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was bringt C02 Besteuerung
Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 14.08.2019 00:34:36
0
2812906
Sinn von c.p ist aber über Effekte nachzudenken, die sich bei einer gegebenen Situation einstellen würden, wenn ein Element verändert wird.

Du willst CO2-Steuer anstatt Zertifikate? Das hieße dann möglicherweise, dass die CO2-Emissionen sofort nach oben geben, weil es keinen preissteigernden Effekt gibt. Und außerdem müsstest du das System der CO2-Bepreisung im Stromsegment ändern.

Das zeigt aber, dass man tatsächlich schauen muss, wie man die Bepreisung vornimmt. CO2-Steuer und Zertifikatesystem parallel könnten, wenn sie über eine Sektorkopplung verbunden sind zu deutlichen Verzerrungen führen (wenn unterschiedliche Preise sich herausbilden für CO2.)

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 14.08.2019 00:44:12
2
2812907
Zitat von pflanze 132 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Hallo Dietmar,

da hat sie Recht. Bei den Autos war viel freiwillig und es hat überhaupt nicht funktioniert. Dafür ist immenser finanzieller Schaden bei einem Teil der Kunden entstanden. Da sind mir offene Worte lieber.

Glühbirnen, Staubsauger und andere Haushaltsgeräte sind gute Beispiele für funktionierende Einschränkungen der Freiwilligkeit.


Hallo Stefan,

im speziellen Fall ging es um die energetische Gebäudesanierung

Die CDU-Chefin hatte in einem aktuellen Namenstafel in der Welt am Sonntag vorgeschlagen, dass hier weiterhin das Prinzip Freiwilligkeit und freie Wahl der Technologien gelten soll, siehe

Kramp-Karrenbauer will klimagerechten Umbau der Steuern, Abgaben und Umlagen im Energiesektor


Parteichefin Annalena Baerbock kritisierte im „NDR-Info-Radio“, dass die CDU-Chefin vor allem auf Anreize setze. „Politik ist dazu da, um Regeln zu vereinbaren. Und mit Freiwilligkeit allein kommen wir nicht weiter“, sagte Baerbock.

^
Das Gegenteil von Anreizen sind aber Verbote und Gebote bei der Auswahl von Technologien und Modernisierungskonzepten im Gebäudebestand.

Baden Württemberg hat damit jetzt rund 10 Jahre Erfahrungen mit einer Landesregelung gesammelt.

Ich habe den Erfahrungsbericht dazu gelesen.

Eine gesicherte Aussage dazu ist, dass in BW der Ersatzteilbedarf für sehr alte Heizkessel deutlich angestiegen ist und im benachbarten Bayern die Modernisierungsquote bei Heizungen durch das Prinzip Freiwilligkeit deutlich höher liegt.

Das Wechseln einer alten Glühbirne oder eines Staubsaugers verursacht keine grundsätzlichen Überlegungen, ob das Energiekonzept eines Bestandsgebäudes bei Ausfall eines technischen Erzeugnisses zu ändern ist.

Ein politisch gefordertes Betriebsverbot für Wärmeerzeuger auf der Basis von Erdgas oder Heizöl aber schon..

Juristisch ist dabei zu beachten, dass betroffene Gebäude, die in der Bundesrepublik eine Baugenehmigung erhielten, diese ohne zeitliche Begrenzung für das Energiekonzept des Gebäudes erhielten.

Mit dem Prinzip Freiwilligkeit und Anreize bleibt es den Eigentümern überlassen, ob und wann sie ihr Gebäude energetisch modernisieren.

Der Dame Baerbock ist das ganz offensichtliche Dorn im Auge. Ihrem Vorstandskollegen offensichtlich auch.

Beide Spitzenpolitiker der Grünen haben aktuell erklärt, dass die politischen Verhältnisse in China die Energiewende bei der Umsetzung einfacher gestalten würden.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Gruß

Dietmar Lange

Verfasser:
delta97
Zeit: 14.08.2019 00:52:10
1
2812908
Es braucht eine CO2 Abgabe. Keine CO2 Steuer.
Die CO2 Abgabe steigt - der CO2 Ausstoss sinkt & Gruss delta97

Verfasser:
Guber
Zeit: 14.08.2019 06:51:11
1
2812917
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Erklär das mal bitte pflanze.

Zitat:
[...]

Deine Annahme stimmt,wenn du davon ausgehst, dass die Abschaffung der EEG-Umlage die Verzerrung beendet.
Wenn Kosten nicht internalisiert werden, kann der Markt nicht effizient sein. Und wenn der Autofahrer für billigen Strom sorgt, hat das einfach nix mit Internalisierung zu[...]

Dann erklär mal wie der Autofahrer für billigen Strom sorgt.

Was den Zertifikatehandel angeht - so ist das ganz einfach: wenn die stromnachfrage anzieht steigt zunächst der Preis für Zertifikate durch die Nachfrage. Steigt de Preis absehbar auf längere Zeit um etwa 1-1,5ct gegenüber heute, werden in D EE-Erzeugungaanlagen ausserhalb der Ausschreibungen wirtschaftlich und senken den Preis wieder, so dass kein weiterer Preisanstieg zu erwarten ist. Der Zubau kann aber auch im Ausland erfolgen, wenn dort die Bedingungen günstiger sind - die Nachbarn haben z.B. meist höhere Börsenstrompreise, die dem deutschen Markt aber folgen - dort erfolgt der EE-Zubau eventuell bereits früher. (Siehe z.B. hier: https://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2019/kw07/enbw-und-energiekontor-erster-solarpark-ohne-eeg.html)

Verfasser:
Leser_73
Zeit: 14.08.2019 06:55:11
1
2812919
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Leser_73 Beitrag anzeigen
[...]

Besser im links grünen Morast als in der braunen Sch***e...

Ansonsten bin ich beim Wählen Opportunist. Es kriegt die Partei die Stimme, die das beste langfristige Konzept hat, sich an die Grundgedanken des Grundgesetzes hält und nicht jeder Wählerstimme hinterherrennt



Oh du gehst also gar nicht wählen?

Denn keine einzige Partei hält sich an irgendwelche Gesetze.

Aber schön das du das wählst was zu deinem eigenen Vorteil ist.

Verfasser:
Guber
Zeit: 14.08.2019 07:06:13
1
2812921
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Sinn von c.p ist aber über Effekte nachzudenken, die sich bei einer gegebenen Situation einstellen würden, wenn ein Element verändert wird.

Du willst CO2-Steuer anstatt Zertifikate? Das hieße dann möglicherweise, dass die CO2-Emissionen sofort nach oben geben, weil es keinen[...]

Daher will derzeit auch keiner das EU-weit eingeführte Zertifikatesystem abschaffen. Es gibt aber ergänzende CO2-Abgaben. Für die Steuer wäre ein Atmender Deckel sinnvoll, der ebenso wie der zertifikatehandel das Einhalten von Grenzen erzwingt. Bei zu niedrigen CO2-Zertifikatepreisen könnte man eine ergänzende CO2-Abgabe bis auf höhe der Abgabe in den übrigen Sektoren erheben, dann wäre die Möglichkeit des Auseinanderentwickkelns deutlich gemindert.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 14.08.2019 07:33:25
0
2812927
Zitat von Guber Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]

Dann erklär mal wie der Autofahrer für billigen Strom sorgt.



Die CO-Abgabe soll auch bei Kraftstoffen erhoben werden. Werden die Einnahmen zur Senkung / Abschaffung der EEG-Umlage genutzt, sorgt der Autofahrer für billigen Strom.

Ansonsten Zustimmung zu den beiden Beiträgen, wobei angemerkt wäre, dass eine stärkere (administrative) Reduzierung der Zertifikate, den gleichen Effekt hätte auf die Wirtschaftlichkeit von EE-Strom.

Verfasser:
Schandmaul
Zeit: 14.08.2019 07:45:30
0
2812930
Zitat von crink Beitrag anzeigen
Hi nochnix,

pro Kopf wird CO2 nicht besteuert, pro Kopf wird zurückgezahlt. Wieviel politisches Gewicht Frau Merkel bzgl. dieser Entscheidung noch in die Waagschale werfen kann entscheidet sich am 20.9. - im Klimakabinett und auf der Straße...

Viele Grüße
crink



Also ich will ja nicht naiv rüberkommen, aber wann hat sich das letzte mal auf der Straße in Deutschland was entschieden? Bei unseren Französischen Nachbar könnte ich die Aussage verstehen aber beim braven Deutschen?

Man kann von FFF halten was man will. Die vorwiegend gut gebildeten aus meist guten Verhältnisse kommenden Jugendlichen haben definitiv dazu beigetragen das dieses Thema so präsent ist.
Das Finde ich GUT!

Wenn diejenigen aber irgendwann mal Mamis Schoß verlassen und selbst Geld verdienen bzw eine Familie ernähren bin ich mir nicht so sicher ob dann diese Ansicht noch so Stark vertreten wird.

Man wird sehen.
Ich denke dieser "Hype" wird auch wieder abschwächen. Spätestens wenn die Wirtschaft Stagniert oder es irgendwo wieder Kracht (USA/Iran/Russland/China)
Ich denke man muss da viel in Eigenmotivation machen. So wie ja schon einige Foristen hier tätig wurden. Auf die Politik würde ich mich bei einem so wichtigen Thema nicht verlassen.


Vor Jahren war mal in meiner Tageszeitung eine nette Karikatur gesehen.

Da war ein Mann im Bettliegend mit Zipfelmütze. Und eine Frau wo gerade aufstehen möchte.
Und auf dem Bett stand Umweltminister.

Als Text stand unter dem Bild

"Bitte weck mich wenn die Wirtschaftskrise vorüber ist"


Hat sich bei mir irgendwie eingeprägt

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.08.2019 08:29:18
0
2812945
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Guber Beitrag anzeigen
[...]


Die CO-Abgabe soll auch bei Kraftstoffen erhoben werden. Werden die Einnahmen zur Senkung / Abschaffung der EEG-Umlage genutzt, sorgt der Autofahrer für billigen Strom.

Ansonsten Zustimmung zu den beiden Beiträgen, wobei angemerkt wäre, dass eine stärkere (administrative)[...]

Ad 1) nun, dann sorgt die Firma XY, die keine Subvention mehr bekommt dann auch für geringere steuern? So kann man das natüröoich auch sehen- Auto sorgt für geringere strompreise weil weniger Geld vom Stromsektor in den Verkehrssektor fliesst (Via Haushalt etc.)
Ad 2) Nun, die steigenden Zertifikatspreise sind da nur ein Drittel der Miete. Denn damit fehlt noch die steigende Nachfrage, die die CO2-Emissionen in den anderen Sektoren senkt - die lässt Du immer unter den Tisch fallen, das ist aber das um was es bei der Energiewende geht.
Der dritte Punkt ist, dass die NAchfrageverlagerung eben die Zertifikatspreise bei sTrom ganz ohne politisches Eingreifen von EU-Seite in die höhen drückt in denen der EE-Ausbau dann zwingend losläuft. Jede kWh die man mit beseitigung der Marktbarrieren aus dem Gebäude und Verkehrssektor als Nachfrage in den Stromsektor bringt, wird dort per Saldo zwingend CO2-frei bedient.
Man stelle sich die (wegen der technischen unmöglichkeit berechtigen, aber sonst analogen) Kämpfe durch wenn jede neue Gasbüchse nur noch mit CO2-frei hergestelltem Gas betrieben werden dürfte - bei der WP und dem Stromsektor läuft es aber so.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.08.2019 08:40:31
0
2812948
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von delta97 Beitrag anzeigen
[...]


Die Frage ist doch an dieser Stelle nur, wie entwickelt sich die Stromnachfrage und damit der Zertifikate-Preis, wenn du die EEG-Umlage streichst.

Wobei das Ansteigen der Zertifikatepreise dann natürlich eine entsprechende Wirkung auf den Strommix hätte. (Aber nicht[...]

Naja, wenn ein Kraftwerk (fossil) mehr Strom erzeugen will, und dafür 1t CO2 mehr emitieren will muss es ein anderes Kraftwerk finden, das dann die stromproduktion um 1t reduziert und das zugehörige Zertifikat verkauft (kann genaugenommen auch ein Stahlwerk oder eine Zementfabrik sein, aber das grosse Volumen sind die Kraftwerke)
Im europäischen Verbundnetz ist das ein Nullsummenpiel auf seiten der Fossilen, das nur räumliche Verlagerungen erzeugt. Eine Mehrnachfrage nach Strom erzwingt also ein Mehr-Ausbau der EE irgendwo im europäischen Verbundnetz.
Vorteil der Diskussion hier bisher ist, dass ich jetzt deutlich klarer erklären kann warum die Abschaffung der EEG-Umlage durch eine Umfinanzierung über die CO2-Abgabe oder eine Erhebung der EEG-Umlage auf alle fossilen Energieträger so blendend funktionieren wird.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 14.08.2019 08:56:30
0
2812950
Zitat von Leser_73 Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]



Oh du gehst also gar nicht wählen?

Denn keine einzige Partei hält sich an irgendwelche Gesetze.

Aber schön das du das wählst was zu deinem eigenen Vorteil ist.

Oh, da es dir nur um einen persönlichen Angriff geht und die übliche Polemik, wie schlecht unsere Demokratie ist, kannst du gerne dich weiter mit dir selber unterhalten. Von mir kein weiteres Kommentar dazu.

Verfasser:
MaJen
Zeit: 14.08.2019 10:12:58
2
2812971
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen


Beide Spitzenpolitiker der Grünen haben aktuell erklärt, dass die politischen Verhältnisse in China die Energiewende bei der Umsetzung einfacher gestalten würden.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

,[...]


Zumindest hört dort niemand auf dümmliches Lobbyisten- und Nochnix- Getrolle. Das Problem des Aussitzens dringender gesellschaftlicher Themen ist dort eher auf anderen Feldern ausgeprägt.

Verfasser:
nochnix
Zeit: 14.08.2019 11:38:54
2
2812987
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Zumindest hört dort niemand auf dümmliches Lobbyisten- und Nochnix- Getrolle. Das Problem des Aussitzens dringender gesellschaftlicher Themen ist dort eher auf anderen Feldern ausgeprägt.


Was kann ich jetzt dazu das die Grünen laufend so lustige dinge Erzählen ? Wenn man in der Öffentlichkeit so einen Stuss erzählt muss man sich Kritik gefallen lassen . Wer da wohl dümmer ist :-)))

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 14.08.2019 14:18:59
0
2813024
Zitat von nochnix Beitrag anzeigen
Zitat von MaJen Beitrag anzeigen
[...]


Was kann ich jetzt dazu das die Grünen laufend so lustige dinge Erzählen ? Wenn man in der Öffentlichkeit so einen Stuss erzählt muss man sich Kritik gefallen lassen . Wer da wohl dümmer ist :-)))


Bei den Grünen gibt es in letzter Zeit auch sehr interessante Veränderungen

Kerstin Andreae zur neuen BDEW-Hauptgeschäftsführerin gewählt

Kerstin Andreae ist jetzt vom Vorstand des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zur neuen Vorsitzenden der Hauptgeschäftsführung gewählt worden. Sie tritt ihren neuen Job am 1. November 2019 an.

Die 1968 im Schwarzwald geborene Andreae ist derzeit wirtschaftspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 /Die Grünen. Im Parlament sitzt sie seit 2002. Andreae folgt Stefan Kapferer, der neuer Vorstandschef des Übertragungsnetzbetreibers 50 Hertz wird. Unter seiner Führung hat sich der BDEW verstärkt mit Zukunftsthemen wie dem Ausbau der erneuerbaren Energien oder Power-to-Gas profiliert.

Andreae genießt hohe Anerkennung in Politik und Wirtschaft. Sie steht für eine entschlossene, effiziente Energie- und Klimapolitik, basierend auf einer sowohl ökonomisch als auch ökologisch erfolgreichen Wirtschaft. Damit passt sie hervorragend zum BDEW“, sagt die Verbandspräsidentin Marie-Luise Wolff.

Der BDEW ist die Interessenvertretung der deutschen Strom- Gas und Wasserwirtschaft

Die Nachricht illustriert sehr anschaulich, dass viele alte Feindbilder und Frontlinien in der Energiepolitik nicht mehr zutreffend sind.

Dietmar Lange

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 14.08.2019 14:35:55
0
2813027
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Vorteil der Diskussion hier bisher ist, dass ich jetzt deutlich klarer erklären kann warum die Abschaffung der EEG-Umlage durch eine Umfinanzierung über die CO2-Abgabe oder eine Erhebung der EEG-Umlage auf alle fossilen Energieträger so blendend funktionieren wird.


Zielstellung sollte ja eigentlich sein mit geringst möglichen Einsatz von finanziellen Mittel die Energiewende zu schaffen. (Minimalprinzip)

Wenn du einfach die Anzahl der vergebenen Zertifikate reduzierst, hast du exakt den gleichen Effekt im Stromsektor, allerdings ohne die Verzerrung, die zwingend durch Verfälschung des Preissignal entstehen muss, wenn Verbrennungsmotoren / Gas für billigen Strom sorgen.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 14.08.2019 14:37:27
0
2813029
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von nochnix Beitrag anzeigen
[...]


Bei den Grünen gibt es in letzter Zeit auch sehr interessante Veränderungen

[url=https://www.pv-magazine.de/2019/08/13/kerstin-andreae-zur-neuen-bdew-hauptgeschaeftsfuehrerin-gewaehlt/]Kerstin Andreae zur neuen BDEW-Hauptgeschäftsführerin[...]


Als ich das vorhin hörte, musste ich sofort an Dich denken und fragte mich, ob der BDEW jetzt noch als seriös gilt ;-)

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.08.2019 15:55:51
0
2813043
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
[...]


Zielstellung sollte ja eigentlich sein mit geringst möglichen Einsatz von finanziellen Mittel die Energiewende zu schaffen. (Minimalprinzip)

Wenn du einfach die Anzahl der vergebenen Zertifikate reduzierst, hast du exakt den gleichen Effekt im Stromsektor, allerdings ohne[...]

Falsch, wir bekommen dann die verzerrten Preissignale bei Gas, Öl, Strom weg, wodurch wir mit deutlich geringerem -Einsatz einen deutlich gösseren Erfolg bekommen (Ordnungspolitik, Minimalprinzip). Den Nachweis davor habe ich weiter oben schon gebracht. Du ignorierst geflissentlich, dass bei deinem Modell viel viel höhere Abgaben für den gleichen Effekt notwendig werden- Abgaben in einer Höhe die ernnsthaft die Wirtschaft gefährden.

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 14.08.2019 16:32:29
1
2813055
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]


Als ich das vorhin hörte, musste ich sofort an Dich denken und fragte mich, ob der BDEW jetzt noch als seriös gilt ;-)


Die Seriosität einer Interessenvertretung ist unabhängig von der Parteibuchfarbe der Hauptgeschäftsführung.

Die Mitgliedsunternehmen des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft stehen für rund 90 Prozent des Strom- und des Erdgasabsatzes in Deutschland. Darüber hinaus für gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes
Bei solchen Mitgliederstrukturen haben ideologiegesteuert Führungskräfte keine Chancen. In dem erst 2007 gegründeten Verband war bisher bei den Parteibuchfarben keine Vorzugsfarbe feststellbar.


Mitteilungen und Studien des BDEW waren bisher immer eine seriöse Informationsquelle, die hier allerdings immer wieder von einigen Schreiber(innen) regelrecht zerrissen wurden.

Die erste Mitteilung nach der Nachricht über die neue Führungsspitze zeigt, dass auch zukünftig auf eine seriöse Informationspolitik Wert gelegt wird.
Der Inhalt passt sehr gut zum Thema dieses Threads

BDEW-Studie „Wie heizt Deutschland?“

Fast die Hälfte der 5,8 Millionen Gebäude, die noch durch eine Ölheizung versorgt werden, liegen im gasberohrten Gebiet. Das bedeutet, dass mindestens 2,1 Millionen dieser Gebäude schnell und unkompliziert mit einer Gasheizung modernisiert werden könnten, weitere 510.000 Gebäude ließen sich an das Fernwärmenetz anschließen. So die ersten Ergebnisse der repräsentativen Studie „Wie heizt Deutschland?“, die das Marktforschungsinstitut prolytics im Auftrag des BDEW Anfang dieses Jahres durchgeführt hat.

Schon heute lassen sich moderne Gasheizungen ohne technische Umstellung auch mit grünen Gasen, wie Biomethan, betreiben. So können Verbraucher das Potential moderner Gastechnik auf Erneuerbaren-Basis weit über 2030 hinaus ausschöpfen und einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten


Nach meiner Beobachtung setzt sich der BDEW schon länger für eine CO2 Bepreisung bei Energieträgern ein.

Die Ausführungen in der neuen Studie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit vor den anstehenden Entscheidungen zur deutschen Energie- und Klimapolitik in allen Fachministerien aufmerksam gelesen.



Dietmar Lange

Verfasser:
HFrik
Zeit: 14.08.2019 16:43:45
2
2813057
Tja, den Teufel durch Beelzebub austreiben, ist ein immer wieder gern durchgeführtes Verfahren. Danach kann man dann noch mal Geld verlangen wenn man dann die Heizung tatsächlich saniert.

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 14.08.2019 17:27:14
0
2813064
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]
Falsch, wir bekommen dann die verzerrten Preissignale bei Gas, Öl, Strom weg, wodurch wir mit deutlich geringerem -Einsatz einen deutlich gösseren Erfolg bekommen (Ordnungspolitik, Minimalprinzip).
Die Frage bleibt wer den grösseren Erfolg haben wird.
Die meisten Menschen müssen darüber nachdenken, wofür sie ihr Geld ausgeben und werden bei Heizungs-Investitionen immer Betriebskosten gegen Investitionskosten aufrechnen.
(Ausgenommen diejenigen die SHK als Hobby betreiben oder auf Parties kein anderes Thema kennen als den CO2-Ausstoß ihrer Heizung und ihres Autos)

Das bedeutet, dass über 20-30 Jahre Nutzungszeit gesehen die Anbieter von Heizungslösungen ihre Preise immer so gestalten werden, dass sich die verschiedenen Technologien in ähnlichen Dimensionen bewegen.
Was ich an den Betriebskosten einspare, wird einfach bei den Investitionskosten mehr abgerufen.

Wenn nun eine Stromheizung einen JAZ"x" hat, werden sich die Investionskosten so einpendeln, dass auf die Betriebsdauer (20-30Jahre) die Gesamtkosten ungefähr so hoch sind wie bei Konkurrenz-Technologien.

Dann gibt es noch die Hobbyisten oder Partygänger, für für ihr "Image" noch einen Zehner drauflegen. Die sind besonders beliebt beim SHK.

In der Tasche der End-User wird da nicht viel landen, weil eine Verteuerung der Konkurrenztechnologien nur zu einer allgemeinen Preiserhöhung führen wird und damit wird eine Steuerung über den Betriebskostenpreis ausgehebelt werden.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 14.08.2019 17:30:51
0
2813066
Zitat von HFrik Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]

Falsch, wir bekommen dann die verzerrten Preissignale bei Gas, Öl, Strom weg, wodurch wir mit deutlich geringerem -Einsatz einen deutlich gösseren Erfolg bekommen (Ordnungspolitik, Minimalprinzip). Den Nachweis davor habe ich weiter oben schon gebracht. Du ignorierst geflissentlich, dass bei[...]


Du hast offenbar immer noch nicht verstanden, was eigentlich Verzerrungen sind, warum diese zu Ineffizienzen führen und weshalb die (partielle) Bezahlung der EEG-Umlage aus dem Geldbeutel der Autofahrer (oder Gasheizer), ein suboptimaler Ansatz ist, um Verzerrungen zu reduzieren.

Der Bundesverband Erneuerbare Energien setzt sich ebenfalls für eine Abschaffung der EEG-Umlage ein. Diesem Konzept stimme ich ausdrücklich zu, vor allem wegen diesem Passus:

Ein wichtiger Bestandteil des BEE-Konzeptes ist es, dass die Rückerstattung nach Sektoren getrennt, jeweils den Sektoren zugutekommt, indem die zusätzlichen Einnahmen durch eine CO2-Bepreisung anfallen.

Wobei der Begriff "Sektor" hier falsch gewählt ist, sondern durch Energieträger ersetzt werden müsste. Der Grund warum sie sich für eine Trennung entschieden haben, ist aber offensichtlich, wenn man sich klar macht, welche Vorzüge die Internalisierung hat.
Ich muss leider davon ausgehen, dass diesem Konzept hier nicht zugestimmt wird, schließlich sind die Abgaben zu hoch und viele Unternehmen werden nicht mehr privilegiert.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 14.08.2019 18:37:01
4
2813084
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Mitteilungen und Studien des BDEW waren bisher immer eine seriöse Informationsquelle, die hier allerdings immer wieder von einigen Schreiber(innen) regelrecht zerrissen wurden.[...]

Nicht doch! Machst du dich mal wieder etwas lächerlich? Ich verweise z.B. hier immer wieder gerne auf den BD3W Heizkostenvergleich trotz unsinniger Rahmenbedingungen im Neubau für WP.

Das Problem mit deinen Verlinkungen sind nicht die Inhalte, sondern die Tatsache, dass du immer wieder gerne bestimmte Sachverhalte aus diesen Veröffentlichungen unter den Tisch fallen lässt und so immer wieder ein verzerrtes Bild erzeugst.

Grüße Nika

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 14.08.2019 19:06:38
1
2813096
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Nicht doch! Machst du dich mal wieder etwas lächerlich? Ich verweise z.B. hier immer wieder gerne auf den BD3W Heizkostenvergleich trotz unsinniger Rahmenbedingungen im Neubau für WP.

[...]


Die hier als "unsinnig" bezeichneten Rahmenbedingungen sind genau die Bedingungen, die die Fachleute in Deutschland aus rechtlichen Gründen bei der Planung von Anlagen in EFH / ZFH und MFH verwenden

Wenn hier Hobbyplaner in ihren eigenen Häusern anders rechnen, erfolgt das in ihrer eigenen Verantwortung

Der BDEW hatte für seine Heizkostenvergleiche ein renommiertes deutsches Institut beauftragt, dessen fachliche Kompetenz in D nur von einigen hier aktiven Schreiber(innen) mit einer ausgeprägten Vorliebe für WP in Frage gestellt wird.

Dietmar Lange

Verfasser:
gnika7
Zeit: 14.08.2019 19:29:03
5
2813107
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Die hier als "unsinnig" bezeichneten Rahmenbedingungen sind genau die Bedingungen, die die Fachleute in Deutschland aus rechtlichen Gründen bei der Planung von Anlagen in EFH / ZFH und MFH verwenden
[...]

Tatsächlich? Also ist die Auslegung der FBH im Neubau auf 45°C Stand der Technik?

Das erklärt es natürlich, warum die Heizungsbetriebe in Deutschland es nicht auf die Reihe bringen ein WP-System effizient auszulegen und die Bauherren lieber auf das Know-How hier im Forum zurückgreifen statt den Fachbetrieben zu vertrauen, die aus rechtlichen Gründen das System auf 45°C VLT auslegen.

Ist schon merkwürdig dass die Hobby-SHKler ohne Profil hier effizientere Systeme zustande bringen als die Fachbetriebe mit nachgewiesenen Kompetenzen.

*hirnklatsch*

Verfasser:
Dietmar Lange
Zeit: 14.08.2019 19:59:49
0
2813117
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Dietmar Lange Beitrag anzeigen
[...]

Tatsächlich? Also ist die Auslegung der FBH im Neubau auf 45°C Stand der Technik?

Das erklärt es natürlich, warum die Heizungsbetriebe in Deutschland es nicht auf die Reihe bringen ein WP-System effizient auszulegen und die Bauherren lieber auf das Know-How hier im Forum zurückgreifen statt den Fachbetrieben zu vertrauen, die aus rechtlichen Gründen das System auf 45°C VLT auslegen.

Ist schon merkwürdig dass die Hobby-SHKler ohne Profil hier effizientere Systeme zustande bringen als die Fachbetriebe mit nachgewiesenen Kompetenzen.

*hirnklatsch*
[...]


Wer die BDEW Heizkostenvergleiche inhaltlich verantwortet ist bekannt.

ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden

Wer sich hier darüber in dieser Form äußert nicht.

Ende

Dietmar Lange

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