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Holzvergaser bei Niedrigenergiehaus sinnvoll?
Verfasser:
Burntime
Zeit: 25.08.2019 21:31:13
0
2816356
Hi,
wir haben gerade ein Haus gebaut (KFW40+, aber mit Gasheizung + Solarthermie) gebaut. Wir benötigen wohl um die 5.000kW/h/a.

Entschuldigt die blöde Frage. Wenn ihr gleich sagt, ist ne schwachsinnige Idee, dann lass ich die Finger davon.

Macht es in diesem Fall sinn, noch ausserhalb der thermischen Hülle des Hauses (hätte zu meiner benachbarten Scheune eine Fernwärmeleitung liegen) einen Holzvergaser mit 5.000l Pufferspeicher zu installieren und das Haus zu heizen?

Verfasser:
da1el
Zeit: 25.08.2019 21:44:38
2
2816360
Hallo
Ich denke das es sich nicht lohnt
Der schwarze Mann will jährlich zwischen 200 und 300 Euro für den Holz Ofen zumindest bei uns.

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 25.08.2019 22:11:03
4
2816370
Zitat von Burntime Beitrag anzeigen
Hi,
wir haben gerade ein Haus gebaut (KFW40+, aber mit Gasheizung + Solarthermie) gebaut. Wir benötigen wohl um die 5.000kW/h/a.

Entschuldigt die blöde Frage. Wenn ihr gleich sagt, ist ne schwachsinnige Idee, dann lass ich die Finger davon.

Macht es in diesem Fall[...]


Warum kommst du mit der Frage erst jetzt?
Wohnt ihr schon drin?
Kennst du schon den Ringgrabenkollektor?
Scheune und der Wunsch nach einem Holzvergaser klingt nach Bauernhof mit eigenem Wald und viel Platz, richtig? >> Ringgrabenkollektor

Kann man Architekten eigentlich für eine Gasheizung verklagen? Wer baut so einen Mist inein KfW 40 Haus?

Bei 5000 kWh Bedarf lohnt sich ein Holzvergaser nie. Die kann man mit 300€ Strom mit einer Wärmepumpe beheizen.

Gruß Philipp

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 25.08.2019 22:16:19
2
2816373
KfW 40+ mit Gas + solar + PV Anlage mit Akku... Sehr komische Kombination:-)

Aufgrund der PV hat man zu 99% ne Wärmepumpe.
Die Art der WP ist da eher Geschmackssache (Luft/Sole/...)

Ich würde über die Fernwärme Leitung eine WP vorsehen.
Aber das macht bei dir aufgrund der Effizienz erst ab Erdwärme Sinn im Vergleich zu Gas (Ringgrabenkollektor/erdkörbe//Bohrung)

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 26.08.2019 06:55:20
1
2816411
Zitat von Burntime Beitrag anzeigen
Macht es in diesem Fall sinn, noch ausserhalb der thermischen Hülle des Hauses (hätte zu meiner benachbarten Scheune eine Fernwärmeleitung liegen) einen Holzvergaser mit 5.000l Pufferspeicher zu installieren und das Haus zu heizen?
Selbst wenn das Brennmaterial dauerhaft kostenlos verfügbar ist und ein Pufferwasserspeicher mit ausreichend Volumen innerhalb der thermischen Gebäudehülle platziert werden könnte, ist der langfristige Aufwand für die Wärmeerzeugung und der nötige finanzielle Invest wohl bei dem sehr geringen Bedarf an thermische Energie unverhältnismäßig.

Wer hat eigentlich den KFW40+ Standard mit Gasheizung + Solarthermie zu verantworten?

Das ist meiner Meinung nach ein Schildbürgerstreich!

Welcher Anteil der geschätzten jährlichen 5.000 kWh Gesamtwärmebedarf für die Trinkwassererwärmung und Raumtemperierung soll denn nach der Vorausberechnung des Spezialisten von der Solarthermieanlage erbracht werden können?

Verfasser:
Burntime
Zeit: 26.08.2019 08:58:14
1
2816432
Ich habe eine größere Menge Hartholz vom Abriss des alten Bauernhauses/Stall übrig. Zudem standen auf einem den Bauernhof angrenzenden, verwilderten Grundstück jede Menge Bäume, welche ich alle umgemacht/aufgesetzt habe.

Eigentlich wollten wir nur einen Schwedenofen kaufen. Wenn ich aber bedenke, dass dieser schlecht regelbar ist… Da kam mir die Idee, bevor ich 1000€ in den Ofen investiere lieber einen Holzvergaser mit Pufferspeicher anzuschaffen und die Wärme „bequem“ über die Fussbodenheizung verteile.

Wenn ich das Blatt drehe und wende, eigentlich lohnt sich weder der Schwedenofen noch der Holzvergaser. Was will ich bei 5.000kW/h/a noch sparen?

Zitat von Poeggsken Beitrag anzeigen
Zitat von Burntime Beitrag anzeigen
[...]


Warum kommst du mit der Frage erst jetzt?
Wohnt ihr schon drin?
Kennst du schon den Ringgrabenkollektor?
Scheune und der Wunsch nach einem Holzvergaser klingt nach Bauernhof mit eigenem Wald und viel Platz, richtig? >> Ringgrabenkollektor

Kann man[...]

Ich habe ein Fertighaus gebaut. Da war Gas+Solar Standard. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit integrierter Lüftungsanlage wollte ich nicht.
Für eine Sole-Wasser-Wärmepumpe wollen die 11.000€ Aufpreis (Erdarbeiten für Ringgrabenkollektor nicht inbegriffen).

Über mein Heizungskonzept schlägt jeder die Hände über den Kopf zusammen - aber es war die günstigste Lösung.

Zitat von da1el Beitrag anzeigen
Hallo
Ich denke das es sich nicht lohnt
Der schwarze Mann will jährlich zwischen 200 und 300 Euro für den Holz Ofen zumindest bei uns.


gut zu wissen, dann lass ich es

Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Zitat von Burntime Beitrag anzeigen
[...]
Selbst wenn das Brennmaterial dauerhaft kostenlos verfügbar ist und ein Pufferwasserspeicher mit ausreichend Volumen innerhalb der thermischen Gebäudehülle platziert werden könnte, ist der langfristige Aufwand für die Wärmeerzeugung und der nötige finanzielle Invest wohl bei dem sehr geringen[...]


Deswegen habe ich die Frage gestellt.
Der solare Deckungsanteil der TW-Erwärmung liegt bei 38,4%

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 26.08.2019 10:52:47
3
2816466
Zitat von Burntime Beitrag anzeigen
Ich habe eine größere Menge Hartholz vom Abriss des alten Bauernhauses/Stall übrig. Zudem standen auf einem den Bauernhof angrenzenden, verwilderten Grundstück jede Menge Bäume, welche ich alle umgemacht/aufgesetzt habe.

Eigentlich wollten wir nur einen Schwedenofen kaufen. Wenn ich[...]
Zitat von Poeggsken Beitrag anzeigen
[...]


Deswegen habe ich die Frage gestellt.
Der solare Deckungsanteil der TW-Erwärmung liegt bei 38,4%


Wenn du dann gerade sowieso noch ein verwüstetes Grundstück hast wäre zu überlegen jetzt 2000 € in die Hand zu nehmen und einen RGK zu bauen.
Dann ist es in 15 Jahren ein einfaches unterfangen die defekte Gasheizung gegen eine Solewärmepumpe zu tauschen. Wenn du erstmal den Garten schön angelegt hast tut man sich schwer alles noch einmal umzubaggern.

Den Schwedenofen kannst du ja für die gemütlichen Stunden im Winter trotzdem einbauen, eventuell sogar Wassergeführt und bivalent mit der Gasheizung, dann hast du auch nicht sofort die ganze Hitze im Wohnzimmer und sparst Gas ein.

Gruß Philipp

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 26.08.2019 13:12:50
0
2816498
Das Problem ist, dass man mit jeder Ergänzung richtung Holz / Pufferspeicher / Wassertasche man in eine evtl. Sackgasse geht.

Das problem ist, dass sich später... Wärmepumpen und Pufferspeicher nicht so recht vertragen.

Ausserdem weiss man nicht in welche Richtung es mal geht in Hinblick auf Co2 Steuer.
Wer weiss, was da noch auf Holz/Pellets/Gas/Ölheizern zukommt...
Auch der Schornsteinfeger wird sicher nicht günstiger :-)


Ich würde daher entweder:

Richtung WP vorbereiten und das Holz verkaufen.
(Ringgraben vorbereiten in den Schuppen die Leitungen gebündelt. Und dort könnte man ne Sole-WP aufstellen, von dort kann man fürs Haus ja die Fernwärmeleitungen vorsehen und dann beim ersten Ausfall der Solarthermie, auf Sole-WP umsteigen für die WW Bereitung im Sommer) - Die Photovoltaik liefert da ja genügend Strom...

oder

alternativ wenn Schwedenofen must-have ist...
einen einfachen möglichst kleinen Schwedenofen anschaffen, und daran Spass haben...
Aber ohne Wassertasche, ohne Zusatzsteuerung, ohne PUfferspeicher...

Man begibt sich mit Holz einfach in ne Sackgasse.. Ausserdem wird man nicht jünger, wenn man an Holz denkt :-)

Verfasser:
Reiner.E
Zeit: 26.08.2019 13:15:59
0
2816500
Hallo,

wenn du dein Holz verheizen willst dann wäre ein wassergeführter Holzofen mit Sturzbrandtechnik wie z.B Walertherm,Luluma oder ähnliche was für dich die gibt es in 10kW Ausführung mit einer Aufteilung Luft/Wasser mit 20/80% so das eine große Aufheizung des Raumes unterbunden ist und unter bestimmten Bedingungen sind dies nicht Messpflichtig aber diese müssen gekehrt werden und da sollte 2x per a. reichen und der Preis richtet sich nach laufenden Meter die zu reinigen sind.
Rechen wird sich das wahrscheinlich nicht aber WAF paßt.

Sonnige Grüße Reiner

Verfasser:
Heidemann
Zeit: 26.08.2019 13:53:34
2
2816512
Bereits über ein Gaskaminfeuer nachgedacht?

Gas ist vorhanden und mit dem Gaskaminfeuer erzeugt man eine angenehme Wärme auf Knopfdruck und sieht täuschend echt aus.

Ist wirklich interessant in der Übergangszeit.

ZB:
https://www.faber-fires.eu/haarden/?lang=de#_gas-de

https://www.drufire.com/de-de/sortiment/gaskamine

https://kalfire.com/de/kamine

Herstellerunabhängige Beratung:
https://www.project1711service.com/

Verfasser:
la boca
Zeit: 26.08.2019 20:35:01
0
2816622
Hallo

mich würde echt interessieren,welche Therme verbaut worden ist. Wenn es schon kein Holzvergaser wird -amortisiert sich wahrscheinlich in 50 Jahren- so kann das Forum Dir zumindest beim Gas sparen helfen.

la boca

Verfasser:
Poeggsken
Zeit: 26.08.2019 21:17:11
2
2816639
Zitat von la boca Beitrag anzeigen
Hallo

mich würde echt interessieren,welche Therme verbaut worden ist. Wenn es schon kein Holzvergaser wird -amortisiert sich wahrscheinlich in 50 Jahren- so kann das Forum Dir zumindest beim Gas sparen helfen.

la boca


Was willst du denn bei 5000 kWh abzüglich ST noch sparen?
Man könnte noch Wärmemengenzähler einbauen lassen und dann den HB verklagen wenn die ST nicht mindestens 2500 kWh nutzbaren Ertrag bringt. Einfach damit er es lernt, ich würde ihm an diesem Verbrechen zumindest eine teilschuld zusprechen.

Gruß Philipp

Verfasser:
la boca
Zeit: 26.08.2019 22:14:28
1
2816667
Poeggsken

Wahrscheinlich werkelt da ne 24kw Maschine. Weil's richtig schnell warm macht...bei FBH :-)

War ja nur interessehalber. Bei Deinem Post geb ich Dir komplett recht.

la boca

Verfasser:
Thunderbird1987
Zeit: 27.08.2019 17:49:27
1
2816956
Was habt ihr für einen Kaminfeger @da1el ?
2-300€ für einen Holzvergaser?
Macht der jeden Monat eine Messung?

Ich bin definitiv WP fan und das passt bei diesem Gebäude perfekt.

Aber wenn ich so Aussagen lese wie "Wer weiss, was da noch auf Holz/Pellets/Gas/Ölheizern zukommt.."

Dann stellen sich mir die Nackenhaare auf. Wer garantiert denn den Stromern die absolute Sicherheit.

Ich will sicher keine WP schlecht reden, aber die Politik wird sich die wegbrechenden Einnahmen aus der Mineralölsteuer, PKW Steuer etc. auf anderem Wege holen.

Die dann immer unwichtiger werdenden Schornis bekommen dann eben einen Koffer mit einem Detektiergerät für Kältemittel statt mit dem Drahtigel durch die Kamine zu rubbeln.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 30.08.2019 00:02:14
0
2817847
Ein Schornstein mit Holzkessel (und das Rauchrohr ist auch kehrpflichtig) kostet pro Kehrung schon so an die 50 EU, die Messung all 2 Jahre zwischen 100 und 150 EU, all 3-4 Jahre Feuerstättenschau auch ca 50 EU.

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 30.08.2019 09:01:02
0
2817903
Zitat von Thunderbird1987 Beitrag anzeigen
Was habt ihr für einen Kaminfeger @da1el ?
2-300€ für einen Holzvergaser?
Macht der jeden Monat eine Messung?

Ich bin definitiv WP fan und das passt bei diesem Gebäude perfekt.

Aber wenn ich so Aussagen lese wie "Wer weiss, was da noch auf[...]


Es mag sein, dass es HEUTE noch keine Co2 Steuer auf Öl/Gas/... gibt.
ABER die Pläne liegen schon in der Schublade...

Focus CO2 Steuer

Und bei den WP empfiehlt man hier ja überlicherweise auf natürliche Kältemittel zu gehen, oder Kältemittel mit niedrigem GWP Wert. Damit bleibt man die nächsten Jahren von einer Kältedichtigkeitsprüfung verschont.

P.S. ich hab selbst ne Luft-WP + Kaminofen.
Der Kaminofen ist zum Spass um im Winter eben 24-26 Grad zu haben (im Wohnzimmer)...
Unser Haus ist nur ein Kfw60 Haus. und selbst da ist Wohnen/Essen/Küche sehr schnell überhitzt... In einem KFW40 Haus meiner Meinung völlig überdimensioniert...
Allein aus Kostensicht kann man nichts sparen...
Unsere Mutter hat ein kleines Passivhaus gebaut.
Heizlast knapp 2-3kW.
Sie wollte (wie sie es gewöhnt war) wieder einen Kaminofen.

Wir haben Ihr dann vorgerechnet was es kostet...
Schornstein mit Luftzug, + Flaschnerarbeiten + Abdichten -> ca. 3.500€
Passivhauszertifizierter Schwedenofen -> ca. 2.500 - 3.000€
Luftdruckwächter aufgrund der KWL mit Rauchgassensor -> ca. 800€
Zusatzplatine KWL für Luftdruckwächter -> ca. 200€

ABnahme Schornstein/Schwedenofen -> ca. 200€
2x jährliche SChornsteinfeger Kehgebühr -> ca. 80€
alle 4 Jahre Feuerstättenbeschau -> ca. 120€

Wie kann man da etwas sparen ???

Verfasser:
heizerhermann
Zeit: 30.08.2019 09:47:11
0
2817917
Hallo Burntime,
bei dem für KfW-40 erforderlichen Ht' (= mittlerer U-Wert der gesamten, Wärme-übertragenden Gebäudehülle) ist die Wahl des Energieträgers von den niedrigen Verbrauchskosten her zweitrangig, im Hinblick auf den Klimaschutz(Primärenergiefaktor Erdgas= 1,1kWh Primärenergie pro kWh Endenergie, PEF Holz = 0,2!) jedoch relevant!
Andererseits würde die von Ihnen angedachte Anlage übers Jahr Gesamtverluste von ca. 50% aufweisen(Kesselnutzungsgrad, Pufferspeicherverluste, Nahwärmeleitungsverluste), so dass mir diese Lösung zusammen mit den Wartungs- und Installationskosten als die denkbar schlechteste erscheint! (4000 Liter Pufferspeicher verlieren allein schon 10-12 kWh/Tag Wärme an die Umgebung ohne die Anschlüsse und Verbindungsleitungen!)
Wenn Ihre vorhandene Solarthermieanlage auch heizungsunterstützend (mit Pufferspeicher und Frischwasserstation) ausgeführt sein sollte, so könnten doch auch mit einem Kaminofen mit Wasserwärmetauscher, der im beheizten Bereich installiert wird, saubere Altholzreste verfeuert und die Überschusswärme im (vorhandenen)Pufferspeicher "zwischen gelagert" werden? Solche Öfen geben ca. 15-20% der Wärme an den Raum ab und der Rest kann auf diese Weise gespeichert werden!
Mein Fazit: Holz verfeuern ja- aber mit bestmöglichem Anlagen-Nutzungsgrad!
Mit freundlichem Gruß
heizerhermann

Verfasser:
JoRy
Zeit: 30.08.2019 10:28:10
2
2817932
Mir stellen sich die Nackenhaare auf, aber wegen der sehr einseitigen
Kommentare.

Da wurde ein KfW40 Fertighaus gebaut und für den Frager war es die
preiswerteste Lösung !

So eine Multivalente Anlage kann man sehr wirtschaftlich wirklich bedarfsabhängig betreiben.
Wenn die Gastherme gut in niedrigsten Leistungen modulieren kann und die STA
stagnationsfrei 70-80% des Jahres WW liefert, und die FBH mit niedrigst möglichen
Systemtemperaturen gefahren wird, dann wird die Investition für Erdwärme
in absehbarer Zeit keine Kostenvorteilbringen.

Ich gehörte schon in den 70ern des letzten Jahrhunderts zu den sehr frühen
Anwendern von WP-Technik.
Aber das hat bei mir nie zu einer Eingleisigkeit geführt bis es nur noch RGK
plus Nibe mehr gibt.

Man kann und solte weiterhin jede Hütte nach einer präzisen Heizlastermittlung
bei so einer multivalenten Konfiguration für sich rechnen und bewerten.

Wenn jemand Lust hat kann auch in jedem Haus ein "Romantikfeuer" betrieben
werden und wenn das ein Holzvergaser mit niedriger Leistung ist bringt das
sehr viel, wenn man gute Quellen für Brennholz hat.

Jeder gute moderne Ofen der gut regelbar mit Luftüberschuss mit
Hochtemperatur-Glut gefahren wird ist ein Holzvergaser !!

Die sehr einseitigen Kommentare hier sind wie der Faden für E-Mobile , wo immer
wieder übersehen wird, dass man fast 150 tsd km fahren muss um halbwegs
erträglich den Herstellungs CO2 Fußabdruck und die Stromkosten erträglich
zu bekommen.

Übrigends ist hier niemand darauf eingegangen, wenn eine alte Fernwärmeversorgung dort liegt, diese mit ihren immensen Verlusten anzuzapfen,
um über einen Puffer den Löwenanteil der Kosten der Flächentemperierung
zu decken. Es muss garkein übergroßer Puffer sein.
Die Estrichmasse ist eigentlich genug Puffer und die STA hat eh einen über den
man sogar wf-Holzvergasung einspeisen könnte.

So eine wirklich multivalente Heiztechnik war immer der Traum, sich alle Öko-
Hintertüren aufzuhalten. Es war den meisten nur immer zu teuer.

Gruß JoRy

Verfasser:
Mastermind1
Zeit: 30.08.2019 10:30:16
1
2817933
Zitat von heizerhermann Beitrag anzeigen
Hallo Burntime,
bei dem für KfW-40 erforderlichen Ht' (= mittlerer U-Wert der gesamten, Wärme-übertragenden Gebäudehülle) ist die Wahl des Energieträgers von den niedrigen Verbrauchskosten her zweitrangig, im Hinblick auf den Klimaschutz(Primärenergiefaktor Erdgas= 1,1kWh Primärenergie pro[...]



Man kann Gas und Holz noch so rechnen...
Aber auch -wenn Holz vorhanden hat- ist ein Invest in diese Heiztechnik einfach unwirtschaftlich...
Was meiner Meinung nach Sinn machen könnte... Man sieht einen Schornstein vor (oder ein Aussenschornstein würde räumlich zum WOhnzimmer passen)...
Dann sollte man mal einen oder zwei Winter im neuen kfw40 Haus wohnen und beurteilen ob einem die Strahlungswärme fehlt...

Aufgrund des Hausbaus unserer Mutter auf Passivhausniveau haben wir mit mehreren Bauherren gesprochen ob Sie einen Ofen nachgerüstet haben oder vermissen..
Alle waren überzeugt, dass Sie einen Ofen nicht mehr vermissen. Die Heizkosten sind zu vernachlässigen (Passivhaus mit PV + Sole-WP), kein Lagerplatz für Holz notwendig, kein Dreck, kein Staub im Haus....
Auch unsere Mutter mit ca. 40 Jahren HOLZHEIZ Erfahrung, vermisst den Ofen überhaupt nicht mehr...

Wir hatten auch noch sehr viel Holz in verschiedensten Qualitäten / Holzarten übrig.
Eine Anzeige bei Ebay Kleinanzeigen, wenige Wochen später alles weg.

Ein Passivhaus hat ein derart gleichmässiges Wärme/Temperaturverhältnis im Winter, dass man Aussentemperaturschwankungen überhaupt nicht bemerkt, wie man es in alten Häusern direkt spürt.
keine kalten Wänden, keine "Zugerscheinung" an Fenstern...

Wer da weiterhin auf Holz setzt... ?

P.S. ich würde das Holz verkaufen. Für das Geld mit der Frau zum Essen gehen und den Rest für die Heizkosten hernehmen...
P.P.S. wir haben selbst einen Wald, Motorsägen, Traktor usw.... aber man wird einfach nicht jünger....

Verfasser:
Rearden
Zeit: 30.08.2019 16:38:37
0
2818062
Zitat von Mastermind1 Beitrag anzeigen
Zitat von heizerhermann Beitrag anzeigen
[...]



Man kann Gas und Holz noch so rechnen...
Aber auch -wenn Holz vorhanden hat- ist ein Invest in diese Heiztechnik einfach unwirtschaftlich...
Was meiner Meinung nach Sinn machen könnte... Man sieht einen Schornstein vor (oder ein Aussenschornstein würde räumlich zum[...]



Also ehrlichgesagt ist das schon die "Strom kommt aus der Steckdose" Mentalität. CO2? Mir doch egal, ich habs bequem. Das Kohlekraftwerk macht schließlich den Strom für meine WP. Da schlägt einer was CO2-freies vor, und wird hier nur kritisiert. Bei Passivhäusern braucht man bekanntlich gar keine Heizung mehr, und nahe dran vielleicht nen Speicherofen oder einen Holzvergaser im Wohnzimmer mit Speicher fürs Warmwasser. Oder man geht auf Single-Split Klimaanlagen, die heizen dann im Winter mit sehr guten COP falls man ausnahmsweise doch Wärme braucht. Aber die WP-Lobby ist auch hier zu engstirnig um sich die Sinnfrage nach diesen althergebrachten, schwerfälligen, teuren und aufwendigen Wasserheizungen bei sehr geringem Wärmebedarf zu stellen.
Am besten noch irgendeinen Klimakiller als Kältemittel in der WP ....
Naja Hauptsache wird gefördert und der Kontostand stimmt. Zahlen ja nur die Umwelt und die Anderen.

Morgen ist dann die nächste Sache mit Förderung dran und die WPs sind wieder Altlasten ...
Würde ich mir sehr gut überlegen

Verfasser:
winni 2
Zeit: 30.08.2019 17:23:27
0
2818075
JoRy,

könnte es nicht einfach sein, das andere besser als Du informiert sind
oder nachgedacht haben?
Könntest ja mal hier lesen, evtl. auch das ganze Thema:
https://www.golem.de/news/co2-emissionen-und-lithium-ist-das-elektroauto-wirklich-ein-irrweg-1907-142336-2.html
Multivalente Heiztechnik ist bei so einem kleinen Bedarf ein Ersatz
für die Modelleisenbahn und weder ökologisch noch wirtschaftlich,
denke ich.

Rearden, das selbe schreibe ich Dir...
Natürlich kommt Strom für Wärmepumpen immer nur aus den Grundlast-
Kohlekraftwerken...und wie wäre die Bilanz, wenn das Holz im Kraftwerk
verstromt würde und dann eine Wärmepumpe damit betrieben wird?
Und ist Holzverbrennung wirklich CO2- neutral?
In dem Moment, wo ich Holz verbrenne, wird CO2 freigesetzt und erst
wenn der Baum vielleicht nachgewachsen ist, ist es wieder gebunden.
Da würde ich eine Wärmepumpe an Solar- Wasserkraft- oder Windenergie
vorziehen.
Das ein Passivhaus keine Heizung braucht, ist ein Gerücht und Warm-
wasser muss auch bereitet werden.

Grüsse

winni

Verfasser:
la boca
Zeit: 30.08.2019 21:51:39
0
2818178
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
JoRy,

Und ist Holzverbrennung wirklich CO2- neutral?
In dem Moment, wo ich Holz verbrenne, wird CO2 freigesetzt und erst
wenn der Baum vielleicht nachgewachsen ist, ist es wieder gebunden.


Ob der Baum, zugegeben irgendwann, stirbt oder noch das Haus beheizt ist egal. CO² setzt er in beiden Fällen frei. Was aber dazu kommt ist bei der Wärmeerzeugung die Kettensäge und der Traktor mit Hänger. Oder der Harvester mit Rückezug.

la boca

Verfasser:
schorni1
Zeit: 30.08.2019 23:26:58
1
2818215

Jeder gute moderne Ofen der gut regelbar mit Luftüberschuss mit
Hochtemperatur-Glut gefahren wird ist ein Holzvergaser !!


DIES trifft aber auf 95% aller Kaminöfen NICHT zu. Bei diesen hat man einen "oberen Abbrand", der nie so schadstoffarm wie ein unterer Abbrand ist wie ihn die Holzvergaser-KESSEL haben !

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