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Frage zu Erweiterung Heizungsanlage
Verfasser:
clausthaler
Zeit: 10.10.2019 14:24:01
0
2837469
Guten Tag,

nachdem ich mich jetzt (etwas) in die Thematik eingelesen habe wäre ich für Hinweise, Meinungen zu unserem Vorhaben dankbar.

Am Montag und Dienstag kommen zwei Heizungsbauer aber hätte gern noch "unabhängige" Meinungen.

Wir haben Anfang des Jahres ein Haus übernommen und sanieren es gerade. Der Plan ist zuerst das EG fertig zustellen und danach das OG anzugehen. Die Heizungsanlage soll eigentlich erst im Zuge des OGs im nächsten Sommer überholt/erweitert werden, deswegen wäre das Ziel mit der aktuellen Anlage erstmal "nur" über den Winter zu kommen.

Zum Haus:

-BJ 1905
-Ziegelmauerwerk (aktuell keine weitere Dämmung, nächstes Jahr sind wegen geringem Dachüberstand 5cm Dämmputz geplant)
-neue Fenster, doppeltverglast im EG
-neue gedämmte Bodenaufbauten
-EG Fläche ca. 100m^2
-2 Räume (Südseite) mit neuen Arbonia Röhrenheizkörper (Bauhöhe 500mm, 5 Säulen, Länge 990mm)
-3 Räume (Norseite) mit FB-Heizung 16mm Rohr
-zusätzlich im Bad ein Handtuchheizkörper
-Angaben zu Verbrauchswerten vom Vorbesitzer habe ich nicht

Im Wohnzimmer ist ein wasserführender Hark Kami mit wasserseitig 6kW verbaut, der an einen 500 Liter Nau Duocell angeschlossen ist. Als Hauptwärmeerzeuger ist eine Wolf Heizwerttherme GU2EK24S für Heizung und Warmwasser im Keller verbaut, die Laut Vorbesitzer problemlos funktioniert und vom Schornsteinfeger als gut befunden wurde.

Anbei das Hydraulikschema (ohne WW) nach bestem Wissen:



Im nächsten Jahr plane ich einen größeren Puffer-/Schichtenspeicher mit Vorbereitung für Solarthermie einzubauen. Beide Erzeuger (die Gastherme würde ich nach Möglichkeit belassen) sollen dann über den Speicher laufen und eine neue Steuerung soll verbaut werden. Abnehmerseitig kommen dann nochmal Wand-/Fussbodenheizung für ca. 90m2 Grundfläche dazu.

Jetzt zu meinen Fragen :)

Um den zweiten Heizkreis für die Fussbodenheizung anzubinden, brauche ich,nach meinem Verständnis, eine hydraulische Entkoppelung. Die Hauptlast wird ja über die FBH getragen, da die Radiatoren auf der Südseite nicht immer laufen. Im Moment tendiere ich zu einer hydraulischen Weiche, einem Verteiler (zB Hydrofixx) und zwei Pumpengruppen, wie auf folgendem Schema zu sehen:



Wäre diese Erweiterung sinnvoll und ausreichend? Ich würde beide Mischergruppen geregelt auslegen, da ich die Radiatoren bewusst größer ausgelegt habe, um den Vorlauf möglichst absenken zu können.

Die Pumpengruppen würde ich gern beim Umbau bzw. der Erweiterung der Heizung nächster Jahr weiterverwenden. Welche Dimensionierung wäre dazu empfehlenswert?

Die Ausführung wird durch einen "gelernten" Heizungsbauer gemacht, der aktuell aber für die Auslegung und Planung der Anlage keine Zeit und Lust hat und anderen Heizungsbauer haben für dieses Jahr auch schon abgewinkt. Ich wäre also für Meinungen und Hinweise sehr dankbar.

Viele Grüße

Verfasser:
clausthaler
Zeit: 10.10.2019 14:46:15
0
2837474
Leider lässt sich der Beitrag nicht mehr editieren:

Hier die verlinkten Bilder:

Hydraulikschema IST

Hydraulikschema Plan Erweiterung

Verfasser:
OliverSo
Zeit: 10.10.2019 16:41:54
0
2837518
KISS

Keine Puffer im Heizkreis, so wenig hydraulische Weichen wie nötig, dafür über eine Systemtrennung wg. der FBH nachdenken.Wenn möglich, nur einen gemischten Heizkreis für die Flächenheizungen, und die Heizköper direkt ungemischt.

Den Warmwasser-Holzofen-Solarspeicher für WW mit Frischwasserstation, und per Rücklaufanhebung mit Mischer bei Bedarf in den Heizkreis einkoppeln.

Und ansonsten allles Geld lieber in eine energetische Sanierung stecken. Die geplante neue Heizanlage spart weder Geld, noch macht die das Haus zukunftssicher.

5cm Dämmputz und "neue Doppelfenster" sind sicherlich nicht alles, was geht. Das Ziel sollte immer sein, wärmepumpegeeignete Vorlauftemperaturen nutzen zu können.

Oliver

Verfasser:
clausthaler
Zeit: 11.10.2019 10:24:16
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2838676
Hallo Oliver,

danke für die Hinweise, die ich soweit auch schon in die Überlegungen einbezogen habe. Weitere energetische Sanierungsmaßnahmen werden im Rahmen der OG-Sanierung durchgeführt. Das Dach wurde vor 10 Jahren inklusive Dachstuhl und Aufsparrendämmung gemacht, leider nur mit ca. 10cm Dachüberstand. Deswegen ist außen nur Dämmputz möglich.
Jetzt geht es erstmal darum die Heizung um einen zweiten HK für die FBH zu erweitern und wieder in Betrieb zu nehmen. Also ist die Trennung der HK mittels hydraulischer Weiche und Verteilerbalken (oder kombiniert) so ok?

Eine Frage zu "Keine Puffer im Heizkreis". Heißt das es ist generell empfehlenswert die Erzeuger (bei mir Gaskessel und Kamin) und Verbraucher auf "einer Seite" des Speichers zu betreiben und nur den Überschuss in den Speicher zu leiten? Wenn ich eine FRIWA betreibe, brauche ich ja konstant heißes Wasser im Speicher. Ich dachte es wäre regelungstechnisch einfacher Erzeuger und Verbraucher zu trennen, zumal der Speicher ja dann auch die hydraulische Entkoppelung übernimmt.

Noch eine Frage zu "Die geplante neue Heizanlage spart weder Geld...": Wäre ein gewisser Einspareffekt nicht dadurch zu erwarten, dass durch die Anbindung der Gastherme an den Puffer die Brennerlaufzeiten deutlich verlängert werden, so dass die Themer weniger (bis gar nicht) pulst und somit im optimalen Wirkungsgrad läuft?

Beste Grüße

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