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Inbetriebnahme Zehnder Q 350 mit Enthalpie
Verfasser:
Jens99
Zeit: 18.08.2019 12:15:20
0
2814279
Hi,

gestern haben wir unsere Lüftungsanalge in Betrieb genommen, deren Auslegung und Installation wir vollständig in Eigenleistung durchgeführt haben. War schon ein tolles Gefühl, die Anlage nach den ganzen Arbeitsschritten und Bauphasen in Betrieb zu nehmen.

Wir haben 180 Kubikmeter/h als Normallüftung und damit ca 0,5 Luftwechsel pro Stunde im Normalbetrieb. Die Lüftungsventile haben wir mit DN75er Rundrohr so angebunden, dass der entsprechende Raum mit mit 18 Kubikmeter pro Stunde pro Rohr im Normalberieb angefahren wird. Räume mit mehr Raumvolumen haben mehr Rohre pro Ventil oder auch zwei Ventile mit einer entsprechenden Anzahl an Rohren. Ins Summe haben wir 10 Rohre jeweils für Zu und Abluft,

Ich habe für die Inebtriebnahme sämtliche Ventile vollständig aufgedreht (Spalt bei den Zuluft Tellerventilen ca 1,5cm). Die Abluftventile sind so eingestellt, dass der mittlere Teller auf einer Höhe ist / Planeben mit dem festen Außenrand des Ventils.

Wenn ich einmal die unterschiedlichen Druckverluste der einzelnen Leitungsstränge vernachlässige kann ich davon ausgehen, dass Pro Rohr 18 Kubuikmeter Luft transportiert werden ... das passt dann auch zu unserer Auslegung. Ist es jetzt unbedingt notwendig, jedes einzelne Ventil mit einem speziellen Messgerät zu prüfen?

Die Anlage selbst zeigt 186 Kubikmeter/h an -- Verbrauch 24 Watt.

Ich habe die Anlage erstmal mit Kondensatauslass konfiguriert .... Einen Trockensiphon habe ich nicht ... und ich habe das Gefühl, dass durch den Kondensatauslass eine Luftundichtigkeit des Gerätes entsteht ... sollte ich den lieber zumachen und das Gerät entsprechend konfigurieren? Ist ja mit Enthalpie und da dürfte theoretisch kein Kondensat anfallen.

Gibt es sonst noch Einstellungen/Dinge , die ich Eurer Erfahrung nach in der ersten Zeit des Betriebs berücksichtigen sollte?

Vielen Dank

Verfasser:
passra
Zeit: 18.08.2019 14:14:55
0
2814316
Wasser wird da praktisch keinesanfallen, trotzdem gehört da ein Trockensiphon ran, kostet ja auch nicht die Welt.

Verfasser:
Jens99
Zeit: 18.08.2019 16:07:13
0
2814354
OK. Trockensiphon besorge ich mir noch. Reicht es, wenn ich des Kondensablauf bis dahin mit Klebeband abklebe?

Verfasser:
WilliHH
Zeit: 18.08.2019 22:17:46
0
2814479
Den Kondensatanschluss kannst du vorerst abkleben. Bei meiner Q350 mit Enthalpie haben wir im Winter ganz wenig Kondensat im Rohr. Es ist kein Vergleich zum normalen Wärmetauscher, dennoch kommt da was raus. In der Jahreszeit hast du noch genug Zeit dir einen richtigen Siphon zu verbauen.

Zum Thema Abgleich:
Die Messgeräte gibt es teilweise für 50€/Woche zu miete. Ich habe meine Anlage ebenfalls selber Ausgelegt und installiert. Es funktioniert auch alles super, gute CO2 Werte im Schlafzimmer, dennoch würden mich die Messergebnisse interessieren. Ich lasse meine Anlage bei einer Wechselrate von 0,3 laufen.
Luftwechsel von 0,5 und mehr kann schon zu viel sein. In einigen Felduntersuchungen kommen Wohnungen mit 0,3 und weniger gut aus.

Verfasser:
Jens99
Zeit: 19.08.2019 16:31:09
0
2814692
OK - so ein Messgerät werde ich mir einmal ausleihen ... kannst Du mir einen Tipp geben, welches denn besonders gut geeignet ist?

Verfasser:
WilliHH
Zeit: 19.08.2019 21:04:32
0
2814753
Mein Nachbar hat mit dem Gerät sein Anlage eingemessen

Testo 417 inkl. Trichter

Verfasser:
Jens99
Zeit: 21.08.2019 16:25:15
0
2815342
Mal ne andere Frage - wir haben ja ein Neubau ... d.h. müssen noch etwas auf die Luftfeuchtigkeit achten ... derzeit sind es draußen ab mittag bis abends so ca 45% rel. Luftfeuchte bei ca 23 Grad.

Da macht es doch bestimmt Sinn, den Bypass zu aktivieren um mit der trockenen Außenluft zu arbeiten, oder? Und dann im Zeitmenü der Anlage unter der Woche so zwischen 12 und 17:00 auf maximalste Stufe, damit ordentlich durchgelüftet wird.

Andernfalls sorgt der Enthalpie-Wärmetauscher dafür, dass die Luftfeuchtigkeit eher im Haus bleibt

Verfasser:
passra
Zeit: 21.08.2019 18:18:49
0
2815375
Um diese Zeit fährt man doch eh schon lange mit Bypass, oder? Oder willst du dir die warme Luft von draußen ständig reinblasen?
Bei uns steht die Anlage mindestens von Mai bis Oktober auf Bypass, eben von Ende Heizperiode bis Anfang Heizperiode.

Verfasser:
leitwolf
Zeit: 21.08.2019 18:35:49
0
2815382
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Um diese Zeit fährt man doch eh schon lange mit Bypass, oder? Oder willst du dir die warme Luft von draußen ständig reinblasen?
Bei uns steht die Anlage mindestens von Mai bis Oktober auf Bypass, eben von Ende Heizperiode bis Anfang Heizperiode.


Du widersprichst Dich hier: Der Bypass sollte nur schalten, wenn es draußen kühler ist als drinnen, und es gleichzeitig innen zu warm ist.
Wenn es draußen heiß ist, sollte der Bypass zu sein und die Zuluft durch die WRG gehen, damit diese mittels Abluft abgekühlt wird.

Verfasser:
leitwolf
Zeit: 21.08.2019 18:41:52
1
2815384
Der Bypass heißt nur Sommerbypass, weil er nur manchmal im Sommer Sinn macht.

Gegen die sommerliche Erwärmung liefert die WRG einen wesentlich höheren Beitrag, als der Bypassbetrieb in kühleren Sommernächten oder -tagen.
Der Grund: die wesentlich höheren Temperaturdifferenzen am Tag zwischen Außenluft und Zuluft und die wesentlich längere Zeit, bei der es draußen wärmer ist als im Innenraum.

Verfasser:
passra
Zeit: 21.08.2019 18:55:51
1
2815388
Stimmt, ich vergass, das die meisten Anlagen ja die heiße Luft direkt ansaugen (am besten noch auf den Süddach ;-) ) und nicht wie bei mir zuerst die Kühlfunktion von 32m Erdrohr nutzen. Somit gibt es ja bei mir den Fall "Außenluft wärmer als Fortluft" praktisch nie...

Verfasser:
Jens99
Zeit: 22.08.2019 08:16:35
0
2815484
Also mir gehts jetzt erstmal garnicht um die Wärme sondern um die Feuchtigkeit. Ich habe den EIndruck, mein ENthalpie-Wärmetauscher hält im Haus derzeit zu viel Feuchtigkeit. Ich komme laut Hygrometer immer so auf ca 63% ...

Jetzt die Idee; Ich schalte den Bypass bis zum Herbst/Winter (Heizperiuode) ein um die Enthalpie-Funktion außer kraft zu setzten.

Kaufe ich mir damit zusätzliche Probleme ein? Beispiel jetzt grade: Außentemp 9 Grad / Relative Luftfeuchte ca 85% ... Innen 23 Grad / 65% ..... Anlage lief über Nacht mit Enthalpie .... Jetzt mal eben kurz Quergelüftet ... Fenster Beschlagen außen ... nach 10 Minuten innen 22,5 Grad / 52% Luftfeuchtigkeit.

Wenn ich den Bypas jetzt einschalte - Kondensiert da das Wasser in den Lüftungsrohren wegen der hohen Temperaturdifferenz? 9 Grad vs 23 Grad

Verfasser:
KleinTheta
Zeit: 22.08.2019 10:07:01
1
2815514
Du überschätzt die Wirkung des Bypass bzgl. Entfeuchtung, natürlich, sie ist gegeben.

Nach meiner Erfahrung ist es bei passenden Bedingungen (innen und außen) wesentlich effektiver per Stosslüftung die vorhandene Luftfeuchtigkeit herauszubringen; die sinkt dann "schlagartig" durchaus um >10%. Anschließend kann die Raumluft auch wieder "Baufeuchte" aufnehmen.

Verfasser:
leitwolf
Zeit: 22.08.2019 10:16:50
0
2815517
Der Spätsommer und Herbst ist tatsächlich die kritische Zeit für den Betrieb mit Enthalpietauscher, da die Baumasse durch den Sommer aufgefeuchtet ist, aber schon sehr kühle Nächte vorkommen. In Gebäuden mit Wärmebrücken kann es dann schon einmal mit der Oberflächenfeuchte kritisch werden.
In allen anderen Jahreszeiten ist die Feuchterückgewinnung eigentlich unkritisch bzw. sogar erwünscht.

So wie KleinTheta vorschlägt, sind bei kühlen Außentemp. Nachtlüftung oder Stoßlüftungen in der Früh bevor die Sonne stark wird, am effektivsten für die Entfeuchtung.

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