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Weishaupt WWP LS || L A || LB (Biblock)
Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 15.06.2019 21:58:26
0
2795177
Rotex verwendet einen Schichtenspeicher, dessen Wasser nur der Wärmespeicherung dient und nicht als Trinkwasser verwendet wird. Sobald Warmwasser gezapft wird, wird kaltes Frischwasser über einen 6qm Wärmetauscher im Schichtenspeicher auf Warmwassertemperatur erwärmt. Vorteil: kein stehendes Trinkwasser, kein Legionellenproblem. Kleiner Nachteil: Der Schichtenspeicher sollte größer als ein klassischer Trinkwasserspeicher sein, um optimale "Schüttleistung" zu gewährleisten. Ein weiterer Vorteil des Rotex-Systems: Die Heizung braucht keinen Pufferspeicher, da der Schichtenspeicher auf Anforderung des Betreibers oder zum Abtauen dessen Job übernehmen kann.

Gruß Karl

Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 16.06.2019 20:54:18
0
2795489
Danke für den Hinweis! Wenn das Wasser im Schichtenspeicher nur zur Erwärmung des Trinkwassers genutzt wird, wieso sollte man dann zu 500l und nicht 300l greifen?

Hast du eventuell eine Zeichnung, wie bei dir die Installation aussieht bzw. könntest du das grob skizzieren?

Hast du ERR, ohne hast du darauf verzichtet? So wie es aussieht, werden wir auf den Puffer nicht verzichten können, weil wir eben eine ERR haben werden, um im Winter einzelne Räume komplett abzustellen.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 17.06.2019 06:16:18
0
2795546
Zitat von Kala Nag Beitrag anzeigen
Rotex verwendet einen Schichtenspeicher, dessen Wasser nur der Wärmespeicherung dient und nicht als Trinkwasser verwendet wird. Sobald Warmwasser gezapft wird, wird kaltes Frischwasser über einen 6qm Wärmetauscher im Schichtenspeicher auf Warmwassertemperatur erwärmt ...
War es nicht so, dass bei diesen von Rotex gelabelten Daikinanlagen auch die für die Abtauungen des Verdampfers benötigte thermische Energie aus diesem Bottich entnommen wird und dafür dann das Speicherwasser sogar mit E-Heizpatrone (COP1) auf Temperatur gehalten wird?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 17.06.2019 06:47:53
0
2795549
Zitat von JD.MKK Beitrag anzeigen
... wie es aussieht, werden wir auf den Puffer nicht verzichten können, weil wir eben eine ERR haben werden, um im Winter einzelne Räume komplett abzustellen.
Mit einer vollmodulierenden Maschine, die zudem leileistungsmäßig möglichst passend dimensioniert worden ist, dürfte die teilweise ERR eigentlich auch ohne Pufferwasserspeicher im Hausheizkreis kein Problem sein.

Wichtig dabei ist eben nur, dass der vom Hersteller angegebene Mindestvolumenstrom für den jeweiligen Gerätetyp über die restlichen konsequent offenen Einzelheizkreise generell funzt.

Beispielsweise im Panasonic Planungs- und Installationshandbuch (Pdf-Dokument) steht dazu auf Seite 104:
Zitat:
Aufgrund der Invertertechnologie der Aquarea-Wärmepumpen regeln diese die Systemleistung entsprechend dem Wärmebedarf und können daher auch ohne Pufferspeicher effizient und platzsparend betrieben werden.
Zur Überbrückung von Sperrzeiten durch das Energieversorgungsunternehmen können Wärmeübergabesysteme mit großer Speicherkapazität wie Fußbodenheizungen für eine ausreichende Zwischenspeicherung sorgen.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 17.06.2019 07:01:05
1
2795550
@JD.MKK
Die Rotex-Inneneinheit ist eine 2m hohe Säule mit quadratischem Grundriss und 80cm Kantenlänge. Da steckt alles drin, der Speicher, die Wärmetauscher, die Pumpe und die 3-Wege-Ventilen. Im Netz gibt es Bilder in Mengen (Stichwort "HPSU Ultra") und von der Rotex-Homepage das Installationshandbuch. Da der Schichtenspeicher im Winter die Energie zum Abtauen liefert, ist kein Pufferspeicher erforderlich. Auch bei Einsatz von ERR braucht die Rotex keinen Schichtenspeicher. Meine ERR (sind ja vorgeschrieben) sind alle deaktiviert und offen. Da das Prinzip des Hygienespeichers (WW-Bereitung über Duchlauferhitzung) den Speicherinhalt nicht so effizient nutzt wie ein reiner WW-Speicher, braucht man mehr Volumen.

@lowenergy
Ja, bei Vorlauftemperaturen unter 35°C holt sich die Rotex die Abtauenergie aus dem Speicher, um Vereisen des Verflüssigers sicher auszuschließen. Der Speicher verliert dabei ca. 0,5°K. Das elektrische Nachheizen habe ich unterbunden, indem ich den Heizstab in der Steuerung abgeschaltet habe. Abtauen findet bei Frost alle 2 Stunden statt und dauert 3 Minuten. Die Arbeitszahlen meiner Rotex Ultra sind erstklassig.

Gruß Karl

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 17.06.2019 07:56:51
0
2795559
Korrektur:
"Auch bei Einsatz von ERR braucht die Rotex keinen Pufferspeicher"

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 17.06.2019 08:02:04
0
2795562
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
...bei diesen von Rotex gelabelten Daikinanlagen...

Das gilt nur für die Außeneinheit. Die Inneneinheit nebst Steuerung ist eine Rotex-Entwicklung.

Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 17.06.2019 20:50:16
0
2795769
@Kala Nag
Entschuldige bitte, wenn ich immer wieder nachfrage, aber wenn ich es selber schreibe und es richtig ist, dann hab ich es verstanden ;-)

Nehmen wir die ROTEX HPSU compact Ultra 508 H/C (Biv) habe ich einmal die Außeneinheit und die Inneneinheit. Die Inneneinheit hat den Wärmetauscher und den WW-Speicher als Durchlauferhitzer. Ich benötige nicht die ROTEX Sanicube/HybridCube, da dies bereits in der Inneneinheit der HPSU enthalten ist. Richtig?

Wenn wir von einem Puffer sprechen, den wir ja weglassen wollen, würde hier noch zusätzlich ein weiterer Puffer installiert werden. Richtig?

Was verbraucht deine Anlage beim Kühlen?

P.S. Wie ist das eigentlich mit der modulation. Die 6kW Version moduliert bestimmt niedriger wie die 8kW. Wenn man nun in der 8kW den Flüstermodus aktiviert, moduliert die WP dann auch tiefer?

Verfasser:
JD.MKK
Zeit: 17.06.2019 21:04:14
0
2795772
P.P.S. Zirkulationsleitung sollte ja eigentlich gemacht werden, wieso würdest du ihm nachhinein darauf verzichten wollen?

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 17.06.2019 22:30:55
0
2795795
Zitat von JD.MKK Beitrag anzeigen
Ich benötige nicht die ROTEX Sanicube/HybridCube, da dies bereits in der Inneneinheit der HPSU enthalten ist. Richtig?

Ja, richtig!

Zitat von JD.MKK Beitrag anzeigen
Wenn wir von einem Puffer sprechen, den wir ja weglassen wollen, würde hier noch zusätzlich ein weiterer Puffer installiert werden. Richtig?

Ja, richtig!

Zitat von JD.MKK Beitrag anzeigen
Was verbraucht deine Anlage beim Kühlen?

Keine Ahnung! Kühlen über die Fußbodenheizung ist eher ein Witz, weil die VL-Temperatur zur Vermeidung von Kondensatbildung im Boden nur wenige Grad unter der Raumtemperatur sein darf. Überhaupt kein Vergleich mit einer Klimaanlage über Kaltluft!

Zitat von JD.MKK Beitrag anzeigen
Wie ist das eigentlich mit der Modulation...?

Ich bin nicht ganz sicher, gehe aber davon aus, dass die 6kW-Version einfach eine per Software "kastrierte" Version der 8kW-Version (für spürbar weniger Geld) ist. Ist bei Autos ja auch so. Die untere Modulationsgrenze der Rotex/Daikin-Außeneinheit finde ich sensationell niedrig. Bei wenig Heizbedarf nimmt die Außeneinheit nur noch 330Watt elektrische Leistung auf. Ein Takten gibt es praktisch nie. 6 und 8kW dürften sich da nicht unterscheiden.

Gruß Karl

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 17.06.2019 22:52:10
1
2795799
Zitat von JD.MKK Beitrag anzeigen
P.P.S. Zirkulationsleitung sollte ja eigentlich gemacht werden, wieso würdest du ihm nachhinein darauf verzichten wollen?


Eine Zirkulationsleitung pumpt sommers wie winters heißes Wasser durch Leitungen im Installationsschacht und erzeugt damit Wärmeverluste. Die für eine WP sehr stressige WW-Bereitung wird deshalb häufiger stattfinden. Und das Ganze nur, um Warmwasser statt nach 10 Sekunden schon nach 5 Sekunden an der Zapfstelle zu haben. Ist die Leitung verbaut, muss man sie - zumindest getaktet - auch benutzen. Tut man es nicht, geht zum einen die Pumpe kaputt und züchtet man zum anderen Legionellen im stehenden Wasser.

Gruß Karl

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.06.2019 06:37:55
0
2795821
Zitat von Kala Nag Beitrag anzeigen
... Kühlen über die Fußbodenheizung ist eher ein Witz, weil die VL-Temperatur zur Vermeidung von Kondensatbildung im Boden nur wenige Grad unter der Raumtemperatur sein darf. Überhaupt kein Vergleich mit einer Klimaanlage über Kaltluft! ...
Beim Klimatisieren per Luft-Luft-Wärmepumpe wird aufgrund des sehr kalten Verdampfers die Raumluft eben zusätzlich getrocknet und dadurch resultiert wesentlich schneller und einfacher eine hohe Qualität der thermischen Behaglichkeit.

Das sommerliche "Kühlen" per wasserführenden Wärmeaustauschflächen mit relativ hohem Heizwassertemperaturniveau (bis zu +18°C Vorlauftemperatur) funzt m. M. n. wohl ebenso wie das winterliche "Wärmen" auf möglichst niedrigem Heizwassertemperaturniveau (max. +30 bis +32°C Vorlauftemperatur) nur dann wunschgerecht, wenn eine konsequente Raumtemperierung per 24/7-Betriebsweise realisiert ist und zudem das Lüftungsverhalten entsprechend angepasst wird. 😉

Zitat von Kala Nag Beitrag anzeigen
... bin nicht ganz sicher, gehe aber davon aus, dass die 6kW-Version einfach eine per Software "kastrierte" Version der 8kW-Version (für spürbar weniger Geld) ist. Ist bei Autos ja auch so. Die untere Modulationsgrenze der Rotex/Daikin-Außeneinheit finde ich sensationell niedrig ...
Ich gehe persönlich davon aus, dass die 6kW Maschine mindestens einen kleineren Verdichter hat.

Bzgl. der unteren Modulation Deiner 8 kW Wärmepumpe ... was für niedrigste Verdichterleistungswerte hast denn mit einem separaten Wärmemengenzähler (idealerweise wäre natürlich geloggt!) bei welcher Außentemperatur und zeitgleich bei welcher Vorlauftemperatur in einem längeren Zeitraum (mehrere Stunden) gemessen?

Habe übrigens bei unserem 5 kW F-Serien-Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblock von Panasonic die geringste länger gehaltene Verdichterleistung von um 1,7 kW thermisch ausschließlich nur wegen der bivalent parallelen Nutzung bei niedrigen Außentemperaturen ermitteln können.

Im Außentemperaturbereich von unterhalb der Heizgrenztemperatur bis etwa um den Gefrierpunkt, in denen die untere Modulationsfähigkeit aufgrund des geringem Heizleistungsbedarf von Nöten ist, moduliert die 5 kW Wärmepumpe bei uns, wohl auch wegen des dann relativ geringen Vorlauftemperaturbedarfs, meist nur so zwischen 2 und 3 kW herunter.

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 18.06.2019 08:35:54
0
2795848
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Bzgl. der unteren Modulation Deiner 8 kW Wärmepumpe ... was für niedrigste Verdichterleistungswerte hast denn mit einem separaten Wärmemengenzähler (idealerweise wäre natürlich geloggt!) bei[...]


Ich logge sämtliche Betriebsparameter meiner WP. Bei zweistelligen Außentemperaturen und 25°C Vorlauf liegt die thermische Leistung bei ca. 1,5kW und die Außeneinheit läuft kontinuierlich durch, bis das E-Werk den Strom unterbricht. Ein Takten findet nicht statt. Das finde ich sehr beachtlich für eine 8kW-Anlage.

Gruß Karl

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 04.07.2019 10:16:16
0
2799756
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
...Ich gehe persönlich davon aus, dass die 6kW Maschine mindestens einen kleineren Verdichter hat...


Laut Datenblatt hat die 6kW-Version exakt das gleiche Gewicht wie die 8kW-Version.

Gruß
Karl

Verfasser:
Kajjo
Zeit: 12.08.2019 21:51:21
0
2812465
Interesanter Thread... Gibt es inzwischen Erfahrungen mit der Weishaupt Biblock? Oder neue Ratschläge/Kommentare dazu?

Mir wurde auch die Biblock mit Nachdruck von einem Heizungsbauer empfohlen. Sie sei superleise und top-modern... Na ja, geredet wird viel.

Scheint aber recht hochpreisig zu sein. Genaue Angebote habe ich aber noch nicht vorliegen.

Für was hat sich der ursprüngliche Fragesteller letztlich entschieden?

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 12.08.2019 23:47:52
0
2812512
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
Interesanter Thread... Gibt es inzwischen Erfahrungen mit der Weishaupt Biblock? Oder neue Ratschläge/Kommentare dazu?

Mir wurde auch die Biblock mit Nachdruck von einem Heizungsbauer empfohlen. Sie sei superleise und top-modern... Na ja, geredet wird viel.

Scheint aber[...]



Wenn du einen Heizungsbauer hast, der eben Weishaupt verbaut, ist die BiBlock aus dem Hause Weishaupt derzeit das modernste/beste was du von dort bekommen kannst. Die BiBlock ist Effizienztechnisch auf der höhe der Zeit.
Frag doch einfach nach Referenzen. Ob du dir diese irgendwo anschauen kannst...
Am besten wenn Warmwasser gemacht wird, dann hörst du Sie in Aktion...
Oder ne Weishaupt Niederlassung ist in der NÄhe, und du lässt Sie dir vor Ort zeigen.
Die haben das TEil sicherlich zum zeigen aufgebaut... Ist ja das aktuelle TOP-Modell...

Klick doch mal im JAZ Rechner der BAFA durch.

Generell kommt es aber nicht nur auf die WP selbst an...
Vielmehr das gesamte Konzept.
- keine Einzelraumregler (nur vorsehen zur BAFA/KFW Erfüllung)
- keinen Pufferspeicher (spart Kosten für Pufferspeicher, spart Kosten für ne zusätzliche Pumpe, erhöht die JAZ - dazu gibt's vom Fraunhofer Institut diverse Testergebnisse)
- keine Warmwasserzirkulation

Verfasser:
Kajjo
Zeit: 13.08.2019 00:35:23
0
2812520
Quote: keinen Pufferspeicher (spart Kosten für Pufferspeicher, spart Kosten für ne zusätzliche Pumpe, erhöht die JAZ - dazu gibt's vom Fraunhofer Institut diverse Testergebnisse)

Warum ist ein Pufferspeicher negativ statt förderlich? Wird das irgendwo verständlich erklärt?

Weishaupt bietet extra einen neuen Kombispeicher an, der 300 l Trinkwasserspeicher plus separatem 100 l Heizpufferspeicher bietet. Warum machen die das? Die müssen sich doch auch auskennen? Ich würde es wirklich gerne verstehen, bevor ich mit dem Heizungsbauer drüber diskutiere...

Welche alternativen WP sind denn empfehlenswert, wenn sie wirklich besonders leise und hoch-effizient sein sollen? Weishaupt scheint etwas teuer zu sein.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 13.08.2019 07:14:03
0
2812529
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
... Weishaupt bietet extra einen neuen Kombispeicher ...
Erschreckend und zum Haareraufen ... die bauen eine Superdooperhightecwärmepumpe und sorgen dann mit einem Kombispeicher dafür, dass die Effizienz dieser Maschine gnadenlos verpuffert! 🙈
Kombispeicher:
Vorsicht ist geboten, wenn der Speicher gleichzeitig als Heizungspufferspeicher dient. Bei Miara (Wärmepumpen-Feldtest) wird das nicht optimale Wärmemanagement bei Systemen mit Kombispeicher als Problem geschildert. Die dort untersuchten Anlagen mit Kombispeicher erreichten im Neubau im Schnitt Jahresarbeitszahlen für Heizung und Warmwasser von 3,53. Der Strom für Heizstäbe wurde bei dieser Betrachtung nicht berücksichtigt.

Trotzdem findet man Kombispeicher häufig in Ausschreibungen von Wärmepumpenanlagen. Der Speicher wird dann teilweise konstant mit 55 °C betrieben und die Temperaturanpassung der Fußbodenheizung mit einem Mischer realisiert. Das verschlechtert die Jahresarbeitszahl für den Heizbetrieb erheblich, weil das hohe Temperaturniveau für die Heizung gar nicht oder nur an wenigen Tagen erforderlich ist ...

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.08.2019 10:39:40
0
2812587
Die Skepsis von Kajjo ist berechtigt. Da hat das Fraunhofer Institut vor Jahren mal bei Auswertung vorhandener, tw. veralteter und nachweislich schlecht parametrierter Anlagen im Mittel einen Nachteil (<5%) von Systemen mit Puffer festgestellt, und schon ist der Puffer aus Sicht vieler Mitschreiber hier für alle Zeiten ein totaler Arbeitszahlvernichter. Fakt ist, dass viele sehr moderne und hochpreisige Systeme einen Pufferspeicher verwenden, und trotzdem mit einer JAZ > 4,5 für die Innovationsförderung bei Neubauten qualifiziert sind (z.B. Weishaupt, Wolf, Kermi). Die Beispiele zeigen, dass es weniger auf das "ob" oder "ob nicht" eines Pufferspeichers ankommt, sondern auf die Frage, wie intelligent der Puffer in das System eingebunden ist. Die verbleibenden Effizienznachteile eines Puffers fallen dann nicht mehr ins Gewicht und treten gegenüber den Vorteilen bei der Betriebssicherheit (ERR, Abtauen) in den Hintergrund.

Gruß
Karl

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.08.2019 11:01:55
0
2812594
Nachtrag:
Die Untersuchung des Fraunhofer Instituts lief von 2005 bis 2010. Die mittlere JAZ von Sole-Wärmepumpen ergab mit Puffer eine 3,88 und ohne Puffer eine 3,99. Es sind einige, ursächliche Fehler bei der Einbindung der Pufferspeicher dokumentiert. Der damals ermittelte Effizienznachteil von 2,8% kann also durch Vermeidung dieser Fehler deutlich reduziert werden. Das Fraunhofer Institut stellt ausdrücklich fest, dass ein Pufferspeicher so ausgelegt und eingebunden werden kann, dass die Vorteile überwiegen.

Karl

Verfasser:
Kajjo
Zeit: 13.08.2019 20:39:11
0
2812810
Zitat von Kala Nag Beitrag anzeigen
Das Fraunhofer Institut stellt ausdrücklich fest, dass ein Pufferspeicher so ausgelegt und eingebunden werden kann, dass die Vorteile überwiegen.

Vielen Dank für deine Beiträge. Trotzdem noch mal nachgefragt: Welche Vorteile hat denn nun ein Pufferspeicher oder was versprechen sich z.B. Weishaupt mit dem Biblock davon.

Oder andersherum: Wenn ich einfach auf den Puffer verzichte und nur einen Trinkwasserspeicher nehme, welche Nachteile habe ich dann?

Ich habe mit dem Weishauptberater noch nicht darüber diskutiert, aber er erwähnte, dass man den Kombispeicher nicht nehmen muss, sondern alles auch aus Einzelteilen zusammenbauen kann (im Kontext von Platzproblemen auf den Dachboden des Bungalows).

Noch eine Folgefrage: Seht ihr irgendwelche Nachteile darin, die WP auf dem Dachboden aufzustellen? (innerhalb der gedämmten Wärmehülle)

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.08.2019 22:02:04
0
2812849
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
Welche Vorteile hat denn nun ein Pufferspeicher[...]


Aus meiner Sicht schafft der Pufferspeicher für den Anlagenhersteller die Sicherheit, dass auch ein unbedarfter Kunde die Anlage störungsfrei betreiben kann.
Stichwort Einzelraumregelung (ERR): Die ist vorgeschrieben und wird sicher von den meisten Kunden auch genutzt, weil die sich keinen Kopf über idealen WP-Betrieb und Arbeitszahlen machen. Nutzt der Kunde die ERR, neigt die WP ohne Puffer massiv zum Takten oder wirft ggfs. sogar eine Störungsmeldung aus. Schon gibt's ne Reklamation.
Außerdem: Ein auf ca. 35°C Minimaltemperatur gehaltener Puffer hat immer genug Energie, um im Winter die Außeneinheit abzutauen und dabei den Kondensator der Inneneinheit vor Vereisung zu schützen. Geschlossene ERR können bei fehlendem Puffer wegen mangelndem Volumenstrom zur Vereisung des Kondensators und damit zum Totalschaden der Anlage führen. Der Puffer gibt da Sicherheit.

Gruß
Karl

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 13.08.2019 22:06:12
1
2812852
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
Zitat von Kala Nag Beitrag anzeigen
[...]

Vielen Dank für deine Beiträge. Trotzdem noch mal nachgefragt: Welche Vorteile hat denn nun ein Pufferspeicher oder was versprechen sich z.B. Weishaupt mit dem Biblock davon.

Oder andersherum: Wenn ich einfach auf den Puffer verzichte und nur einen Trinkwasserspeicher nehme,[...]


Der Vorteil eines Pufferspeichers ist aber eigentlich nur ein Vorteil wenn man meint man muss effizienzkillende Einzelraumregler im haus einsetzen und da regelmäßig daran rumdrehen.
Wenn die heizkreise geschlossen sind und die WP heizen will oder abtauen muss, dann ist ein Pufferspeichers sinnvoll.... Außerdem bei fixed WP - also nicht modulierende macht ein puffer Sinn.... Gibt es mehr Gründe für einen Pufferspeicher?

Die Weishaupt bi-block hier ist ne modulierende WP...

Ich habe zwei Jahre mit ERR geheizt und dann selbst ein Abgleich ohne err durchgeführt. Ich bin bei ähnlichen Wärmemengen auf knapp 600-1000kWh Stromverbrauch weniger gekommen... (Aber leider mit Puffer)

Für mich ist ein puffer (wenn keine ERR aktiv sind - oder nur wenige) unnötig.

Ich würde mir das geld für die zusätzliche heizkreispumpe, Verrohrung, Pufferspeicher.. sparen und das gesparte in einen möglichst gut gedämmten Warmwasserspeicher stecken.... Aber bitte ohne Zirkulation :-)


P.s. die Hersteller haben natürlich das Gewährleistungsproblem.
Sollte eine Anlage ohne Pufferspeicher ausfallen, da die Einzelraumregler geschlossen waren, geht die Reklamation los...
Aber ein mündiger Kunde sollte das eben wissen....

Verfasser:
Kala Nag
Zeit: 13.08.2019 22:10:12
1
2812856
Zitat von Kajjo Beitrag anzeigen
[...]Noch eine Folgefrage: Seht ihr irgendwelche Nachteile darin, die WP auf dem Dachboden aufzustellen? (innerhalb der gedämmten Wärmehülle)


Die Frage ist jetzt ein Witz, oder?

Verfasser:
Ceee
Zeit: 16.08.2019 17:00:42
0
2813740
Da wir auch gerade neu bauen und uns für eine Wärmepumpe entscheiden müssen habe ich nach der Weishaupt WWP LB BiBlock gegooglet und diesen Thread gefunden.

Warum diese WP? Weil ich im März 2019 auf der ISH-Messe in Frankfurt war und die Gelegenheit hatte mit verschiedenen Herstellern (als Leie) über WPs zu reden und Informationen zu sammeln. Angetan hat es mir ehrlich gesagt der BiBlock von weishaupt eben. Da gabs noch Buderus, Junkers/Bosch -> Bosch, Vaillant, Stiebel Eltron, uvm.

Natürlich hatte ich kein Fachwissen um diese Themen die hier diskutiert werden dort zu Geltung zu bringen und habe mich einfach mal von allen bequatschen lassen. :)

Jetzt wo es ernst wird mit der Auswahl beschäftige ich mich natürlich intensiver damit.
Mich würde auch gerne interessieren wofür sich der Thread-Ersteller entschieden hat, und warum?

Es scheint so, egal was man macht, macht mans falsch. Ich hasse solche Situationen.
Es gibt nunmal keine Eier legende Vollmilchsau. Mal schaun welche es dann bei uns wird. Aber ich denke dass es zu 80% der BiBlock sein wird, mit Pufferspeicher.

Wir bauen ein Einfamilienhaus. 2 Vollgeschosse + Dachspeicher. Keller haben wir nicht.
Wir haben einen grossen offenen Eingangs-Flur-Wohn-Ess-Küchenbereich im EG mit Gästezimmer, Gästebad und Hauswirtschaftsraum. Wir haben einen Luftraum nach oben und oben weitere 6 Zimmer (inkl. Elternbad und Kinderbad). Im kompletten EG und OG soll Fussbodenheizung zum Einsatz kommen. Und eine ERR wird 100% nötig. Kann mir es ohne gar nicht vorstellen.

Evtl. habt ihr für mich irgendwelche Tipps und Vorschläge.

Vorab lieben Dank.
Cee

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