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Allgemeine Fragen - Luft-WP vs RGK
Verfasser:
MarkMueller2
Zeit: 20.08.2019 11:59:04
0
2814906
Hallo zusammen,

wir stehen noch ganz am Anfang und wollen irgendwann 2020 in der Nähe von Köln / NRW ein Einfamilienhaus bauen. Ca 700qm Grundstück sind vorhanden. Laut Bebauungsplan soll es eine Doppelhaushälfte werden, der Nachbar hat aber derzeit keine Ambitionen zu bauen.

Aktuell kümmern wir uns um die groben Dinge, also was passt ins Baufenster, wie soll der Grundriss aussehen und was finanziell überhaupt drin. Der erste Entwurf hat uns schon Mal umgehauen, eine halbe Million € wollte ich nicht ausgeben.

Sparmaßnahmen werden sein, die umbaute Fläche zu reduzieren und ggf. auf einen Keller zu verzichten. Carport statt Garage, kein Gäste-WC usw.

Bezüglich Heizung bin ich gerade dabei mich hier bezüglich RGK einzulesen. Wir haben zwar ein ausreichend großes Grundstück, allerdings sind da ziemlich alte Obstbäume drauf die erhalten werden sollen. Zum einen Nachbar gibt es einen Zaun, zum anderen eine Hecke und wenn ich mir die Videos von den Baggerarbeiten für einen RGK so anschaue, dann sehe ich schwarz. Der Garten ist sozusagen einzugsfertig und ich würde so ziemlich alles zerstören. Das muss sich dann wirklich lohnen! Oder ich kauf mir einen Mini-Bagger und verbuddel die Ringe um die Bäume in wochenlanger Arbeit und verkaufe den Bagger dann wieder :-)

Für den RGK kommen so 1500 bis 2000€ Materialkosten, inkl. Eigenleistung prognostiziere ich, müsste man mit 3.000€ hinkommen. Die hier viel beworbene Sole-WP von Nibe kostet grob um die 9.000€, sagen wir mit 13...14k€ kommt man am Ende raus.

Eine Geisha zur Selbstmontage kostet bei eBay 2.800,-€ *hust*
Sagen wir der Heizi baut mir das für 4....5k€ ein. Ab wann hab ich denn so ganz grob die Mehrkosten von Sole-WP und RGK wieder drin?

Fußbodenheizung brauch ich ja in jedem Fall.

Gruß
Mark

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 20.08.2019 13:29:57
3
2814931
Hallo Mark,

wenn für das Haus das Fundament oder sogar Keller ausgehoben wird, wird ohnehin viel verwüstet.
700m² Grundstück bei einem Neubau ist recht groß. Vielleicht geht ja trotz der Bäume ein RGK. Zeichne doch mal alles in den Trenchplanner.

Bei einem guten Baustandard wie z.B. KFW 40 oder 55 kann man aber auch gut mit einer LWP heizen.

Gruß
Philipp

Verfasser:
MarkMueller2
Zeit: 20.08.2019 14:09:53
0
2814953
So lange die Verwüstung vor dem Grundstück passiert, ist das dem Garten egal. Die Fläche wo das Haus hin soll, wird natürlich von Bewuchs befreit. Da stehen aber nur ein paar Pflaumenbäume und ein paar Büsche. Der dahinterliegende Garten ist halt ziemlich voll mit großen alten Apfelbäumen.

Aktuell steht auf der ersten Kostenschätzung die wir bekommen haben was von KFW100 bei Gesamtbaukosten von 1.850,-€/m2 BGF (ohne Keller). Werden auf jeden Fall noch ein zweites Angebot einholen, sobald wir ungefähr wissen was wir wollen und finanzieren können.

Zeit: 20.08.2019 17:10:48
0
2815016
KFW100??


Wegen einer Nibe:
frag mal @nicijan, der hätte momentan ein paar günstige (ohne Kühlmodul):

Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
Vielleicht eine Alternative zum Schweden Import!
Aus einem Bauvorhaben nähe Karlsruhe in dem 6 x Nibe 1255 – 6 Wärmepumpen eingebaut wurden, sind 5 Geräte versehentlich ohne Kühlung bestellt worden.
Das versehen wurde leider erst nach der Installation fest gestellt.
Die[...]

Verfasser:
nicijan
Zeit: 20.08.2019 18:24:44
0
2815039
Zitat von MarkMueller2 Beitrag anzeigen
Der dahinterliegende Garten ist halt ziemlich voll mit großen alten Apfelbäumen


Hallo Mark,

sehr schön wenn auch mal was erhalten werden soll so gut es geht und Sinn macht.
Vielleicht ist das Bild ein Lösungsansatz für dich.
Man kann vielleicht an einigen Stellen an denen der Baumbewuchs nicht so dicht ist in die Tiefe gehen und ein Kollektorgeflecht wie abgebildet einbauen.
So ersparst du möglicherweise den Bäumen einiges an Wurzelzerstörung.
Überschlägig braucht man mit der Lösung etwa 4 bis 5 Laufmeter pro KW Wärmepumpe, anders gerechnet pro 1000 KWH Wärmeabgabe in dein Haus etwa 2,5 Laufmeter.
Für die Umsetzung ist allerdings ein Bagger ab 6t Kampfgewicht mit >3m Grabtiefe erforderlich.

Dein Budget mit 3000 Euro reicht für Rohrmaterial, Wärmeträgermedium, Hochwertiger Verteiler und Baggerkosten aus meiner Sicht aus.
Wenn du dafür 4000 Euro Förderung vom Staat zurück bekommst, muss es keine Luft WP werden.

Verfasser:
raivola
Zeit: 20.08.2019 19:11:44
1
2815050
Die verbleibenden Fragen sind:
Wieviel Strom wird das Haus bei LWWP brauchen?
Wieviel spart ein RGK davon ein?
Wie lange dauert es bis der Mehraufwand wieder drin ist?

Profis können das sicherlich in jede Richtung rechnen, aber manchmal ist einfacher einfach nur einfacher.


BTW:
Geisha mit 5kW startet aktuell bei 2400 Euro soweit ich das sehe. Je nach Baustandard abzgl Förderung, bei gutem Dämmstandard sollten die 2000 eigentlich drin sein.

Verfasser:
nicijan
Zeit: 20.08.2019 20:05:12
1
2815078
Zitat von raivola Beitrag anzeigen
Wie lange dauert es bis der Mehraufwand wieder drin ist? ....aber manchmal ist einfacher einfach nur einfacher

Wenn man nur in Invest und Unterhalt rechnet, hast du sicher recht,
Der Strom wird lediglich 15% weniger sein,

rechnet man Komfort und Nachhaltigkeit dazu sieht das etwas anders aus
in jedem Fall kein Betriebsgeräusch, 3-Fache Lebensdauer der WP, kostenlos Kühlen, Mehrwert der Immobilie,

Manchmal ist mehr dann auch mehr

Verfasser:
raivola
Zeit: 20.08.2019 20:50:40
3
2815097
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
Zitat von raivola Beitrag anzeigen
[...]

Wenn man nur in Invest und Unterhalt rechnet, hast du sicher recht,
Der Strom wird lediglich 15% weniger sein,

rechnet man Komfort und Nachhaltigkeit dazu sieht das etwas anders aus
[i]in jedem Fall kein Betriebsgeräusch, 3-Fache Lebensdauer der WP, kostenlos[...]

Ist wohl eher eine Glaubenssache.

Nachhaltigkeit fängt bei mir beim Geldsparen an. Praktisch jede (Mehr-)Ausgabe führt erstmal zu Resourcenverbrauch und zu einem Mehr an wirtschaftlicher Aktivität. Und sei es auch nur, weil der Bauherr als Forstarbeiter 100ha abholzen muss, um die Mehrausgabe zu bezahlen.
Wenn die Mehrausgabe dann soviel Energie einspart, dass sie das überkompensiert mag das ja auch ökologisch gerechtfertigt sein, ansonsten ist das nur eine Nebelkerze. Bei 15% Einsparung eher nicht.


3fache Lebensdauer bei 3.5fachem Preis rechnet sich auch nicht wirklich, zumal es dazu vermutlich keine belastbaren Daten jenseits von Hörensagen gibt. Im Sommer kühlen kann die LWWP auch, wenn auch nicht umsonst. Wirklich viel geht da aber eh nicht wegen Taupunkt, und das kostet bei der LWWP wohl auch nicht nennenswert.

Mehrwert der Immobilie? Gleich null. Den allerallermeisten Käufern ist nämlich so etwas von völlig schnuppe womit die Bude beheizt wird, solange die Kosten halbwegs im Rahmen bleiben.

Bleibt das Betriebsgeräusch. Muss jeder selber wissen, kann man aber mit entsprechendem Aufstellort passend einplanen.

Mein Bauchgefühl sagt mir: Zunächst mal den Verbrauch soweit drosseln, dass es praktisch egal ist, wie der Bedarf gedeckt wird. Effizienz wird nur dann wichtig, wenn ich einen hohen Verbrauch habe.

Als Bauherr würde ich eine LWWP nehmen und das gesparte Geld in maximale Dämmung, BKA und ähnliches investieren (und einen Kaminofen für den Notfall und die Seele :-).
.

Verfasser:
passra
Zeit: 20.08.2019 21:32:29
1
2815121
Sehe da eher einen Zielkonflikt:
Soll wenig kosten, Dämmstandard KfW 100! (im Ernst??) und dann als Gegenpart eine 5kW LWWP.
Was soll das für eine Heizlast geben; das wird doch nie was...

Verfasser:
raivola
Zeit: 20.08.2019 22:09:47
2
2815129
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Sehe da eher einen Zielkonflikt:
Soll wenig kosten, Dämmstandard KfW 100! (im Ernst??) und dann als Gegenpart eine 5kW LWWP.
Was soll das für eine Heizlast geben; das wird doch nie was...

ja, das stimmt wohl.


Ich habe das gegenteilige Problem:
Ein extrem gedämmtes EFH BJ 2008/2009 mit überbordender Heiztechnik: Pelletszentral mit allem SchnickUndSchnack, hoffnungslos überdimensionierte Solarthermie, Kaminofen, Pufferspeicher, ...

Hab den HB damals machen lassen, ist total aus dem Ruder gelaufen. Wäre die Bude per Heizstab beheizt worden, die bisherigen Stromkosten wären nicht einmal ein Drittel der bisherigen Kosten für Abschreibung, Wartung, Reparaturen, Schorni, und Opportunität.

Naja, ist zum Glück vermietet. Trotzdem eher ein technisches Mahnmal als ein sinnvolles Heizkonzept.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 20.08.2019 22:51:08
0
2815140
Zitat von raivola Beitrag anzeigen
Zitat von nicijan Beitrag anzeigen
[...]

Als Bauherr würde ich eine LWWP nehmen und das gesparte Geld in maximale Dämmung, BKA und ähnliches investieren (und einen Kaminofen für den Notfall und die Seele :-).[...]

Und dann sich jedes zweite Jahr darüber Ärgern, weil der Ventilator vereist und die WP in Notbetrieb geht, weil der optimale Aufstellort zur Vermeiung von Lärm und optischer Belästigung wettertechnisch suboptimal ist.

Als zufriedener Besitzer einer wirtschaftlichen LWP wäre ich bereit signifikant mehr für EWP auszugeben. Im Neubau ist aber nichtmal nötig.

Grüße Nika

Verfasser:
raivola
Zeit: 20.08.2019 23:34:43
0
2815147
Ich bin ja nicht gegen RGK, ganz im Gegenteil. Smarte DIY Idee und preiswert für das was er leistet.
Nur: Je geringer der Verbrauch, desto unwichtig ist die Wahl des Energieträgers.


Hat der Heizstab-Notbetrieb bei Dir echte finanzielle Auswirkungen in relevanter Größe oder entstammt der Ärger eher dem JAZ-Ehrgeiz?
Wo sollte die Geisha denn stehen?

Verfasser:
MarkMueller2
Zeit: 20.08.2019 23:53:03
0
2815150
Warum reden wir bei einer Differenz von 15% überhaupt noch über Tiefenbohrungen, Ringgrabenkollektoren und Sole-Wärmepumpen?

KFW100 werden wir sicherlich nicht bauen, keinen Schimmer was den Architekten da geritten hat. Aber wenn der so weiter macht, bekommt er den Zuschlag sicher nicht.

Angrenzend an unser Grundstück gibt es eine relativ neue Siedlung mit bestimmt 20 Einfamilienhäusern die alle eine Luft-Wasser-Wärmepumpe haben. Die Hälfte steht im Garten, die andere Hälfte vor dem Haus. An die Geräuschkulisse haben sich inzwischen alle gewöhnt...

...und wenn das Teil verreckt, kauf ich halt eine neue die dann vielleicht sogar noch effizienter ist.

Das gesparte Geld dann vielleicht in die KWL mit Luftbrunnen stecken?

Da die Bäume seit Jahrzehnten im Familienbesitz sind, sollen diese unbedingt erhalten werden. Mit einem 6t Bagger komm ich da nicht durch, dafür sind die Bäume viel zu niedrig und breit.

Kostenlose Kühlung und leiser Betrieb sind selbstverständlich Vorteile, aber so aus dem Bauch heraus würde ich aktuell eher zu der günstigeren Lösung tendieren.

Warum heißen die Panasonic Aquarea Luft-Wärmepumpen hier eigentlich Geisha? Bei ebay gibt es einen Händler der bietet zusätzliche Schalldämmung (bringt das was? ) an und entfernen des internen Ausdehnungsgefäßes? Ist das sinnvoll? Außerdem gibt es eine Gehäusebodenheizung, ist die gegen das Vereisen?

Bei 2.480,-€ abzüglich 2.000,-€ Förderung kostet das Gerät weniger als ein Gasanschluss... puuuh.

Verfasser:
raivola
Zeit: 21.08.2019 01:50:12
1
2815157
Zitat:

Warum reden wir bei einer Differenz von 15% überhaupt noch über Tiefenbohrungen, Ringgrabenkollektoren und Sole-Wärmepumpen?


Gute Frage. Habe ich mich auch schon gefragt

Bei einigen ist vielleicht mehr als 15% drin. Manche haben einen höheren Verbrauch, so dass sich Effizienzunterschiede eher rechnen. Optik / Geräusch sind vielleicht ein Problem. Oder extreme Minusgrade. Passives statt aktives Kühlen. Da gibt es durchaus reale Anreize für alternativen zur LWWP.
Manche leben aber auch nur einen JAZ / COP Fetisch aus. (ups, das gibt Mecker, schnell abducken und weg!).

Je nach Interessenlage treten ökologische wie ökonomische Dinge eben in den Vorder- oder Hintergrund.

Verfasser:
MarkMueller2
Zeit: 21.08.2019 09:48:03
0
2815217
Deine super Anlage mit ST und Pellets hab ich mir durchgelesen. Ist schon wirklich der Wahnsinn, was so alles verbaut wurde und immer noch wird. Aber woher soll man das auch wissen, wenn der Heizi zur Beratung kommt und sagt, Gas-Brennwert ist das einzig wahre... und dazu noch eine Solar-Thermie passt schon.

Ich persönlich finde den RGK auch super, keine Frage. Wenn es nicht ums Geld (und die Obstbäume) gehen würde, wäre das mit Sicherheit die perfekte Lösung.

Aber wenn eine NIBE mit Kühlung und RGK um die 13...15.000,-€ kostet und die Geisha bei 2.400,-€ anfängt, da überlege ich dann wirklich nicht mehr lange. Dann steckt man doch lieber das gesparte Geld in PV und kann dann mit der Geisha im Sommer mit Sonnenstrom kühlen....

Sieht es mit der Lebensdauer von den Luftpumpen im Vergleich zur Sole-WP wirklich so viel schlechter aus? Und die Lärmbelästigung haben doch nur die Nachbarn, dank KWL hab ich ja die Fenster zu ;-) Mehrwert der Immo ist bei Eigennutzung bis zum eigenen ableben eher uninteressant.
Wir haben drei Kinder und wollen gesund und günstig bauen und leben. Der ökologische Faktor steht selbstverständlich auch auf der Liste, aber nicht zu jedem Preis.

Ich glaube ich wechsel jetzt Mal ins Solarforum und plane das Hausdach entsprechend der bestmöglichen solaren Nutzung.

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 21.08.2019 09:57:49
0
2815222
Hallo Mark,

du vergleichst bei den Preisen aber Äpfel mit Birnen.

Du bekommst niemals für 2400€ eine LWP installiert, hingegen kann eine Sole-Wärmepumpe schon für 15000€ fertig da stehen.

Zeichne doch erstmal dein Grundstück in den Trenchplanner, dann sehen wir weiter.

Die PV-Planung macht natürlich unabhängig von der WP auf jeden Fall Sinn.
Aber mit dem kommenden 52 GW Deckel lautet die Devise nächstes Jahr evtl. nicht mehr "Dach voll"

Gruß
Philipp

Verfasser:
nicijan
Zeit: 21.08.2019 10:09:24
1
2815230
Zitat von MarkMueller2 Beitrag anzeigen
Und die Lärmbelästigung haben doch nur die Nachbarn, dank KWL hab ich ja die Fenster zu ;-)


Mark, ich glaube du formulierst etwas naiv.
Frag mal einen, bei dem 2 Tage vor Heilig Abend der Bescheid ins Haus flattert, den WP Betrieb sofort einzustellen und bei Zuwiderhandlung ein Bußgeld bis 25.000 Euro droht.

Check erstmal die Situation für die Luftpumpe gegenüber deiner Nachbarn. Ich sag dir wie ich das sehe, ein gutes Verhältnis mit den Nachbarn ist unbezahlbar.

Verfasser:
MarkMueller2
Zeit: 21.08.2019 11:38:47
0
2815277
Warum ist eine Luft-WP nicht mit einer Sole-WP vergleichbar? Selbst wenn es am Ende 4...5.000,-€ sind, beträgt die Differenz immer noch 10.000,-€!!!! Dafür kann man fast 34.000kwh "verheizen".

Ich brauche nichts zeichnen, da kommt kein Bagger rein ohne alles völlig zu verwüsten. Würden wir auf einem Feld bauen, ok. Aber der Garten wird seit >30 Jahren gehegt und gepflegt.

---

Wie gesagt, hier in der Siedlung hat quasi jeder eine Luft-WP entweder vor dem Haus oder im eigenen Garten. Und die sind alle ein paar Jahre alt und ich gehe davon aus, dass die Geisha, ggf. mit weiterer Dämmung, nicht zum Problem wird. Auch werde ich das Außengerät nicht unter dem Schlafzimmerfenster vom Nachbarn platzieren.

Der geschilderte Fall kann doch so gar nicht passiert sein, zumindest nicht in DE. Wer hat denn diesen Bescheid ausgestellt und wie sieht die Vorgeschichte aus? Ohne eine Messung vor Ort wird doch niemand eine Heizung im Winter still legen lassen.

Aber danke für den Hinweis, Lärmschutz sollte nicht völlig vernachlässigt werden.

Verfasser:
raivola
Zeit: 21.08.2019 11:47:37
0
2815282
Zitat von Poeggsken Beitrag anzeigen
Hallo Mark,

du vergleichst bei den Preisen aber Äpfel mit Birnen.

Du bekommst niemals für 2400€ eine LWP installiert, hingegen kann eine Sole-Wärmepumpe schon für 15000€ fertig da stehen.

Zeichne doch erstmal dein Grundstück in den Trenchplanner, dann sehen[...]


Die LWWP kostet vielleicht 4000 bis sie da steht - mit Eigenleistung.
Wenn Sole WP 15000 kostet (RGK in Eigenleistung) macht das bei 4000 Förderung immer noch 1000 Euro
Also 7000 Euro Differenz zur LWWP



PV... Wenn die Einspeisevergütung vor Fertigstellung wegfällt kostet die plötzlich eigenes Geld. Wenn Geld nicht im Überfluss vorhanden ist würde ich erstmal in Dämmung und gute Fenster investieren. Dämmung ist was fürs Leben, PV kann man irgendwann nachrüsten wenn wieder Geld da ist.

Stilllegung... Erstmal muss da schon vorher einiges schiefgehen, dass es bis zur Stilllegung kommt. Sowohl bei Planung und Betrieb als auch im Zwischenmenschlichen. Zweitens hört sich "vor Weihnachten" zwar dramatisch an, ist aber völlig egal. Dann nimmt man halt den Heizstab bis eine Lösung gefunden wurde. Selbst wenn das bis in den Sommer dauert ist das bei einem Neubau kein Weltuntergang oder finanzieller Ruin.

Verfasser:
Lupo1
Zeit: 21.08.2019 14:19:07
1
2815309
Hallo Mark,

warum wird deine Nachbarschaft überwiegend eine LWP haben?
Meinst du Sie kennen Alternativen oder wurden darauf Aufmerksam gemacht?
Vieles spricht bei dir für LWP und weniger für SWP, würde dir dennoch raten zuerst mal erörtern welchen Bedarf euer Haus hat. Falls man zeitgemäß baut sollte bei euerer Auslegungstemperatur auch eine Heizlast heraus kommen wo eine Geisha möglich ist.
Du wirst im Forum welche finden jene mit der Geisha sehr gute AZ vorweisen, dazu benötigt man auch eine entsprechend gute Auslegung der Senke. Daran dürfte der überwiegende Teil scheitern, es wäre fast ein Glücksfall wenn dies bei euch nach den hier bekannten Auslegungsregeln umgesetzt wird.
Ein sehr gutes Beispiel für einen Tausch von LWP zu SWP bei angelegten Garten hat Andrej hier realisiert. Man kann sehr wohl Leitungen verlegen ohne den bestehenden Garten einen Kollateralschaden zu haben.
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/198303/Bestandsgebaeude-LWWP-raus-Grabenkollektor-mit-einer-Nibe-rein-
Es sollte noch eine weitere Variante möglich sein, frage nach bei Nicijan.
Was du bei der LWP noch hinzu rechnen darfst, den zu erstellenden Betonsockel für die Montage und plane den Standort! Dann kannst du erkennen ob bei euch eine LWP möglich ist ohne andere damit zu stören. Übrigens gibt es die z.B. eine modulierende Nibe 1255 auch als Import für um 6Mille.
Wenn du den Graben oder Tiefenkolli selbst erstellen kannst, wird der jetzige finanzielle Vorteil relativ klein, erhältst aber eine Anlage jene auch bei schlechteren Senke Auslegung noch gute AZ liefern wird.

Wolfgang

Verfasser:
Becker3
Zeit: 21.08.2019 15:33:01
1
2815327
Es gibt kein KfW100 beim Neubau.
Nur "Standard" (ehem. wie KfW70), KfW55 und KfW40 (+).

Der Planer wäre mir schon suspekt, ich würde mir einen Anderen suchen.

Verfasser:
Brombaer
Zeit: 21.08.2019 15:46:13
1
2815331
Bei Energiekostenbetrachtungen nicht vergessen, die Investition der Anlage machst Du zu heutigem Preisniveau, bei zukünftigen Energiepreisen würde ich jährlich 2-3% Inflationsausgleich drauf rechnen. Klingt wenig aber über 20 Jahre kommt da was zusammen. Generell würde ich die Anfälligkeit einer Sole-WP im Keller niedriger einschätzen als eines Gerätes im Garten was hohe Luftmengen durch saugt.

Aber letztendlich Deine Entscheidung klare Sache. Von der Umsetzung her geht Luft-WP sicher schneller.

Verfasser:
passra
Zeit: 21.08.2019 18:21:19
0
2815376
Grundwassernutzung keine Alternative?

Verfasser:
MarkMueller2
Zeit: 22.08.2019 11:22:20
0
2815530
Zitat von raivola Beitrag anzeigen
Zitat von Poeggsken Beitrag anzeigen
[...]

PV... Wenn die Einspeisevergütung vor Fertigstellung wegfällt kostet die plötzlich eigenes Geld. Wenn Geld nicht im Überfluss vorhanden ist würde ich erstmal in Dämmung und gute Fenster investieren. Dämmung ist was fürs Leben, PV kann man irgendwann nachrüsten wenn wieder Geld da ist.

Ist das hier allgemeiner Konsens? Ob und wann genau die Förderung wegfällt und was danach kommt, werden wir sehen. Aber Hubraum (Dämmung) ist durch nichts zu ersetzen, als durch noch mehr Hubraum?


Zitat von Lupo1 Beitrag anzeigen
Hallo Mark,
warum wird deine Nachbarschaft überwiegend eine LWP haben?
Meinst du Sie kennen Alternativen oder wurden darauf Aufmerksam gemacht?

(..)

Falls man zeitgemäß baut sollte bei euerer Auslegungstemperatur auch eine Heizlast heraus kommen wo eine Geisha möglich ist.
Du wirst im Forum welche finden jene mit der Geisha sehr gute AZ vorweisen, dazu benötigt man auch eine entsprechend gute Auslegung der Senke. Daran dürfte der überwiegende Teil scheitern, es wäre fast ein Glücksfall wenn dies bei euch nach den hier bekannten Auslegungsregeln umgesetzt wird.


Ganz einfach, weil die Reihenhaussiedlungen von einem Bauträger geplant und gebaut wurden. Die Heizung war festgelegt. Ein Kumpel hat damals eines der ersten Häuser gekauft und ich kann mich noch gut erinnern wie ich damals gedacht habe: "Oh Gott, wie kann man nur mit Strom heizen". Aber ich hab zu Studentenzeiten auch Mal in einer Mietwohnung mit Nachspeicherheizung gewohnt... was natürlich nicht vergleichbar ist.

Die Alternaive zum großen Bagger schaue ich mir an.

Also passen wie (einfach) das Haus an die Geisha (warum heißt die eigentlich so?) an? Was ist mit "Auslegung der Senke" genau gemeint? Nach den Auslegungsregeln werde ich mich Mal umsehen. Also heißt das im Umkehrschluss, eine Sole-WP mit RGK ist einfacher zu planen und verzeit kleinere Fehler eher?

Zitat von Becker3 Beitrag anzeigen
Es gibt kein KfW100 beim Neubau.
Nur "Standard" (ehem. wie KfW70), KfW55 und KfW40 (+).

Der Planer wäre mir schon suspekt, ich würde mir einen Anderen suchen.


Das war ja erst die Grobplanung, wir schauen uns Mal an was er zu unseren Vorschlägen sagt und welche Antworten er auf meine Fragen geben kann. Er hat ein gewisses Alleinstellungsmerkmal das bezüglich der Heizung aber hier jetzt keine Rolle spielt.

Aber gut zu wissen, Danke. Bleibt die Frage ob wir uns dann KfW55 oder KfW40 leisten können (wollen).


Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
Bei Energiekostenbetrachtungen nicht vergessen, die Investition der Anlage machst Du zu heutigem Preisniveau, bei zukünftigen Energiepreisen würde ich jährlich 2-3% Inflationsausgleich drauf rechnen. Klingt wenig aber über 20 Jahre kommt da was zusammen. Generell würde ich die Anfälligkeit einer[...]



Zitat von Brombaer Beitrag anzeigen
Bei Energiekostenbetrachtungen nicht vergessen, die Investition der Anlage machst Du zu heutigem Preisniveau, bei zukünftigen Energiepreisen würde ich jährlich 2-3% Inflationsausgleich drauf rechnen. Klingt wenig aber über 20 Jahre kommt da was zusammen. Generell würde ich die Anfälligkeit einer[...]


Das ist soweit klar, aber wenn die Anlage nach 10 Jahren rausfliegt fangen die Berechnungen eh wieder von vorne an. Wir wissen nicht was in 10 Jahren ist und wie sich die Geräte und die Strompreise entwickeln werden. Da kann man nur linear hochrechnen oder den Prognosen der "angeblichen Experten" glauben. Und je geringer die Investition desto geringer das Risiko sich in die Nesseln zu setzen. Denn auch der Kredit muss bedient werden und was Wirtschaft, Zinsen und Währungen in den nächsten Jahren so machen, wissen wir alle nicht. Gehört aber nicht hier hin.

Zitat von passra Beitrag anzeigen
Grundwassernutzung keine Alternative?


Oh ha, wieder ein neuer Vorschlag. Wie bekomme ich das denn raus?

Verfasser:
raivola
Zeit: 22.08.2019 13:51:29
0
2815560
Zitat von MarkMueller2 Beitrag anzeigen
Zitat von raivola Beitrag anzeigen
[...]Ist das hier allgemeiner Konsens? Ob und wann genau die Förderung wegfällt und was danach kommt, werden wir sehen. Aber Hubraum (Dämmung) ist durch nichts zu ersetzen, als durch noch mehr Hubraum?

Konsens? Nö, ist nur meine Meinung. Bin nur (mehrfacher) Bauherr mit etwas verbrannten Fingern.

Die Zukunft der PV-Förderung hängt ja eher von den politischen Akteuren ab, die sich von den Gretas der Welt planlos vor sich hertreiben lassen.
Im Sinne der Wählerschaft gibt es sicher irgendeine Neuauflage der PV-Vergütung, auch für Altanlagen. Sonst würde ja Herr Studienrat mit seiner vom Stromverbraucher schon dreimal abbezahlte Anlage plötzlich keine Einkünfte mehr erzielen. Auch die Solateure sollen ja nicht arbeitslos werden. Irgendwas kommt da also wieder.
Nur rechnen würde ich erstmal ohne.


Dämmung hat ab einem gewissen Punkt natürlich auch einen stark abnehmenden Grenznutzen. Aber Dämmung kann man halt nie wieder zu auch nur annähernd vergleichbaren Kosten erstellen.

Wurde der Verbrauch reduziert, sollte die Anlage entsprechend gewählt werden. Wichtig dabei
* Anlagenkosten: Pelletsanlage für 15000 zzgl 10000 für den Lagerraum oder doch lieber 4000 für eine LWWP?
* Lebensdauer / Abschreibung: Erwartete Lebensdauer einer Anlage hängt von verschiedenen Faktoren ab. Von einem Minibetrieb in Kleinserie gebaute Geräte mit mechanischem Teilen (Pellets)? Oder eher eine Panasonic WP von der Millionen gebaut wurden? Wenn eine Heizung egal welcher Bauart jährlich Abschreibungen von >1000 Euro erzeugt, kannst Du genausogut mit einem Heizstab heizen.
Einige Investition halten sicherlich länger als andere, aber dabei nicht vergessen, dass es meistens keine wirklich belastbaren Daten aber viel Meinung gibt. Auch angeblich unverwüstliche Investitionen wie ein RGK oder Grundwasserbrunnen sind nicht wirklich für die Ewigkeit.
* Wartungskosten: 300 Euro für eine zentrale Pelletsheizung?
* Anschlusskosten: Gasleitung 2000 Euro ?
* Grundgebühren: Gaszähler 190 Euro p.a. ?
* Nutzung von Synergien: Frau will Kamin/Ofen => Die Mehrkosten für die wasserführende Variante bekommst Du viel eher wieder rein als andere Zusatzheizer, eine WP kann dann deutlich kleiner ausfallen. Ein großer Puffer wird ersetzt durch Speicherung in der BKA


Mindestens genauso wichtig ist die allgemeine Planung:
* Möglichst große wandintegrierte Direktkollektoren in Ost,West und vor allem Süd. Die werden im Volksmund "Fenster" genannt, machen an sonnigen Wintertagen gute Laune und warm. Fliesen / Natursteinboden ersetzen den Solarspeicher, die ST wird dadurch überflüssig. An den paar Wintertagen, an denen die ST was bringt, ist unsere Heizung eh aus. Unbedingt mit externer Verschattung, dabei evtl Raffstore statt Rollladen, damit man sich im Sommer nicht Licht und Aussicht nimmt. Oder Dachüberstände / Balkone entsprechend berechnen.
* Dicke Rohre für eine zukünftige PV Anlage (und/oder ST Anlage)
* Verrohrung für eine zentrale KWL
* PE Rohr rund ums Haus für einen Sole-EWT zur KWL zwecks Entfeuchtung & Kühlung im Sommer
* BKA kostet fast nichts, kann aber im Sommer kühlen, Wärme speichern, Puffer überflüssig machen oder Puffergrößen reduzieren



Alles nur meine Meinung und sicher kein Konsens, dafür gibt es zu viele Ansätze und Überzeugungen bzw. Ideologien. Man schaue nur, was in der Diskussion PV vs ST abgeht.
Mit jedem Haus lernt man wieder was neues, daher baue das erste für den Feind, das zweite für den Freund, das dritte für dich selbst.

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