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Geräteempfehlungen bei Neuanschaffung
Verfasser:
peter1755
Zeit: 22.08.2019 11:58:26
0
2815537
Hallo ins Forum,

bei uns steht demnächst wohl eine Neuanschaffung der Gasheizung an. Die Alte ‚tut’ noch gewissenhaft ihren Dienst, wodurch ich keinen Zeitdruck bei der Neuanschaffung habe. Jedoch sind in allen 4 Nachbarreihenhäusern, in denen die exakt gleiche Anlage verbaut war, nach Defekten mittlerweile Neugeräte installiert. Wir sind die letzten mit der Altanlage.

Ich freue mich über alle Erfahrungen/Empfehlungen. An einen Hersteller bzw. Gerät bin ich nicht gebunden.

Zur Ist-Situation:
- verbautes Gerät: Vaillant VC 196 E, witterungsgeführt, Montagejahr 1998, Leistung: 60°C/40°C P: 10,1-20,5 kW, 80°C/60°C P: 9,5-19,0 kW
- 120l Warmwasserspeicher, Warmwasser eingestellt auf 60°C, Wasserhärte vor Ort: 9,0°dH
- 115m² zu beheizen, je nach Winter zwischen 10000 – 12000 kWh Gasverbrauch, bei 4 im Haus lebenden Menschen

Ich habe ein wenig recherchiert, sehe bei den jeweiligen Herstellern als Laie eigentlich die gleichen Geräte einmal nur in rot, blau oder grün. Habe mich telefonisch bei den Herstellern Vaillant und Wolf beraten lassen. Empfohlen für meine Situation wurden:
- Wolf CGS-2-20 mit 160l Schichtenladespeicher
- Vaillant ecoCOMPACT VSC 206/4-5 mit 150l Schichtenladespeicher

Meine Fragen an den Hersteller waren:
1. Kompaktgerät: ja/nein? (bisschen mehr Platz im Keller ist immer gut)
2. Heizleistung: muss es ein Gerät bis 20 kW sein, oder kann es auch kleiner sein?
3. Schichtenladespeicher oder Rohrwendelspeicher?
4. Wie sieht die Wartung aus, gibt es bekannte Probleme beim Hersteller & Gerät?
5. Garantie nach Installation und die Bedingungen dazu, nach ‚Online-Registrierung’ gibt es aktuell fast überall 5 Jahre Garantie.

Vor Kurzem habe ich negative Erfahrungen im Bereich Sanitär mit mehreren Firmen vor Ort gemacht (mehrfach komplett vergessene oder nicht eingehaltene Terminabsprachen unterschiedlicher Firmen sowie noch 'schlimmere' Sachen) und habe vor Ort eigentlich nur 2-3 Firmen zur Wahl. Hierdurch werde ich auch bei Firmen im Umkreis von 100km online bzw. telefonisch anfragen müssen. Bei einer Investitionssumme jenseits der 5000,-€ werde ich mir bestimmt mehr als nur 2 Angebote einholen.

So, genug Text von mir, ich freue mich auf Eure Tipps & Empfehlungen.

Gruß,
Peter

Verfasser:
Reggae
Zeit: 22.08.2019 14:07:58
0
2815568
Deine Heizlast ist bei ca 5 Kw
Also das Gerät mit kleinsten Mindestleistung.

Gruß Arne

Verfasser:
peter1755
Zeit: 22.08.2019 14:38:36
0
2815578
Hallo Arne,

danke für diese Auskunft.

Dass das aktuelle Gerät 'überdimensioniert' ist (80°C/60°C P: 9,5-19,0 kW) und schlecht nach unten regelt, war mir bekannt. Nur dachte ich, dass die neuen Geräte dies besser können, und dies wurde mir auch so von den Herstellern am Telefon gesagt:

- Wolf CGS-2-20/160: 80°C/60°C P: 3,8 - 18,9 kW
- Vaillant VSC 206/4-5 150: 80°C/60°C P: 3,8 - 20,0 kW

Gibt ja aber von beiden Geräten kleinere Varianten, wo dass auf ca. 2-15kW bei 80°C/60°C runtergeht.

Schön wäre es von jemanden Fachkundigen zum Thema Kompakttherme bzw. Therme & Warmwasser seperat etwas zu erfahren.

Ebenfalls zum Thema Hersteller bzw. Gerät:
Eine Firma vor Ort montiert fast ausschließlich Wolf und empfiehlt diese auch. Eine andere Firma meint zum Thema Wolf: Wir 'montieren keinen Schrott' und 'viel Spass im Kundendienstfall' (jeweils wörtliche Zitate)

Wie bereits geschrieben: Bin an keinen Hersteller oder irgendein Gerät gebunden.

Gruß,
Peter

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 22.08.2019 14:38:40
0
2815579
Ich würde empfehlen die Hersteller abzuklappern (speziell die nächstgelegende Niederlassung) - die wissen teilweise welche Heizungsbauer evtl. noch Kapazitäten und somit auch INteresse habe. Gerade bei "neueren" Heizungsbauern kann man da durchaus Glück haben. Einerseits top/aktuelle ausgebildete Jungs die Kunden noch als Kunden betrachten.

Welchen Hersteller ist abhängig vom Heizungsbauer. Aber auch den Kundendienst und die Verbreitung des Herstellers sollte man berücksichtigen.
Sollte man in x Jahren Probleme haben, benötigt man den Werkskundendienst...

Bekannte gute Hersteller gibts in dem Bereich einige...

- Vaillant
- Buderus
- Weishaupt
- Viessmann
....

Verfasser:
muscheid
Zeit: 22.08.2019 16:07:14
1
2815607
Ich empehle den Vitodens 333F, 1,9-11 kw, für WW 17 kw Leistung.
Ein prima Gerät Edelstahl-Wärmetauscher, Edelstahlspeicher, guter Brenner und eine fortschrittliche Regelung. Aber natürlich braucht man auch den Fachmann der den einbaut und auch wartungen macht.
Der SChichtenspeicher mit 100 l reicht völlig aus.
Aber 100 km Umkreis sind für viele Firmen zuviel, 20-30 km sind OK

Verfasser:
peter1755
Zeit: 22.08.2019 20:44:59
0
2815683
@Mastermind1 & @muscheid
Danke für Euren Input!

Habe noch ein wenig recherchiert mit dem Input aus dem Forum, folgende Geräte die ich jetzt in der Auswahl habe:

- Viessmann Vitodens 333-F, 100l Speicher, 11 kW (80/60°C P: 1,7 - 10,2kW)
- Vaillant ecoCOMPACT VSC 146/4-5, 150l Speicher, 14kW, (80/60°C P: 3,0 - 14,0 kW)
- Junkers CerapurModul ZBS 14-100, 100l Speicher, 14kW, (80/60°C P: 2,9 - 13,0 kW)
- Wolf CGS-2-14/120, 120l Speicher, 14kW, (80/60°C P: 1,8 - 13,5 kW)

Bislang wurde mir vor Ort und am Telefon allgemein Geräte von Viessmann, Vaillant, Buderus und Junkers empfohlen, also ähnlich wie hier. Wolf wurde bislang nicht empfohlen, daher klammere ich das Wolf Gerät oben eher aus.

Es sind ja alles 'Kompaktgeräte', Therme oben, Wasser unten, und das alles in einem Block.
Gibt es da mehr/größere Probleme, als wenn beides einzeln verbaut wird, so wie es aktuell der Fall bei unserer Vaillant VC 196E?

Gruß,
Peter

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 22.08.2019 22:14:38
1
2815708
so dann meist ich meinen Faromit ein
Remeha Calorora Tower mit 100 l-Sichernhalte speicher
Bisd jetzt ca .25 -Geräte keine Probleme

Verfasser:
muscheid
Zeit: 23.08.2019 08:27:41
0
2815758
Kompaktgeräte sind fertige Einheiten - hinstellen, anschließen, fertig. Relativ schnell und preiswert machbar. Und verbrauchen wenig Platz.
Das eingebaute Heizgerät entspricht den Serien-Wand-Geräten. Der Schichenspeicher hat trotz geringeren Volumens eine hohe Leistung
Nachteil: Nachträgliche Umrüstungen, wie zB Solar, sind nicht möglich.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 23.08.2019 08:53:48
0
2815764
Übrigens dran denken, dass man (falls noch nicht vorhanden) einen erneuerbaren Energienanteil einhalten muss...

Teilweise hab ich schon gehört, dass man das -angeblich- mit der Wahl eines "Öko Gas" anbieters umgehen kann. Dann kann man sich Solarthermie oder eine Brauchwasser-WP sparen.

Ob das mit dem Öko Gas noch geht, weiss ich nicht...

ANsonsten die üblichen Varianten:
- Solarthermie (dann aber bitte mit größerem WW-Speicher)
- oder falls ein "feuchter Keller" vorhanden ist:
Brauchwasser-Wärmepumpe fürs Warmwasser in einen WW SPeicher.

Inwiefern Solarthermie mit einem All-In-One Brennwertgerät sinnvoll ist, oder überhaupt möglich müsste man im Vorfeld klären..

Verfasser:
peter1755
Zeit: 23.08.2019 23:36:57
0
2815967
@caipithomas
Von Remeha als Hersteller höre ich zu ersten mal, scheint mir ein 'Exot' zu sein. Ich habe jetzt schon Schwierigkeiten jemand Kompetenten aus der Gegend zu finden, daher bleibe ich bei den mir bekannten Herstellern Junkers, Vaillant & Viessmann.

@muscheid
Danke für die Info!

@Mastermind1
Die Öko-Geschichte höre ich zum ersten Mal und bin mir sehr sicher, dass es nicht zutrifft. Und Solarthermie ist definitiv nicht geplant.

Noch eine Frage zum Thema Wartung:
Kann hier jemand eventuell was zu der Wartungshäufigkeit aus der Praxis sowie den etwa zu erwartenden Wartungskosten/Wartungsaufwand der 3 Geräte von oben sagen? (Vitodens 333-F, ecoCOMPACT VSC 146/4-5, CerapurModul ZBS 14-100)

Die aktuelle Heizung wird alle 2-3 Jahre gewartet, je nach Intervall des Schorsteinfegers. Da war immer alles ok, Brennkammer sauber, Elektrode ok und der Schornsteinfeger immer auch zufrieden bei ca 100,-€ Kosten. Der Hersteller wird ja bestimmt immer sagen: jährlich

Verfasser:
muscheid
Zeit: 26.08.2019 14:46:31
0
2816529
Mit der Wartung kann man bei Brennwert nicht rumschlampen wie bei nem alten Kessel. Jährliche Wartung ist ein Muß. Sonst ist der Wärmetauscher schnell zu und muß erneuert werden. Die wartungskosten sind natürlich höher als beim Kessel,
Dafür kommt zB bei Viessmann der Schorni nur alle 3 Jahre.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 26.08.2019 15:40:47
0
2816549
Zitat von peter1755 Beitrag anzeigen
@caipithomas
Von Remeha als Hersteller höre ich zu ersten mal, scheint mir ein 'Exot' zu sein. Ich habe jetzt schon Schwierigkeiten jemand Kompetenten aus der Gegend zu finden, daher bleibe ich bei den mir bekannten Herstellern Junkers, Vaillant & Viessmann.

@muscheid
Danke[...]


https://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-W%C3%A4rmegesetz

Dann bin ich wohl im falschen Bundesland (BaWÜ)...: Dachte das für Altbauten gilt für alle Bundesländer... Scheinbar nur in BaWü bei Umbau/Erneuerung der Heizung im Bestand...

Dann hast du wohl Glück gehabt ;-)

Verfasser:
peter1755
Zeit: 26.08.2019 16:13:21
0
2816561
Hallo muscheid,
danke nochmals für den Input.

Ich habe heute mit einem Berater von Viessmann direkt telefoniert, dieser sagte mir folgendes:

- Schornsteinfeger muss bei der 333-F Vitodens nur alle 3 Jahre die Anlage inspizieren (meinte auch dies wäre bei den neuen Anlagen anderer Hersteller auch so)
- innerhalb der normalen Garantiezeit (2 Jahre) ist eine jährliche Wartung Pflicht
- bei der erweiterten 5 Jährigen Garantie von Viessmann nach Geräteregistrierung ist ebenfalls jährliche Wartung Pflicht
- nach Ablauf der 2- bzw. 5-jährigen Garantie empfiehlt Viesmann eine Wartung alle 2 Jahre für das Gerät

Hat jemand noch ungefähre Kosten für eine Wartung der 333-F aus der Praxis?

Für die aktuell genutzte Vaillant VC 196 E (ist ja auch Brennwert), zahlen wir ca. 100,- € Brutto für die Wartung (Wartungssatz & Wartung), 130,-€ wenn zusätzlich die Elektrode gewechselt werden muss.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 26.08.2019 23:42:47
0
2816700

- Schornsteinfeger muss bei der 333-F Vitodens nur alle 3 Jahre die Anlage inspizieren (meinte auch dies wäre bei den neuen Anlagen anderer Hersteller auch so)


3-jähriger Überprüfungs-Intervall setzt eine "selbstkalibrierende Verbrennungsregelung" voraus. Das ist NICHT bei allen anderen Herstellern eingebaut !

Verfasser:
sukram
Zeit: 27.08.2019 00:25:53
0
2816703
Zitat von peter1755 Beitrag anzeigen
zahlen wir ca. 100,- € Brutto für die Wartung (Wartungssatz & Wartung), 130,-€ wenn zusätzlich die Elektrode gewechselt werden muss.[...]


Wenn mir das jemand für meinen musealen Öli anbieten täte, wäre der mir bei mir unten durch.

Es ist übrigens richtig, dass die ersten Checklisten der viesen Männer eine lediglich 2jährige Wartung für ausreichend erachteten.

Damals gingen sie davon aus, dass einfaches Ausspülen des WT genügen würde.

Dann wurde -aus Gründen- der Reinigungsspachtel erfunden, und das als nötig erachtete Intervall wurde plötzlich halbiert ;-)

Aber, hey: Was juckt mich das als Hersteller nach der Garantiezeit?

Verfasser:
Pete99
Zeit: 29.08.2019 09:38:15
1
2817527
Zum Thema Remeha: Klar fällt der Hersteller raus, wenn ihr keinen Betrieb habt, der die montiert/wartet.
Also wir haben einen Colora Tower incl. WW-Boiler.
Unser Fachbetrieb hatte Buderus (als "Mercedes") und eben Remeha angeboten. Die sagten: Remaha ist robust, einfach gehalten und deutlich(!) günstiger in der Wartung, die auch nicht unbedingt turnusmäßig anfällt, sondern vom Gerät "angefordert" wird. Anschaffungspreis ist auch geringer.
Bei Buderus sind wohl pro Wartung (vorgeschrieben wegen Garantei) immer festgelegte Teile zu tauschen, da sind schnell > 150,-- weg.
Ich habe mich dann für Remeha entschieden.
Nun war neulich der Schorni da, war recht begeistert und sagte: gefühlt jede zweite (neuere) Anlage bei uns in der Gegend wäre eine Remaha. Die liefen prima- bisher keinerlei Probleme.
Wir sind bisher sehr zufrieden, jedoch habe ich keine Fernbedienung, App, usw. bei diesem Gerät dabei- aber das genau wollte ich so. Das Bedienpaneel am Gerät reicht völlig aus für meine Belange.

Verfasser:
peter1755
Zeit: 29.08.2019 15:50:26
0
2817691
Zitat von Pete99 Beitrag anzeigen
Zum Thema Remeha: Klar fällt der Hersteller raus, wenn ihr keinen Betrieb habt, der die montiert/wartet.


Die Betriebe vor Ort, sind entweder total überlastet oder inkompetent, da haben sich leider meine negativen Erfahrungen vor Ort vom Frühjahr bestätigt.

Von 3 Firmen waren letzte Woche Leute vor Ort, um die 'Einbausituation' zu begutachten und mich zu vor Ort 'zu beraten' (lach). Bis heute, der letzte war am Freitag da, habe ich von denen nicht ein Angebot für eine Anlage in der Hand. Versprochen wurde immer: "Wir machen Ihnen unverzüglich ein Angebot". Vermutlich habe die das Wort "unverzüglich" mit "irgendwann später mal" verwechselt. Außerdem wollte mir jeder ein 20kW Gerät aufschwatzen, da aktuell auch so eines verbaut wäre, wir doch auch bislang zufrieden waren und die neuen Anlage noch 'viel besser regeln' als die Alte. Auf den Gasverbrauch pro Jahr sind die gar nicht eingegangen.

Der 4. kommt noch nächste Woche Montag, da warte ich aber schon seit 1,5 Wochen auf den 'Begutachtungstermin', da es angeblich nicht schneller ging (größte Firma vor Ort in dem Bereich mit ca. 100 Mitarbeitern), verspreche mir aber auch nicht viel.

'Außerhalb' hatte ich mehr Glück, natürlich auch nicht bei allen. Habe jetzt 2 Betriebe, einmal ca. 50km enfernt einmal sogar mehr, die am Telefon nett und kompetent waren und auf meine Bedürfnisse (12000kWh Gasverbrauch --> kleines Gerät) eingingen und auch E-Mail schreiben/beantworten können.

Und zum Gerät, es wir wohl eines dieser beiden Geräte werden:
- Viessmann Vitodens 333-F, 100l Speicher, 11 kW
oder
- Buderus GB172-14 T150S, 150l Speicher, 14 kW

Je nachdem welchem der 2 Betriebe ich den Auftrag erteile.

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