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Hilfe bei der Anlagenkonzeption (PV + Sole-WP)
Verfasser:
via27
Zeit: 19.04.2019 20:56:11
0
2774656
Warum 1-2 kW für Warmwasser?
Die von mdonau empfohlene WP kann 7,5 kW.

Verfasser:
crink
Zeit: 19.04.2019 21:13:12
1
2774660
Hi,

in der Tat ein Denkfehler: Die Heizlastberechnung ist der absolute Worst-Case ohne interne und solare Gewinne. Jede im Haus anwesende Person liefert knapp 100 W Heizleistung, Dein Stromverbrauch liefert mindestens 300 W Heizleistung, die Abwärme beim Baden/Duschen sind noch mal 100 W. Und so lange das Wetter nicht total trüb ist hast Du tagsüber auch solare Gewinne, dazu brauchst Du keinen blauen Himmel.

Dem gegenüber stehen bei normalem WW-Verbrauch 100 W zusätzliche Heizlast pro Person. Ist Deine Familie stark verschwenderisch, dann sind 200 W pro Person möglich. 250 W pro Person sind gerichtsfest.

Die Bohrung darfst Du gerne überdimensionieren, das macht sich ganzjährig durch bessere Sole-Temperaturen und etwas weniger Stromverbrauch bemerkbar. Außerdem steigt dadurch die Heizleistung der WP an.

Bei der Bohrung unbedingt auf thermisch verbessertes Verpressmaterial mit einer Wärmeleitfähigkeit von mindestens 2 W/mK achten. Und auf Soleverteiler mit einzeln absperrbaren Kreisen, das ist wichtig, damit die Bohrung(en) sinnvoll entlüftet werden können.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
dyarne
Zeit: 19.04.2019 21:46:09
1
2774672
Zitat von feanorx Beitrag anzeigen
Meine WP taktet auch ständig,..

und updates sind mühsam, gell? ;-)

du solltest dich mit dem thema befassen bevor du ratschläge erteilst..

moduliernde wp werden nicht auf spitzenleistung ausgelegt, sondern daß sie beim typischen 80% heizfall (halbe reale last) im optimalen fenster arbeiten.

von dort aus können sie an extrem kalten tagen aufmodulieren und in der übergangszeit runtermodulieren.

eine modulierende wp die nur 1 woche im winter moduliert ist falsch dimensioniert.
punkt.

Verfasser:
dyarne
Zeit: 19.04.2019 21:50:04
0
2774674
Zitat von crink Beitrag anzeigen
in der Tat ein Denkfehler: Die Heizlastberechnung ist der absolute Worst-Case ohne interne und solare Gewinne. Jede im Haus anwesende Person liefert knapp 100 W Heizleistung, Dein Stromverbrauch liefert mindestens 300 W Heizleistung, die Abwärme beim Baden/Duschen sind noch mal 100...

genau.

gute tga-planer schlagen für den ww-bedarf gar nix mehr auf, weil 99% der heizzeit deutliche reserven zur auslegungslast vorliegen, die meiste zeit über 50% der wp-leistung...

das land salzburg bsplw untersagt ww-zuschläge zur normheizlast, weil die ohnehin schon zuviel zuschläge aufweist...

Verfasser:
feanorx
Zeit: 19.04.2019 22:33:51
0
2774685
Zitat von dyarne Beitrag anzeigen

und updates sind mühsam, gell? ;-)

du solltest dich mit dem thema befassen bevor du ratschläge erteilst..

moduliernde wp werden nicht auf spitzenleistung ausgelegt, sondern daß sie beim typischen 80% heizfall (halbe reale last) im optimalen fenster[...]


Zu den Updates kann ich dir nichts sagen, es waren bisher keine nötig.
Meine Vaillant kühlt seit Jahren passiv selbst bei 38°C außen habe ich innen 23-24°C und heizt sehr effizient trotz nicht optimaler Bedingungen geschuldet durch wenig Platz für den Kollektor und dem ungedämmten Altbau mit Heizkörpern. Da ich mich laut Dyarne mit dem Thema nicht auskenne scheint es ein Wunder zu sein, vor allem da ich die Anlage selber geplant habe.

Laut Sido kann die Buderus bis 1,5KW runtermodulieren also wo ist das Problem. Ich kann keinen Vorteil für die Nibe erkennen. Nur den Nachteil das die Nibe/Ableger langsamer WW machen können, langsamer das Haus hochheizen wenn man aus dem Urlaub zurück kommt oder evtl will man später mal einen Anbau oder eine Poolunterstützung.

Viel wichtiger wäre es die FBH gut zu planen und die Tips von Crink zu herherzigen bezüglich der Bohrung.

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 20.04.2019 01:02:01
1
2774708
Nichtsdestotrotz zahl tman einen Aufpreis für die Modulierung... ob man das machen muss damit man 1x im Jahr in 2 Wochen "Spaß daran hat"

Verfasser:
lobau01
Zeit: 20.04.2019 09:36:55
0
2774731
Hallo,
welche Argumente habt ihr gegen Modulieren?

-Aufpreis
- was noch?

Beste Grüße

Verfasser:
crink
Zeit: 20.04.2019 09:48:31
1
2774734
Hi,

kompliziertere Elektronik mit schwierigerer Ersatzteilversorgung für eine 15 Jahre alte WP wäre ein wichtiges Argument gegen modulierende WP - hat mich nicht davon abgehalten eine zu nehmen. Wir sehen dann in 20 Jahren was sinnvoller gewesen wäre ;-)

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 20.04.2019 10:32:09
1
2774745
ich würde gerne eine moduliernde nehmen...

Geraden wenn man eine knappe Hydraulik hat hilft es ungemein....

Aber wenn man vom Plan weg eben sieht dass die Kiste kaum moduliert hat man komplizierte Technik zum preislichen Aufpreis ( komplizierter) und muss trotzdem die Hydraulik "FiX Speed" sicher auslegen....

Ist halt wie ein Dieselauto was ich für Kurzstrecken kaufe und deswegen mit einem Elektromoor und Akku verbinde....

Da kaufe ich doch gleich das Elektroauto....

Wenn hier also 6kW gebraucht werden.... passend viele Heizkreise ohne ERR vorsehen und dann kann auch fixed Speed genommen werden... Dank Bohrung und passender FBH wird ja auch eine 6kW eher bei 7,X kW landen

--> Also schön pro Zimmer min 2 Kreise legen... eben dann nur auf einem ERR... dann klappt das alles

Aber wie gesagt dann klappt das auch ohne Modulation .... bleibt nur der ggf geringere Nutzen bei PV....

Verfasser:
Oeko2020
Zeit: 20.04.2019 11:00:49
1
2774753
Ein zusätzlicher Ansatz wäre das direkte Speichervolumen erhöhen und eventuell
auch die Decke in den Hauptwohnräumen zu aktivieren. Das hat natürlich auch im Kühlbetrieb seine Vorteile. Durch die Optimierung mit einer teilweise azyklischen PV-
Einspeisung fallen auch kurzzeitig höhere Leistungsspitzen an, die dann abzuarbeiten sind. Dazu ist jedoch eine gute Regelung die den PV- LEistungsanteil mit der Wärmepumpenleistung abstimmt erforderlich.

Verfasser:
dyarne
Zeit: 20.04.2019 11:12:59
0
2774759
Zitat von crink Beitrag anzeigen
kompliziertere Elektronik mit schwierigerer Ersatzteilversorgung ...
dafür entfällt der sanftanlauf.

inverterschäden sind hier noch nicht aufgefallen. ist ja hochwertige industrielektronik.

sanftanläuferschäden gibt es hier jedoch zuhauf. ist typisch verbauter billigschrott

bei den Nibe/KNV maschinen liegt die modulierende 7,5kw maschine preislich zwischen der 6-er und der 8-er on/off.
da sehe ich also nicht mal einen mehrpreis...

wie Peter schreibt entschärft die modulation hydraulische schwierigkeiten enorm.
halber volumenstrom -> viertel druckverlust

und die zukunftssicherheit ist größer, stichwort

- tiefe integration mit eigen-pv...
- lastverschiebung im smart grid...

Verfasser:
dyarne
Zeit: 20.04.2019 11:24:21
0
2774764
Zitat von feanorx Beitrag anzeigen
Zu den Updates kann ich dir nichts sagen, es waren bisher keine nötig...

'nötig' sind sie eh nur bei bugs.
oder wenn in der entwicklung gewisse dinge 'vergessen' wurden, stichwort flexotherm.

läuft dein pc noch immer mit windows95 in der auslieferungsversion?

läuft dein smartphone noch immer ohne apps in der auslieferungsversion?

es geht hier um gegenwart & zukunft, das internet der dinge.

eine wp kauft man für 20 jahre im voraus, nicht für gestern...

hardware wird installiert, und dann flexibel neu entwickelte funktionen per software integriert.

das ist heute wichtig weil wir mitten in der energiewende stehen, im größten technischen umbruch den wir alle erleben.

'over-the-air' updates sind da einfach bestandteil.

so hat der rechner meines ersten smartphones bei kauf ausgesehen...



und dann kam irgendwann ein update und der rechner sah so aus...



praktisches beispiel zur wp:
vor 3 jahren startete der erste anbieter in A mit smart-grid, die fa aWATTar.

danach hat Nibe/KNV per kostenlosen update die strompreisautomatik ausgerollt - auch für 6 jahre alte maschinen. solche technologien brauchen wir für die energiewende - lastmanagement beim verbraucher.

das schöne daran ist es ist win/win/win für umwelt/stromnetze/brieftasche.

vor kurzem ist aWATTar in D gestartet, ich bin sicher daß es bei Nibe ein update geben wird mit der strompreisautomatik für D...

Verfasser:
crink
Zeit: 20.04.2019 12:22:04
0
2774780
Hi Arne,

klar, es gibt viele Vorteile, speziell in Zusammenarbeit mit vermurkster Altbauhydraulik. Lobau fragte nach den Nachteilen - das war der einzige, der mir eingefallen ist.

Mit Modulation sind viele Probleme, die bei unbekannten Verhältnissen oder typischer 'Profi'-Auslegung auffallen, entschärft. Für den normalen Endkunden, der sich nicht weiter mit der Heizungsplanung beschäftigt und das alles dem Blaumann überlässt, sind modulierende WP ein Segen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
dyarne
Zeit: 20.04.2019 12:35:11
0
2774784
Zitat von crink Beitrag anzeigen
speziell in Zusammenarbeit mit vermurkster Altbauhydraulik...

woher weißt du das? ;-9

sorry, war aufgelegt...

frohe ostern in die runde...

Verfasser:
lobau01
Zeit: 20.04.2019 13:15:52
1
2774792
Hallo,
danke für die Antworten.
Ich seh keine Nachteile.
Mit der anfälligen Elektronik!? Ich weiß nicht, wenn ich mir die Klimaanlagen ansehe, da funktioniert es seit Jahren/Jahrzehnten.
Bei mir in meinem nochnichtsooaltbau und HKs , hätte ich gerne das meine WP auf 1,5 kW runter modulieren könnte.
Ich seh nur Vorteile für WP mit einem Leistungsbereich zw. 1,5 und 8/12kW.
Die heutigen Verdichter funktionieren zw. 15und 120 Hz. Es spricht nichts gegen eine StandardWP mit einer Leistung 1,5 -8kW. Die nimmt der Installation/Heizi und dem Kunden bleibt vieles erspart.
Die Belastung für den Kollektor nimmt auch ab.

Just my2 EURcents.

:-)
Schöne Feiertage

Verfasser:
feanorx
Zeit: 20.04.2019 15:38:44
2
2774813
Zitat von dyarne Beitrag anzeigen

'nötig' sind sie eh nur bei bugs.
oder wenn in der entwicklung gewisse dinge 'vergessen' wurden, stichwort flexotherm.

läuft dein pc noch immer mit windows95 in der auslieferungsversion?

läuft dein smartphone noch immer ohne apps in der[...]


Eigentlich will ich den Troll ja nicht weiter füttern aber das kann ich auch nicht so stehen lassen.
Wie kommst du jetzt auf die Flexotherm? Du weisst doch dass ich eine VWS Geotherm habe.

Ein Update wird sicher auch mit meiner WP möglich sein aber wie gesagt es war bisher seit 7 Jahren keins notwendig.

Kann ja jeder selber entscheiden ob er ständig an seiner Heizungsanlage rumdoktern will oder einfach eine sauber laufende WP haben möchte.

Du musst mir nichts erzählen, erst hast du dir eine falsch geplante WP eingebaut und betreibst trotz Sanierung eine 1 Rohr Hydraulik. Auf den Äpfel mit Birnenvergleich warten wir noch alle sehr gespannt :)

Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 20.04.2019 23:36:06
0
2774891
Also, ich werde erstmal abwarten, was die neue Heizlastberechnung ergibt. Dann frage ich mal bei meinen Heizungsbauer, ob er auch noch andere Marken anbietet bzw. einbauen kann.

Ideal wäre eine WP mit geringeren kW im unteren Bereich die auch kühlen kann. Wenn er da nix hat, muss ich überlegen, was ich mache.

Was ich hier gelernt habe, ist die FBH korrekt auszulegen. Da habe ich bisher nur drauf geachtet, dass der Abstand möglichst gering ist.

Zitat von feanorx Beitrag anzeigen
2 Fragen:
1. Wieviel Kreise sind geplant und wie ist der FBH Rohr Querschnitt?
2. Wie lang ist der längste und der kürzeste Kreis?[...]


Zu 1. Mir wurde "PE-Xa 17x2" im Angebot vorgeschlagen. OK, oder zu gering?
Zu 2. Keine Ahnung. Habe hier noch keinen Vorschlag gesehen. Ist es üblich, die Pläne anzufragen? Ich glaube mein Heizi mag mich eh schon nicht mehr, da ich ihm zu viele Fragen stelle. Er würde am liebsten einfach nur das einbauen, was der Architekt ausgeschrieben hat :/

Einige von euch haben eine Decken-/Wandheizung vorgeschlagen. Ist dies ohne weiteres möglich? Wandheizung ist vermutlich noch einfacher. Hab mich mal ein wenig informiert und es birgt ja diverse Vorteile: kleine Zimmer (insb. Bad, wo mehr K benötigt werden) haben mehr Fläche. Die Heizung ist behaglicher, da Strahlungswärme. Im Kühlmodus fällt die Kälte von der Wand ab und staut sich nicht nur auf dem Boden.

Was sind eure Erfahrungen, macht das jeder Heizungsbauer mit?

Viele Grüße
Gregor

Verfasser:
gnika7
Zeit: 21.04.2019 07:18:02
2
2774902
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen
Einige von euch haben eine Decken-/Wandheizung vorgeschlagen. Ist dies ohne weiteres möglich? [...]

Statt Deckenheizung würde ich BKA machen. Viel kostengünstiger und hat fast die gleiche Wirkung

Grüße Nika

Verfasser:
feanorx
Zeit: 21.04.2019 07:47:55
0
2774904
zu1. 17mm Querschnitt ist ok sofern die FBH Kreisanzahl passt
zu2. Das sollte eigentlich so üblich sein aber es gibt auch hier genug schwarze Schafe die frei Schnauze arbeiten wenn man sie denn lässt ..keine gute Idee

@Gnika ja eine BKA ist eine gute Sache. Im Bad würde ich trotzdem eine Wandheizung zusätzlich nehmen.

Einige von euch haben eine Decken-/Wandheizung vorgeschlagen. Ist dies ohne weiteres möglich?
Ja

Was sind eure Erfahrungen, macht das jeder Heizungsbauer mit?
Schwer zu sagen, es gibt überall Idioten :) leider auch einige unfähige/lernfaule/beratungsresistente. Interessierte Laien haben das aber schon selber gemacht und haben es auch hinbekommen.

Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 21.04.2019 19:44:02
0
2775062
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von G8r8e8g Beitrag anzeigen
[...]

Statt Deckenheizung würde ich BKA machen. Viel kostengünstiger und hat fast die gleiche Wirkung

Grüße Nika


Bodenplatte und Decken sind leider schon gegossen. Eine BKA nachträglich macht sicher kein Sinn, oder? Zumal wir nicht ganz so viel Platz im Bad haben.

Ich frag mal meinen Heizungsbauer, ob er auch Wandheizungen legt.

Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 13.05.2019 23:35:31
0
2784312
Hallo zusammen,
wir hatten nun heute endlich unser Gespräch mit dem Heizungsbauer und dies gleich mit einem Techniker von Buderus. Interessante Erkenntnisse, die ich gerne einmal hier im Forum mit euch teilen würde um eure Meinung zu höhren, insb. da die Infos mir (teilweise) komplett neu sind.

1) Auswahl der WP: Wie vermutet wurde wg. der PV Anlage eine modulierende WP empfohlen, was schonmal Vertrauen schafft. Leider hat Buderus nur die WSW mit 3-12 kW, bei welcher keine Kühlung möglich ist. Da die WP an sich solide zu sein scheint, ggf. sogar mit 1,5 kW läuft und ich mich bei der Kühlung für eine Klimaanlage entschieden habe, denke ich dass das passt.
2) Interessant war die zu bohrende Heizleistung: Hier wurde gesagt, dass sich diese nicht an der Heizlast orientiert, sondern an der Kälteleistung der WP, also der maximalen Entzugsleistung aus dem Erdreich. Die Kälteleistung der WSW 3-12 liegt bei 8,6 kW. Die Rechnung sei also: 12 kW Gesamtleistung aufgeteilt auf 8.6 kW Kälteleistung und 3,4 kW elektrische Energie. Die Bohrung müsse also mit 8,6 kW gebohrt werden. Dies widerspricht der Aussage der Bohrfirma, die meinte, dass bei einer Bohrung von 8 kW man die 12 kW modulierende WP auch auf 8 kW drosseln müsse. Wenn ich mir die Planungsunterlage im Internet durchlese (LINK) scheint die Aussage der Fa. Buderus korrekt zu sein. Was meint ihr?
3) Bei dem Warmwasserspeicher bleiben wir bei 190 Litern, die in der WP eingebaut ist.
4) Bzgl. eines Puffers für die FBH wurde klar ein Parallelpuffer von 120 Litern empfohlen. Gründe gem. Buderus:
a) Die WP hat damit immer die Möglichkeit Wärme abzugeben
b) Wenn eine EVU-Sperre aktiviert ist (d.h. vom Stromwerk wird der Betrieb gestoppt) kann immer noch aus dem Puffer bezogen werden.
c) Wenn kein Puffer verbaut wird, sind Ersatzmaßnahmen notwendig:
- Beipass ist notwendig
- Ein Fußbodenkreis von mindestens 25qm muss immer geöffnet sein, so dass dies der Puffer darstellt.
Ich möchte eigentlich die Räume einzeln regeln können (auch wenn mich hier nun jeder steinigt), habe mich hier für eine Intelligente Steuerung entschieden (Controme). 25qm nun ungeregelt zu lassen fände ich nun irgendwie am Ziel vorbei.

5) Gem. Heizlastberechnung sind die Badezimmer ausreichend ausgelegt, d.h. keine Wand/Deckenheizung notwendig. Da ich keine Kühlung habe über die WP entfällt der Vorteil von mehr Fläche hier sowieso.

Bin gespannt auf Eure Meinungen!
Viele Grüße
Gregor

Verfasser:
gnika7
Zeit: 14.05.2019 00:07:26
3
2784319
Hi,

zu 1.
Ein 12kW Brummer für deine Heizlast und dann als EWP ist trotz Modulation eine ganz schlechte Idee. Siehe auch Probleme bei 2. Ich habe eine 8kWp bei ca. 7kWp Heizlast. Und sogar die taktet in der Übergangszeit. Dein 12kW Brummer wird in bei der kleinen Heizlast sich über jeden Start freuen.

zu 2.
Dein HB hat recht, es sollte auf die Kälteleistung ausgelegt werden. Bei einem 12kW Brummer sind das unnötig viele teuere Bohrmeter. Wenn du eine Heizlast von 8kW hast, wären bei einer WP COP 8 und Heizleistung von 8kW nur 7kW an Bohrung erforderlich. Andererseits sollte die Kälteleistung nie größer als die Heizlast sein. Damit hat deine Bohrfirma widerum doch recht, dass die Bohrung maximal der Heizlast entsprechen sollte.
Im Grunde zahlst du mehr als nötig für den Brummer und musst dann auch die Bohrung überdimensionieren. Deshalb wäre eine Drosselung auf 8kW eine gute Möglichkeit. Dann würdest du mit einer 6,5kW Bohrung gut auskommen.

zu 4.
a. Eine WP lässt sich besser ohne Puffer und ÜSV viel effizienter betreiben.
b. bei einer PV und der niedrigen Heizlast ist ein separater WP-Tatif unsinn, also hättes du gar keine EVU-Sperre. Und sogar eine Sperre von 2h würdest du nicht merken.
c. da hat der HB wohl die Hose voll. Ist auch klar, bei dem 12kW Brummer in deiner Hütte muss man irgendwie versuchen das hinzubiegen
d. was willst du in deinen Räumen einzeln regeln? Du verstellst den Thermostat, dann musst du >12h warten bis du die Änderung merkst. In der Zwischenzeit hast du aber vergessen, warum du es verstellt hast. Die einzelne Räume in einem modernen Haus auf unterschiedliche Temperaturen zu bringen kannst du auch vergessen. Wenn du ein Raum abregelst, wird das über die Nachbarräume mitgeheizt. Du hast quasi die gleiche Temperatur, nur dass du damit die Effizienz der WP gekillt hast.
ERR macht man nur im Schlafzimmer und ggfs. anderen selten genutzten Räumen (z.B. Partyraum im Keller). Bei dem Rest ist es Geldverschwendung.

zu 5.
Eine Wandheizung ist auch eine Komfortfrage. Außerdem, auch wenn FBH reicht, eine WH senkt die VLT weiter ab und steigert so dauerhaft die Effizienz der WP.

Sorry dir es sagen zu müssen, aber das Konzept ist in Bezug auf WP Grütze
- WP überdimensioniert, damit teuerer
- Bohrung überdimensioniert, damit teuerer
- VLT werden nicht abgesenkt, obwohl mit WH möglich, Betrieb damit teuerer
- Puffer macht die Investition teuerer ohne Nutzen
- Puffer macht den Betrieb ineffizienter und damit teuerer
- ERR macht die Investition teuerer
- ERR macht den Betrieb ineffizienter und teuerer

Entweder hast du Geld zu verschenken oder hast dich einwickeln lassen.

Meine Empfehlung wäre, entweder den HB zu einem anderen Gerät zu überreden oder Alternativen suchen. Mit der aktuell angedachten Lösung wird der HB zwar Geld verdienen, du wirst dich jedoch dein Leben lang in den A***h beißen.

Grüße Nika

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 14.05.2019 07:25:41
1
2784337
Interessant war die zu bohrende Heizleistung: Hier wurde gesagt, dass sich diese nicht an der Heizlast orientiert, sondern an der Kälteleistung der WP, also der maximalen Entzugsleistung aus dem Erdreich.

Das ist Quatsch.
Die Bohrung sollte sich in diesem Fall an der Heizlast des Hauses orientieren.
Wobei ich da eine Arbeitszahl von 5 annehmen würde, also Kälteleistung 80% der Heizlast. Man sollte dann die WP natürlich auch nur mit der erforderlichen Heizleistung betreiben, also die maximale Drehzahl begrenzen.

Ergänzend muss man aber die Hydraulik betrachten. Eine 100m Bohrung Doppel-U 32x3 reicht beispielsweise für die Heizlast, ist aber hydraulisch sehr knapp für eine 12 kW WP, weil nur 400m Rohr in der Sonde stecken.
Ich würde hier dann eine Dreifach-U-Sonde bauen, d.h. zu der Doppel-U noch mal eine Einfach-U ins gleiche Bohrloch. Ich würde die mit Kabelbindern aneinander fixieren und zusammen im Bohrloch versenken.

Ich kündige aber schon mal an dass die Bohrfirma dich bei einem solchen Ansinnen anschauen wird, als ob du nicht alle Tassen im Schrank hast.

Unbedingt verbesserte Verfüllung ab Wärmeleitfähigkeit 2 W/mK.

Extra Klimaanlage? Modulierende WP mit passiver Kühlung wäre schon besser.

Achtung: auch im Hause Viessmann sind modulierende Wärmepumpen jetzt endlich angekommen. Die bieten seit Kurzem die Vitocal 333G mit 2 Leistungsstufen 1,7 bis 8,6 kW und 2,4 bis 11,4 kW an.
Die lässt sich auch mit einer passiven Kühlung kombinieren ( Zusatzgerät cooling box ). Ein fetter 220 Liter WW-Speicher ist auch drin.

Link

Grüße
Frank

Verfasser:
G8r8e8g
Zeit: 14.05.2019 07:46:57
0
2784343
Danke für eure Einschätzungen.

Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Ein 12kW Brummer für deine Heizlast und dann als EWP ist trotz Modulation eine ganz schlechte Idee. Siehe auch Probleme bei 2. Ich habe eine 8kWp bei ca. 7kWp Heizlast. Und sogar die taktet in der Übergangszeit. Dein 12kW Brummer wird in bei der kleinen Heizlast sich[...]


Die WP ist doch modulierend, d.h. im tiefsten Winter und (hoffentlich in der Übergangszeit, sofern die WP mit 1.5 kW laufen kann) müsste die WP doch mit geringeren kW laufen und nicht modulieren, oder?

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 14.05.2019 07:54:03
3
2784344
Ich bezweifle / bestreite dass eine 12 kW WP mit 1,5 kW laufen kann.
Meine 12 kW Nibe geht runter bis 2,7 kW - aber nur im tiefen Winter. Im Herbst bei höheren Soletemperaturen hat sie an der unteren Modulationsgrenze eher 3,3 kW.
Die Buderus ist mit 3-11,8 kW angegeben und davon solltest du einmal ausgehen.

Es ist darüber hinaus festzustellen dass der Wirkungsgrad bei den minimalen 20 Hz schlechter ist als bei höheren Drehzahlen von z.B. 30 Hz.

Grüße
Frank

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