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Markt-Zukunft der Solarthermie
Verfasser:
gnika7
Zeit: 18.06.2019 19:18:07
3
2796042
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Über die fachliche Substanz und Qualität einiger der hier dann lesbaren Entgegnungen zu solchen Mitteilungen schweigt des Sängers Höflichkeit[...]

Das stimmt, der fachliche Bezug deiner Beiträge zu den referenzierten Aussagen war gleich 0. Du solltest tatsächlich die Substanz und Qualität deiner Beiträge verbessern. Das war genau der Kritikpunkt und nicht der Inhalt der Mitteilungen.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 18.06.2019 19:28:12
0
2796048
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

Bei den oft eklatanten Widersprüchen zu Branchenpositionen ist das Verlinken von Verbandsmitteilungen eine einfache Möglichkeit, dass sich die Masse der interessierten „stillen Mitleser“ selbst ein Bild davon machen kann wie Industrie und SHK Fachhandwerk die hier diskutierten Probleme bewerten.


Wo ist denn nun dieser ominöse Widerspruch?

(Oder ist dein Schweigen zu der Thematik als Eingeständnis zu werten, beim Strohmann bauen erwischt worden zu sein?)

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 18.06.2019 19:29:33
0
2796049
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Aber man kann damit natürlich den Keller trocken heizen und dann mit tollen Zahlen prahlen. [...]

Aha, und woher weißt das?

Kann es nicht eher der Fall sein das diese Erträge bei den meisten Betreibern überhaupt nicht in der Ertragsbilanz auftaucht?

Btw: Bei deinen 14000 kWh Wärmebedarf würde ich mal nachdenken wo deinerseits noch Handlungsbedarf besteht.

P.S.: Es soll auch STA-Betreiber geben die ihre sommerlichen Überschüsse zur Pool-Beheizung verwenden.

Nur mal so.

Verfasser:
delta97
Zeit: 18.06.2019 20:24:23
1
2796066
Was hier im Forum zuwenig klar wird, ist der generell miese Gebäudezustand. Es müssen nicht alle SolarMB Niveau erreichen. Aber in diese Richtung muss es geben. Dazu kann man als Liebhaberobjekt durchaus (noch) Solarthermie bauen.

30 % weniger CO2 ist toll, aber das Ziel ist CO2 frei. Da bleibt für ST fast nur noch für die Fernheizung in Kombination mit Holz etc. Und kurzfristig ist ST eine Option für die renitenten Öl und Gasheizer. Gruss delta97

Es gibt einige Dinge die hier unnötig sind:
> unreflektiert Links posten
> zitieren, mit Verzerrung der ursprünglichen Aussage
> nur mal so .. :-)))
> mangelnde Klarheit : Wenn ich Dietmar kritisieren will, dann bin ich Mann's genug, das auch zu schreiben. Anstatt "einige[n] Schreiber(innen)" kann ich auch gleich Nicole erwähnen.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 18.06.2019 20:43:06
0
2796068
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen

dann bin ich Mann's genug, das auch zu schreiben. Anstatt "einige[n] Schreiber(innen)" kann ich auch gleich Nicole erwähnen.
[...]

Das ist nur ein Trick um der Löschung der Beiträge aufgrund persönlicher Auseinandersetzung zu entgehen .

Verfasser:
MaJen
Zeit: 18.06.2019 20:51:53
1
2796072
18.6.2019:

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Was hier gepostet wird, ist die subjektive Sicht und die sehr begrenzte Marktkenntnis einiger Schreiber(innen).

Wer Märkte wirklich analysieren will, sollte wissen, dass je nach verwendeten Auswertekriterien sehr unterschiedliche Trends vorliegen. [...]


8.1.2013:

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zukunft Solarthermie- für alle Untergangspropheten

Bei Neubauten wächst der Anteil von Häusern, bei denen die regenerative Baupflicht mit ST- Anlagen erfüllt wird, systematisch.

Statistisches Bundesamt: Jeder fünfte Bauherr nutzt Solarthermie-Systeme

Absolute Zahlenwerte findet man im Erfahrungsbericht zum EEWärmeG des BMU vom Dezember 2012.

2009: 15.700 Anlagen
2011: 20.547 Anlagen

2012 ist wegen der gestiegenen Anzahl von Neubauten mit einer Fortsetzung des Trends zu rechnen.

Für 2013 kann mit einer weiteren Trendfortsetzung gerechnet werden, da die Zahl der Baugenehmigungen 2012 angestiegen ist

Interessant dabei:

Der Anstieg bei Neubauten erfolgte nach Wegfall der Förderung im MAP

,[...]


Statt dem Szenario Ihrer Profi – Analyse von vor über sechs Jahren Sind die Installationszahlen in Deutschland nicht gestiegen, sondern haben sich seit 2012 fast halbiert.

Marktanalysen und Prognosen sollte man wirklich Profis überlassen.

Verfasser:
delta97
Zeit: 18.06.2019 21:19:54
1
2796081
OT @gnika7 aber dann lassen wir bitte dieses Detail ..
... wenn mir (d)eine Aussage nicht passt, dann sage ich auch genau von wem. Ich habe damit kein Problem, Admin auch nicht. Entscheidend ist, wie man in den Wald ruft. Was mir nicht passt sind unklar adressierte Vorwürfe in den Raum zustellen. Keiner weiss wer gemeint ist - jeder vermutet was. Bsp ..es wird immer wieder behauptet ..viele Schreiber schreiben immer wieder.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.06.2019 00:01:50
0
2796116
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
18.6.2019:

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Statt dem Szenario Ihrer Profi – Analyse von vor über sechs Jahren Sind die Installationszahlen in Deutschland nicht gestiegen, sondern haben sich seit 2012 fast halbiert.

Marktanalysen und Prognosen sollte man wirklich Profis überlassen.


Ich hatte damals geschrieben;

Zukunft Solarthermie- für alle Untergangspropheten

Bei Neubauten wächst der Anteil von Häusern, bei denen die regenerative Baupflicht mit ST- Anlagen erfüllt wird, systematisch.

Statistisches Bundesamt: Jeder fünfte Bauherr nutzt Solarthermie-Systeme

Absolute Zahlenwerte findet man im Erfahrungsbericht zum EEWärmeG des BMU vom Dezember 2012.

2009: 15.700 Anlagen
2011: 20.547 Anlagen

2012 ist wegen der gestiegenen Anzahl von Neubauten mit einer Fortsetzung des Trends zu rechnen.


Die damalige Aussage zum Trend ST bei Neubauten kann bei STATISTA bis 2017 in der Datenbank im Detail nachgeprüft werden.
Ein leicht positiver Trend setzte sich bis zur EnEV Novelle 2016 fort.

Statistiken zu lesen und zu verstehen ist manchmal nicht ganz einfach

:-)))

Dietmar Lange

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.06.2019 00:51:08
0
2796120
Für alle gegenwärtigen Untergangspropheten Solarthermie eine brandaktuelle Lageeinschätzung und Prognose aus den Bundeswirtschaftsministerium

Sonnige Aussichten

keine Wärmewende ohne Solarthermie

Dr. Frank Heidrich, Leiter der Unterabteilung "Wärme und Effizienz in Gebäuden" im Bundeswirtschaftsministerium, ist überzeugt: "Die Wärmewende kann nur mit Solarthermie gelingen." Auf dem Branchentreff "Symposium Solarthermie und innovative Wärmesysteme" diskutierte er die wichtigen Themen der Solarthermie-Forschung im Mai 2019 mit Solarthermie-Experten. Das Fazit: Die Forschung im Bereich Niedertemperatur-Solarthermie ist in Deutschland insgesamt auf einem hohen Niveau, im Bereich der Speicher- und Kollektortechnik sowie bei der Systemtechnik und neuen Anwendungsgebieten.
Seit Beginn der 90er Jahre wuchs der Solarthermie-Markt kontinuierlich, seit einigen Jahren steht er in stark wachsender Konkurrenz zu weiteren Technologieoptionen. Der jährliche Bericht "Solar Heat Worldwide" gibt seit 15 Jahren einen umfassenden Überblick über die globale Marktentwicklung. Weltweit waren Ende 2018 demnach rund 686 Millionen Quadratmeter (480 Gigawatt) Solarkollektoren installiert. Nach China, den USA und der Türkei ist Deutschland das Land mit der viertgrößten installierten Kollektorfläche beziehungsweise der viertgrößten installierten solarthermischen Leistung. Ende 2018 waren in Deutschland etwas mehr als 20 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren installiert. Das entspricht einer installierten, thermischen Leistung von 14,4 Gigawatt.

Deutschland ist Technologieführer

Seit Beginn der Solarthermie-Forschung bis heute gilt Deutschland weltweit als führend in der Entwicklung entsprechender Technologien, was sich allerdings nicht gleichermaßen im aktuellen Marktwachstum in Deutschland widerspiegelt. Verschiedene Studien bescheinigen der Solarthermie aber das Potential, bis zu einem Viertel des Bedarfs an Niedertemperaturwärme decken zu können.
Künftige Marktchancen sehen Branchenexperten besonders im Bereich der solaren Prozesswärme, bei der Unterstützung von Wärmenetzen und beim solaren Bauen - von Solarhäusern bis hin zu solaren Stadtquartieren einschließlich fassadenintegrierter Lösungen. Zunehmend wichtig wird demnach auch das Zusammenwachsen flexibler Strom- und Wärmemärkte werden - zum Beispiel durch die thermische Speicherung von überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energien. Forschungsförderung und die Marktanreizförderung für das Modellvorhaben "Wärmenetzsysteme 4.0" greifen hier ineinander.

Kleiner Hinweis :

„Solares Bauen“ betrifft sowohl den Gebäudebestand als auch den Neubaubereich. Über Bestandssanierungen von EFH und MFH auf einen Sonnenhausstandard wurde in den letzten Jahren immer wieder vom Sonnenhausinstitut berichtet.

Solare Deckungsgrade > 50% werden ebenfalls oft als „Sonnenhäuser“ bezeichnet und sind bei Neubauten einfach und im Gebäudebestand EFH in Kombination mit moderner Brennwerttechnik mit Kollektorflächen erreichbar, die auf typischen deutschen EFH Dachflächen zur Verfügung stehen.

Grobe Richtwerte liegen im Anwendungsfall EFH bei > 25 m² Kollektorfläche und setzen eine professionelle Anlagenplanung unter Beachtung des Zustands der Gebäudehülle voraus.

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 19.06.2019 07:38:50
4
2796131
In den Geschichtsstunden lernt man die Vergangenheit kennen und kann Fehler ermitteln , die gemacht wurden .

Diese Fehler kann man korrigieren, das wird dem kommenden GEG geschehen .

Schon heute ist die Wärmepumpe in Neubauten sehr gut vertreten , denn Sie ist die effektivste heizungart, dieses wird durch die Nutzung der pv weiter verstärkt.

Im Gegensatz zu solarthermie , die nur warmes Wasser liefert , liefert die pv Strom , der vielseitiger genutzt werden kann.

Ich finde es immer klasse., wenn ich die Werte unserer Pv und unserer Bwp auslese ..
Im Sommer also jetzt verbraucht die Bwp gerade mal 1,2 kWh unseres pv Stroms, der Rest kann anderweitig genutzt werden .

Solar MB hat bei diesen Wetter 35 kWh Ertrag aus der solarthermie, die er nur bekommt weil er seinen Keller heizt um seine Werte zu schönen.
Bei Winterwetter ( bedeckt und diesig) nur 1 /10 also 3,5 kWh.
Dann benutzt er seine Ölheizung mit all ihren Abgasen. Klasse Verbesserungen lohnen sich nicht mehr , weil Öl so billig ist und der Vorrat gross .

In dieser Zeit ist der nutzen einer pv schon wieder besser sobald sie in Kombination mit einer Wp arbeitet .

Dieses werden wir in der nächsten Heizperiode ermitteln , solange solar MB nicht kneift .

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 19.06.2019 08:07:55
0
2796137
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Solar MB hat bei diesen Wetter 35 kWh Ertrag aus der solarthermie, die er nur bekommt weil er seinen Keller heizt um seine Werte zu schönen.
Bei Winterwetter ( bedeckt und diesig) nur 1 /10 also 3,5 kWh. [...]

Diese 35 kWh ST-Ertrag sind noch nicht verwertbar. Dies wird sich in einigen Jahren ändern sobald der Pool projektiert wird.

Warum du permanent auf das sog. schönen der Werte herumreitest wirst nur du wissen. Fakt ist Es werden in den Sommermonaten grundsätzlich nur Energieaufwand für WW zzgl. Speicherverluste gewertet.

Btw: Um 8:00 Uhr lag der EE-Anteil bei müden 30%, KKW mussten ca. 20 GW, AKW's aus Frankreich 4 WG.

PV < 1 GW, Wind < 7 GW.

> 25 GW die morgens durch EE ersetzt werden müssen. Das wird noch eine teure Nummer!!

Verfasser:
MaJen
Zeit: 19.06.2019 08:12:01
0
2796138
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen


Solare Deckungsgrade > 50% werden ebenfalls oft als „Sonnenhäuser“ bezeichnet und sind bei Neubauten einfach und im Gebäudebestand EFH in Kombination mit moderner Brennwerttechnik mit Kollektorflächen erreichbar, die auf typischen deutschen EFH Dachflächen zur Verfügung stehen.[...]


Was kostet denn so eine Anlage einschließlich ST Deckungsgraden > 50% im Neubau (Annahme Wärmebedarf ca 10.000 kwh p.a.)

und was im Altbau (Annahme Wärmebedarf ca 25.000 kwh)

einschließlich Sekundärwärmeerzeuger (Gas?), Speicher, und wie groß ist die dazugehörige ST-Fläche in etwa?

Ich habe nämlich ein Angebot für Neuinstallation eines Bekannten für einen schlecht gedämmten Altbau mit 28 qm RöhrenkollisST mitbekommen, das liegt über 30 kEUR incl. Gasheizung und ST-/WW-Speichern. Sind das in etwa erwartbare Zahlen?

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 19.06.2019 11:05:38
1
2796153
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Statistiken zu lesen und zu verstehen ist manchmal nicht ganz einfach



So ist es. Insbesondere, sollte man nicht von einem Teilsegment auf den Gesamtmarkt schließen.

So hat sich der Zubau im Solarthermiemarkt (in m²) trotz des Baubooms der letzten Jahren in 2016-2018 (+500.000m² p.a.) gegenüber den Jahren 2010-2012 (1.200.000m² p.a.) mehr als halbiert. In Anlagen gerechnet ist der Rückgang beim Zubau nicht ganz so hoch (2010-2012 +136.666 Anlagen | 2016-2018 + 70.000 ) (Ohne Berücksichtigung von Ersatzinstallationen, BSW-Solar, BDH, Stand 2/2019)

Vor dem Hintergrund sind mir die beständigen Jubelmeldungen, die man hier lesen darf, nicht wirklich verständlich.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 19.06.2019 11:24:17
1
2796157
Ergänzung:

2010 - 2012 im Mittel 181.000 fertig gestellte Neubauwohnungen pro Jahr

2016 - 2018 im Mittel 287.000 neue Wohnungen

Zuwachs fast 60% bei der Bautätigkeit
Trotzdem Einbruch bei den neu installierten ST-Anlagen.

Grüße
Frank

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 19.06.2019 11:30:13
0
2796160
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]



So ist es. Insbesondere, sollte man nicht von einem Teilsegment auf den Gesamtmarkt schließen.



Wer lesen kann, ist im Vorteil !

Es ging um des Marktsegment Neubauten.


Mit der Einführung des EEWärmeG gelten hier andere Spielregeln wie im Gebäudebestand.

Im PV Markt verhält sich das Marktsegment ausschreibungspflichtige Großanlagen auch völlig anders als das Marktsegment Dachanlagen bis KWp.

Die letzte hier eingestellte „Jubelmeldung Solarthermie “ wurde vom BMWi verfasst.

Wenn das einigen Schreiber(innen) nicht in das Weltbild passt, ist das nicht mein Problem

Dietmar Lange

Verfasser:
gnika7
Zeit: 19.06.2019 11:37:22
6
2796164
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

Die letzte hier eingestellte „Jubelmeldung Solarthermie “ wurde vom BMWi verfasst.

Wenn das einigen Schreiber(innen) nicht in das Weltbild passt, ist das nicht mein Problem

Ich frage mich gerade, warum es kein Verstoß gegen die Forumsregeln ist, wenn du wiederholt Mitteilungen von Verbänden&Co hier unreflektiert und ohne Bezug zur Diskussion postest?
Aber vielleicht habe ich übersehen, dass dies ein Presseportal für solche Meldungen ist.

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 19.06.2019 11:42:05
0
2796167
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Zuwachs fast 60% bei der Bautätigkeit
Trotzdem Einbruch bei den neu installierten ST-Anlagen.

Der gleiche Trend dürfte aber auch bei PV feststellbar sein.

Auf 60 Neubauten ist lediglich 1 PV verbaut worden.

Bauen ist grundsätzlich sehr teuer geworden, da bleibt den meisten Häuslerbauern kein Spielraum für EE.

Gruß
Rudi

Verfasser:
MaJen
Zeit: 19.06.2019 11:58:24
0
2796176
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Was kostet denn so eine Anlage einschließlich ST Deckungsgraden > 50% im Neubau (Annahme Wärmebedarf ca 10.000 kwh p.a.)

und was im Altbau (Annahme Wärmebedarf ca 25.000 kwh)

einschließlich Sekundärwärmeerzeuger (Gas?), Speicher, und wie groß ist die[...]



Hat keiner eine Hausnummer?

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 19.06.2019 12:13:39
1
2796180
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen

Wer lesen kann, ist im Vorteil !



So ist es!

Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zukunft Solarthermie- für alle Untergangspropheten

Bei Neubauten wächst der Anteil von Häusern, bei denen die regenerative Baupflicht mit ST- Anlagen erfüllt wird,[...]



Ich schrieb darauf hin:

Insbesondere, sollte man nicht von einem Teilsegment auf den Gesamtmarkt schließen.

Nochmal in Ruhe lesen. Zukunft Solarthermie, Untergangspropheten, Neubauten, wachsender Anteil...

Verfasser:
MaJen
Zeit: 19.06.2019 12:21:35
1
2796181
Wie es mit dem "natürlichen Partner" der ST aussieht, zeigt die Studie "Roadmap Gas für die Energiewende": Die Frauenhofer-Wissenschaftler warnen vor Unwirtschaftlichkeit des Gasnetzes zur Wärmeversorgung und darauf folgender Stillegung von Gasverteilungsnetzen:

"Die Nutzung von Gasen in den heutige Hauptanwendungsfeldern (Heizenergie,
Prozessdampf, Stromerzeugung) ist bei konsequenter Verfolgung der langfristigen Energieund Klimaschutzziele und der Gebäude-Effizienzstrategie der Bundesregierung voraussichtlich längerfristig stark rückläufig (vgl. Kapitel 2.2). Andererseits entstehen bei sehr ambitionierten Klimaschutzanstrengungen potenziell neue wichtige Anwendungsfelder für gasförmige Energieträger. Besonders hoch kann der Bedarf im Schwerlastverkehr und als Feedstock in der Grundstoffchemie ausfallen. Hier bedarf es auf Ebene der Politik in absehbarer Zeit einer Klärung, ob gasförmiger Energieträger künftig eine größere Rolle spielen sollen (vgl. Kapitel 6.4)

• Verteilnetze: Die technischen Herausforderungen, welche sich aus den potenziell stark rückläufigen Bedarfen insbesondere im Gebäudebereich ergeben, sind beherrschbar und die absoluten Kosten für den notwendigen Austausch von Zählern und Gasdruckreglern vergleichsweise gering. Es ist jedoch eine starke Steigerung der spezifische Kosten, stark bis moderat ausfallen kann, zu erwarten (vgl. Kapitel 5.3.1). Die Abnahme des Gasbedarfs kann in bestimmten Gebieten dazu führen, dass ein Netzbetrieb nicht mehr wirtschaftlich ist.
"


Das "Ob" der langfristigen Versorgung und die Steigerung der hiermit verbundenen, spezifischen (Umrüst-) Kosten hat auch mir Markt-Zukunft der Solarthermie zu tun, ansonsten ist diese Studie sicher eine komplette Lektüre wert.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 19.06.2019 12:45:13
8
2796186
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Es ist jedoch eine starke Steigerung der spezifische Kosten, stark bis moderat ausfallen kann, zu erwarten (vgl. Kapitel 5.3.1). Die Abnahme des Gasbedarfs kann in bestimmten Gebieten dazu führen, dass ein Netzbetrieb nicht mehr wirtschaftlich ist.[...]

Ist ja lustig, dass schon mehrere profillose Foristen hier, mich inklusive, auf diesen Umstand hingewiesen haben. Bei sinkendem Bedarf und steigenden Anteilen von WPs werden die Verteilnetze halt im Vergleich zu Gastanks auf dem Grundstück einfach zu teuer.... Und sobald man darüber nachdenkt den teueren Gasnaschluss zu kündigen, weil Gastank günstiger ist, denkt man auch zwangsweise darüber nach den primären Wärmeerzeuger zu wechseln. Und wenn dieser dann strombasiert ist, wird kein vernünftig denkender Mensch sich eine ST zulegen...

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 27.06.2019 16:37:52
0
2797951
Ein für die Zukunft Solarthermie in D interessantes Modellprojekt

Baubeginn für Deutschlands größte Solarthermieanlage

Kollektorfeld 14.800 Quadratmeter
Druckspeicher 2000 Kubikmeter

Die CO2-Einsparung des gesamten kommunalen Klimaschutz-Modellprojektes beträgt 3700 Tonnen pro Jahr - das entspricht rund 1,6 Millionen Liter Benzin oder einer Waldfläche von rund 470 Fußballfeldern. Die Wärmeerzeugungsprognose der Solarthermie-Anlage liegt bei 5500 Megawattstunden pro Jahr. Mit rund neun Megawatt (MW) Spitzenleistung wird sie die größte Anlage Deutschlands sein

Dietmar Lange

Zeit: 27.06.2019 17:47:31
1
2797963
Das hatten Sie erst kürzlich genau hier schon einmal als Beipiel genannt. Es ist also weder neu noch eine weitere Anlage.
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
[...]


Die Technologie lebt !

Das erreicht fast dänische Dimensionen.

Größtes Solarheizwerk Deutschlands

[i]In Ludwigsburg in Baden-Württemberg haben die Vorbereitungen für den Bau der bisher größten Solarthermieanlage Deutschlands[...]


Durch Wiederholung wird es nicht besser, im Gegenteil!

Zitat:
Das Projekt wird rund 15 Millionen Euro kosten und mit knapp zehn Millionen Euro vom Bund gefördert.

Vorher waren es noch 13 Millionen Euro. Die Kosten sind also um weitere 2 Millionen Euro gestiegen. Die Anlage ist damit weit, weit, weit entfernt von den vielfach beschworenen niedrigen Kosten, die Sie offenkundig sachlich völlig falsch damit in Verbindung bringen versuchen, so auch hier:
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Zu den Kosten pro TWh Wärme mit solchen speziellen Anlagen informierte der zuständige Fachmann aus Regensburg schon vor dem Projektstart und hat damit wahrscheinlich auch die künftige Betreiber überzeugt.

[url=https://www.youtube.com/watch?v=EIbC2qqf_Hw]Solare Fern – und[...]

Die Anlage ist weit, weit, weit weg von den dort genannten 2,5 bis 4,5 Cent/kWh. jenes Video hat nichts mit diesem Projekt zu tun! Folglich gehören auch die Zahlen nicht zueinander. Der gemeinsame Nenner ist die Firma Arcon-Sunmark. Das war es aber auch schon. Die Firma betreut sehr unterschiedliche Projekte mir sehr unterschiedlichen Vorausetzungen und Zahlen. Das wird hier aber gezielt vermischt.

Die Anlage ist mit einem berechneten Nennwert von 5.500 MWh = 5.500 000 kWh ausgewiesen. Das wären bei nun 15 Millionen Euro Invest 2,72 € /kWh auf ein Jahr gerechnet. Es fehlt noch der Faktor Standzeit. Das wären beispielsweise bei 10, 20 oder 30 Jahren ca. 27, 14 oder 9 Cent / kWh.

Und das sind nur die Baukosten, ohne jegliche Betriebkosten bzw. Personalkosten z.B. für die Abrechnung!
Beim Endunden wird es entsprechend teurer.


"Zum Glück" wir das Projekt größtenteils über Steuergeder finanziert / subventioniert. Dann zahlt es der Bürger zwar ebenfalls, aber er bekommt es nicht mit, da er keine Abrechnung dafür erhält.

Aber warten wir erst einmal ab, wie teuer die Anlage am Ende tatsächlich wird und wie hoch der Nettoertrag am Ende tatsächlich ist. Derzeit sind es nur vorberechnete Werte. Und man sieht an den um 2 Millionen Euro gestiegenen Baukosten, daß diese Zahlen noch nicht endgültig sind.

Ich hoffe für die Betroffenen, daß es nicht ganz so schlimm wird wie beim Desaster Gutleutmatten.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 27.06.2019 18:03:34
0
2797968
Zitat von Ich_habe_Feuer_gemacht Beitrag anzeigen
Das hatten Sie erst kürzlich genau hier schon einmal als Beipiel genannt. Es ist also weder neu noch eine weitere Anlage.
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Die Anlage ist weit, weit, weit weg von den dort genannten 2,5 bis 4,5 Cent/kWh.
...
Die Anlage ist mit einem berechneten Nennwert von 5.500 MWh = 5.500 000 kWh ausgewiesen. Das wären bei nun 15 Millionen Euro Invest 2,72 € /kWh auf ein Jahr gerechnet. Es fehlt noch der Faktor Standzeit. Das wären beispielsweise bei 10, 20 oder 30 Jahren ca. 27, 14 oder 9 Cent / kWh.
[...]


Die Sonne schickt keine Rechnung, aber dafür der Installateur eine mehr als doppelt so hohe pro kWh

:-)))

Zeit: 27.06.2019 18:08:00
0
2797969
Kurz:

Das ist ein Modellprojekt! Und genau deswegen wurde es mit 10 Millionen Euro gefördert. Ohne die10 Millionen Euro Förderung wäre das Projekt wohl kaum über die Prüfungsphase der Planung hinausgekommen.

Wenn so die Marktzukunft aussehen soll, werden also derartige Förderungen als Regelfall vorausgesetzt. Das kann man voraussetzen, ok. Dann ist es aber schon ziemlich zynisch bei Alternativen am Markt regelmäßig Wunschdenken zu unterstellen und anzukreiden.

Ständig heißt es hier:
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Bis dahin kann nur spekuliert werden wobei hier wieder feststellbar ist, dass oft der Wunsch der Vater des Gedankens ist.

Multimillionenförderungen pro Anlage in der Masse als Regelfall, und nicht nur für ein Modellprojekt, sind nichts anderes als ein Wunsch(denken)!

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