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Bitte um Hilfe für RGK Neubau EFH Coswig
Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 16.05.2019 11:06:31
0
2785196
Hallo crink, hallo dyarne,

danke für den Hinweise! Der Fehler liegt bei mir. Ich habe auf der Suche nach Angaben zum Wärmeträgermedium eine Montageanleitung für die Vitocal 333-G im Netz gesucht und offensichtlich die für die (ältere ?) Modellreihe 331.B06 / B08 / B10 runtergeladen. Allerdings hat auch mein Bauträger, über den ich die WP wohl kaufe, von diesen drei Abstufungen gesprochen. Der ist hier vielleicht auch auf dem Holzweg (hat keine Erfahrung mit Sole-Wasser-WP).

Die modulierende Baureihe ist die BWT331.C06 / C12.
Mir scheint die C06 besser zu passen, aber ich bin noch nicht ganz sicher, welche Maximalleistung sinnvoll ist. Ich habe folgende Angaben im Datenblatt gefunden:

Typ C06 / C12
Nenn-Wärmeleistung kW 4,3 / 5,3
Modulationsbereich kW 1,7-8,6 / 2,4-11,8

Mit der C06 komme ich im Teillastbereich weiter runter, müsste also weniger takten.
Mit der C12 habe ich eine größere maximale Leistung, aber brauche ich die überhaupt (z.B. an mehreren sehr kalten Tagen um -20°C Außentemperatur)?

Der Wärmebedarf des Hauses gerade von einer Firma auf der Grundlage des Entwurfs berechnet, da wird es wahrscheinlich nochmal eine Anpassung geben.


Im RGK Shop habe ich schon mal nach den passenenden Angeboten geschaut. 300 m DA40 muss man wahrscheinlich separat anfragen, da es bei den angebotenen Paketen nicht dabei ist? Die Leitungen da sind ja schon gut vorbereitet, aber muss man die dann aus Österreich beziehen oder gibt es ein vergleichbares Angebot auch aus D? Ist aber am Ende auch nicht entscheidend, wenn die Spedition funktioniert und alles halbwegs bezahlbar ist.

Beste Grüße
Thorsten

Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.05.2019 11:15:30
2
2785201
Die größere wirst Du keinesfalls brauchen, weil die üblichen Heizlastberechnungen,
auch die Heizlastabschätzung im Trenchplaner, keine internen und solaren Wärme-
gewinne enthalten.

Die wirken sich aber bei gut gedämmten Häusern erheblich aus:
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/199288/Auslegung-wieviele-kW-braucht-die-WP

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 16.05.2019 12:19:52
2
2785226
Hi,

mir wurde ja schon Werbung für den Laden unterstellt, aber ich bekomme nichts von denen und habe da selbst auch noch keine Rohre bestellt, aber durchaus schon bei anderen Grabenbauern mit verlegt: Der zweite Lieferant für 40er Ringbunde mit 300 m Länge ist Santherr Geothermie. Sonst kenne ich keinen Lieferanten für diese Rohrabmessungen. In meinem Garten liegen Rohre aus Österreich - Spedition klappte super und die Verarbeitung des Rohrs war weniger fummlig als das Santherr-Rohr. Funktionieren tun beide.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 16.05.2019 16:18:40
0
2785297
Hallo ihr Lieben,

danke für die Hinweise. Ich habe ja in meinem RGK überwiegend Abschnitte mit 3m Grabenbreite. Kann man die Rolle überhaupt so groß rollen / transportieren? (Ich würde schon auch sehr gern die Variante 1x300m DA40 wählen, da ich die meiner UWB sicher leichter schmackhaft machen kann und es weniger Aufwand ist). Ich hoffe, ich komme im August zum Verlegen und erwische ein paar warme Tage, damit sich das Rohr vor Ort im Durchmesser anpassen lässt.

Beste Grüße
Thorsten

Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.05.2019 17:34:00
1
2785326
Ist kein echtes Problem, den schließlich sind das Wasserleitungen, die
normal gerade verlegt werden.

Bei Deinem Kollektor würde ich die Laufrichtung umdrehen, damit das
warme Ende unter die Einfahrt kommt und die geraden Stücke würde
ich tiefer legen, weil da wohl irgendwo Ver- und Entsorgungsleitungen
kreuzen werden:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=g9eqdh1cs5HnYv2rUWWV

Die Einfahrt müsste bei dieser erheblichen Überdimensionierung nicht
wasserdurchlässig sein.

Grüsse

winni

Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 16.05.2019 17:52:43
0
2785334
Hallo winni,
ich habe die Laufrichtung so gewählt, um mögliche Auswirkungen auf den Pflanzenwuchs ("kalter Garten") in dem nordwestlichen Hauptbereich des Gartens zu minimieren. Der Bebauungsplan schreibt ohnehin eine wasserdurchlässige Einfahrt vor.
Gruß Thorsten

Verfasser:
winni 2
Zeit: 16.05.2019 18:05:23
1
2785346
Okay, aber die Rohrbelegung in den Grabenabschnitten wählt der
Trenchplaner so, das ein relativ gleichmässiger Wärmeentzug
über den Verlauf entsteht.
Daher am Anfang weniger Rohr pro Grabenmeter, als am Ende.

Daher ist die Laufrichtungsumkehr mehr ein Hosenträger zum
Gürtel, aber auch die Leistung ist so leicht höher.
Spielt keine echte Rolle, mach es so wie es Dir gut erscheint. :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 06.06.2019 15:53:18
0
2792567
Hallo Ihr Lieben,
inzwischen habe ich eine Berechnung der Heizlast erhalten. Wenn ich das richtig verstehe, dann sind die entscheidenden Parameter:

spez. Transmissionswärmeverlust [W/(m²K)] 0,362
spez. Primärenergiebedarf [kWh/(m²a)] 41,83

Gehe ich damit im Trenchplaner in die Heizlastabschätzung, dann erhalte ich bei einer im Haus gewünschten Temperatur von
- 21°C einen Heizbedarf von 6485W bzw. bei
- 22°C einen Heizbedarf von 6653 W.

Der Ringgrabenkollektor liefert eine Heizleistung von 6749 W und obwohl das geringfügig mehr ist als der Heizbedarf kommt die Warnung: "Zu wenig/dünne/kurze Rohre."

Nun würde ich gern verstehen, ob
- die Heizlastberechnung zu pessimistisch oder
- mein Graben zu klein ist und
- was ich ggf. verbessern kann bzw. sollte.

Bei der Heizlastberechnung ist mir aufgefallen, dass die Fenster wie folgt angesetzt wurden:
Fenster/Fenstertüren/Festvergl.g.3-fach Wärmeschutzverglasung Uw = 1,00 W/m²K
Schaue ich mir die Informationen der Lieferanten an, dann finde ich
Heroal W72 (19 m², 3-fach) einen Uw > 0,84 und
Veka Softline (21 m², 3-fach) Uw bis 0,76 (Zweifachglas hat 1,3)

Verfasser:
crink
Zeit: 06.06.2019 16:09:10
2
2792575
Hi,

stell bitte auf 2 x 300 m 32er Rohr oder 1 x 400 m 40er Rohr, dann verschwindet die Warnung. Der Graben reicht aus, nur die Hydraulik passt nicht für eine WP, die mehr als 6 kW Heizleistung liefern muss.

Der spez. Transmissionswärmeverlust ist unterirdisch schlecht, da musst Du unbedingt die Planung des Hauses ändern.

Viele Grüße
crink

Ps: Bitte überlegen:
- Dachdämmung 24 cm mit 032
- Außenwand mit besser dämmendem Stein (0,26 ist grad eben der Norm entsprechend)
- Bodenplatte unbedingt verbessern, da kommst Du nie wieder ran
- Heizkreis-Pufferspeicher weglassen
- FBH bitte mit weniger als 35/28
- Keine Zirkulation

Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 11.06.2019 15:00:05
0
2793989
Hi crink,

danke nochmals für deine Hinweise. Ich habe bei meinem Bauträger Verbesserungen im Bereich von Wänden, Decke und Bodenplatte veranlasst und für die neue Heizlastberechnung auch einige Eingangsparameter für Heizung und Warmwasser korrigieren lassen. Obwohl ich die Heizung mit 30/24 °C oder so ähnlich betreiben will, ist in der Rechnung immer noch eine Vorlauftemperatur von 35°C angegeben (weiss nicht, ob sich das auf den berechneten Heizbedarf auswirkt).

Jedenfalls sieht das Ergebnis für den RGK nun wesentlich freundlicher aus und es reicht auch wieder ein 300m langer 40 mm Kollektor.

Beste Grüße
Thorsten

Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 11.06.2019 15:13:27
0
2793998
PS: Ich habe auch mal ein Foto von der Baugrube des Nachbarn gemacht. Sieht so aus, dass bei 1,7m Tiefe dort nicht nur Sand sondern besserer Boden (Schluff?) vorliegt. Damit sollte der RGK über zusätzliche Reserven verfügen.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.06.2019 16:47:21
1
2794024
Ich würde da mal mit dem Naterial vom Nachbarn die Fingerprobe
machen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Fingerprobe_(Boden)
Und die Schichthöhen messen.

Nach trockenem Sand sieht das gar nicht aus, sondern ziemlich lehmig
und evtl. könnte man einiges an Aushub sparen.

Grüsse

winni

Verfasser:
crink
Zeit: 12.06.2019 12:50:30
1
2794213
Hi,

nun sieht die Heizlast ja schon etwas besser aus - allerdings finde ich den H't mit 0,325 immer noch ziemlich schlecht - was auch daran liegt, dass für die Berechnung nicht der korrekte Wert für die Fenster genommen wurde. In der Realität wirst Du mit internen und solaren Gewinnen nie eine Heizlast von über 5 kW feststellen. Keine Ahnung, was die Viessmann-Regelung ermöglicht, aber ich würde dort die Leistung bzw. die Modulationsfrequenz entsprechend begrenzen.

Überlege, ob die Bodenplatte noch anders ausgeführt werden kann, da kommst Du nie wieder dran. Wenn die Dämmung unter der Bodenplatte liegt hast Du viel weniger Probleme mit Wärmebrücken und kann dicker ausgeführt werden. Das Erdreich wird zwar nicht so kalt, dafür liegt aber die FBH in der Bodenplatte. Deshalb gehört im Idealfall noch mehr Dämmung unter das Haus.

Der Boden ist definitiv kein trockener Sand, die von winni verlinkte Bodenprobe hilft für die Einschätzung. Oder Du legst den Graben einfach einmal rundum mit 2 m Breite und 1,6 m Tiefe, das passt auf jeden Fall und macht viel weniger Arbeit und Aushub als der vorige Entwurf.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
SMiak
Zeit: 12.06.2019 14:40:09
0
2794250
Zitat von ThorRGK Beitrag anzeigen
PS: Ich habe auch mal ein Foto von der Baugrube des Nachbarn gemacht. Sieht so aus, dass bei 1,7m Tiefe dort nicht nur Sand sondern besserer Boden (Schluff?) vorliegt. Damit sollte der RGK über[...]


hehe,

der Boden sieht wirklich gut aus!

Kommst du voran?

Viele Grüße
Maik

Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 15.06.2019 10:43:39
0
2795015
Danke für eure Rückmeldungen. Die Fingerprobe ergibt: schlecht formbar (zerbröselt), raue Bruchkanten, schmutzt nicht (es bleibt nichts haften) - Also wohl Schluff und kein Lehm, ähnlich wie auch im geotechnischen Gutachten beschrieben. Derzeit sind wir vor allem mit dem Notarvertrag beschäftigt. Die Dame von der UWB hat sich trotz Rückfragens auch noch nicht geäussert. Aber ganz grundsätzlich sehe aktuell keinen Grund, warum der RGK nicht funktionieren sollte.

Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 06.07.2019 21:04:52
0
2800376
Hab jetzt einen Thread für die zugehörige Heizungsplanung aufgemacht. Im Zuge dessen habe ich auch mit der mh Software die raumspezifische und Gesamtheizlast berechnet und dabei festgestellt, dass der mässige HT'-Wert auch durch unsere sehr großen Fenster (allein im Wohnbereich 23 m2 3-Scheiben Wärmeschutzglas) bedingt ist.

Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 31.07.2019 16:12:14
0
2809005
Hallo, ihr Lieben,

ich hätte noch eine dringende kurzfristige Frage, weil der Abstand des Hauses vom Fussweg festgelegt werden muss. Wir möchten das Haus so nah wie möglich an den Fussweg schieben. Zwischen Fussweg und Haus muss noch von beiden Seiten die gerade Anbindeleitung für den Ringgraben zum HAR geführt werden. Reicht dafür ein Abstand von 1,0 m zwischen Haus und Fussweg aus oder braucht man da doch eher 1,50m? Für eure kurzfristige Hilfe wäre ich sehr dankbar.

Beste Grüße
Thorsten

Verfasser:
crink
Zeit: 31.07.2019 16:20:58
1
2809008
Hi,

es reicht 1 m Abstand zwischen Haus und Fußweg. Die Solerohre kannst Du in KG-Rohr oder in Kabuflex packen zur Dämmung - oder auch das warme Ende der Solerohre in 2 m Tiefe ohne weitere Dämmung (ohne Keller, oder?)

Du musst nur beim Bauablauf darauf achten, dass zuerst der Kollektor und dann das Haus realisiert wird. Der Boden zur Verfüllung des Stücks so nah am Haus muss dabei perfekt lageweise verdichtet werden.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
SMiak
Zeit: 31.07.2019 18:36:39
1
2809053
Hi,

1m reicht in jedem Fall. Wo kreuzt du denn die Versorgungsleitungen (Abwasser & Wasser)? Dort sollten die Leitungen, wie crink schreibt, isoliert werden.

Nach Möglichkeit die geraden Anbindeleitungen auch zum Entzug nutzen!

Wann wird verlegt?

Viele Grüße
Maik

Verfasser:
ThorRGK
Zeit: 31.07.2019 20:47:30
0
2809080
Super, dass ihr so schnell geantwortet habt, vielen Dank! Ich hoffe dass es im September noch losgeht, denn das Rohr wird ja auch nicht gerade weicher je kälter es wird.

Ich muss ja auch die Lieferung des Rohres so terminieren dass es nicht allzu lange auf der Baustelle herumliegt

Leider gibt es doch eine Reihe Verzögerungen. Beim nächsten Termin werde ich mir mal einen Plan der Medien geben lassen damit ich weiß wo ich isolieren muss. Verlegen wollte ich in maximal 1 Meter 80 Tiefe.

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