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Fragen zur PV - Anlage / Speicher
Verfasser:
KostaHH
Zeit: 12.08.2019 15:31:28
0
2812326
Hallo zusammen,

Ich habe einige Fragen in Bezug auf PV.
Vorab kurze eine Beschreibung unseres Vorhabens:

Ich und mein Bruder werden ein KFW 40 Reihenhaus (24 x 10 m, zwei Vollgeschosse und 45° Satteldach) mit vier Wohneinheiten (je 6x10 m, Erdwärmepumpe, Zentrale Lüftungsanlage) bauen und jeweils ein Endreihenhaus selbst bewohnen und ein Mittelreihenhaus vermieten.
Nun sind wir derzeit am überlegen, ob eine PV Anlage sinnvoll wäre.
Insbesondere der zusätzliche KFW Zuschuss pro Wohneinheit von 5.000 € (also insgesamt 20.000 €) ist interessant.
(Bei KFW 40=> Zuschuss 10.000 € / Bei KfW 40+ => Zuschuss 15.000 €)
Gemäß der Berechnungen des Energieberaters muss ein notwendiger Stromertrag von 8200 KWh erzeugt werden um KFW 40+ zu erreichen. (Für alle vier Wohneinheiten)
Mit einer 9,35KWp Anlage müsste dieser Stromertrag erreicht werden.
Den Speicher hätte er mit 9,35 KWH ausgelegt.

Nun meine Fragen:

1.) Um die Förderung pro Wohneinheit zu bekommen, muss da auch eine autarke Anlage pro Wohneinheit gebaut werden? Also 4x Speicher, 4x Umrichter etc....
Oder geht auch eine größere Anlage mit einem Speicher, einem Umrichter etc...

2) Wäre es möglich mir ungefähre Gesamtkosten für 4x Einzelanlagen und separat 1x Gesamtanlage zu geben?

3) Wäre es machbar mir eine Wirtschaftlichkeitsrechnung / Amortisierungsrechnung aufzustellen?
In jeder Wohneinheit wird je eine vierköpfige Familie leben.
Die Erdwärmepumpen wurden mit 4,8 KW ausgelegt.

4) Wie verhält sich das mit den Vermietungsobjekten?
Mach eine PV Anlage hier als Investition überhaupt Sinn?
Kann man den erzeugten Strom auch an die Mieter verkaufen?
Oder kann man diesen nur einspeisen zu 0,11 € / je KWh?

5) Gibt es noch weitere Förderungen?

6) Was ist eurer Meinung nach die technisch optimalste Lösung für unseren Fall?

Für eure Kommentare bedanke ich mich im Voraus bei euch !

Viele Grüße.

Kosta

Verfasser:
la boca
Zeit: 12.08.2019 16:48:16
0
2812344
Hallo

Eigentlich, ja eigentlich werden ALLE Deine Fragen bei einem guten PV Installateur beantwortet. Und ich meine wirklich ALLE. Zur Vorabinfo würde ich dann die doch recht spezifischen Fragen im photvoltaikforum stellen.

Zum PV Forum

la boca

Verfasser:
gnika7
Zeit: 12.08.2019 17:57:24
0
2812359
Wie schon angemerkt
-> photovoltaikforum.com

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 12.08.2019 18:11:25
0
2812364
Ein Speicher rentiert sich nur durch mehr Förderung.

Wenn also ein Speicher Pflicht ist nehmt den kleinsten / günstigsten.

Überschüssiges geld steckt ihr in PV, denn wie gesagt ein Speicher an sich rechnet sich nicht (kWh teuerer als ist dem Netz)

Also wenn auch ein 2,3,4oder 5 kWh Speicher reicht den nehmen und dafür 15 oder 20 kwPeak aufs Dach

Verfasser:
Kalle75
Zeit: 12.08.2019 19:53:29
0
2812409
Verzichte auf den Speicher & die Förderung.

Wenn Du 4x Förderung willst, brauchst Du auch 4 Einheiten und vermutlich auch 4 Antragsteller.

Ist es diese "Förderung" bei der 70% selber verbraucht werden müssen?
Dann geht es für vermietete Wohneinheiten eh nicht.

Wie ist denn die Nummer vom Förderprogramm ?

Grob über den Daumen kannst Du bei einer Anlage ohne Speicher von 1200€ /kWp ausgehen ... netto ausgehen.

Bei 2, oder gar 4 Kleinanlagen mit Speicher bist Du schnell beim doppelten.
Speicher lohnt bis auf wenige Ausnahmen nur für den Verkäufer.


Bei 9,35/9,35 bekommst Du ihn im Sommer nicht leer und im Winter nicht voll.
9,35er Anlage ohne Speicher ca. 12000 Netto... mit Speicher mindestens 20000€

8000€ Aufpreis bei 16 cent Unterschied kWh also ca. 50.000 kWh eh der Speicher sich "rechnet". Autakrie ohne Speicher ca. 30% mit... großzügig 80%
Bei 6000 kWh/Jahr kommt nach ca 16-17 Jahren eine schwarze 0 raus.... NUR für den Speicher. Mit Kosten der PV sind es etwa 20-23 Jahre.

16Cent, weil aus dem Speicher ja nur raus kommen kann, was Du einlädst und dafür die 11 Cent/kWh Einspeisevergütung verloren gehen.
Grundgebühr zahlst Du eh und der Arbeitspreis liegt etwa bei 27cent.

Dach so voll wie möglich. Wenn es 2 getrennte Eigentümer sind, dann eben 2 Anlagen.
Direkt an Mieter verkaufen ist nicht erlaubt.


Eine PV rechnet sich von allein in spätestens 12-4 Jahren. Mit WP noch eher. Da braucht es keine Förderung mit Gängelung und keinen Speicher der 20 Jahre volle Leistung bringen muss.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 12.08.2019 20:12:09
0
2812423
Zitat von Kalle75 Beitrag anzeigen
Verzichte auf den Speicher & die Förderung.

Wenn Du 4x Förderung willst, brauchst Du auch 4 Einheiten und vermutlich auch 4 Antragsteller.

Ist es diese "Förderung" bei der 70% selber verbraucht werden müssen?
Dann geht es für vermietete Wohneinheiten eh nicht.

Wie ist denn die Nummer vom Förderprogramm ?
[...]

Kalle, es geht um kfw.de/153
All die von dir vorgebrachten möglichen Einschränkungen treffen da nicht zu. Der kleinste für die Förderung erforderliche Speicher ist dabei in jedem Fall attraktiv, insbesondere im RH.

@TE
Für meine 2WE in einem ZFH musste ich nur eine PVA und nur einen Speicher errichten. Falls 4 RH als 4 WE analog behandelt werden, dann sollte eine Anlage und ein Speicher für die 4WE am wirtschaftlichsten sein.

Falls die Förderung bei 153 auf maximal 2 WE beschränkt ist, dann macht dein Bruder 2 WE und du 2 WE mit jeweils einer PVA. Ich gucke mal bei Gelegenheit in die Bedienungen rein. Vielleicht gibt es irgendwelche Einschränkungen in Bezug auf die Abgrenzung Gebäude und Wohneinheit. IMHO sind 2 RH zwei Gebäude mit jeweils einer Wohneinheit.

Grüße Nika

Verfasser:
gnika7
Zeit: 13.08.2019 00:24:08
0
2812518
Hi KostaHH,

jetzt schreibe ich den Text zum zweiten mal (Sche*** Forum). Hoffentlich weisst du es zu würdigen ;-)

Wie verpsrochen abe ich kfw 153 nochmals angeschaut. Laut FAQ gilt

Zitat von S10 der FAQ

Für den Nachweis eines KfW-Effizienzhauses darf eine gleichzeitig erstellte oder gleichzeitig sanierte Reihenhauszeile, wie aneinandergereihte Wohngebäude im Allgemeinen,dann gemäß EnEVAnlage1Abschnitt2.6 als ein Gebäude betrachtet werden, wenn für jedes Reihenhaus die gleiche wärmeschutz-und anlagentechnische Ausstattung gegeben ist.Ein Energieausweis muss nach§17Absatz3EnEV dennoch für jedes Reihenhaus ausgestellt werden

Damit ist klar die vier RH können als ein Gebäude mit 4 Wohneinheiten behandelt werden, vorausgesetzt diese werden bei Dämmung und Technik gleich ausgestattet.
Damit ist auch klar, dass man da auch mit einer PVA auskommen kann, was definitiv wirtschaftlicher wäre als vier getrennte. Auf der Seite gibt es auch einen Beispoel zu einem Gebäude mit 3 Mietwohnhnungen. Jetzt kommt aber das große ABER:

1, Ab 10kWp wird die EEG Umlage fällig. Daher ist bei einer Anlagengröße darüber ggfs. eine Aufteilung der Anlage in zwei sinnvoll, sodass jeder Brunder unter der
Grenze von 10kWp bleiben kann.

2 Wenn man annimmt, dass die EEG-Umlage aufgrund der EU Richtlinie für Anlagen bis 30kWp eh gestrichen wird, dann ersetzt man die 10kW in der Aussage von 1 durch 30kW. Leider hat die Richtlinie ein paar Schlupflöcher, sodass zu befürchten ist, dass unsere Politiker die Umlage behalten werden.

Fazit:
zu 1: es geht eine Anlage. Steuerlich bedingt, ggfs zwei.

zu 2: Bei kleinen Anlagen liegt bei bei 1200€/kWp bei großen Anlagen gibt es hier auch Beispiele für 850/kWp

zu 3 und 4: Sicher wäre es machbar. Für die Wirtschaftlichkeit der PV ist es aber irrelevant, an wie viele Leute es vermietet wird. Mieterstrom ist zu bürokratisch. Wegen zwei Mietparteien würde ich mir das nicht ums Hals hängen. Die Förderung wird davon nicht tangiert.

zu 5: PV sollte nicht durch KfW gefördert werden. Das heißt, die PV ist zwar für KfW erforderlich, sollte aber nicht mit KfW-Mitteln bezahlt werden. Sonst darfst du keine Einspeisevergütung dafür kassieren. Weitere Förderungen für PV kenne ich nicht. Für den Rest Landesförderprogramm (in Bayern 10.000 Häuser), BAFA für WP und KfW 431 für Energieberaterkosten.

Zu 6:
Auf jeden Fall eine Anlage mit einem minimalst notwendigen Speicher. Keine Mieterstrom oder ähnliches. Aus steuerlichen Gründen ggfs. Aufteilung auf zwei Anlagen. Ab 30kWp wäre das wegen der Anschlussleistung gegebenfalls eh sinnvoll.

Grüße Nika

Verfasser:
KostaHH
Zeit: 22.08.2019 17:33:23
0
2815629
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Hi KostaHH,

jetzt schreibe ich den Text zum zweiten mal (Sche*** Forum). Hoffentlich weisst du es zu würdigen ;-)

Wie verpsrochen abe ich kfw 153 nochmals angeschaut. Laut FAQ gilt

Zitat von S10 der FAQ
[...]

Damit ist klar die vier RH können als ein Gebäude mit 4 Wohneinheiten behandelt werden, vorausgesetzt diese werden bei Dämmung und Technik gleich ausgestattet.
Damit ist auch klar, dass man da auch mit einer PVA auskommen kann, was definitiv wirtschaftlicher wäre als vier getrennte.[...]


Hi Nika,

bist du dir da sicher?
Der Energieberater hat folgende Rechnung aufgestellt:

https://drive.google.com/file/d/1ds_iOZpZx8aKsOvBjIBxSSg1oHrsNyIl/view?usp=sharing

Damit benötigen wir eine 9 KWP Anlage und 10 KWH Speicher:

Würde dann die Rechnung so aussehen?

1300 € / KWP x 9 KWP = 11.700 €
Speicher LG Chem mit Einbau = 7.000 €
Minus Förderung für vier Wohneinheiten von 40 auf 40+ = -20.000 €
---------------------------------------------------------------------------------------------------
Ergebnis -1.300 €

Das heißt, dass ich sogar noch 1300 € von der Förderung übrig hätte ?
Kann das sein?

Ich habe unseren Energieberater gefragt und der sagt, dass jede Wohneinheit einen eigenen Speicher benötigt.
Wer hat nun recht?

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 22.08.2019 20:56:46
0
2815687
Hallo Kostal,

Wenn jeder einen eigenen Speicher haben muss, brauchst du wahrscheinlich auch 4 Anlagen, oder du hast Mieterstrom an der Backe.

Ihr plant so ein gutes Haus, dann macht bitte auch das Dach voll, bzw. An die 30 kWp, oder du 20 und dein Bruder 20.

Hast du dich dazu schon im Photovoltaikforum.com informiert?

Gruß Philipp

Verfasser:
gnika7
Zeit: 22.08.2019 23:59:52
0
2815726
Zitat von KostaHH Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Ich habe unseren Energieberater gefragt und der sagt, dass jede Wohneinheit einen eigenen Speicher benötigt.
Wer hat nun recht?[...]

1. Traue keinem Energieberater. Meiner hat bei mir einiges gelernt und auch vieles nicht wirklich gewusst, was kein Standard war.
2. Ich habe hier mehrere ZFH, die für 2 WE nur eine PV und einen Speicher und keinen Mieterstrom haben.
3. Die für dich relevante Stelle im FAQ der KfW 153 habe ich zitiert. Diese bestätigt meine Aussage. Du solltest selbst diese angucken.
4. Das Referenzprojekt von der KfW mit MFH hat auch nur eine PVA trotz mehrerer WE. Und es gibt auch kein Mieterstrom. Frage mich sowieso, was Mieterstrom mit KfW zu tun hat.
5. Wenn dir dies nicht reicht, kannst du KfW auch direkt anrufen. Jedenfalls würde ich bei dieser Aussage aufgrund von 1-4 dem Energieberater nicht trauen.

Ach ja, eine 30kWp Anlage wäre trotz höherer Kosten zu Beginn absolut gesehen rentabler, da dann Förderung+Vergütung insgesamt höher wären als bei der kleinen Anlage. IMHO solltet ihr aber aus steuerlichen Gründen wahrscheinlich besser zwei 10kWp+ Speicher machen.

Grüße Nika

Grüße Nika

Verfasser:
mdonau
Zeit: 23.08.2019 06:36:25
0
2815743
ich gehe mal von der Errichtung auf einem
Flurstück aus, dann wirf die Anlage eh zusammengefasst, also 2*10kWp wie eine mit 20kWp behandelt.

ich würde untersuchen:
-eine Anlage, ein Speicher, ein Netzverknüpfungspunkt.
-Erfassung des Verbrauchs über Smartmeter
z.B. von discovergy:
-Hauptzähler am Netzverknüpfungspunkt
-ein Erzeugungszähler
-Je Wohneinheit ein smartmeter
ggf. Stromtarif von aWATTAr

Verfasser:
gnika7
Zeit: 23.08.2019 09:10:01
0
2815769
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
Je Wohneinheit ein smartmeter
ggf. Stromtarif von aWATTAr[...]

Bei den voraussichtlichen Verbräuchen je Wohnheit wäre ein Smartmeter nicht vorgeschrieben. Dieser und ein Awattar Tarif wären außerdem unwirtschaftlich im Vergleich zu Normal.

Grüße Nika

Verfasser:
mdonau
Zeit: 23.08.2019 09:43:21
0
2815779
statt 4+1 oder sogar 4+4 (HH+WP)
nur einer, Verteilung PV und Netzbezug nach
Abrechnung durch Discovergy.
gerade mit geringem Restbezug, den man in die
Nachtstunden schieben kann per smartpricing
sehe ich da schon einen Vorteil.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 23.08.2019 11:56:36
0
2815814
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
statt 4+1 oder sogar 4+4 (HH+WP)
nur einer, Verteilung PV und Netzbezug nach
Abrechnung durch Discovergy.
gerade mit geringem Restbezug, den man in die
Nachtstunden schieben kann per smartpricing
sehe ich da schon einen Vorteil.

Verstehe nicht wirklich..

Die Mietshäuser hätten eh eigenen Zähler (und eigene WP). Mieterstrom wäre für zwei WE absolut Bürokratiemonster, falls die Mieter das überhaupt annehmen. Die Rolle eines Energielieferanten mit all seinen Pflichten, etc. würde ich mir wegen der zwei Mieter und dem marginalen Nutzen (falls überhaupt) nicht antun.

Daher kann/sollte man diesen Zähler nur für die eigenen 2 WE machen. Falls man die Anlage aus steuerlichen Gründen auf die beiden Brüder aufteilt, kann es sein, dass diese auch unter die Pflichtgrenze für IMSys fallen, was langfristig kosten spart. Bin mir nicht sicher, aber die Pflichtgrenze für IMSys ist irgendwo bei 7kWp. Daher falls die Gesamtleistung nicht deutlich über 14kWp geht, wäre eine Begrenzung auf 14kWp und Aufteilung der Anlage in 2 langfristig aus steuerlichen, Abrechnungstechnischen Kostengründen und wegen weniger Bürokratie vorteilhaft trotz der ggfs. höheren Kosten zu Beginn.

Grüße Nika

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