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was bringt C02 Besteuerung
Verfasser:
crink
Zeit: 22.07.2019 17:41:15
2
2805626
Moin,

wir halten fest: In der Regierung besteht ein Konsens zur CO2-Abgabe mindestens in Höhe der europäischen CO2-Zertifikatspreise. Die Wahrscheinlichkeit für eine Senkung der Strompreise ist hoch.

Also wird Heizen mit Gas und Öl in jedem Fall teurer und mit WP wahrscheinlich billiger. Auch das Heizen auf der Autobahn wird teurer, es sei denn, es wird ein E-Auto verwendet. So kann die Sektorkopplung endlich beginnen.

Viele Grüße
crink

Verfasser:
jogi54
Zeit: 22.07.2019 23:55:33
0
2805722
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Moin,

wir halten fest: In der Regierung besteht ein Konsens zur CO2-Abgabe mindestens in Höhe der europäischen CO2-Zertifikatspreise. Die Wahrscheinlichkeit für eine Senkung der Strompreise ist hoch.

Also wird Heizen mit Gas und Öl in jedem Fall teurer und mit WP[...]


Nur mal so - den Strompreis zu senken bestraft massiv all die, die eine eigene PV Anlage mit Batteriespeicher installiert haben. (meine Reduzierung von ursprünglich 28.000kWh/a Gas und 4500 kWh/a Strom auf nur noch 500 kWh/a Strom und Verzicht auf eine eigenes Verbrenner-Auto würde durch eine Strompreissenkung ad absurdum geführt... zumindest ein eigener Batteriespeicher, der den Preis beim Eigenbedarf deutlich verteuert macht dann keinen Sinn mehr)

Die wirklich faire Rückgabe eines CO2 Preises mit der gewünschten Wirkung kann nur eine pro Kopf Rückzahlung sein.

nur mal soooo

LG jogi

Verfasser:
gnika7
Zeit: 23.07.2019 00:30:59
0
2805724
Zitat von jogi54 Beitrag anzeigen
Zitat von crink Beitrag anzeigen
[...]


Nur mal so - den Strompreis zu senken bestraft massiv all die, die eine eigene PV Anlage mit Batteriespeicher installiert haben. (meine Reduzierung von ursprünglich 28.000kWh/a Gas und 4500 kWh/a Strom auf nur noch 500 kWh/a Strom und Verzicht auf eine eigenes Verbrenner-Auto würde[...]

Das ist nur teilweise zutreffend:

1. Nach dieser Logik wird auch der Eigenverbrauch aus PV bestraft, da man damit weniger spart.

2. Auch die Speicherung im Netz, d.h. Einspeisen und Rückkauf, ist ebenenfalls betroffen.

3. PV-Speicher sind aktuell auch nicht rentabel. Der Großteil davon wurde nicht aus wirtschaftlichen, sondern aus idealistischen Gründen oder aufgrund von Förderungen installiert. Sich über die fahlende Strompreise zu beschweren ist wie, sich über fallende Mieten zu beschweren weil man ein Haus gebaut hat. Das Invest in einen Speicher (ohne Förderung) ist ein persönliches Risiko, das man eingegangen ist. Im Falle der Förderung ist das jammern über fallende Strompreise auch unangebracht.

4. Die reduzierte Ersparnis bei der Speicherung (PV-Speicher, Netzspeicher) wird zum Teil durch die Ersparnis bei Netzbezug ausgeglichen. Da bei Netzbezug die Ersparnis zusätzlich die darauf anfallende USt umfasst ist diese höher als der Ersparnisverlust beim Speichern.

5. Da auf EV die USt zu zahlen ist, reduziert sich diese aufgrund der fallenden Strompreise. Das heißt, die Reduzierung der Ersparnis wird zum Teil durch die Reduzierung der USt auf diese ausgeglichen.

6. Klar würde die Reduzierung der Strompreise die Investitionen in PV/Speicher entwerten. Andererseits würde es im Gegensatz zu einer einfachen Prämienrückzahlung den Umstieg auf WPs beschleunigen. Bei der Prämienrückzahlung hätte man unabhängig von der Wärmequelle am Ende gleich viel Geld. Bei der Reduzierung der Strompreise hätte man als Ölheizer dann im Schnitt weniger Geld und als WP-Heizer mehr Geld.

Fazit:
Es gibt gute Gründe für eine Strompreisreduzierung. Ob jemand mit PV(-Speicher) dann negativ oder positiv betroffen wäre, müsste man im Detail durchrechnen. Das wird stark von dem Verbrauchsprofil und dem Netzbezug abhängen. Ich sehe auch kein Grund, warum man PV-Speicherbesitzer da schonen sollte.Schliesslich waren diese eh nicht rentabel. Im Allgemeinen gehören die PV(-Speicher)Besitzer auch nicht unbedingt zu dem unteren Einkommensquantil. Da ist es durchaus angebracht, dass diese bei +/-0 zusätzlicher Belastung herauskommen. Und ja, ich habe auch einen Speicher.

Grüße Nika

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 23.07.2019 01:42:33
1
2805730
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Moin,

wir halten fest: In der Regierung besteht ein Konsens zur CO2-Abgabe mindestens in Höhe der europäischen CO2-Zertifikatspreise. Die Wahrscheinlichkeit für eine Senkung der Strompreise ist hoch.

Also wird Heizen mit Gas und Öl in jedem Fall teurer und mit WP wahrscheinlich billiger. Auch das Heizen auf der Autobahn wird teurer, es sei denn, es wird ein E-Auto verwendet. So kann die Sektorkopplung endlich beginnen.


Hallo Crink

Ob diese offizielle Mitteilung als Konsens innerhalb des Bundeskabinetts interpretiert werden darf oder ob das als Umschreibung eines noch immer nicht gelösten Interessenkonflikts zu verstehen ist, lasse ich mal offen.

Klimaziele wirtschaftlich effizient erreichen

Schlussfolgerungen ziehe ich erst dann, wenn die angekündigten Eckpunkte zur neuen Klimapolitik nach den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg schriftlich formuliert sind.

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 23.07.2019 06:24:53
0
2805738
Wieder einmal ein kalter Winter und schon ist es vorbei mit den co2 einsparbemühungen .

Bis lang hatte die Bundesregierung doch nur
Verdammtes Glück das es überhaupt runter gegangen ist .

Dieses Glück sollte man die überstrapazieren .

Alles wurde doch bis jetzt nur von so spinnern geschaffen,die aus eigenen Stücken etwas verändern .

Bislang wurden diese dafür auch noch bestraft.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 23.07.2019 07:35:24
2
2805756
der effizienteste Weg zum Erreichen der Klimaziele eine CO2-Bepreisung sei.


Wer hätte das gedacht ? Wird das nicht hier von den Profillosen und mir schon lange gefordert?

Dafür brauchte unsere Kanzlerin ein Gutachten und einen kräftigen tritt der Jugend um dies zu bemerkeln?

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 23.07.2019 07:41:49
0
2805759
Ich habe da noch mal einen Vorschlag!

Abschaffung der steuerlichen Abschreibung für berufsbedingt Fahrten beschließen und dafür einen festen vergütungssatz pro km einführen , den jeder bekommt .

Das wäre sozial gerechter .

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 24.07.2019 01:27:19
2
2806018
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Wieder einmal ein kalter Winter und schon ist es vorbei mit den co2 einsparbemühungen .
Bis lang hatte die Bundesregierung doch nur
Verdammtes Glück das es überhaupt runter gegangen ist .
Dieses Glück sollte man die überstrapazieren .
Alles wurde doch bis jetzt nur von so spinnern geschaffen,die aus eigenen Stücken etwas verändern .
Bislang wurden diese dafür auch noch bestraft.


Wenn über CO2 Reduzierung bei Hausheizungen wirklich ernsthaft geredet werden soll, zunächst die prüfbaren Fakten

Die durchschnittliche deutsche Trinkwassersolaranlage für EFH mit 6m² Kollektorfläche spart jährlich 760 kg CO2, die durchschnittlich Kombianlage mit 15 m² 1.170 kg ein, wenn die Anlagen in Kombination mit einem Ölkessel betrieben werden.

Bei Erdgas müsste mit 0,2 kg CO2 /kWh gerechnet werden.

Der Millionenbestand von Gas – und Ölkesseln ohne ST Anlage kann technisch problemlos sofort mit ST nachgerüstet werden, wenn die Rücklauftemperatur der Heizkreise 45°C nicht übersteigt.

Mögliche CO2 Einsparung Deutschland dann siehe Beispielrechnungen aus Lehrmaterial für Energieberater.

Maßnahmen an der Gebäudehülle sind dabei nicht erforderlich.

Heizungsindustrie (BDH) und SHK Fachhandwerk (ZVSHK) sind übereinstimmend der Meinung, dass aus dem Stand heraus eine Verdoppelung der Modernisierungsquote im Bestand möglich ist, wenn die Politik die Rahmenbedingungen ändert (Steuerliche Abschreibung Heizungsmodernisierung)

Mit den derzeitigen technischen Alternativen, Wärmepumpeneinsatz oder Biomasseheizungen, sind im diese Steigerungsraten im Bestand kurzfristig unrealistisch.

Das ist der sachliche Hintergrund, warum Industrie und Fachhandwerk immer wieder eine technologieoffene Heizungsmodernisierung ohne ideologisch motivierte Gebote oder Verbote für den deutschen Markt fordern.

Das ist nicht die Meinung von irgendwelchen Spinnern, sondern die Position der deutschen Fachleute, die die reale technische Situation in deutschen Heizungskellern kennen, alle Bauformen von Wärmeerzeugern entwickeln, produzieren und einbauen und auch in den nächsten 25 Jahren der gleichen Beschäftigung nachgehen wollen.

Dietmar Lange

Verfasser:
MaJen
Zeit: 24.07.2019 08:13:36
3
2806044
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
[...]


Wenn über CO2 Reduzierung bei Hausheizungen wirklich ernsthaft geredet werden soll, zunächst die prüfbaren Fakten

Die durchschnittliche deutsche Trinkwassersolaranlage für EFH mit 6m² Kollektorfläche spart jährlich 760 kg CO2, die durchschnittlich Kombianlage

Das ist nicht die Meinung von irgendwelchen Spinnern, sondern die Position der deutschen Fachleute, die die reale technische Situation in deutschen Heizungskellern kennen, alle Bauformen von Wärmeerzeugern entwickeln, produzieren und einbauen und auch in den nächsten 25 Jahren der gleichen Beschäftigung nachgehen wollen.
[...]


So deutlich kann man Fortschrittsverweigerung eigentlich nicht auf den Punkt bringen.

Es ist doch auch nicht die Position der dt. Automobilindustrie, mit Weiterentwicklungen des Verbrenners und dem Motormanagement nochmal 10-30% Sprit einzusparen. Nach dem Motto „das können wir und nur das werden wir die nächsten 25 Jahre machen“. Sie ist es aber nur deshalb nicht, weil es dort Konkurrenz durch Automobilhersteller aus dem Ausland gibt!

Jetzt stellen sich die Fossilheizungslobbyisten hin und sagen, „hey, wir können eigentlich nur Fossil und ST und machen die nächsten 25 Jahre nix anderes mehr basta, gibt eh Fachkräftemangel, seid froh wenn die Bude warm wird“.
Kopfschüttel.

Am Geldbeutel werden sie hoffentlich alle gepackt werden, die CO2Abgabe muss kommen und langfristig steigen.

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 24.07.2019 08:15:22
0
2806046
Der Millionenbestand von Gas – und Ölkesseln ohne ST Anlage kann technisch problemlos sofort mit ST nachgerüstet werden, wenn die Rücklauftemperatur der Heizkreise 45°C nicht übersteigt.

Maßnahmen an der Gebäudehülle sind dabei nicht erforderlich.


Der gleiche Millionenbestand kann sofort mit WP nachgerüstet werden. Die sinnvolle Schwelle liegt etwa bei VL/RL 55/45°.
Maßnahmen an der Gebäudehülle sind dabei auch nicht erforderlich.

Durch nachträgliche Maßnahmen am Gebäude verringert sich dann nicht nur der Wärmebedarf, sondern zusätzlich auch die Arbeitszahl.

Besser ist aber eine zumindest Teilsanierung mit Austausch der Fenster und Dämmung der obersten Geschossdecke und Kellerdecke sowie eine Optimierung der Heizflächen durch hydraulischen Abgleich und u.U. Ergänzung einzelner Heizkörper.

Grüße
Frank

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 24.07.2019 08:23:42
1
2806049
Und dann noch soviel pv auf das Dach wie möglich .

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 24.07.2019 08:43:36
0
2806059
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Und dann noch soviel pv auf das Dach wie möglich .


Wobei die Versorger leider nicht alles genehmigen, weil sie absichtlich mit dem Netzausbau möglichst langsam weiter machen.

Dies ist aber nur meine Meinung.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 24.07.2019 08:58:34
1
2806062
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
[...]


Wenn über CO2 Reduzierung bei Hausheizungen wirklich ernsthaft geredet werden soll, zunächst die prüfbaren Fakten

Bei Erdgas müsste mit 0,2 kg CO2 /kWh gerechnet werden.

[...]


Diese Zahl ist falsch.

Erdgas ist bei THG Emissionen nicht viel besser als Kohle und Öl.

Hier (S. 27 nachzulesen).

Oder hier
Und hier Erdgas ist nicht die Zukunft.

Da Sie hier ja vorgeben, sich auszukennen, ist Ihre Angabe 0,2 g CO2/kWh schon in sich selbst nicht korrekt, denn es sind tatsächlich in mehr CO2 Emissionen, dass THG Methan haben Sie gar nicht berücksichtigt. Ich gehe davon aus, dass es sich also bei Ihrer Angabe nicht um ein Versehen handelt, darüber wurde hier zu oft schon diskutiert. Ich würde das mal als Desinformation bezeichnen.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 24.07.2019 09:34:01
0
2806069
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Diese Zahl ist falsch.

Erdgas ist bei THG Emissionen nicht viel besser als Kohle und Öl.


Da Sie hier ja vorgeben, sich auszukennen, ist Ihre Angabe 0,2 g CO2/kWh schon in sich selbst nicht korrekt, denn es sind tatsächlich in mehr CO2 Emissionen, dass THG Methan haben Sie gar nicht berücksichtigt. Ich gehe davon aus, dass es sich also bei Ihrer Angabe nicht um ein Versehen handelt, darüber wurde hier zu oft schon diskutiert.

Ich würde das mal als Desinformation bezeichnen.




Der deutsch PV Papst Volker Quaschning "desinformiert" für Deutschland mit den gleichen „falschen Werten“.

Spezifische Kohlendioxid­emissionen verschiedener Brennstoffe


Dietmar Lange

Verfasser:
MaJen
Zeit: 24.07.2019 09:44:03
1
2806072
Es geht um Treibhausgasemissionen, Methan gehört dazu und mach bei Erdgas einen großen Anteil aus.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 24.07.2019 09:52:00
0
2806073
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Der Millionenbestand von Gas – und Ölkesseln ohne ST Anlage kann technisch problemlos sofort mit ST nachgerüstet werden, wenn die Rücklauftemperatur der Heizkreise 45°C nicht übersteigt.

Maßnahmen an der Gebäudehülle sind dabei nicht erforderlich.


Der gleiche Millionenbestand kann sofort mit WP nachgerüstet werden. Die sinnvolle Schwelle liegt etwa bei VL/RL 55/45°.

Maßnahmen an der Gebäudehülle sind dabei auch nicht erforderlich


Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) informiert zu sinnvollen Vorlauftemperaturen wesentlich vorsichtiger !

BWP-Themendienst -Wärmepumpen im Altbau

Eine Wärmepumpe ist umso sparsamer und effizienter, je geringer die Differenz zwischen der Temperatur des genutzten Umweltmediums (Luft, Boden oder Wasser) und der erforderlichen Vorlauftemperatur des Heizungskreislaufs ist. In der Praxis bedeutet dies: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Miara rät deshalb nur dann zur Installation einer Wärmepumpe, wenn laut Berechnung eine Vorlauftemperatur von 50 bis 55 Grad nicht überschritten wird. Anzustreben seien Vorlauftemperaturen von 35 bis 45 Grad.

Der Zustand der Gebäudehülle und der Heizkreise sollte nach diesen Ausführungen immer geprüft /beachtet werden !

Dietmar Lange

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 24.07.2019 10:04:55
0
2806077
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


So deutlich kann man Fortschrittsverweigerung eigentlich nicht auf den Punkt bringen.

Es ist doch auch nicht die Position der dt. Automobilindustrie, mit Weiterentwicklungen des Verbrenners und dem Motormanagement nochmal 10-30% Sprit einzusparen. Nach dem Motto „das können wir und nur das werden wir die nächsten 25 Jahre machen“. Sie ist es aber nur deshalb nicht, weil es dort Konkurrenz durch Automobilhersteller aus dem Ausland gibt!

Jetzt stellen sich die Fossilheizungslobbyisten hin und sagen, „hey, wir können eigentlich nur Fossil und ST und machen die nächsten 25 Jahre nix anderes mehr basta, gibt eh Fachkräftemangel, seid froh wenn die Bude warm wird“.
Kopfschüttel.



Das sind ideologietriefende Kollerphrasen !

An der nächsten Heizungsgeneration "stromerzeugende Heizungen" wird in der Heizungsindustrie schon länger gearbeitet.

Die Brennstoffzelle wird sehr wahrscheinlich bald in der Absatzstatistik Wärmeerzeuger Deutschland auftauchen, da der Markt anläuft.

Die japanische Autoindustrie setzt auf die Brennstoffzelle. Deutsche Modelle von BMW und Audi sind angekündigt.

Bayern hat eine eigene Wasserstoffstrategie im Koalitionsvertrag verankert, der Bund eine Verabschiedung bis zum Jahresende angekündigt.

Dietmar Lange

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 24.07.2019 10:05:41
2
2806079
Was willst du uns damit sagen?

Ich habe geschrieben dass man eine WP bei maximal 55° VL einsetzen sollte, besser natürlich weniger.
Du legst hier Widerspruch ein und verlinkst eine Aussage nach der man eine WP betreiben kann, wenn laut Berechnung eine Vorlauftemperatur von 50 bis 55 Grad nicht überschritten wird.

Eine modulierende Sole-WP mit einer guten Quelle kann man mit 55/45° Auslegung mit einer JAZ von mindestens 4,5 betreiben.

Grüße
Frank

Verfasser:
gnika7
Zeit: 24.07.2019 10:09:41
0
2806081
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von fdl1409 Beitrag anzeigen
Der gleiche Millionenbestand kann sofort mit WP nachgerüstet werden. Die sinnvolle Schwelle liegt etwa bei VL/RL 55/45°. [...]


Der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) informiert zu sinnvollen Vorlauftemperaturen wesentlich vorsichtiger !

BWP-Themendienst -Wärmepumpen im Altbau
[...]

Und wieder eine Behauptung, die durch genauen Blick in eine verlinkte aber überraschenderweise (?) nicht explizit zitierte Quelle wiederlegen lässt.


Miara rät deshalb nur dann zur Installation einer Wärmepumpe, wenn laut Berechnung eine Vorlauftemperatur von 50 bis 55 Grad nicht überschritten wird. Anzustreben seien Vorlauftemperaturen von 35 bis 45 Grad.

Heißt so viel wie, 55°C ist schon hinnehmbar, 45°C sind besser.

Es lohnt sich doch immer wieder in die Links von D.L. zu gucken, wenn er kein Zitat daraus bringt ;-)))

Dazu kommt noch
1. Die verlinkte Information ist nicht gerade taufrisch. 2014 oder vielleicht sogar noch älter. Vielleicht findest du ja noch was aus dem letzten Jahrtausend?

2. Aktuelle WPs sind deutlich effizienter als die damaligen aktuellen Modelle.

3. Der Strommix ist heute gegenüber von 2014 deutlich sauberer, was die für die CO2-Parität erforderliche JAZ deutlich nach unten drückt. Wenn man den EE-Ausbau bis 2030 dazu nimmt, dann darf die JAZ sogar deutlich unter dem aktuellen Paritätswert liegen.

4. Bei der Empfehlung ist auch die Wirtschaftlichkeit ein Kriterium. Sollte der Strompreis fallen und fossile Preise steigen, wie offensichtlich in der Regierung aktuell präferiert, dann steigt die Wirtschaftlichkeit der WPs gegenüber den fossilen Alternativen deutlich an.

Fazit: der Link war mal wieder ein gewaltiges Eigentor ;-)))

Grüße Nika

Verfasser:
MaJen
Zeit: 24.07.2019 10:45:32
0
2806090
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]


Das sind ideologietriefende Kollerphrasen !

An der nächsten Heizungsgeneration "stromerzeugende Heizungen" wird in der Heizungsindustrie schon länger gearbeitet.

Die Brennstoffzelle wird sehr wahrscheinlich bald in der Absatzstatistik Wärmeerzeuger[...]


Na dann lassen Sie mal Millionen gut gedämmter Häuser, die zwischen Mitte April und Mitte Oktober keinen nennenswerten Wärmebedarf, eine KWK-Anlage und eine ST-Anlage haben, mit dem PV-Strom der Nachbarn versorgen. Kann mir auch nicht vorstellen, dass diese gut 20kEUR teuren Geräte im millionenfachen Einsatz wie bisher gefördert werden.

Warum man nicht trotzdem PV und WP einbaut, bleibt ein Rätsel. Dann schon lieber WP-GasBW hybrid mit PV, wenn man im Kernwinter ein Hochtemperaturbackup benötigt.

Der Verzicht auf die Nutzung der Umweltenergie wird Brennstoffzellenheizungen nie zum großen Durchbruch verhelfen. Das einzig Interessante daran ist, dass sie Strom ausferkelt... mit dem man wider heizen kann.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 24.07.2019 11:10:24
1
2806094
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Warum man nicht trotzdem PV und WP einbaut, bleibt ein Rätsel. Dann schon lieber WP-GasBW hybrid mit PV, wenn man im Kernwinter ein Hochtemperaturbackup benötigt. [...]

IMHO ist BHKW mit EE-Gas durchaus sinnvoll. In MFH ist der Wärmebedarf hoch genug, dass ein BHKW auf ausreichende Anzahl von Volllaststunden kommt. Dazu kommt, dass BHKWs zu virtuellen Kraftwerken zusammengefasst werden können und so die Volatilität der EEs ausgleichen können. Die höhere Stromproduktion der BHKWs im Winter passt auch gut ins Gesamtkonzept, da damit der höherer Winterbedarf abgedeckt wird ohne dass man dafür zusätzliche Kraftwerke baut. Im Sommer können die BHKWs tatsächlich stillstehen, wenn der Wärmebedarf niedrig ist. Dann werden diese vor allem stromgeführt betrieben. Heißt so viel wie, wenn PV-Produktion zu niedrig ist, wird BHKW mit EE-Gas angeschmiessen und kompensiert den fehlenden PV-Strom. Das heißt, das WW wird dann aus der Abwärme und nicht mittels Strom erzeugt.

Außerdem, die Preise bei BHKWs sind v.a. wegen der extrem niedriger Stückzahlen so hoch.

Dazu kommen noch Areal-/Quartiernetze, die mit PV+(WP)+BHKW+Elektroseur quasiautark sind. Bei denen sind die Kosten für BHKW+Elektroseur niedriger als die spezifischen Kosten der ÜN und VN.

In einem EFH/ZWH wird ein BHKW trotzdem eine Ausnahme bleiben....

Dass der Beitrag von D.L. komplett an dem von dir zitierten Text vorbei geht ist auch ein anderer Punkt, ist im Grund nichts Neues und kann einfach in dem Ordner FUD=D.L. abgelegt werden.

Grüße Nika

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 24.07.2019 11:28:45
0
2806100
IMHO ist BHKW mit EE-Gas durchaus sinnvoll. In MFH ist der Wärmebedarf hoch genug, dass ein BHKW auf ausreichende Anzahl von Volllaststunden kommt.

Leider nicht mehr.
BHKW machen zukünftig nur noch Sinn wenn sie stromgeführt betrieben werden, nicht wärmegeführt wie heute. Dadurch bekommen sie immer weniger Volllaststunden, der Betrieb wird unwirtschaftlich.

Wenn EE-BHKW wärmegeführt laufen passiert folgendes:
Starkwindphase, es wird mehr Windstrom produziert als das Netz aufnehmen kann.
BHKW laufen trotzdem und drücken noch mehr Strom ins Netz.
Der zusätzliche Strom wird mit Elektrolyseur zu EE-Gas umgewandelt.

Das ist ein Schildbürgerstreich.
Die BHKW müssen in dieser Situation abgeschaltet werden. Die Wärme wird dann über P2H bereit gestellt, noch besser mit WP. Der Strom wird so weitaus effizienter und preiswerter genutzt.

BHKW gehören deshalb in größere Wärmenetze oder Großverbraucher mit multivalenten Wärmequellen.

Will man sie in MFH einsetzen müssen Regeln für den Betrieb erlassen werden. Bei Strom-Überangebot werden sie ferngesteuert abgeschaltet. Wenn zu Zeiten mit geringem Stromangebot die Preise hoch genug sind könnte es sich auch mit weniger Betriebsstunden noch rechnen.

Grüße
Frank

Verfasser:
MaJen
Zeit: 24.07.2019 11:30:13
0
2806101
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]

IMHO ist BHKW mit EE-Gas durchaus sinnvoll. In MFH ist der Wärmebedarf hoch genug, dass ein BHKW auf ausreichende Anzahl von Volllaststunden kommt. Dazu kommt, dass BHKWs zu virtuellen Kraftwerken zusammengefasst werden können und so die Volatilität der EEs ausgleichen können. Die höhere[...]


Ist schon richtig, nur ist ja Effizienzziel die Direktverwertung von EE Strom und es macht wenig Sinn, Wind-und/oder PV Strom erst verlustbehaftet in EE-Gas und dann per Mikro-Brennstoffzelle in Strom zurückzuverwandeln und sich über Abwärmenutzung zu freuen, zumal Wärmebedarf nicht mit Strombedarf 100%ig zusammenfällt. Daher wäre die WP eigentlich als primärer WE immer mit von der Partie. Der Jahresnutzungsgrad einer solchen Brennstoffzellen-KWK-Anlage ist umso niedriger, je mehr EE-Strom (auch vom Dach des Hauses) direkt verwertet werden kann.
Auch einige Erdgaskraftwerke zur Stromerzeugung arbeiten mit KWK... und einem GesamtWG von > 80%


... Frank, Du warst schneller ;-)

Verfasser:
gnika7
Zeit: 24.07.2019 11:45:56
0
2806106
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
nur ist ja Effizienzziel die Direktverwertung von EE Strom und es macht wenigSinn, Wind-und/oder PV Strom erst verlustbehaftet in EE-Gas und dann per Mikro-Brennstoffzelle in Strom zurückzuverwandeln

Aus Effizienzsicht für Einzelsysteme gebe ich dir recht. Für das Gesamtsystem ist es nicht zutreffend. Um eine möglichst hohe Direktverwertung von EE-Strom zu haben, braucht man entsprechend große Überkapazitäten. Wenn man jedoch bezüglich niedrigerer Kosten optimiert, braucht man BHKWs, die die sommerlichen Überschüsse im Winter verwerten können und außerdem den Bedarf an Backup-Kraftwerken und Netzen reduzieren. Das heißt, das Optimum liegt bei einer Mischung aus BHKWs und WPs.
In einzelnen Häusern kann dann nur ein BHKW ggfs. sinnvoller sein, als BHKW+WP

In Arealnetzen kommt noch hinzu, dass die Stromgestehungskosten der PV irgendwo unter 5ct/kWh liegen. Der Bezug aus dem Netz ist um vielfaches teuerer. Deshalb ist viel wirtschaftlicher die sommerlichen PV-Überschüsse als H2 einzulagern und so auch den höheren winterlichen Bedarf durch eigene Produktion zu decken und so die hohen Netzbezugskosten zu reduzieren. Ich kann mir sogar vorstellen, dass es sogar im Sommer rentabler wäre in der Nacht den BHKW laufen zu lassen, damit die Netzbezugskosten vermeiden und die Abwärme zu WW-Bereitung zu nutzen. Für die Arealnetzbetreiber sind solche Konzepte sehr attraktiv, da sie damit nur eine niedrige Anschlussleistung an das VN brauchen. Die Investkosten in die entsprechende Technik sind da weniger ausschlaggebend, da diese in einem Arealnetz gut ausgelastet wird, wenn die Dimensionierung passend gewählt wird. Und ein doppelt so leistungsfähiger BHKW ist nunmal nicht doppelt so teuer.

Achja, der Trend in MFH (>10WE) geht eh zu Energiecontracting. Das heißt, die PV, WP, BHKW werden von dem Contractor betrieben (und ggfs. sogar installiert). Dieser fährt die Anlage so, dass er möglichst niedrige Kosten hat, was im Grunde einem netzdienlichen Betrieb des Gesamtsystems entspricht. Hoher Strompreis-> BHKW, niedriger Strompreis -> WP

Auch interessant...
https://www.hamburg.de/contentblob/10160110/5b61592d824a17e00d4659d0b4a635ab/data/d-heidrehmen.pdf

Grüße Nika

Verfasser:
fdl1409
Zeit: 24.07.2019 12:01:02
0
2806110
Wenn man jedoch bezüglich niedrigerer Kosten optimiert, braucht man BHKWs, die die sommerlichen Überschüsse im Winter verwerten können und außerdem den Bedarf an Backup-Kraftwerken und Netzen reduzieren. Das heißt, das Optimum liegt bei einer Mischung aus BHKWs und WPs.

Da sind wir uns 100% einig.

Der entscheidende Punkt ist aber: die BHKW müssen stromgeführt sein, also nur dann laufen wenn auch Strom gebraucht wird. Das ist nach heutigem Stand nicht der Fall und muss durch entsprechende Regularien sicher gestellt werden.

Grüße
Frank

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