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Planung EFH - RGK - WP - KWL - Kühlung
Verfasser:
dreitakter
Zeit: 07.10.2019 08:57:00
0
2836046
Guten Morgen zusammen,

ich lese schon seit ein paar Monaten hier im Forum fleißig mit und bin mit der Hausplanung jetzt an dem Punkt angekommen wo ich eure Hilfe benötige :)

Eckdaten:
- Grundstück 1700m² in PLZ 97705 (Unterfranken)
- Fertighaus mit Keller (KFW55)
- Garage
- Wohnfläche 242m² (EG 83m², OG 76m², Keller 83m²)
- Beheizte Fläche ca. 200m² (Keller nur teilweise)
- Fußbodenheizung
- Ringgrabenkollektor
- Sole-Wasser Wärmepumpe
- Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (Zentral)
- Baubeginn ca. Frühjahr 2020
- Haus aufstellen ca. Juli 2020

Ich möchte das Haus so effizient wie möglich Heizen und Kühlen (keine Klimaanlage) und habe hier keinerlei Praxiserfahrung.

Deshalb benötige ich bei folgenden Punkten eure Hilfe:
1. Planung RGK
Ich habe mal angefangen das Projekt im Trenchplaner zu zeichnen -> Trenchplaner - Entwurf
Das Grundstück mit Haus + Garage und Terasse ist bereits korrekt eingezeichnet. Leider habe ich wenig Ahnung wie ich den Graben planen soll. Das Grundstück ist so groß das einmal außen rum wahrscheinlich ein bisschen übertrieben ist. Hier wäre ich für Vorschläge wirklich dankbar. Auch beim Anschluss des Kollektors an den Technikraum bin ich mir unsicher.
- Heizlast ist noch nicht berechnet (ich schätze ca. 5000W)
- Anschlussplan für Strom, Wasser, Abwasser, Telekom liegt noch nicht vor (besorge ich noch und trage es in der Zeichnung nach)
- Der RGK soll für die WP und für die KWL ausgelegt werden (siehe unten)
- Der örtliche Tiefbauer übernimmt bereits den Kelleraushub und den Keller Rohbau. Hier würde ich wenn der Grabenplan steht mal anfragen was das kostet, weil er ja eh schon da ist
- Die Rohre im Graben würde ich denke ich selbst verlegen

2. Auswahl WP
Die Fertighausfirma ist mir hierbei keine große Hilfe, da diese nur Luft-WPs anbieten. Der örtliche Heizi hat von einem RGK noch nie was gehört und kann mich deshalb auch nicht wirklich beraten. Er hat gemeint er verbaut vorwiegen Weisshaupt WPs.
Ich kenne mich auch nicht aus auf was es bei der WP genau ankommt (COP ist ja nicht alles). Parallel schaue ich mich nach einem Heizi um der sowas schon gemacht hat.
Folgende Anforderungen würde ich mal an die WP stellen, vielleicht könnt ihr mir dann was Empfehlen:
- Heizen, Warmwasser und Kühlen
- Warmwasserspeicher am besten integriert
- Kein Pufferspeicher
- ERR benötige ich nicht (ich würde mich um den Antrag zur Befreiung kümmern)
- Selbst an der WP Einstellungen vorzunehmen wäre für mich ok (scheint ja ein etwas längerer Prozess zu sein, bis das ganze Haus "ordentlich" funktioniert)
- Die Kühlung sollte sich automatisch zuschalten (unter welchen Bedingungen weiß ich noch nicht. evtl. Aussentemperatur = x°?)
- Ist ein Taupunktsensor notwendig? Kann/Muss dieser in die WP-Steuerung eingebunden werden?
- Wenn die Kühlung aktiv ist, hätte ich gerne trotzdem warmes Wasser. Geht das überhaupt?

3. Auswahl KWL
Auch hier gibt es wieder sehr viele verschiedene Modelle und ich wäre hier in der Auswahl relativ offen.
Anforderungen:
- Zentrale Be- /Entlüftung
- Wärmerückgewinnung >90%
- Zuverlässige Anlage mit leisem Betriebsgeräusch (wird im Keller aufgestellt)
- Die Steuerung sollte wenn möglich mit der WP zusammenarbeiten
- Da der RGK ja schon liegt, finde ich als Laie es sinnvoll diesen ebenfalls an die KWL anzuschließen um im Winter die Luft vorzuwärmen und im Sommer diese "runterzukühlen". Ist das sinnvoll? Habe ich hier einen Denkfehler? Kann man die WP und die KWL an den gleichen Sole-Kreislauf anschließen?

So, das waren jetzt erstmal genug Daten.
Ich freue mich auf eure Rückfragen und Antworten :)

Gruß
Pascal

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.10.2019 09:59:02
0
2836070
Hi,

1. Zu Heizlast/Dämmstandard
Deine Heizlast würde ich bei dem Dämmstandard und der Größe eher auf 6,2kW inklusive WW schätzen. Das ändert aber nix an der Auswahl der in Frage kommenden Sole-WPs (siehe 2.). Nichtdestotrotz solltest du über Möglichkeiten zum Nachbessern des Dämmstandards nachdenken. Da fallen mir ein
- du solltest unbedingt die Dämmung der Bodenplatte verbessern. Gegebenenfalls den Estrich im Keller einfach mit alukaschiertem PUR ausführen
- Kellerwände sollten auch unbedingt bestens gedämmt werden. Die nächsten 30-40 Jahre wird man diese nicht ausgraben. Da du den nicht beheizten Kelleranteil indirekt mitheizt, ist deine beheizte Fläche eigentlich 242m^2. Es seid denn du trennst den nicht beheizten Teil thermisch. Das wäre aber in mehrfacher Hinsicht unsinnig. Persönlich würde ich auch im nichtbeheizten Teil ein paar Heizkreise mit größeren Verlegeabstand hinlegen.
- Dach/Obere Geschossdecke kann/soll man leicht in Eigenleistung nachdämmen.

2. Zu WP
Die WP sollte modulierend sein und maximal eine Heizleistung von ca. 8kW haben. Da denke ich an die hier beliebte Nibe F1155 oder F1255 bzw. deren Nachfolger S1155 bzw. S1255. Die 1255 hat einen integrierten WW-Speicher, der im Normalfall für eine 4-köpfige Familie reichen sollte. Außerdem finde ich die WPs von IDM sogar besser als die von Nibe. Da gibt es entweder die iPump T oder die Terra SW. Am besten du informierst dich da ausführlicher.
Andererseits hat die Nibe den Vorteil, dass man diese im Ausland günstiger beziehen kann, wobei die Vetsion mit passiver Kühlung da deutlich schwieriger zu bekommen ist. Wenn dein Heizi das mitmacht und der Import für dich in Frage kommt, findest du ausreichend Infos und Bezugsquellen unter
https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/180594/Nibe-Direktimport-aus-Schweden

3. Zu KWL
Hier wird die Zehnder Q350 bzw. Q450 genommen/empfohlen. Allerdings arbeitet die nicht mit WP zusammen (was soll das bringen?).
Wenn du das willst, musst du die WP und KWL vom gleichen Hersteller nehmen. Anschluss des RGK an die KWL ist zwar möglich, allerdings würde ich dir empfehlen erstmal den Kosten/Nutzen so eines Soleerdwärmetauschers anzugucken. Ich habe so einen und das wird definitiv seine Kosten nie reinholen. Stattdessen würde ich das Geld an deiner Stelle in einen Enthalpiewärmetauscher und PV stecken .

3. Zu Kühlung
Kühlen mit WP und FBH funktioniert, ist jedoch nur bedingt effizient. Um den Kühleffekt zu verbessern solltest du unbedingt/zwingend in Dachschrägen Wandheitung verbauen. Das bringt dann wirklich was. Leider ist eine BKA bei einem Fertighaus nicht möglich.

Grüße Nika

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 07.10.2019 10:13:08
0
2836078
Danke für die Antwort.

Zu 1:
Der Keller wird mit 120er Dämmung gedämmt, ebenfalls die Kellerdecke
Das Haus hat ein Pult-Dach mit 7° Neigung, das ebenfalls gedämmt wird. Eine Dachschräge gibt es somit nicht ;)

Zu 2:
Danke für die Empfehlungen, da kann ich mich jetzt mal konkret über diese Modelle Informieren.
Das mit dem Auslandsimport kannte ich noch nicht. Da muss ich meinen Heizi erstmal fragen ob er das mitmacht.
Ich will außerdem die BAFA-Förderung mitnehmen. Gibt es da Probleme wenn ich die WP selbst importiere?

Zu 3:
Danke für die Empfehlungen, da kann ich mich jetzt mal konkret über diese Modelle Informieren.
Das mit dem Zusammenschalten der WP hatte ich nur geschrieben weil ich noch davon ausgehe das die KWL an den gleichen Sole-Kreislauf angeschlossen wird. Dann dachte ich das die WP und die KWL beide gleichzeitig von Wärmen auf Kühlen umschalten müssen? Aber wie gesagt ich habe hier zu wenig Ahnung. Das Zusammenspiel zwischen WP und KWL ist mir noch nicht so ganz klar.

Zu 3:
Was ist ein BKA?

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.10.2019 10:26:47
0
2836085
Zu 1
Warum dämmst du die Kellerdecke, wenn es eh teilweise beheizt wird?
120mm ist erstens nicht wirklich viel und zweitens sagt es nur wenig über die Qualität aus. Da sollte man den U-Wert angucken.
Statt die Kellerdecke zu dämmen und ein Teil des Kellers aufwändig thermisch zu trennen und zu dämmen, wäre es sinnvoller sich die Kosten zu sparen und das Geld in eine bessere Außendämmung des Kellers zu investieren.

Zu 2.
Bei 7°DN einfach alles voll mit PV machen. Da spielt die Ausrichtung (fast) keine Rolle.
Und wenn es geht solltest du zumindest im DG (vor allem wegen Kühlung) unbedingt eine Deckenheizung machen. Das treibt auch die Effizienz der WP beim Heizen nach oben.
BAFA-Förderung gibt es auch bei Import. Einfach den verlinkten Thread lesen. Dort steht alles relevante drin. Am besten am Ende anfangen.

Zu 3.
Hier gibt es paar Threads, die erklären, wie man RGK bei KWL einbindet. Musst du suchen. Ansonsten, wie gesagt, ist ein SEWT nicht wirtschaftlich. Damit kannst du weder Kühlen noch sinnvoll Geld beim Vorwärmen der Zuluft sparen.

Zu 4 (man muss nicht unbedingt die falsche Nummerierung übernehmen;-)
BKA ist Betonkernaktivierung. Im Fertighaus leider eher kaum möglich.

Grüße Nika

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 07.10.2019 10:35:11
0
2836089
Zu 1
OK, mit der Kellerdämmung muss ich mich auch nochmal näher beschäftigen. Ich spreche da mal mit meinem Kellerbauer.

Zu 2.
Macht man dann eine Deckenheizung und eine Fußbodenheizung im OG? Oder nur eins von beiden?

Das Pultdach hat sogar eine Süd-Ausrichtung.
100m² voll mit PV machen klingt zwar gut, muss aber auch bezahlt werden xD
Ich weiß nicht ob sich das wirklich rechnet. Hatte eher an eine kleine 3er Anlage mit 3er Speicher gedacht...

Zu 3.
Dachte halt wenn es 1-2°C beim Kühlen bringt, wär mir das die Investition schon wert. Angeblich entfeuchtet die KWL ja auch im Sommer wenn diese an RGK angeschlossen ist. Wär halt etwas mehr Komfort. Aber wenns garnix bringt, würde ich es natürlich weg lassen.

Zu 4 ;)
Nein, das wird schwierig werden beim Fertighaus.

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.10.2019 11:06:04
0
2836109
Zu 2
FBH und DH

PV rentiert sich auch bei 100% Fremdfinanzierung mit Privatkredit und refinanziert sich zu 100% selber plus Rendite. Das heißt, die monatlichen Kosten sind dann sogar niedriger als ohne PV.

Ein Akku ist bei PV im Falle von KfW55 ein Groschengrab. Nur bei KfW40+ Förderung macht es Sinn.

Du solltest dich dringlichst zum Thema PV ausführlich informieren. Offensichtlich hast du komplett falsche Vorstellungen, was wirtschaftlich ist.

Zu 3.
Du überschätzt deutlich die Wirkung einer KWL. Diese ist aufgrund der niedrigen Volumenströme eher marginal. Für den Preis eines SEWT bekommst du schon eine gute Splitklima, die deutlich besser kühlt und entfeuchtet. Strategisch geschickt platziert ist diese in deinem Haus deutlich sinnvoller.

Grüße Nika

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 07.10.2019 11:40:47
0
2836126
Zu 2
FBH und DH -> Lass ich mir vom Heizi mal anbieten

Thema PV: Schau ich mir auch nochmal näher an

Zu 3.
Die Split-Klima kostet doch massig Strom soweit ich weiß. Außerdem wo sollte ich die in meinem Haus platzieren? Im Gang im OG bzw. im Treppenhaus im OG? Oder Schließ ich das dann an die KWL an?
Das Splitgerät müsste ich mir dann auch in der Vorgarten stellen...
Bin davon nicht so wirklich überzeugt.
Die Kühlung über FBH gefällt mir da deutlich besser.

Aber Danke für die hilfreiche Diskussion :)

Verfasser:
gnika7
Zeit: 07.10.2019 13:13:39
0
2836165
Zu 2
Das Angebot des HB zu DH wird dich sicherlich abschrecken. Deshalb solltest du erst hier im Forum mal ein paar Threads von Usern angucken, die kostengünstig eine Wand- und/oder Deckenheizung umgesetzt haben.

Zu 3
Eine Klima ist auch eine WP. Das heißt, bei gleicher Kühlleistung wird die sicherlich weniger Strom verbrauchen als deine WP und dazu auch noch entfeuchten. Dazu kommt noch, dass bei hohem Kühlbedarf üblicherweise die PV mehr als genug Strom liefert. Du merkst, alles hängt irgendwie von allem ab. Deshalb braucht man bei Hausbau ein Gesamtkonzept;-)) Und da ist die PV ein wesentlicher Bestandteil.
Wo du im Haus eine (oder mehrere bei Multisplit) Klimas strategisch sinnvoll platzieren kannst, kann man ohne Kenntnisse des Plans kaum beurteilen.

Aufgrund der leichten Bauweise eines Fertighauses ist eine Kühlung mit einer Klima deutlich sinnvoller und effektiver als mit KWL und/oder FBH.

Ach ja, Klima an KWL ist Nonsense. Ich habe doch schon erwähnt, dass die Volumenströme bei KWL für das Kühlen nicht taugen.


Grüße Nika

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 07.10.2019 13:19:02
0
2836170
Da muss ich wohl noch ein paar Hausaufgaben machen :) Aber macht ja auch Freude sich über sowas zu Informieren.

Kann noch jemand was zu meinem Entwurf des Ringgrabenkollektors im Trenchplaner sagen? Bzw. einen sinnvolleren Entwurf des Grabens einzeichnen?
Ich würde gerne ein Angebot vom Tiefbauer einholen und bräuchte eine grobe Richtung wie das am sinnvollsten bei dem Grundstück verlegt werden könnte. Bzw. wieviel Aushub anfällt und wie Breit und Tief der Graben wird.

Verfasser:
passra
Zeit: 07.10.2019 14:12:50
0
2836197
Der RGK an der KWL kann gar nicht entfeuchten, weil du, um das zu erreichen, die Luft deutlich unter 15°C abkühlen müsstest. Dann aber werden auch die Rohre kalt und du bekommst Kondensat außen an den Lüftungsrohren.
Um aber eben dieses Kondensieren an Rohren und Böden zu vermeiden, wird auch der Vorlauf der Heizung bei der passiven Kühlung auf 17°C begrenzt.

Ganz davon abgesehen bringen 5K Abkühlung bei 200m3/h gerade mal 500W Kühlleistung. Damit kann man zusätzlichen Wärmeeintrag vermeiden, aber sicher kein Haus herunterkühlen.
In Kombination mit einer passiven Kühlung über FB sicher sinnvoll, aber eben nur als Ergänzung.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 07.10.2019 15:34:00
1
2836242
Hi,

mt dem Grundstück hast Du ein echtes Luxusproblem bei der Grabenplanung :-)

Vorschlag mit ähnlichem Aushub, aber besserer Soletemperatur:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=lvf75pCsUXgbiKOf5VCf

Oder falls Du oder jemand anders, Spass am Minibaggerfahren hast, der
unschlagbar einfach zu verlegende gerade Einrohrkollektor mit besten
Soletemperaturen und passiver Kühlmöglichkeit:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=g42xjHIBjlYRr7w2xYhl

Grüsse

winni

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 08.10.2019 08:17:51
0
2836507
Zitat von passra Beitrag anzeigen
Der RGK an der KWL kann gar nicht entfeuchten, weil du, um das zu erreichen, die Luft deutlich unter 15°C abkühlen müsstest. Dann aber werden auch die Rohre kalt und du bekommst Kondensat außen an den Lüftungsrohren.
Um aber eben dieses Kondensieren an Rohren und Böden zu vermeiden, wird auch[...]

500 Watt Kühlleistung sind aber schon mal besser als nichts :) Der RGK liegt ja dann eh schon.
Wenn das einer zusätzlichen Aufheizung entgegenwirkt wäre ich damit schon zufrieden.
Ich hatte eben auch gedacht das die Kombination mit der FBH Kühlung dann schon sinn macht. Ich denke ich werde das mal so planen.
Wie gesagt, die Split-Klima-Lösung sagt mir nicht wirklich zu.

Das mit dem entfeuchten ist zwar schade aber Kondensierende Rohre wollte ich vermeiden ;)

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 08.10.2019 08:30:34
0
2836516
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Hi,

mt dem Grundstück hast Du ein echtes Luxusproblem bei der Grabenplanung :-)

Vorschlag mit ähnlichem Aushub, aber besserer[...]


Das mit dem Luxusproblem ist korrekt :-) Trotzdem habe ich zu wenig Ahnung das alleine zu Planen ;)

Danke schon mal für deine Vorschläge.

Der erste Vorschlag gefällt mir gut, aber der zweite Vorschlag mit dem geraden Einrohrkollektor gefällt mir noch besser!
Ich kenne wirklich jemanden mit einem Minibagger.
Der Graben müsste dann 1,8m tief und 0,4m breit sein. Und das Rohr wird einfach ohne irgendwelche Schlaufen da rein gelegt. Klingt erstmal einfach ;) Das Bodengutachten kann ich mir auch sparen, da selbst bei der schlechtesten Bodenart immer noch 7800W Grabenleistung raus kommen.
Sehe ich das richtig?

Wie viel Abstand sollten zwischen zwei gerade Verlegten Rohren sein? 2m?

Da damit doch relativ viel Grundstücksfläche eingenommen wird, würde ich noch gerne wissen wie es sich hier mit Gartenhäusern und kleineren Bauten verhält. Wie sehr fällt das ins Gewicht? Mindert das die Grabenleistung erheblich bzw. bekomme ich Probleme mit dem Gartenhaus weil der Boden arbeitet?

Würde so etwas auch gehen? -> Trenchplaner - 250m Graben
Also kann man das Rohr kürzen? Oder spricht da etwas dagegen?

Gruß
Pascal

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.10.2019 10:11:36
0
2836573
Ja, siehst Du richtig und es ist tatsächlich so, das hier mit dem gerade verlegten Rohr eigentlich alles egal wäre, ausser Du hättest einen Boden der sich nicht baggern
lässt.

Die 300 Meter sollten es mit dem 40er Rohr, wegen der Wärmetauscherfläche des
Rohrs, schon sein.
Bei 250 Metern würde ich zweimal 32er Rohr verlegen, aber dann brauchst Du
auch noch Verteiler, wird insgesamt deutlich teuerer, denke ich.

Irgendwelche teilweise Überbauungen wären egal, bei dem Leistungsüberschuss
und eine Vereisung, die Bauwerke gefährden könnten, werden bei geradem Verlauf
nicht auftreten.

Es gäbe allerdings auch die Möglichkeit einen 150 Meter Wendegraben zu baggern.
Da kommt dann das kalte Rohr auf ca.1,2 Meter Tiefe,
nach 150 Meter geht es dann mit dem warmen Rohr in 2 Meter Tiefe im selben
Graben zurück. Z.B.:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=AnEI4dQqQmrQAM3gjUWG

Gefällt mir wegen dem weit geringeren Aushub ganz gut, aber
diese Bauart kann der Trenchplaner leistungsmässig nicht abbilden.
Die angezeigte Leistung, 5600 Watt, wäre aber auch schon mehr als genug
und die reale Leistung ist einiges höher.
Wenn Du da genaueres wissen möchtest, müßte sich crink oder Frank, fdl1409,
äußern.

Grüsse

winni

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 08.10.2019 14:06:09
0
2836724
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Ja, siehst Du richtig und es ist tatsächlich so, das hier mit dem gerade verlegten Rohr eigentlich alles egal wäre, ausser Du hättest einen Boden der sich nicht baggern
lässt.

Die 300 Meter sollten es mit dem 40er Rohr, wegen der Wärmetauscherfläche des
Rohrs, schon[...]


Ok, dann wäre ich eher für die Variante mit 300 Meter 40er Rohr.
Die Variante von dir mit dem Wendegraben gefällt mir noch besser. Das sieht nach einer sehr guten und praktikablen Lösung aus :)

Danke Winni für die gute Idee! Damit wäre kaum Grundstücksfläche belegt und der Aushub wäre mit einem Minibagger machbar. Außerdem lässt sich ein gerades Rohr deutlich einfacher verlegen.
Die Hauseinführung wäre denke ich genau so wie bei anderen Gräben, oder gibt es da bei geradem Kollektor im gleichen Graben irgendwelche Spezialitäten?

Der Baggerfahrer müsste dann auf 2m runter zum ausheben und ich mit ein paar Helfern würden dann die 150m Rohr da rein legen. Beim Wendepunkt würde ich etwas größer ausheben und dann 80cm auffüllen lassen. Darauf kommen dann die restlichen 150m bis zurück zum Haus. Anschließend wird der Graben komplett verschlossen. Klingt gut machbar wenn sich 2m Tiefe bei 40cm Breite erreichen lassen. Kommt wahrscheinlich auf den Boden an. Wenn dieser zu locker ist fällt der Graben ziemlich leicht ein. Habe mit Erdaushub und Gräben keine Erfahrung.
Kann da jemand aus der Praxis eine Einschätzung abgeben?

Ich bin mit den Funktionen hier im Forum noch nicht so fit. Könntest du crink oder Frank oder fdl1409 kontaktieren, damit einer nochmal über deine Idee drüber schaut?

Über eine weitere Einschätzung bzw. Leistungsabschätzung des Grabens würde ich mich sehr freuen :)

Gruß
Pascal

Verfasser:
winni 2
Zeit: 08.10.2019 14:26:49
0
2836732
Ja, so ist das Vorgehen richtig.
Möglichst zeitnah das Rohr in den Graben bringen, damit der weniger
Zeit zum Einstürzen hat. :-)

Wäre nicht schlecht, wenn der Minibaggerfahrer mal ein paar Probegrabungen
macht, damit man die Standfestigkeit des Bodens einschätzen kann. Die
kann je nach Boden sehr unterschiedlich sein.

Ich habe crink mal eine Mail geschickt.
Ist aber nicht schwer, in der Themenübersicht oben auf das rote Feld
"Benutzerliste" klicken und dort dann den Namen in die Suche eingeben,
dann kommt der User und hinten "E-Mail" anklicken.

Grüsse

winni

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 08.10.2019 15:15:21
0
2836755
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
Ja, so ist das Vorgehen richtig.
Möglichst zeitnah das Rohr in den Graben bringen, damit der weniger
Zeit zum Einstürzen hat. :-)

Wäre nicht schlecht, wenn der Minibaggerfahrer mal ein paar Probegrabungen
macht, damit man die Standfestigkeit des Bodens einschätzen[...]


Am besten gleich dem Bagger hinterher laufen :)

Jetzt hab ich die Benutzerliste auch gefunden :)

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 09.10.2019 07:28:00
0
2836968
Zitat von winni 2 Beitrag anzeigen
...Es gäbe allerdings auch die Möglichkeit einen 150 Meter Wendegraben zu baggern.
Da kommt dann das kalte Rohr auf ca.1,2 Meter Tiefe,
nach 150 Meter geht es dann mit dem warmen Rohr in 2 Meter Tiefe im selben
Graben zurück.[...]


Das wäre doch auch mal eine sinnvolle Erweiterung für den Trenchplaner. Neben gerader, waagrechter und senkrechter Kollektor noch Wendegrabenkollektor. Wird aber wahrscheinlich sehr aufwändig einzubauen sein, da die Leitungslänge ja z.b. immer die doppelte ist und man den Abstand zwischen Hin- und Rückweg einstellen können müsste.
Die Berechnung der daraus resultierenden Heizleistung ist bestimmt auch ziemlich kompliziert, da die Hin- und Rückleitung sich denke ich gegenseitig beeinflussen. Und das umso mehr umso näher diese zusammen sind.
Spannendes Thema.
Auf die Aussage von crink bin ich sehr gespannt.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 09.10.2019 18:25:28
0
2837230
crink könnte das sicher programmieren, nur ist der leider beruflich meist
ordentlich eingespannt und es fehlt die Zeit.

Daher vermutlich auch noch keine Antwort.

Grüsse

winni

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 10.10.2019 12:06:11
0
2837411
Ja, das ganze eilt ja noch nicht.
Geht ja erst nächstes Jahr los. Ich versuche aber die Planung so gut es geht voran zu bringen.
Der örtliche Heizungsbauer kannte das mit dem Grabenkollektor noch nicht und hat sich etwas belesen. Er ist davon nicht so begeistert wie ich. Er hat aber mal Luft-WP und Sole-WP beim Hersteller seines Vertrauens (Weisshaupt) angefragt. Die übernehmen scheinbar die Berechnungen für die Auslegung der Anlage. Er baut die Sachen dann nur ein. Er hat gemeint wenn ich möchte baut er mir ein was ich ihm sage aber er würde sich das selbst nicht ins Haus einbauen...
Ich bin mir jetzt nicht mehr so sicher ob es mit dem Heizungsbauer einen Sinn hat, wenn er nicht wirklich dahinter steht.
Was meint ihr? Ist es egal was er denkt und Hauptsache er baut mir das Teil ein? Oder soll ich mich lieber nach jemand anderem umschauen?

Gruß
Pascal

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.10.2019 13:08:46
0
2837440
Ob der dahinter steht, ist eigentlich egal, wenn er Dir den RGK an die
Wärmepumpe anschließt.
Allerdings weiss ich nicht, was dabei rauskommt wenn Weisshaupt beginnt
da irgendwas zu berechnen und die haben m.W. auch keine modulierenden
Solewärmepumpen.

Grüsse

winni

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 10.10.2019 13:37:19
0
2837451
Ich habe die Zeit mal genutzt um Winnis Vorschlag mit dem Wendegraben weiter auszuarbeiten.
Da man das im Trenchplaner eigentlich nicht einzeichnen kann, habe ich um die Leistung des Grabens abschätzen zu können das kalte Rohr auf 1,2m tiefe und dann auf dem Rückweg das warme Rohr in 2m tiefe eingezeichnet. Die Rohre haben einen Abstand von 0,8m was im wesentlichen ja genauso ist als würde sie mit Abstand von 0,8m übereinander liegen (Laienhafte Annahme).
Wenn crink dazu kommt und das mit dem Wendegraben mal ausrechnet, bin ich gespannt wie weit ich daneben liege ;)
Hier der Entwurf: Entwurf mit Wendegraben
Selbst bei Boden "trockener Sand" komme ich noch auf 5950W Grabenleistung. Da kann ich mir wohl das Bodengutachten sparen :)

Die Norm-Außentemperatur entspricht jetzt auch dem Standort des Hauses. (-16°)

Außerdem habe ich die Abwasser und Frischwasserleitung nun an die richtige Stelle gezeichnet. Bekomme ich mit Abwasser und Frischwasser irgendwelche Probleme bei dem geraden Kollektor?
Wie viel Abstand sollte zwischen Kollektor und anderen Leitungen sein? Und wie kann dieser Abstand bei der Hauseinführung beibehalten werden? Normal wird doch alles in einem schmalen Graben zusammen ins Haus geführt.
Und wie nah kann ich am Haus vorbei?

Das mit dem Heizi nervt mich schon etwas. Dachte eher an eine NIBE 1255-PC-6 wie weiter oben vorgeschlagen. Scheint ja eine zuverlässige und häufig verbaute WP zu sein.

Verfasser:
winni 2
Zeit: 10.10.2019 13:52:09
0
2837455
Sie Simulation würde ich so machen:
https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/trenchplanner.html?id=1sYdCpmz1oFSrrrRcWRH

Immer noch deutlich genug Leistung mit trockenem Sand.

Du könntest Dich von dem ganzen Ver- und Entsorgungsleitungsgetümmel
frei halten, da besteht ja die Gefahr, das eine bei Verlegearbeiten das Solerohr
verletzt wird, wenn Du die Solerohre unter der Garage lang führst.

Grüsse

winni

Verfasser:
dreitakter
Zeit: 10.10.2019 14:02:22
0
2837460
Ich dachte immer man sollte die Sole-Leitungen nicht überbauen, deshalb habe ich den Weg unter der Garage immer ausgeschlossen.
Der Bereich zwischen Haustür und Garage soll gepflastert werden. Kann es da nicht zu Problemen kommen? (Vereisung, Boden heben/senken)
Oder ist das bei einem geraden Kollektor zu vernachlässigen?

Verfasser:
EricB
Zeit: 10.10.2019 14:03:44
1
2837462
Wenn dein Grundriss/Fenstergrößen Dämmung usw. alles fest steht, lass dir vom skyme hier ausm Forum eine Heizlastberechnung und FBH Auslegung anfertigen. Ist definitiv jeden cent wert und hat Hand und Fuß. Sowas macht dir quasi kein heizi. Da siehste dann auch wo du noch optimieren kannst.
Denk bei Wand/Deckenheizung dran, dass du dort dann nicht unbedingt alles an der Wand befestigen kannst später. Den Fehler haben wir in unseren Bädern gemacht. Überall Wandheizung, aber die Duschtüren hätten halt auch noch irgendwo angebracht werden müssen (ist mit den platten+alulamellen vom rman ziemlich schnell in Eigenleistung erledigt so ne Wandheizung).
Den Keller richtig von außen dämmen und nicht die Kellerdecke von innen wurde ja schon gesagt. Wir haben unter der BoPla und an den Kellerwänden 160mm. Ist jetzt nicht mega viel, aber vollkommen ausreichend und deutlich mehr als die üblichen 100mm :)
Wir haben 246m² Wohnfläche mit Keller und in allen Räumen des Hauses FBH. Räume bei nem Keller auslassen macht keinen Sinn, da die räume daneben den Raum dann eh mit heizen. Wir haben sogar im Technikraum ne FBH.
Mit ner FBH kühlen klingt cool, aber macht im Sommer sicherlich nicht mehr als kalte Füße. Bei Deckenkühlung ists sicher besser, aber sowas ist auch aufwändig zu bauen.
Denk dran, wenn du ne PV aufs Dach packst, werden die Dachziegeln drunter auch weniger heiß und du hasts kühler als ohne PV unterm Dach. Als Hinweis: mindestens Dach mit Zellulose dämmen ist hier extrem gut.

Sole EWT an die KWL -> geschickter ist hier fürn Winter wohl ein Vorheizregister. Ich habe auch Rohre um Haus in den Kellergraben legen lassen fürn SEWT, aber die sind noch nicht in Betrieb. und beim Preis von so nem Ding wird einem auch schlecht. Lieber ein Vorheizregister. Wenn du noch ne PV hast, braucht das ja auch tagsüber "keinen Strom".

PV so groß wie möglich mit einplanen. Hier gilt: Wenn man kein Geld hat, dann PV installieren! Die holt zu 100% die Ausgaben wieder rein und da du in deinem Haus alles mit Strom machst (Heizung, KWL, kochen usw.) ist sowas unabdingbar in meinen Augen. Speicher ist ohne Förderung leider momentan noch total unwirtschaftlich. Heizung einfach so einstellen, dass die tagsüber heizt und warmwasser macht. Geschirrspüler und Waschmaschine auch über Timer/Hausautomatisierung tagsüber laufen lassen usw.
Wir sind im Mai 2019 eingezogen und haben bisher einen Eigenverbrauchsdeckung von 48,5% durch die PV. (SO + NW-Dach 9,9kwP ohne Speicher). Dazu haben wir dieses Jahr bisher bereits für 1185€ ins Netz eingespeist.

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micha_el schrieb: DN 25 ist der Durchmesser des Anschlussrohrs. 60 bzw. 70 ist die "Förderhöhe" bzw der max Differenzdruck den die Pumpe aufbauen kann. 6m = 600mbar und 7m = 700mbar. Da du die 70er ja auf Stufe 3 Stellen...
Chris0510 schrieb: Danke für die Rückmeldungen bisher. Habe das Haus erst seit dem Frühjahr. Und scheinbar Themen verpasst anzusprechen bei der Übergabe. Denke mal an sich ist die Fussbodenheizung gut eingestellt...
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