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Viel zu hoher Co2 Gehalt Brötje WSS 15
Verfasser:
heizungsverzweifler
Zeit: 18.09.2019 21:03:14
0
2826629
Hallo,
vor ca. drei Wochen in der heizungsfreien Periode war der Schornsteinfeger zur alljährlichen Überprüfung da. Die Heizung (eine Brötje WSS 15) war seit Mai ausgeschaltet. Zum Überprüfen des Co2-Wertes hat er die Heizung angeschaltet und nach ein paar Minuten über 6000ppm Co2 gemessen, der Grenzwert läge bei 1000, gut wären 800ppm. Der Verdacht, dass die Diermayerklappe nicht öffnet, hat sich nicht bestätigt (an einem Schornstein ist die Heizung wie ein Kaminofen dran, der Ofen verbrennt perfekt, der Feger hat kaum was zu kehren).
Der Heizungsbauer ist gekommen und hat festgestellt, dass der Brenner über und über mit Korrosionspartikeln bedeckt war und daher gar nicht gut verbrennen kann. Der Wärmetauscher war stark grün angelaufen, zum Teil hatten sich schon Krusten an den Lamellen gebildet. Alles gereinigt (mit der Drahtbürste), und dann stimmten die Werte auch wieder.
Aber mir ließ das keine Ruhe, zum einen, weil ich im Netzt etwas von einer speziellen Reinigungsflüssigkeit gefunden habe (die ich bestellt habe), zum anderen, weil ich mir die ganze Korrosion nicht erklären kann. Die Heizung ist jetzt 5 Jahre alt, die Werte waren 4 Jahre immer topp. In 2018 war der Schornsteinfeger da kurz vor Ende der Heizperiode, Werte waren wieder sehr gut. ca. 2 Monate später, iim Sommer, als die Heizung ausgeschaltet war, kam so ein Techniker um nachzusehen, welche Hardware-Änderung an meiner Heizung vorgenommen werde müsse, da wir ein anderes Erdgas bekommen werden. Dabei hat er auch den Co2-Gehalt gemessen und auch hier waren die Werte abnorm hoch, so dass er mir sogar eine Mängelkarte ausgestellt hat, die dann mein Heizungsbauer nach Reinigung und Kontrolle der Heizung wieder zurück senden musste. Diese Reinigung wurde dann auch in 2018 vorgenommen. Jetzt war es wieder soweit, nach nur einem Jahr Betrieb. Wie kann das sein, bzw. was könnte der Grund dafür sein?

Heute ist diese Reinigungsflüssigkeit für den Wärmetauscher gekommen. Habe nochmal was runtergekriegt, aber nicht alles an Korrosionsrückständen konnte entfernt werden. Bei der Demontage ist mir aufgefallen (ja, ich mich mich selber getraut, habe auch alles wieder zusammen bekommen), dass der Strömungsrichter innen schon recht starken Rostbefall aufgewiesen hat. Und zwar zog sich der Rostbefall so ziemlich vom Anschluss Abgasrohr/Diermayerklappe runter Richtung Wärmetauscher, als ob die Korrosion vom Abgasrohr nach unten läuft und auf dem Weg schließlich die Rostpartikel aus der Sicherung im Wärmetauscher für die Korrosionsrückstände sorgte (in grün) und die wiederum langsam auf den Brenner rieselten, der deswegen die schlechten Co2-Werte aufwies wegen schlechter Verbrennung.
Warum rostet die Strömungssicherung? Und warum schnellt der Wert innerhalb eines Jahres wieder nach oben?
Kann ich was dagegen tun?

Gruß
Carsten

Verfasser:
schorni1
Zeit: 18.09.2019 21:45:47
7
2826666
Zuallerallererstmal:
WIESO kommt der Schornsteinfeger wenn Deine Heizung doch ausgeschaltet ist??? Offensichtlich macht diese KEIN Warmwasser, ist also NUR in der Heizperiode im Betrieb. SOMIT darf der Schornsteinfeger die Überprüfung NICHT im Sommer (vor dem 1.10.) machen.
Das weiß er GANZ GENAU! Also hat er den von ihm FALSCH ausgestellten Feuerstättenbescheid zu ändern und die Fristen anzupassen.

In 2018 war der Schornsteinfeger da kurz vor Ende der Heizperiode,


Also im Frühjahr, vor dem 1.Mai?? WIE kann DAS sein, dass er mal im Frühjahr, mal im Sommer kommt? Ich-glaub-es-hackt......
In Deinem von ihm erlassenen Feuerstättenbescheid sind klare Fristzeiträume angegeben, an diese hat er sich verbindlich zu halten !!



Zum Überprüfen des Co2-Wertes hat er die Heizung angeschaltet und nach ein paar Minuten über 6000ppm Co2 gemessen, der Grenzwert läge bei 1000, gut wären 800ppm


Zur Überprüfung des CO-Gehaltes (Kohlenmonoxid) im Abgas hatte er die Heizung eingeschaltet....
Der Grenzwert liegt bei 1000ppm, UNTER 100 wäre gut!

Auch hat er die Verschmutzung des Brenners und Wärmetauschers zu bemängeln, das ist SEINE Aufgabe für die er ja auch bezahlt wird!!

Korrosion oberhalb dem Wärmetauscher ist hier anlagentechnisch bedingt. Nachdem der Brenner gestartet ist treten infolge der geschlossenen Abgasklappe die Abgase zeitweise aus und belegen die Metalloberflächen der Strömungssicherung. Da die Abgase leicht sauer sind greifen diese mit der Zeit die Verzinkung an und es rostet.

Sitzt die Abgasklappe auch wirklich genau direkt auf dem Geräte-Abgasstutzen?

Verfasser:
heizungsverzweifler
Zeit: 19.09.2019 00:00:44
0
2826707
Ja, Warmwasser läuft über Strom. Ich habe mich auch Immer gewundert, was die Überprüfung denn im Sommer soll. Aber die Verschmutzung war nun einmal da, ganz unabhängig davon, das es der falsche Zeitpunkt war. Aber das, also den Zeitpunkt der Messung, werde ich beim nächsten Mal bemängeln. Dafür hat er aber die Verschmutzung und die zu hohen Werte bemängelt, und das eben zu recht.

"Sitzt die Abgasklappe auch wirklich genau direkt auf dem Geräte-Abgasstutzen?"

Ja, das tut sie. Und wenn die Korrosion oberhalb des Wärmetauschers normal ist, warum ist dann der Wärmetauscher selber so korrodiert? Und warum so plötzlich nach vier Jahren und warum nach einem Jahr wieder?

Irgendeine Ursache muss dass doch haben, ich möchte mir nicht angewöhnen, dass das normal sein soll.

Verfasser:
epicuro
Zeit: 19.09.2019 07:48:02
1
2826734
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Zuallerallererstmal:
WIESO kommt der Schornsteinfeger wenn Deine Heizung doch ausgeschaltet ist??? Offensichtlich macht diese KEIN Warmwasser, ist also NUR in der Heizperiode im Betrieb. SOMIT darf der Schornsteinfeger die Überprüfung NICHT im Sommer (vor dem 1.10.) machen.


Moin Falk, hast Du das irgendwo schriftlich?
Bei mir in der Gegend rennen auch so Jungs rum die eine Heizung ohne Warmwasser mitten im Hochsommer besuchen und auch messen. Das kommt daher, daß die Ihre Gebiete Strassenweise abarbeiten, egal was im Heizungskeller steht.
Peter

Verfasser:
muscheid
Zeit: 19.09.2019 08:21:11
4
2826743
Ich tippe mal - der Fehler liegt bei DIR.
Denn anscheinend hat die Kiste nun, nach 5 Jahren Betrieb, zum erstenmal eine Wartung gehabt. Normal wird das jährlich gemacht.
Je nachdem, wo das Gerät hängt kann es stark verschmutzen.
Schorni hat recht, bei 1000ppm ist ein Grenzwert - und zwar zur Stillegung. Bei 500 ppm wird üblicherweise ne Wartung angemahnt. Erst Werte unter 100 ppm sind OK.

Vor allem aber bist du kein Fachmann und hast somit an dem, was unter der Verkleidung des Geräts ist, nichts zu suchen. Das ist ein Gasgerät und da besteht Fachmannspflicht.

Verfasser:
heizungsverzweifler
Zeit: 19.09.2019 09:33:16
2
2826779
falsch, vom Fachmann drauf geguckt wurde jährlich, da gab es keinen Grund zur Reinigung. Also keine Erklärung. Und noch was Interessantes: Ich habe beim ersten Auftreten 2018 meinen Heizungsbauer nach einer regelmäßigen Wartung gefragt, gerne auch mit einem Wartungsvertrag. Antwort: kein Interesse. Wir kommen, wenn die Messungen aus dem Rahmen fallen. Ansonsten zuviel Aufwand.

Und zweitens: dieses Fachmann-Argument hört man immer so gerne, aus vielen Branchen. Aber ich bin schon groß und kann selber abschätzen, wo ich an meine Grenzen komme oder gar gefährliche Dinge anstelle. Gilt fürs Auto, für die Hauselektrik usw. Ja, jetzt kommt wieder: das sagen alle, und wenn was passiert dann..... Aber zum einen habe ich ja jetzt zweimal gesehen, wie so was geht, bevor ich mich selber dran gewagt habe und zum anderen habe ich eine naturwissenschaftliche Ausbildung und jahrelange Berufserfahrung in Technik und Verfahren.

Und noch etwas zum Fachmann: In den letzten 10 Jahren beobachte ich ein rasantes Nachlassen in der Qualität der Arbeiten. Habe vor ein paar Jahren ein altes Haus komplett von "Fachmännern" für viel Geld überholen lassen. Kein einziges Gewerk war so ordentlich ausgeführt, das ich es nicht hätte besser machen könnte. Doch, eines, der Dachdecker, das war es aber schon. Und nein, es waren keine Billigheimer, sondern ortsansässige, seit Jahren und Jahrzehnten etablierte Betriebe.

Ich verstehe solche Warnungen zunehmend als Abschreckung und als Sicherung des Geschäftes. Ich werde immer hingucken und abwägen, ab wann ich die Finger von etwas lassen soll. Aber nur eine Verkleidung hält mich davon nicht ab.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 19.09.2019 17:44:23
2
2826985
@ epicuro

Wir haben Ihre Anfrage aufgenommen und in Bearbeitung gegeben. Sie erfahren in Bälde das Ergebnis. Bis dahin verbleiben wir......

Verfasser:
schorni1
Zeit: 19.09.2019 20:16:29
1
2827052
Das steht im Bundes-Immissionsschutzgesetz
§ 15 "Wiederkehrende Überwachung" unter Absatz (5) "§14 Absatz 4 und 5 gilt entsprechend"

Und in § 14 Absatz 4 (auf Seite 64 im großen hellblauen Handbuch Arbeitsblatt 601 vom September 2011 "Kommentar zur 1. BImSchV", das hat jeder Schorni in zweifacher Ausfertigung im Schrank) steht das was auch schon früher galt:

"Die Messungen....sind während der üblichen Betriebszeit einer Feuerungsanlage....durchzuführen"

Im Kommentar dazu :

"Die übliche Betriebszeit ist die Zeit in der die messpflichtigen Feuerungsanlagen.....in Betrieb sind. In jedem Fall ist als regelmäßige Betriebszeit die Zeit vom 1.Oktober bis zum 31.Mai (früher war das 30.April) zu sehen. Übliche Betriebszeit von Feuerungsanlagen , die sowohl Heizzwecken als auch der ganzjährigen Brauchwasserbereitung......dienen, ist das ganze Jahr."

Somit sind als Umkehrschluß Anlegen OHNE Brauchwasserbereitung NICHT das ganze Jahr in Betrieb. Ja selbst Anlagen bei denen die Solaranlage im Sommer zu 100% Brauchwasser liefert, die sind dann strenggenommen NICHT zur ganz-jährigen Brauchwasserbereitung in Betrieb.

Somit gibts bei solchen Anlagen-Konstellationen KEINE Messung in der heizfreien Zeit! Sinn des BImSchV ist ja unnötige Energieverluste und Emissionen zu verringern, somit sind solche unnötigen Inbetriebnahmen zu unterlassen. Ganz abgesehen davon dass sie nicht die Anforderungen an "repräsentative Messwerte" erfüllen. Eine Feuerungsanlage die im Sommer extra gestartet wird hat andere Betriebsbedingungen als eine sich ohnehin in Betrieb befindliche.

Sprich : Es interessiert einen Scheißdreck ob man "grade in der Straße ist" oder das grad für den Schornsteinfeger "geschickt wäre". ER hat sich an die Rahmenbedingungen zu halten! Daraufhin hat er seine Besuchs-Fristen im Feuerstättenbescheid auszurichten, ggf jetzt zu ändern. Un wenn ers schon hundert Jahr so gemacht hat........dann beschwert man sich eben mal an seiner Aufsichtsbehörde, die prügelt ihm das schon bei!

Auch wenn das hier die BImSchV ist und von einer (BImSchV-) Messung die Rede ist, dies gilt selbstverständlich sinngemäß auch für die CO-Messung bei der Abgaswegüberprüfung bei BImSchV-befreiten Anlagen wie Gas-Brennwertgeräte und Gas-Raumheizern.

Verfasser:
epicuro
Zeit: 19.09.2019 21:52:08
1
2827094
@schorni1:
Danke

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verdammt schrieb: Hallo cirion, Hallo Rastelli, ich bin echt so froh das ihr euch Zeit nehmt und mich unterstützt mit meiner Anlage. Hier unter diesem Link habe ich alles abgelegt und wenn weiter was benötigt wird...
mtx0815 schrieb: Moin ! Die im Gerät verbaute Pumpe ist ungeregelt. Der Kabelbaum ist allerdings universal und hat daher den Anschluss für die Drehzahlregelung einer UPER20-60 alternativ einer UPM20-70. ABER die Software...
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