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was bringt C02 Besteuerung
Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 14.05.2019 20:08:06
0
2784611
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]
Lesen was oben steht und dem nicht widersprochen wurde, weil es einfache Mathematik ist.
Der Durchschnitts-CO2-Strom-Mix-Bezahler wird für die draufzahlen die wechseln, obwohl kein EE-Strom mehr für sie verfügbar ist.
Von SuV u.s.w. redet keiner.


Ich wiederhole. Das ist kein Bug, sondern ein Feature.

Wenn Leute mehr Strom verbrauchen, obwohl der EE-Anteil fix bleibt und in der Folge der Durchschnitts_CO2_Wert steigt, dann steigt auch der Preis. Genau das ist auch beabsichtigt.

Gleiches wenn Leute mehr Gas verheizen als P2G da ist, auch dann steigt der Preis.

Ansonsten wird bei der CO2-Bepreisung explizit auch der Verkehr mit einbezogen, deshalb reden wir vom SUV ^^

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 14.05.2019 20:21:33
0
2784614
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]

Ich wiederhole. Das ist kein Bug, sondern ein Feature.
Wenn Leute mehr Strom verbrauchen, obwohl der EE-Anteil fix bleibt und in der Folge der Durchschnitts_CO2_Wert steigt, dann steigt auch der Preis. Genau das ist auch beabsichtigt.
Ich wiederhole: ich finde es gut, wenn ich viel mehr Strom verbrauche und du einen Teil meines CO2s bezahlst.
Nur andersrum finde ich es nicht gut.

Du merkst an dem Beispiel sicher, welchen Unsinn/Ungerechtigkeit/Manipulationsmöglichkeit/Klimanachteil du zum Feature erhebst.

Für mich ist das ein Bug und bleibt es.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 14.05.2019 20:28:32
0
2784615
Ich bezahle meinen Anteil meines CO2-Verbrauches. Wenn ich keinen Strom verbraucht hätte, wäre auch kein CO2 entstanden.

Wenn du eine Grenzstrommixbetrachtung machen willst, musst du erstmal feststellen wo der gerade liegt, was technisch kaum möglich wäre. Wenn das geht wäre ich aber dafür. ;-)

Schließlich komme ich aus dem Norden. Unser Strom ist wesentlich sauberer als der Dreck der im Süden konsumiert wird. Dann soll sich hier auch mehr Industrie ansiedeln, weil es hier den sauberen (und damit billigeren) Strom geben wird. Bin mal gespannt, was die Bergstämme in den Alpen dazu sagen...

Verfasser:
gnika7
Zeit: 14.05.2019 20:45:53
0
2784621
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]
Lesen was oben steht und dem nicht widersprochen wurde, weil es einfache Mathematik ist.

Maja, du brauchst echt Nachhilfe in Mathe

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 14.05.2019 21:34:15
0
2784634
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Finde nix zu CO2-Kompensation bei ARD. Nur bei Bundesumweltamt und Stiftung-Warentest.

Fake-news?

Und wenn du mir nicht erklären wills, was Maya bedeutet, dann passt das in dein sonstiges Kompetenzprofil.



Freiwillig zahlen für das Klima

Extra für Maya

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 14.05.2019 22:07:44
0
2784643
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]

Wenn Leute mehr Strom verbrauchen, obwohl der EE-Anteil fix bleibt und in der Folge der Durchschnitts_CO2_Wert steigt, dann steigt auch der Preis. Genau das ist auch beabsichtigt.
Deine Aussage Nicole, nicht meine.
Es braucht keinen Grenzstrom dafür, nur Verbrauch der nicht durch EE gedeckt ist.

Es ist beabsichtigt, dass Unbeteiligte mitzahlen.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 14.05.2019 22:13:01
0
2784647
he, ich habe eine fast neue LWP und jetzt kommt eine 7,56 kwp PV extra dazu um den benötigten EE Strom billanziell zu liefern .

Das dürfte dann ganz Mayas Forderungen entsprechen .

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.05.2019 22:19:20
3
2784649
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]
Ich wiederhole: ich finde es gut, wenn ich viel mehr Strom verbrauche und du einen Teil meines CO2s bezahlst.
Nur andersrum finde ich es nicht gut.

Du merkst an dem Beispiel sicher, welchen Unsinn/Ungerechtigkeit/Manipulationsmöglichkeit/Klimanachteil du zum Feature[...]

Es gibt kein Recht dass wenn man früher viel Strom verbraucht hat, man diesen Bedarf zukünftig bevorzugt aus EE-STrom bedient bekommt, und dass der der heute wenig verbraucht bei zukünftig hohem Verbrauch diesen aus CO2-Intensiver Erzeugung bekommt und entsprechend viel zahlen soll.
Da will nur jemand aus seinem heute hohen Stromverbrauch für die Zukunft kapital schlagen.
Die CO2-STeuer beaufschlagrt aus gutem Grund alten wie neuen Stromverbrauch mit dem gleichen PReis, den es ist wurst ob man alten Stomverbauch reduziert oder neuen verringert - weniger Verbrauch ist wenioger verbrauch. dAs gleiche für alle anderen Einsatzmöglichkeiten von fossilen Brennstoffen.
Es kann ja sein, dass der mit dem bisher hohen Verbrauch nur mal im Winter die fenster zu machen muss, während es anderen, die vielicht früher noch gar keinen Strom gebraucht haben weil es sie noch garnicht gab, grosse mühe haben einfach keinen Strom (Brennnstoff) zu verbrauchen.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 15.05.2019 00:25:37
0
2784673
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]


Die CO2-STeuer beaufschlagrt aus gutem Grund alten wie neuen Stromverbrauch mit dem gleichen PReis, den es ist wurst ob man alten Stomverbauch reduziert oder neuen verringert - weniger Verbrauch ist wenioger verbrauch. dAs gleiche für alle anderen Einsatzmöglichkeiten von fossilen Brennstoffen. .


Ich erlaube mir mal den dezenten Hinweis, dass die Bundesregierung in allen offiziellen Verlautbarungen nicht von einer CO2 Steuer, sondern von einer CO2-Bepreisung spricht.

In der jüngsten Erklärung der zuständigen Ministerien wird dazu ausgeführt:

Eröffnungsrede von Svenja Schulze zum Petersberger Klimadialog X: "Das Versprechen von Paris erfüllen

Eine ganz zentrale Entscheidung in diesem Zusammenhang war die Einrichtung eines Klimakabinetts innerhalb der Bundesregierung, in dem sich die verantwortlichen Ministerinnen und Minister eng abstimmen. Noch in diesem Monat werden wir im Klimakabinett die Vorschläge der einzelnen Ressorts diskutieren. Das Klimakabinett wird die notwendigen Regierungsentscheidungen vorbereiten, die wir noch in diesem Jahr treffen wollen. Dazu zählt auch das von mir vorgelegte Klimaschutzgesetz.

Eine andere Maßnahme wird die CO2-Bepreisung sein. Das ist ein Thema, bei dem Deutschland und Frankreich eine enge Abstimmung vereinbart haben. Es ist in meinen Augen kein Zufall, dass auf der ganzen Welt gerade die Forderungen lauter werden, CO2 in allen Sektoren mit einem Preis zu versehen.

Unser Ziel ist ausdrücklich nicht, dass der Staat an einem CO2-Preis verdienen soll. Es geht ausschließlich darum, mit diesem marktwirtschaftlichen Instrument den CO2-Ausstoß zu verteuern und das Vermeiden von Emissionen zu belohnen.

Mit dem europäischen Emissionshandel gibt es bereits einen Preis für CO2, der für weite Teile der Industrie und den Energiesektor gilt.

Neu ist allerdings, dass Kohlendioxid in allen Sektoren, vor allem im Gebäude- und Verkehrssektor, einen Preis bekommen soll.


Die Bundeskanzlerin hat in Ihrer Rede zur Eröffnung des Windparks Arkona ebenfalls darauf hingewiesen, dass im Klimakabinett mehrere Modelle einer CO2 Bepreisung geprüft würden.

Auch dort wurde das Wort CO2 Steuer konsequent vermieden

Ich frage mich daher bei einigen Beiträgen immer wieder, auf welche Basis stützen sich hier im Brustton der Überzeugung vorgetragene Aussagen zu den Auswirkungen einer CO2 Steuer, wenn offiziell immer nur von einem Preis gesprochen wird

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 15.05.2019 05:53:15
1
2784682
Ob es jetzt co2 Steuer mit rückvergütung oder co2 bepreisung an der der stssr nichts verdienen will oder co2 umlagerungssbgabe oder co2 Umlage oder co2 EEG heißen wird ist doch letztlich egal .

SIE HERR LANGE bereiten dich gerade nur vor , das sie sagen können ich habe recht gehabt es gibt keine co2 Steuer.

Dies sei IHNEN gegönnt , jeder Leser weiß dies besser.

Hauptsache aber ist , das etwas dazu geschieht uns das es auf alle Sektoren gleich einen Einfluss hat .

Ps.: mit wir tun etwas kann man auch gut Wahlkampf machen. Hoffentlich merkt das der Wähler.

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 15.05.2019 06:54:31
0
2784687
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]

Es gibt kein Recht dass wenn man früher viel Strom verbraucht hat, man diesen Bedarf zukünftig bevorzugt aus EE-STrom bedient bekommt, und dass der der heute wenig verbraucht bei zukünftig hohem Verbrauch diesen aus CO2-Intensiver Erzeugung bekommt und entsprechend viel zahlen soll.[...]
Lies bitte die zitierte Aussage von Nicole nochmal durch.
Sie hat erkannt, dass beim Strom bei Verrechnung eines Durchschnittstrommixes das Feature eingebaut ist, dass sich die CO2-Steuer erhöhen kann, obwohl man selber keinen Mehrverbrauch verursacht.
Also, dass die Allgemeinheit für Verfehlungen von Einzelnen haftet.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 15.05.2019 07:21:52
3
2784692
Wieso verfehlung? jeder einzelne haftet mit seinem Stromverbrauch, und der wird so teuer wie der CO2-Ausstoss der damit zusammenhängt. Du meinst immer dass jemand der früher viel verbraucht hat das auch weiterhin ohne belastet zu werden darf, und von diesem Axiom aus betrachtest Du die Dinge. Dieses Axiom ist aber unsinnig, und dadurch auch die Dinge die Du davon ableitest.
Verbrauchst Du keinen Strom, dann zahlst Du auch nix, egal wie der strommix aussieht. Verbrauchst Du dann, wenn der Strommix gut aussieht zahlst Du - dynamisch bepreiste Vertäge vorausgesetzt (awattar&Co) weniger, verbrauchst Du dann wenn der Strom mix schecht aussieht zahlst Du mehr. So wie es sein soll.
Nur deine ererbten Rechte ohne CO2-Abgabe Strom beziehen zu dürfen funktionieren nicht.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 15.05.2019 08:51:27
0
2784709
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Ich erlaube mir mal den dezenten Hinweis, dass die Bundesregierung in allen offiziellen Verlautbarungen nicht von einer CO2 Steuer, sondern von einer CO2-Bepreisung spricht.

In der jüngsten Erklärung der zuständigen Ministerien wird dazu[...]


Es sei der dezente Hinweis gestattet, dass das Thema dieses Threads "Was bringt CO2-Besteuerung" lautet.
Insofern sind Hinweise darauf, was die Bundesregierung gerade formuliert themenfremd, zumal es da jeder weder in der Koalition (die SPD ist für eine Steuer) noch in der CDU (Laschet, Günther et al) eine einheitliche Linie gibt.

Wir erinnern uns alle an deine Weissagung das bezüglich CO2-Bepreisung in dieser Legislatur nicht mehr entschieden wird und warten gespannt den Gang der Dinge ab.

2050 CO2-Neutral ist ambitioniert und wurde deutlich unterstrichen. Da braucht es mehr Anstrengung in allen Sektoren und das was bisher (insb. an P2G) geplant worden ist, wird bei weitem nicht ausreichen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 15.05.2019 09:07:44
0
2784715
Als Name finde ich CO2-Bonus-Malus gut. Wenn das Wort Steuer auftaucht, sinkt die Akzeptanz dann gleich um die Hälfte ohne dass die Leute die Funktion überhaupt kennen...

Verfasser:
crink
Zeit: 15.05.2019 09:17:26
2
2784719
Moin Benn,

dann will ich noch mal mein Glück probieren, auch wenn Du in der Vergangenheit nicht sinnvoll auf meine Argumente eingegangen bist.

Eine CO2-Steuer (bzw. Abgabe/Lenkungsumlage/Wasauchimmer) wirkt nicht nur auf Verbraucherseite, sondern auch auf Herstellerseite. Du beschreibst immer das Szenario, dass bei gleichbleibendem Strom-Angebot aus EE die Strom-Nachfrage steigt. Nun betrachte bitte auch die Angebotsseite.

Ausgangssituation eines Beispiels: EE liefern 50% des Stroms und konventionelle Quellen liefern 50% des Stroms. Beispielhaft muss der EE-Strom für die CO2-Emissionen 4 EUR/MWh und der konventionelle Strom 36 EUR/MWh zahlen, im Schnitt also 20 EUR/MWh (das wären ca. 40 EUR/t nach Abschaltung der AKW).

Nun verschiebt sich im Beispiel die Nachfrage, so dass nur noch 25% des Stroms durch EE-Quellen gedeckt werden können. Dadurch liegen die CO2-Kosten für den Strommix nun bei 28 EUR/MWh. Jede einzelne kWh Strom wird also 0,8 Cent teurer, schon an der Strombörse. Dadurch geschieht Folgendes:

- Je höher der Börsenstrompreis desto mehr EE-Anlagen werden ohne Förderung zugebaut. Ab einem Börsenstrompreis von 5-6 Cent pro kWh lohnt sich das, so dass die höhere Nachfrage nach Strom automatisch einen EE-Strom-Zubau bedeutet. Der Vorteil hier ist, dass im Gegensatz zur konventionellen Stromerzeugung die Planungs- und Errichtungszeiten für neue EE-Erzeuger relativ kurz sind.

- Durch den erhöhten Börsenstrompreis sinkt die EEG-Umlage, der Preisanstieg wird für den Endverbraucher gedämpft. Nur die bisher von der EEG-Umlage befreiten Betriebe müssen darunter leiden - was meiner Meinung nach kein Problem ist, da die befreiten Unternehmen bisher im weltweiten Vergleich einen niedrigen Strompreis zahlen.

- Bei Endverbrauchern mit variablem Stromtarif lohnt sich die Nutzung von Strom besonders zu Zeiten mit hohem EE-Anteil.

- Bei Endverbrauchern mit fixem Stromtarif wird sich mittelfristig eine Strompreiserhöhung einstellen, die evtl. zu einem Wechsel des Energieträgers führt. Dadurch werden speziell bei größeren Energieverbrauchern bivalente Systeme Vorteile haben, die flexibel auf die Preise verschiedener Energieträger reagieren können.

So pendelt sich das Energiesystem langfristig ein und sucht "von selbst" den Weg der kostengünstigsten CO2-Vermeidung. Ich sehe hier riesengroße Vorteile.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
JoRy
Zeit: 15.05.2019 09:27:23
2
2784722
"" Ich frage mich daher bei einigen Beiträgen immer wieder, auf welche Basis stützen sich hier im Brustton der Überzeugung vorgetragene Aussagen zu den Auswirkungen einer CO2 Steuer, wenn offiziell immer nur von einem Preis gesprochen wird

Tja -- deutsche Sprache schwere Sprache---

Preis ist für etwas was verkauft werden soll , allerdings hat " alles seinen Preis"
besonders wenn Politiker ihre Hand vorher aufhalten.

Wenn ich diese Ministerin zum Petersberger Gipfel höre und versuche das in Kontext zu all den Aktionen der Merkel Regierungen in den vergangenen Jahren zu bringen
weis ich nur Eines ganz klar es läuft auf Abgaben hinaus und die nennt man Steuern
und nicht Preis für eine Leistung.
Die Haupt CO² Emissionen sind nach wie vor der Kohlestrom und das haben genau
diese Politiker ja gerade bis 2040 verschoben.
Und die "CO² Neutralität" terminierte die Merkel ja im Petersberger Treffen auf
das Jahr 2050 !!!

Sie ist also einfach das , wie sich sich selbts benennt. Eine Oportunistin durch
und durch in aller Unaufrichtigkeit die dazu gehört.

Die neuen Großverbraucher z.B. SAP Rechenzentren für die "Digitalisierung"
hängen am Kohlestrom und über die dazu getricksten CO² Abgaben wird bis
2038/40 deren Strom verrechnet und diese lasten hat diese Regierung doch
auf den kleinen Stromverbraucher sprich den Strompreis ja schon umgelegt !!!

Was soll also diese Diskussion ?? Energieprofis fallen normalerweise nicht blind
auf dieses unverbindliche Polit-Gelaber rein.
Außer sie wollen auch so "oportunistisch" sein wie diese Kanzlerin.

Dem Altmeier hatte sie in den letzten 2 Jahren für dessen Publikationen andere
Anweisungen gegeben als dieser Umweltministerin.
Und da "arbeitet man.." jetzt ganz nah mit dem Atomstrom Macron zusammen ???

Ich weis dass ihr dieser Roßtäuscherei fachlich nicht so blind auf den Leim geht.
Also ---- was soll der Schwenk des Themas von "Steuer auf Preise."

"Bepreist" wird eine gelieferte Leistung und die ist bei der Merkel seit Kijoto
nicht zu finden.

Gruß JoRy

Verfasser:
HFrik
Zeit: 15.05.2019 09:48:07
1
2784736
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Moin Benn,

dann will ich noch mal mein Glück probieren, auch wenn Du in der Vergangenheit nicht sinnvoll auf meine Argumente eingegangen bist.

Eine CO2-Steuer (bzw. Abgabe/Lenkungsumlage/Wasauchimmer) wirkt nicht nur auf Verbraucherseite, sondern auch auf Herstellerseite.[...]

Zudem fällt das mehr an Stromverbrauch vermutlich nicht als Gottgegeben vom himmel, sondern rührt aus einer Verlagerung aus anderen bisher fossil betriebenen Sektoren her. Das wird in der Regel bei einer spürbaren CO2-bepreisung dann der fall sein, wenn auch mit mehr fossilem STrom im Mix per Saldo weniger CO2 emittiert wird, weil in den anderen Sektoren durch die Verlagerung vermieden wird.

Klassisches Beispiel: eine SOlewärmepumpe wird gebaut und ersetzt eine Gas-Brennwerttherme. Die Brennwerttherme bezieht Grenzgas mit 280gco2/kWh und stellt unter Einrechnung von Wirkungsgrad und Betriebsstrom damit Nutzwärme mit 340g CO2/kWh bereit. Sie wird ersetzt durch eine Solewärmepumpe mit einer JAZ von 5 die -Annahme- mit reinem Steinkohlesteom mit Netto inkl Netzverlusten 840g/kWh Strom
Bei 20.000kWh Nutzwärmebedarf hatte die Brennwerttherme einen CO2-Ausstoss von 6,8t, die WP hat einen CO2-Ausstoss von 3,36t.
Nch deiner Theorie müsste dieser Asustoss von 3,36t bestraft werden, obwohl gegenüber vorher 3,44t CO2/Jahr eingespart werden. Und der Grenzsstrom auch mal aus Windenergie, oder Gaskraftwerken kommt, und die WP mit einer PV-Anlage zu noch niedrigern CO2-Aussössen gebracht werden kann.
Du siehst das Problem endlich?

Verfasser:
gnika7
Zeit: 15.05.2019 10:31:31
2
2784758
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Du siehst das Problem endlich? [...]

Ich glaube ich habe das Problem von maja jetzt verstanden. Im Grunde hat er recht. Es macht überhaupt keinen Sinn den hohen CO2-Ausstoß von SUV-Fahrern und Besitzern von schlecht gedämmten Altbauvillen in Münchner Speckgürtel zu belasten (ich blicke gerade auf welche:-), wenn die diesen schon seit 10 Jahren haben. Das wäre absolut kontraproduktiv und könnte nur dazu führen, dass diese die Häuser dämmen, ein E-Auto und eine WP sich zulegen. Damit würden sie den anderen EE-Strom wegnehmen ohne dafür zu bezahlen.

Es ist doch viel besser diejenigen mit einer CO2-Abgabe zu belegen, die auf effizientere Technologien umsteigen. Schliesslich werden diese Technologien zukünftig immer CO2-ärmer. Da ist es mehr als gerecht, diese Leute solange abzukassieren wie diese noch ein wenig CO2 produzieren. Die anderen CO2-Erzeuger kann man ja erstmal in Ruhe lassen. Die laufen ja nicht weg. Man kann ja auch später den vergangenen CO2-Ausstoß mit irgendeiner Abgabe nachversteuern.

Grüße Nika

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 15.05.2019 11:11:05
2
2784774
Genau. Eine CO2-Steuer ist dann am besten, wenn niedriger Energieverbrauch und geringere CO2-Belastung zu einer höheren Steuer führt.

Tischlerei A gibt nach langen Jahren ihren Betrieb auf. Tischlerei B übernimmt deren Produktion zusätzlich zu ihrer eigenen. Dadurch erhöht sich der Strombedarf bei B. Aufgrund Synergieeffekte ist die Energieverbrauch jetzt aber geringer als A+B war.

Die Folge: B zahlt jetzt höhere Steuern je kwh, obwohl der Stromverbrauch insgesamt niedriger wurde und damit auch der Strom sauberer.

Mission erfüllt.

Verfasser: nochnix
Beitrag entfernt. Grund: Nicht zum eigentlichen Thema gehörig (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 15.05.2019 11:43:43
0
2784788
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Es sei der dezente Hinweis gestattet, dass das Thema dieses Threads "Was bringt CO2-Besteuerung" lautet.

Wir erinnern uns alle an deine Weissagung das bezüglich CO2-Bepreisung in dieser Legislatur nicht mehr entschieden wird und warten gespannt den Gang der Dinge ab.



Dann noch einmal ein Hinweis.

Wer eine Information über eine öffentliche Mitteilung des im BMWi zuständigen Staatssekretärs als "Weissagung" bezeichnet, sollte entweder sein Sprachverständnis, oder seine Diskussionskultur prüfen.

Vom BMWi ist bisher kein Dementi erfolgt.

Bekannt ist lediglich, dass das "Klimakabinett" auch über diese Frage diskutiert
und bis zum Jahresende eine Einigung darüber erfolgen soll, was in D gesetzlich neu geregelt werden muss.

Ich weissage nicht, was und wie dort entschieden wird.

Sicher ist wahrscheinlich nur, dass ein Klimaschutzgesetz kommen wird. Ein Referentenentwurf ist bekannt. Über die Inhalte wird in GroKo kontrovers diskutiert.


Dietmar Lange

Verfasser:
gnika7
Zeit: 15.05.2019 11:55:13
3
2784794
Zitat von nochnix Beitrag anzeigen
Als wenn man in München eine Altbauvilla dämmen darf, da hast du mal gleich den Denkmalschutz am hals oder gar ein paar Luftpumpen am Stachus aufstellen, dümmer gehts nimmer oder ?[...]Alle sollen sparen aber es werden Altbauten bis Mitternacht beleuchtet, sollen doch mal da anfangen. Auch Typische grüne Vorstellung nichts arbeiten und alles für lau. Oder wie soll man sich das Vorstellen ?

Du hast absolut recht. Es gibt heute überhaupt keine Möglichkeiten und keine Förderungen solche Bauten denkmalgerecht zu dämmen. Es wäre viel besser diese weiter mit Öl (noch besser Kohle, wie früher) zu beheizen. Eine Umstellung auf einen EE-Energieträger zur Wärmeerzeugung wäre absolut kontraproduktiv. Da ist es besser, die armen am Hungertuch knabbernden Besitzer von dieser zusätzlichen Belastung durch CO2-Bonus-Malus-System zu befreien. Am besten wäre es noch, wenn die Besitzer die Kosten für den Strom zur schönen Ausleuchtung in der Nacht erstattet bekommen. Schliesslich profitieren auch die Mieter von kleinen Wohnungen davon, obwohl diese durch die niedrigeren Wärmebedarf dann Geld sparen würden.

Zitat von nochnix Beitrag anzeigen

Man tut gerade so als man ins bett geht und lässt das licht brennen, Hallo bei uns kostet der strom mittlerweile 30cent die meisten wissen wie man mit Geld verantwortungsvoll umgeht.

Das ist auch absolut sinnvoll, damit die Leute nicht auf die hirnrissige Idee kommen CO2-arm mittels Strom zu heizen. Es ist eh viel besser weiterhin den alten Ölkessel mit billigem Öl zu befeuern. Da ist die CO-Belastung deutlich niedriger im Vergleich zu einer WP die sogar mit Kohlestrom nicht auf die gleichen Werte kommt.

Zitat von nochnix Beitrag anzeigen

Oder wie soll man sich das Vorstellen ? Jeder Pendler lässt seinen SUV stehen und läuft 30km zur Arbeit ?

Das geht gar nicht. Diese Leute tragen mehrfach zu unserem Bruttoinlandsprodukt bei. Sie kaufen sich die riesigen überteuerten SUVs, die ihnen nicht wirklich Zusatznutzen bringen, fahren mit diese dann auch noch täglich zur Arbeit und kaufen dafür noch Diesel. Damit sicher sie vor allem das überleben unserer Autoindustrie, die ansonsten größerem Inovationsdruck ausgesetzt gewesen wären. Außerdem wird die Produktivität durch das Verstopfen der Straßen nach oben getrieben. Eigentlich sollte man die Pendlerpauschale so modifizieren, dass diejenigen, die mit deutschen SUVs zur Arbeit fahren den höchsten km-Satz erhalten. Eine CO2-Besteuerung würden nur den Inovationsdruck auf unsere Autohersteller erhöhen und könnte die Leute außerdem dazu bewegen, U-Bahn statt Auto zu nehmen. Und da die U-Bahnen mit Strom fahren, würde das nur zusätzlichen Strombedarf generieren. Und wie wir wissen, ist dieser Grenzstrommix so ziemlich das schlimmste, was man der Umwelt antun kann.

Grüße Nika

Verfasser:
Reggae
Zeit: 15.05.2019 11:59:04
4
2784796
Zitat von nochnix Beitrag anzeigen
Nika@
Wolltest du nichts mehr schreiben :-) Als wenn man in München eine Altbauvilla dämmen darf, da hast du mal gleich den Denkmalschutz am hals oder gar ein paar Luftpumpen am Stachus aufstellen, dümmer gehts nimmer oder ?
Man tut gerade so als man ins bett geht und lässt das licht[...]


Wie lebt es sich so mit den ganzen Vorurteilen?

Gruß Arne

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 15.05.2019 11:59:06
0
2784797
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
"" Ich frage mich daher bei einigen Beiträgen immer wieder, auf welche Basis stützen sich hier im Brustton der Überzeugung vorgetragene Aussagen zu den Auswirkungen einer CO2 Steuer, wenn offiziell immer nur von einem Preis gesprochen wird

Wenn ich diese Ministerin zum Petersberger Gipfel höre und versuche das in Kontext zu all den Aktionen der Merkel Regierungen in den vergangenen Jahren zu bringen
weis ich nur Eines ganz klar es läuft auf Abgaben hinaus und die nennt man Steuern
und nicht Preis für eine Leistung.

[...]


Den Wortlaut dieser Rede kann man nachlesen.

Eröffnungsrede von Svenja Schulze zum Petersberger Klimadialog

Im Zusammenhang mit CO2 ist das Wort Steuer nicht zu finden, Preis, Bepreisung aber fortlaufend, siehe z.B.

Eine ganz zentrale Entscheidung in diesem Zusammenhang war die Einrichtung eines Klimakabinetts innerhalb der Bundesregierung, in dem sich die verantwortlichen Ministerinnen und Minister eng abstimmen. Noch in diesem Monat werden wir im Klimakabinett die Vorschläge der einzelnen Ressorts diskutieren. Das Klimakabinett wird die notwendigen Regierungsentscheidungen vorbereiten, die wir noch in diesem Jahr treffen wollen. Dazu zählt auch das von mir vorgelegte Klimaschutzgesetz.

Eine andere Maßnahme wird die CO2-Bepreisung sein. Das ist ein Thema, bei dem Deutschland und Frankreich eine enge Abstimmung vereinbart haben. Es ist in meinen Augen kein Zufall, dass auf der ganzen Welt gerade die Forderungen lauter werden, CO2 in allen Sektoren mit einem Preis zu versehen.
Unser Ziel ist ausdrücklich nicht, dass der Staat an einem CO2-Preis verdienen soll. Es geht ausschließlich darum, mit diesem marktwirtschaftlichen Instrument den CO2-Ausstoß zu verteuern und das Vermeiden von Emissionen zu belohnen.

Politische Sprachregelungen sind in der Regel kein Zufall.

Dietmar Lange

Verfasser:
nochnix
Zeit: 15.05.2019 12:10:48
0
2784803
Nika@
Lese ich da etwas neid heraus :-) es werden auch nur die falschen bestraft egal ob der Hausbesitzer mit öl heizt und co2 steuer zahlt oder sparen will und sich eine Luftpumpe kauft zahl letztendlich der Mieter die zeche.



Reggae@
Kein vorurteil, eher mit Sarkasmus auf Sarkasmus geantwortet.

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