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Asbest
Verfasser:
Joooy
Zeit: 30.07.2019 21:41:35
0
2808799
Hallo,
mein Cousin saniert sein Haus ( Bj. 1964 ) und die Garage ( Bj. ca. 1974 ).
Auf dem Garagendach war eine Schicht Asbest, diese hat er abgetragen mit einer Schaufel. Dabei stand er in einer Asbestwolke. Für ca. zwei Stunden.
Die Garage hat eine Zwischendecke aus Holzdielen und von unten Stüroporplatten.
Meine Fragen
1. Wie gefährlich ist der Asbeststaub für meinen Cousin?
2. Die Gegenstände, die in der Garage sind, müsste er doch alle wegschmeißen? Oder reicht es die abzuwaschen?

Danke schon mal!

Verfasser:
ThomasShmitt
Zeit: 30.07.2019 22:47:24
0
2808812
Tja, das kommt nun drauf an wie ernst er das Ganze nimmt.

Eine Faser reicht aus um Krebs auszulösen. Das bedeutet aber nicht im Umkehrschluss, dass eine Faser Krebs auslösen wird!

Wenn er es konsequent macht, kann er wahrscheinlich auch den halben Boden um die Garage abtragen lassen, da kontaminiert. Gewisse Schutzmaßnahmen sollte man schon beachten sonst hat er nicht lange Freude an seinem frisch sanierten Haus.

Wenn er übrigens mit dem Staub nicht nur sein, sondern evt auch ein Nachbargrundstück kontaminiert, kann es richtig teuer werden!

Verfasser:
silence63
Zeit: 30.07.2019 23:32:55
1
2808821
Moin,

ich habe in meinen knapp 40 Berufsjahren als Dachdecker noch keine Asbestschicht mit einer Schaufel vom Dach abgetragen... wie darf man sich das vorstellen ?

Gruß von Thomas

Verfasser:
Joooy
Zeit: 31.07.2019 07:32:33
0
2808843
Es war eine dünne Schicht, wie gegossen aufgetragen ca. 1 cm dick. Er hat es mit einer großen Schaufel abgetragen. ( man kann es sich so vorstellen wie beim Schnee schippen)

Verfasser:
Joooy
Zeit: 31.07.2019 07:43:16
0
2808847
Unter den Betumenbahnen war dieses Zeug, was er abgetragen hat.
Wie würde Asbest aussehen?

Verfasser:
Joooy
Zeit: 31.07.2019 07:51:45
0
2808851
Mein Cousin hat in das Zeug mit der Schaufel rein gehackt, um es kaputt zu machen. Und dann abgetragen.

Verfasser:
kadauz
Zeit: 31.07.2019 08:00:16
2
2808854
Naja, ob er wirklich in einer Asbestwolke stand, würde ich mal bezweifeln. Die Fasern sind in der Regel gebunden und sollten bei einfacher mechanischer Belastung nicht einfach so als Staubwolke in die Luft fliegen. Ich würde eher schätzen, dass durch diese Aktion anderer Staub, der sich über die Jahrzehnte gesammelt hat, aufgewirbelt wurde. Wenn Asbestplatten brechen, sollte sich da keine Asbestexplosion ereignen.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 31.07.2019 10:00:06
0
2808877
Zitat von kadauz Beitrag anzeigen
Naja, ob er wirklich in einer Asbestwolke stand, würde ich mal bezweifeln. Die Fasern sind in der Regel gebunden und sollten bei einfacher mechanischer Belastung nicht einfach so als Staubwolke in die Luft fliegen.


Doch genau das tun sie. Nur sieht man die meisten Asbestfasern dabei gar nicht. Die sichtbare Staubwolke ist eher harmlos ...

Mein Cousin hat in das Zeug mit der Schaufel rein gehackt, um es kaputt zu machen. Und dann abgetragen.
Wenn da wirklich eine asbersthaltige Schicht war, dann ist das sehr ungeschickt, die so zu behandeln, weil selbst bei gebundenem Asbest bei solcher Behandlung eine Menge Fasern frei werden.

Wenn man Gegenstände abwaschen kann, kann man dies tun und beseitigt damit auch die allermeisten anhaftenden Fasern. Allerdings müsste streng genommen das Abwasser dann speziell behandelt werden.

Letzendlich ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Wenn das Asbest war, dann hat Dein Cousin bei der Aktion schon so viel eingeatmet, dass es auf das bisschen, das jetzt noch in der Garage ist, auch nicht mehr ankommt. Okay, für Unbeteiligte vielleicht doch, darum sollte man da auch sauber machen.
Rausstellen zum Lüften, und alles was abwaschbar ist abwaschen.

Was mich jetzt aber brennend interessieren würde ist, was da eigentlich genau auf dem Dach war. Denn "eine Schicht Asbest", die man mit der Schaufel wegschaufelt kann ich mir auf einem Dach nur schwer vorstellen.
Oder hat er etwa Asbestzementplatten mit der Schaufel kleingehackt?

Gibt es Fotos oder eine genauere Beschreibung des Dachaufbaus?

Grüße
Martin

Verfasser:
HFrik
Zeit: 31.07.2019 10:21:01
0
2808879
Also von der Beschreibung her hört sich das so an als hätte da jemand in den 60'ern eine Lage Spritzasbest aufs Dach gehauen. Was natürlich von der Faserfreisetzung her Höchststrafe wäre.

Verfasser:
Dieter C.
Zeit: 31.07.2019 12:31:41
0
2808921
Woher weiss man überhaupt, dass es Asbest war? Welchen Zweck dient eine Schicht Asbest auf dem Dach? Regenschutz bestimmt nicht und Feuerschutz? Zu was? Gegen Blitz hilfts nichts.

Ich glaube, es war alles andere als Asbest. Und wenn es Asbest war, ist es jetzt im nachhinein zu spät. Einzig eine regelmässige engmaschige Lungenkontrolle über Jahre hinweg würde helfen. Aber ob die dauernden Röntgenstrahlen gut tun bezweifle ich auch. Also lass es kommen wie es kommt und nicht hysterisch werden

Verfasser:
Joooy
Zeit: 31.07.2019 14:49:25
0
2808977
Ich habe meinen Cousin nochmal genauer gefragt. Es sah so aus:
eine Schicht Schweißbahn, graues Zeug ( unsere Vermutung Asbest) und wieder die Schweißbahn.

Beim hochnehmen der Bahnen sind die gebrochen.
Also doch nicht mit der Schaufel.
Was meint ihr, was das ist? Und wofür machte man sowas früher?

Verfasser:
samso
Zeit: 31.07.2019 15:24:26
1
2808995
Ich habe 35 Jahre geraucht. Habe oder bekomme ich jetzt Lungenkrebs?
Die Frage hätte ich mir vor 35 Jahren stellen müssen.
Ich würde alles ordentlich abspritzen und gut.

Gruß Samso

Verfasser:
samso
Zeit: 31.07.2019 15:47:57
0
2809002
P.S.
Die Zwischenschicht ist vielleicht irgendein Dichtzeug gewesen um mal zwischendurch etwas abzudichten.
Gab es mal im Baumarkt allerdings dort in kleinen Gebinden.

Verfasser:
silence63
Zeit: 31.07.2019 17:06:10
0
2809029
Moin,

nach dem neuesten Beitrag des TE vermute ich nun, daß man diese vermeintliche Asbestschicht zum Begradigen der Dachfläche aufgebracht hat, um stehendes Wasser zu verhindern.

Diese Schicht hat man dann mit einer weiteren Bitumenbahn abgedichtet.

Ob diese Schicht nun tatsächlich asbesthaltig war, kann hier sicherlich nicht beantwortet werden.

Gruß von Thomas

Verfasser:
Joooy
Zeit: 06.08.2019 18:02:45
0
2810687
Hallo zusammen!
Einige Handwerker die mein Cousin beauftragt hat, für die Sanierung seines Hauses, sagten zu ihm.
„ wenn es Asbest ist, wäre es nicht so schlimm. Es ist gefährlich für die Handwerker die über Jahre damit gearbeitet haben. Und es Tag täglich eingeatmet haben“
Einer sagt so, der andere so. ???

Mein Cousin hat eine Staubprobe eingeschickt. Bald hat er Gewissheit.

Gruß Jo

Verfasser:
Phil a.H.
Zeit: 06.08.2019 18:39:11
0
2810698
Hallo,
bitte sag' uns dann hier bescheid, was es war. Ist schließlich immer schwierig einzuschätzen für alle.
Gibt es gar kein Foto von vor, während oder nach den Arbeiten von dem Zeug?

Habe als Jugendlicher im elterlichen Haus mal viele Platten rausgerissen, und irgendwann richtig Schiss bekommen.
Glück gehabt: War kein Asbest. Das Zeug wurde zum Glück nicht überall hingezimmert...

Verfasser:
clouseu
Zeit: 06.08.2019 18:41:34
1
2810700
Und was bringt ihm dann die Gewissheit?
Ob´s ihm geschadet hat oder nicht wird sich erst in zeigen wenn er nachweislich an etwas stirbt das nichts mit Asbest zu tun hat.
Selbst wenn er an einer durch Asbest ausgelösten Krankheit erkrankt weis er nicht mit Sicherheit ob´s mit diesem Ereigniss zu tun hat.
Ändern kann er nichts mehr, für was Geld fürs Labor verschwenden.

Verfasser:
Stefan2601
Zeit: 06.08.2019 18:59:16
0
2810703
Die angeblichen Handwerker haben überhaupt keine Ahnung, was Asbest angeht.
Natürlich ist Asbest gefährlich, ob nun immer damit gearbeitet oder nur einmal dran rumgespielt.
Es ist bewiesen, dass es Lungenkrebs auslösen kann. Und dafür reicht in der Regel nur eine Faser.
Und freigesetzt, wenn es Asbest war, wurde mehrere hunderttausend.
Die Faser sind so klein und haben Widerhaken, dass sich sich in der Lunge festsetzen.
So können Krebs auslösen, müssen es aber nicht.
Macht es aber bekannterweise sehr oft, da es schon sehr lange als anerkannte Berufskrankheit gilt.

Verfasser:
technikinteressiert
Zeit: 06.08.2019 19:01:17
1
2810705
....was mich an den Fall erinnert, wo eine Fachfirma mit der Sanierung einer Asbest-Baustelle beauftragt war und die Jungs dann ohne Atemschutz und ähnlicher Schutzausrüstung die Asbest-Platten in die Entsorgung-Bags taten.
und spätestens auf der Müllkippe fährt der Bagger dann drüber und alles öffnet sich...

Verfasser:
Joooy
Zeit: 06.08.2019 19:26:06
0
2810709
@ Phil
Fotos gibt es leider keine


Ich gebe euch das Ergebnis dann durch.

Verfasser:
Joooy
Zeit: 21.08.2019 09:54:27
5
2815220
Das Ergebnis ist da, es ist kein Asbest

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