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Flexiblen Schalldämpfer biegen
Verfasser:
NeuDLi
Zeit: 10.08.2019 20:26:05
0
2811869
Hallo zusammen,

ich habe die Tage gemerkt, dass einer der Geräte-Schalldämpfer, die mein Installateur im 90 Grad-Winkel verlegt hat, innen kaputt ist. Das innere perforierte Alurohr ist an mehreren Stellen gebrochen. Wie das passiert ist, kann ich nicht mehr feststellen. Egal, um zu verhindern, dass die Mineralwolldämmung sich verteilt, muss ein neuer her.

Jedenfalls habe ich jetzt einen neuen Schalldämpfer bestellt (Helios SDE 160), das ist einer von diesen flexiblen "Ziehharmonika"-Schalldämpfern, also nicht einer von diesen sehr flexiblen mit einer dünnen Alufolie außen. Wenn er dann eintrifft, muss ich den neuen ebenfalls um 90 Grad biegen.

Daher die Frage: gibt es Tipps, um den möglichst schonend und gleichmäßig zu biegen, damit der innen nicht kaputtgeht? Ich wollte mir eine Schablone mit dem maximal möglichen/kleinsten Krümmungsradius basteln, aber wie biegt man dann am besten? Nur die Innenseite verkürzen, oder Innenseite verkürzen + Außenseite dehnen?

Verfasser:
OldBo
Zeit: 11.08.2019 10:02:44
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2811935
Normalerweise gibt der Hersteller den Mindestbiegeradius (z. B. kleinster Biegeradius 3 × Außendurchmesser D₃) an.

Verfasser:
passra
Zeit: 11.08.2019 12:30:45
0
2811971
Die Dinger gibt es doch auch mit nur 50cm Länge. Könntest du den 1m-Dämpfer nicht durch 2 Stück a 0,5m und einen 90°-Bogen dazwischen ersetzen?

Verfasser:
NeuDLi
Zeit: 11.08.2019 16:23:51
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2812058
Klar kann ich den Mindestbiegeradius rausbekommen (dürfte in der Regel 3xD sein, also ca. 75cm). Aber das sagt mir ja nicht, wie ich das Ding genau gleichmäßig in diesem Radius biege.

Und zwei 50cm-Stücke verbinden, klar ginge das. Aber ein gekrümmter Schalldämpfer ist nunmal wirksamer als die gleiche Länge in gerade! Habe ich selbst erlebt, mein Installateur musste nämlich die geraden Dämpfer für mich nachträglich biegen, und das macht schon hörbar was aus. Plus die 90°-Stücke sind viel "eckiger" im Übergang, daher mehr Strömungswiderstand. Ja, es gibt auch 90°-Schalldämpfer... aber auch die möchte ich nicht benutzen.

Also bitte Abstand nehmen von "mach es doch einfach anders". Ich möchte Tipps, wie man es am einfachsten/besten machen kann. Oder macht das einfach jeder (der es macht) übers Knie nach Gefühl?

Verfasser:
OldBo
Zeit: 11.08.2019 18:12:12
0
2812099
Rechne den inneren Radius aus, mache eine Schabolone (ein passender Baum geht auch) und gut ist es ;>))

Verfasser:
leitwolf
Zeit: 14.08.2019 11:42:43
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2812989
Aluflexschalldämpfer lassen sich eigentlich sehr gut von Hand biegen. Die Enden dann leicht über den Oberschenkel biegen, sodass eine gleichmäßige Krümmung über die gesamte Länge entsteht.
Ich möchte aber noch erwähnen, dass diese Aluflex-Schalldämpfer eigentlich für Telefonieschall geeignet sind und nicht für (tieffrequenten) Geräteschall.

Verfasser:
NeuDLi
Zeit: 14.08.2019 12:58:34
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2813009
Zitat von leitwolf Beitrag anzeigen
Ich möchte aber noch erwähnen, dass diese Aluflex-Schalldämpfer eigentlich für Telefonieschall geeignet[...]


Wie ich inzwischen festgestellt habe, ist der Helios SDE 160 KEIN Aluflex-Dämpfer, sondern einer von diesen vollflexiblen mit laminierter Alu-Außenhaut. Helios hat selbst im Katalog das falsche Bild dazu... Ich habe die Bestellung daher storniert und mir stattdessen einen Aluflex-Dämpfer bestellt.

Hm, warum benutzen/empfehlen dann praktisch alle Hersteller/Installateure als Geräteschalldämpfer diese Aluflex-Dämpfer? Wären die vollflexiblen Dämpfer Deiner Ansicht nach besser als Geräteschalldämpfer geeignet?

Also um das mal systematisch zu machen, vielleicht kann der Profi das aufklären.

Es gibt bekannterweise 3 Arten Schalldämpfer:
1) Starre mit z.B. Wickelfalzrohr-Außenhülle
2) Aluflex mit "Ziehharmonika"-Rohr
3) Flexible mit Alulaminat oder Kunststofffolie außen

Welche eignen sich denn für welchen Zweck am besten? Von den reinen Werten der Einfügedämpfung her ist 3) am besten, aber ist das in der Praxis tatsächlich so?

Verfasser:
leitwolf
Zeit: 14.08.2019 13:09:31
0
2813015
Ich nenne Nr. 3 Alufolien-Schalldämpfer. Diese haben eine etwas bessere Dämpfung, da sie einen Teil des Schalls nicht absorbieren, sondern an die Umgebung abgeben. Das ist aufgrund der dünnen verwendeten Folien so. Reinigen lassen sich diese ebenfalls nicht. Daher sind diese auch laut österr. Lüftungsnorm nicht erlaubt. Nach wie vor werden diese gerne verwendet, da man sich die Planung für die Auskreuzung der Luftleitungen nach dem Gerät erspart. Sieht noch dazu fürchterlich aus.

Für Geräte sollte man Rohrschalldämpfer mit mind. 50mm Packungsdicke und mind. 900mm Länge verwenden oder sogenannte Umlenkschalldämpfer.
Ich habe sogar eigene, kompakte Doppelschalldämpfer entwickelt für Zu- und Abluft.

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