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Eisspeicher (Vissmann)
Verfasser:
E_TE_T
Zeit: 13.08.2019 11:15:22
0
2812602
Hallo,
nachdem ich nun einige Zeit mitgelesen habe, bleiben doch noch einige Fragen.

ich plane für ein Zweifamilienhaus eine Wärmepumpe einzubauen.

Wohnfläche gesamt ca. 156² Bj. 1997. Das Haus wird derzeit als Einfamilienhaus genutzt und hat einen jährlichen Gasverbrauch von ca. 20.000 - 22.000 kWh, incl. Brauchwassererwärmung (4 Personen).

Derzeit verfügt das Haus über zwei Gaskessel, ein Gaskessel versorgt den Keller und das Erdgeschoss, eine Gastherme das 1. OG (76 m²).
Der Gaskessel im Keller soll nun durch eine Wärmepumpe ersetzt werden. Der Keller und das EG verfügen über eine Fußbodenheizung.

Die Wärmeberechnung nach DIN 4701 (1995) hat ergeben: KG 3,9 kW, EG 5,6 kW und 1.OG 5,6 kW.

Normbedarf des Gebäudes 12,3 kW, eingeschränkter Betrieb 8,8 kW.

Nun gibt es auf den Vissmann-Seiten eine Lösung mit Eisspeicher.
https://www.viessmann.de/de/wohngebaeude/waermepumpe/eis-energiespeicher.html

Auf unserem Grundstück befindet sich eine ungenutzte 3-Kammerkläranlage, bestehend aus zwei runden unterirdischen Betonbehältern, Außendurchmesser ca. 2,5 m, Höhe 2,25m.
Das Fassungsvermögen beträgt ca. 12 m².

Kann man die beiden Behälter als Eisspeicher nutzen?

Als Alternative käme eine Tiefenbohrung in Betracht, wobei die Eignung laut der Seite Geothermie NRW als 3c (mittelgut) angegeben wird.

Ansonsten steht noch eine Rasenfläche für einen GRK von ca. 13 x 8 m zur Verfügung.

Welche Lösung ist sinnvoll?
Welches Wärmepumpenmodell ist zu verwenden?


Gruß
Ernst

Verfasser:
HFrik
Zeit: 13.08.2019 16:05:50
1
2812693
Der RGK hat den Vorteil den "Eisspeicher" mit dem im BOden vorhandenen Wasser und ohne komplizierte Mechanik mit vielen beweglichen Teilen zu realisieren.
Bohrung ist oft teurer, aber eine noch bessere Quelle als der RGK. Das wäre meine Einsortierung. Ach ja, Gegenandämmen ist sicher bei der Heizlast noch ein Thema :-)

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 13.08.2019 19:28:50
0
2812781
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Der RGK hat den Vorteil den "Eisspeicher" mit dem im BOden vorhandenen Wasser und ohne komplizierte Mechanik mit vielen beweglichen Teilen zu realisieren.


Nur mal so aus Neugier, welche zusätzlichen beweglichen Teile und komplizierte Mechanik ist den bei einem Eisspeicher im Vergleich zum RGK notwendig? Mir fällt evtl nur eine Solarthermieanlage zum Laden im Sommer ein.

Gruesse

Verfasser:
E_TE_T
Zeit: 13.08.2019 21:09:26
0
2812818
Hallo HFrik,

danke für die Einschätzung, habe ich auch schon vermutet, dass ein Bohrloch die einfachere und vermutlich leistungsfähigere Variante ist.


Das mit dem Dämmen ist grundsätzlich richtig, aber ich habe eine Klinkerfassade und die Fenster sind dann auch gerade einmal 20 Jahre alt. Im Spitzboden wäre noch Potential, aber wieviel bringt es dann, bezogen auf den Gesamtverbrauch.

Bei 20.000 - 22.000 kWh Jahresverbrauch für das ganze Haus, rechne ich mit 12000-14000 kWh für die untere Gasheizung.

Nach der Schweizer Formel 12000kWh / 3000 müsste die WP so 4 -5 kW an Wärmeleistung bringen.

Ich hoffe das ein 100 m Bohrloch das liefern kann.

Gruß
Ernst

Verfasser:
gnika7
Zeit: 13.08.2019 22:00:22
0
2812847
Zitat von E_TE_T Beitrag anzeigen
Im Spitzboden wäre noch Potential, aber wieviel bringt es dann, bezogen auf den Gesamtverbrauch.[...]

Das bringt wohl in Bezug auf eingesetzte Mittel am meisten. Wärme steigt nach oben und da oben üblicherweise nicht optimal gedämmt ist, können schon mal 20-30% über Dach verloren gehen. Da kann ein Nachdämmen u.U. 3000kWh/a sparen.

Grüße Nika

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 13.08.2019 23:41:30
0
2812893
Zitat von Donpepe23 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Der RGK hat den Vorteil den "Eisspeicher" mit dem im BOden vorhandenen Wasser und ohne komplizierte Mechanik mit vielen beweglichen Teilen zu realisieren.


Nur mal so aus Neugier, welche zusätzlichen beweglichen Teile und komplizierte Mechanik ist den bei[...]


Alles was im Eisspeicher ist darf sich nicht bewegen.

Klingt trivial ist es aber nicht. Zusätzlich muss das einfrieren sehr geregelt stattfinden.

Wer nur Rohrleitungen in eine Grube wirft knackt diese das Wasser läuft aus und das war es dann.

Weiterhin hat man ein wirklich begrenztes System

Hat man die Soll Wärmemenge entnommen sturzten die Temperaturen ab und das deutlich rapider als ein RGK.

Verfasser:
Guber
Zeit: 14.08.2019 06:53:58
0
2812918
Zitat von E_TE_T Beitrag anzeigen
Hallo HFrik,

danke für die Einschätzung, habe ich auch schon vermutet, dass ein Bohrloch die einfachere und vermutlich leistungsfähigere Variante ist.


Das mit dem Dämmen ist grundsätzlich richtig, aber ich habe eine Klinkerfassade und die Fenster sind dann auch[...]


Bei einer Klinkerfassade kann man oft den Luftspalt zwischen Klinker und übriger and ausblasen lassen. Bei den Fenstern - nun wenn die schon U-Wert 1,2 haben lohnt es sich kaum auf 1,0 zugehen, korrekt. Kellerdecke, Rolladenkästen?

Verfasser:
Guber
Zeit: 14.08.2019 06:58:13
0
2812920
Zitat von Donpepe23 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Der RGK hat den Vorteil den "Eisspeicher" mit dem im BOden vorhandenen Wasser und ohne komplizierte Mechanik mit vielen beweglichen Teilen zu realisieren.


Nur mal so aus Neugier, welche zusätzlichen beweglichen Teile und komplizierte Mechanik ist den bei[...]

Das hängt vom Aufbau ab. Wenn das wie ein RGK nur im Wasserbehälter läuft, hat man keine berwglichen Teile, aber dafür schnell eine dicke Eisdämmung um die Rohre wenn man das nicht gut dimensioniert. Es gab da noch die anderen Modelle die analog zu einer Eiswürfelmaschine funktionierten - da war das Eis dann stapelbar, bis es irgendwann mal taut, dafür aber das System mit beweglichen Teilen.

(Für eine Hochstehende, eingehauste Geisha haben wir auch mal spasshalber das eindüsen von Wasser diskutiert mit Abtauen über das selbe Wasser, müsste dann eine grossen Schneehaufen unter der Geisha geben im Laufe der Zeit...)

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 14.08.2019 07:34:13
0
2812928
Zitat von E_TE_T Beitrag anzeigen
... müsste die WP so 4 -5 kW an Wärmeleistung bringen.

Ich hoffe das ein 100 m Bohrloch das liefern kann.
Aus einer 100m Tiefenbohrung sollte schon mehr als 4 kW zu entziehen sein ... zudem wird zusätzlich auch noch die beim Komprimieren des Kältemittels im Verdichter generierte thermische Energie von der Wärmepumpe ins Hausheizkreiswasser übergeben.

Eine vollmodulierende möglichst optimal dimensionierte Sole-Wasser-Wärmepumpe schont die Wärmequelle übrigens sehr und es ist ziemlich Vorteilhaft, wenn die Wärmesenkentemperatur relativ gering sein muss.

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