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Fussbodenaufbau im Bungalow, frage zum Trittschall
Verfasser:
ThomasDurango
Zeit: 25.08.2019 08:55:24
0
2816146
Hallo Technikfreunde,

in den nächsten Wochen wollen wir in unserem 1 Familien Bungalow die Fussbodendämmung angehen.
Da wir nur einen geringen Aufbau haben (15cm maximal, Teilweise auch nur 12cm).
Bin ich auf der suche nach einer guten Dämmung auf die Kingspan Therma gestoßen.
Jetzt stellt sich mir die Frage ob auf den Trittschall bei uns verzichtet werden kann?
Im Prospekt der Kingspan, sehe ich keinen Trittschalldämmung.
Eigentlich wollte ich zusätzlich einen Rolljet auslegen, worauf dann die FBH getackert wird.

Wie seht ihr das?

Gruß und danke

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 25.08.2019 09:24:44
0
2816152
Ist meiner Meinung nach je nach dem worauf verlegt wird problemlos.

Bei uns sind in 1999 im gesamten Haus (Unter-, Erd- und Dachgeschoss) auf dem Rohbeton von Sohlplatte und Zwischendecken unter dem etwa 7cm dicken CA-Estrich ausschließlich 40mm starke beidseitig alukaschierte PUR-Platten ausgelegt worden.

Probleme mit Trittschall oder Setzungen gibt's nicht.

Übrigens ist unter anderem das 17x2mm PE-Rohr der Fußbodenheizung ist direkt auf die PUR-Platten verlegt und simpel mit Kunststoffkrampen festgetackert worden ...

~> Link zur Bildquelle <~

Verfasser:
ThomasDurango
Zeit: 25.08.2019 11:06:16
0
2816181
Ok das klingt schon mal gut. Dank dir

Haben die Klammern gut gehalten?
Bei den Kingspan Platten handelt es sich um PIR platten, vielleicht hat ja jemand schon damit Erfahrung.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 25.08.2019 14:31:33
0
2816239
Zitat von ThomasDurango Beitrag anzeigen
Haben die Klammern gut gehalten?
Sehr gut sogar - obwohl das PE-Rohr ziemlich störrisch war.

Auch die Vor- und Rücklaufrohre zu den Heizkörpern, die zusätzlich mit roten und blauen Kunststoffschutzrohren versehen waren, konnten so super fixiert werden ...


Verfasser:
lowenergy
Zeit: 25.08.2019 14:36:52
0
2816243
Zitat von ThomasDurango Beitrag anzeigen
... handelt es sich um PIR platten ...
Die müssten dann noch stabiler als PUR-Platten sein ...
Während bei PUR die Bestandteile MDI und Polyol im ausgeglichenen Verhältnis zu den Molekülmassen umgesetzt werden, ist bei der Herstellung von PIR MDI in deutlichem Überschuss vorhanden. Diese Komponente reagiert dann teilweise mit sich selbst. Es entsteht PIR, ein sehr stark vernetzter Kunststoff mit ringartigen Strukturen. Der hohe Vernetzungsgrad und die Ringstrukturen verleihen dem PIR-Hartschaum hohe Stabilität ...

Verfasser:
ThomasDurango
Zeit: 25.08.2019 21:31:10
0
2816355
Super, das klingt gut.

Vielen dank schon mal.

Bin mal gespannt wie sich das Zeug schneiden lässt.
Ich habe eine Stromleitungen und Wasserrohre zu überbrücken.
Will in 2 Schichten Arbeiten.

Verfasser:
JanOrz
Zeit: 25.08.2019 23:36:34
0
2816388
Hallo,
12-15cm Fußbodenaufbau finde ich so wenig jetzt nicht. Es hängt natürlich auch von deiner Außendämmung z.B. unter der Bodenplatte etc. ab. Hier ist gut erklärt welche Wärmedämmung laut DIN EN 1264-4 unter einer FBH verbaut werden sollte. Wenn du nicht gerade direkt gegen Außenluft dämmst, dann würde dein PUR/PIR mit 1,8cm bzw. aufgerundet 2cm locker reichen. Warum machst du nicht einfach unten 2cm PUR/PIR und oben drauf dann 2cm EPS 045 als Trittschalldämmung?
Mit z.B. 4cm Dämmung + 7cm Estrich + 1,5cm Parket kämst du dann auf maximal 12,5cm Fußbodenaufbau.
Denke aber auch an längere Wege der Abflussrohre von z.B. Dusche. Selbst ein DN50 Abwasserrohr hat mit Muffe 6cm, dann noch 1cm Gefälle pro Meter, da ist man schnell bei 8cm, die man benötigt, außer du willst den Beton aufstemmen :-)

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 26.08.2019 06:26:12
0
2816403
@JanOrz.
Bei ordentlich geplantem Neubau sollten doch eigentlich nicht wirklich Abflussrohre im Gebäude horizontal unter'm Estrich verlegt werden müssen.

Sinnigerweise sollten vorm Erstellen der Bodenplatte die Grundleitungen so verlegt werden, dass die Abwasserrohrenden bis an die entsprechenden Punkte geführt sind.
Bauablauf
Abtrag des Mutterbodens
Erstellen des Kiesbettes und Verlegen der Leerrohre für Medien , der Abwasserleitungen, des Potentialausgleichs und der Frostschürze, Verdichten des Unterbaus, und Feinnivellierung.



Verlegung der Randelemente
Nach dem Abtrag des Mutterbodens, der Verlegung aller Leitungen und Rohre und dem Aufbringen der Frostschutzschicht werden die Randelemente verlegt. Ihr Außenschild ist oberflächenfertig.

...

Verfasser:
ThomasDurango
Zeit: 26.08.2019 07:48:52
0
2816417
Sorry ganz vergessen zu schreiben, es ist ein Altbau Baujahr 1980.

Das Haus wird gerade komplett Saniert.
Dachneu inkl Dämmung
3 Fach Verglasung
Fassdendämmung
Elektrik
Abwasser
Fußboden und Deckenheizung
Wärmepumpe

Ich wollte eigentlich die Kingspan auf höhe der Rohre verlegen.
Dann die Rohre mit Ausgleichsschüttung ausgleichen (zwischen der Kingspan)
und obendrauf dann Rolljet 20-2 wlg 035 (da ist ja eine 2mm Trittschall mit dabei).

Wenn ich natürlich den Rolljet weglassen könnte, würde ich ja auch ordentlich Geld sparen. Aber darum geht es mir nur sekundär.
Am liebsten würde ich eine Schicht Kingspan 60mm machen (das ich auf höhe der Rohre komme), dann Ausgleichsschüttung und dann als Abschluss noch eine zweite Lage Kingspan bis auf Estrich Niveau.

In den meisten Zimmern habe ich keine Leitungen auf dem Boden, da nahezu alles oberhalb der Decke läuft (Deckenheizung sei dank).

Wohnfläche sind knapp 160m².

Verfasser:
Tommeswp
Zeit: 26.08.2019 08:14:26
0
2816421
Welche Rolle spielt denn der Trittschall in einem ebenerdigen Bungalow?

Verfasser:
ThomasDurango
Zeit: 26.08.2019 08:22:29
0
2816424
Genau diese Frage stellt sich mir auch. :-)

Verfasser:
Reggae
Zeit: 26.08.2019 12:10:42
0
2816480
Zu den Nachbarräumen wird etwas mehr übertragen.
Vor allem wenn keine vernünftigen Randdämmstreifen vorhanden sind.

Verfasser:
ThomasDurango
Zeit: 26.08.2019 13:34:40
0
2816508
Randdämmstreifen kommen natürlich ordentliche rein.
Hab aktuell 8mm in der Planung, oder macht es mehr Sinn auf 10mm zu gehen?

Noch eine wichtige Frage, müssen DN50 ablaufrohre vom Waschbecken/Dusche etc auch Isoliert werden?

Verfasser:
JanOrz
Zeit: 26.08.2019 20:29:08
0
2816619
Zitat von lowenergy
Bei ordentlich geplantem Neubau sollten doch eigentlich nicht wirklich Abflussrohre im Gebäude horizontal unter'm Estrich verlegt werden müssen.
Die Theorie ist ja schön, aber bei einem Architektenhaus mit großen offenen Räumen kommt man da eben nicht immer ganz hin in den oberen Etagen.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 27.08.2019 07:35:05
0
2816718
Zitat von JanOrz Beitrag anzeigen
... aber bei einem Architektenhaus mit großen offenen Räumen kommt man da eben nicht immer ganz hin in den oberen Etagen.
Ich verstehe genau was Du meinst. In unserem individuell geplantem Haus gibt's z.b. im Erdgeschoss gerade mal 3 voneinander abgetrennte Räume und entsprechend wenige Innenwände sind vorhanden.

Ich hatte aber vor gut 20 Jahren darum gebeten die Abwasserverrohrung so in den vorhandenen Wänden zu integrieren, dass möglichst keine horizontale Verlegung in den Etagen innerhalb der Dämmschicht unterm Estrich erforderlich wird. Einzig für unsere Dusche im Dachgeschoss musste das Abwasserrohr ein paar Meter auf der Etage verzogen werden. Das ist aber wunderbar in der Vorwand im Bad möglich gewesen. Die Steigleitungen in den Wänden sind bis unter die Kellersohle geführt und dort horizontal als Grundleitungen verlegt.

Leider habe ich damals während des Neubaus bei Beaufsichtigung der Installation von Kalt- und Warmwasserverrohrung sowie Warmwasserzirkulation gepennt.
Grausam was da für ein Schwachsinn verzapft worden ist.
Auch die Rohrführung zu den Etagenheizkreisverteilern der hausinternen wasserführenden Wärmeverteilung hätte wesentlich optimaler konstruiert werden können.

Es ist m. M. n. äußerst hilfreich, wenn die gesamte Haustechnikinstallation schon bei Planung der Häuser von den Architekten in den Fokus genommen wird.
Das Verlegen von Rohr und Leitung wird in der Praxis noch viel zu oft nicht geplant, sondern wird besonders im Einfamilienhaus einfach nach den sich ergebenden Voraussetzungen gemacht.
Dabei ist dann für die Qualität der Ausführung das Interesse und die Fähigkeit des Installateurs ausschlaggebend.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 27.08.2019 07:47:31
1
2816721
Zitat von ThomasDurango Beitrag anzeigen
Randdämmstreifen kommen natürlich ordentliche rein.
Hab aktuell 8mm in der Planung, oder macht es mehr Sinn auf 10mm zu gehen? ...
Wichtig ist, dass der schwimmende Estrich an keiner einzigen Stelle direkt mit dem Baukörper in Kontakt stehen kann!

Der gesamte Estrich muss sauber von wirklich allen Bauteilen im Gebäude (Wänden, Treppen, etc.) entkoppelt werden und vor allem auch bleiben!
Z.b. unbedingt darauf achten, dass der Fliesenleger nicht die Randdämmungsstreifen vorm Verlegen oder Ausfugen des Bodenbelags auf Oberkante Estrich abschneidet!

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