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Rentiert sich eine Solarthermie im EFH überhaupt?
Verfasser:
SolarMB
Zeit: 10.09.2019 16:15:08
1
2822680
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Hier geht es aber nur um "Rendite" der STA.

Die gibt es zur Zeit nur in negativer art .

Deine STa wird sich erst lohnen, wenn sich der fossil energiepreid fast verdoppelt hat .

Hingegen lohnt sich eine Pv immer und für das WW eine BWP.

Für einen EFH-Besitzer mag das u.U. zutreffend sein und entsprechend kleiner Familie.

Anders sieht die Situation bei einer kinderreichen Familie aus, Ich glaube kaum das eine niedliche BWP mit entsprechend kleinem WW-Speicher große Zufriedenheit aufkommen lässt, wenn man ewig auf die nächste WW-Beladung warten muß. Ähnlich muß ein Nachbar von mir auch gedacht haben als er sich für eine 14 m² FK-STA mit 1600 l Puffern entschied.

Spannend wird es für alle WPler wenn nach 2023 sämtlche AKW's vom Netz gehen und der erzeugte Billigstrom entfällt. Dann dürften sich zusätzlich Zehntausende WP und E-Auto um das knappe Gut Strom balgen. Und wie wird dieser im Winter überwiegend erzeugt: FOSSIL

Wow, dann haben wir aber viel gewonnen! Und dann der Streß die nächste freie Ladestation für E-Autos zu finden. Spätestens dann wird auch dem dümmsten Energiewender aufgefallen sein, wie kurzsichtig seine vor Jahren getroffene Entscheidung letztlich war.

Angesicht dieser mageren Aussichten wird sich jeder STler freuen nicht dem Mainstream gefolgt zu sein.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 10.09.2019 16:26:59
0
2822690
Oh , solar mb wieder spricht gar nicht bei der negativen Rendite?, sondern sucht wieder die Flucht in der Panik mache vor der bösen Zukunft.

Was passiert denn wenn 8 % der Energieversorgung mittels Akw geschlossen wird ?

Nichts .

Es stehen genug GUD rum.
Die können dann endlich mal arbeiten .

Das Gas dafür stammt dann auch zum Teil aus unserem nicht mehr verbrauchten ..

Böse böse Zukunft.

Ausserdem kommen noch jede Menge Windräder dazu und das Netz wird auch noch aus gebaut.

Pv wird natürlich such noch dazu kommen .

Die such im Winter immernoch mehr Leistung bringt wie die Dachflächenverschwendung .


Aber es gibt auch noch ein paar Nischen in denen sich eine STA breit machen kann . Das wäre überall dort wo im Sommer sehr viel heisses Wasser gebraucht wird .

Dies wird aber nicht ein EFH sein.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 10.09.2019 16:28:16
1
2822691
Angesicht dieser mageren Aussichten wird sich jeder STler freuen nicht dem Mainstream gefolgt zu sein.

Dafür darf er sich jedes Jahr über eine negative Rendite freuen .

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 10.09.2019 16:44:27
1
2822699
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Angesicht dieser mageren Aussichten wird sich jeder STler freuen nicht dem Mainstream gefolgt zu sein.

Dafür darf er sich jedes Jahr über eine negative Rendite freuen .

Abwarten Georg, abwarten. Deine LWP werkelt erst seit 2 Jahren in deinem Haus, da herrscht erfahrungsgemäß große Euphorie.

Mein NT-Kessel steht auf Abruf bereit und wird auch im 31sten Jahr die ST unterstützen, wenn keine Sonne scheint. Und eine STA kann auch sehr alt werden, besonders die von mir verwendete weil von vorneherein optimal errichtet.

Über deine > 1000 € Stromkosten für deine LWP solltest du dir eher Gedanken machen.

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 10.09.2019 16:55:01
0
2822706
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Angesicht dieser mageren Aussichten wird sich jeder STler freuen nicht dem Mainstream gefolgt zu sein.Dafür darf er sich jedes Jahr über eine negative Rendite freuen .

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 10.09.2019 17:08:19
1
2822714
Du hast dir doch vor kurzem ein E-Auto gekauft, warum? Um damit Rendite zu erzielen, wenn ja, in welcher Höhe?

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 10.09.2019 17:30:02
3
2822723
In absolut genialer
Art und weise . Es wird umsonst getankt .

Kaum noch bremsverschleiss .

Keinen Auspuff mehr tauschen .

Keinen ölwechsel mehr.
Keinen ölfiterwechael mehr .

Nur noch genießen.

Rentiert sich also.

Ach so ich vergaß , falls der Strom nicht mehr umsonst ist , dann wird eben der Strom verfahren den die Ersatz STA liefert.

Ok . Nicht das ganze Jahr, aber wenn es nur das halbe Jahr ist , reicht es auch schon .

Jedenfalls besser als Haufenweise heisses Wasser ohne nutzen . Bis auf das bischen WW , das die Ersatz STA so nebenbei liefert .
Das aber dafür das ganze Jahr über billiger wie die STA .

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 10.09.2019 17:43:03
0
2822729
Ich habe noch die bessere Energieeffizenz vergessen .

Unser Alter wagen brauchte 13 Liter LPG auf 100 km .unser neuer Wagen braucht zur Zeit 14 kWh/100 km .

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 10.09.2019 17:44:34
1
2822731
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
In absolut genialer
Art und weise . Es wird umsonst getankt .

Kaum noch bremsverschleiss .

Keinen Auspuff mehr tauschen .

Keinen ölwechsel mehr.
Keinen ölfiterwechael mehr .

Nur noch genießen.

Rentiert sich also.[...]

Liest sich ja erst einmal phantastisch. Was hast du denn für dieses Renditeobjekt bezahlt und wieviel Strom wird denn über 1 Jahr bezogen, auch wenn er kostenlos ist?

Bemerkenswert wie du wieder einmal über die Stromkosten deiner WP ignorant hinweg gegangen bist. > 4000 kWh WP-Strom sind wahrlich keine Peanuts mehr. Da machen mir meine wenigen ST-Überschüsse keine Kopfschmerzen, sind sie doch nicht mit Kosten verbunden.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.09.2019 17:49:23
3
2822734
Ich, ich, mein, mein....
Mein Haus, mein Boot, meine Pferdepflegerin. :-)

Grüsse

winni

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 10.09.2019 20:19:59
1
2822769
Ach so? Bei WPlern und E-Auto Besitzern wird da nicht mehr so genau unterschieden?

Okay. Lassen ich das hier. Ich weiß mit meiner Zeit besseres anzufangen als ewiges schwadronieren wie in vielen anderen Themen in diesem Forum und das ohne Realbezug.

Guten Abend und Gruß
Rudi

Verfasser:
Pelli
Zeit: 10.09.2019 20:36:19
4
2822774
Hallo Rudi,

merkst du eigentlich nicht was hier abgeht?

Füttere doch nicht immer wieder die Google Könige.
Wir wissen doch das ST funzt, und das reicht doch ; )



Gruß Andreas

Verfasser:
SolarMB
Zeit: 10.09.2019 21:35:55
1
2822789
Hallo Andreas,

ja, das weiß ich doch. Deshalb sind unsere WPler auch nur so "erfolgreich" aufgrund einer vorhandenen PV. Ich habe demnächst eh weniger Zeit: Poolbau.

Gruß
Rudi

Verfasser:
Hab_nix_gemacht
Zeit: 11.09.2019 20:47:36
2
2823137
Servus,
ursprünglich lautete der Titel ja "Rentiert sich eine STA im EFH überhaupt". Ich habe mich nun durch sage und schreibe 12 Seiten gekämpft und hatte mehrfach den Murmeltiertag. Irgendwann weiß man nicht mehr, ob man auf Seite 3 oder 8 ist...

Wie wärs stattdessen mit etwas ZDF?

Wir haben ein EFH und wir haben eine STA auf dem Dach. 10m² FK mit anhängendem 750l Pufferspeicher.

Im Jahr 2018-2019 (genauer gesagt September 2018 bis einschließlich August 2019) hat die Anlage einen Ertrag von 2.815kWh gehabt. Es könnten auch mehr sein, aber irgendwann ist im Sommer auch ein 750l Puffer voll. Aber ist diese Zahl von Belang? Nein, ist sie nicht.

Im Jahr 2017 (Jan-Dez) hat meine LWP 8.450kWh erzeugen müssen. Davon sind 5.400kWh in den Heizkreis gegangen. Der Rest waren WW und Verluste.

Im Zeitraum September 2018 bis einschließlich August 2019 hat die LWP 5.580kWh erzeugen müssen. Ergibt ein Delta von 2.870kWh. In diesem Zeitraum hat der Heizkreis 5.820kWh gezogen.

Selbstverständlich sind die Jahre nicht 1:1 vergleichbar und einen Kaminofen mit Wassertasche gibt es auch noch. Dieser hat im Vergleichzeitraum 1.550kWh erzeugt, im Jahr 2017 1.450kWh.

Nichts desto trotz kann ich festhalten, dass die LWP weniger tun musste.

In Geld ausgedrückt heißt das eine Einsparung der Stromkosten der LWP (diese hat einen eigenen Zähler) in Höhe von 154,- €. Und nur darauf kommt es an.

Was bitte bringt eine Kostenermittlung pro kWh, wenn diese erzeugte kWh überhaupt nicht nutzbar ist?

Wenn wir nun der Einfachheit halber davon ausgehen, dass diese Ersparnis über die Betriebszeit gleich bliebe und sich die Kosten der Anlage (Förderung bereits berücksichtigt) auf 4.200,- € beliefen (Nur Material, da Selbsteinbau. Wäre günstiger gegangen, aber man kann es auch als Hobby betrachten.), dann würde sie sich in 27,27 Jahren amortisieren. Vorausgesetzt, es tritt kein Schaden ein. Aber auch vorausgesetzt, die Stromkosten der LWP blieben gleich, was sie sicher nicht tun werden. Dazu kommt der Klimawandel, der wahrscheinlich der STA möglicherweise auch noch ein paar zusätzliche kWh in der Übergangszeit schenkt.

Rentiert sich die Anlage somit aus finanzieller Sicht? Nein, tut sie nicht. Aber, ich erreiche durch sie WW-Temperaturen, die ich mit der LWP nicht sinnvoll erreichen kann. Sie spart mir Verdichterlaufzeiten und vor allem Verdichterstarts. Die LWP sollte dadurch selbst eine längere Laufzeit erfahren. War es mit das Wert? Ja, war es.

Um nun noch die unsinnige Rechnung Ct/kWh zu bedienen. Es wären 0 Ct/kWh, da mir die Sonne keine Rechnung stellt. Nehme ich die Herstellkosten, dann liegen wir bei 146,34 Ct/kWh auf 1 Jahr gerechnet, bei 10 Jahren 14,634 Ct/kWh oder bei 20 Jahren eben bei 7,317 Ct/kWh. Der Nutzwert dieser Information liegt aber bei Null.

Viele Grüße

Verfasser:
gnika7
Zeit: 11.09.2019 21:07:38
3
2823150
Zitat von Hab_nix_gemacht Beitrag anzeigen
Nehme ich die Herstellkosten, dann liegen wir bei 146,34 Ct/kWh auf 1 Jahr gerechnet, bei 10 Jahren 14,634 Ct/kWh oder bei 20 Jahren eben bei 7,317 Ct/kWh. Der Nutzwert dieser Information liegt aber bei Null.[...]

Dann hast du nicht verstanden, dass eine ST nur dann Geld spart, wenn deren Wärmegestehungskosten niedriger sind als die Grenzkosten des primären Wärmeerzeugers. Dass im Falle eine WP, wie in deinem Fall, eine PV die sinnvollere Ergänzung wurde hier oft genug erklärt.

Zu deinem Argument, Einsparung von Verdichterstarts. Bei einer gut eingestellten modernen WP kann man dann im optimistischen Fall vielleicht 250 Starts einsparen. Das merkt der Verdichter quasi gar nicht.

Grüße Nika

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 11.09.2019 21:27:10
1
2823158
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Hab_nix_gemacht Beitrag anzeigen
[...]

Dann hast du nicht verstanden, dass eine ST nur dann Geld spart, wenn deren Wärmegestehungskosten niedriger sind als die Grenzkosten des primären Wärmeerzeugers.
Und du bist immer noch dabei die Tatsachen auszublenden.
Mit dem Strohmann Verdichterstarts versuchst du von den Tatsachen abzulenken, dass
- eine STA auch an einer WP betrieben werden kann, wo deine 6ct Grenzkosten zu niedrig angesetzt wären,
- mit etwas mehr Eigenleistung oder
- einer etwas optimaleren Auständerung die 6ct auch so erreicht würden
oder
Wenn man die Preissteigerung beim Strom extrapoliert, die Rendite selbst mit etwas Wartungskosten der STA unter 20 Jahren erreicht sein wird.

Scheuklappen sind schon was praktisches. Man kann immer behaupten dass etwas nicht existiert, nur weil man es nicht sieht.

Verfasser:
Hab_nix_gemacht
Zeit: 11.09.2019 21:43:16
1
2823163
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Hab_nix_gemacht Beitrag anzeigen
[...]

Dann hast du nicht verstanden, dass eine ST nur dann Geld spart, wenn deren Wärmegestehungskosten niedriger sind als die Grenzkosten des primären Wärmeerzeugers.


Warum bitte sollte ich das nicht verstanden haben?

Ich habe klar die Einsparung des Primärenergieträgers p.a. ausgewiesen und dargelegt, dass nach heutigem Stand kein ROI in angemessener Zeit zu erwarten ist.

Du scheinst eine besonders selektive Wahrnehmung zu besitzen.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 11.09.2019 22:04:51
0
2823172
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
- eine STA auch an einer WP betrieben werden kann, wo deine 6ct Grenzkosten zu niedrig angesetzt wären,


Wie hoch sind die Grenzkosten bei einer JAZ vom 5,1 Hzg. und 3,6 WW, wenn da noch ne PVA dranhängt?

Abgesehen davon wurden die Grenzkosten bei 20 Jahren (VDI 2067) mit > 7ct angegeben.

So zum Thema ausblenden und so.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 11.09.2019 22:07:50
0
2823175
Zitat von Hab_nix_gemacht Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]


Warum bitte sollte ich das nicht verstanden haben?


Weil du dich über die "unsinnige" Rechnung auf ct je kwh mokiert hast.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 11.09.2019 22:22:02
0
2823180
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
[...]
Mit dem Strohmann Verdichterstarts versuchst du von den Tatsachen abzulenken, dass
- eine STA auch an einer WP betrieben werden kann, wo deine 6ct Grenzkosten zu niedrig angesetzt wären,
- mit etwas mehr Eigenleistung oder
- einer etwas optimaleren Auständerung die 6ct auch so erreicht würden
oder
Wenn man die Preissteigerung beim Strom[...]

1. Lies erstmal, wer die Verdichterstarts erwähnt hat.

2. Wenn die ST Erträge generiert, sind die Grenzkosten meiner WP deutlich unter 6ct. Das WW wird bei mir eigentlich fast immer mit Solarstrom gemacht. Klar, könnte ich das auch noch mit großen Puffer etwas länger vorhalten. Aber der Grenznutzen des Puffers im Vergleich zu seinen Kosten ist einfach zu klein. Um mit meinem aktuellen Stand mitzuhalten, müsste die ST schon deutlich unter 5ct/kWh kommen damit diese den primären Wärmeerzeuger substituieren könnte. Und das ganze sogar ohne dass die PV die WP irgendwie subventioniert. Das heißt, PV und WP sind bei mir unterschiedliche Bilanzkreise. Aber das war nicht die Frage. Zielwert sind immer noch 6ct/kWh. Am besten ohne Eigenleistung.

Verfasser:
Hab_nix_gemacht
Zeit: 12.09.2019 11:22:31
5
2823334
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
Zitat von Hab_nix_gemacht Beitrag anzeigen
[...]


Weil du dich über die "unsinnige" Rechnung auf ct je kwh mokiert hast.


Natürlich. Ich halte sie auch für unsinnig.

Um Grenzkosten zu ermitteln benötigt es eine oder mehrere Eingangsware/n (Strom, Gas, Öl,...) und ein Ausgangsprodukt (kWh). Beides setzen wir in Relation. Zur Vollkostenrechnung je Ausgangseinheit kommen eben noch die Kosten der Anlagenerstellung und Erhaltung der Betriebsfähigkeit hinzu.

Soweit kein Problem. Im Fall des Primärerzeugers funktioniert das auch wunderbar. Zumindest, solange wird davon ausgehen, dass eben dieser nur bedarfsgerecht Wärme erzeugt und nicht für die Transmissionsverluste arbeitet. In den meisten Fällen wird das gegeben sein, da es ja nun mal eine Heiz- oder Warmwasseranforderung durch die Unterschreitung von Grenztemperaturen gibt.

Im Fall einer STA habe ich allerdings arge Probleme damit. Diese erzeugt nämlich nicht bedarfsgerecht, sondern immer dann, wenn die Sonne ausreichend scheint und sich am anderen Ende noch eine Speichermöglichkeit befindet. Ob diese Wärme überhaupt benötigt wird oder verwertet werden kann, spielt keine Rolle. Ist auch nicht schlimm, da sich die Grenzkosten der STA nahe bei 0 Ct/kWh bewegen.

Möchte ich aber nun die Vollkostenrechnung aufziehen, und um die geht es dir ja, dann fehlt mir etwas. Die Kosten der Anlagenerstellung und der Erhaltung der Betriebsfähigkeit sind bekannt. Die Grenzkosten ebenfalls. Aber welcher Wärmemenge stelle ich diese Kosten nun entgegen?

Nehme ich die erzeugte Wärmemenge aus der Solarsteuerung, dann färbe ich meine Rechnung schön, da ich kWh berücksichtige, die mein Primärerzeuger nie erzeugt hätte, wenn keine STA installiert wäre. Das kann nicht der richtige Weg sein.

Jetzt müsste man die Energiemenge kennen, die der Primärerzeuger in dem Fall erzeugt hätte. Die wirklich belastbar zu ermitteln fällt aber sehr schwer. Das habe ich in meinem Beispiel versucht, in dem ich die Jahre 2017 mit dem Zeitraum September 2018 bis August 2019 verglichen habe. Aber auch da ist eine ordentliche Unschärfe enthalten und funktioniert nur NACH Installation einer STA.

Du möchtest es aber gerne vorher wissen. Also bist du auf Annahmen angewiesen. Es wird nun davon ausgegangen, dass die STA 60% des Jahreswarmwasserbedarfs übernehmen könnte usw.. Dazu müsste man die Verbräuche des Primärerzeugers monatlich tracken, um ein besseres Gefühl zu bekommen. Unscharf bleibt es deshalb trotzdem. Du kannst 2 Wochen am Stück 80° im Puffer haben und wenn du das Wasser wirklich brauchst, dann gab es 2 Tage Regen vorher. Die Sonne hat keinen Schalter. Vielleicht reicht es in einem Jahr sogar für 80%, vielleicht in einem anderen aber auch nur für 40%, wer weiß das schon wirklich zuverlässig. Möglicherweise wird es die Statistik schon richten.
Vergleichsanlagen sind ein weiteres Thema. Aber so richtig gibt es diese auch nicht. Der eine hat einen großen Puffer, der andere nen kleinen. Der hat 45° Dachneigung, der 30°. Dafür aber ne große Fensterfront mit Südausrichtung, etc. Selbst wenn wir nur LWP-Installationen vergleichen gibt es so viele unterschiedliche Faktoren und individuelle Situationen, die es doch schwierig machen. Da hat es die PV-Rechnung wahrscheinlich deutlich einfacher.

Letztlich halte ich es daher eher für "Jugend forscht" als seriöse Berechnung, im Vorfeld der Anlageninstallation Werte zu ermitteln, die einen gescheiten ROI suggerieren und im Nachgang auch wirklich eintritt.

Ich habe die Anlage errichtet, weil ich es wollte. Nicht, weil es sich irgendwann rechnet.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 12.09.2019 12:51:02
0
2823379
Zitat von Hab_nix_gemacht Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]

Möchte ich aber nun die Vollkostenrechnung aufziehen, und um die geht es dir ja, dann fehlt mir etwas. Die Kosten der Anlagenerstellung und der Erhaltung der Betriebsfähigkeit sind bekannt. Die Grenzkosten ebenfalls. Aber welcher Wärmemenge stelle ich diese Kosten nun entgegen?[...]

Man nimmt die Wärmemenge, die man verbraucht hat und die nicht von dem primären Wärmeerzeuger bereitgestellt wurde.
Wo ist also das Problem? Dies lässt sich i.A. bereits mit einem WMZ gut ermitteln.

Dass du es für deinen Fall vielleicht nicht seriös berechnen kannst, scheint eher deinem Unwillen als deinem nicht Können geschuldet zu sein. Im Allgemeinen sind jedoch Abschätzungen, wie du gemacht hast, ausreichend um die Sinnhaftigkeit und Wirtschaftlichkeit der Anlage zu beurteilen. Du kannst ja leicht eine ähnliche Überschlagsrechnung mit PV machen um zu sehen, wie diese sich im Vergleich zu ST schlägt.

Ansonsten bin ich der Meinung, wenn jemand Kosten/Nutzen seiner Anlage nicht kennt, hat er eine Katze im Sack gekauft. Die Aussage, dass man nicht seriös rechnen kann, damit man sich eigene Fehler nicht eingestehen muss.

Ich habe beim Bau auch einige Fehler gemacht und stehe dazu. Und weise die Hilfesuchende hier auch darauf hin, damit diese meine Fehler nicht wiederholen.

Grüße Nika

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 12.09.2019 14:38:55
2
2823407
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Benn1904 Beitrag anzeigen
[...]

1. Lies erstmal, wer die Verdichterstarts erwähnt hat.
2. Wenn die ST Erträge generiert, sind die Grenzkosten meiner WP deutlich unter 6ct
1. Aber du hast genau dieses Thema aus einer sonst unbestreitbaren Argumentation genommen um dich daran aufzuhängen.
2. Die Generierung ist nicht relevant. Wann sie verbraucht werden ist entscheidend. Und das ist überwiegend dann, wenn deine WP keinen PV-Strom hat. Nachts und im Winter.

An die 5ct bei WP kommt man rechnerisch auch nur dann, wenn man entweder eine Riesen-PV hat oder den PV-Strom einer kleinen Anlage immer schön der WP zurechnet. Dabei unterschlägt man aber, dass man dann den PV-Strom nicht mehr im Haushalt nutzen kann(speziell dann wenn im Winter die WP richtig Strom zieht).
Man kauft also im Haushaltsstrom teuren Strom anstelle den der eigenen PV zu nutzen.
Kann man so machen, ist aber offensichtlich eine Schönrechnerei der WP.

Verfasser:
Hab_nix_gemacht
Zeit: 12.09.2019 14:54:33
4
2823409
Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Hab_nix_gemacht Beitrag anzeigen
[...]

Man nimmt die Wärmemenge, die man verbraucht hat und die nicht von dem primären Wärmeerzeuger bereitgestellt wurde.
Wo ist also das Problem? Dies lässt sich i.A. bereits mit einem WMZ gut ermitteln.

Dass du es für deinen Fall vielleicht nicht seriös berechnen kannst,[...]


Für mich hört die Belastbarkeit einer Berechnung bereits da auf, wo ich vermeintliche Ertragswerte aus einer Tabelle oder Graphen ablese und glaube, dass ich diese mindestens genauso erreiche oder sogar übertreffe. Und wenn ich sehe, wie sehr sich die Berechnungen des HB zur Heizungsanlage in der Realität abprüfen lassen, dann behaupte ich, dass im Handwerk durchaus einige mit der Wünschelrute unterwegs sind.

Ich habe damals angenommen, dass ich den Wärmebedarf von Mai bis September mittels STA decken kann. Das hat sich auch so bestätigt. Die Leistung der STA in der Übergangszeit und sogar im Winter war nicht abschätzbar.

Der ROI war aufgrund dieser Annahmen nicht gegeben, insbesondere bei der Leistungen durch einen HB nicht. Das Ergebnis bei DIY war immer noch negativ, aber akzeptabel. Also habe ich es umgesetzt. Meine bewusste Entscheidung. Kein Fehler meinerseits, zu dem ich stehen müsste. Also auch keine Katze im Sack. Im Gegenteil, die Arbeit der Planung, Berechnung der Komponenten und Installation haben mir einen Heidenspass gemacht und ich freue mich an Warmwassertemperaturen, die mir die LWP so nicht wirklich liefern kann oder soll.

Deine Eingangsfrage lautete, ob sich in einem EFH eine STA rechnen kann. Ich habe nach Kräften versucht meinen Teil zur Beantwortung deiner Frage beizutragen. Auch wenn du augenscheinlich schon seit ein paar Seiten an dieser Frage gar nicht mehr sonderlich interessiert zu sein scheinst. Ein sachlicher Austausch sieht anders aus, was sich auch in deiner Wortwahl niederschlägt.

Ich werde mir nun also etwas Popcorn holen und sehen, wie es hier weiter geht.

Verfasser:
Nicole4711
Zeit: 12.09.2019 15:06:26
0
2823413
Zitat von Hab_nix_gemacht Beitrag anzeigen
Zitat von Nicole4711 Beitrag anzeigen
[...]


Natürlich. Ich halte sie auch für unsinnig.

Um Grenzkosten zu ermitteln benötigt es eine oder mehrere Eingangsware/n (Strom, Gas, Öl,...) und ein Ausgangsprodukt (kWh). Beides setzen wir in Relation. Zur Vollkostenrechnung je Ausgangseinheit kommen eben noch die Kosten[...]


Ich verstehe nicht wo dein Problem liegt. Du misst mittels WMZ wie viel deine STA geliefert hat (oder schätzt das) und bestimmst die Kosten je kwh. Liegen diese oberhalb der variablen Kosten des Primärenergiezeugers sollte man diese nicht installieren, liegen sie darunter (und ist davon auszugehen, dass dies auch zukünftig so bleibt) ist es ein klarer Kauf.

Wie hoch der Ertrag sein kann, dafür gibt es im Netz genügend Simulationsrechner oder man fragt hier im Forum. Dann macht man eine best/worst/average case Rechnung.

Das Problem besteht doch nicht darin, die Vollkosten je kwh anzugegeben, sondern nur dass einige Unbekannte drin sind. Das ist bei einer PV-WP-Kombination (solarer Deckungsgrad?) aber ebenso.

Insgesamt sind die Vollkosten je kwh ne ziemlich gute Entscheidungsgröße.

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