Versickerung wird geschrieben: "Den im versickerungsrelevanten Bereich des Bauvorhabens angetroffenen Sanden der Schicht 1a (Sand, schwach schluffig) kann ein Durchlässigkeitsbeiwert kf < 1 E-05 m/s bis 1 E-07 m/s zugeordnet werden. Gemäß DIN 18130 sind die Sande der Schicht 1a als durchlässig bis schwach durchlässig einzustufen."

Wir werden das Grundstück um 0,5-0,7m aufschütten lassen müssen, um auf Straßenniveau zu kommen. Die Schlaufen des Ringgrabenkollektors würden stand heute wohl in den oberen 50cm der schwach schluffigen Sandschicht liegen. Als Eigenschaft wird im Bild der Bodensondierung geschrieben: "1,80 kmC, Sand, schwach schluffig, hellbraun, orange, schwach feucht, mäßig schwer zu bohren"

Welche Bodenart soll ich denn hierfür am besten im Trenchplanner wählen? Ist dies trockener Sand oder lehmiger Sand? Ich möchte jetzt nichts im Planer schönrechnen, was am Ende nicht ausreicht.

Ich hoffe, dass es nun auch hier etwas aktiver von meiner Seite aus weitergehen kann. Wir wollten v.a. auf das Bodengutachten und die KFW-Berechnung warten, da sonst einfach zu viel Rumgerate gewesen wäre.

Verfasser:
crink
Zeit: 27.07.2019 12:23:46
1
2806936
Hi,

lehmiger Sand passt.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
winni 2
Zeit: 27.07.2019 13:48:04
1
2806943
Dafür hätte ich mit der Aufschüttung ab 50 cm diese Variante:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=WUjBRGRNn3wom62PRFzo

Zunächst werden die waggerechten Slinky-Teilstücke verlegt, der
Rest kurz vor dem Verfüllen der Baugrube.
Der tiefe Kollektor würde sich auch gut für passive Kühlung
eignen.

Die raummweise Heizlastberechnung ist übrigens paradoxerweise
höher, als die Heizlast des gesammten Hauses und daher keine
Basis für die Graben- und Wärmepumpenauslegung.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sisan
Zeit: 29.07.2019 14:18:54
0
2807391
Danke euch beiden für die tolle Hilfestellung! Das ist echt Gold wert.
Wir haben nun übernächste Woche nochmals einen Termin mit dem Bauunternehmer und werden da auch das Thema Wärmepumpe nochmals besprechen. Mit deinem letzten Vorschlag, winni, wären wir super zufrieden, da der RGK schön und tief verlegt werden kann. Laut Heizlastberechnung kommen wir auf gut 6kW für das Haus, das haut ja dann auch gut hin.

Ich werde mich nun einmal in den ganzen Beiträgen hier schlau lesen, damit ich sehe, was demnächst so an Arbeit auf mich/uns zukommt :)

Verfasser:
HFrik
Zeit: 29.07.2019 14:55:02
0
2807395
Ansonsten: beim Massivbau die Betonkernaktivierung nicht vergessen (zusätzlich zur Fussbodenheizung) das senkt die Vorlauftemperatur, verbessert den Selbstregeleffekt und spart so spürbar Strom. Und für den Komort im Bad eine Wandheizung, damit das Bad etwas wärmer wird. Ansonsten geht das ganze in die richtige Richtung.
Unbeheizter raum im Keller etc. innerhalb der thermischen Hülle wird nicht so wirklich funktionieren, das wird nur etwa 1-2° kälter als die beheizten Räume, treibt aber dafür die benötigte Vorlauftemperatur in den Nachbarräumen hoch (es sei denn man dämmt innendecke und Wände etwa so stark wie die Aussenwände)
Da verschätzen sich viele aus der Erfahrung mit Altbauten heraus.

Verfasser:
Sisan
Zeit: 04.08.2019 15:39:31
0
2810105
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Ansonsten: beim Massivbau die Betonkernaktivierung nicht vergessen (zusätzlich zur Fussbodenheizung) das senkt die Vorlauftemperatur, verbessert den Selbstregeleffekt und spart so spürbar Strom. Und für den Komort im Bad eine Wandheizung, damit das Bad etwas wärmer wird.


Ein zusätzlicher Handtuchheizkörper in den Bädern ist bereits geplant, eine BKA wollten wir eigentlich nicht haben, dafür aber die FBH in Eigenleistung verlegen und einen Verlegeabstand <10cm nehmen und v.a. vor den Fensterflächen lieber noch enger legen. Ist der Unterschied mit BKA so groß?

Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Unbeheizter raum im Keller etc. innerhalb der thermischen Hülle wird nicht so wirklich funktionieren, das wird nur etwa 1-2° kälter als die beheizten Räume, treibt aber dafür die benötigte Vorlauftemperatur in den Nachbarräumen hoch (es sei denn man dämmt innendecke und Wände etwa so stark wie die Aussenwände)
Da verschätzen sich viele aus der Erfahrung mit Altbauten heraus.


Aktuell ist geplant, dass ein Kellerraum beheizt werden soll (ca. 22,5m²). Dieser wird in den kommenden Jahren sowieso erst einmal nicht beheizt. Es ist einfach nur als Vorbereitung, falls wir doch einmal im Keller ein (Arbeits-)zimmer benötigen. Alternativ könnten wir hier sogar die FBH weglassen und mit einer Elektroheizung nachhelfen, falls der Raum dann irgendwann einmal regelmäßig genutzt wird. Der Kellerraum hat zu zwei Seiten eine Außenwand, zu einer Seite den Heizungsraum (kurze Wandseite, ca. 3,5m) und zu der langen Seite einen unbeheizten Kellerraum.

Mit der gesamten Kellerfläche komme ich auf 6,1kW Heizlast und ohne Kellerfläche auf 5,5kW.

Wir haben nun in der kommenden Woche nochmals ein Gespräch mit dem Bauleiter und werden ihm sagen, dass wir gerne mit Erdwärme planen möchten. Mal sehen, wie das Angebot für die Erdarbeiten aussehen wird. Verlegen könnten wir selbst, nur am Bagger wird es scheitern.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 04.08.2019 17:05:22
0
2810135
Statt dem Handtuchheizkörper ist eine Wandheizung besser.
Darauf kann man dann Handtuchstangen montieren.

Heizkörper, besonders im Bad, rosten gerne aussen und innen sowieso
und bringen so Verschlammung in die FBH.

Grüsse

winni

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 04.08.2019 18:04:59
0
2810144
Und dann ist die Frage... Lüftet man nach Norm bei -15 Grad :-)

Hat man vielleicht den Fernseher / Backofen und Toaster laufen ??? Schwupps sinkt die Heizlast hier und da

Verfasser:
Sisan
Zeit: 05.08.2019 11:15:39
2
2810303
Habe heute nun noch einmal mit dem Bauunternehmen telefoniert zwecks Kosten für Wandheizung im Bad bzw. BKA im Haus. Wir haben nun am Mittwoch einen Termin, in dem wir das nun alles nochmals durchsprechen. Eine BKA ließe sich ja recht gut auch in Eigenleistung verlegen, wenn ich das in diversen Nachbarforen richtig gelesen habe.

Rost und Ablagerungen in der FBH möchten wir natürlich nicht, dann lieber eine Wandheizung oder BKA. Ich sehe schon, ich komme mit einer Machbarkeitsfrage und stelle die komplette Heiztechnik, die mir angeboten wurde in Frage :D Mein GU wird mich "lieben". Aber lieber so, als dass man irgendetwas bekommt, was am Ende nicht richtig bzw ineffizient funktioniert.

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lukashen schrieb: Hi, Deine Einrohrheizung könnte mit Saugdüsen realisiert sein (ist im verlinkten Artikel sehr gut beschrieben). Das Prinzip sollte man so lassen. Damit ein neuer Heizkörper funktioniert, muss ein passendes...
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