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Dachdämmung Zwischensparren EWärmeG 2015 Baden-Württemberg
Verfasser:
GasBrennwertInteressent
Zeit: 19.07.2019 17:27:22
0
2804984
Guten Tag,

wir haben letztes Jahr unsere Ölheizung gegen eine Buderus GB192i-19 Gasbrennwerttherme getauscht. Da wir in BW wohnen gilt für uns das EWärmeG 2015. Das schreibt einem 15% erneuerbare Energien vor. 5% haben wir durch den sogenannten Sanierungsfahrplan abgedeckt (Vor-Ort-Beratung). Die anderen 10% erfüllen wir aktuell durch 10%-iges Biogas.

Da wir unsere Einliegerwohnung im Dachgeschoss unseres Haus(2 Stockwerke + das Dachgeschoss) renovieren werden, stellt sich mir die Frage, ob ein Austausch der Zwischensparrendämmung beim EWärmeG 2015 anerkannt wird. Natürlich ist dann nicht die ganze Dachfläche gedämmt. Aber es besteht laut Gesetz die Möglichkeit Teilflächen anzuerkennen. Das Gesetz schreibt vor, dass der U-Wert 0,192 W/m²K unterschritten werden muss.

Wenn also die Stellen zwischen den Sparren mit dem erforderlichen U-Wert gedämmt sind, müssten die doch anrechenbar sein, oder?
Ich benötige also eine 10% Erfüllung des Gesetzes, um Biogas nicht mehr verwenden zu müssen, und damit muss 2/3 der Dachfläche mit einem U-Wert von kleiner gleich 0,192 W/m²K gedämmt sein. Die Sparren nehmen sehr wahrscheinlich doch weniger als 1/3 der Fläche ein.

Oder ist Zwischensparrendämmung garnicht möglich im Rahmen des Gesetzes?
Falls doch werden wir auch die Dacheinkleidung mit den Gipskartonplatten erneuern, was zunächst nicht vorgesehen war.

Ich freue mich auf Antworten.


MfG GasBrennwertInteressent

Verfasser:
sukram
Zeit: 19.07.2019 20:52:30
0
2805015
Ja, gell, das Biozeugs ist im Ländle komischerweise nicht grad' günstig ;-)
Aber wahrscheinlich wirds durch die kommende CO2-Abgabe/Steuer/wasauchimmer etwas angeglichen...

Zitat von GasBrennwertInteressent Beitrag anzeigen
Ich benötige also eine 10% Erfüllung des Gesetzes, um Biogas nicht mehr verwenden zu müssen, und damit muss 2/3 der Dachfläche mit einem U-Wert von kleiner gleich 0,192 W/m²K gedämmt sein. Die Sparren nehmen sehr wahrscheinlich doch weniger als 1/3 der Fläche ein.

Oder ist Zwischensparrendämmung garnicht möglich im Rahmen des Gesetzes?
Falls doch werden wir auch die Dacheinkleidung mit den Gipskartonplatten erneuern, was zunächst nicht vorgesehen war.
[...]


Das gesamte Dach muss (im Schnitt) <=0,192 erreichen. also z.B. Sparren innen aufdoppeln.

Kannst Du mit u-wert.net berechnen.

Und dann brauchst Du einen Berechtigten, der sowas unterschreibt.

Ob & wie es allerdings mögich ist, die Erfüllungsoptionen nachträglich zu ändern, dadrüber müsste man nochtmal nachesen

https://um.baden-wuerttemberg.de/de/energie/neubau-und-gebaeudesanierung/erneuerbare-waerme-gesetz-2015/erfuellungsoptionen-wohngebaeude/

Verfasser:
GasBrennwertInteressent
Zeit: 26.07.2019 10:18:29
0
2806678
Hallo sukram,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich habe noch eine hypothetische Frage. Wäre es möglich den Wohnraum nicht mehr als solchen zu verwenden und stattdessen als Dachstauchraum, um das Ganze dann mit der obersten Geschossdeckendämmung abzuhacken? Also einfach auf den Estrich die Dämmung verlegen. Das Dachgeschoss verfügt über einen seperaten Eingang, ist also räumlich von den 2 Vollgeschossen (Keller, EG) abgetrennt.

Verfasser:
sukram
Zeit: 26.07.2019 15:14:29
0
2806788
Steht doch da

Zitat:
Dach/oberste Geschossdecke
Auch wenn Sie Ihr Dach bzw. die oberste Geschossdecke um mindestens 20 Prozent besser dämmen als die Energieeinsparverordnung (EnEV 2013) dies für bestehende Gebäude fordert, können Sie das EWärmeG erfüllen. Maßgeblich ist dabei der U-Wert, also der Wärmedurchgangskoeffizient und zwar unabhängig davon, wann die Maßnahme durchgeführt wurde.

Je nach Bauteil, bestehender Konstruktion und Qualität des Dämmstoffes sind daher in der Regel zwischen 16 bis 24 Zentimeter Dämmstärke notwendig, um den geforderten U-Wert von 0,192 Watt pro Quadratmeter und Kelvin für Schrägdächer zu erreichen. Bei Flachdächern liegt der geforderte U-Wert bei 0,16 Watt pro Quadratmeter und Kelvin.

Allerdings erfüllt das entsprechend gedämmte Dach bei einem Gebäude mit mehr als vier Vollgeschossen die Anforderungen nur zu zwei Dritteln und ab acht Vollgeschossen nur noch zu einem Drittel. Teilflächen in der geforderten Qualität können angerechnet werden. Sind die Bauteile weniger gut gedämmt, können sie nicht angerechnet werden.


Ich hab' schon seit letztem Jahrtausend 4 x 5 cm Styro auf dem Speicherboden & OSB-Platten drüber - passt i.V.m. der



Hohlkörperdecke.

Allerdings ist zu sagen, dass eine gewisse Tuschinski von EnEV-Online die Meinung publizierte, dass auch der Treppenaufgang dies zu erfüllen habe ;-) aber die ist schon andernorts danebengelegen und hats dann nicht korrigiert..

Verfasser:
GasBrennwertInteressent
Zeit: 26.07.2019 16:31:22
0
2806806
Es ging mir da eher um die Nutzungsänderung des Wohnraums, ob das keiner Genehmigung bedarf. Hab gelesen, dass bei einem Ausbau eines Dachbodens in Wohnraum ein Antrag notwendig sei. Den andersrumen Fall habe ich nicht ergooglen können.

Verfasser:
sukram
Zeit: 26.07.2019 17:01:05
0
2806817
Der Sachkundige wird möglicherweise damit Probleme haben

>Dachflächen, Decken und Wände gegen unbeheizte Dachräume

auch wenn da NICHT steht "unbeheizbare", wäre es möglicherweise sinnvoll, Heizkörper kurzfristig temporär verschwinden zu lassen, um ihm Gewissensqualen zu ersparen ;-)

Als was der Dachboden baubehördlich geführt wird- da muss er sich halt auf die vostehenden Angaben des Eigentümers verlassen...

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