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Altbau - welcher der nächste Schritt ?
Verfasser:
Konstanze77
Zeit: 22.09.2019 11:18:56
0
2828881
Hallo zusammen,

der friday for future Hype macht mir seit geraumer Zeit schon Ängste.
Da wir sehr viel Gas (Jahresverbrauch 28.000) und Sprit verbrauchen (500 km Woche),
sehe ich hier das Risiko, dass uns politische Maßnahmen sehr hart treffen können.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten vorzusorgen, aber wir wissen nicht, welche die sinnvollste ist.

Zuerst einmal die Ausgangslage:

Wir haben ein kleines voll unterkellertes Haus aus den 60ern mit ca. 100 m²
und einem neuen 30 m² Anbau (Porenbeton und Flachdach).
Die Heizungsanlage ist von 2002 (Nennleistung 23,6 kW) und wir haben Warmwasser zentral (2017).
Heizkörper, Elektro, Fenster (2fach) haben wir erneuert.
Das Dach ist unsaniert, aber in gutem Zustand. Die Fassade ist ebenso unsaniert.

Der Gasbedarf ist bei ca. 28.000 und im Sommer wird es im Dach (komplett mit Schrägen) sehr warm (das ist natürlich relativ, also wir hatten es noch nie über 34° aber wenn es unten 27° sind ist es immer brutal hoch zugehen). Ebenso merkt man den Übergang in den Winter, wenn es oben viel schneller kalt wird.

1. Sollten wir zuerst an eine neue Heizungsanlage denken? Sowohl der Installateur als der Schornsteinfeger sagen, dass die Heizung 1a läuft.

Wir haben ein Angebot für eine Aufsparrendämmung (WLG 023) inkl. Eindeckung, 1 Veluxfenster
für 22.000 Eur (brutto).

2. Hier würde uns interessieren, was wohl eine Gaube grob mehr-kostet?

3. Auch würde uns interessieren, was es wohl kosten könnte, die ganze 1. Etage hochzumauern und mit einem Flachdach zu versehen?

4. Wir sind an Solar interessiert. Sowohl Photovoltaik als auch Solarthermie. Aber das macht alles erst mit einem erneuerten Dach Sinn oder?

5. Thema Fassade. Man liest darüber positives aber auch negatives, deswegen würden wir uns gerne nur auf das Thema Dach konzentrieren.

Ihr seht, wir haben viele Fragen und Ideen. Und wir wissen nicht, wer uns umfangreich Hilfe oder Tipps geben kann, da jeder Handwerker zuerst an sein Gewerk denkt.

Vielleicht kann hier jemand was dazu sagen?

Danke :-)

Verfasser:
Peter_Kle
Zeit: 22.09.2019 11:49:15
0
2828898
Zu 2

Gaube tutti kompletti 10k. deshalb gab es hier nur 2 welchsel ( abfangen des Dachbalkens) und 1,40 breite VELUX Fenster

Zu 4

Genau so...letztes Jahr Dach dieses Jahr PV

Beachte ggf wird nächstest Jahr PV gedeckelt....

Verfasser:
SG03
Zeit: 22.09.2019 11:51:46
1
2828902
Aufsparrendämmung wäre Punkt 1.

Punkt 2: Eine Gaube gibt wieder mehr Wärme nach außen ab.

Punkt 3: Fangt schon mal an zu sparen.

Punkt 4: Eher Photovoltaik, dann Solarthermie.

Punkt 5: Fassadendämmung ist sinnvoll, aber die Armortisationszeit kann schon seeehr lang sein.


Heizungsanlage umfasst ja Heizflächen (FBH oder HK) und Heizgerät. Das erst zum Schluß.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 22.09.2019 11:59:21
3
2828908
Die Heizungsanlage ist von 2002 (Nennleistung 23,6 kW) und wir haben Warmwasser zentral (2017).

Bestimmt läuft die "1A", weil sie alt aber robust ist. Dennoch ist sie (bzw WAR sie bereits 2002) technisch komplett veraltet! Bereits siet 1990 ist BRENNWERT-Technik der Stand der Dinge!
Der Schornsteinfeger freut sich an der alten Heizung weil er damit jedes Jahr so um die 60 EU macht, mit einer Brennwertanlage sind das grad mal so um die 25-35 EU.
Die Heizungsfirma freut sich auch über die relativ einfache Wartung.
DESHALB sind DIE beiden mit DER Heizung auch so "zufrieden". DU ja auch, sie läuft problemlos und macht warm, funktioniert also tadellos...
Die anderen beiden juckt Dein horrend hoher Verbrauch auch nicht, DICH aber wohl sehrwohl. 28 000 kWh für grad mal 100m² ist der absolute Wahnsinn! Das sind 280kWh/m², der Gesamt-Durschschnitt liegt so grob zwischen 150 und 200kWh/m².

Hier spielt halt alles zusammen: Heizung technisch veraltet, Haus wärmetechnisch veraltet. Das Dach ist mit das Wichtigste, danach die Außenwände, die haben den größten Flächenanteil. DANN die neue Heizung auf den neuen Wärmebedarf dimensionieren.

Verfasser:
Texlahoma
Zeit: 22.09.2019 12:01:59
2
2828911
...und dann einen anderen Arbeitsplatz näher am Haus suchen oder von vornherein ein anderes Haus näher am Arbeitsplatz.

Alternative dazu wären mehrere Home-Office-Tage pro Woche, sofern grundsätzlich möglich.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 22.09.2019 15:27:19
1
2828988
Zitat von Konstanze77 Beitrag anzeigen
... der friday for future Hype macht mir seit geraumer Zeit schon Ängste.
Da wir sehr viel Gas (Jahresverbrauch 28.000) und Sprit verbrauchen (500 km Woche),
sehe ich hier das Risiko, dass uns politische Maßnahmen sehr hart treffen können ...
Lass das "Mimimi" ... ist Klagen auf hohem Niveau!

Das was von der Politik gefordert wird ist ein Witz!

Würde aber persönlich die vorhandene Wärmesenke so optimal wie möglich herrichten, dass im Idealfall die effiziente Betriebsweise einer Wärmepumpe zu gewährleisten ist, denn diese Art der Erzeugung von thermischer Energie ist, wenn die WP nachweislich mit "Grünstrom" und elektrischer Energie von der eigenen Photovoltaikanlage betrieben wird, absolut CO2-frei! 😉

Einfach die thermische Gebäudehülle mit sinnvollen Maßnahmen so bearbeiten, um die danach so luftdicht und gut gedämmt dastehen zu lassen, dass entsprechende Minimierung des Wärmeenergiebedarfs realisiert ist und zudem die hausinternen wasserführenden Wärmeaustauschflächen mit relativ geringen Heizwassertemperaturen gefahren werden können.

Verfasser:
sukram
Zeit: 22.09.2019 21:31:26
2
2829128
Vor 2021 machste erstmal garnix

Zitat:
i. Steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen ( 6)

Zentrale Maßnahme ist die Einführung einer attraktiven, einfachen und
technologieoffenen steuerlichen Förderung energetischer
Gebäudesanierungsmaßnahmen. Die steuerliche Förderung selbstgenutzten
Eigentums soll ab 2020 in Ergänzung zur existierenden Förderkulisse als weitere
Säule der Förderung eingeführt werden. Durch einen Abzug von der Steuerschuld
wird gewährleistet, dass Gebäudebesitzer aller Einkommensklassen gleichermaßen
von der Maßnahme profitieren.
Gefördert werden alternativ zur Inanspruchnahme sonstiger Förderprogramme auch
Einzelmaßnahmen, die auch von der KfW als förderwürdig eingestuft sind. Hierzu
zählen Einzelmaßnahmen wie insb. der Heizungstausch, aber auch der Einbau neuer
Fenster oder die Dämmung von Dächern und Außenwänden.
Wer z. B. alte Fenster durch moderne Wärmeschutzfenster ersetzt, kann seine
Steuerschuld – verteilt über 3 Jahre – um 20% der Kosten mindern.
Wer weiterhin die bisherige Förderung nutzen möchte (С02-
Gebäudesanierungsprogramm, Marktanreizprogramm - neu BEG), bekommt dort
zukünftig ebenfalls eine um 10% erhöhte Förderung für Einzelmaßnahmen.

ii. Bundesförderung für effiziente Gebäude ( 7)
Mit der neu konzipierten Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden die
bestehenden investiven Förderprogramme im Gebäudebereich zu einem einzigen,
umfassenden und modernisierten Förderangebot gebündelt und inhaltlich optimiert.
Damit werden die Adressatenfreundlichkeit und Attraktivität der Förderung deutlich
gesteigert, diese noch stärker auf ambitioniertere Maßnahmen gelenkt und die
Antragsverfahren deutlich vereinfacht. Es wird nur noch ein Antrag für
Effizienzmaßnahmen und Erneuerbare Energien genügen. Die Mittelausstattung des
Programms wird erhöht. Für umfassende Sanierungen werden die bisherigen
Fördersätze für das Erreichen der unterschiedlichen Effizienzhausstufen im Bereich
Wohngebäude um 10%-Punkte erhöht. Die Gebäudeeffizienstrategie der
Bundesregierung wird bei der nächsten Überarbeitung noch konsequenter auf das
Ziel der CO2-Reduktion (klimaneutraler Gebäudebestand im Jahr 2050) ausgerichtet.
Im Rahmen der KfW-Förderung werden wir dafür sorgen, dass die Investitionen
weiterer Adressaten durch Zuschüsse gefördert werden können (z. B. steuerbefreite
Wohnungsgenossenschaften; Wohnungsunternehmen mit hohen Verlustvorträgen;
Personen ohne oder mit nur geringer veranlagter Steuerschuld wie z. B. Rentner;
Vermieter; Eigentümer eigenbetrieblich genutzter Gebäude).

...

iv. Erneuerung von Heizanlagen ( 9)
Um die Austauschrate von Ölheizungen zu erhöhen, wird eine „Austauschprämie“
mit einem Förderanteil von 40% für ein neues, effizienteres Heizsystem in die BEG
integriert werden.

Ziel des neuen Förderkonzepts ist es, für alle derzeit mit Heizöl und andere
ausschließlich auf Basis fossiler Brennstoffe betriebenen Heizungen
einen attraktiven
Anreiz zur Umstellung auf erneuerbare Wärme, oder, wo dies nicht möglich ist, auf
effiziente hybride Gasheizungen, die anteilig EE einbinden, zu geben. Es lohnt sich
damit, in den kommenden Jahren bspw. von alten Öl- und Gasheizungen auf
klimafreundlichere Anlagen oder direkt auf erneuerbare Wärme umzusteigen. Die
Bundesregierung wird zudem eine gesetzliche Regelung vorlegen, wonach in
Gebäuden, in denen eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist, der
Einbau von Ölheizungen ab 2026 nicht mehr gestattet ist. Im Neubau und Bestand
sind Hybridlösungen auch künftig möglich. Damit sich mehr Haushalte die
Modernisierung der Heizungsanlage leisten können, wird zudem in der
Gebäudeförderung ein Fördertatbestand integriert, der über einen längeren
Amortisationszeitraum eine kontinuierlich geringe Kostenrate vorsieht; z.B. durch
Unterstützung von Contractingangeboten/Leasing.
...
...


außer vorplanen; und 0,25 ct/KWh aufs Erdgas oder 3 auf den Liter Diesel 2021 bringen auch noch keinen um.

Verfasser:
passra
Zeit: 22.09.2019 22:11:09
0
2829146
Momentan ist hier wirklich abwarten und erst mal vorplanen die Devise.

Zu 4. Heutzutage NUR PV, ST rentiert sich nicht, wenn noch gar nichts vorhanden ist(Puffer mit Wärmetauscher etc.)
Zu 5. Ohne vernünftige Außenisolierung wird das aber nichts, auch diese ist ein wichtiger Baustein, um den Energiebedarf zu drücken; gleichbedeutend mit dem Dach. Wenn das vernünftig geplant ist, gibt es auch nichts negatives zu befürchten, da ist sehr viel Bla-Bla dabei.

Verfasser:
Waldm4nn
Zeit: 27.09.2019 10:15:33
0
2830972
Hallo Konstanze77,

ich würde mich da jetzt erstmal nicht verrückt machen lassen. Das muss man mehr als genau durchrechnen.

Du schreibst bei

1.: 22.000 €
2&3.: hat jetzt mit Umwelt erstmal wenig zu tun
4.: Solar / Photovoltaik: je nach Größe ~10.000 € aufwärts
5. Fassade: Nochmal 20.000 € aufwärts, eher mehr

Da kommen Beträge weit oberhalb der 50.000 € zusammen.

Selbst wenn die Preise in Zukunft steigen, dass wird sich vermutlich, wenn überhaupt frühestens in der späten Rentenzeit amortisieren. Es gilt zu klären welche der Maßnahmen überhaupt Sinn machen und wo man in seinem Menschenleben noch was davon hat. Ansonsten öffnen alle schön ihre Geldbörse - bei jedem wird es mehr nur selbst hat man weniger.

Eine Solaranlage rechnet sich noch am ehesten (10-15 Jahre), eine Fassadendämmung aufgrund der Energieersparnisse dauert deutlich länger.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 29.09.2019 08:19:58
2
2831719
PV macht in der regel Gewinn, besonders wenn man sie zusammen mit der Dachsanierung durchführt (Halterungen gleich mit den Ziegeln einbauen, Verkabelung ins offene Dach einbauen, Gerüst nicht zweimal stellen etc. ) . Gaube bringt auch Wohnraumgewinn, wenns eng ist kann die Investition durchaus lohnen.
Bei der Dachsanierung gleich die Überständer mit vergössern, damit dann die Fassadensanierung gut passt - und bei der Fassade sich nicht von den Ziegelfüsikern verrückt machen lassen.

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verdammt schrieb: Hallo cirion, Hallo Rastelli, ich bin echt so froh das ihr euch Zeit nehmt und mich unterstützt mit meiner Anlage. Hier unter diesem Link habe ich alles abgelegt und wenn weiter was benötigt wird...
mtx0815 schrieb: Moin ! Die im Gerät verbaute Pumpe ist ungeregelt. Der Kabelbaum ist allerdings universal und hat daher den Anschluss für die Drehzahlregelung einer UPER20-60 alternativ einer UPM20-70. ABER die Software...
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