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Sanierung Altbestand 1978 auf Erdwärme
Verfasser:
Bokihan
Zeit: 08.06.2019 21:25:17
0
2793275
Schade, aber auch ein Stück weit nachvollziehbar. So ein Graben ist halt schon aufwändig. Aber dafür hat man langfristig was und ein Haus wird sicher länger als 20 Jahre benutzt.

Nur zur Info: Du hast oben geschrieben, dass dein günstigstes Angebot für die Nibe (ich nehme an 1155PC) 14000€ war. Ich habe mittlerweile von Michael Paulsen, einem Heizungsbauer aus Brande-Hörnerkirchen, ein Angebot für die F1255 für 12000€ vorliegen, mit PC 13500€. Die 1155 sollte ja etwas günstiger sein. Allerdings ohne Zubehör (NIBE Füll- und Spülarmatur: 175€, Membran-Druckausdehnungsgefäß: 230€, Inbetriebnahme: 500€), das kommt noch hinzu. Ich weiß nicht ob das bei deinem Angebot drin wäre.

Verfasser:
Sanierer82
Zeit: 08.06.2019 22:46:51
1
2793302
Moin Bokihan,

schön, das der Herr Paulsen für dich noch Zeit gefunden hat. Mir hatte er anfang Januar schon gesagt, dass er für gesamt 2019 ausgebucht wäre. Mein Angebot beim Heizungsbauern ***(Hast Email) umfasste die 1255PC mit "Puffer" (ja ich weiß) und allem anderen, Füll- und Spülarmatur war aber nicht auf der Liste. Ich wollte noch unbedingt magnetischen Schlammabscheider und Mikroblasenabscheider.

Das MAG kostet eigentlich nichts, meins von Reflex habe ich vor zwei Jahren selber getauscht, keine Hexenkunst. Ist ein Reflex N für 32,50 Euro mit 35 Litern. Mit passendem Anschluss (Kappenventil für 7 Euro) und 10 Euro Leitung/Fittings bist du damit durch. 230 Euro dafür zu verlangen...
Wie gesagt, ich installiere jetzt alles selbst, ist ja nur Heizung und nicht Trinkwasser. Der Jazrechner sagt mir eine Jaz von 4,5 für die Heisha. Meine Heizkörper sind so fett überdimensioniert worden 1978, da reichen 40°C Vorlauf bei -12°C. Die Nibe 1155PC würde bei gleichen Werten bei 5,27 liegen. Also deutlich besser. Allerdings relativiert sich das Ganze sofort wieder wenn man die notwendigen kWh anlegt. Nach Rechnung liege ich jetzt bei unter 10.000 kWh/a. (Mein Verbrauch vor Sanierung Dach war dieses Jahr 1600 Liter Öl mit 21kW NT-Kessel). Erdwärme 10.000 kWh : 5,27 = 1.897 kWh elektrisch zu je 0,26 Euro = 493 Euro
Luftwärme 10.000 kWh : 4,5 = 2.222 kWh elektrisch zu je 0,26 = 578 Euro
Das ist eine Differenz von 84 Euro pro Jahr. Da muss bei mir der Strompreis aber extrem steigen um die Mehrkosten der Erdwärme wieder reinzuholen. Aktuell gehe ich eher von 8.000 kWh/a aus für mein Haus. 4 Personen und elektronischer Spielkram haben nach der Sanierung einen deutlichen Einfluss auf den Heizbedarf. Meine neue 15kWp PV Anlage ist da noch gar nicht eingerechnet.

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 09.06.2019 09:09:23
0
2793360
Zitat von Sanierer82 Beitrag anzeigen


Nach Rechnung liege ich jetzt bei unter 10.000 kWh/a. (Mein Verbrauch vor Sanierung Dach war dieses Jahr 1600 Liter Öl mit 21kW NT-Kessel). Erdwärme 10.000 kWh : 5,27 = 1.897 kWh elektrisch zu je 0,26 Euro = 493 Euro

Also durch die Dämmung ca. 6000kWh Öl eingespart also 600Liter.
Nicht mal 400€.
Was hat dich denn die Dachdämmung gekostet?

Verfasser:
Georg Fiebig
Zeit: 09.06.2019 10:42:47
0
2793386
Dämmung rechnet sich bei DIY innerhalb kürzester Zeit.

Bei mir hat sich ein WDVS Teil innerhalb von 3,5 jahren gerechnet, weil ich ja auch noch das Material sehr günstig einkaufen kann.

Alles was im DIY Verfahren montiert wird rechnet aich sehr sehr schnell , sogar eine STA .

Verfasser:
Benn1904
Zeit: 09.06.2019 21:42:17
0
2793551
Zitat von Georg Fiebig Beitrag anzeigen
Dämmung rechnet sich bei DIY innerhalb kürzester Zeit.

Bei mir hat sich ein WDVS Teil innerhalb von 3,5 jahren gerechnet, weil ich ja auch noch das Material sehr günstig einkaufen kann.

Alles was im DIY Verfahren montiert wird rechnet aich sehr sehr schnell , sogar[...]
Deshalb die Frage. Bei DIY kann es sich rechnen, bei nicht DIY rechnen sich solche Massnahmen seltenst.
Wenn man sie als Vorbereitung für eine WP macht, bürdet man der WP eine zusätzliche Renditelast aus, die es für die WP noch schwerer macht. (Finanzieller RoI und CO2-RoI)

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.06.2019 02:40:13
2
2793586
Benn oder Maja,

wirst Du von Gazprom. Shell, BP, etc,. gesponsert?

Die Umwelt rechnet nicht in Euro, Dollar, Rial, Yen oder was auch immer.

Und die Rechnung kann sich mit anderen Rahmenbedingungen ganz
schnell verschieben.
Sicher ist, das eine kWh, die Du nicht brauchst, niemals bezahlt werden
muss.

Und die CO2-Armortisation von Dämmmassnahmen ist so was von
gering. Kann man bei Interesse bei "ubakus" leicht überprüfen.

Grüsse

winni

Verfasser:
Sanierer82
Zeit: 11.06.2019 10:08:36
2
2793878
@benn

Das Dach ist 40 Jahre alt und es wird jetzt von 10cm alter Mineralwolle der 1978er auf 36cm Holzfaser Dämmung neuester Bauart erhöht. Das ist an dieser Stelle nötig um die Heizlast auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren. Ansonsten mieses Dach -> WP mit Flachheizkörpern teuer. Weiterhin muss das Dach in spätestens 10 Jahren gemacht werden aufgrund der Eindeckung. Als Bonus sind auch die Gauben mit Asbest verkleidet. Das sollte auch schnellstmöglich weg. PV soll dieses Jahr auch noch drauf. Kostet halt 50k insgesamt, dafür habe ich dann ein Dach mit extremen Hitzeschutz, guter vollflächiger Dämmung und genug Traglast für meine PV. Gerne vergessen wird auch den Schornstein als das zu betrachten was er ist, ein fettes Loch in der Dämmung mit Wärmeverlust. Einfach nur "Ersatz" mit Dämmminimum nach EnEv wären 30k gewesen. Sorry, aber da überlege ich bei 0,75% Zinsen einfach nicht mehr. Das hole ich mit meinen Einsparungen locker wieder raus und selbst bei genau 0, ich habe dann ein Dach das wieder 40 Jahre hält bei wesentlich besseren Raumklima.
Öl in der heutigen Zeit noch einzubauen bei CO2 und Feinstaub Debatten halte ich für ein zu großes wirtschaftliches Risiko. Mal schauen wann ein Partikelfilter vorgeschrieben wird. Technische Entwicklung sehe ich bei Ölheizungen ebenfalls nicht mehr. Es wäre eigentlich kein Problem einen modularen Brennraum zu basteln um variable Brennleistung zu ermöglichen, lohnt aber nicht mehr ein totes Pferd zu reiten. Riesige Pufferspeicher zu verbauen damit die Ölheizung mal 10 Minuten am Stück läuft...was für eine Verschwendung. Sinniger wäre es dann mich mit 5-10 Nachbarn zusammenzuschließen und wir teilen uns 1 Ölheizung.
Eine Ölheizung hat noch ein paar weitere Kosten als nur das Öl. TÜV für meinen Erdtank ist auch wieder fällig, genauso der Leckwarner. Die Verrohrung ist auch langsam problematisch und die Ölheizung hat sich auch vor einem Monat mit defektem Brenner verabschiedet. Zuluft auch nur ein Loch in der Wand. Lustig, wenn man woanders versucht alles dicht zu bekommen um den Blower-Door Test zu bestehen. Angebot für eine "Ersatz" Ölheizung mit Brennwert war mit 8.000 Euro dabei. Wenn eine Ölheizung 6 Monate im Jahr aus ist, darf man hoffen und beten, das sie im Herbst wieder anspringt, genau wie die Pumpen, auch unschön.
Wenn jemand von ROI spricht...wo sind da die Vollkosten der anderen Heizsysteme gegenüber WP?
Meine Heizung war bei Beginn: 3.000 Liter Öl, 880 kWh Strom, 200 Euro Wartung und 100 Euro Schorni pro Jahr. Plus Tüv-Prüfung alle 5 Jahre des Erdtanks für knapp 500 Euro. Das war ein harter Weg um die 2.000 Liter Marke zu unterschreiten und auch nur möglich mit der BWWP. Jetzt geht der Schritt halt weiter um komplett weg vom Fossilen zu kommen. Hier taugt deine pauschale Rechnung mit dem Ölpreis halt gar nicht mehr. Ich tausche aktuell fast 1.800 Euro Heizkosten pro Jahr gegen maximal 600 Euro. Eigenverbrauch noch nicht eingerechnet.
Sollte mir dann in 2 Jahren die Heisha kaputtgehen gibt es wieder Förderung der Bafa mit 1.500 Euro. Thema hat sich damit einfach erledigt. Andere können gerne bis zum letzten Tropfen an Öl und Gas festhalten, ich nehm lieber, ganz konservativ, die Energien, die die Menschheit Jahrtausende genutzt hat, Wind, Sonne und Wasser.

Verfasser:
Sanierer82
Zeit: 23.09.2019 15:35:43
1
2829396
so liebe Foristen,

kurzes Update meinerseits.

DAS war eine Odyssee!

Wärmepumpe bestellt in Augsburg und sie war vom 06.09. bis 18.09. in den Fängen der Spedition DB Schenker.
Langsam fing die Ehefrau an zu frieren...

Beim ersten Zustellversuch mit Terminvereinbarung (der 13.09.!) habe ich angeblich die Annahme verweigert. Dafür nimmt man sich doch gerne einen Tag frei...
Wochenende wurde deutlich kühler so ohne Heizung und Ofen...

Dienstag den 17.09. waren sie angeblich bei mir und haben niemanden angetroffen, Handynummer haben sie praktischerweise auch verlegt...

Gut, das am Nachmittag die Spedition anrief um mit mir "die erste Zustellung" zu vereinbaren. Wir einigten uns auf den Mittwoch (18.9.)
Am Mittwoch, ich nahm mir wieder frei, rief mich die Spedition an, um kurz nach 14 Uhr, sie hätten "schon wieder" meine Ware in der Halle vergessen!
Thermometer im Wohnzimmer fällt grade unter 18°C...

Sie würden aber eine andere Spedition beauftragen die meine Ware dann aus ihrer Halle zu mir liefert.
Gesagt getan, um 16:10 Uhr stand plötzlich ein Sprinter im Hof, meine Wärmepumpe hinten drauf.
Der Fahrer, ein fast 60jähriger, und ich schauen auf das Paket.
Ich frage: Mit Stapler reingeladen?
Fahrer: "Yo"
Ich: "das wird spaßig"
Fahrer "Yo"
Keine Hilfen, keine Seile nichts an Bord, zu zwei das Ding runtergestemmt ohne es zu beschädigen (Wunder).

Alles an Ort und Stelle gestellt, ausgepackt und schon fehlte sogar ein Bauteil von der Filtergruppe...
Grummelnd ins kalte Haus gegangen um die Verrohrung anzupassen.

Donnerstag nach der Arbeit noch ein paar Stunden gebastelt und um 23 Uhr war es dann soweit, es wurde warm, endlich!

Das war auch dringend nötig, der Dachdecker hatte mir nämlich am Donnerstag sämtliche Dachdämmung rausgerupft, da ist jetzt nur eine Rigipsplatte nach außen hin.

Super Teil die Heisha. Kleiner Hinweis der eher ein verdammt großer sein müsste: Die neue Panasonic braucht laut Anleitung an beiden Anschlüssen nur jeweile 3x1,5mm² mit einer 16A Absicherung. Nichts mit 4mm².

Frau ist aktuell wieder glücklich und so ohne Dachdämmung muss ich erst einmal eine deutlich höhere Heizkurve fahren, ca. 30°C bei 15°C AT, ist aber auf 40°C bei -10 begrenzt.

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