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Presskonturen
Verfasser:
Oli82
Zeit: 25.05.2017 11:19:39
0
2511807
Hi.

Ich interessiere mich zur Zeit für die Heizungsinstallation.
Ich möchte Eigenleistungen durchführen oder zumindest soweit bescheid wissen, dass ich gegenüber einer Fachfirma nicht ganz dumm da stehe. (Ich will keinen pauschalen "Macht mal" Auftrag erteilen und will in der Lage sein, Angebote und Rechnungen zu prüfen)

Es gibt ja verschiedene Presskonturen. Im Bereich Kupfer beispielsweise V oder M Kontur.
Und bei Verbundrohr z.B. TH und U.

Nun die Frage:
Was sind denn die gängigsten Presskonturen im Bereich Kupfer und Verbundrohr?
Was hat sich da mehr oder weniger als "Standard" durchgesetzt, und was sind ehr exoten?
Ich frage im Hinblick auf Herstellerübergreifende Kompatibilität, einfache Materialverfügbarkeit und Langzeitverfügbarkeit.

Wie wirkt sich die verwendete Kontur auf den Preis aus? Kosten für Fittinge/ Material, Werkzeug, Arbeitslohn.

Wie sieht es mit der Qualität der Verbindungen aus?



MfG

Verfasser:
arnc
Zeit: 25.05.2017 11:46:56
0
2511815
Fittinge sind doch für eine Presskontur hergestellt und nicht für verschiedene.Oder es wäre irgendwo vermerkt.

Weiß nur das Handwerksbetriebe füreinander zugelassene Rohre Formstücke verwenden müßten. Bei eventuellen Schadensprüfungen eher ratsam.

Verfasser:
Oli82
Zeit: 25.05.2017 12:29:22
0
2511827
Hi.

Wenn ich im Internet Herstellerunabhängig nach Material schaue, sehe ich bei Kupfer eben oft M oder V, und bei Verbundrohr eben TH oder U.

Mich interessiert nun eben, ob es da nun sowas wie einen "defacto" Standard gibt.
Zwecks Verfügbarkeit und Preisen.
Wenn man nicht an einen Hersteller oder ein bestimmtes System gebunden ist, hat das ja nur Vorteile.

Mir geht es konkret um Folgendes:
Ich möchte kalkulieren, was es mich kosteten würde (an Material und Werkzeug) wenn ich die Rauminstallationen komplett selbst machen würde.
Für die Vorkalkulation möchte ich möglichst "Standardmatreial" ansetzen.

Ansonsten gehe ich zu lokalen Baustoffhändlern und Baumärkten, schaue was es da "Direkt zum Mitnehmen" gibt und kalkuliere damit.
Oder ich such mir einen Onlineshop, wo ich alles aus einer Hand bekomme und setze da alles mal in den Warenkorb.

Als nächstes wird eine Heizungsbaufirma ran geholt, die soll dann mal ein Angebot erstellen. Dann sehe ich ja, wie groß der Preisunterschied ist und kann vielleicht noch ein bisschen verhandeln.

Die Therme bzw Hauptinstallation im Heizungsraum wird nicht vorkalkuliert, da ich mir da einen Selbsteinbau eh nicht zutrauen würde. Dafür müssen dann eben 2-3 Angebote von unterschiedlichen Firmen her, um einen Vergleich zu haben.

Verfasser:
Daimonion
Zeit: 16.06.2018 11:15:35
0
2655148
Hallo

Schade das das Thema nicht weiter verfolgt wurde. Genau wie der TE bin auch ich an der gleichen Stelle der Heizungsinstallation und mich würde, in dem Falle speziell für Kupfer, interessieren ob es bei Presskonturen Vor- /Nachteile gibt.

Ich denke mal bei den Zangen, die zum Pressen genutzt werden, egal ob elektrisch oder manuell, gibt es hautpsächlich Komfortunterschiede?! Je nachdem wie viel man ausgeben möchte...
Könne die Zangen je nach eingelegter Presskontur Verbund- und Kupferrohre verarbeiten? (da gehe ich jetzt mal davon aus.)

Je nachdem welche Pressbacken man einlegt, bleibt also einzig der Fittinghersteller und die Kontur übrig, oder?

Vielleicht gibt es ja noch einen Nutzer, der da sein Wissen weitergeben möchte.

Danke schon mal im Voraus!

Verfasser:
Wolf S
Zeit: 16.06.2018 12:48:45
0
2655163
Qualitätsunterschiede gibt es keine. Preisunterschiede bei den Fittings oder den Maschinen musst du bei deinem Verkäufer erfragen.
Zangen mit Akku sind für Dimensionen bis 76 ausreichend, ich habe auch schon 108 mit Akku gepresst. Die Hersteller, z.B. Rems empfehlen allerdings für größere Weiten Maschinen mit Kabel. Für deine Zwecke reicht vermutlich auch eine Minipress Roller/Rems); die ist auch um einiges leichter.
Kupfer und Verbundrohr mit einer Zange wird problematisch ;-) weil die Rohre/Fittings unterschiedliche Durchmesser haben

Verfasser:
Selberpresser
Zeit: 16.07.2019 15:30:59
0
2804117
Hallo liebe Leser und Nutzer des Haustechnikdialog- Forum´s.

Vor etwa einem Jahr habe ich nach einem geeigneten Presssystem für eine Altbaumodernisierung (70er Jahre) umgeschaut. Gesuchte hatte ich nach einem System für Frischwasser und eines für Heizung. Hab Vieles gelesen und mir auch vieles auf Baustellen Angeschaut. Gleich vorweg, jeder Handwerker ist von seinem System überzeugt egal ob Mepla, Sanfix, Sanpress etc... Und auch alle Funktionieren durchweg sehr gut. Daher muss jeder für sich selbst erörtern was Ihm bei solchen Presssystemen wichtig ist.

Folgende Kriterien waren für mich wichtig:

a. Technische Funktion / Verarbeitung
b. Verfügbarkeit / Beschaffung
c. Preis
d. Zukunftssicher / Kompatibel
e. Gewährleistung
f. Fazit




a. Technische Funktion / Verarbeitung

Frischwasser:

Alle die ich mir angeschaut habe hatten eine DVGW Zulassung und machen einen sehr guten Eindruck. Die Systeme mit Mehrschichtverbundrohren sind jedoch sehr schnell durch ihre einfache Handhabe als sehr Positiv in Erscheinung getreten. Die Verarbeitung, bzw. das Biegen von Hand ist Kinderleicht und ohne aufwendiges Werkzeug direkt am Verbauort durch zu führen. Auch das es diese Rohre schon Isoliert gibt ist ein weiterer Vorteil gegenüber Kupferrohren. Auch das Entgraten mit einem kleinen Kalibrierwerkzeug ist Kinderleicht und kann auch am Verbauort durchgeführt werden. Daher klares Bekenntnis zu Mehrschichtverbundrohren.

Heizung:

An dieser Stelle muss ich gestehen , dass noch eine alte Heizungsanlage verbaut ist und die Vorlauftemperaturen schon mal richtig Hoch sein können, hab ich Abstand von Kunststoffrohren genommen und mich auf reine C- Stahl / Kupferrohre Festgelegt. Auch hier sind alle Technisch fast Identisch und Funktionieren alle sehr gut. Klar, sonnst würde es die auch nicht mehr am Markt geben


b. Verfügbarkeit / Beschaffung


Frischwasser

Was soll ich sagen, als Privatperson ist es schwer vom "Fachhändlern" etwas zu bekommen. Die Vertriebswege der Großen Marken sind Teilweise ein großes Problem wenn man Privatperson ist. Der Umweg über den Groß.- und Fachhandel ist oftmals Kompliziert. Da lohnt sich der blick ins Internet. Bei den großen Baumärkten sieht es auch recht überschaubar im Bereich Pressfittinge aus.
Ausnahme und großes Plus ist da die Bauhaus Baumarktkette. Diese hat Pressfittinge der Marke "Admiral" im Programm und in den Größen 16 - 20 -26mm auch alle gängigen Fittinge da. Das Pressprofil ist hier TH. Hornbach hat in einigen ausgewählten Märkten auch Pressfittinge mit TH Presskontur im Programm.

Heizung

Fachhandel --> gleiche Problematik wie bei Frischwasser mit der Beschaffung über den Großhandel. Jedoch haben OBI, Hornbach und Bauhaus Kupferpressfitting im Sortiment in den Größen 15mm -18mm -22mm - 28mm.
OBI Presskontur V, Marke No- Name
Hornbach Presskontur V, Marke Viega
Bauhaus Presskontur M, Marke No- Name
Daher klarer Favorit: Viega Sanpress / Profipress mit V- Kontur
Die Öffungszeiten von Baumärkten sind auch für Samstagsarbeit optimal da viele bis 20:00 Uhr offen haben.



c. Preis


Frischwasser

Die Pressfitting im Bauhaus sind sehr Hochpreisig daher eher im Netz welche kaufen und bei "Not am Mann" Fittinge Samstags im Bauhaus nachkaufen. Preislich sehr Attraktive sind die Fittinge von Tiemme, Heima24, Conel, Wavin, Pipetec und anderen Herstellern mit dem Pressprofil TH. Daher viel auch meine Wahl auf das TH Pressprofil.
Die Mehrschichtverbundrohre sollten eher im Netz gekauft werden, da diese hier einiges Günstiger sind und auch Isoliert und als Stangenware mit länger als 2,5m zu bekommen sind, was in den Baumärkten nicht der Fall ist.

Heizung

Die bei Hornbach angebotenen Pressfitting und auch CU- Rohre sind Preislich sehr Attraktive und teilweise sogar günstiger als im Netz zu bekommen. So kostete eine Übergangsverschraubung 15mm - 1/2" AG im März 2017 1,87€, im Netz erst ab 1,93€ + Versand zu bekommen. Bei Obi ist die Auswahl einiges Größer, vor allem ab 22mm Aufwärts, jedoch sind die Preise auch deutlich höher als bei Hornbach. Die maß. Länge der Kupferrohre (Stangen) beträgt nur 2,5m was bei einem Neubau vielleicht etwas zu wenig ist. Bei Altbausanierungen meist jedoch reicht.



d. Zukunftssicher / Kompatibel

Frischwasser

Hier haben natürlich die "großen" Marken Ihre Vorteile da diese schon lange am Markt sind und vermutlich auch noch sein werden. Da jedoch die Presskontur TH bei sehr vielen Herstellern verbaut wird, bin ich mir sicher die wird es noch sehr lange geben. Wenn man ja Pressbacken beschaffen möchte, sollten die ja auch in 10 - 15 Jahren nutzbar sein. Ein weiteres Thema auf welches ich gestoßen bin, war die Sache mit dem Bleigehalt in den Fittingen. Leider gibt es derzeit (nach meinem Wissen, März 2017) nur einen Hersteller für Bleifreie Fittinge und Verschraubungen im Frischwasserbereich mit DVWG Zulassung. Dieser ist Sahna und bietet Glücklicherweise auch Pressfittinge mit der TH Kontur auf Basis von bleifreier Siliziumbronze an. Die Fitting sind zwar etwas teuerer als die "günstigen" von Heima, Tiemme, etc., jedoch nicht Hochpreisiger als Uponor, Sanfix, Mepla und andere Namhafte Hersteller.

Ein weiteres Manko vieler Namhafter Hersteller sind die verschiedenen Größen bzw. verschiedenen Pressprofile. So hat z. B. Uponor eine Dimension von 20x2,25 und 25x2,5mm. Diese sind schon sehr speziell und nicht ohne weiteres zu bekommen.
Teilweise werden noch "exklusivere" Dimensionen verbaut: 16x2,2mm, 20x2,8mm und 25x2,7mm z.b. bei Wavin verwendet.

Bei TH- Pressfittingen werden folgende Rohr- Dimensionen verwendet :
16x2mm
20x2mm
26x3mm
32x3mm

Bei den Pressfittingen ist das mit der Kompatibilität so eine Sache. Auch hier haben alle großen Hersteller ihre eigene Presskontur. Es gibt jedoch erfreulicherweise auch Hersteller die mehrere Presskonturen für Ihre Fittinge freigeben.
- Sahna: TH, B, F, H, U
- Tiemme: TH, U, H, B, RF
- Conel: TH, F, U, H, VP



Heizung:

Bei Cu- Rohren ist eine Normung vorhanden, so das alle Dimensionen Herstellerübergreifend einheitlich sind. Auch Spielt die Wandstärke keine rolle, da hier nur der Außendurchmesser für den Kontakt zu den Pressfittingen genutzt wird. Die Gängigsten Durchmesser sind:
15mm
18mm
22mm
28mm

Bei den Pressprofilen gibt es nicht viel Variation zwischen den Herstellern. Es Beschränkt sich fast ausschließlich auf V oder M Kontur. Dies wird daher auch vermutlich so bleiben da diese Systeme schon Jahrzehnte am Markt sind.
Positiv ist hierbei die Firma Frabo (Frabopress, V- Kontur) aus Italien auf zu führen welche Kombinierte Fittinge für Gas und Wasserinstallationen anbietet. Also eine Fittingsorte die beides Abdeckt. Finde ich eine Klasse Sache für die Monteure die ansonsten immer beide Fittinggattungen vorhalten müssen.


e. Gewährleistung

Mein Lieblingsthema und auch das (meist Einzige) Argument des Fachhandels, der Handwerker warum man unbedingt Markengleiche Rohre und Fitting verbauen muss!

Ich kann das bei Handwerkern auch verstehen, wenn ein Wasserschaden infolge fehlerhaftem Material auftritt, muss er diesen dem Großhändler / Hersteller melden und bekommt von denen dann auch Schadensersatz hierfür.
Nur werden viele hier im Forum keine Handwerker sein sondern private Häuslesbauer. Und die bekommen niemals ohne Gerichtsverfahren von einem Hersteller irgendetwas ersetzt infolge fehlerhaftem Material. Begründung: Sie sind kein Fachmann / Fachfrau, haben nicht die Qualifikation oder die Ausbildung / Schulung für die Verarbeitung von solchen Presssystemen.

Daher habe ich mich entschlossen, keine Markengleichen Fittinge und Rohre zu verwenden da hier von extreme Preisunterschiede vorliegen.

Günstige Pressfittinge --> Teure Rohre
Günstige Rohre --> Teure Pressfittinge

Lediglich Tiemme und Wavin kann hier als einzigster Anbieter (zumindest was ich gefunden habe) bei beiden Dingen sehr gute Preise anbieten.
Wenn man sich ein bischen damit Beschäftigt, merkt man sehr schnell, dass fast alle Rohre von wenigen Herstellern gefertigt werden und nur mit den entsprechenden Marken versehen sind.
Letztlich ist das eine Glaubenssache. Wenn man sich sicherer Fühlt mit Markengleichen Rohren sollte man dies auch so Praktizieren.

Sehr oft kommt auf das Argument der Zulassung ins Spiel. Vorsicht, Zulassung und Freigabe (Gewährleistung) des Herstellers sind nicht das selbe.
Die Zulassung ist vom DVGW vergeben und bedeutet, dass das System der Trinkwasserverordnung entspricht und daher als Komplettsystem (Rohre + Fittinge) diese Zulassung erhält.
Die Freigabe ist rein vom Hersteller und nur auf Haftungsfälle gemünzt und hat nichts mit der Trinkwassersicherheit zu tun.

Ich verstehe natürlich, dass die Hersteller nur Ihre Fittinge mit Ihren Rohren für die DVGW Prüfung einreichen und nicht noch Geld in weitere Zulassungen Investieren von denen Sie dann auch finanziell nichts haben.

Aber mal Ehrlich. Die Rohre bestehen bei allen Herstellern aus dem gleichen Material und sind als solche alle einzeln (ohne Kombination mit Fittingen) DVGW zugelassen.
Warum soll es daher nicht Trinkwasserkonform sein, Rohre und Fittinge zu mischen.
Ist natürlich auch wieder eine Glaubessache. Wer sich sicherer Fühlt sollte dann doch lieber auf markengleiche Produkte einschwenken.

f. Fazit

An der Stelle nur wie ich mich entschieden habe und warum.

Presskontur Frischwasser: TH, sehr hohe Kompatibilität bei verschiedenen Fitting- Herstellern

Presskontur bei Heizung: V- Kontur, Standard bei Baumarktfittingen /(OBi, Hornbach) und auch bei Gasinstallationen verwendbar.

Fittinge für Trinkwasser: Sahna 3Fit aus Siliziumbronze (bleifrei). Da Kleinstkinder im Haushalt leben und ich dadurch ein sichereres Gefühl habe etwas richtiges zu tun.

Rohrleitungen für Trinkwasser: Hakaten Schweizer Qualität und preislich Attraktive

Fittinge für Grauwasser (Zisterne, Toilette, Garten): Tiemme, Preislich Attraktiv und einfach Verfügbar.

Rohrleitungen für Grauwasser: Tiemme, Preislich Attraktiv und einfach Verfügbar.

Fittinge für Heizung: Viega Sanpress / Profipress, Preislich o.k. und im Hornbach verfügbar. Obi- Fittinge haben gleiche Presskontur und können daher mit den gleichen Backen gepresst werden.

Rohre für Heizung: CU- Rohre, Hornbach oder Internet, kein spezieller Hersteller da diese alle einer DIN- Norm unterliegen und daher keinen Unterschiede feststellbar sind.




Ich hoffe ich konnte einige Anreize für Zukünftige Häuslesbauer liefern die sich Derzeit und in Zukunft mit soetwas befassen.

Weiterhin frohes Werkeln und viel Erfolg bei den Projekten!!!

Grüße

Aktuelle Forenbeiträge
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Dreher schrieb: Das ist meiner Meinung nach das Problem. Wasser dehnt sich halt beim Erhitzen aus .... Das 2te Problem wäre die fehlende oder nicht funktionierende Sicherheitsgruppe mit Überdruckablaufventil. Standardmäßig...
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