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Umbau einer Heizungsanlage ,Hydraulikplan so ok?
Verfasser:
kopma
Zeit: 22.09.2019 16:52:09
1
2829007
[url=Website]Guten Tag,

bei mir steht demnächst im sanierten Altbau (Zweifamilienhaus, Bj1966) ein Umbau der Heizungsanlage an. Seit längerem verfolge ich dieses hilfreiche Forum um selber in die Materie einzusteigen. Folglich habe ich nun ein "Hydraulikplan" erstellt . Nun wollte ich nachfragen ob Ihr eventuell Verbesserungsvorschläge bzw. generelle Tipps für mich hättet wie man diesen ggfl. optimieren kann.

Für eure Ratschläge, Meinung wäre ich sehr dankbar. Aus Platzgründen im Keller muss ich mich für einen "schmalen Puffer" entscheiden somit viel die Wahl auf folgendes Exemplar:
https://www.ofenseite.com/6100182-schichtpufferspeicher-600-durchmesser-65-cm#product-configurator-tabs

Vielen Dank


Verfasser:
Socko
Zeit: 22.09.2019 18:12:09
0
2829043
In einem schmalen Speicher sind Schichten deutlich stabiler

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.09.2019 18:59:18
0
2829060
@kopma.
Kannst den Plan der Hydraulik mal sichtbar machen?

Wozu willst denn den Pufferwasserspeicher überhaupt nutzen?

Was für'n Wärmeerzeuger ist installiert?

Verfasser:
kopma
Zeit: 22.09.2019 20:07:34
0
2829088
[img]

photo upload[/img]


hat etwas gedauert bis ich es hinbekommen habe ;-)
Das Pufferwasser soll als Zentrale für alles dienen. Heizung , Friwa .
Erzeuger Ölessel, wasserführender Kamin und die Solarthermie siehe Plan.

Verfasser:
kopma
Zeit: 23.09.2019 21:07:15
0
2829529
up

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 23.09.2019 21:35:12
0
2829537
Ist schon irgendwas von dem Solarthermie-Puffergedöns vorhanden?

Thema CO2-Bilanz und Feinstaub!
Wieviele Jahre soll der Öler und der Holzverbrenner noch genutzt werden?

Ist der reale Heizleistungsbedarf bei Norm-Außentemperatur bekannt?

Welche maximale Vorlauftemperatur muss an mehreren zusammenhängenden kältesten trüben Tagen gefahren werden?

Verfasser:
kopma
Zeit: 24.09.2019 05:49:55
0
2829595
Moin,

Solarthermie ist bei der BAFA beantragt (Staatl. Zuschuss) aber noch nicht gekauft.
Die Puffer sind auch noch nicht gekauft. Der wasserführende Kamin ist schon länger vorhanden und hat diese Werte (falls es was ausmacht) :

Wirkungsgrad 88,60%
CO-Gehalt bei 13 % O2 <1250 mg/nm3
Staubgehalt <40 mg/Nm3

Einen Planer für die Heizungsauslegung hatten wir. Er kam auf :
Gesamtheizleistung ΦFH.gef. + ΦHK.gef. + Φall.Verbr., gef [W] 23068
FBH = VL 42 / RL 35
Radiatoren (nur im gedämmten Keller) VL= 65 / RL=44

Der Öler läuft laut Schornsteinfeger wie ne Eins mit dem besten Wirkungsgrad den die Anlage erreichen kann.

Also folgendes muss ich noch einkaufen:
2 x Puffer
1 x Solarthermie + Wärmetauscher
1 x Firwa
2 x Pumpengruppen
+ den ganzen Kleinkram / Ventile etc.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.09.2019 06:46:18
0
2829608
Zitat von kopma Beitrag anzeigen
... Planer für die Heizungsauslegung hatten wir. Er kam auf :
Gesamtheizleistung ΦFH.gef. + ΦHK.gef. + Φall.Verbr., gef [W] 23068
FBH = VL 42 / RL 35
Radiatoren (nur im gedämmten Keller) VL= 65 / RL=44 ...
Wann war das?
Die Welt dreht sich weiter ... demnächst schreiben wir 2020!

Bei den Planungen zu unserem in 1999 freistehend gebauten Einfamilienhaus mit rund 250qm beheizter Fläche (-14°C Norm-Außentemperatur / +16°C Heizgrenztemperatur) ist uns ebenfalls eine theoretische Berechnung gemacht worden, bei der über 21 kW Heizlast herausgekommen waren!

Real braucht es bei 24/7-Raumtemperierung und angepasstem Lüftungsverhalten gerade mal knapp über 7 kW maximalem thermischen Energieeintrag ins Hausheizkreiswasser um die von uns gewünschte thermische Behaglichkeit an mehreren zusammenhängenden kältesten trüben Tagen in den einzelnen Räumen halten zu können!

Vorteil dabei ist aber aus heutiger Sicht, dass unsere hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen (Heizkörper und Fußbodenheizung) eben nach der theoretisch berechneten Heizlast Ausgelegt worden und entsprechend so üppig dimensioniert sind, dass die bei o. g. Bedingungen nur mit etwas über +35°C maximaler Vorlauftemperatur gefahren werden brauchen!

Wenn's draußen wirklich eiskalt ist, fahren wir beispielsweise unsere Fußbodenheizung im Erdgeschoss (6 Einzelheizkreise ohne ERR - ca. 90 qm) mit VL +32°C / RL +30°C bei einem Volumenstrom von rund 1.100 Liter Heizkreiswasser pro Stunde.

Das Ganze nun auf die bei dir gegebene Situation gemünzt:

Wäre es denn nicht wesentlich sinnvoller, wenn der unter Umständen gegebene Vorteil genutzt wird, dass die Wärmesenke mit relativ geringem Heizwassertemperaturniveau gefahren werden kann.

Dadurch könnte beispielsweise die auf folgend verlinkter Seite beschriebene Technik im Zweifamilienhaus effizient Betrieben werden, für die es ordentlich Förderung vom BAFA gibt. Link: https://www.roth-werke.de/de/2099.htm

Anstatt der Solarthermieanlage würde man dann ausschließlich ein Photovoltaiksystem aufbauen und den Öler sowie den wasserführenden Kaminofen kannst verkaufen.
Gibt viel freien Platz und wesentlich weniger Gerüche, Staub und Schmutz im Haus - der Schornsteinfeger braucht auch nicht mehr kommen.

Mit günstigem Ökostromtarif und dem Solarstrom vom Dach ist dann ein Gesamtsystem mit sehr guter CO2-Bilanz und ohne Feinstaubproblem gegeben! 😉

Verfasser:
mdonau
Zeit: 24.09.2019 07:53:53
0
2829626
wie hoch war der Verbrauch bisher?

Verfasser:
kopma
Zeit: 24.09.2019 10:04:55
0
2829679
der Verbrauch lag bei reinem Heizkörper betrieb, ohne neuen Fenstern, ohne teilsanierte Fassade bei ca 3000 Litern.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 24.09.2019 19:06:17
0
2829910
Damit dürften es (Annahme Jahresnutzungsgrad 80% und 2100 Vollaststunden/a) theoretisch vor der Erneuerung der Fenster real schon nicht mal 12 kW gewesen sein!

Verfasser:
mdonau
Zeit: 24.09.2019 20:13:18
0
2829931
Da würde ich in jedem Fall eine Wärmepumpe
und PV als Alternative prüfen.

Welche Dachflächen gibt es?

Pufferspeicher, friwa und den Holzofen kann man
Trotzdem machen, ist aber schon mal das Heizöl
los und kann mit Holz zuheizen, wenn der PV-Strom knapp ist.
Meine Thermie würde ich jedenfalls nicht noch
einmal bauen...

Verfasser:
la boca
Zeit: 24.09.2019 20:53:54
0
2829949
Da kommt einer um die Ecke und stellt ein Mega Konzept vor. Und was macht ihr? Empfehlt ihm,(fast) alles über den Haufen zu werfen. Und was soll ICH dazu sagen?

RECHT HABT IHR (mit 5 Ausrufezeichen)

Allein die Berechnung der Heizlast entbehrt sich jeder modernen Logik. 65/44. Soll da ne Schwerkraftheizung rein?!? Und das bei 23kw. Unglaublich.
Ich will Deine Mühe nicht schlecht reden. Das hast Du wirklich toll gemacht. Aber modern ist anders.

la boca

Verfasser:
ewende
Zeit: 24.09.2019 21:04:44
1
2829955
Hallo kopma,
vorab gesagt find ich´s gut was Du vorhast. Mich würde noch interessieren ob Du selbst Hand anlegen kannst da erfahrungsgemäß nur wenige HB solche Eigenkreationen gerne machen und eine Garantie auf Funktion wird er Dir auch nicht geben. Das sollte Dir klar sein.
Bei deinem Hydraulikplan sind mir so ein paar Dinge aufgefallen die Du evtl. nochmal prüfen kannst
- da Du Deine Puffer seriell verschaltet hast, muss der 2te kein Schichtenspeicher sein. Wenn die nebeneinander stehen würde ich lieber parallel verrohren, das macht´s einfacher. Dann kannst Du auch 2 günstige Dosen nehmen die nur Prallbleche an den Eingängen haben. Die schichten bei geringen Flüssen und richtiger Einspeisehöhe ganz allein. Zwischen die Puffer dann Kugelhähne an die Verbindungen um im Winter nur 1 Puffer zu nutzen.
- Dein VL von Solar ist am 2ten Puffer an der kältesten Stelle dran. Damit nimmst Du Dir die Möglichkeit Vorrang Puffer oben zu machen.
- an Deiner Friwa fehlt ein Thermomischventil das die VL Temp auf ca. 55°C begrenzt um Kalk in der Friwa zu minimieren
- würde überlegen den Solarteil mit normalem Heizungswasser zu betreiben. Bei Stagnation geht der Frostschutz i.d.R. kaputt. Außerdem sparst Du WT, Pumpe, MAG und den Frostschutz. Dafür bei Frost ab und zu die Pumpe an das oben nichts einfriert. Du hast mit Heizwasser besseren Wirkungsgrad und das bischen Energie um das einfrieren zu verhindern steht in keinem Verhältnis zur Einsparung von Teilen und Wartung.
- sehe keine Rückschlagventile. Ein paar müssen sein um Fehlströmung zu vermeiden z.B. zwischen Pumpe und Kessel, VL Friwa...
- sehe auch keine Schwerkraftbremsen oder Thermosiphons, Entlüfter, Luftabscheider, Sicherheitsventil, Befüllbaugruppe usw..

Sieht nach einem größeren Projekt aus und wenn Du es nicht selbst machen kannst sollte der Plan mehr Details haben.
Wie möchtest Du das alles regeln - UVR1611?

Viele Grüsse

Verfasser:
kopma
Zeit: 06.10.2019 17:32:59
0
2835744
Vorab vielen Dank für die ausführlichen und hilfreichen Ratschläge womit ihr mir die Augen öffnen konntet. Ich hatte jetzt paar Tage Urlaub wo ich mir auch noch mal Gedanken machen konnte. Den gemeinsamen Heizungsstrang für die Fussbodenheizung möchte ich ungern splitten und eine Wärmepumpe mit Erd oder Solewärme ist auch ausgeschlossen. Zudem wird der Einbau in Eigenregie gemacht.
Den Kamin möchten wir auch gerne behalten da wir gute Mengen Holz bevorratet haben und der Kamin allgemein in der kälteren Jahreszeit auch gerne genutzt wird. Den Öler würde ich vorerst als Heizung für die Spitzenzeit einsetzen und für die Warmwasseraufbereitung da auch noch einiges im Öltank ist.
Ich würde gerne die Solarthermie gegen eine Luft/Wasser WP (Geisha) bivalent ersetzen und auf PV in Zukunft einsteigen. Ich habe jetzt einen neuen "Plan" entworfen. Könntet Ihr evtl. diesen noch mal unter die Lupe nehmen und eure Meinung dazu äußern? Danke ;-)

Folgende Fragen hätte ich noch:
- Wäre es in diesem Konzept sinnvoll die WP auch für die Warmwasseraufbereitung einzusetzen?
- Wäre ein Mikroblasenentlüfter + Schlammabscheider sinnvoll? Falls ja wo platziert?
- Ist ein MAG im Kreislauf der WP notwendig? Hab noch ein 35 Liter MAG im Keller stehen. Die FBH enthält insgesamt ca. 210 Liter.
- Wie groß müss der andere MAG sein?
- Welche Steuerung könnt ihr empfehlen? Ursprünglich wollte ich mit meinem alten komplezeren Plan eine UVR verwenden jedoch würde ich mir gerne die Einarbeitungszeit sparen wenn es was einfacheres gäbe.

VIelen Dank

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Verfasser:
passra
Zeit: 06.10.2019 17:46:13
0
2835748
Wenn Heizungssteuerungm dann UVR, mit was anderem wirst du nicht froh. Da gibt es, neben anderen Vorteilen, in der Software halt schon diverse vorgefertigte Funktionsblöcke (Heozkurbve, Mischersteuerung, Differenzregelung etc.), die auf das Thema Heizen abgestimmt sind.

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