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Lautstärke Innengerät IDM Aero SLM HGL 3-11
Verfasser:
JackPackage
Zeit: 26.05.2019 14:14:22
0
2789255
Liebe Haustechnik-Dialog-Gemeinde!

Wir sind vor einigen Tagen in unsere neu gebaute DHH eingezogen. Es handelt sich um ein KFW 55 Haus mit Bodenheizung in allen Räumen. Wohnfläche 175qm.

Es wurde eine Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert, IDM Aero SLM HGL 3-11. Aufstellort Heizraum im Keller.

Wenn das Gerät arbeitet, ist es deutlich lauter als herstellerseitig (45dB) angegeben. Ich habe es mehrfach mit einer Handy-App gemessen und komme auf wiederholbare Werte zw. 62 und 65dB. Mir ist klar das dies nur ein annähernder Wert ist, den man mit einem geeichten Gerät verifizieren müsste. Jedoch ist eindeutig, dass das Innengerät deutlich lauter ist, als es sein sollte. Auch bei geschlossener Heizraumtür ist es noch gut hörbar im EG. Der Unterschied ist erheblich da es sich bei Dezibel ja um eine logarithmische Einheit handelt und so nicht akzeptabel.

Der Heizungsinstallateur spielt das Problem aktuell herunter. Zunächst wollte er uns weißmachen, das sei normal so. Mittlerweile kann er diese Aussage aber nicht mehr durchhalten und möchte sich nächste Woche beim Hersteller informieren.
Ich habe den Eindruck er hat im Grunde nur sehr oberflächlich Ahnung von der gesamten Heizanlage.

Ich konnte mittlerweile herausfinden (durch während des Baus dokumentierte Fotos), dass im Estrich rund um die Pumpe keine Aussparung zur besseren Schallisolierung erfolgt ist. Ob die mitgelieferten "Gummi" Unterlagen korrekt angebracht wurden kann ich nicht mit letzter Sicherheit sagen, es scheint so, schaut man unter das Gerät.

Es gab bereits mehrfach Probleme mit dem Installateurbetrieb während des Baus. Z.B. wurde erst nach mehrfachen Drängens unsererseits, der Kondensatablauf des Außengeräts in den 2m entfernten Sickerschacht geleitet. Zuvor waren die Herrschaften der Meinung man könne das einfach in den Boden leiten.
Bei der Heizlastberechnung wurden die einzelnen Raumzieltemperaturen nicht auf unsere Bedürfnisse individualisiert. Es wurde mit dem Standartwert 20°C in allen Räumen bis auf Bäder gerechnet und die Schleifen verlegt....

Mittlerweile mache ich mir sorgen ob denn überhaupt die Heizkurve korrekt eingestellt wurde, ob die Verteiler in den einzelnen Stockwerken korrekt und effizient eingestellt wurden usw.

Ich bin leider absoluter Laie und habe nur wenig Zeit mich zu belesen.

Was haltet ihr von der Lautstärkendifferenz? Was könnte die Ursache sein? An wen sollte ich mich als nächstes wenden, sollte der Installateur keine Lösung finden?

Vielen Dank fürs lesen und jede Antwort.

Viele Grüße,

Korbinian

Verfasser:
winklernorbert28
Zeit: 26.05.2019 17:51:10
0
2789329
Geräte sind generell immer lauter wie angegeben.
Jedoch die Messung mit dem Handy kannst du in den Müll werfen.
Ich hatte das Testweise auch mal gemacht und zusätzlich ein ordentliches Messgerät verwendet. Da waren Welten dazwischen.

Ob dein Heizungsbauer die Heizkurve richtig eingestellt hat, kann ich nicht beurteilen, aber im Prinzip kann er nur eine Voreinstellung machen. Die passende Heizkurve musst du schon selber finden.

Auch die Thematik mit dem Kondensatablauf finde ich nicht so wild.
Natürlich kann man es auch Ableiten, aber zu 90% wird es eben anders gemacht.

Anscheinend hast du sehr wenig Zeit dich zu belesen. Mir scheint es allerdings so, dass du sehr viel Zeit hast, Dinge zu finden um mit dem Installateur zu streiten.
Würde dir empfehlen stattdessen dich mit der Heizungsregelung zu beschäftigen.

Verfasser:
JackPackage
Zeit: 26.05.2019 22:24:35
0
2789407
Mmhh.

Es scheint System in der Handwerker Branche zu haben, Aussagen zu machen wie Ihre. "Sind immer lauter als angegeben" oder "zu 90% wird es eben anders gemacht".

Wofür braucht es Herstellerangaben, wenn Sie regelhaft nicht eingehalten werden.
Der Hersteller macht Werbung damit, dass das Gerät sehr leise ist.
In der Anleitung ist eindeutig beschrieben, wie das Kondensatwasser abzuleiten ist. Das 90% das anders machen, macht es nicht richtiger. Ganz nach dem Motto: "des hom mia oiwei scho so gmacht". Das Außengerät kann in Extremfällen bis zu 6l Kondensat in 2min produzieren. In lehmigem Boden kann es deshalb durchaus sein, dass diese Menge nicht ausreichend versickert. Der Sickerschacht ist original 2m neben dem Außengerät. Der Grund hier keine Leitung zu verlegen ist in meinen Augen einzig Faulheit und Schlamperei.

Die Werte die ich mit der App gemessen habe, sind reproduzierbar auf wenige Dezibel genau. Das ist zumindest ein Gütekriterium für die Messung.
Wenn Sie nachlesen, werden 45dB etwa wie "Flüstern" empfunden. Dagegen sind 65dB z.B. ein normales Gespräch. Glauben Sie mir, dieser Unterschied ist erkennbar.
Was mich an dieser Situation vor allem geärgert hat, ist das ein Missstand nicht eingeräumt wurde. Die Fehlerkultur im Baugewerbe ist gelinde gesagt, katastrophal.

Es geht mir nicht darum mit dem Heizungsbauer zu streiten. Diese Mängel sind während der Abnahme und des Betriebs aufgefallen. Das ist das normale Procedere.
Ich habe viel Geld für das Haus und die Heizung bezahlt. Ich erwarte hierfür eine adäquate Gegenleistung. Es liegt nicht an mir, mich zu belesen und die Heizung auf Fehler abzusuchen und in optimale Funktion zu bringen. Sie gehen ja auch nicht zum Chirurgen und erklären ihm wie er seine Operation durchzuführen hat.

Aber weil ich weiß, dass sich die Lösungsfindung hier noch ziehen wird, mache ich mich auch selbst auf die Suche.

Aber zurück zum Thema. Meine Fragen konnten Sie mir nicht beantworten. Vielleicht gibt es jemanden der ähnliche Erfahrungen gemacht hat und eine Ursache für den erhöhten Schallpegel hat.

Verfasser:
Franke...
Zeit: 27.05.2019 07:44:39
0
2789458
Die Frage ist doch auch erstmal ob es Luft- oder Körperschall ist...
Zumal die Werte immer, sofern nicht max. davor steht immer bei Nennleistung angegeben werden und diese sind bei modulierende Maschinen bei 50% Leistung.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 27.05.2019 08:09:00
1
2789469
Zitat von JackPackage Beitrag anzeigen
... sind vor einigen Tagen in unsere neu gebaute DHH eingezogen. Es handelt sich um ein KFW 55 Haus mit Bodenheizung in allen Räumen. Wohnfläche 175qm.

Es wurde eine Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert, IDM Aero SLM HGL 3-11. Aufstellort Heizraum im Keller.

Wenn das Gerät arbeitet, ist es deutlich lauter als herstellerseitig (45dB) angegeben ...
Gab es denn für den Neubau mit "nur" 175 qm beheizter Fläche kein leistungsfähigeres Gerät! 🙈

Hier ist vermutlich mal wieder eine völlig unsinnige Überdimensionierung der Wärmepumpe (Heizleistung bei A2/W35 bei Nenndrehzahl 5,92 kW!) zugunsten des Rechnungsschreibers geschehen.

Zudem wird wohl auch die bekannte Pufferwasserkombispeicherinstallation, eine 100% ERR-Hausheizkreishydraulik und entsprechend unpassende Betriebsweise gegeben sein.

Also dann mal ein bisschen mehr Informationen über die gesamte Anlage preisgeben, oder sich erstmal selbst damit auseinandersetzen, was für's effiziente und materialschonende Wärmepumpen beherzigt werden sollte. 😉

Verfasser:
JackPackage
Zeit: 28.05.2019 11:32:24
0
2789856
Könnt ihr mir einschlägige Literatur empfehlen. Im Internetz oder auch als analoges Buch? Dann werd ich mich einlesen. Versteh ja noch nicht mal die Antworten.

Das Thema Überdimensionierung wurde bereits im Vorfeld seitens Heizungsbauer als „des passt“ abgetan...

Verfasser:
JackPackage
Zeit: 28.05.2019 13:07:45
0
2789898
Die beheizte fläche ist größer als 175qm. Der Keller verfügt ebenfalls über Bodenheizung. Die beheizte Fläche wurde in der Heizlastberechnung 252qm angegeben. Die Heizlast in der Berechnung betrug bei Standardaussentemperatur (bei uns -16 Grad) 6937 Watt. Alle Räume mit 20 Grad außer Gäste WC und Bad mit 24 Grad Es sind dezentrale Belüftungsanlagen (Meltem) mit WRG eingebaut.
Welche Kenndaten bräuchtet ihr noch?

Verfasser:
Franke...
Zeit: 28.05.2019 13:19:46
0
2789903
Die WP ist schon ok, wenn nicht alles mit ERR abgedrosselt wird.

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mtx0815 schrieb: Moin ! Die im Gerät verbaute Pumpe ist ungeregelt. Der Kabelbaum ist allerdings universal und hat daher den Anschluss für...
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