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10-11cm Aufbauhöhe für FB Heizung
Verfasser:
Antonella
Zeit: 30.03.2019 11:40:57
0
2769118
Hallo und guten Tag,

wir haben in unserem Haus Baujahr 68, im Wohnzimmer, Küche und Esszimmer die Fliessen und den Estrich raus und entsorgt.

Nun hätten wir ca. 10-11cm Platz Aufbauhöhe für Dämmung, Fussbodenheizung und Bodenbelag/Fliessen.

Was haltet Ihr davon?

Kann man das was sinnvolles mit machen?

Unter den Zimmern befindet sich der Keller, der beheizt werden kann, es sich aber nicht lohnt, weil wir die Räume unten nur sehr selten nutzen.
Auf jeden Fall wollen wir die Kellerdecke mit ca.10 cm PUR dämmen.

Bitte um Eure gut gemeinten Tips und Ratschläge.

Danke und liebe Grüsse,
Antonella

Verfasser:
winni 2
Zeit: 30.03.2019 12:33:39
0
2769134
Hallo Antonella,

zusammen mit der Kellerdeckendämmung kannst Du mit der Aufbauhöhe
gut arbeiten, denke ich. 4 cm Dämmung, 6 cm Estrich mit Belag.

Die Kellerwände wirken als Wärmebrücken und es wäre gut, wenn man
die noch noch so 30 - 40 cm von der Deckendämmung mit 4 cm Dämmung
runter dämmt (Dämmmschürze).
Eine Perimeterdämmung aussen im Erdreich würde auch noch gegen
Wärmeverluste helfen.

Grüsse

winni

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 30.03.2019 12:34:27
0
2769135
Wenn 100mm PUR unter die Kellerdecke geht und zudem draußen an der Außenwand rings ums Haus die Dämmung weit genug bis unterhalb der Kellerdecke heruntergezogen ist, dass so gut wie keine Wärmebrücke zu erwarten ist, dann sollte es im Erdgeschoss mit ähnlichem Aufbau funzen, wie es bei uns vor knapp 20 Jahren realisiert worden ist.

Bei uns sind auf der Erdgeschossbetondecke 40mm starke beidseitig alukaschierte PUR-Platten ausgelegt worden, auf die 17x2mm PE-Rohr direkt getackert ist und im Stich gut 70 mm CA-Fließestrich verbaut wurde.

Sieht im Schnitt übrigens so aus:

(Bildquelle)

Verfasser:
Antonella
Zeit: 30.03.2019 13:06:52
0
2769145
Hallo Ihr beiden,

vielen Dank für die schnelle Antwort.
Ja, das habe ich mir schon gedacht, lese ja immer fleissig mit, was Ihr so schreibt! :)

Das Haus wollen wir aussenrum ausbuddeln und komplett dämmen, bis runter zur Bodenplatte.
Wobei eine Seite wäre dann nicht gedämmt, weil da direkt unsere Terrasse ist.
Meint Ihr das macht viel aus?

Ein Heizungsbauer hat uns ein Trockensystem vorgeschlagen.

Da wären die Verbundrohre in Fertigplatten aus 3cm dickem Styropor und Alu Wärmeleitblechen drin, mit einem Rohrabstand von 12,5cm.
Auf die Platten kämen dann 2cm dicke Trockenestrichplatten.
Hätte für mich den Vorteil, dass der Aufbau nicht so hoch wäre und ich keinen Nassestrich bräuchte, der dann erst wieder über Wochen trocknen müsste, sodern sofort mit Fliessen belegbar wäre.


Was haltet Ihr von dem System.

Der Heizungsbauer meinte ehrlicherweise selber, das man wohl den Unterschied zu einer "echten" Fussbodenheizung spüren würde, da man die Temperaturunteschiede innerhalb der 12,5cm, mit den Füssen, spüren würde.


Über diesen Nachteil habe ich aber bisher noch nirgends etwas gelesen und ich habe mich wirklich sehr bemüht etwas zu finden.


Ausserdem würde ich trotzdem noch Mal 3cm PUR unter die 3cm hohen Styropor-Fertigplatten legen, hätte dann eine noch besser Dämmung, oder?


Und käme auch nur auf 9-10cm Aufbauhöhe.


Was haltet Ihr davon?


LG

Verfasser:
JoRy
Zeit: 30.03.2019 15:05:45
0
2769168
Man muss nicht unbedingt mit so hohen Estrich-Massen arbeiten.
5 cm CA-Anhydrid langen bist zu 80 m2 am Stück allemal.
Wenn man auf die Dämmung Estrichmatten auslegt (geclipst oder verrödelt)
langen sogar 4 cm mit Sicherheit.
Das haben wir oft gemacht und im Denkmalschutz mit schiefen Böden sind wir dann sogar auf 1-2 cm Rohrüberdeckung runter.
Hat nie Probleme gegeben.

Gruß JoRy

Verfasser:
winni 2
Zeit: 30.03.2019 19:34:50
1
2769226
Ich halte diese Trockensysteme für zweite Wahl, wenn es nicht auf
den letzten cm Aufbauhöhe oder Gewicht ankommmt.

Weil teuerer in Material- und Arbeitskosten und weniger stabil.
Z.B. grossformatige Fliesen würde ich mich nicht trauen darauf zu
verlegen.

Ich würde in Deinem Fall einen normalen Estrich verlegen lassen.

Grüsse

winni

Verfasser:
gnika7
Zeit: 30.03.2019 22:04:33
1
2769251
Hi,

ich sehe es so wie winni, mit normalen Estrich kommst du günstiger hin und vermeidest viele Probleme. Ich würde Zement-Fliessestrich dem Calciumsulfatestrich bevorzugen.
Nassestrich hat auch den Vorteil, dass man Puffermasse hat.
Wenn Trocknungszeit ein Thema ist, kann man den Aufpreis für Zusätze zahlen, dann ist der Estrich früher belegereif. Ist trotzdem günstiger als Trockenestrich...

Grüße Nika

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 31.03.2019 08:04:16
0
2769286
Es braucht definitiv keine 7 cm CA-Estrich, wenn druckstabile Dämmung und Armierungsmatten verbaut werden, aber bei uns ist es damals wegen Fehlinformationen eben so gemacht worden.

Ist m. M. n. bzgl. der Nutzung als wasserführende Wärmeaustauschfläche aber auch nicht von Nachteil, dass bei uns pro qm etwa 100 kg Speichermasse auf der Dämmung liegen.

Würde im Fall des Themenstarters, mit heutigem Wissen, selbst min. 50 mm dicke beidseitig alukaschierte PUR-Platten nehmen und den CA-Estrich mit max. 50 mm Stärke einbauen lassen.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 31.03.2019 10:33:15
0
2769320
Zitat von JoRy Beitrag anzeigen
Man muss nicht unbedingt mit so hohen Estrich-Massen arbeiten.
5 cm CA-Anhydrid langen bist zu 80 m2 am Stück allemal.
Wenn man auf die Dämmung Estrichmatten auslegt (geclipst oder verrödelt)
langen sogar 4 cm mit Sicherheit.
Das haben wir oft gemacht und im Denkmalschutz[...]


Josef,
deine praktische Hinweise sind für einige eine sehr gute Hilfe denn diese vermitteln die Machbarkeit. Möchte an meinen 3FMH einige Verbesserungen umsetzen. Eine FBH in einem Bad mit knapp 4cm Fließestrich hielt ich für zu gering, also etwas mehr als 2cm Überdeckung. Vielen Dank++
Wolfgang

Verfasser:
Antonella
Zeit: 05.05.2019 12:30:35
0
2780291
Hallo und guten Tag Ihr Lieben,

wir sind jetzt schon einen Schritt weiter ( Wie nehmen 4cm doppelseitigalukaschiertes PUR und darauf 5cm Calziumdingsbums Estrich ) und ich habe wieder ein paar Fragen zur Fussbodenheizung.

Wir haben insgesamt 3 Räume die gemacht werden sollen.

1. Wohnzimmer, mit ca. 32qm ( 2 Heizkreise mit 15cm Verlegeabstand, ok ? )
2. Küche/Esszimmer mit ca 28qm ( 2 Heizkreise mit 15cm Verlegeabstand, ok ? )
3. Flur mit ca. 18qm ( 1 Heizkreise mit 15cm Verlegeabstand, ok ? )



Wie wäre für Euch der beste Verlegeabstand für die Fussbodenheizung für unser Objekt?


Jeder erzählt uns was von 15cm Verlegeabstand und an der grossen Hebeschiebetüre im Wohnzimmer sollen wir ein paar Schlaufen mit 10cm Verlegeabstand einbauen, das würde reichen, bzw. wäre optimal?

Wir bekommen am 13.05. eine Vissmann Vitodens 300 Gasbrennwerttherme mit 19kw Leistung.

Wie gesagt, das Haus ist momentan ungedämmt, BJ 1968, soll aber in den nächsten 3 Jahren zu einem KFW 85 Haus gemacht werden, mit Aussendämmung, Dachdämmung und Kellerdämmung.


Bitte um Eure Hilfe.

Besten Dank,

Antonella

Verfasser:
winni 2
Zeit: 05.05.2019 13:53:51
3
2780320
Hallo Antonella,

Die Heizkreise werden mit Strecke zum Verteiler meiner Meinung nach
zu lang für einen niedrigen Druckverlust.
Ich würde in Wohnzimmer und Küch einen Heizkreis zulegen und dann
entsprechend enger verlegen.
Im Flur kommen ja wahrscheinlich noch die Anbindestrecken zu den
Räumen dazu.

Aber besser wäre es, das würde alles berechnet werden...

Grüsse

winni

Verfasser:
hanssanitaer
Zeit: 05.05.2019 14:51:56
1
2780335
Bei 15cm Verlegeabstand gehen pro qm etwa 6,6m Rohr drauf.
Bei 10cm Verlegeabstand 10m.

32qm mit 15er Abstand macht also 213m Gesamtlänge, auf zwei Kreise geteilt 107m pro Kreis zzgl Anbindeleitung. Das ist definitiv zu lang.

Ich würde mindestens mit 10m/qm kalkulieren und demnach 3 Kreise in die 30qm Räume machen. Eventuell sogar 4 Kreise und eher Richtung 80m Rohrlänge planen. Die Mehrkosten entstehen quasi ausschließlich am längeren Verteiler, aber dafür dauerhaft reduzierte Pumpenleistung und somit geringeren Behelfsstromverbrauch.

Die 'heißen" Vorläufe aller drei/vier Kreise erst vor den Fenstern bzw den Außenwänden vorbeilegen.

Flur braucht, wenn innenliegend und die Anbindeleitungen dort durchlaufen, meist gar keinen eigenen Heizkreis. Ansonsten müssen die durchlaufenden Anbindeleitungen gedämmt (oder zumindest in Wellschläuche verpackt) werden, sonst ist die Raumtemperatur im Flur nicht regelbar.

Verfasser:
Antonella
Zeit: 09.05.2019 08:04:18
0
2781588
Hallo winni und hanssanitaer,

vielen Dank für Eure Hilfe, Ihr habt mir wirklich sehr geholfen und wir werden versuchen das umzusetzen.

Wir sind momentan total im Baustellenstress, Arbeiten bis spät Abends, damit alles gelingt, deswegen auch die etwas zeitverzögerte Antwort bzw. das Danke ( aber dafür mit Nachdruck! )


Vielen lieben Dank noch Mal und bis zum nächsten Mal.


Antonella :)

Verfasser:
Antonella
Zeit: 16.05.2019 20:15:11
0
2785409
Hallo und guten Abend zusammen,

eine Frage hätte ich noch, da mich ein Bekannter gerade verunsichert hat.

Er meinte 15cm Rohrabstand wäre mehr als ausreichend, 10cm würde dann viel zu warm werden!

Kann denn so etwas passieren/sein???

Wir haben jetzt seit Montag die neue Gasbrennwerttherme drin ( Vissmann Vitodens 300, mit 19 KW ) und wollten uns nächste Woche eigentlich die Rohre verlegen lassen.

Jetzt weiss ich aber wieder nicht mit welchen Abstand?

Bitte um Unterstützung.

Liebe Grüsse,
Antonella

Zeit: 16.05.2019 20:53:00
0
2785418
Hallo Antonella,

wenn's zu warm wird, drehst du die Heizkurve/Vorlauftemperatur runter ;-)

LG Rudi

PS.: womit werden eigentlich die anderen Räume erwärmt? Heizkörper?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 17.05.2019 06:53:05
0
2785482
Zitat von Antonella Beitrag anzeigen
... eine Frage hätte ich noch, da mich ein Bekannter gerade verunsichert hat.

Er meinte 15cm Rohrabstand wäre mehr als ausreichend, 10cm würde dann viel zu warm werden!
Solltest Deinem Bekannten sagen er soll zu Arzt gehen und sich von dem unbedingt untersuchen lassen!

Natürlich wird sich die thermische Energieabgabe- bzw. -austauschfähigkeit der wasserführenden Wärmeaustauschfläche "verbessern", wenn die Rohre mit geringerem Verlegeabstand im Estrich liegen.

Der Trick ist dann, dass das mittlere Heizwassertemperaturniveau niedriger gefahren werden kann, um eine bedarfsgerechte Raumtemperierung zu realisieren.

Das ist optimal für Brennwert und Selbstregeleffekt!


Wichtig ist aber - dass die Leistungsfähigkeit der jeweiligen Heizflächen so passend wie möglich untereinander zu den einzelnen Raumheizlasten abgestimmt werden!


😉

Verfasser:
Antonella
Zeit: 17.05.2019 14:44:36
0
2786643
Hallo Ihr beiden, lowenergie und Meinereinerheisstrudi

vielen Dank für die weitere Unterstützung, hört sich plausibel an, werde es wohl doch so machen mit den 10cm Verlegeabstand!

@Meinereinerheisstrudi:

3 Räume beheize ich mit 3 Split Klimaanlagen, das Bad mit einem Heizlüfter.

Aber auch da soll eine Fussbodenheizung verlegt werden, nachdem wir mit unserer ersten Baustelle fertig sind, schliesslich müssen wir auch irgendwo noch leben.

Bis die Tage... .

Danke und liebe Grüsse :)

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