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Ringgrabenkollektor in der Dübener Heide
Verfasser:
fdl1409
Zeit: 02.11.2018 09:22:12
2
2700197
Warum ist das so wichtig?

Am kalten Ende des Rohrs wird sehr viel mehr Wärme entzogen als am warmen.
Das will man nicht in Hausnähe haben.

Gibt einen Fall wo ein HB das vertauscht hat - nachträglich, nachdem es zuerst richtig montiert war. Dann wurde so das Haus ausgeheizt und der Graben extrem belastet. Es kam zu Rissbildung an der Kellerwand. Die Versicherung des HB hat den Schaden bezahlt. Bei Soletemperatur von z.B. -2/-6° ist es ein enormer Unterschied ob das warme oder kalte Ende am Haus liegt. Der Wärmeentzug verhält sich in dem Fall 3:1. Bei richtiger Verlegung wäre nichts passiert.

Grüße
Frank

Verfasser:
winni 2
Zeit: 03.12.2018 16:10:51
0
2714782
Hi , gratuliere!

Bilder sehe ich keine, könnte an Firefox liegen.
Wird sicher mit dem besseren Boden eine prima Wärmequelle sein.

Gutes Gelingen weiterhin!

winni

Verfasser:
hbrockmann
Zeit: 03.12.2018 16:21:56
0
2714789
auch im chrome keine bilder zu sehen..

Verfasser: hbrockmann
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag
Verfasser: Kevin89
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag
Verfasser:
Lubilou
Zeit: 15.12.2018 16:54:01
2
2720109
Ich hoffe jetzt passt das mit den Bildern. Ich werde mal versuchen den alten Thread ohne Bilder über die Administratoren löschen zulassen.
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Hallo,

es ist vollbracht :-), die Rohre liegen unter der Erde :-). Es gibt sicherlich schon zahlreiche und wesentlich besser dokumentierte Berichte über den Grabenbau. Dennoch will auch ich meinen kleinen Beitrag leisten und ein wenig Feedback an das super Support Team des Forums zurück geben. Außerdem soll es euch einen kleinen Einblick geben, wie sich der ein oder andere hilfreiche HTD Tipp in der Praxis anfühlt und umsetzen lässt :-).

Anbei ein paar Bilder + Kommentare :-)

Ganz klarer Tipp von crink seinerseits. Versucht den Grabenbau im Sommer bzw. Frühjahr zu realisieren. Ich hatte das Projekt etwas auf die lange Bank geschoben und es erst Mitte November angehen können. Eindeutig zu spät, wie unschwer am ersten Raureif am Boden zu erkennen.


Das mit dem Rohr abwickeln und Schlaufen raus fallen lassen ist definitiv nicht zu unterschätzen. Ich hatte mir zwar die Beschreibung von dyarne mehrfach durchgelesen und auch 3 ausgedruckte Exemplare an die Helfer verteilt. Allerdings hat uns das Rohr nicht nur einmal einen Streich gespielt. Am Ende haben wir den Rohr"Drall" drin gelassen (um nicht noch mehr Zeit zu verlieren) und die Rohre mit großen Steinen am Grabenboden beschwert (die Steine haben wir natürlich vor dem verfüllen von den Rohren genommen).


Eine einfache Messlatte half dabei die Grabentiefe einzuhalten. So war das lästige Zollstock aufgeklappe vorbei. Wir hatten eine Grabentiefe zwischen 1.6m und 1.7m. Da der Boden hier mega gut stand (Lehm) haben wir hier nicht weiter abgeböscht. An anderen Stellen des Graben dann wieder.


14 Tonnen Gummiketten-Bagger und Radlader. Beides gemietet (um die 1.2K€ für das Wochenende inkl. Diesel). Der Radlader half später (mit Schaufel) beim zuschieben des Grabens.


Durch unseren schlechten Boden laut Bodengutachten (sehr sandig), haben wir relativ großen Slinky Abstände durch das Planungstool bekommen.


Mit Kabelbinder werden die Slinkkys/Rohre fixiert. Gleichzeitig hat schon der nächste Helfertrupp damit begonnen den Graben wieder zu verfüllen (im Rücken des Kollegen mit der roten Jacke). Die roten Markierungen an der Grabenwand haben dem Baggerfahrer die Verfüllhöhe geben (Ca 50-60cm danach abrütteln. Weitere 50-60cm wieder abrütteln -> dann den Rest und Muttererde > wieder rütteln).


Das Verfüllen geht munter weiter. Wie schon erwähnt wurden die großen Steine vor der Erddeckung vom Rohr entfernt.


Wie so oft hier im Forum erwähnt und auch von mir unterschätzt. Die gewaltigen Erdmassen die bei solch einem Projekt bewegt und auch zwischengelagert werden müssen. Letzteres hat uns vor große Problem gestellt und uns schlussendlich auch dazu bewegt schon zwischendurch mit dem Verfüllen des Graben zu beginnen. Obwohl der gesamte Graben noch gar nicht ausgehoben war. Der Faktor Zeit spielt auf dem Bild auch eine nicht unerheblich Rolle. Die Sonne geht unter und das Rohr ist noch nicht im gesamten Graben verlegt, geschweige denn die Erddeckung aufgebracht. Große Lichtstrahler mussten eiligst herangeschafft sowie kurzfristig eine Abendbrot organisiert werden [wie die Verpflegung, so die Bewegung :-)].


Letzte Feinheiten wurden am nächsten Morgen bei Tageslicht mit dem Kettenbagger Schiebeschild erledigt. Kaltes und warmes Ende des Rohres liegen am rechten Bildrand (geschützt mit einer Euro-Palette) zur Weiterverlegung bereit. Das passiert allerdings erst unmittelbar vor der Verfüllung der Kellergrube.

PS. Sorry das das obligatorische Bier Bild fehlt. Das wird sicher nachgereicht beim Keller anfüllen :-).


Gruß
Lubi

Verfasser:
DV-Gergen
Zeit: 17.12.2018 10:20:22
0
2720964
Gratulation Lubi.
Du hast mit Sicherheit die richtige Entscheidung getroffen: ERDWÄRME zu nutzen. Deine Dokumentation ist beeindruckend. Interessant wäre zu wissen, welche Gesamtkosten die Anlage der Energiegewinnung verursacht hat. Ferner: welche Bagger wurden eingesetzt (10 to, 20 to?)
Hast Du schon eine Wärmepumpe eingebaut?
Ich finde es hoch interessant zu wissen, welche Kosten für die GESAMTE HEIZANLAGE (Energiegewinnung und Energieerzeugung) angefallen sind. Kannst Du dazu was sagen?
Kurt

Verfasser:
Lubilou
Zeit: 15.04.2019 12:10:21
0
2773559
Hallo,

mal wieder ein kleiner Status Bericht (bzw. Bilder) vom Bauvorhaben. Das KG und EG steht. Aktuell sind wir dabei das OG hochzuziehen.

EG Decke BKA ist verlegt, abgedrückt und in der Zwischenzeit auch schon betoniert.


RGK Rohre sind bereits durch 2x KG 2000 DN120 Rohre in den Haustechnikraum eingezogen wurden (durch die Bodenplatte).



Als nächstes steht die BKA für die OG Decke an. Das wir nach Ostern realisiert.

Eigentlich war von Skyme geplant das wir die 4 EG BKA Kreise mit 150m 20er MSVR Rohr legen. Nach einem Missverständnis meinerseits haben wir leider nur 4 x 100m verlegt. Seht ihr da große Problem beim hydraulischen Abgleich? Fußbodenheizung wird mit 16er MSVR Rohr und ~80m Länge verlegt.


Gruß
Lubi

Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.04.2019 13:20:41
0
2773586
Hallo Lubi,

gratuliere zum Baufortschritt!

Ich sehe da mit den 100 Metern kein Problem, ausser das Du weniger
Wärmetauscherfläche eingebaut hast, aber besser weniger BKA, als
gar keine. :-)
Das 100 Meter Rohr hat weniger Druckverlust. Drehst Du halt nachher
am Verteiler etwas zu, wenn das Wasser zu schnell durchrauschen
sollte.

Grüsse

winni

Verfasser:
Lubilou
Zeit: 12.05.2019 21:28:44
0
2782939
Eines Tages musste es ja so kommen :-). Mein Heizi hat mich heute ins Kreuzverhör genommen. Thema: Zirkulation Ich war mehr oder weniger gefestigt in meinem Standpunkt. Da in fast jedem WP Thread der Sachverhalt diskutiert wird und die einhellige Forums Meinung heißt "weg lassen". So auch meine Argumentation ihm gegenüber. Da Energiefresser und Legionellen Gefahr (da die Heizwassertemperatur einer WP eh niedriger ist).

Was ich nicht widersprechen konnte ist der eindeutige Komfortverlust und die angeblich überschaubaren laufen Energiekosten wenn man eine selbstlernende Zirkulationspumpe einsetzt. Ebenso mahnt er den Verbrauch von Trinkwasser/ Abwasser an, die literweise im Abfluß verschwinden weil nicht sofort warmes Wasser ansteht. Zusätzlich der Punkt das Wärmeverluste der Zirkulation in der Gebäudehülle verbleiben. Auch die Legionellen Gefahr sieht er so nicht. Da die Nibe 1255 nur eine Brauchwasserkapazität von 180l hat und diese recht schnell verbraucht werden.

Leider steht die WP ca. 18-19 Meter Leitungsweg vom Bad entfernt. Also nichts da mit kurzen Leitungswegen :-( [bissel doof geplant :-(]. Die Sache mit dem geringeren Rohr Querschnitt könnten wir noch realisieren. Jedoch ist die Farge ob der Durchfluss dann noch reicht, da Elternbad und Küche an diesem String hängen. Generell hat er vor eine Zirkulations Ringleitung zu legen. Ist das OK?

Was sagt ihr zum Plan doch eine Zirkulation zu bauen. Seinen Argumenten konnte ich zumindest nichts entgegensetzen.


Gruß
Lubi

Verfasser:
Lubilou
Zeit: 15.05.2019 09:44:34
0
2784734
Guten Morgen,

hat jemand noch eine Idee? Oder muss ich mich wohl oder übel zwischen Komfort oder Wirtschaftlichkeit entscheiden?
Zitat von Lubilou Beitrag anzeigen
Eines Tages musste es ja so kommen :-). Mein Heizi hat mich heute ins Kreuzverhör genommen. Thema: Zirkulation Ich war mehr oder weniger gefestigt in meinem Standpunkt. Da in fast jedem WP Thread der Sachverhalt diskutiert wird und die einhellige Forums Meinung heißt "weg lassen". So[...]

Verfasser:
crink
Zeit: 15.05.2019 13:29:47
2
2784850
Hi,

Zirkulation ist wirklich nicht schön. Es geht dabei nicht um den Stromverbrauch der Zirkulationspumpe, sondern um den Wärmeverlust des unter viel Aufwand besonders hoch erhitzten Trinkwassers. Du heizt damit das Haus - im Winter klingt das erstmal nicht schlimm. Aber durch die höheren Temperaturen als die normale Heizung wird die Wärme wesentlich ineffizienter zur Verfügung gestellt als ohne Zirkulation.

Du gibst Dir Mühe eine besonders sparsame Heizung zu realisieren (Sole-WP mit RGK) und dann wird der Strom für ein bisschen WW-Komfort verblasen...

Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten damit umzugehen:

0. Grundriss bzw. Aufstellort der WP ändern - was wahrscheinlich nicht geht wegen des Baufortschritts.

1. Du trennst WP und WW-Speicher. Der WW-Speicher kann auch zwischen Bad und Küche aufgestellt werden (bzw. in Bad oder Küche). Das Anwärmen von entfernter WP aus ist nicht so schlimm wie die dauerhaft Wärme verlierende Zirkulation

2. Du dämmst die Zirkulationsleitung viel stärker als von der Norm gefordert. Allerdings passen die Zirkulationsrohre dann evtl. nicht mehr in die Wand/Fußboden.

3. Du setzt statt der Zirkulation einen solarfähigen elektrischen Durchlauferhitzer in Bad- und Küchennähe ein, so dass schnell heißes zur Verfügung steht, der Stromverbrauch bei länger anhaltendem Warmwasserbedarf aber trotzdem gering bleibt.

4. Du rechnest genau aus, bei welchem Wasserdruck und welchem Leitungsquerschnitt es wie lange dauert bis genügend warmes Wasser in Küche/Bad ankommen - evtl. geht es ja komplett ohne irgendwelche Maßnahmen. Dann allerdings mit getrennten Rohren für Bad und Küche.

Ich würde Möglichkeit 1 bevorzugen. Zirkulation ist wirklich DER Energieverschwender in einem modernen gut gedämmten Neubau. Oft ist dann der Stromverbrauch für die WW-Bereitstellung höher als der Heizstromverbrauch.

Viele Grüße
crink

Ps: Trinkwasserverbrach wegen anfänglich zu kaltem Wasser bei fehlender Zirkulation ist im Vergleich zum kompletten Wasserverbrauch des Hauses zu vernachlässigen - wenn Du die Hände im Normalfall auch mit kaltem Wasser waschen magst und in der Küche nicht jedes Geschirrstück einzeln abspülen möchtest.

Verfasser:
Lubilou
Zeit: 15.05.2019 21:32:20
0
2785049
Danke crink. Jetzt hab ich erst einmal genug Futter für die nächste Diskussionsrunde :-). Persönlich tendiere ich ja zur Lösung vier. Mit der Berechnung des Wasserdrucks, Leitungsquerschnitt bzw. des Leitungsinhaltes hab ich meine Probleme. Im Forum habe ich nur das hier gefunden. Gibt es noch eine andere Referenz oder gar ein online Tool um das zu berechnen?

Bad: Leitungslänge ~18m
Küchen: Leitungslänge ~15m

Du schreibst Dann allerdings mit getrennten Rohren für Bad und Küche. Warum sollte das getrennt werden? Weil die Ringleitung die Länge zum nachgelagerten Raum noch weiter vergrößern würde? Getrennte Rohre bedeutet dann quasi eine separate Zuleitung für beide Räume (Bad und Küche)?

Gruß
Lubi

Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.05.2019 10:54:00
1
2785187
Trennung bedeutet, Du kannst zwei dünnere Leitungen, statt einer
dickeren legen.
Dünnere Leitung = weniger Wasserinhalt = schneller warmes Wasser.

Grüsse

winni

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