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Foren
Neubau EFH mit Grabenkolli nördlich von Dresden
Verfasser:
crink
Zeit: 16.05.2019 12:03:23
1
2785218
Hi Schnaffi,

nasser Sand ist die beste Bodenart: Wenn sichergestellt ist, dass die Solerohre den ganzen Winter über im Wasser liegen bzw. nur wenige cm unterhalb der Rohre der Boden komplett durchfeuchtet ist, dann kannst Du im TrenchPlanner auch Lehm als Bodenart einstellen und Dich wundern, wie viel besser die Leistung des Grabens wird.

Viele Grüße
crink

Ps @tuma: Im Mai kannst Du auch mit 1,2 m tief liegenden Rohren kühlen, im Juni sollten sie schon 1,4 m tief liegen usw.. Die Arbeitssicherheit gibt 1,75 als maximal sinnvolle Tiefe des Grabens vor (mit Abböschung und lastfreiem Streifen natürlich), also wäre das die perfekte Tiefe für einen Graben, der auch kühlen soll. In der Realität ist die Lagerung des Aushubs oft der limitierende Faktor, so dass ein Graben mit 1,5 m Tiefe viel leichter realisierbar ist - und im August/September dann halt nicht mehr so viel zur Kühlung beitragen kann. Zur Not hilft dann eine klassische effiziente Split-Klimaanlage, die verbraucht auch nicht viel Strom.

Verfasser:
Schnaffi
Zeit: 19.06.2019 20:19:22
0
2796289
Hallo.

Also die letzten Wochen waren stressig, erst plant man jahrelang alles mögliche und plötzlich kommt der Tag des Spatenstichs und man kommt sich völlig unvorbereitet vor 😂

Mittlerweile stehen schon fast alle Außenwände des Hauses.
Die beiden Solerohre liegen im Boden und sind auch schon „im Haus“!! Bilder muss ich erst bei imagshack hochladen und dann hier einstellen oder?! Habe einige gemacht...dann schreibe ich auch meine Erfahrung zu den Bildern hier rein.

Kurze Frage habe ich, hatte mal was über Sickertunnel über dem Graben gelesen, kann man das machen bzw eher über Kälte oder warme Seite? Die grabenenden sind nämlich nur leicht verfüllt, würde sich also anbieten da noch ne Versickerung mit reinzulegen. Was sagt ihr?

Grüße

Verfasser:
crink
Zeit: 19.06.2019 22:50:23
1
2796325
Moin,

speziell bei trockenem Boden lohnt sich eine Versickerung über dem kalten Ende. Bei bindigem Boden stört die Versickerung über dem kalten Ende nicht.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
Schnaffi
Zeit: 20.06.2019 00:33:51
0
2796335
Hi.
Ich habe beide Rohre genau an die Grundwassergrenze gelegt( bei 1,50m tiefe), es ist quasi immer feuchter Sand um die Rohre. Also lieber über das kalte Ende legen, wäre für mich auch die beste Lösung, tip top. Diese Woche Versuch ich auf jedenfall noch abzudrücken und die Bilder einzustellen!

Danke und Grüße

Verfasser:
Schnaffi
Zeit: 28.07.2019 13:43:15
1
2807130
Hallo.
Ich melde mich mit einem Erfahrungsbericht und ein paar Bildern zurück.
Hier nochmal der Grabenlink zur Verdeutlichung:
Graben final

Nachdem die Baugrube ausgehoben war stand der Bagger für den Graben zur Verfügung. Gegraben wurde in 2 Abschnitten da dass Aushubvolumen natürlich gewaltig war und nur in der Mitte des Gartens gelagert werden konnte. Nach anfänglicher Skepsis des Baggerfahrers für das Projekt :-) startete das ganze bei bestem Wetter. Genaue Zeiten kann ich nicht liefern aber ich schätze Grabenabschnitt E und F waren innerhalb 3h ausgehoben inkl. Trennung von Mutterboden und Sand/Lehm. Bei 1,50m kamen wir wie durch das Bodengutachten aufgezeigt an die Grundwassergrenze (man sieht auf den Bildern sehr schön die Pfützen).
Die Verlegung der Rohre begann am nächsten Tag mit 5 Mann, 4 Personen wären vielleicht auch gegangen aber unter deutlich mehr Anstrengung. Die Start-Kilometrierung wurde mit Klebeband markiert und der einlaminierte Verlegeplan inkl. Kabelbindern, Abstandslehren und Handschuhen bereit gelegt. Alle Helfer trafen pünktlich ein und es konnte losgehen. Nach kurzer Einweisung der Aufgaben und Trockenübung auf der Wiese ging es in den Graben, 2 Mann haben das Rohrbund gerollt und gehalten, einer die Schlaufen zurück geholt, einer die Schlaufe auf Durchmesser und Position gezogen und einer mit Lehren alles kontrolliert und per Kabelbinder gesichert, in der Zwischenzeit wurde die nächste Schlaufe bereits herangeführt. wenn man sich an den Plan hält kommt man bis auf 1-2m stets an die vorgegebenen Kilometrierungen heran, kurz nachjustiert und schon passt es.
der zweite Bund dann analog zum ersten.
Die nächsten beiden Abschnitte liefen dann fast spielerisch einfach an den darauf folgenden Tagen.
Verfüllt wurde immer am anschließend 50cm Sand, einschwemmen, Warnband und dann auffüllen inkl. verdichten durch den Bagger.
Ich kann nur jedem raten den Bagger der sowieso zum ausheben der Baugrube da ist in jeder freien Minute zu nutzen. Es lief alles am Schnürchen. Das Verlegen der beiden Rohre hat insgesamt knapp 5-6h gedauert, die genauen Baggerstunden kann ich nicht sagen da wir nach Aushubvolumen berechnet haben und ich teilweise arbeiten war in der Zeit der Aushubarbeiten.
Die Anbindung der gerade verlaufenden Rohre neben dem Haus habe ich dann in Eigenregie mit dem Minibagger und einem Helfer erledigt. durch das anstehende Grundwasser hat sich der Stichgraben schnell in einen Wasser gefüllten Graben entwickelt der ständig durch die Auswaschung breiter wurde. Vermutlich arbeitsschutz-technisch nicht sehr vorbildlich( fehlende Abböschung des Grabens etc) haben wir die beiden Zu- und Rückleitungen dann an den Graben Außenseiten eingelegt und in der Mitte eine 50mm Styrodur Platte als thermische Trennung eingebracht, Grabenbreite waren 60-70cm bei 1,40m Tiefe, Der Aushub war wieder ein großes Problem da nur 3m Platz für alles war. die Einführung ins Haus wurde dann mit Kabuflex realisiert. Die Zuleitung wurde um ca einen Meter gekürzt( ich kam kurz ins schwitzen da es echt so aussah als wäre die Bemessung zu kurz gewesen ;)) und die Rückleitung um ca 4-5m gekürzt. ich denke das beeinflusst die Heizleistung nicht ungemein und ist vertretbar bei benötigten 7,5kW Heizlast und theoretischer Heizleistung des Grabens von 10,18kW ;).
Zum abdrücken bin ich immer noch nicht gekommen da ich beim Mauern und der Dacheindeckung viel Eigenleistung mit eingebracht habe, Anschlüsse und Hähne zum abdrücken sind allerdings schon seit Wochen montiert XD.

Ich hoffe ich konnte ein paar Eindrücke rüberbringen. Sobald es Neuigkeiten zum Anschluss und dann später auch zur Inbetriebnahme gibt melde ich mich natürlich wieder zu Wort.
Ich kann nur wieder DANKE an alle Helfer sagen, egal ob hier im Forum oder "im Graben", ihr seid die Besten!!

Grüße und im Anschluss die Bilder.













Verfasser:
winni 2
Zeit: 28.07.2019 14:06:34
0
2807134
Hi,

garatuliere, wird sicher eine sehr gute Wärmequelle sein!

Die Arbeitssicherheit hast Du ja schon angesprochen, in einem so schmalen
Graben mit der Tiefe und noch Wasser darf man sich nicht bewegen!
Schön, das alles gut gegangen ist...

Für Nachahmer, die Styroporplatte als thermische Trennung des geraden
Verlaufs kann man sich sparen, in einer Erdwärmebohrung läuft Kalt und
Warm ohne Trennung nur wenige cm nebeneinander und dann hätte man
den graden Verlauf von oben verlegen können, ohne den Graben zu be-
treten.

Die Abrechnung des Baggers nach Stunden ist i.d.R. billiger, als nach
m3-Aushub.

Weiterhin gutes Gelingen!

Grüsse

winni

Verfasser:
Benosch
Zeit: 22.08.2019 16:23:39
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2815608
Hey Schnaffi,
ich plane auch gerade (und habe schon im Forum gute Tipps bekommen), könnte ich mir dein Resultat einmal anschauen? Du bist relativ nah, ich kommen aus der Kamenzer/Bautzener Gegend.
Wäre super, wenn es klappen würde!

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