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Zukunft der Energiewende
Verfasser: wpibex
Beitrag entfernt. Grund: Nicht zum eigentlichen Thema gehörig (siehe Forumsregeln)
Beitrag entfernt. Grund: Bezug auf gelöschten Beitrag
Zeit: 16.06.2019 20:55:46
7
2795493
Ich löse mal auf.

In Frankreich kommen fast drei viertel des Stromes aus Atomkraftwerken, die als Grundlastraftwerke sehr unflexibel sind und dazu noch alt und marode sind.

Die mußten um 20 Uhr 4261 MW importieren. Und dann fiel um 20:26 Block 2 vom französichen Atomkraftwerk Penly aus. Da waren mal eben 850 Megawatt weg vom Netz. Ein Block alleine ist es nicht gewesen.Aber in einer ohnehin schon angespannten Situation sieht das anders aus. Dann sind die Reserven irgendwann am Limit. Wenn dann auch noch auf der anderen Seite der Grenze, von wo importiert wird, in den Minuten danach auch noch ein Großverbraucher mit 1.100 MW gestartet wird, könnte das auch damit zu tun haben. Dann bricht der rettende Import ein.

Weitere Details unter anderem hier:
Klick mich!
Man muß da schon ein wenig nach den Details suchen. Aber dann fügt sich das Bild zusammen.

Verfasser:
crink
Zeit: 16.06.2019 21:39:32
0
2795504
Moin,

das Thema Energiewende ist in Frankreich eigentlich noch viel spannender als hier in Deutschland. Hier in D wird - nach einigem hin und her - der EE-Zubau in dem Maße fortgesetzt werden wie die Kohlekraftwerke nach und nach abgeschaltet werden, so dass dann mit leichter Verzögerung die 2030er Ziele erreicht werden.

In Frankreich dagegen ist der Umbau der Energieversorgung etwas komplizierter, da viele Altlasten drohen, deren Finanzierung schwierig wird. Da können wir nur hoffen, dass die Länder rund um Frankreich herum immer genug Reserven parat haben und bei Problemen mit EE aushelfen können. Spanien arbeitet inzwischen wieder gut daran, aber Italien, Belgien und die Schweiz könnten durchaus noch mehr tun, auch um den inneren Frieden in Frankreich zu stützen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 16.06.2019 21:41:17
1
2795506

Marode Infrastruktur

In Argentinien leben 44 Millionen Menschen, das östliche Nachbarland Uruguay hat rund 3,4 Millionen Einwohner. Die beiden Länder teilen sich ein Stromnetz, das vom gemeinsam betriebenen Staudamm Salto Grande ausgeht. Dieser befindet sich rund 450 Kilometer nördlich von Buenos Aires und rund 500 Kilometer nördlich von Uruguays Hauptstadt Montevideo. Die argentinische Infrastruktur gilt wegen einer seit vielen Jahren andauernden Wirtschaftskrise als marode. Lokale Stromausfälle sind häufig - allerdings eher in den Sommermonaten, wenn Klimaanlagen die Netze überlasten.


https://de.wikipedia.org/wiki/Salto_Grande
Sein Speicherinhalt beträgt 5000 Millionen Kubikmeter und seine Wasseroberfläche 783 km².

Der Bau wurde 1974 begonnen, und ab 1979 wurde Elektrizität produziert. Das Wasserkraftwerk ist ausgerüstet mit 14 Kaplan-Turbinen, die 1890 Megawatt erzeugen können.


Das klingt so gar nicht nach "modernem Flatterstrom", zeigt aber, dass dem "energiepolitischen Sachverstand der AfD" kein Argument zu blöde ist...

Die gute Nachricht ist aber, dass das Wasser bei Stromausfall im Gegensatz zum Treibstoff nuklearer Anlagen einfach überhaupt nicht unkontrolliert reagiert.

Verfasser:
jogi54
Zeit: 16.06.2019 23:25:46
0
2795524
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von wpibex Beitrag anzeigen
[...]

[i]Marode Infrastruktur

In Argentinien leben 44 Millionen Menschen, das östliche Nachbarland Uruguay hat rund 3,4 Millionen Einwohner. Die beiden Länder teilen sich ein Stromnetz, das vom gemeinsam betriebenen Staudamm Salto Grande ausgeht. Dieser befindet sich rund 450[...]


Bitte, bitte nicht spekulieren, sondern auf die Analyse warten. Soweit ich das in den Nachrichten um 23Uhr verstanden habe, ist eine wesentliche Leitung wg. Gewitter ausgefallen. Hat also nix mit Flatterstrom zu tun - sondern allerhöchstens mit einem ungenügend (Thema n-1 Sicherheit) abgesicherten Stromnetz zu tun.

Abgesehen davon sind Wasserkraftwerke an solch riesigen Staudämmen wohl als Grundlast liefernde Kraftwerke anzusehen - nicht umsonst sind da 14 Turbinen, die sicherlich nie alle laufen, sondern min. 1-2 als Reserve stehen.

Auch Wasserkraftwerke - hier Kaplanturbinen und deren Generatoren - benötigen Wartung (Standard ist alle 15Jahre eine große Inspektion und Wartung)...

lg jogi

Verfasser:
pflanze 132
Zeit: 17.06.2019 00:03:44
1
2795529
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Hat also nix mit Flatterstrom zu tun[...].

Abgesehen davon sind Wasserkraftwerke an solch riesigen Staudämmen wohl als Grundlast liefernde Kraftwerke anzusehen

Genau das meinte ich doch.

Den Begriff "Flatterstrom" (den ich saublöd finde) habe ich nur wegen des bekannten "energiepolitischen" Hintergrunds von wpibex benutzt. Wasserkraft von 1974 mit der "Energiewände" in Verbindung zu bringen - das hat schon was...

Grüße
Stefan

Verfasser:
Tom Berger
Zeit: 17.06.2019 00:03:49
2
2795530
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Ich löse mal auf.

In Frankreich kommen fast drei viertel des Stromes aus Atomkraftwerken


Das ist übrigens ziemlich genau die gleiche Quote wie die der Franzosen, die gegen Atomstrom sind.

Frankreich hat zwar keinen offiziellen Atomausstieg beschlossen, aber de facto findet der gerade statt. Nach dem Fiasko mit dem Neubau in Flamanville ist in Frankreich kein weiteres AKW mehr politisch oder ökonomisch durchsetzbar. Die Altlasten, insbesondere die infolge versteckter Subventionierung von Atomstrom extreme Überschuldung (ja, nicht nur Ver- sondern Überschuldung!) von EdF wird dem französischen Staat noch ganz böse auf die Füße fallen. Das nimmt dort Dimensionen an wie in Italien und gefährdet Frankreichs Verbleib im Euro.

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 17.06.2019 13:18:49
2
2795642
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Die mußten um 20 Uhr 4261 MW importieren. Und dann fiel um 20:26 Block 2 vom französichen Atomkraftwerk Penly aus. Da waren mal eben 850 Megawatt weg vom Netz. Ein Block alleine ist es nicht gewesen.]
Und was lernen wir daraus:
Bilanzielle Betrachtungen bei Strom sind für die Tonne.
Es hilft nichts im Sommer mittags Strom zu erzeugen, der im Winter nachts benötigt wird.
Es hilft nichts tagsüber Strom in der Autobatterie zu speichern in der Hoffnung sie später fürs Haus wieder zu entnehmen, denn der Zweck des Autos ist zu fahren und das geht schlecht mit dem Kabel dran.
Es hilft nichts EE so auszubauen, dass "im Mittel" 100% EE im Netz ist, wenn in dem einen konkreten Augenblick zuviel EE abgeregelt werden muss und im nächsten Augenblick zu wenig EE im Netz ist.

Was hilft ist "Redundanz", die dafür die meiste Zeit teuer ungenutzt rumsteht.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 17.06.2019 13:40:07
1
2795652
Es hilft nichts EE so auszubauen, dass "im Mittel" 100% EE im Netz ist, wenn in dem einen konkreten Augenblick zuviel EE abgeregelt werden muss und im nächsten Augenblick zu wenig EE im Netz ist.

Das ist allgemein bekannt und unbestritten.
Wir brauchen schnell regelbare Reservekapazitäten auf Gasbasis - GuD und BHKW.
Die sind preiswert, flexibel und können relativ schnell errichtet werden.
Als Brennstoff sind prinzipiell die heute schon produzierten 80 Milliarden kWh Biogas einsetzbar, und längerfristig P2X Brennstoffe.

Alles kein Problem wenn man will.

Grüße
Frank

Verfasser: wpibex
Beitrag entfernt. Grund: Verletzung der Forumsregeln (siehe Forumsregeln)
Verfasser:
crink
Zeit: 17.06.2019 14:57:23
1
2795667
Moin,

dieser Juni bleibt spannend: Immer noch erzeugt PV mehr nutzbaren Strom als Braunkohle, es könnte also sein, dass dieser Monat der erste wird, an dem die Braunkohle nur noch an dritter Stelle liegt. So geht Energiewende.

Die Rangliste der Nettostromerzeugung der wichtigen Stromquellen bis 17.6., 14:13 Uhr:
1. Wind 20%
2. PV 18,4%
3. Braunkohle 18,2%
4. Atomkraft 12%
5. Biomasse 9,9%
6. Gas 8,5%
7. Steinkohle 7%
8. Wasser: 5,4%

Viele Grüße
crink

Zeit: 17.06.2019 15:37:26
0
2795687
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
[...]
Und was lernen wir daraus:
Bilanzielle Betrachtungen bei Strom sind für die Tonne.
Es hilft nichts im Sommer mittags Strom zu erzeugen, der im Winter nachts benötigt wird.
Es hilft nichts tagsüber Strom in der Autobatterie zu speichern in der Hoffnung sie später fürs Haus wieder[...]

Erstens:
Das sind drei unterschiedliche Themen, der Beinahe-Blackout, bilanzielle Betrachtung und Redundanz.

Zweitens:
Es wird kein Alternative angeboten. das ist auch nicht überraschend. Spätestens in dem Moment, in dm Alternativen Diskutiert werden, fällt sofort auf,das der beitag reine Polemik ist.

Die Bilanzielle Betrachtung ist völlig ok, und nicht "für die Tonne". Probleme gibt es erst, wenn teile vom Bilanzierten (EE-)Strom nicht genutzt werden.Aber dann tauscht das auch nicht in der Bilanz auf.

Die bilanzielle Auswertung ist gedacht für Theman wie Brennstoffverbrauch, Emisionen, Kosten... Und da funktioniert das auch Sie ist nicht gedacht für Sicherheitsfragen! Die Bilanzierung als für die Tonne abzuwerten anhand etwas, wofür sie nie gedacht war, ist reine Polemik und selbst für die Tonne.

Ja richtig, für (Versorgungs)Sicherheit sorgt Redundanz.
Teuer? Wie lautet die Alternative?

Stellt man diese Frage, so fliegt die Polemik abermals auf!

Die ach so teuren Kraftwerke braucht man so oder so, sowohl grundsätzlich als auch für die Bedarfsschwankungen. EE sorgt aber/ "nur" dafür, daß sie weniger Betriebsstunden mit weniger Brennstoffverbrauch und Emissionen/Müll verursachen. Und genau das senkt die Kosten, und zwar mehrfach.

Früher mußten die täglichen Bedarfsspitzen teuer mit Spitzenlatkraftwerken abgedeckt werden. Die PV paßt da sehr gut rein.

Es wird Brennstoff und weitere Betriebskosten gespart. Ja, der EE-Strom kostet auch. Aber dafür wird es bei den Kraftwerken billiger und nicht teuerer!

Wenn die Kraftwerke eher der Absicherung dienen und weniger Umsatz machen, Dann wird es auch hier billiger. Der Brennstoff ist dann nicht mehr der Kostenfaktor. Dadurch kommt zuehmend Gas zum Einsatz. Und das bedeutet:
-Weniger Emissionen (wird zunehmend ein Kostenfaktor)
-höhere Effizienz (elektrischer Wirkungsgrad und KWK)
-Nutzung des Erdgasnetzes möglich, weniger Netzausbau beim Strom
-niedrigere Bauosten. So oder so sind die alten Kraftwerke, vor allem Atom und Kohle, nach und nach fällig. Da muß so oder so irgendein Ersatz her. Gaskraftwerke sind vergleichweise billig.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 17.06.2019 16:18:56
0
2795699
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Die ach so teuren Kraftwerke braucht man so oder so, sowohl grundsätzlich als auch für die Bedarfsschwankungen. EE sorgt aber/ "nur" dafür, daß sie weniger Betriebsstunden mit weniger Brennstoffverbrauch und Emissionen/Müll verursachen. Und genau das senkt die Kosten, und zwar mehrfach.[...]

Irgendwie denke hier viel zu viele bei der Volatilität von EE gleich an GuD-Graftwerke mittels P2G. Dabei ist es noch gar nicht ausgemacht, dass es die optimalste Lösung sein wird.
Die Machbarkeit/Wirtschaftlichkeit alternativer Konzepte wird gerade ja untersucht..
Nettes Beispiel wäre (ich muss da an minecraft bzw. tetris denken ;-)
Energy Vault
Nach eigenen Angaben stehen sie in Verhandlungen für den Verkauf von 1200 Türmen. Vielleicht sind es ja auch lauter Tetris-verrückte Japaner

Dann gibt es auch in Deutschland was
Naturstromspeicher

Dann gibt es auch
Vulkangesteinspeicher

P2G wird sicherlich gebraucht (Chemie, etc.) Ob man das für Rückverstromung nutzt, ist IMHO noch recht ofen...

Grüße Nika

Verfasser:
HFrik
Zeit: 17.06.2019 16:33:05
1
2795706
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
[...]
Und was lernen wir daraus:
Bilanzielle Betrachtungen bei Strom sind für die Tonne.
Es hilft nichts im Sommer mittags Strom zu erzeugen, der im Winter nachts benötigt wird.
Es hilft nichts tagsüber Strom in der Autobatterie zu speichern in der Hoffnung sie später fürs Haus wieder[...]

Wenn man in D bzw in E mal auf die Idee käme bei dieser Chinesichen Hinterhofklitsche auch inige Leitungen der angegebenen Dimensioonen zu bestellen, wäre das Problem mit "nachts" und "kein PV-Strom" recht schnell Geschichte.
changji-guquan

Zeit: 17.06.2019 16:58:54
2
2795715
Beim Thema Netzausbau wird auch gemogelt und mit zweierlei Maß gemessen.

Wir haben aber zu hohen Anteilen gewaltige hochzentralisierte Großkraftwerke im Gigawattmaßstab. Die bekamen auch ihre Netzanbindung hingeklatscht. Da wurde nicht groß gefackelt. Und nun ist es ein "Riesenthema" bei EE.

Ab und an taucht die Behauptung auf, EE-Strom würde die Netze "verstopfen". Aus Verbrauchersicht ist das völliger Quatsch. Der Bedarf hat sich kaum geändert. Das Netz reicht also Prinzipiell. Denzentralisierung, unter anderem mit EE, entlastet sogar das Netz. Engpässe gibt es allenfalls durch die Abschaltung/Stillegung von (Groß)Kraftwerken). Der "Ersatz" nimmt nicht immer die gleichen Routen. Manchmal wird aber auch der Ersatz fast genau dort gebaut.

Der Netzausbau dient einem großen Teil dem Atomausstieg und den (neuen) Kohlekraftwerken und natürlich auch den großen EE-Parks, aber eben nur "auch". Optional sind dann noch weitere Netzausbauten, um EE-Ertragsspitzen besser verteilen und nutzen zu können, anstatt sie abzuregeln. Das ist derzeit noch eine überschaubare Menge.

Gemogelt wird beim Thema "echter" Engpaß. Wenn z.B. der bayrische Sonnenstrom nicht voll in den Norden findet oder der Nordseestrom (Wind) es nicht in die Berge schafft, ist das eine Sache. Dann wird EE abgeregelt und nicht das Kraftwerk am Ziel. Die Abregelung ist aber noch überschaubar. Das ist nicht schön, aber aus Netzsicht kein Drama. Das ist dann eher ein Problem der EE-Anagen. Sie werden dann nicht voll genutzt.

"Richtig" eng wird es dann, wenn der EE-Strom fossilen Strom nicht ersetzt, sondern beides zusammen durch die Leitung soll, weil man z.B. das Grundlastkraftwerk (Atomkraftwerk, Braunkohlekraftwerk...) nicht abregeln/abschalten kann/will. Das hat man dann, wenn ein solches Kraftwerk in der gleichen Gegend steht oder auf dem Weg liegt. So gibt es im Odten Braunkohlestrom und Windstrom. Für Windstrom aus Schleswig-Holstein liegt z.B. das Atomkraftwerk Brokdorf "im Weg".

Man zeigt dann gerne auf die "böse" EE.

Das Problen sind dann aber technisch die Gundlastkraftwerke (begrenzt abregelbar) oder das Verlangen der Konzerne die Kraftwerke auszulasten und den Strom dann zu exportieren. Dann reicht die Trasse zwar für den Bedarf, aber nicht mehr für den zusätzlichen Export in gewünschter Höhe.

Diese speziele Form der Engpässe macht einen nicht unbedeutenden Teil aus und verschwindet mit der Grundlastkraftwerken nach und nach. Das entlastet das Thema Netzausbau.

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 17.06.2019 19:33:14
0
2795752
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]

Erstens:
Das sind drei unterschiedliche Themen, der Beinahe-Blackout, bilanzielle Betrachtung und Redundanz.
Du hast schon recht. Mit der gleichen Logik kann man aber auch sagen:
Das sind drei unterscheidliche Themen: Stromerzeugung, Stromtransport, Stromverbrauch.

Das ist jetzt keine Polemik, sondern deine Argumentationslogik/Argumentationsweise.

Zeit: 17.06.2019 21:46:37
1
2795785
Richtig!
Das ist keine Polemik.
Das war in dem anderen Fall ja auch keine Polemik.
Das sind schlicht und einfach drei verschiedene Aspekte.
Die greifen zwar hier und da ineinander, sind und bleiben aber verschiedene Dinge!

Die Polemik besteht in der "Kritik", bei der

-völlig sinnfreie Gegenüberstellungen erfolgen, z.B.


bilanzielle Rechnung Sommer/Winter also Energiemengen in kWh
vs
Leistung beim Thema Beinahestromausfall.

Arbeit bzw. Energiein kWh und Leistung in kW sind unterschiedlich Dinge!
Natürlich ergibt das Murks wenn man das durcheinanderwürfelt!

Ich sage nur:
Bestimmungsgemäßer Gebrauch.
Dann funktioniertt es.
Dann macht es Sinn!

Nach deiner "Logik" wären Tacho und Maßband "für die Tonne", weil man nur mit dem Tacho keine Entfernungen messen kann und nur mit dem Maßband keine Geschwindigkeit messen kann.

-Kosten Kritisiert werden, ohne das Alternativen geboten werden, bzw. die im Fall ohne EE sogar noch höher sind!

...

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 17.06.2019 23:02:39
0
2795801
Nun Feuer,
Wieder mal ein unnötig langer Sermon, nur um zu bestätigen, was ich sage.
Bilanzielle Aussagen sind bei Strom wertlos.

Leistung zum richtigen Zeitpunkt ist entscheidend.
Dann wenn ne Stromheizung die Leistung braucht muss EE über den normalen Leistungsbedarf noch den Stromheizungsleistungsbedarf liefern, was nur wenige Stunden des Jahres der Fall ist.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 18.06.2019 00:25:02
0
2795810
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
[...]


P2G wird sicherlich gebraucht (Chemie, etc.) Ob man das für Rückverstromung nutzt, ist IMHO noch recht ofen...




Die deutsche Strom- und Gaswirtschaft sieht das etwas anders

BDEW – Positionspapier 28. Mai 2019

Eine Schlüsseltechnologie der Sektorkopplung ist Power-to-Gas (PtG). Durch die Umwandlung erneuerbarer elektrischer Energie in gasförmige Energieträger durch Elektrolyse3 kann diese Energie unter Nutzung existierender Infrastrukturen und Anwendungen in den anderen Sektoren nutzbar gemacht werden und somit zu deren Dekarbonisierung beitragen.

PtG kann derzeit als einzige Anwendung alle Sektoren (Strom, Industrie, Wärme und Verkehr) miteinander koppeln und dabei gleichzeitig eine übersaisonale Speicherfähigkeit von Energie sicherstellen.

Dieses kombinierte Alleinstellungsmerkmal macht PtG zu einer Schlüsseltechnologie
der Sektorkopplung
.

PtG liefert bei Nutzung von EE-Strom grünes Gas, das in
der Wertschöpfungskette aller Sektoren im Sinne der Klimaschutzziele weiterverarbeitet werden kann 4 Dafür gilt es, die Perspektive werthaltiger Infrastruktur (Gasnetze und -speicher) zu sichern, um diese auch in Zukunft weiter nutzen zu können.


Dietmar Lange

Zeit: 18.06.2019 00:30:41
2
2795811
Ach Manfred, du verdrehst es mal wieder mit der Brechstange, wie es dir paßt. Das Original kann kann doch jeder nachlesen, steht es doch direkt ein paar Zeilen höher. Wer soll deine Unterstellungen da noch glauben?

Der Einwand, daß du mal wieder völlig unpassende Dinge völlig ungeeignet in einen Topf geworfen hast, ist woh kaum eine Bestätigung

Leistung und Bilanz sind völlig unterschiedliche Dinge!
Dadurch wird keines von beiden falsch.

Und nun setzt du noch einen drunter mit der nähsten unsinnigen Behauptung.
Zitat:
Dann wenn ne Stromheizung die Leistung braucht muss EE über den normalen Leistungsbedarf noch den Stromheizungsleistungsbedarf liefern, was nur wenige Stunden des Jahres der Fall ist.

Grundsätzlich muß die gelieferte Leistung dem Bedarf entsprechen.
Und das war es auch schon.

Das gilt nicht speziell für "Elektroheizungen", was auch immer das sein soll in deiner eigenen Welt. Auch Gasheizungen funktionieren nicht ohne Gas. Die meisten brauchen sogar ebenfalls Strom.

Auch hier mal wieder Polemik:
In der Kritik wird völlig unbegründet eine spezielle Forderung an ein bestimmtes Produkt geschraubt, ohne selbst eine Alternative zu benennen.

Damit zeigst du nur eines:
Du hast selbst keine Alternative, die deinen eigenen speziellen Anforderungen gerecht wird!

Verfasser:
gnika7
Zeit: 18.06.2019 00:54:47
0
2795814
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Die deutsche Strom- und Gaswirtschaft sieht das etwas anders
[...]

Was sehen denn die anders? Können die im Gegensatz zu anderen etwa in die Zukunft sehen? Dass sie es anders sehen, als Unternehmen anderer Branchen, ist wohl nicht besonders verwunderlich. Was sollen denn die sonst tun?

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 18.06.2019 01:42:43
0
2795815
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Was sehen denn die anders? Können die im Gegensatz zu anderen etwa in die Zukunft sehen? Dass sie es anders sehen, als Unternehmen anderer Branchen, ist wohl nicht besonders verwunderlich.

Was sollen denn die sonst tun?



Strom und Gas produzieren und verteilen.

Das wollen die Herrschaften auch in der Zukunft, die jetzt vorbereitet wird.
Was dafür konkret erfolgen sollte, steht in dem Positionspapier.

Dietmar Lange

Verfasser:
MaJen
Zeit: 18.06.2019 08:22:55
0
2795842
Und auch das:

„Potenziale und technische Entwicklung sind aus heutiger Warte nicht abschließend zu beurteilen. Nach einer Markteinführungsphase sollte vor allem der Markt entscheiden, ob eine Technologie einen effizienten Beitrag zur CO2-Reduktion im Rahmen gekoppelter Sektoren mit gleichen Wettbewerbsbedingungen leisten kann.“

Verfasser:
gnika7
Zeit: 18.06.2019 10:29:05
0
2795879
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Was dafür konkret erfolgen sollte, steht in dem Positionspapier.

Du sagst es ja selber, es ist ein Positionspapier. Die Bedeutung dieses Begriffs ist dir hoffentlich klar. Ansonsten siehe auch Beitrag von MaJen

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verdammt schrieb: Hallo cirion, Hallo Rastelli, ich bin echt so froh das ihr euch Zeit nehmt und mich unterstützt mit meiner Anlage. Hier unter diesem Link habe ich alles abgelegt und wenn weiter was benötigt wird...
mtx0815 schrieb: Moin ! Die im Gerät verbaute Pumpe ist ungeregelt. Der Kabelbaum ist allerdings universal und hat daher den Anschluss für die Drehzahlregelung einer UPER20-60 alternativ einer UPM20-70. ABER die Software...
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