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Sinnvolle Ergänzung für Pelletheizung zur Brauchwasser-Erwärmung im Sommer gesucht
Verfasser:
Degull
Zeit: 18.09.2019 11:15:59
0
2826388
Hallo Allerseits!
Ich trage mich mit dem Gedanken, meine Pelletheizung um eine alternative Warmwasserbereitung zu ergänzen.
Mir geht es hierbei um die Sommermonate, wenn die Heizung im Warmwasserbetrieb läuft (also ca. Mai-September). Unsere Heizung springt ein bis zweimal täglich an und verbraucht hierbei quasi keine Pellets. Im kompletten Sommer kommen wir auf etwa 700 kg Pellets.
Ich erhoffe mir dadurch eine "Schonung" der Heizung. Es soll ja nicht allzu gut sein, wenn die Heizung über den Sommer läuft, um lediglich das Brauchwasser zu erwärmen.

Nun habe ich mir verschiedene Möglichkeiten angeschaut, um dies umzusetzen.
- Eine Brauchwasserwärmepumpe ist in der Anschaffung nicht sehr günstig, die Betriebskosten sind mir nicht bekannt. Die Integration in mein bestehendes System relativ aufwändig.
- Eine Solarthermieanlage verursacht regelmäßige Wartungskosten, ist ebenfalls nicht sehr günstig in der Anschaffung und muss auf dem Dach montiert werden. In etwa fünf Jahren soll das Dach erneuert werden. Dann muss der ganze Kram wieder runter.
- Ein Heizstab im Pufferspeicher ist günstig zu realisieren, sowohl Anschaffung, als auch Einbau. Keine Wartungskosten. Ich kann allerdings nicht abschätzen, wie hoch die Stromkosten sein werden. Eventuell läßt sich dieser mit Photovoltaik betreiben? Ich hab da ein System gefunden, was mir allerdings recht teuer erscheint: https://www.photovoltaik4all.de/netzautarke-pv-anlage-mit-heizstab-fuer-flachdach
Ein "normaler" Heizstab kostet einen Bruchteil. Darüber hinaus scheint mir 2kw sehr wenig.
Mir ist klar, dass eine Photovoltaikanlage auch aufs Dach sollte. Allerdings hätte ich noch ein Garagendach, wo ich die Anlage selbst montieren könnte. Die Solarthermie kann da allerdings nicht drauf, da die Garage 10m entfernt steht.

Was erscheint, die Wirtschaftlichkeit betrachtet, am sinnvollsten?
Eine "richtige" Photovoltaikanlage kommt im Moment nicht in Frage, da das Dach gemacht werden muss. Wenn, dann also eher eine Inselanlage.

Wie groß sollte ein Heizstab sein, um die notwendige Leistung erbringen zu können? Kann man das so pauschal sagen?

Zu den Rahmenbedingungen:
7 Bewohner (MFH, zwei Wohnungen vemietet, zwei bewohnen wir)
260 m2 Wohnfläche
ungedämmter Altbau (oberste Geschossdecke gedämmt)
Paradigma Aqua Expresso II
Guntamatic Biostar 23 - Pelletverbrauch ca 10t jährlich

Danke für das lesen des langen Textes...

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.09.2019 11:26:52
1
2826391
Eine Möglichkeit:
Einen preiswerten vollmodulierenden Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblock mit Vor- und Rücklauf an den meines Wissens nach für die Trinkwassererwärmung mit relativ geringer Speichertemperatur auskommenden Paradigma Aqua Expresso II anbinden: http://aquarea.smallsolutions.de/index.php?title=WH-MDC05h3e5

Verfasser:
Degull
Zeit: 18.09.2019 12:01:31
0
2826404
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Eine Möglichkeit:
Einen preiswerten vollmodulierenden Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblock mit Vor- und Rücklauf an den meines Wissens nach für die Trinkwassererwärmung mit relativ geringer Speichertemperatur auskommenden Paradigma Aqua Expresso II anbinden:[...]

Eine Geisha... <3
Darüber hab ich hier schon oft gelesen. Dass sie in meinem Fall auch zum Einsatz kommen könnte, hätte ich nicht gedacht... Ich war eigentlich der Meinung, hierbei handelt es sich um eine "normale" Wärmepumpe, die zur Beheizung eines Hauses (und nicht nur fürs Trinkwasser) gedacht ist.
Jetzt mal angenommen, ich stelle mir eine hinters Haus: wie hoch sind die Betriebskosten im Vergleich zur Pelletheizung?
Wird die Geisha quasi "parallel" zur Heizung eingebunden (produziert warmes Wasser genauso wie die Pelletheizung, das in den Pufferspeicher gepumpt wird, von dort aus geht´s wie gehabt in die durch die Pelletheizung gesteuerte Trinkwasserversorgung)?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.09.2019 13:58:42
0
2826446
Ja, das würde funzen, wenn "hinterm" Haus ein geeigneter Platz zur Montage eines Luft-Wasser-Wärmepumpenmonoblocks gegeben wäre, könntest den dort Installieren und jeweils eine DN25 Vor- sowie Rücklaufheizwasserleitung bis zum Paradigma Aqua Expresso II verziehen, die möglichst gut gedämmt werden.

Mal davon abgesehen, dass keine Solarthermieanlage vorhandenen ist, müsste die bestehende Hydraulik grob in etwa so wie in folgendem Bild zu sehen ist realisiert sein und die Wärmepumpe kann relativ simpel und unkompliziert an den Pufferwasserspeicher angebunden werden.

Würde persönlich den Rücklauf der Wärmepumpe so tief wie möglich am Paradigma Aqua Expresso II anbinden und in der Vorlaufleitung ein Umschaltventil integrieren, um den Vorlauf einmal ungefähr auf Höhe vom Hausheizkreisrücklauf und einmal etwa in Höhe vom Pelletheizungsrücklauf anzubinden.



Die Betriebskosten der Wärmepumpe werden dann davon abhängig sein, was sie für maximale Vorlauftemperaturen liefern muss, bei welchen Außentemperaturen Sie arbeiten wird und was Du für einen Stromtarif hast.

Verfasser:
Degull
Zeit: 18.09.2019 18:34:48
0
2826540
Klingt gut.
Kannst du „geeigneten Aufstellplatz“ etwas näher definieren?

Was die hydraulik angeht, hoffe ich, dass mein Heizungsmensch weiß, was zu tun ist. Bin mal gespannt, wie begeistert er von meiner Idee ist.

Klar ist das abhängig von den Rahmenbedingungen, aber kann man grundsätzlich anhand der bekannten Bedingungen eine ungefähre Richtung nennen, welche Verbrauchswerte zu erwarten sind?
Ich gehe davon aus, dass die Wärmepumpe mehr Heizkosten verursacht, als meine Pelletheizung, aber von welcher Relation reden wir? 20% mehr oder doch 100?
Welche Warungskosten entstehen? Ich muss das ja auch meinen Mietern erklären...

Was wäre denn von der Heizstab-Variante zu halten? Wieviel kw sollte der haben und wie wären hier die ungefähren Betriebskosten im Vergleich?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.09.2019 18:50:37
0
2826544
Ob Du am Haus einen geeigneten Aufstellplatz hast, kannst Du besser als ich beurteilen.
Meiner Meinung nach ist unter anderem die erforderliche Rohrleitungslänge ein Thema - je weniger Meter bis zum Speicher nötig desto besser.

Mal abwarten ob Dein "Heizungsmensch" bzgl. Installation und Inbetriebnahme der WH-MDC05H3E5 kompatibel ist.
Bei einigen der von Fachkräften installierten Maschinen gab's diverse Probleme die skurrilerweise bei den von Heizungsbaulaien ausgeführten Eigeninstallationen nicht aufgetreten sind! 🙈

Warum sollte die Wärmepumpe eigentlich mehr Heizkosten als der Pelletkessel generieren?
Das müsstest mal gegenrechnen und Deine Berechnung hier einstellen!
Beispielsweise mit einer AZ3 und 0,30 Euro pro kWh Strom kostet die thermische kWh im Hausheizkreiswasser relativ genau 0,10 Euro inklusive allem drum und dran.

Bei Deinem Pelleter musst neben den Pelletskosten auch den Wirkungsgrad berücksichtigen und solltest die Nebenkosten für Strom, Schornsteinfeger usw. nicht vergessen! 😉

Verfasser:
Degull
Zeit: 18.09.2019 18:58:34
0
2826548
Ach ja, mit parallel zur pelletheizung meinte ich die grundsätzliche Anbindung. Die Wärmepumpe erhitzt also genauso wie die Pelletheizung das komplette Wasser im Speicher, welches wiederum von der frischwasserstation dazu verwendet wird, das Trinkwasser zu erwärmen? An der restlichen Installation muss also nichts geändert werden?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.09.2019 19:02:35
0
2826552
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
... Rücklauf der Wärmepumpe so tief wie möglich am Paradigma Aqua Expresso II anbinden und in der Vorlaufleitung ein Umschaltventil integrieren, um den Vorlauf einmal ungefähr auf Höhe vom Hausheizkreisrücklauf und einmal etwa in Höhe vom Pelletheizungsrücklauf anzubinden ...
So ist die Trinkwassererwärmung und auch die Raumtemperierung ausschließlich mit der Wärmepumpe möglich ... ist für die Förderung vom BAFA wichtig!

Was willst sonst noch ändern?

Auf welchen mittlerem Heizwassertemperaturniveau fahrt ihr denn die hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen im tiefsten Winter, wenn's draußen mehrere zusammenhängende kälteste trübe Tage hat, um die gewünschte thermische Behaglichkeit in den einzelnen Räumen halten zu können?

Was braucht die Frischwasserstation aus dem Pufferwasserspeicher an Vorlauftemperatur um die gewünschte Trinkwassertemperatur zu erreichen?

Verfasser:
Degull
Zeit: 18.09.2019 20:33:05
0
2826606
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
[...]
So ist die Trinkwassererwärmung und auch die Raumtemperierung ausschließlich mit der Wärmepumpe möglich ... ist für die Förderung vom BAFA wichtig!

Was willst sonst noch ändern?

Auf welchen mittlerem Heizwassertemperaturniveau fahrt ihr denn die hausinternen[...]



Entschuldige bitte die vielen Fragen, ich hab relativ wenig Ahnung von der Materie (was nicht heißt, dass ich alles auf dem Silbertablett serviert haben möchte). Ich interessiere mich sehr für das Thema und bin gerade dabei, mich einzulesen.

Mir ging es darum, den Installationsaufwand möglichst gering zu halten. Wir haben aufgrund der Größe des Hauses und der Konstellation mit den beiden Mietwohnungen recht viele Leitungen an der Kellerdecke. Je wenige dazu kommen, desto besser.

Die Vorlauftemperatur liegt zwischen 65 und 70 grad für den einen Heizkreis, die FBH hat afair rund 35-40. Die FBH beheizt nur rund 50 m2, die restlichen 210 werden durch normale Heizkörper beheizt.
Im Display des Speichers steht im Sommer 50 grad. Weiß nicht, was das für ein Wert ist, vermutlich die eingestellte WW-Temperatur. Was da aktuell an Temperatur rein geht, kann ich leider nicht sagen. Ich bin erst Samstag wieder zuhause.

Wäre es denn theoretisch (!) möglich, das komplette Haus mit der Geisha zu beheizen?
Ich denke da an einen Notbetrieb, wenn die Heizung mal kaputt ist, oder sogar mal zwei Wochen, wenn die Pelletlieferung auf sich warten lässt, man weiß ja nie.
Ab einer gewissen Außentemperatur (-10 grad?) wird es ja für die Wärmepumpe sehr schwer, die Leistung zu erbringen. Das funktioniert dann nicht mehr, das ist nachvollziehbar. Aber um 0 grad wäre schön, wenn die Wärmepumpe die Pelletheizung zeitweise ersetzen könnte.

Verfasser:
Degull
Zeit: 18.09.2019 20:50:41
0
2826617
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Ob Du am Haus einen geeigneten Aufstellplatz hast, kannst Du besser als ich beurteilen.
Meiner Meinung nach ist unter anderem die erforderliche Rohrleitungslänge ein Thema - je weniger Meter bis zum Speicher nötig desto besser.

Mal abwarten ob Dein "Heizungsmensch" bzgl.[...]


Die erforderliche Leitungslänge wäre ca. 8-9 m (es geht bis auf nen halben Meter draußen alles innen)

Ich bin fachlich überzeugt von meinem Heizungsmenschen, zumindest wenn es um die Pelletheizung geht. Seine WP-Expertise kenne ich nicht. Im Zweifel bin ich aber nicht mit ihm verheiratet, sodass ich die WP auch von jemand anderem montieren lassen würde.

Bislang ging ich davon aus, mit der Pelletheizung nicht nur eine umweltfreundliche und nachhaltige Heizung zu haben, sondern auch niedrigere Betriebskosten. Zumindest niedriger als Strom. Wenn das nicht so ist, hab ich das falsch verstanden.
Darf ich das also so verstehen, dass die Wärmepumpe nicht zwingend teurer sein muss?
Von welchem Wirkungsgrad kann ich denn bei meiner Berechnung grob ausgehen?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.09.2019 20:54:38
0
2826618
Zitat von Degull Beitrag anzeigen
... theoretisch (!) möglich, das komplette Haus mit der Geisha zu beheizen? ...
Natürlich nicht!

Die Panasonic WH-MDC05H3E5 kann bis -15 Grad Außentemperatur und bei +35 Grad Celsius Vorlauftemperatur maximal 5 kW thermische Verdichterleistung ... zusätzlich ist ein Heizstab mit einer thermischen Leistung von 3 kW im Gerät integriert, der unterstützen könnte.

Aber für das Haus mit 4 WE wird sicherlich ein größerer Heizleistungsbedarf bei Norm-Außentemperatur gegeben sein. 😉

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 18.09.2019 21:02:55
0
2826628
Zitat von Degull Beitrag anzeigen
Von welchem Wirkungsgrad kann ich denn bei meiner Berechnung grob ausgehen?

Typische Volllast-Wirkungsgrade von Pelletkesseln bewegen sich um 85–95 % bezogen auf den Heizwert. Es gibt jedoch auch bereits Pellet-Brennwertkessel, die den Wasserdampf im Abgas kondensieren und somit mehr als den Heizwert der Pellets nutzen können. Der Volllast-Wirkungsgrad (bezogen auf den Heizwert) kann dann nochmals um ca. 10 bis 15 % höher liegen. Der Jahresnutzungsgrad kann jedoch grundsätzlich deutlich niedriger liegen (wie auch z. B. bei Ölheizkesseln), da beim Betrieb mit geringen Leistungen die Wärmeverluste in den Heizkeller stärker ins Gewicht fallen ...
... Pellets haben einen Heizwert von ungefähr 4,8 Kilowattstunden pro Kilogramm (kWh/kg) ... bzgl. Jahresnutzungsgrad schau mal hier: http://my-htd.de/Forum/t/9405/Jahresnutzungsgrad

Verfasser:
Degull
Zeit: 19.09.2019 00:01:28
0
2826708
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Zitat von Degull Beitrag anzeigen
[...]
Natürlich nicht!

Die Panasonic WH-MDC05H3E5 kann bis -15 Grad Außentemperatur und bei +35 Grad Celsius Vorlauftemperatur maximal 5 kW thermische Verdichterleistung ... zusätzlich ist ein Heizstab mit einer thermischen Leistung von 3 kW im Gerät integriert, der unterstützen[...]


Ich entnehme deinen Ausführungen, dass ich das richtig verstanden habe: die WP kann die Pelletheizung bei sehr kalten Aussentemperaturen nicht ersetzen. Möglicherweise jedoch, wenn die Temperaturen nicht so tief sind?
Oder anders gefragt: ich habe keine Heizlastberechnung vorliegen. Allerdings klappt es mit der Heizung ganz gut, auch wenn es richtig kalt ist (-15 grad). Dann läuft sie allerdings auch durch. Ich würde daher vermuten, dass die 23 kw richtig berechnet sind.
Welche Leistung sollte die WP haben, wenn ich damit bei 0 Grad Außentemperatur die Pelletheizung temporär ersetzen möchte?
Mir reicht hier eine grobe Schätzung aus deiner Erfahrung heraus. Wenn mich das 1000 Euro Aufpreis auf die empfohlene WP kostet, wäre es mir das wert. Wenn die WP dann allerdings das dreifache kostet, macht es nicht viel Sinn.
Wenn eine größere WP weitere Vorteile (wie z. B. deutlich kürzere Laufzeiten und dadurch weniger Lärmbelästigung) hat, umso besser. Vielleicht gibt es, abgesehen vom größeren Platzbedarf weitere Nachteile?

Bzgl der Effizienz/Jahresnutzungsgrad: ich habe bei meinen bisherigen Berechnungen vernachlässigt, dass die 4,5-5 kw/h, die bei den Pellets angegeben werden, nicht als Berechnungsgrundlage verwendet werden können.

Liege ich mit folgender, vereinfachter Rechnung richtig?
10t Jahresverbrauch= 2400€
Stromkosten jährlich ca. 200 Euro (ohne Pumpen)
Schornsteinfeger 100 Euro
10t Pellets, (4,8 kg/kWh)~ 48.000 kWh
Abzüglich 20% Abschlag aufgrund diverser Verluste= 9.600 kWh
Jahresenergiebedarf 38.400 kWh
Entspricht 7 Cent je kWh.

Nun macht eine WP aus 1 kWh Strom im Schnitt 3,5-4 kWh Wärmeenergie. Bei einem Strompreis von 27 Cent komme ich auf ungefähr den gleichen Preis je kWh.
Kann man die Rechnung so stehen lassen?
Das würde ja bedeuten, dass ich mit der WP ungefähr die gleichen variablen Kosten habe wie mit der Pelletheizung. Das wäre ja durchaus positiv und macht mir die Entscheidung leicht 👍

Kann man davon ausgehen, dass die angenommene JAZ unter meinen Bedingungen realistisch ist, oder gilt der angegebene COP nur unter optimalen Bedingungen? Mit welcher JAZ kann ich grob rechnen?

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.09.2019 08:23:33
0
2826744
Mal angenommen das Gebäude hätte wirklich die rund 23 kW Heizleistungsbedarf bei Norm-Außentemperatur, wären bei um Null Grad Außentemperatur weniger als 14 kW gegeben.

>>> Link zur Bildquelle <<<

Da ich aber aufgrund des Jahreswärmebedarfs (~48.000 kWh) davon ausgehe, dass die Annahme nicht passt und es real weniger als 20 kW NAT-Heizlast sind, würde ich persönlich an Deiner Stelle da wohl zu einer 9 kW T-CAP (Panasonic WH-MXC09H3E8) tendieren, die es derzeit hier z.b. für 4.700 Euro gibt.

Grundsätzlich stimmt Deine Rechnung zu den faktischen Heizkosten mit Pellets oder Wärmepumpe.

Aber in der Realität ist die Effizienz beim Wärmepumpen extrem von den benötigten Heizwassertemperaturen abhängig!

Durch jedes Grad Celsius weniger Temperaturhubbedarf ist etwa 3% weniger Antriebsenergie resultierend, bzw. bei entsprechend hohen Heizkreiswassertemperaturen im Gesamtsystem ein erheblicher Mehrbedarf an elektrischem Strom und somit niedrige Arbeitszahlen zu erwarten!

Verfasser:
Degull
Zeit: 19.09.2019 19:06:39
0
2827020
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Mal angenommen das Gebäude hätte wirklich die rund 23 kW Heizleistungsbedarf bei Norm-Außentemperatur, wären bei um Null Grad Außentemperatur weniger als 14 kW gegeben.


[Bild]
>>> Link zur Bildquelle <<<

Da[...]

Ok, ich denke, das hab ich verstanden. Danke für deine umfangreichen und sehr gut erklärten Ausführungen, das hilft mir wirklich ungemein weiter! 👍

Ich sollte mir also überlegen, ob ich für die Option, die Pelletheizung auch mal zeitweise mit der WP ersetzen zu können, tatsächlich 2000 Euro drauf legen möchte.
Die von dir empfohlene WP kann auch kühlen. Eigentlich benötige ich diese Funktion nicht. Gibt es ein alternatives Modell? Gerne auch eins, das etwas leiser ist. Wenn es billiger ist, macht das nix 😎

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 19.09.2019 19:43:24
0
2827038
Anderer Ansatz wäre, wenn Du erstmal eine WH-MDC05H3E5 installieren würdest und später bei Bedarf, dann einfach noch eine zweite WH-MDC05H3E5 an die Anlage klemmst. Dann hättest insgesamt gute 10 kW Verdichterleistung. 🤔

Verfasser:
Martin24
Zeit: 19.09.2019 20:08:22
0
2827049
Ich möchte dann dohc nur eben einwerfen, dass im Mehrfamilienhaus die Warmwassertemperatur wegen Legionellen nciht unter 60° liegen sollte.
Ich weiß nicht, wie effizient die Geisha das hinbekommt, das können andere hier besser beantworten.

Grüße
Martin

Verfasser:
gnika7
Zeit: 19.09.2019 20:28:05
0
2827061
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Ich möchte dann dohc nur eben einwerfen, dass im Mehrfamilienhaus die Warmwassertemperatur wegen Legionellen nciht unter 60° liegen sollte.

Das könnte man ggfs. mit dem Heizstab als Booster für die letzten paar K lösen.

Trotz aller Begeisterung für WP, würde ich diese im vorliegendem Fall nur bei einer vorhandenen/geplanten PV einsetzen.

Grüße Nika

Verfasser:
Degull
Zeit: 19.09.2019 22:22:53
0
2827102
Zitat von lowenergy Beitrag anzeigen
Anderer Ansatz wäre, wenn Du erstmal eine WH-MDC05H3E5 installieren würdest und später bei Bedarf, dann einfach noch eine zweite WH-MDC05H3E5 an die Anlage klemmst. Dann hättest insgesamt gute 10 kW Verdichterleistung. 🤔


Ich denke, das ist sowohl optisch, als auch vom Installationsaufwand her nicht sinnvoll.
Gibt es denn eine Alternative Anlage mit 9 kw Leistung, ohne Kühlfunktion?

Grundsätzliche Frage: ist es so, dass die 9 kw Anlage seltener/kürzer läuft als die 5 kw Anlage und somit für weniger Lärmbelästigung sorgt?



Zitat von gnika7 Beitrag anzeigen
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
[...]

Das könnte man ggfs. mit dem Heizstab als Booster für die letzten paar K lösen.

Trotz aller Begeisterung für WP, würde ich diese im vorliegendem Fall nur bei einer vorhandenen/geplanten PV einsetzen.

Grüße Nika

PV kommt möglicherweise in ein paar Jahren hinzu, wenn das Dach eben gemacht wird. Aber wie erwähnt ist es für mich in Ordnung, wenn die Energiekosten für die Brauchwassererwärmung mit WP etwas höher ist als mit Pellets. Es geht in erster Linie darum, dass die Pelletheizung im Sommer aus bleiben kann. Der Nebeneffekt wäre, dass die Pelletheizung zur Not auch mal bei nicht allzu tiefer Außentemperatur durch die WP ersetzt werden kann.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 20.09.2019 07:54:06
0
2827139
Zitat von Degull Beitrag anzeigen
... optisch, als auch vom Installationsaufwand her nicht sinnvoll.
Gibt es denn eine Alternative Anlage mit 9 kw Leistung, ohne Kühlfunktion? ...
Warum stört dich, dass die T-Cap auch eine Kühlfunktion integriert hat?

Diese Funktion brauchst ja nicht freischaltenund entsprechend könnte die dann auch nicht genutzt werden.

Es gibt sicherlich noch andere Maschinen - die Frage ist was Du möchtest.

Am Anfang Deiner Überlegungen war die Anschaffung einer Wärmepumpe für die Trinkwassererwärmung geplant.
Mittlerweile denkst Du drüber nach diese Wärmepumpe zusätzlich auch für die Raumtemperierung bivalent zu nutzen.

Wenn die Wärmepumpe zusätzlich für die Raumtemperierung genutzt werden soll, dann müssten zuerst mal sämtliche Rahmenbedingungen geklärt werden.

Unter anderem sollte ziemlich klar sein auf welchem Heizwasservorlauftemperaturniveau die Wärmepumpe welche thermische Energiemengen liefern müsste?

Verfasser:
gnika7
Zeit: 20.09.2019 14:07:31
0
2828256
Zitat von Degull Beitrag anzeigen
Es geht in erster Linie darum, dass die Pelletheizung im Sommer aus bleiben kann.[...]

Das ist schon klar, du willst die Anzahl der Starts reduzieren um deinen Kessel zu schonen, da die Starts belastender sind. Die Frage ist eher, ist die Anzahl dieser Starts im Sommer überhaupt relevant. Beispielsweise liegt die Lebenserwartung meiner WP bei ca. 100000 Verdichterstarts. Aktuell habe ich pro Jahr ca. 1000 Starts. Im Sommer könnte ich ca. 200 Starts einsparen. Dann ist die Lebenserwartung meiner WP bezogen auf die Anzahl der Starts halt 125 Jahre statt 100 Jahre.

Du merkst, in meinem Fall spielt das Einsparen der Verdichterstarts keine Rolle. Ist halt die Frage, wie viele Starts du pro Jahr hast und welche Lebenserwartung bezogen auf die Anzahl der Starts dein Kessel überhaupt hat.

Grüße Nika

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