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Effizientes bzw. Energiesparendes heizen mit Junkers ZWN 24-6 KE 23 und dem Regler TR 100
Verfasser:
HansRt
Zeit: 13.11.2019 10:28:59
1
2855121
Hallo,

wie der Titel beschriebt möchte ich mich an dieser Stelle nach Energiesparmaßnahmen bzw. einer Effizienten Nutzung der Gastherme Junkers ZWN 24-6 KE 23 mit dem Regler TR 100 erkundigen.

Vorweg um Missverständnisse aus dem Weg zu gehen. Ich erwarte von den Antworten keinen auf mich zugeschnitten Energiesparplan, ich suche eher nach allgemeinen Hinweisen bzw. Verhaltensvorschlägen um mein Heizverhalten effizienter und energiesparender zu gestallten. Da ich bereits viele Beitrage hier und in anderen Foren gelesen habe, bei denen die Meinungen teils stark auseinander gehen oder mehr Fragen als Antworten aufwerfen, hoffe ich, dass ich mit eurer Hilfe ein paar Fragen klären kann.

Dazu möchte ich grob meine Wohnsituation skizzieren. Seit ca. 10 Monaten bewohnen meine Freundin und ich nun eine 65 m² Dreiraumwohnung im Erdgeschoss. Als Heizung und Warmwasserbereitstellung dient die Gastherme Junkers ZWN 24-6 KE 23 in der Küche (mit Regler TR 100 im Wohnzimmer neben der Tür zum Flur Richtung Wohnungsmitte). Heizkörper sind in jedem Zimmer bis auf den Flur vorhanden. Zur Dämmung kann ich leider keine konkrete Auskunft geben. Ich würde sie in Vergleich zu bisher bezogener Wohnung als mittelprächtig mit Tendenz zum Schlechten bewerten. Eine Gastherme in dieser Form benutzen wir zum ersten Mal. Eine Einweisung, bis auf Heizungsventile voll aufdrehen und Temperatur über den TR 100 steuern, erfolgte nicht. Die beiliegenden Anleitungen zur Therme und zum Regler habe ich gelesen und so denke ich verstanden. Die Funktionsweise mit Temperaturregelung, Führungsraum usw. sollte ich auch verstanden haben. Ein grundsätzliches Technikverständnis meinerseits sollte vorhanden sein, für eine Elektrotechnik Studium hat es gereicht. ;)

Bisher habe ich wie folgt geheizt. Grundlage waren einige auf die Schnelle aus dem Internet zusammengesuchte Informationen. Die Vorlauftemperatur blieb auf dem Standardwert von 75°C während der Heizperiode und im Sommer auf „Sommerbetrieb“. Für die Wassertemperatur habe ich den Eco-Modus (Bedarfseinstellung) eingestellt und die Temperatur auf den Standardwert 55°C belassen. Den Heizkörper im Wohnzimmer habe ich auf 5 gedreht und die restlichen Heizkörper habe ich auf ca. die Stufe 3 gestellt, so dass alle Räume gleich warm wurden. Die Türen habe ich alle offen gelassen so dass die Wohnung überall die gleiche Temperatur hat (Empfehlung aus den weiten des Internets die ich immer noch hinterfrage). Die Temperatur am Regler ist auf 21°C bis 22°C eingestellt, die Nachtabsenkung liegt bei ca. 17°C bis 18°C. Die Gastherme zündete unter diesen Gegebenheiten 1- bis 3-mal in der Stunde (in kalten Monaten). Dabei lagen die Temperaturen im Wohnzimmer in der Nähe der Heizung bei ca. 23°C und kühlten sich nach einiger Zeit wieder auf 20°C ab. In der Nähe des TR 100 war es ähnlich nur zeitversetzt. Dies wiederholte sich zyklisch mit Zündung der Gastherme so dass man die Temperaturschwankungen merklich spürte. Sprich eine konstante Temperatur stellte sich nicht ein. Soweit ich das aus der Regelungstechnik behalten habe ist das kein anstrebenswerter Zustand? Sofern man diese Theorie auf meinen Sachverhalt übertagen kann. Auch beim Warmwasser schwankt die Temperatur bei anfänglicher Entnahme stark bis Sie sich einpendelt.

Seit einigen Tagen probiere ich folgende Anpassungen aus. Die Vorlauftemperatur habe ich auf 55°C und die Wassertemperatur auf 45°C reduziert. Die Heizkörper in den anderen Zimmern außer dem Wohnzimmer habe etwas runterreguliert so dass die üblichen Temperaturempfehlungen für Küche (19°C), Schlafzimmer (19°C) im Tagesbetrieb erreicht werden. Die Türen halte ich dabei geschlossen. Die Nachtabsenkung/Spareinstellung habe ich auf 18°C angehoben um einer zu starken Auskühlung entgegenzuwirken. Als Resultat zündet die Gastherme nun deutlich häufiger in der Stunde, ca. 4 bis 8 mal in der Stunde. Die Raumtemperatur im Wohnzimmer schwankt jedoch nicht mehr so stark. Auch die anfängliche Warmwasserentnahme weißt einen stabilere Temperaturverlauf auf.

Nach dieser Fülle an Informationen hoffe ich, dass noch einige standhafte Leser verblieben sind um ihre Meinung zu meinen Fragen bzgl. des effizienten oder auch energiesparenden Heizens abgeben zu können.

1.) Ist das Herunterregelnd er Vorlauftemperatur sinnvoll?
2.) Ist ein häufiges Zünden der Therme in Bezug auf das Sparen von Energie förderlich oder eher schlecht?
3.) Wie stark sollten die Temperaturen während der Heizphase schwanken?
4.) Sollte ich für ein effizientes Heizen die komplette Wohnung auf eine Temperatur heizen und die Türen offen lassen oder ist es ratsamer die Zimmer einzeln unterschiedlich zu temperieren und die Türen dabei geschlossen zu halten?
5.) Ist es sinnvoll bei meinen gewählten Temperaturwerten den Sparmodus Tagsüber, wenn niemand zuhause ist, einzuschalten oder kühlt die Wohnung dabei zu sehr aus?
6.) Ist es Sinnvoll die Wassertemperatur zu drosseln?

Ich möchte mich noch einmal für den Schwall an Informationen entschuldigen und hoffe, dass die Lust auf´s Antworten und unter die Arme greifen noch nicht vergangen ist. Sollten noch weiter Informationen benötigt werden so reiche ich diese gerne nach.

Mit freundlichen Grüßen,
Hans.

Verfasser:
Ahnungslos11
Zeit: 13.11.2019 11:03:35
1
2855146
Falls hier kein Experte antwortet, liegt es sicherlich nicht daran, dass du zu wenig geschrieben hast. 😉

Verfasser:
SG03
Zeit: 13.11.2019 14:02:24
1
2855224
Die WW Temperatur kann nach Wunsch eingestellt werden.
Wie lange brennt denn das Gerät, wenn es heizt?
Es könnte sein, das die Heizleistung nie angepasst wurde. Dann ist Vollgas und Bremse angesagt. Also zu hoher Verbrauch.

Verfasser:
ewende
Zeit: 13.11.2019 21:28:01
3
2855496
Hallo Hans,
eins vorab. Das takten wirst Du nicht weg bekommen oder erst bei -10 Grad weil Deine Therme zuviel Leistung hat für eine 65m2 Wohnung. Daran kannst Du nicht sehr viel ändern, ist jetzt aber auch nicht sooo schlimm.
Zu Deinen Fragen
1) ja! und zwar so lange bis der erste Raum nicht mehr so warm wird wie gewünscht
2) häufiges zünden eher nicht so gut, in Deinem Fall jedoch nicht vermeidbar wobei 1-3x/h ist noch völlig im Rahmen.
3) die Raumtemperatur sollte optimalerweise gar nicht schwanken. Geht in Deinem Fall leider nicht weil die Therme ein-/aus schaltet. Jetzt kommt der Konflikt: entweder Du machst eine hohe Taktsperre dann schwankt die Raumtemp. stärker, oder Du lässt die Therme takten und die Raumtemp. ist gleichmäßiger.
5) Energetisch macht es Sinn. Wenn es aber dann Stunden dauert die Wohnung wieder aufzuheizen und Du Dich unwohl fühlst, macht es wiederum keinen Sinn.
6) Energetisch in jedem Fall, je niedriger desto besser.
Mach mit Deinen Anpassungen so weiter wie Du beschrieben hast. Bist auf dem richtigen Weg.
Grüsse

Verfasser:
HansRt
Zeit: 13.11.2019 22:10:07
0
2855525
Vielen dank für die Antworten.

@SG03
Wenn das Gerät heizt dann brennt es einmal für ca 8 Minuten bis die Vorlauftemperatur erreicht ist. Anschließend fällt die Temperatur wieder für 4 Minuten und brennt dann wieder für eine Minute und schaltet dann ab. Es erfolgen also zwei Zündungen. Dann heizt das Gerät für eine gute halbe Stunde nicht und zündet dann wieder ungefähr nach dem gleichen Schema.

Ob die Heizleitung angepasst wurde kann ich nicht sagen. Ich denke jedoch nicht, da alle Werte auf Standard gestellt sind. Auch fehlt der laut Anleitung anzubringende Einstellungsaufkleber und die Checkliste für die Wartung, das Inbetriebnahmeprotokoll sowie die Inspektions- und Wartungshinweise sind leer. Vielleicht ist das Ausfüllen in der Praxis aber auch nicht üblich.

@ewende
Danke für die Antworten auf alle Fragen. Die Antwort auf das häufige Takten beruhigt mich etwas. Demnach scheinen ja noch einige Optimierungen möglich zu sein. Da wird wohl noch ein bisschen herumprobieren nötig sein.

Allgemein stellt sich mir noch die Frage ob es ggf. sinnvoll ist einen Fachmann zu bestellen. Jedoch weiß ich nicht an wen man sich in einen solchen Fall wendet und was dies kostet.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.11.2019 00:03:23
2
2855574
Ob die Heizleitung angepasst wurde kann ich nicht sagen. Ich denke jedoch nicht, da alle Werte auf Standard gestellt sind. Auch fehlt der laut Anleitung anzubringende Einstellungsaufkleber und die Checkliste für die Wartung, das Inbetriebnahmeprotokoll sowie die Inspektions- und Wartungshinweise sind leer. Vielleicht ist das Ausfüllen in der Praxis aber auch nicht üblich.

LEIDER üblich, in Ordnung ist das NICHT. Denn es steht KLAR in der Hersteller-ANWEISUNG!
Das liegt aber meist an folgendem:
- es wird einfach nicht ausgeführt. Es ist also ein Leistungsentzug!
- es wird zwar ausgeführt, nur teilweise, aber wird einfach nicht eingetragen - denn dann käme ja heraus, dass nur teilweise was gemacht wurde
- die "Fach"leute haben selbst DAVON keine Ahnung was sie tun
- die "Fach"leute haben kein Interesse daran etwas abzustimmen oder zu verbessern, die machen einfach nur irgendwas und irgendwie, weil sie das schon irgendwie schon IMMER so gemacht haben
- sie können nicht lesen oder schreiben ( NUR für Rechnungen, DAS klappt gut!)

Daher mein ehrlicher Rat: lass es ! Also ich meine "den Heizungs"fach"mann zu rufen". Lass es besser sein. Spende DAS Geld einem gemeinnützigen Zweck oder kauf Deiner Freundin Blumen oder wirf es einfach zum Fenster raus. Selbst DAVON haste mehr!

Alles was DIR wirklich hilft ist HIER im Forum konstruktiv zu fragen und danach zu handeln. Selbst, alleine und mit DEINER Dir innewohnenden Fähigkeit ein Problem gezielt zu lösen. DAS hilft, DAS klappt, DAS führt zu einem positiven ERGEBNIS.

Verfasser:
Geballte Kompetenz
Zeit: 14.11.2019 02:37:03
1
2855586
Freut mich den letzten "positiven" Kommentar zu lesen.... Bitte nicht alle unter einen Teppich kehren!


Jetzt zum Autor,

So Leute treffe ich selten, die sich so viele Gedanken darüber machen, umso komplizierter ist es für den Handwerker ;-)

In deinem Fall musst du dich entscheiden zwischen Heizen und Sparen, danach lässt es sich leichter Leben.

Ich habe gerade eine schlaflose Nacht und könnte dir einige Tipps geben, die du befolgen kannst und nicht musst.

-Raumtemperaturregler empfinde ICH als den größten Dreck was Temperaturregelung betrifft, egal, deshalb stell den ruhig höher, so dass du die Freigabe zum Heizen immer sicher hast
-stell deine Solltemperatur am Gerät so wie du es brauchst (findest du mit der Zeit heraus) und die Temperatur im Raum würde ich wie gewohnt über Heizkörper Thermostat regeln
-die Funktion ist ganz einfach, die Therme liefert eine eingestellte Vorlauftemperatur, die versucht sie beizubehalten. Es wird hochgeheizt, Wärme abgeführt, wieder hochheizen, dabei taktet es so oft wie es nötig ist, je nach Wärmebedarf!! Über takten würde ich mir kein Kopf machen.
Aber wenn man es natürlich richtig machen will, dann kann man die Heizleistung am Gerät ruhig mal um die Hälfte reduzieren lassen (Fachmann notwendig). Das heißt bei mittelmäßigem Wärmebedarf würde deine Therme nicht so schnell aufheizen und die Wärme würde schnell genug abgeführt, das ganze läuft dann etwas geschmeidiger.
-was Warmwasser betrifft, wenn du Eco Taste aktivierst, dann wird die nötige Temperatur für WW im Gerät erst bereit gestellt, wenn du dein Hahn geöffnet hast. Ansonsten bleibt die Therme z. B. im Sommer, stehen. Im Winter läufts natürlich im Heibetrieb.
-was Wartung betrifft, da wird eine Inspektion durchgeführt, Arbeitszettel geschrieben, Aufkleber mit Abgaswerten und Unterschrift drauf aufs Gerät, fertig. Was da im Heft ausgefüllt wird interessiert auf deutsch gesagt keine Sau.

MfG

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.11.2019 03:38:40
1
2855589
:-)) musste lachen:

Bitte nicht alle unter einen Teppich kehren!


Ich weiß woher der Hase weht, der Frosch den Pferdeschwanz hat und der Hund im Pfeffer liegt....

:-))

Natürlich hast Du recht:

a) der Autor hat das einwandfrei optimal beschrieben (also der TE zur Eröffnung, nicht ICH in meinem letzten Postuiing!)

b) natürlich gibt es nicht NUR solche Fachhandwerker wie ich da etwas einseitig überzogen dargestellt habe !

Verfasser:
HansRt
Zeit: 14.11.2019 10:13:40
0
2855705
Dankeschön für die weiteren Antworten.

@Geballte Kompetenz

Auf deine Antwort haben sich bei mir ein paar neuen aufgetan. Insbesondere zu den folgenden Punkten.

Zitat von Geballte Kompetenz Beitrag anzeigen


In deinem Fall musst du dich entscheiden zwischen Heizen und Sparen, danach lässt es sich leichter Leben.
...
Aber wenn man es natürlich richtig machen will, dann kann man die Heizleistung am Gerät ruhig mal um die Hälfte reduzieren lassen (Fachmann notwendig). Das heißt bei mittelmäßigem Wärmebedarf würde deine Therme nicht so schnell aufheizen und die Wärme würde schnell genug abgeführt, das ganze läuft dann etwas geschmeidiger.


Ich entscheide mich prinzipiell eher für das Sparen. Das soll aber nicht bedeuten das ich die Wohnung im Winter nur bis 18°C heizen möchte. Es sollte schon im vertretbaren Ramen bleiben. Sprich das Wohnzimmer (Führungsraum) sollte ca. 21°C haben. An welche Maßnahmen dachtest du konkret damit es sich leichter leben lässt.

Was würde so eine Reduzierung der Heizleistung kosten wenn es ein Fachmann macht? An welche Art von Handwerker/Fachmann müsste ich mich wenden? Ist dies Aufgabe des Mieters oder Vermieters? Hoffentlich trete ich mit dieser Frage keine Mieter gegen Vermieter / Rechtsstreit Diskussion los, das ist nicht beabsichtigt.

In wiefern würde das langsamere Aufheizen der Therme und das schnellere Abführen den Heizprozess geschmeidiger laufen lassen.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.11.2019 10:46:25
0
2855729
Nur mal so ein paar Fakten, zur Einordnung und Abschätzung Aufwand/Nutzen:

Wir haben eine 65m² EG-Whg, Baujahr unbekannt (teile bitte das noch mit, auch ob die Fenster seit dem erneuert wurden), da wird zu 90% der Wärmebedarf (also ALLES voll beheizt UND außen die niedrigste anzusetzende Temperatur) zwischen 5 und 8kW liegen.
Wir haben eine Kombitherme, diese hat einen Leistungsbereich von 10,9-24kW.
So, wir sehen also, dass selbst der MAXIMALE Wärmebedarf überhaupt gar nie nicht IM Leistungsbereich liegt, sprich: der Brenner kann NIE den Leistunsgbedarf im quasi-Dauerbetrieb abdecken, er MUSS sich diese Überleistung einteilen, das ist das sogenannte TAKTEN an - aus - an - aus.
Somit ändert eine Leistungsbegrenzung auf 10,9kW überhaupt nichts am Betriebsverhalten, weil das Verhältnis IMMER ungleich ist und bleibt !
Es KÖNNTE allerdings sein, dass der Brenner nach dem Start VERSUCHT den Vorlauf-Sollwert (über Drehregler eingestellt) oder den Raum-Sollwert (über Raum-Thermostat eingestellt) so schnell wie möglich zu erreichen und DESHALB mit mehr als 10,9kW arbeitet. DIESES ungeschickte Hochfahren und infolge das Takten KÖNNTE man mit der Leistungsbegrenzung unterbinden - das Takten nur REDUZIEREN.
ICH würde empfehlen, dieses Betriebsverhalten zu uruieren, sprich: durch einfaches HÖREN feststellen ob der Brenner hochfährt oder seit Start unveränderte Rausch-Zisch-Geräusche von sich gibt. DANN kann man die Leistung reduzieren um das zu vergleichmäßigen und die Leistungsspitze abzuschneiden. Diese Leistungsreduzierung erfolgt über die Programmierung am Gerät ganz einfach, das machst DU dann mit Anleitung selber, da SPAREN wir uns den Fachmann einfach.
In einer WOHNUNG kann man am meisten Sparen, indem man echt binär heizt: also bei Abwesenheit total abschaltet (sehr niedriger Nacht-Sollwert) und nur bei Anwesenheit heizt. Die Wiederaufheizungs-Vorhaltezeit ermittelt man im Laufe der Zeit. Das kann im Grunde jeder selbst für sich entscheiden wo und wie man das ausarten lässt, also ob man automatisch per Zeitschaltung vor-heizt oder erst aufdreht beim heimkommen usw. Die THERME ist ja stark genug das zu bewerkstelligen. Genau DAZU KÖNNTE es sinnvoll sein, die Heizleistung NICHT zu beschränken um volle ÜBER-Leistung zum Wiederaufheizen zu haben. Letztendes ist aber auch ohnehin die Abgabeleistung der Heizkörper das begrenzende Maß.

Verfasser:
ewende
Zeit: 14.11.2019 22:59:44
2
2856262
Vergiss das mal mit dem Fachmann und werde lieber selbst einer.
Die Einstellung der Heizkurve braucht nun mal Zeit die ein Fachmann nicht hat. Das nimmt Dir keiner ab. Das mit der Leistungsbegrenzung hört sich gut an, bringt jedoch nichts. Deine Therme springt bei rund 40% an und regelt dann runter auf 10kW. Das macht sie auch wenn Du sie auf 12kW begrenzt.
Du hast doch gut begonnen mit der Reduzierung vom VL. Mach das weiter bis es passt. Das Takten bekommst Du nie los. Würde weiterhin über den Raumtemp.Regler regeln und die HK offen lassen um viel Durchfluss zu haben. Ansonsten die Heizzeiten und Temp. so programmieren wie Du´s brauchst.
Dein System ist ja überschaubar und Du kannst ja auch mal den Tip der geballten Kompetenz ausprobieren und über die Raumthermostate regeln.
Viel mehr kannst Du nicht tun.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 14.11.2019 23:18:50
0
2856268
.
Die Einstellung der Heizkurve braucht nun mal Zeit die ein Fachmann nicht hat.


HIER Raum-Thermostat - da gibts KEINE "Heizkurve".

Verfasser:
SG03
Zeit: 15.11.2019 10:49:00
1
2856380
Einstellebene 2.5 und 5.0 sind wichtig! Einmal ist es die Heizleistung und einmal die Max. Vorlauftemperatur. Schraubenschlüssel gedrückt halten. Dann erscheinen Zahlen. Mit dem linken Knopf auf 2.5 drehen und kurz warten. Dann erscheint wahrscheinlich ein UA. Mit dem rechten Knopf auf zum Beispiel 50(Prozent) drehen, was der Heizleistung entspricht. Mit Schornsteinfegertaste bestätigen. So lange gedrückt halten, bis zwei Klammern erscheinen.
Nun evt. noch die Max Vorlauftemperatur Einstellung. Schornsteinfegertaste und Schaubenschlüssel gedrückt halten, bis Zahlen erscheinen. Temperatur mit rechten Knopf einstellen. Wieder zwei Klammern......
Noch einmal Schraubenschlüssel drücken. Fertig.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.11.2019 13:32:37
0
2856470
super!
Aber wieso die max. Vorlauftemperatur darüber begrenzen? Das wäre ja dann pauschal, für immer. WAS soll DAS bringen? Das ist doch über den Drehregler viel einfacher jeweils anzupassen und nur DAS macht wirklich Sinn.

Verfasser:
SG03
Zeit: 15.11.2019 14:00:31
0
2856487
Damit kannst du dem Gerät sagen, das es generell nur bis zur eingestellten Temperatur heizen soll ist nicht bis 88°C. Wenn du zum Beispiel FBH hättest, könntest du durch Bedienfehler viel zu viel Temperatur reinschicken. Bei Altbau wurden meist die Heizkörper bei 75°C berechnet.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.11.2019 14:28:37
0
2856507
Ja, bei FBH ist das wirklich sinnvoll.

Aber HIER könnte der Nutzer per Drehregler die jeweilige maximale Vorlauftemperatur an die jeweilige Außentemperatur angepasst leicht und sofort erkennbar begrenzen.

DAS halte ich für wesentlich sinnvoller

Verfasser:
HansRt
Zeit: 15.11.2019 22:50:14
0
2856865
Dank der letzten Beiträge habe ich mich entschlossen mich intensiver über die nächsten Wochen oder Monate mit dem Einstellen der Heizung zu beschäftigen.

Ich ein paar Werte (Verbrauch, Temperatur, usw.) in eine Exceltabelle notieren und dann die hier genannten Vorschläge jeweils über ein zwei Wochen ausprobieren und mal schauen was für mich/uns vom Wohlfühlfaktor und Verbrauch am besten passt. Auch ohne Laborbedingungen sollten sich unter Berücksichtigung der Außentemperatur Schlussfolgerungen ziehen lassen. Mal schauen ob der Winter für das Ausprobieren aller Vorschläge und deren Kombinationen reicht ;)

Die Vorlauftemperatur werde ich vorerst weiter reduzieren. Mal schauen wie weit es geht.
Die Regelung über die Raumthermostate werde ich auch mal ausprobieren. Laut Erfahrungsbericht der Vormieter hat dies wohl zu hohen Abrechnungskosten geführt, aber das kann ja auch an anderen Parametern gelegen haben.

Auch die Nachtabsenkung werde ich ggf. noch etwas absenken. Ein "binäres Heizen" mit totaler Abschaltung wird denke ich aber nicht möglich sein. Grund dafür ist die Schimmelbildung mit der ich leider Aufgrund des Klimas bzw. der Wohnung zu tun habe und das die Wohnung bereits bei jetzigen Temperaturen ohne Heizung auf 16°C und weniger an einigen Außenwänden abkühlt.

Im Menü der Therme habe ich mich auch schon umgeschaut um die Max. Vorlauftemperatur zu reduzieren. Aber wie schorni1 bereits angesprochen hat reicht das Regeln über den Drehregler vollkommen aus so das eine Anpassung an die Max. Vorlauftemperatur nicht notwendig ist.

Beim Anpassen der Heizleistung würde mich nach den ganzen Meldungen zum Thema das Ergebnis aus Neugier interessieren.

Verfasser:
schorni1
Zeit: 15.11.2019 22:59:20
0
2856872
Dank der letzten Beiträge habe ich mich entschlossen mich intensiver über die nächsten Wochen oder Monate mit dem Einstellen der Heizung zu beschäftigen.

PERFEKT!

GROBE Vorlauf-Temp in bezug zur Außentemp :

bis 10 = 40-45
bis 0 = 50-55
bis -10 = 60-65

Als PERFEKTIONIST wirst Du Dir hierzu natürlcih ein Diagramm erstellen....

;-))

WO tritt der Schimmel genau auf?

Wie ALT ist das Haus und die Fenster?

Verfasser:
HansRt
Zeit: 17.11.2019 17:22:53
0
2857807
Das alter des Hauses kann ich leider nur schätzen. Ich denke es könnte irgendwo um 1970 bis 1980 liegen. Die Fenster sind doppel verglaste mit Holzrahmen. Der Zustand der Fenster ist bis auf ein paar flache schraub und Nagellöcher okay. Die Fenster scheinen aber auch schon mehrer Mieter gesehen zu haben und sind wahrscheinlich auch schon etwas älter.

Der Schimmel tritt in einer Ecke des Führungsraums / Wohnzimmer an der Fensterwand auf. Neben der Fensterwand an der Ecke ist der Balkon (Hochparterre) der Nachbarwohnung. Hier tritt der Schimmel auf. Eigenartigerweise ist die andere Seite der Fensterwand an dem mein Balkon anfängt ohne Schimmel. Generell kühlt die beschriebene Fensterwand jedoch stark über Nacht aus.


Beim Einstellen der Heizkörper und Therme für die nächsten 7 Tage um Messungen für Vergleichswerte vorzunehmen ist mir eine für mich weitere Ungereimtheit aufgefallen.
Ich habe die Heizungsventile in Bad und Arbeitszimmer weiter geöffnet da es hier zu kalt in den letzten Tagen war. Dadurch ist es nun auch wärmer im Führungsraum geworden. Gibt es dort einen Zusammenhang oder ist das Zufall und durch die Außentemperatur bedingt? Oder hängt dies mit dem von ewende erwähnten Durchfluss zusammen? Diesbezüglich eine weitere Frage. Die Therme sollte doch nur heizen wenn die Temperatur am Regler im Führungsraum nicht erreicht ist. Nun kommt es mir so vor als ob die Therme trotz der erreichten Führungstemperatur weiter heizt. Heizt die Therme auch wenn eine Heizkörper warmes Wasser ziehen möchte? Die Pumpe arbeitet doch aber nur in der Heizphase oder habe ich ich hier ein falsche Vorstellung von der Funktion?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 17.11.2019 17:37:54
0
2857826
Gut, wenn das Hausalter soweit stimmt, dann sollten da eigentlich keine solchen Heiz/Schimmel-Probleme auftreten, denn sooo schlecht waren die Häuser damals auch wieder nicht.

ODER mach uns vom Haus ein Foto oder der Schimmelstelle


Bilder hochladen mit

https://www.directupload.net/

https://www.pic-upload.de/

https://www.flickr.com/

DANN können wirs selbst einschätzen. ODER Du fragst den Eigentümer oder langjährige Mitbewohner. Wenn das natürlich das GEBURTShaus der steinalten Omma nebendran ist, dann GutNacht...


Der Schimmel tritt in einer Ecke des Führungsraums / Wohnzimmer an der Fensterwand auf. Neben der Fensterwand an der Ecke ist der Balkon (Hochparterre) der Nachbarwohnung. Hier tritt der Schimmel auf. Eigenartigerweise ist die andere Seite der Fensterwand an dem mein Balkon anfängt ohne Schimmel. Generell kühlt die beschriebene Fensterwand jedoch stark über Nacht aus.


Seh ich das richtig? "Schimmel im Haupt-geheizten Raum an DER Wand wo auch der Heizkörper hängt"?? An sich nur schwer nachvollziehbar! Bitte nochmal bestätigen / verifizieren.



"Normalerweise" reagiert die Therme NUR auf den Raumthermostat. Der Drehregler an der Therme begrenzt lediglich deren Temperatur.
Daher kann man an den einzelnen Thermostatventilen drehen und anfordern soviel man will, die Therme bekommt davon NICHTS mit!

Verfasser:
HansRt
Zeit: 18.11.2019 13:35:13
0
2858379
Zitat von schorni1 Beitrag anzeigen
Gut, wenn das Hausalter soweit stimmt, dann sollten da eigentlich keine solchen Heiz/Schimmel-Probleme auftreten, denn sooo schlecht waren die Häuser damals auch wieder nicht.
ODER mach uns vom Haus ein Foto oder der Schimmelstelle
Bilder hochladen[...]


Wie gesagt das Hausalter ist nur geschätzt. Schimmel ist auch nicht im Übermaß an der Wand. Im Moment ist keine Schimmelstelle vorhanden. Die beschrieben Ecke ist jedoch sehr feucht und ich denke das es dort früher bereits geschimmelt hat. Ich versuche demnächst Fotos von Fenster und Ecke nachzureichen. Bisher hatten wir auch erste einen Schimmelvorfall, bei dem sich leichter "Flugschimmel" an der Ecke absetzte.


Hier einmal die Außenansicht von Google. Außenansicht


Da mich das Thema weiterhin beschäftigt, habe ich noch weitere Foren, Beiträge und Artikel (Kuschwanz usw.) durchstöbert. Resultierend sehe ich jetzt einige Antworten hier mit anderen Augen welches mich mein bisheriges Vorgehen überdenken lässt. Ich möchte auch schon mal um Entschuldigung bitten, dass das Verstehen der Thematik bei mir etwas mehr Zeit in Anspruch genommen hat und wahrscheinlich auch noch nicht abgeschlossen ist.

Nach meinem Verständnis sollte die Laufzeit des Brenners möglichst lang bzw. dauerhaft sein. Dies ist Aufgrund der Überdimensionierung der Therme bei mir nicht möglich. Soweit so gut. Die Wärme, die in der Therme erzeugt wird, kann nicht schnell genug abgeführt werden, weshalb die Vorlauftemperatur relativ zügig erreicht wird und der Brenner abschaltet. Wie ewende, Geballte Kompetenz und schorni1 (hoffentlich habe ich niemanden vergessen) bereits geschrieben haben sollten die Heizkörperventile voll aufgedreht sein um den Durchfluss zu erhöhen und die Wärmeabfuhr zu verbessern, sprich längere Brennzeiten zu ermöglichen. Im Anschluss kann dann noch die VL Temperatur angepasst werden. Diese Einstellungen und Empfehlungen möchte ich nächste Woche testen sowie "messen" und schauen ob diese Durchflusserhöhung signifikante Änderungen mit sich bringt. Ich ahne aber bereits ein Problem. Werden bei diesen Einstellungen nicht die kleineren und zur Therme dichteren Räume deutlich wärmer als der große Führungsraum. Bei meinem bisherigen Heizverhalten fiel mir auf das die übrigen Räume schneller warm und auch insgesamt wärmer wurden. Die Lösung wäre ein Regulieren der Heizungsventile. Dies wiederum würde ja aber den Durchfluss wieder reduzieren. Was sagt die Expertise aus dem Forum dazu?

Des Weiteren wurde eine Reduzierung der Leistungsanpassung diskutiert. Das Ergebnis einer solchen Anpassung scheint offen zu sein. Aus diesem Grund würde ich es gerne ausprobieren wollen, in der Hoffnung das sich das Aufheizen der Therme ggf. verzögert.
Gemäß Anleitung Seite 32. ist folgendes zu tun. Anleitung : "Dichtschraube am Mess-Stutzen für Düsendruck (3)
(s. Seite 36) lösen und U-Rohrmanometer anschließen." Kann ich als Laie die Leistung ohne diesen Schritt anpassen oder ist davon abzuraten?

Abschließend würde mich noch die Funktion der Schaltdifferenz interessieren? Wie kann oder soll ich diese "zulässige Abweichung der Soll-Vorlauftemperatur" verstehen. Ist die Abweichung nach unten oder nach oben gemeint?

Verfasser:
schorni1
Zeit: 18.11.2019 14:15:48
0
2858412
Danke für das Bild. Diese Fassade scheint relativ neu zu sein. Was isn das genau, sieht aus wie einzelne Platten. Klingt das hohl wenn man daran klopft?
ICH würde, wenn die Fassade original Baujahr ist, und mit diesem quasi Flach-Pultdach, das Haus auf 1980+ schätzen.


n fiel mir auf das die übrigen Räume schneller warm und auch insgesamt wärmer wurden. Die Lösung wäre ein Regulieren der Heizungsventile. Dies wiederum würde ja aber den Durchfluss wieder reduzieren. Was sagt die Expertise aus dem Forum dazu?


Ja, perfekt wäre ein hydraulischer oder thermischer Abgleich. Dennoch kann man mit NICHTS das Missverhältnis Geräte-Mindest-Leistung zu Wärmebedarf bzw Heizkörperleistung ausgleichen.

Zuallererst sollte festgestellt werden WIE die Therme eigentlich läuft:

- läuft die Pumpe dauernd und schaltet NUR der Brenner über den Raumthermostaten zu und ab

ODER

- laufen Pumpe UND Brenner NUR solange der RT ein-schaltet


Gas-Durchsatzverringerung:

." Kann ich als Laie die Leistung ohne diesen Schritt anpassen oder ist davon abzuraten?


Geht MEINER Meinung nach / machen alle so OHNE Düsendruckmessung. Man misst einfach als Referenz danach den Gas-Durchsatz am Gaszähler, das kommt aufs Gleiche raus. Da sind die angegebenen 21 l/min einzuhalten. H-Gas-Versorgung vorrausgesetzt.


Die "Schaltdifferenz" definiert jeder Hersteller anders. Im technischen Normalfall ist das die spiegelgleiche Über- und Unter-Schwingung um den Sollwert. Der eine Hersteller nimmt aber den Sollwert als UNTERE Grenze und sattelt die Schaltdifferenz nur nach OBEN drauf, der andere machts umgekehrt und der Dritte hat für Über- und Unterschwingung getrennt einstellbare Werte.


Die Schimmelbildung im HAUPT-wohn/geheizten Raum, in dem gar nicht eine große Feuchtemenge anfällt, in der Nähe des Heizkörpers, an der Zimmerecke aber NICHT einer GEBÄUDE-Ecke und dann noch in Bodennähe, ist völlig ungewöhnlich und lässt fast eher auf bauliche Mängel bzgl von außen eindringender Feuchte schließen.

Aktuelle Forenbeiträge
Andy G schrieb: Wenn ich mir die aktuellen worst case Werte von 600g/kWh bei der Stromerzeugung anschaue und dann nur einen JAZ von 3 ansetze...
BuBu01 schrieb: Die Heizkörper mit dem geringen Volumenstrom haben mir keine Ruhe gelassen und ich habe einen abmontiert und mal genauestens...
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