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Fragen zur RGK-Planung (Kollektorleistung ausreichend?)
Verfasser:
bobbel85
Zeit: 14.05.2019 21:19:39
0
2784631
Hallo,

da wir dieses Jahr ein EFH bauen wollen, habe ich mich im Internet erkundigt, was es für unterschiedliche Heizungsarten mit ihren Vor- und Nachteilen gibt und bin dabei auf dieses Forum und auf den RGK gestoßen. Nachdem ich dann mehrere Forenbeiträge gelesen hatte, war für mich relativ schnell klar, dass es ein RGK mit Sole-Wasser-Wärmepumpe werden soll. Also habe ich mich mit den Trenchplaner beschäftigt und ein paar Slinkies eingezeichnet. Nachdem ich dann die vorläufige ENEV-Berechnung (ich hoffe ich habe alles richtig verstanden; siehe folgende Bilder


; KWL mit WRG ist bisher noch nicht berücksichtig, soll aber umgesetzt werden) hatte und somit die Heizlast abschätzen konnte, war nur noch der Boden die große Unbekannte. Und wie es immer so ist, gibt es natürlich irgendwo einen Haken. Wenn ich mich nicht täusche (siehe folgende Abbildung
) liegt bei uns trockener(?!) Sand vor, also die „schlechteste“ aller Bodenarten, sodass die große Euphorie erstmal dahin war, da mein Entwurf (siehe Link) nun deutlich unterdimensioniert ist.

Und genau deswegen wende ich mich an euch und eure Erfahrungen. Ich hoffe ihr könnt mir die ein oder andere Frage beantworten oder habt evtl. noch Hinweise zu meinem Entwurf.

Hierzu noch ein paar Hinweise meinerseits:

- das eingezeichnete Regenwasser außerhalb des Grundstücks ist ein Regenwasserversickerungsgraben. Inwieweit dieser evtl. auch mal Wasser führt mag ich nicht zu sagen. Als ich letztens dort war, war er furztrocken.
- Das Bodengutachten wurde im November 2018 erstellt und weist in 2,1m Tiefe Grundwasser auf.
- In unserem Haus werden wir noch einen Kamin verbauen.

Nun zu meinen Fragen:

- Inwieweit ist der RGK ausreichend, d.h. wie wahrscheinlich wird es sein, dass ich im Winter mittels Heizstab nachheizen muss? Bzw. kann mittels des Kamins evtl. ein Großteil der Heizlast bei großem Frost „abgepuffert“ werden?
- Ist es sinnvoll den RGK so tief wie möglich im Bereich des Grundwasser zu verlegen oder hat man den gleichen Effekt, wenn man diesen oberhalb des Grundwasser verlegt… Die Tiefen der Slinkies im Entwurf sind aktuell bei 2m.
- Da wir unser Regenwasser auf dem Grundstück versickern wollen, hatte ich die Idee dies oberhalb der Slinkies zu machen. Lohnt sich der Aufwand oder macht sich das ganze eher nicht bemerkbar? In welcher Tiefe sollte man die Versickerungsrohre ggf. verlegen?

Das sind fürs erste auch erstmal meine Fragen. Ich hoffe ihr nehmt mir meine letzten Zweifel. ;)

Ich freue mich auf eure Hinweise und Anregungen.

Vielen Dank schonmal. 😊

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 14.05.2019 23:12:05
2
2784660
Hallo bobbel85,

das Grundstück und Verlauf ist für eine Erschließung ausreichend groß.
Eine Verlegung im Grundwasserbereich ist verlockend, würde aber wegen erhöhter Einsturzgefahr nicht machen und auch nicht notwendig.
Eine Regenwasserversickerung ist bei den Bodenverhältnissen relativ einfach um zu setzen, man kann kokosummantelte Drainrohre über den gesamten Grabenverlauf einlegen. Wegen der Breite des notwendigen Grabens würde ich hier zwei Rohre einlegen, Verlauf und Höhe sollte man sich seperat genauer ansehen.

Vorschlag:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=IzstjxJywzHYGbjIHqlc

Was ich anraten würde und glaube dies bisher noch nie gemacht zu haben, bitte prüfe und verbessere möglichst deine U-Werte, denn 0,31 ist absolut nicht zeitgemäß.
Unter der Bodenplatte gehört z.B. Glasschaumschotter wenn man eine Abneigung zu XPS hat, außerdem muss man zeitgemäß eine Randdämmung außen anbringen!
Im Dachbereich kann man relativ leicht und kostengünstig sehr gute U-Werte erzielen.

Wolfgang

Verfasser:
winni 2
Zeit: 15.05.2019 16:54:43
0
2784919
Ich würde folgenden Vorschlag machen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=M3ipIWZFINnS4xRSIPPQ

Der Kollektor sollte möglichst vor dem Hausbau fertiggestellt werden,
weil es sonst, je nach Situation der Nachbargrundstücke, mit der Lagerung
des Aushubs schwierig würde.

Hoffentlich gibt es mit dem hohen Grundwasserstand keine Probleme.
Da wird öfters bei der Genehmigung des Vorhabens 1 Meter bindiger
Boden zwischen Kollektor und Grundwasser verlangt.

Grüsse

winni

Verfasser:
bobbel85
Zeit: 16.05.2019 08:10:01
0
2785128
Guten Morgen Wolfgang und Winni,

vielen Dank für eure Hinweise und Vorschläge. Da hab ich wohl zu sehr in eine "tiefe" Richtung gedacht.

@Wolfgang: Das Problem mit den U-Werten werde ich mal bei unserem Bauträger ansprechen und schauen was sich da evtl. noch machen lässt. Und was genau meinst du mit "Verlauf und Höhe sollte man sich separat genauer ansehen"? Hast du einen guten Tipp wo ich mich zu dem Thema Regenwasserversickerung genauer belesen kann? Finde auf die schnelle nichts wirklich aussagekräftiges (meist nur was zur Rigolenversickerung).

@winni: Ja der RGK soll noch vor dem Hausbau verlegt werden, ansonsten würde es wahrscheinlich wirklich sehr eng auf dem Grundstück werden. Das Problem mit dem Grundwasser hab ich jetzt auch schon ein paar mal hier im Forum gelesen. Mal gibt es keine Einwände und das andere mal stellen sie sich komplett quer. Crink hatte dazu mal in einem Beitrag paar Tipps gegeben, wie man den Behörden die "Angst" nehmen kann (siehe Beitrag vom 29.12.2018 21:01:08).
Noch eine kurze Frage zu deiner Planung. Das letzte gerade warme Stück ist bei 2m verlegt. Ist das aufgrund der Überbauung oder spielt die keine Rolle und ich kann die Rohre auch bei 1,7m verlegen? Evtl. Probleme aufgrund von gefrorendem Boden sind ja bei sandigem Boden nicht geben wenn ich das richtig verstanden habe.

Mal noch eine andere Sache, könnt ihr mir erklären, wieso ein gerade Kollektor mit einem Rohr unterschiedliche Heizleistungen hat, wenn man die Grabenbreite verändert? Die Änderung ist zwar nur marginal, aber physikalisch lässt sich das doch nicht erklären oder? Oder ist das ein Bug?

Vielen dank nochmal

Verfasser:
crink
Zeit: 16.05.2019 08:21:53
0
2785135
Moin bobbel,

unterhalb der Garage ist die gerade Verlegung in 2 m Tiefe narrensicher. Am warmen Ende im Sandboden bei ausreichend dimensioniertem Kollektor kannst Du auch gerne 1,5 m Tiefe draus machen - aber wenn da sowieso schmal gebaggert wird ist die Tiefe egal, da der Graben an der Stelle nicht betreten und das Rohr einfach von oben aus reingeschmissen wird. An dieser Stelle liefert die zusätzliche Tiefe noch ein wenig mehr Sicherheit und ein wenig mehr Wärme.

Die Veränderung der Grabenbreite bei geradem Rohr führt zu unterschiedlicher Leistung. Das hat weniger offensichtliche Gründe. Da die Leistungsabminderung durch Terrassen, Einfahrten usw. anteilig abhängig von der gesamt erschlossenen Fläche errechnet wird liefert ein breiteres gerades Teilstück anteilig mehr erschlossene Fläche ohne Versiegelung, so dass die Gesamtleistung steigt. In der Praxis kommt das zumindest bei Nutzung von mehr als einem Rohr auch hin, da durch den breiteren Graben die Rohre weiter auseinander liegen und in der Tat mehr Erdreich erschlossen wird.

Viele Grüße
crink

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daniel19 schrieb: Das hört sich doch schonmal gut an solche Werte wie unten ;) Der Kessel ist schon längers defekt, aktuell haben wir nochmals so ein Dichtmittel reingefüllt .... MAG ist erst erneuert wurden .. Aktuell...
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