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Altbausanierung, Sinnhaftigkeit meiner Wunsch-Heizungsanlage
Verfasser:
FreLo
Zeit: 11.11.2019 15:46:13
0
2854100
Hallo zusammen,
wir sind gerade dabei ein Haus für die Familie zu kaufen und ich mache mir nun Gedanken wie man die Heizungsanlage und die wünsche kosten effizient unter einen Hut bekommt.
Zur Ausgangssituation:
- Hanghaus massiv gebaut, BJ 1974 169m² Wohnfläche auf 2 Etagen
- Holzfenster 2fach Verglast
- Dachboden gedämmt, sonnst nichts
- Heizwert Kessel von 1998
- laut Energiever. Ausweis 210,29 kWh/(m²*a)
- 2 Erwachsene & 3 Kinder

Der Wunsch:
- Betriebskosten klein halten
- In Wohnzimmer, Küche und Bad eine Fußbodenheizung installieren (Komfort)
- Einen Wasserführenden Kamin (Komfort)

Meine Vorstellung:
- Hygiene Pufferspeicher mit 1500l anschaffen
- PV Anlage aufs Dach
- Heizstab in den Pufferspeicher
- Den Strom der PV Anlage nehmen um den Speicher zu beladen, den Überschuss für den Eigenverbrauch zu verfügung stellen
- Was dann noch übrig bleibt ins Netz einspeisen.


Macht der Gedankengang denn überhaupt Sinn? PV statt ST da bei gewissen Randbedingungen die Kollektoren zu heiß werden und mir dann für den Rest des Tages nichts bringen. So ist zumindest mein Verständnis...
Ach ja und an wenn müsste ich mich für so einen Anlagenauslegung wenden?

Ich wäre euch sehr dankbar über einen gepflegten Meinungsaustausch!

Verfasser:
nvd126
Zeit: 11.11.2019 16:05:45
1
2854112
Nein das macht nicht viel Sinn.
Aus 1kW Strom den du mit der PV-Anlage erzeugst, machst du 1 kW Wärme.

Würdest du das mit einer WP machen, würde das beispielsweise so aussehen:

1kW Strom = 3kw Wärme.
(Die extra Engergie für die Wärme wird der Umgebungsluft entzogen [bei einer LUFT-WP]).

Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 11.11.2019 16:07:53
0
2854113
Moin,

Den PV Strom zu verheizen ist Geldverschwendung:

Die kWh Heizwärme kostet dich momentan ca. 5-6 cent. Mit PV Strom dann 11 cent wegen geringer Einspeisung und die zusätzliche Investition und im Winter heizt du für 26cetn pro kWh aus dem Stromsnetz.

Ohne eine "Hebel" (Wärmepumpe) macht das keinen Sinn. Wobei der energetische Stand des Hauses evtl die notwendigen geringen VL für eine WP nicht hergibt.

Grüße

Verfasser:
Socko
Zeit: 11.11.2019 16:26:29
2
2854122
Mach es gleich richtig und zwar ÜBERALL Flächenheizung, sonst kommst du mit den Temperaturen nicht runter.

"Einen Wasserführenden Kamin" ist kein Komfort sondern Arbeit und Dreck


Damit hast du dann grundlegend weinig Kosten und Komfort.

Verfasser:
lowenergy
Zeit: 11.11.2019 18:18:15
0
2854206
Zitat von FreLo Beitrag anzeigen
... laut Energiever. Ausweis 210,29 kWh/(m²*a)
- 2 Erwachsene & 3 Kinder

Der Wunsch:
- Betriebskosten klein halten
- In Wohnzimmer, Küche und Bad eine Fußbodenheizung installieren (Komfort)
- Einen Wasserführenden Kamin (Komfort)

Meine Vorstellung:
- Hygiene Pufferspeicher mit 1500l anschaffen
- PV Anlage aufs Dach
- Heizstab in den Pufferspeicher ...
Ui ... wären dann ja für die ~170qm beheizte Fläche gute 35.700 thermische kWh Energiebedarf pro Jahr ... das ist heftig!

Da sollte zuerst mal geklärt werden, was an der thermischen Gebäudehülle in Punkto Transmissionswärmeverlustkoeffizienten zu optimieren ist!

Der Plan mit der Installation von wasserführender Niedertemperaturwärmeverteilung ist top.
Das sollte aber möglichst in allen Räumen des Hauses realisiert werden.
Um das hinzubekommen sind auch Wand- und Deckenflächen mit wasserführenden Rohren zu belegen.

Die Idee mit dem wasserführenden Kaminofen, dem Pufferwasserspeicher und dem Heizstab bitte am besten ganz schnell komplett vergessen!

Wenn die neuen hausinternen Wärmeaustauschflächen dann zukünftig mit möglichst geringem mittleren Heizwassertemperaturniveau gefahren werden können wirst in Kombination mit einer vollmodulierenden Sole-Wasser-Erdwärmepumpe und Photovoltaikanlage am preiswertesten thermische Energie in das Hausheizkreiswasser bekommen.

Dazu kannst auf folgend verlinkter Seite querlesen: https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/

Verfasser:
winni 2
Zeit: 11.11.2019 19:09:57
1
2854242
Um das mal zu konkretisieren, wenn Du die kWh brauchst, bringt die
PV so wenig, da bist Du schon froh, wenn die Grundlast des Hauses
an Stromverbrauch mal tagsüber gedeckt wird.

Ist das selbe Elend, wie mit einer thermischen Solaranlage, nur das
man die Sommerüberschüsse der PV verkaufen kann und die bis auf
weiteres praktisch immer sinnvoll genutzt werden können.

Sinn macht es vielleicht mit einer Warmwasserwärmepumpe, falls
keine Heizwärmepumpe kommen sollte, den PV-Strom in der heiz-
freien Zeit für die Warmwasserbereitung zu nutzen.

Grüsse

winni

Verfasser:
passra
Zeit: 11.11.2019 19:25:48
3
2854254
Leute, ohne ENERGETISCHE Sanierung macht das doch keinen Sinn bei den Verbrauchszahlen!
Zuerst Dach und Wände dämmen, neue Fenster und DANN eine neu Heizanlage, nicht andersrum und sinnlos bei DEM Hauszustand Geld für wasserführenden Kamin, Riesenwasserspeicher und Heizstab aus den Fenster werfen. Das kann doch nur schiefgehen...

Verfasser:
mannitwo
Zeit: 11.11.2019 19:28:23
0
2854256
Zitat von FreLo Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,
wir sind gerade dabei ein Haus für die Familie zu kaufen und ich mache mir nun Gedanken wie man die Heizungsanlage und die wünsche kosten effizient unter einen Hut bekommt.
Zur Ausgangssituation:


Die ist richtig gut, da kannst du mächtig sparen - wenn du sie veränderst.

Kein Technikschnickschnack.

Heizung nach Möglichkeit erstmal lassen. ( Oder muss ausgetauscht werden? )

Die thermische Hülle ertüchtigen - nur eine Kilowattstunde die du nicht kaufen musst und die nicht sofort wieder flöten geht ist eine gute Kilowattstunde.

Gut wenn du viel selbst machen könntest.

Kellerdecke, oberste Geschoßdecke, Fenster ( Haustür ), Fassade Fassade Fassade, Flächenheizung, dann ………PV…………..dann neuer Wärmeerzeuger, dann...………….sparen.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, wirst du das meiste geschafft haben ;-))

Verfasser:
muensterlaender
Zeit: 11.11.2019 19:33:04
1
2854262
Beim wasserführenden Kaminofen muss man den Holzpreis im Auge haben und entsprechende Lagermöglichkeiten schaffen.

Da ich derzeit mit 4,25 ct/kWh heize, ist mein Ofen Luxus und ich bin froh, keinen wassergeführten Kaminofen zu haben.

Eine Wanddämmung ist natürlich sehr aufwendig und teuer.

Verfasser:
passra
Zeit: 11.11.2019 19:44:34
0
2854275
Verfasser:
Donpepe23
Zeit: 11.11.2019 19:47:23
0
2854280
Moin,

Werde bei uns auch die WP als letztes angehen. Habe z.B. alle energetische Massnahme abgeschlossen und kann jetzt in den Wintermonaten nochmal den Verbrauch am alten Systems testen. Dann kommt noch der umbau der Heizflächen und ich kann mit glück noch im Feb / März schauen ob ich mit den errechneten niedirgen VL auskommen. Wenn dass klappt, kommt die WP. (in der Zwischenzeit nerve ich das Forum hier mit meinen Gedanken zu Erdkollektoren...)

Wasserführender Kamin war auch ein Thema bei mir, ABER in erster Line um ein schönes Feuer zu haben ohne alle 15 min die Bude wieder kalt zu lüften. Also ein reines Komfortthema. Bei mir ist es letzendlich ein Kamineinsatz mit 14KW (kann zwischen 8- 14kW sinnvoll betrieben werden) mit Hypocausten mit 1,5t Schamott als Speicher geworden und offenes Wohnkonzept im EG. . Erebeniss: nach einer Stunde ist die RT meist kaum erhöht und steigt dann, je nach Holzmenge, auf ca 24 Grad nach 3-4 Stunden an, ab dann muss ich leider alle Stunde lüften. Morgens ist der Speicher noch locker 30 Grad und die Heizung in den Räumen meist aus.

Was will man mehr...

Grüße

Verfasser:
FreLo
Zeit: 11.11.2019 19:55:56
0
2854289
Super, schon Mal vielen Dank für die vielen Antworten.
Eine Solewärmepumpen kommt nicht in Frage da das haus an einem relativ steilen Hang steht und ich kaum Fläche zum ausheben habe.

Luft Wärmepumpe ist das Haus wohl zu schlecht gedämmt.

Gerne würde ich die Ölheizung behalten, die läuft noch gut und persönlich bin ich kein Freund davon funktionierende Dinge zu entsorgen. Das ich im Winter weiter mit Öl Heizen muss ist mir bewusst, die Frage ist wie sehr ich die Ölheizung an bestimmten Tagen unterstützen kann.

Der Vorteil den ich sehe ist das im Vergleich zu ST Anlage auch noch bei Minusgraden und Sonnenschein Energie in meinen Pufferspeicher bekomme, und im Sommer bei Überschuss die Anlage wenigstens nicht untätig ist.

Verfasser:
muensterlaender
Zeit: 12.11.2019 05:28:49
0
2854449
Ob sich das rechnet, wage ich zu bezweifeln. Wenn Du den Pufferspeicher einbaust, hast Du es später die Möglichkeit, von Öl auf Pellets umzusteigen. Dann hast Du den Rest schon installiert.

Verfasser:
Rupert01
Zeit: 12.11.2019 09:41:40
0
2854531
Hallo FreLo,

es hört sich so an, als wäre die Heizung das letzte Deiner Probleme. ;-) Hast Du gegenwärtig einen Puffertank eingebaut? Oder geht die Heizung direkt auf den ölbrenner? Bei mir hat das zu extremen Takten geführt. Da könnte man über einen Tank nachdenken, ggf auch mit Frischwasserstation dran?
Finde die Pettetidee von Münsterländer überlegenswert, hast Du den Platz?
Ansonsten müsstest Du beim Umbau konsequent die WP im Auge haben.
Wie ist das Dach? Frage, ob von innen oder Außen dämmen. Wenn Du aufmachen musst, dann gleich mit Pv vollmachen.

Verfasser:
Turbotobi76
Zeit: 12.11.2019 10:00:55
0
2854541
Hi,

das Haus ist bald 50 Jahre alt, daher wird man um eine grundlegende Sanierung in Absehbarer Zeit kaum rum kommen.

Der Energiebedarf ist absolut nicht mehr Zeitgemäß und wird mittelfristig richtig teuer werden, egal mit welchem Energieträger. Holz ist nicht billig wenn man es zukaufen muss und macht Arbeit und Dreck.

Wenn man das Gefühl hat man muss mit Holz heizen weil man sich das teure Öl nicht mehr leisten kann wird aus der Lust schnell eine Last.

Daher sollte die Reduzierung des Energiebedarf ganz oben auf der Liste stehen.


FBH und Kamin hinten anstellen und das Geld lieber in Dämmung investieren, das steigert die Wohnkomfort dann auch.

GRuß Tobias

Verfasser:
Rupert01
Zeit: 12.11.2019 10:21:57
0
2854555
Hallo Tobi,
wenn Du vor dem Einzug alle Böden aufreisst und einen Kamin mauerst ist das leichter, als nach dem Einzug. ;-)
Dämmung muss zusätzlich, nicht anstatt.

Verfasser:
Heidemann
Zeit: 12.11.2019 10:55:22
0
2854575
1. Schritt Die thermische Hülle sanieren. Das dürfte bereits einen Großteil der Energiekosten senken. Ein Haus braucht halt soviel Energie wie durch die thermische Hüllfläche Wände, Dach, Fenster, Böden und Wände gegen Erdreich verloren geht. Sollten Sie vorher an der Technik rumschrauben bringt das herzlich wenig. Da hilft im Bestand nur Temperaturanpassung und Regelverhalten einstellen.

2. Schritt Im ganzen Haus eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung einbauen. Bitte nicht diesen Murks mit Nachströmöffnungen in den Außenwänden. Denn bekloppter geht es wirklich nicht: Erst eine Luftdichte Hülle erstellen um im Anschluss zur Lüftung Löcher hineinbohren.

2a. Schritt Die Beheizung auf ein Flächentemperiersystem umstellen, mit der Möglichkeit der Kühlung.

3. Schritt Eine moderne Heizungszentrale basierend auf regenerative Energien erstellen. Damit nicht zu lange warten. Denn was jetzt noch förderfähig ist wird in absehbarer Zeit eine Auflage sein ohne Zuschüsse.

Verfasser:
sukram
Zeit: 12.11.2019 11:40:04
0
2854598
Zitat von FreLo Beitrag anzeigen
Gerne würde ich die Ölheizung behalten, die läuft noch gut und persönlich bin ich kein Freund davon funktionierende Dinge zu entsorgen.[...]


Ab 2021 kommen CO2-Abgaben drauf, die werden ab 2026 freigegeben bis -vorerst- 19 ct/l (zzgl. Erfassungskosten).

Und demnächst soll's 40% Förderung zzgl. 20% Abschreibung ü. 3 Jahre für den Ersatz von Altölkesseln geben- ob allerdings neue Ölkessel gefördert werden, steht auf der Kippe, die Abschreiberei ist hier anscheinend schon gestrichen.

Ansonsten: Mein Kessel ist 25J älter und hat, ein bissele frisiert, für bis zu 244 beheizbare qm in diesem Jahrtausend nie mehr als 3.000l/a verbrannt - über Wärmepumperei denke ich trotzdem allenfalls in einer bivalenten Anlage als Grundlastabdeckung >5...8° nach.

Verfasser:
HFrik
Zeit: 12.11.2019 12:56:32
0
2854644
Wobei so eine bivalente Anlage durch "Gegenandämmen" auch schrittweise zu einer monovalenten WP-Anlage mutieren kann.
Schliesse mich den VOrrednern an:
Schritt 1: Konzept für die thermische Sanierung aufstellen
Schritt 2: sehen wo nach der thermischen Sanierung die Vorlauftemeraturen liegen, aber eine bivalent betriebene LWWP sird in jedem fall eine gute Rückversicherung gegen steigende Öl und CO2-PReise sein, und PV wird am Ende via LWWP deutlich mehr Wärme für deutlich weniger Geld vom Dach holen als ST.
Und die etlichen 1000€ für die Eigenschaft "Wasserführend" beim Kaminofen (samt thermischer Sicherung, etc...) sind besser als Wärmedämmung an Wänden , Kellerdecken oder auf dem DAch aufgehoben. Dort bringen sie deutlcih mehr Nutzen und Wohnkomfort.

Verfasser:
muensterlaender
Zeit: 12.11.2019 20:17:10
0
2854868
Hallo Turbotoni,

mit Pellets ist eine Holzheizung nicht mit Arbeit und Dreck verbunden. Wenn man den Raum des Öltanks für den Pelletbunker nutzt, geht kein Platz verloren.

Wenn man dann die Heizkörper dort austauscht, wo keine FBH hinkommt, zwei Heizkreisen verwendet und kein Takten des Kessels hat, wird man die Heizkosten senken können.

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