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Dämmung obere Geschossdecke erneuern
Verfasser:
Mathias83
Zeit: 18.08.2019 09:22:19
0
2814204
Guten Morgen,

Wir würden gerne unsere Dämmung auf dem Dachboden erneuern da diese seit 1980 liegt und durch einen Energieberatung als erneuerbar angesehen wurde.
Ich würde die Dämmung gerne selber erneuern und hätte dazu einige Fragen.
Aufbau der Zwischendecke zum Dach ist von unten nach oben lediglich Rigibsplatten, Dämmung und dann eine Holzplatte zum drauf laufen. Beim Neuen Dämmen soll die Fläche der verlegten Platten vergrößert werden da im moment nur ein Gang in der Mitte zur Verfügung steht. Der Dachboden dient nur als Lagerraum und ist nicht beheizt. Das Dach selbst ist nicht gedämmt.

Die Sparren sind 16cm hoch (dicke der Dämmung) und sind alle 57cm gesetzt.

1. unsere alte Dämmung hat keine Dampfsperre. Die neue sollte also auch keine haben? Uns sagte man das sonst die Sparren feucht werden könnten da sich diese unter der Sperre befinden.

2. die Dicke der Dämmung. Sollte diese den Zwischenraum voll ausfüllen oder lieber noch etwas Luft lassen wegen der fehlenden Dampfsperre?

3. was nehme ich am besten als Platten zum drauf laufen? OSB Platten? Welche dicke?

Vielen Dank für jede Hilfe.

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 18.08.2019 09:58:28
0
2814215
Dämmen ohne Dampfsperre, dicht verlegen. Als Belag alte Bretter oder wenn du die Verschrauben willst einfach Spanplatten nehmen. Dicke sollte schon 1cm sein. Ggf. kannst du dann auf den Begehflächen noch alte Schrankteile oder ähnliches drauf legen. An den "langen" Außenwänden wo die Dachsparren aufliegen kannst du dann noch zusätzlich Dämmung auf den Fußboden legen, um die Wirkung der Wärmebrücke zu mindern.

Bei mir hab ich die alte Dämmung (2 cm Mineralwolle) einfach drinnen gelassen und die neuen Matten da einfach drauf getan.

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 18.08.2019 11:02:42
0
2814244
Hallo

rechne den Aufbau mit ubakus durch, dann weißt Du Bescheid.........
Was heist als erneuerbar "angesehen wurde". Welche Dämmung und welcher Dämmwert? Verlegung sauber oder hingerotzt?
Ggf bringt es bei gleichem Finanziellem Aufwand mehr die Sparren quer zur Sparrenrichtung auf zu doppeln und die Dämmschicht einfach zu erhöhen.....

Unbeheiztes Dach, also auf der Oberseite möglichst Diffusionsoffen.......Damit scheidet OSB aus, ggf auch Spanplatten....

ciao Peter

Verfasser:
Mathias83
Zeit: 18.08.2019 11:50:57
0
2814269
Schon mal danke für die Tipps.

Was das Protokoll vom Energieberater angeht muss ich nachsehen. Er empfahl uns nur als Maßnahme die Fenster zu erneuern und die Dämmung auf dem Dachboden. Das Dach selbst hat nur Folie. Weder Dämmung nach Verschalung innen. Derzeit liegen auch Spanplatten die hängen aber schon etwas durch.

Was die Dämmung angeht die sieht schon erneuerungswürdig aus. Teils eingefallen und zerfleddert.

Wir hatten auch schon überlegt die Sparren mit Latten zu erhöhen und damit mehr Dämmung einzubringen.

Wir hatten derzeit eigentlich nur geplant die Dämmung zu erneuern mehr nicht. Die Sparren sollten halt nicht feucht werden das ist unsere größte sorge

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 18.08.2019 13:00:01
0
2814294
Wann die alte Dämmung oben offen liegt: Spar' die die Drecksarbeit, lass die drin und denke über Zellulose zum entweder drauf kippen oder -blasen nach. Du kannst da auch nochmal Hölzer (dann besser quer) drauf schrauben und immer so viel von dem Zeug reinkippen, wie Du gerade magst.

Gruß
Phil

Verfasser:
Mathias83
Zeit: 18.08.2019 14:48:58
0
2814324
Ah an Schüttung hatte ich noch gar nicht gedacht. Das ist natürlich auch ne Idee.
Bekomme ich da keine Probleme mit dem Gewicht, das die Gibskartonplatten runter kommen? Das wird doch mit Sicherheit schwerer sein als Steinwolle.

Ich wollte danach aber schon zu machen damit man mehr Stauraum hat bzw es bisschen besser verteilen kann.
Im Moment liegt ja noch Glaswolle. Die soll ja nicht so gesund sein von dem her wäre eine Beseitigung bestimmt ein ganz schöner Akt.

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 18.08.2019 15:04:05
1
2814332
Ahja, hatte das nicht im Blick - liegt ja alles auf dem GK... das müsste man klären.
Ist mir nur eingefallen, weil Zelluluse in jedes Eck kommt und recht tolerant ggü. Feuchtigkeit ist.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.08.2019 15:14:33
1
2814335
Karl Heinz, die 1 cm waren vermutlich ein Schreibfehler?
In der Dicke ist das nicht sicher begehbar.

Ich würde den alten Kram drinn lassen, die Dämmung bündig mit der
Balkenoberkannte auffüllen, falls das im Moment nicht so ist.
Dann die Balken 140 cm aufdoppeln, Mineralwolle dazwischen und
mit Rauspund den Boden legen.
Rauspund ist wegen der vielen Fugen wesentlich diffusionsoffener,
als OSB- oder Spannplatten.

So hättest Du mit ca. 0,15 einen ordentlichen U-Wert und der Hitzeschutz
wäre auch einiges verbessert.

Grüsse

winni

Verfasser:
Karl-Heinz Groß
Zeit: 18.08.2019 16:45:42
0
2814367
@winni
Der cm war nur als Mindestdicke gemeint, wenn da noch was auf die begehbare Fläche drauf kommt. Insofern ist dein Einwand korrekt. Statt 140 cm hast du aber auch nur 14 cm gemeint, oder? ;-))

Verfasser:
winni 2
Zeit: 18.08.2019 17:33:11
0
2814391
Jau, stimmt, ich hatte erst mm geschrieben und dann vergessen die Zahl zu ändern.
:-)

Grüsse

winni

Verfasser:
hildefeuer
Zeit: 20.08.2019 10:11:03
0
2814873
16cm Balken kann man mit Mineralwolle füllen und keine Lücken lassen. Wenn man Zuschnitte macht, fertigt man die 2cm größer. Ich habe bei mir das ebenso gemacht. Allerdings habe ich Rauhspunt Bretter16cm 22mm dick zum Aufdoppeln genommen und nicht quer zu den Deckenbalken, sondern längs auf die Deckenbalken einfach mit Spax-Schrauben senkrecht festgeschraubt. Als Belag habe ich Rauhspunt drauf. Den würde ich allerdings niemals wieder verwenden, Weil Rauhspunt bei feuchtem Wetter aufquillt.Ich würde als Belag OSB-Platten 19mm nehmen und den ganzen Boden auslegen, nicht nur einen Gang in der Mitte. Alles schön dicht machen. Auch die OSB-Platten isolieren ja. Aber das hängt auch davon ab, ob man die Platten dort herauf transportiert bekommt. Rauspund Bretter gehen halt immer. Wenn man Rauhspund nimmt, solle man die Bretter auf jeden Fall einen Sommer oben liegen lassen, bevor man die verschraubt. Meist kann man dann ein Brett mehr reinmachen, weil die eingetrocknet sind.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 20.08.2019 13:48:59
1
2814941
Quer aufdoppeln ist besser, weil da die Wärmebrücke Holz stark vermindert
wird.

Das Holz arbeitet, ist normal und daher würde ich nicht Deiner Empfehlung
folgen, das optimal getrocknete Holz zu verlegen, weil das Klima auf dem
Dachboden stark schwankt. Unter Umständen könnte sich da der Boden
nach oben schüsseln, wenn nicht genug Spielraum zum "Arbeiten" da ist.

Ausserdem sind gewisse Fugen erwünscht, weil so die Diffusionsfähigkeit
der Rauspundfläche größer wird.

OSB-Platten stellen eine starke Dampfbremse da. Daher kann es unter einer
größeren OSB-Fläche zu Schimmel an der Unterseite der Platten kommen.

Grüße

winni

Verfasser:
Peter 888
Zeit: 21.08.2019 08:00:50
0
2815180
Hallo

Quer zu den Deckenbalken aufdoppeln bringt mehr, da sich die "Wärmebrücken" auf die Kreuzungsstellen reduzieren.

OSB ist eine Dampfsperre und der Aufbau der Decke soll/muss von der warmen Seite her ausgehend immer diffusionsoffener werden, damit von oben mehr Wasser abtrocknen kann wie von unten nachkommt. Rechne einfach mal die Aufbauten mit Ubakus.de mit Rauhspund oben oder OSB oben durch.......

Und Rauhspund kann auch mit geringen Fugen verlegt werden. Auf keinen Fall auf den Rauhspund andere Dampfundurchlässige Beläge wie PVC Böden, Linoleum oder glw.

Und Vorschläge wie Bretter erst einen Sommer in den Dachboden legen und austrocknen lassen, dann bringt man ein Brett mehr rein, zeigen wo der Hund bei hildefeuer begraben ist. Holz komplett ausgetrocknet und keine Möglichkeit mehr zum Arbeiten gegeben.

ciao Peter

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