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Übriger PV Strom per Heizstab in den Puffer?
Verfasser:
GehJot
Zeit: 20.10.2019 17:20:51
0
2842247
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen

Genau da ist der Fehler.
Du hättest nicht nur auf den vom Zähler angezeigten Leistungswert schauen sollen, sondern auch prüfen sollen, wie sich Einspeise- und Verbrauchszähler dabei verändern.
Denn die sind nun einmal die die Grundlage für die[...]


Hab' ich natürlich gemacht und habe dabei auch keine Überraschungen erlebt.
Es wäre ja auch inkonsistent und eigentlich ein Bug, wenn die im Display angezeigte Leistung multipliziert mit der Zeit ein anderes Ergebnis als die im Display angezeigte Energiedifferenz in dieser Zeit ergibt.

Entweder war Dein Zähler aus den Anfangszeiten der digitalen Stromzähler oder es kam mit der Halbwellengleichrichtung nicht klar oder Du sprichst von einem nicht geeichten Energiemeßgerät, das nicht für Abrechnungszwecke gedacht war.

Bei meinen Recherchen bin ich auch auf den Begriff "Ferraris-Mode" gestoßen, also den Umstand, dass (aus welchem Grund auch immer) die digitalen Stromzähler nicht mit der Auflösung 20ms die Energie zählen/bilanzieren - obwohl das technisch natürlich möglich wäre.
Ich finde diesen Umstand begrüßenswert, denn es kann kein Konzept sein, alles immer kompliziert und aufwendig zu machen. Das Netz, das die Allgemenheit bezahlt hat, gibt es her und ich schade niemandem.

Verfasser:
Martin24
Zeit: 20.10.2019 17:41:04
0
2842264
Zitat von GehJot Beitrag anzeigen
Hab' ich natürlich gemacht und habe dabei auch keine Überraschungen erlebt.
Es wäre ja auch inkonsistent und eigentlich ein Bug, wenn die im Display angezeigte Leistung multipliziert mit der Zeit ein anderes Ergebnis als die im Display angezeigte Energiedifferenz in dieser Zeit ergibt.


Nö. Dass die Anzeige über einen gewissen zeitraum gemittelt wird ist klar, sonst könnte man sie nicht ablesen. Dass der Zeitraum in dem für die internen Zähler gemittelt wird der gleiche ist, ist eher nicht zu erwarten.

Zitat von GehJot Beitrag anzeigen
Entweder war Dein Zähler aus den Anfangszeiten der digitalen Stromzähler oder es kam mit der Halbwellengleichrichtung nicht klar oder Du sprichst von einem nicht geeichten Energiemeßgerät, das nicht für Abrechnungszwecke gedacht war.

Die Halbwellengleichrichtung hat nur dafür gesorgt, dass in einer Halbwelle verbraucht wird, in der anderen eingespeist wird. Eine Pulspaketsteuerung bei gleichzeitiger Einspeisung macht nichts wesentlich anderes, nur eben mit etwas längeren Paketen (mindestens Vollwellen).
Ich spreche einmal von dem Zweirichtungszähler meines Netzbetreibers und zusätzlich von dem Zähler, den mein Batterielader/Wechselrichter zur Steuerung verwendet. Beide nicht sonderlich alt.

Zitat von GehJot Beitrag anzeigen
Bei meinen Recherchen bin ich auch auf den Begriff "Ferraris-Mode" gestoßen, also den Umstand, dass (aus welchem Grund auch immer) die digitalen Stromzähler nicht mit der Auflösung 20ms die Energie zählen/bilanzieren - obwohl das technisch natürlich möglich wäre.

Ferraris-Mode sagt bei digitalen Stromzählern eigentlich nur aus, dass über die Phasen saldiert wird.

Zitat von GehJot Beitrag anzeigen
Ich finde diesen Umstand begrüßenswert, denn es kann kein Konzept sein, alles immer kompliziert und aufwendig zu machen. Das Netz, das die Allgemenheit bezahlt hat, gibt es her und ich schade niemandem.


Was Du machst ist - wenn es funktioniert - dass Du im Rythmus einiger Millisekunden ständig zwischen Einspeisung und Verbrauch wechselst. Dabei nutzt Du die Trägheit des Zählers aus, der das nicht korrekt verbucht, so dass Du für die eingespeiste Leistung letztendlich die gleiche Vergütung bekommst wie für Deinen Netzbezug also deutlich mehr als Dir zusteht. Natürlich schadest Du damit Deinem Stromversorger.
Ob das legitim ist, weil der Dir schließlich den Stromzähler installiert hat, den man auf diese Weise austricksen kann, ist sicher Ansichtssache, aber eigentlich ist es nichts anderes als was Leute mit "Guerilla-PV" und Ferrariszähler ohne Rücklaufsperre machen.

Grüße
Martin

Verfasser:
GehJot
Zeit: 20.10.2019 23:03:09
0
2842414
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen

Nö. Dass die Anzeige über einen gewissen zeitraum gemittelt wird ist klar, sonst könnte man sie nicht ablesen. Dass der Zeitraum in dem für die internen Zähler gemittelt wird der gleiche ist, ist eher nicht zu erwarten.


Es ist doch nicht so schwer:
ich lese auf dem Display meines Stromzählers die Werte für momentane Leistung und den Zählerstand der verbrauchten/eingespeisten Energie ab. Über eine gewisse Zeit errechnen sich diese beiden Werte als zueinander passend. Das sowohl bei Betrieb eines pulspaketgeregelten 1.000 W Heizstabes als auch ohne.
Der Zählerstand für verbrauchte/eingespeiste Energie ist die Berechnungsgrundlage für meine Stromrechnung. Er wird am Display abgelesen.
Worüber soll ich mir denn jetzt noch Gedanken machen? Ich wollte Dumploads möglichst einfach in ihrer Leistung regeln und sicher sein, dass der Stromzähler das in meinem Sinne zählt. Tut er. Q. e. d.

Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen

Was Du machst ist - wenn es funktioniert - dass Du im Rythmus einiger Millisekunden ständig zwischen Einspeisung und Verbrauch wechselst. Dabei nutzt Du die Trägheit des Zählers aus, der das nicht korrekt verbucht,


Das war mein Begehr.
"Nicht korrekt verbucht" ist eine lässige Ansage:
letzlich ist es nur eine Definitionsfrage, über welchen Zeitraum Einspeisung und Bezug integrierend saldiert und dieses Ergebnis dann vorzeichenmäßig getrennt gezählt wird. Wenn die Energiewirtschaft ausnahmsweise eine kundenfreundliche Regelung freiwillig auswählt, dann soll ich mich darüber beschweren?

Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen

so dass Du für die eingespeiste Leistung letztendlich die gleiche[...]


Spätestens hinter dem Ortstrafo ist das überhaupt nicht mehr unterscheidbar.
Kein Kraftwerk merkt davon selbst bei massenhafter Anwendung irgendetwas, kein Watt Energie müsste mehr erzeugt werden. Man stelle sich die Massenträgheit sämtlichen Laufzeugs (Generatorläufer, Turbinen, Wasserräder, Windkrafpropeller, ...) der Erzeugerseite vor und überlege, ob die sich für 20 ms interessieren könnte.
Die Vorstellung, Energiewirtschaft würde sich auf der Niederspannungsebene für die Energieverteilung zwischen konsekutiven Vollwellen interessieren, ist weltfremd.
Da ist Deine 500W Halbwellengleichrichtung "schädlicher" ...

Verfasser:
Martin24
Zeit: 21.10.2019 07:47:44
0
2842463
Zitat von GehJot Beitrag anzeigen
Es ist doch nicht so schwer:

Doch, es ist etwas mühsam, nachzuvollziehen, was Du genau sagen willst, weil Du Dir relevante Informationen häppchenweise aus der Nase ziehen lässt.
Z.B. wenn Du einmal nur sagst, Du hättest die Leistung auf dem Display abgelesen und auf Nachfrage Du hättest "natürlich" auch die Zähler kontrolliert.

Es ist nun einmal nicht selbstverständlich, dass diese Werte zueinander passen.
Es gibt Zähler, die nur alle 4 Sekunden ihre Anzeige aktualisieren. Gehst Du bei denen davon aus, dass wenn Du eine Sekunde verbrauchst und 3 Sekunden mit gleicher Leistung einspeist, dass die dann den Verbrauch gar nicht sehen? Ohne das zu überprüfen?

Ich sehe bei der Verrechnung auch kein Definitionsproblem:
Wirkleistung die Du einspeist soll als Einspeisung vergütet werden, Wirkleistung, die Du beziehst, soll als Bezug bezahlt werden. Unabhängig davon, in welchen Zeiträumen das passiert.
Wenn der Versorger Dir einen Zähler installiert, der das nicht unter allen Umständen richtig erfasst, ist das natürlich vornehmlich sein Problem.

Die Pulspaketsteuerung großer Lasten erhöht das Leistungsrauschen im Netz. Dass Dein Heizstab dabei in der Masse untergeht ist klar. Allerdings könnte ich dann auch gleich behaupten, dass mein gesamter Verbrauch in der Masse untergeht, er ist schließlich nur 0,0000000003% des deutschen Gesamtverbrauchs. Dafür wird doch wohl kein Kraftwerk stärker laufen müssen ...

Was mich immer noch sehr interessieren würde ist, welcher Zähler über welchen Zeitraum mittelt und ob es dazu sogar Vorschriften gibt.

Grüße
Martin

Verfasser:
A124Bob
Zeit: 22.10.2019 16:16:46
1
2843161
Hallo Zusammen,

Meine Südseite mit 9,99 kwp PV verwende ich für meinen Eigenverbrauch und der Rest wird eingespeist. Über die 70% Einspeisbegrenzung komme ich nur selten und ist mir auch egal.

Geheizt wird mit einer IDM TERRA ML 11-18, 900 l Puffer.

Da meine Nordseite noch reichlich Platz bietet könnte ich da noch aufgeständerte Module montieren. An gebrauchte Module komme ich auch günstig ran.

Der Plan wäre die Module direkt an einen DC-Heizstab zu hängen. Bei Spannung läuft der Heizstab und schaltet sich selbst bei Grenztemperatur ab.

Gibt es günstigere/bessere Lösungen als von Elwa?

Ich weiß mit der Wärmepumpe macht das Wirkungsgradtechnisch mehr Sinn.
Die zusätzlichen Module sind weder EEG-Umlage noch CO2-Steuer relevant und erhöhen meine Einspeisung indirekt, indem die netzgekoppelte Anlage mehr einspeist bzw. die WP für Brauchwasser/Heizung weniger läuft. Der zusätzlich eingespeiste Strom tut der Umwelt gut - wenn das auch nur ein paar kWh/a sind...

Was meint ihr?

Grüße Bob

Verfasser:
mdonau
Zeit: 22.10.2019 16:46:06
0
2843172
welche Dachneigung hat das norddach?
von wann ist die Bestandsanlage?

"pulsar"
und Actii

Verfasser:
A124Bob
Zeit: 22.10.2019 17:43:48
0
2843196
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
welche Dachneigung hat das Norddach?
von wann ist die Bestandsanlage?


==> Inbetriebnahme 10/2017
==> 16° Dachneigung Nord

Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
"pulsar"
und[...]


Der Pulsar Heizstab gefällt mir auf den ersten Blick ganz gut.
Vielen Dank für den Tipp!

Verfasser:
Martin24
Zeit: 22.10.2019 20:35:51
0
2843279
Zitat von A124Bob Beitrag anzeigen
==> 16° Dachneigung Nord

Wie willst Du da aufständern?
Der Jahresertrag ist bei Nord 16° Neigung gar nicht mal so schlecht nur das Verhältnis Sommer/Winter für eine PV-Thermie ungünstig.

Bist Du Dir sicher, dass diese Aktion sich finanziell lohnt?

Grüße
Martin

Verfasser:
mdonau
Zeit: 22.10.2019 21:59:01
0
2843338
würde auch eher eine Vollbelegung machen,
bei einer Anlage aus 2017 ist das am sinnvollsten.
2. Anlage dazu und gut. ggf kann man den vorhandenen Wechselrichter zusätzlich belegen.
15-16kWp geht problemlos mit Norddach an einem
10kW WR

Verfasser:
A124Bob
Zeit: 23.10.2019 10:09:09
0
2843484
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
würde auch eher eine Vollbelegung machen,
bei einer Anlage aus 2017 ist das am sinnvollsten.
2. Anlage dazu und gut. ggf kann man den vorhandenen Wechselrichter zusätzlich belegen.
15-16kWp geht problemlos mit Norddach an einem
10kW WR


Habe ich dann nicht den Ärger mit Genehmigung, EEG-Umlage etc.?

Verfasser:
A124Bob
Zeit: 23.10.2019 10:12:05
0
2843485
Zitat von Martin24 Beitrag anzeigen
Zitat von A124Bob Beitrag anzeigen
[...]

Wie willst Du da aufständern?
Der Jahresertrag ist bei Nord 16° Neigung gar nicht mal so schlecht nur das Verhältnis Sommer/Winter für eine PV-Thermie ungünstig.

Bist Du Dir sicher, dass diese Aktion sich finanziell lohnt?

Grüße
Martin


Halbes Dach Aufständerung auf 45°Ausrichtung Ost, Halbes Dach Aufständerung auf 45° Ausrichtung West.
Somit in den Herbstmonaten erhöhte Ausbeute.
Im Sommer wird sowieso der Energiebedarf geringer und die WP läuft rel. Effizient.

Verfasser:
mdonau
Zeit: 23.10.2019 10:38:55
1
2843498
Zitat von A124Bob Beitrag anzeigen


Halbes Dach Aufständerung auf 45°Ausrichtung Ost, Halbes Dach Aufständerung auf 45° Ausrichtung West.


simuliere das mal mit PVGIS..
da kann man eher dachparallel oder 10° ost/west legen,
sonst kostet das zu viel Platz
in der relevanten Zeit kommt das meiste eh über
Diffuslicht aus der Wolkenreflektion.

Zitat von A124Bob Beitrag anzeigen

Habe ich dann nicht den Ärger mit Genehmigung, EEG-Umlage etc.?


nein, mit 12 Monaten Abstand sind es 2 separate Anlagen,
die Erträge werden anteilig der installierten Leistung verrechnet.
Nur muss der Wechselrichter noch zulässig sein für die aktuelle VDE-AR-4105:2018

dringend mal im Photivoltaikforum das Vorhaben vorstellen...

Verfasser:
Florentin
Zeit: 27.10.2019 20:38:35
0
2845519
Zitat von mdonau Beitrag anzeigen
Zitat von A124Bob Beitrag anzeigen
[...]


simuliere das mal mit PVGIS..
da kann man eher dachparallel oder 10° ost/west legen,
sonst kostet das zu viel Platz
in der relevanten Zeit kommt das meiste eh über
Diffuslicht aus der[...]
Zitat von A124Bob Beitrag anzeigen
[...]


nein, mit 12 Monaten Abstand sind es 2 separate Anlagen,
die Erträge werden anteilig der installierten Leistung verrechnet.
Nur muss der Wechselrichter noch zulässig sein für die aktuelle VDE-AR-4105:2018

dringend mal im[...]


Dem lässt es sich nichts hinzufügen! Stell das auf jeden Fall in den Forum vor.

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