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Größe Luft-Wasser Wp
Verfasser:
Lexion
Zeit: 22.05.2019 05:07:20
0
2787937
Hallo , wir haben ein Weber Fertighaus (Baujahr 1997) mit einem Wärmebedarf zum Heizen laut Hersteller von 9923 kWh/a. Eine Heizlastberechnung habe ich nicht. Das Haus steht auf 750 m Höhe im Südschwarzwald - es wird im Winter schon mal Minus 15 Grad kalt - ist aber die Ausnahme. Bis jetzt wurde das Haus mit Elektronischen Nachtspeicheröfen geheizt. Nun haben wir eine Fußbodenheizung in den Estrich gefräst und wollen das Haus mit einer Luft - Wasser Wärmepumpe heizen und auch das Brauchwasser über diese erhitzen. Außerdem wir eine Photovoltaikanlage mit 10 kwp und 7,68 kw Stromspeicher installiert.

Leider gehen die Aussagen über die Größe der anzuschaffenden Wärmepumpe sehr stark auseinander. Reicht eine 6 kw Wp oder doch besser 9 kw ? Was meint ihr und wie sind eure Erfahrungen ? Danke für eure Hilfe

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 22.05.2019 05:35:01
0
2787938
10000 kwh/a sind 5 kW Heizlast

Wenn du eine gute Wärmepumpe nimmst die die 5kW auch bei -15 Grad liefert reicht ein 6kW Modell

Verfasser:
rman
Zeit: 22.05.2019 05:47:54
2
2787939
Wenn die Hydraulik passt (wie lang die Rohre, welche Rohre, wie viele Heizkreise) dann würde ich die Geisha nehmen und die BAFA Förderung (1500€ + 500€ wenn ein Boiler mit mind. 30l/kW installiert wird) nicht vergessen.

Es kann sein dass die WP an wenigen Tagen im Jahr den Heizstab zuschalten muss. Dennoch wird sich eure Stromrechnung mindestens dritteln.


Wenn Ihr aber euren PV Stromverbrauch maximieren wollt, wäre eine 9kW WP sinnvoller. Diese würde nur am Tage laufen. Bitte nur, wenn die Speichermasse des Hauses so gross ist, dass die Taktzeiten lange bleiben. Das sollte aber mit einer in Estrich gefrästen FBH kein Problem sein.

Die Batterie ist super um die Stromerzeugung von Stromverbrauch zu entkoppeln. Habt ihr eine Übersicht wie die Batterie im Winter geladen wird? Reicht der Strom um die WP über die Nacht zu bringen? Wenn meist ja, dann reicht eine 5kW.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 22.05.2019 05:59:06
1
2787941
Nehme an ihr habt das Haus neu gekauft?
Wie hoch ist der jährliche Wärmebedarf?
Das kann man recht gut ermitteln über den Zählerstand des Stromzählers.
Nehme an da ist noch der erste Zähler drin aus 1997. Wie hoch ist der Zählerstand für den Nachtstrom?

Damit kannst du dann die Heizlast näher eingrenzen. Die Verbrauchsangabe des Herstellers des Hauses ist zu ungenau.

Ihr habe nicht zufällig eine große Wiese neben dem Haus? Dann wäre eine Sole-WP mit einem Grabenkollektor eine preiswerte und hocheffiziente Alternative. LWP in 750m NN ist nicht ideal.

Statt 10 kW PV plus Stromspeicher würde ich den Speicher weg lassen und die PV größer machen. Trotz anteiliger EEG-Umlage für den Eigenverbrauch ( die wegen EU-Gesetzgebung vermutlich bald fallen wird ) ist das weitaus wirtschaftlicher als der Speicher. Und wenn du da z.B. 15 kW drauf bekommst wird der Eigenverbrauchsanteil vermutlich vergleichbar hoch sein wie bei der 10 kW mit Akku. Aber du speist viel mehr ein.
Hast du für die PV und Speicher schon ein Angebot?

Grüße
Frank

Verfasser:
Mike_Do
Zeit: 22.05.2019 06:16:24
0
2787943
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
[...]Statt 10 kW PV plus Stromspeicher würde ich den Speicher weg lassen und die PV größer machen. Trotz anteiliger EEG-Umlage für den Eigenverbrauch ( die wegen EU-Gesetzgebung vermutlich bald fallen wird ) ist das weitaus wirtschaftlicher als der Speicher. Und wenn du da z.B. 15 kW drauf bekommst wird der Eigenverbrauchsanteil vermutlich vergleichbar hoch sein wie bei der 10 kW mit Akku. Aber du speist viel mehr ein.
Hast du für die PV und Speicher schon ein Angebot?[...]

aus Wirtschaftlicher Sicht bei den aktuellen Strompreisen stimme ich dem zu.
Ich selbst rechtfertige meinen Stromspeicher als Blackout-Backup.
Ich habe keine Feuerstelle im Haus, darum ist das ganze Inselfähig aufgebaut.
Dabei sind aber einige Einschränkungen zu beachten was Anlaufströme und Einzelphasenlasten betrifft.
Und wenn der "Forscherdrang" hoch genug ist dann kannst schon einige % mehr Eigenverbrauch und Autarkie herauskitzeln. Aber eher nicht "ab Werk".

Verfasser:
Mike_Do
Zeit: 22.05.2019 06:20:47
0
2787944
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Ihr habe nicht zufällig eine große Wiese neben dem Haus? Dann wäre eine Sole-WP mit einem Grabenkollektor eine preiswerte und hocheffiziente Alternative. LWP in 750m NN ist nicht ideal.

Wenn du das Haus neu gekauft hast sollte es doch auch in DE sowas wie den Energieausweis hier in Österreich geben müssen?
Daraus könntest mit ein paar wenigen Werten die Heizlast abschätzen.
Und den Ringgrabenkollektor könntest du hier mal einzeichnen versuchen falls das dein Garten zulässt.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.05.2019 07:09:52
0
2787952
Zitat von Lexion Beitrag anzeigen
...wir haben ein Weber Fertighaus (Baujahr 1997) mit einem Wärmebedarf zum Heizen laut Hersteller von 9923 kWh/a. Eine Heizlastberechnung habe ich nicht. Das Haus steht auf 750 m Höhe im Südschwarzwald - es wird im Winter schon mal Minus 15 Grad kalt - ist aber die Ausnahme. Bis jetzt wurde das Haus mit Elektronischen Nachtspeicheröfen geheizt. Nun haben wir eine Fußbodenheizung in den Estrich gefräst und wollen das Haus mit einer Luft - Wasser Wärmepumpe heizen und auch das Brauchwasser über diese erhitzen. Außerdem wir eine Photovoltaikanlage mit 10 kwp und 7,68 kw Stromspeicher installiert.

... die Aussagen über die Größe der anzuschaffenden Wärmepumpe sehr stark auseinander. Reicht eine 6 kw Wp oder doch besser 9 kw ? Was meint ihr und wie sind eure Erfahrungen ?
Wenn bisher mit NSÖ geheizt worden ist, dann sollte doch der Strombedarf bzw. daraus abgeleitet der reale Bedarf an thermischer Energie für die Raumtemperierung relativ genau bekannt sein!

Wie @Peter_Kle schon geschrieben hat, angenommen es sind durchschnittlich 10 MWh Strom pro Jahr gewesen, dann wäre eine Heizlast mit ~5 kW realistisch einzuschätzen.

Der real zu erwartende Heizleistungsbedarf kann aber durchaus noch geringer sein, wenn die hausinternen wasserführenden Niedertemperaturwärmeaustauschflächen so optimal wie möglich Betrieben werden und zudem das Raumlüftungsverhalten entsprechend angepasst wird.

Würde persönlich, aber ausschließlich nur dann, wenn nicht zufällig idealerweise die Erschließung einer preiswerten Erdwärmequelle in Form eines Ringgrabenkollektors möglich sein sollte, mit Wärmequelle Luft übrigens zwei separate Geräten bevorzugen.

Dann kann die "Hauptwärmepumpe" (beispielsweise eine m. M. n. geeignete hier verlinkt) praktisch ab bzw. unterhalb einer bestimmten Außentemperatur schön gleichmäßig und bedarfsgerecht das erforderliche Heizwassertemperaturniveau in die Hausheizkreishydraulik zu liefern, weil die im Haus installierte "kleine" Luft-Wasser-Wärmepumpe (z.b. solch eine wie hier verlinkte) für die Trinkwassererwärmung die wesentlich wärmere Innenraumluft nutzt.

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