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was bringt C02 Besteuerung
Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2019 09:28:32
1
2786984
Woher die -25% CO2?

764 zu 474 g (siehe hier: https://www.umweltbundesamt.de/themen/co2-emissionen-pro-kilowattstunde-strom-sinken)
sind 38 bzw 61% je nachdem was man als 100% ansetzt.
Der nicht gemessene PV-Strom bedeutet nur dass weitere Enerie (aus anderen sekttoren...) durch Strom ersetzt wurde der keinen CO2-Ausstoss evrursacht.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2019 09:47:13
1
2786988
Zitat von Karl Napf Beitrag anzeigen
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]


Ah geh weiter ;-). Wieviel von deinen 60% bleiben denn *real* in der Wirklichkeit tatsächlich über alle Altlasten über ?

Das ganze Geeier und die Gängelung der Normalbürger könnte man sich sparen bzw. wesentlich gelassener angehen, wenn man die (Stückzahl darfst selber[...]

Nun, die "nicht regelbaren Altanlagen" sind AKW sowie KWK, Braunkohle ist inzwischen so weit nachgerüstet dass auch der älteste Braunkohleblock der Residuallast sehr eng folgen kann - nur unwesentlich schlechter als der Dampfteil eines GUD. Gute Ingenieursarbeit, vor der ich meinen Hut ziehe, aber eben nicht wirklich CO2-senkend.
Das wichtige beim Thema GuD ist, dass wenn man Gasthermen durch WP ersetzt und das Gasstattdessen verstromt, dies deutlich weniger CO2 emittiert - und den Einsatz von mehr EE im gleichen Stromnetz (Netzausbau) erlaubt.
Damit mehr Gaskraftwerke und EE-Erzeugung statt Kohlekraftwerke genutzt werden, müssen die externen Kosten internalisiert werden. Wofür es eben eine CO2 Abgabe in irgendeiner Form braucht. Die diese Kosten mindestens teilweise intenalisiert.

Verfasser:
wpibex
Zeit: 19.05.2019 10:14:25
0
2786996
<Nun, die "nicht regelbaren Altanlagen" sind AKW>
Behauptung gegen die Info vom Reaktorphysiker von KKP-2:
"Wir verdienen heute unser Geld mit Regelenergie."
Das gleiche hatte ich 2009 in Gundremmingen vom Chef gehört und gesehen:
Die negativen Spitzen im Jahreslastdiagram waren mit übergroßen Windstromangebot
verbunden.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.05.2019 11:02:05
1
2787011
Zitat von Karl Napf Beitrag anzeigen
Wie war das mit den Pflöcken einschlagen ?

Ach noch eins ... so von wegen "Fachleuten, Abgaben und Steuern". Nicht von mir sondern von viel helleren Leutchen der Republik als ich nämlich von : BDH "Verband für Effizienz und erneuerbare Energien" (sagt Google)

/Zitat aus Positionspapier Sektorkopplung Strompreis 2017

Neben höherem Planungsaufwand und Anschaffungskosten ist das gravierendste
Hemmnis für die Durchsetzung dieser zentralen Sektorkopplungstechnologie im
Gebäudebereich der zu hohe Strompreis. Dieser ist von 2006 bis 2016 um rund 64
% gestiegen. Diese Entwicklung ist vor allem auf das Anwachsen staatlich regulierter
Steuern, Abgaben und Umlagen zurückzuführen, die mittlerweile rund 75 % des
Wärmepumpen-Strompreises bestimmen.


[...]


Das ist auch ziemlich genau die Position des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP), der den deutschen Wärmepumpenmarkt kennen dürfte.

Es zieht sich wie ein roter Faden durch das Forum, das eine hier aktive kleine Fraktion von Wärmepumpenfans den Markt abweichend beurteilt.

Dietmar Lange

Verfasser:
de_koepi
Zeit: 19.05.2019 11:23:30
3
2787016
Nein, diese kleine Fraktion rechnet nach und sagt lediglich, das WP immer noch besser ist, auch wenn der Strompreis im Vergleich zu anderen Energiequellen übermäßig belastet wird. Dies wird _noch_ besser, wenn die Sektorkopplung und übergreifende CO2-Bepreisung kommt.

Zeigt also, dass das weniger egoistische Menschen sind. Und nun? Einfach wieder als linksgrün-versifft beschimpfen? Oder was soll das für ein Argument sein? Was soll mir das sagen?

Verfasser:
delta97
Zeit: 19.05.2019 11:28:17
1
2787019
Das Problem sind die Energiewende VerhinderInnen. Und zwar die, die am Ruder sitzen. Eine CO2 Abgabe ist schon längst überfällig. Das ist ein GroKo Problem: Verzögern / verunmöglichen / verhindern bis 2050. Nur um die fossilen Pfründe & Wählerstimmen so lange wie möglich am Leben zu erhalten. Nach dem Motto die Umwelt ist mir scheissegal.

Manchmal muss man über den Tellerrand, sprich Landesgrenzen, hinausschauen. Wer EE heute noch nicht begriffen hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Irgendeinmal ist Schluss mit erklären. Beiträge hier sind wie Sand am Meer & Gruss delta97

PS (m)eine 15 kW WP substituiert seit Dez 2018 ca 6ooo l HEL

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.05.2019 11:42:00
2
2787023
Zitat von de_koepi Beitrag anzeigen
Nein, diese kleine Fraktion rechnet nach und sagt lediglich, das WP immer noch besser ist, auch wenn der Strompreis im Vergleich zu anderen Energiequellen übermäßig belastet wird. Dies wird _noch_ besser, wenn die Sektorkopplung und übergreifende CO2-Bepreisung kommt.

Zeigt also, dass das weniger egoistische Menschen sind. Und nun? Einfach wieder als linksgrün-versifft beschimpfen? Oder was soll das für ein Argument sein? Was soll mir das sagen? [...]


Die letztgenannte politische Bewertung anderer Meinungen gehört nicht zu meinem Wortschatz.

Ich habe auch noch nie einen Anwender von Wärmepumpen beschimpft.
Ich respektiere die persönliche Entscheidung über eine Hauswärmeversorgung ohne wenn und aber.

Mich interessiert die Frage, wie wird sich die Masse der deutschen Bauherren und Hauseigentümer in Zukunft entscheiden, wenn Strompreise steigen und die Baugesetzgebung eine andere ist.

Die hier aktive kleine Wärmepumpenfraktion geht offensichtlich davon aus, dass ihre Beweggründe in Zukunft von immer mehr Menschen auch so gesehen werden und daher ihre eigenen Prognosen zutreffen müssen.

Davon abweichende Prognosen werden dann sehr oft heftig in Frage gestellt.

Dietmar Lange

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2019 11:46:05
0
2787025
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
<Nun, die "nicht regelbaren Altanlagen" sind AKW>
Behauptung gegen die Info vom Reaktorphysiker von KKP-2:
"Wir verdienen heute unser Geld mit Regelenergie."
Das gleiche hatte ich 2009 in Gundremmingen vom Chef gehört und gesehen:
Die negativen Spitzen im Jahreslastdiagram[...]

Dazu gibts Untersuchungen von FRaunhofer - die negativen Preisspitzen korrelieren meist mit Fehlprognosen der LAst während nur schlecht regelbare Kraftwerke am Netz sind (AKW, KWK)
AKW sind nahe Vollast mit im passenden Alter befindlichen Brennstäben einigermassen regelbar, können aber nicht schnell zu kleiner Teillast herunterfahren und dann wieder hochfahren (Xenonvergiftung), das geht nur über Tage. Weswegen die AKW- betreiber ja auch die negativen PReise voll mitnehmen, statt runterzuregeln und die Lieferverträge mit zugekauftem Strom erfüllen. Die Vorgaben für den Betrieb scheinen sich aber geändert zu haben, während früher gnadenlos mit Vollast durchgefahren wurde eird heute bei länger hohem Windangebot auch mal abgeregelt - mit entsprechenden Rampen.
negative PReise gab es übrigens schon vor dem EEG....

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 19.05.2019 12:10:10
1
2787034
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
CO2-Besteuerung vs. (Ausweitung des) CO2-Zertifikatehandels - Grundlagen, Vorteile, Nachteile, Alternativen

[...]

Während bei der CO2-Steuer aus finanziellen Gründen auf CO2-reiche Produkte ggf. verzichtet werden muss, können im Zertifikatehandel die Industrien mit mittleren Substitutionskosten diese Reduktion vornehmen, so dass das CO2 dort eingespart wird, bei Industrie_Worst die Preise jedoch weniger ansteigen.

...

Das größte Poblem besteht aber darin, dass wenn zu viel Zertifikate auf den Markt gebracht werden (z.B. zu große Menge an Freiexemplaren), dann kann die Steuerungswirkung ggf. komplett zusammenbrechen, weil der Preis nicht hoch genug wird, wie in der Vergangenheit bereits festgestellt werden musste.

Hallo Nicole,

schöne und sachliche Zusammenfassung der aktuellen politischen/wissenschaftlichen Diskussion. Unterscheidet sich wohltuend von der Mehrheit der Posts in den letzten Tagen hier. Dafür einmal Daumen hoch.

Das Problem mit den zu großen Mengen an Zertifikaten war real, der Fehler liegt nicht im System, sondern in fehlenden Mathematikkenntnissen derjenigen, die die Menge an Zertifikaten festgelegt hatten...

Mir fehlt sowohl in der Politik als auch in der Wissenschaft der klar erkennbare Wille, Strom billiger zu machen, um eine Lenkungswirkung zu erreichen.

Habe dazu - weil es mehr ums EEG als um die CO2-Steuer geht - ein neues Thema aufgemacht. Freue mich da gerne auf sachdienlichen Input.

Kostenneutrale Umfinanzierung der EEG-Umlage fördert Innovation und gibt Anreize zur CO2-Vermeidung

Grüße
Stefan

Verfasser:
de_koepi
Zeit: 19.05.2019 12:24:01
1
2787038
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Mich interessiert die Frage, wie wird sich die Masse der deutschen Bauherren und Hauseigentümer in Zukunft entscheiden, wenn Strompreise steigen und die Baugesetzgebung eine andere ist.

Die hier aktive kleine Wärmepumpenfraktion geht offensichtlich davon aus, dass ihre Beweggründe in Zukunft von immer mehr Menschen auch so gesehen werden und daher ihre eigenen Prognosen zutreffen müssen.


Es freut mich, dass in dem Kontext mal nicht der beschimpfende Vorwurf gemeint ist, sondern nur eloquent umschrieben ideologische Verblendung als Anwurf kommt.

Die Preise fossiler Brennstoffe werden steigen. Wir sehen das aufgrund weltpolitischer Lage gerade jetzt schon. Das kann sich aber jederzeit noch mal ändern. Dagegen steht, dass die Politik ein fruchtbares Thema in der CO2-Bepreisung gefunden hat. Gegen eine Steuer sind zwei Drittel der Menschen, aber gegen eine Bepreisung hat keiner was - es geht hier um die Wortklauberei - fast alle sehen ein, dass ein "weiter so" bezüglich CO2-Ausstoß nicht gehen kann.

Wenn nun die Primärenergiepreise hoch gehen, stehen Wärmepumpen mit dem Hebel "kostenlose Umweltenergie" sehr gut da. Und das auch dann noch, wenn auch der Strom dadurch teurer würde.´

Das kann man doch nicht einfach ausblenden. Die Erfahrung zeigt doch, dass derartige Situationen, wo ein Thema die Bürger bewegt, tatsächlich zu (meist blindem) Aktionismus führen. _Die Bepreisung kommt_. Jetzt erst recht.

Das als ideologische Spinnerei abzutun, halte ich für kurzsichtig.

Verfasser:
wpibex
Zeit: 19.05.2019 12:45:20
1
2787046
ohne eeg, aktuelle "CO2-Steuern",... lägen unsere Heizkosten bei <1000€ pro Jahr
und unsere Mieter würden Heizkosten von ~15€/Monat bezahlen.
Diese Zahlen zeiigen, wie unnütz die ganze Diskussion ist.

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 19.05.2019 14:20:44
0
2787077
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Woher die -25% CO2?
Nimm den absoluten CO2-Ausstoss der Energieversorung.
1990 knapp 360Mio Tonnen CO2; 2017 fast 280Mio Tonnen. Quelle: Umweltbundesamt.
(Sollte bei 40% EE eigentlich 215t sein)

Den Wert pro kwh kannst du in die Tonne treten, weil der Mehrverbrauch (u.a. von Wechslern) die ganzen Erfolge durch EE hintergeht.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2019 14:29:16
0
2787081
Nein, den Wert in g/kWh kann man absolut nicht in die Tonne treten, denn wenn. z.B. alle Heizung, industrie, verkehr elektrisch laufen und der Ausstoss im Strombereich bei 250 Mio t bleibe, hätten wir insgesamt eine 66% CO2-Minderung obwohl nach deiner zählart es keine CO2 Minderung gäbe. Ebenso wenn D immer mehr Strom exportiert und entsprechend im Ausland Kohleblöcke zu machen und kein CO2 mehr produzieren.
Dem Klima iast es wurst ob das CO2 aus der Stromerzeugung, aus dem Verkehr oder der Heizung stammt, ebenso ob das CO2 aus den Niedelanden, aus Polen oder aus Deutschland stammt.
Entsprechend ist der Entscheidende Wert der Wert in gCO2/kWh, sowie die Summe über alle Sektoren und im Zweifel weltweit.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 19.05.2019 16:15:18
0
2787102
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]

Das Problem mit den zu großen Mengen an Zertifikaten war real, der Fehler liegt nicht im System, sondern in fehlenden Mathematikkenntnissen derjenigen, die die Menge an Zertifikaten festgelegt hatten......]

Nein, der Fehler liegt im System, das perfekt dafür geeignet ist dass Politiker Geschenke verteilen können. Man hätte einfach ein Zielkorridor vorgeben können, und wenn dieser nicht eingehalten wird, werden die Zertifikate stärker verknappt bzw. Mindestpreis stärker angehoben.

Grüße

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 19.05.2019 16:58:04
0
2787114
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
[...]

Nein, der Fehler liegt im System, das perfekt dafür geeignet ist dass Politiker Geschenke verteilen können. Man hätte einfach ein Zielkorridor vorgeben können, und wenn dieser nicht eingehalten wird, werden die Zertifikate stärker verknappt bzw. Mindestpreis stärker angehoben.[...]

Das System beruht darauf, dass Zertifikate in der Menge vergeben werden, die dem Zielkorridor entspricht.
=> Der Zielkorridor war zu hoch angesetzt oder die Anzahl der Zertifikate war falsch angesetzt.

Für die Verteilung von Geschenken durch Politiker ist eine reine CO2-Bepreisung besser geeignet als ein Zertifikatehandel - es gibt mehr Gestaltungsspielräume und keine feste Obergrenze wie bei den Zertifikaten.

Grüße
Stefan

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 19.05.2019 17:32:24
1
2787125
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von de_koepi Beitrag anzeigen
[...]


Die letztgenannte politische Bewertung anderer Meinungen gehört nicht zu meinem Wortschatz.

Ich habe auch noch nie einen Anwender von Wärmepumpen beschimpft.
Ich respektiere die persönliche Entscheidung über eine Hauswärmeversorgung ohne wenn und[...]



"Mich interessiert die Frage, wie wird sich die Masse der deutschen Bauherren und Hauseigentümer in Zukunft entscheiden, wenn Strompreise steigen und die Baugesetzgebung eine andere ist."


Hier wird mit steigenden Strompreisen fsntasiert .
Für steigende Gaspreise gibt es viel mehr Gründe für Preiserhöhungen wie für strompreiserhöhungen ..
Was passiert denn wenn die Strompreise fallen und gleichzeitig die Gaspreise steigen ?

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 19.05.2019 17:44:33
0
2787129
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Entsprechend ist der Entscheidende Wert der Wert in gCO2/kWh, sowie die Summe über alle Sektoren und im Zweifel weltweit.
Dem Klima ist der Wert pro kWh egal.
Es kippt beim Absolutwert von CO2 in der Atmosphäre.

Selbst wenn der Wert/kWh nur ein tausendstel des aktuellen Wertes ist und man dann stattdessen die 1001 fache an Energie (gemessen in kWh) braucht, kippt das Klima.

Diese x/kWh ist wieder mal eine übliche Schönrechnerei.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 19.05.2019 17:55:43
0
2787135
Alle Haushalte auf Wärmepumpe mit PV umstellen und das bis jetzt benötigte Gas verstromen . Kohlekraftwerke schließen ,, die dreckigsten zu erst .

Was macht dann der Gesamt co2 Ausstoß ?

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 19.05.2019 18:11:27
0
2787140
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Alle Haushalte auf Wärmepumpe mit PV umstellen und das bis jetzt benötigte Gas verstromen . Kohlekraftwerke schließen ,, die dreckigsten zu erst .

Was macht dann der Gesamt co2 Ausstoß ?

Im Sommer und in der Übergangszeit sinkt er und in kalten Wintern steigt er und/oder die Bewohner frieren...

Was soll man auf so eine Frage antworten und was hat das mit dem Thema des Threads zu tun?

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 19.05.2019 18:31:44
0
2787146
Die PV-Gegenrechnung finde ich immer wieder witzig.
Der PV-Strom ist bei den 40% EE bereits berücksichtigt. Natürlich kannst du dir den PV-Strom nochmal persönlich zugute rechnen.
Wie immer stimmen die Schönrechenzahlen nur, wenn man solche Taschenspielertricks macht.


Unfug.
Von meinen 7.000 kWh decke ich etwa 50% direkt durch eigenen PV-Strom.
Ich beziehe also nur 3.500 kWh aus dem Netz, für Haushalt, Praxis, Heizung und Elektroauto. Und speise gut 20.000 kWh ein.

Nebenbei: Dein Zusatzverbrauch des E-Auto bei der Herstellung und im Betrieb würde ich nicht soooo herausstellen. Sieht klimatechnisch als Verhinderer des Fossilstromabbaus nicht so gut aus. (Das gehört wohl zu den 13% Strommehrverbrauch, torpediert also die Effizienzsteigerungen der anderen Stromverbraucher und der EE-Stromerzeuger).

Ich verhindere Fossilstromabbau?
Meine 20.000 kWh PV-Einspeisung verhindern die Verbrennung von einigen Tonnen Kohle.
Und trotz Mehrverbrauch durch Elektroauto und Wärmepumpe beziehe ich vermutlich weniger Strom aus dem Netz als du.

Das Elektroauto lade ich übrigens zu etwa 80% direkt mit PV-Strom.

Und du musst die Rechnung schon komplett machen.
Selbst wenn du meinen gesamten verbleibenden Strombezug mit dem Grenzstrom-CO2 von 750g berechnest kommt man auf 2,6 Tonnen.

Ich habe aber 30.000 kWh Erdgas gespart = mehr als 6 Tonnen.
Und ich verbrauche keinen Sprit mehr.
Das lässt du einfach unter den Tisch fallen.

Nimm den absoluten CO2-Ausstoss der Energieversorung.
1990 knapp 360Mio Tonnen CO2; 2017 fast 280Mio Tonnen. Quelle: Umweltbundesamt.
(Sollte bei 40% EE eigentlich 215t sein)

Den Wert pro kwh kannst du in die Tonne treten, weil der Mehrverbrauch (u.a. von Wechslern) die ganzen Erfolge durch EE hintergeht.


Selektive Erblindung?
Habe dir schon einmal geschrieben dass seit 1990 durch die EE 80 Milliarden kWh Atomstrom ersetzt wurden und dass außerdem seitdem statt Netto-Stromimport damals heute 50 Milliarden kWh exportiert werden.

Das sind die Gründe, warum der CO2-Ausstoß nicht viel stärker gesunken ist.

Grüße
Frank

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 19.05.2019 18:42:19
0
2787147
Sollte eine CO2-Steuer i.H.v. 25€/t eingeführt werden, würde Industrie_best zukünftig kein CO2 mehr emittieren, während die anderen nicht reagieren würden, weil eine Substitution von CO2 teurer käme, als die Steuer.

Sehr schöner Beitrag, Nicole.
Leider versagt der Markt oft und die erwarteten / berechneten Veränderungen treten nicht ein.
In der Industrie gibt es massenhaft Einsparmöglichkeiten mit kürzesten Amortisationszeiten von wenigen Jahren. Die werden trotzdem nicht umgesetzt, weil sie den Verantwortlichen nicht bewusst sind oder es ihnen gleichgültig ist, weil die Energiekosten nicht weh genug tun.

Habe ja ein Beispiel gebracht von einem örtlichen Betrieb, der auf seinem Dach Platz hätte für 4 MW PV und der damit sehr hohe Renditen erzielen könnte. Wird nicht umgesetzt weil eine interne Vorgabe sagt dass sich jede Investition in weniger als 2 Jahren amortisiert haben muss.

Ein Anstieg der Energiepreise wird trotzdem sehr viel bringen, noch mehr durch größeres Bewusstsein als durch den direkten finanziellen Hebel. Die aktuellen Energiepreise werden mehr oder weniger als unvermeidlich betrachtet. Eine zusätzliche Abgabe löst Vermeidungsreflexe aus.

Ich bin sehr für die CO2-Steuer. Fester Betrag mit einer definierten Rampe über mindestens 10 Jahre.
Bei Zertifikaten sehe ich die Gefahr des völligen Versagens viel höher, weil an zu vielen Stellschrauben manipuliert werden kann.

Grüße
Frank

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2019 18:56:42
0
2787153
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]
Dem Klima ist der Wert pro kWh egal.
Es kippt beim Absolutwert von CO2 in der Atmosphäre.

Selbst wenn der Wert/kWh nur ein tausendstel des aktuellen Wertes ist und man dann stattdessen die 1001 fache an Energie (gemessen in kWh) braucht, kippt das Klima.

Diese x/kWh[...]

Du ignorierst wieder allen CO2-Ausstoss ausserhalb des Strombereichs und der deutdchen grenzen. Wenn der CO2-Ausstoss im deutlschen Stromsektor konstant bleibt, aber dafür alle Sektoren und ganz europa mit Energie versorgt werdne haben wir das benötigte Ziel der 90% CO2-Reduktion erreicht,

Ergo muss man die absoluten Emissionen - global betrachten, und für die Richtung in die man alles entwickel will sind die Emissionen je kWh und was man je kWh machen kann das entscheidende. Sprich genaugenommen relevant sind g CO2 je kWh Exergie. Strom ist pure exergie.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 19.05.2019 19:10:38
0
2787156
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Sollte eine CO2-Steuer i.H.v. 25€/t eingeführt werden, würde Industrie_best zukünftig kein CO2 mehr emittieren, während die anderen nicht reagieren würden, weil eine Substitution von CO2 teurer käme, als die Steuer.

Sehr schöner Beitrag, Nicole.
Leider versagt der Markt[...]

beziehungsweise es kommt viel risiko in die Investition. Die zwei Jahres Vorgabe kommt meist aus überlegungen heraus, dass der Ertrag der Investition über längere Zeiträume als 2 Jahre ungewiss ist. Je sicherer ein PReis für die Zukunft ist, desto eher werden Investitionen mit langem Amortisationszeitraum durchgeführt.
Ich vermute allerdings das der PErsonalmangel auch in anderen Bereichen dazu füren wird dass man Investitionen in rationalisierungen mit längerem Amortisationszeiten tätigen wird. Einfach weil man muss.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 21.05.2019 08:28:56
0
2787624
Sers,

hier mal ein Beispiel aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, warum "Cap & Trade" versagt
Emissionsrechtehandel in Kalifornien in der Kritik

Grüße Nika

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 21.05.2019 09:27:47
0
2787639
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]
Du ignorierst wieder allen CO2-Ausstoss ausserhalb des Strombereichs und der deutdchen grenzen. Wenn der CO2-Ausstoss im deutlschen Stromsektor konstant bleibt, aber dafür alle Sektoren und ganz europa mit Energie versorgt werdne haben wir das benötigte Ziel der 90% CO2-Reduktion erreicht,[...]
Du ignorierst mal wieder die aktuellen Zahlen und argumentierst auf Basis einer "Annahme" (wenn->dann), die sich zumindest die letzten 20Jahre nicht eingestellt hat.
Nochmal zur Wiederholung: 40% EE-Strom; 13% Stromverbrauchzunahme aber nur 25% CO2-Reduktion.
Alleine schon der Umstieg von Nicht-Brennwert auf Brennwertheizung bringt aktuell mehr sichere CO2-Reduktion.

Wenn dann irgendwann mal alle Kohlekraftwerke abgeschaltet sein werden, dann ...

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