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WW-Versorgung / 11 Einheiten / Fernwärme?
Verfasser:
kalle_hh
Zeit: 21.08.2019 20:51:12
0
2815417
Ein freundliches Hallo an die Experten unter euch :-)
Ich muss eingestehen das ich wenig bis keine Ahnung von Haustechnik habe ich sehe eher die Kosten *schmunzel*
Ich Wohne in einem Mehrfamilienhaus mit 11 Wohneinheiten, welche mit Fernwärme (Vattenfall) versorgt werden. Die Warmwasseraufbereitung nimmt bisher jede Wohneinheit mittels Durchlauferhitzer selbst vor.

Soweit ich mich begoogelt habe sollen Durchlauferhitzer ja die effizienteste und Umweltfreundlichste WW Aufbereitung darstellen die es gibt!?
Meiner Auffassung nach als gleich auch geplagter, halte ich das jedoch für absoluten Schwachsinn, gesehen an den kosten und der eingeschränkten Verwendung von WW mag ein gewisse Effizient und Umweltverschonung bei nachlassender Lebensqualität gegeben sein.

Da in kürze mal wieder eine Eigentümerversammlung stattfinden soll beschäftige ich mich mit der Idee die WW Versorgung durch Fernwärme vorzuschlagen. Denn der Strom wird ja nicht unbedingt günstiger werden und bevor man nun für Horrendes Geld das Treppenhaus saniert, welches an sich gut in Schuss ist und ich für meinen Teil mich dort eher weniger aufhalte, fände ich das Thema WW-Versorgung eher zukunftsorientiert.

Außerdem denke ich wäre es Energetisch gesehen bei 11 Einheiten sinnvoll und könnte zu einer Kostenreduzierung für alle Parteien führen.
Sicher im Umkehrschluss muss natürlich eine Menge getan werden, es müssen vermutlich in alle Wohnungen zu jeder Zapfstelle neue Leitungen eingezogen werden?

Was ist eure Experten Meinung?
- Ist sowas sinnvoll?
- Ist es realisierbar?

Oder ist das eher kompletter quatsch und wirtschaftlicher Unsinn?

Andererseits gäbe es vielleicht auch eine Lösung wie ich als einzelne Partei aus der Fernwärme mein WW gewinnen könnte!?

Verfasser:
TackaTucka
Zeit: 21.08.2019 20:59:00
1
2815418
Falls in der Nähe des DLE ein Abluftschacht ist, könnte man eine kleine Brauchwasserwärmepumpe vor dem DLE einschleifen. Google mal NUOS 80.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 21.08.2019 21:52:20
0
2815429
Zitat von kalle_hh Beitrag anzeigen
... Warmwasseraufbereitung nimmt bisher jede Wohneinheit mittels Durchlauferhitzer selbst vor ...
Bei uns im mit 2 Personen bewohnten Einfamilienhaus ist's ebenfalls so ... Raumtemperierung per Fernwärme und Trinkwassererwärmung per vollelektronischem Durchlauferhitzer.

Würde es auch nicht ändern wollen, da die Abrechnung der Fernwärme über Abnahmeleistung erfolgt!

Eine Trinkwassererwärmung per Wärmepumpe ist unter Umständen (je nach Anzahl der Bewohner pro Wohneinheit) die preiswerteste Möglichkeit.

Verfasser:
wolleg
Zeit: 21.08.2019 22:05:37
0
2815432
Ob Fernwärme günstiger wird hängt auch von der Fahrweise, dem Aufbau und dem Betrieb der Warmwassererzeugungsanlage ab.
Bei uns (Wohnblock mit 96WE) ist es so, dass etwa die doppelte Wärmemenge benötigt wird als theoretisch notwendig wäre.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.08.2019 07:18:27
0
2815466
Genauestens wie @wolleg bzgl. des Wärmebedarfs anmerkt ... z.b. ...
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
... die Zirkulationsverluste sind übers Jahr gerechnet unter Umständen nicht ohne!


Link zur Bildquelle = http://solarcampus2.umwelt-uni-kassel.de/

Verfasser:
JoRy
Zeit: 22.08.2019 08:13:11
1
2815481
@low
Es gibt keine ausreichend genaue Rechentechnik zu diesem Thema um EFHer
und Wohnblocks, und darunter Mieteinheiten und Blocks mit Eigentumswohnungen
zu vergleichen.

Erfahrungsgemäß ist es am schwierigsten in einer Eigentümer-Gemeinschaft
eine Einigkeit herzustellen.
Insbesondere wenn es um größere TGA Änderungen gehen soll.

Es ist allerdings perfide wenn große Konzerne auf Durchlauferhitzer zurückgehen
und dafür so massive Werbung betrieben haben.
Noch ist elektrisch Heizen und der Betrieb von DLE mit großer Anschlussleistung
ein öklogischer Rückschritt.

Mich hat schon immer der Anteil der Bereitstellungsverluste bei der WW-Bereitung gestört.
Meine Rechnung bezogen auf EFHer hatte dazu geführt, dass ich BW-WP
einsetze (schon sehr lange)
Das macht aber nur Sinn, wenn der Aufwand von Wohnraumlüftung und die
WW-Bereitung so kombiniert ist, dass energetisch "3 Fliegen mit einer Klappe"
erwischt werden.
Nuos 80 oder 100 wurde oben schon erwähnt. In der Liga gibt es einige Geräte.
Dann addiert sich der WP-Wirkungsgrad (1 :3) für die WW-Bereitung aus der
Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage und die Stromkosten aufgeteilt
liegen weit besser als DLE. Zusätzlich muss ein Heizkessel nicht im Wechsel
umschalten zwischen niedriger Systemtemp und hoher für WW.
Wie oben schon gesagt hängt das aber immer von den Nutzergewohnheiten beim
WW-Verbrauch ab, weil die auch die Boiler-Bereitstellungsverluste bestimmen.

Aber Nutzergewohnheiten werden sich in den nächsten Jahren ändern (müssen)
Schon vor Jahren gab es Publikationen, ob wir auf dem Weg zurück seien, als
"Samstag ist Badetag" noch Standart war.

Für den Fragesteller gibt es eigentlich nur den Weg ohne Eigentümerversammlung.
Also eine kleine BW-WP mit den minimalen Änderungen an Leitungen innerhalb
der eigenen Wohnung und einer automatischen Grundlüftung dazu gratis.

Fernwärme sind in den meisten Fällen völlig veraltete Systeme mit letztendlich
viel zu hohen kWh- Preisen und Verlusten, und einem Umbau-Aufwand den die
Eignergemeinschaft nicht akzeptiert.

Gruß JoRy

Verfasser:
LutzJ
Zeit: 22.08.2019 10:40:12
0
2815521
@kalle hh

mal ein zusätzlicher Ansatz unter Berücksichtigung der vorgenannten Details:

Bislang wäre für die Fernwärme auch ein reiner Winter/Heizbetrieb möglich,fällt weg wenn das ganze Jahr Warmwasser bereitgestellt werden muss.

Wie bereits angeführt wird die notwendige Wärmemenge für Warmwasser zu dauerhaft erhöhten Kosten für die Bereitstellung des Fernwärmeversorgers führen (Grundpreis und Abnahmeleistung für Heizung PLUS Warmwasser).

Der Strompreis für die derzeit dezentrale Warmwasserbereitung kann steigen,für Fernwärme allerdings auch,somit eigentlich kein Argument.

Die bisherige temporäre Warmwassererzeugung je Wohnung hat keine oder je nach DLE-Typ vernachlässigbare Bereithaltungsverluste.

Zentrale Warmwasserbereitung über Fernwärme wird bei unterschiedlichsten Ansprüchen und Nutzungsverhalten von 11 Parteien 24h/7Tage laufen müssen und entsprechend hohe Bereithaltungsverluste verursachen.

Was ist zur Zirkulation geplant? Meist wird ja argumentiert: Wenn ich schon das teure Warmwasser aus der Zirkulation erhalte,über den dann noch zu installierenden vorher unnötigen zusätzlichen Wohnungswarmwasserzähler, möchte ich auch möglichst sofort warmes Wasser haben. Treibt die Verluste und Kosten dann noch höher.

Ich kann hier beim besten Willen keinen Vorteil durch Umstellung auf Fernwärme-Warmwasserbereitung erkennen.

Lutz

Verfasser:
Gewerbegasinfo
Zeit: 22.08.2019 10:41:28
0
2815522
Die dezentrale Wassererwärmung mit Durchlauferhitzern macht unter bestimmten Voraussetzungen – geringer Warmwasserbedarf oder lange Rohrleitungswege bei einer zentralen Trinkwassererwärmung – durchaus Sinn. Zudem sind die Hygieneanforderungen an die Warmwasserbereitung damit sehr leicht einzuhalten.

Eine zentrale Trinkwassererwärmung ist natürlich komfortabler, denn sie kann größere Mengen an Warmwasser zur Verfügung stellen. Die laufenden Betriebskosten sind gering.

Hier stehen Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten zur Trinkwassererwärmung für Wohn- und Nichtwohngebäude sowie Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen.

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