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Starke Fließgeräusche aus Wandleitung (Wohnblock, Fernwärme)
Verfasser:
FabianSch
Zeit: 02.12.2019 23:55:57
0
2866397
Hallo!

Ich bin diesen Sommer in einen Wohnblock mit 8 Stockwerken und insgesamt 48 Wohneinheiten gezogen (Baujahr 67), das mit Fernwärme geheizt wird. Seit Anfang der Heizsaison Ende Oktober sind in meiner Wohnung im 4. Stock laute Fließgeräusche und teilweise auch Pfeiftöne (wie ein Tinitus) zu hören. Die Geräusche kommen aus einem Wandsegment zwischen zwei Zimmern, in denen zwei Rohre liegen (dort ist eine Klappe). Die Rohre (Steigleitung vermutlich) scheinen dort auch mit einer Schraubverbindung gestückelt zu sein, bevor sie weiter nach oben führen.

Heizkörper hab ich bereits alle entlüftet - war kaum Luft drin - und es werden alle warm, teilweise auch schon auf Stufe 2/5 ziemlich heiß. Die Ventile an den Heizkörpern sind tendeziell auch alle laut, aber das Fließgeräusch in der Steigleitung ist davon unabhängig. Egal, ob alle Heizkörper in der Wohnung ganz auf- oder abgedreht sind. Das Geräusch bleibt dasselbe. Nur während der Umstellung am Thermostatventil verändert sich kurz das Geräusch, rauscht dann aber munter weiter. Das Geräusch ist auch stark tageszeitabhängig. Unter der Woche wird ziemlich genau gegen 05:30 laut, wochenends gegen 8-9. Ich habe die Nachbarn über und unter mir auf das Geräusch angesprochen, die finden die Heizung aber nicht laut. Könnte aber auch daran liegen, dass sie bereits über 70 sind. ;)

Ich hab mich in letzter Zeit hier eingelesen, gibt ja durchauch Kommentare, wo dasselbe Problem geschildert wird. Die üblichen Ursachen sind zu hoch eingestellter Druck an der Umwälzpumpe und alte Pumpe. Der Installateur der Genossenschaft war bereits hier und hat die "nur paar Jahre alte Pumpe" (hat er damals getauscht) auf 2,7 bar eingestellt (sofern ich das richtig verstanden habe), weniger geht aufgrund der 8 Stockwerke nicht. Hat am Geräusch aber rein gar nichts geändert. Umgekehrt wird es immer lauter, vermutlich wegen den sinkenden Außentemperaturen.

Jedenfalls ist der Installateur ziemlich unfreundlich und hat mich jetzt einfach mit einem "Ist halt so" abgespeist und geht nicht auf meine (zugegebenermaßen laienhafte) Fragen ein. Ich werde demnächst versuchen, über die Genossenschaft einen zweiten, hoffentlich engagierteren Installateur zu holen. Trotzdem wollte ich mal hier um Rat fragen, ob das Ganze wirklich so aussichtslos ist. Vielen wurde hier bereits sehr professionell geholfen. Vielleicht hilft es mir schon bei der Beschreibung des Problems für den Installateur.

Es wurde hier öfters ein hydraulischer Abgleich erwähnt, der das Problem in vielen Fällen löst. Ist der für meinen Fall (Fernwärme, großer Wohnblock) überhaupt relevant?`

Freue mich über jede Art von Hilfe, die mich einer Nacht ohne Ohropax ein Stück näher bringt! :)

Verfasser:
Reggae
Zeit: 03.12.2019 09:21:23
0
2866504
Dreh mal die Rücklauf Verschraubungen zu 3/4 zu, oder noch mehr.
Kann klappen muss aber nicht..

Gruß Arne

Verfasser:
Kommunalhausmeister
Zeit: 03.12.2019 09:39:43
4
2866517
Was soll das nutzen? Er hat doch geschrieben, dass das Geräusch der Steigleitung das Hauptproblem ist, nicht die eigenen Heizkörper.

Verfasser:
FabianSch
Zeit: 03.12.2019 10:57:18
0
2866602
Zitat von Reggae Beitrag anzeigen
Dreh mal die Rücklauf Verschraubungen zu 3/4 zu, oder noch mehr.
Kann klappen muss aber nicht..

Gruß Arne


Ich habe bei ein paar Heizkörpern mit der Einstellung des Rücklaufventils rumprobiert, in der Hoffnung, zumindest die Heizkörper leiser zu bekommen. Es ändert sich nichts, nur in der letzten halben Drehung vor Komplett-Zu wird es bei gleicher Thermostateinstellung leiser, dafür wird der Heizkörper nur noch lauwarm. Wenn ich dann das Thermostat auf Max stelle, wird der Heizkörper wieder mit üblicher Lautstärke warm.

Verfasser:
muscheid
Zeit: 03.12.2019 10:59:50
1
2866604
Baujahr 1967, da wars mit Isolierung und Schallschutz nicht weit her. Da können Geräusche vorkommen, ändern lässt sich das oft nicht.
Und die Pumpe arbeitet eher mit 2,7 m Druck - nicht 27. 2,7 m ist schon ein geringer Wert.

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 03.12.2019 11:54:51
2
2866656
Hallo!
Ich habe in meiner Laufbahn(Seit 1971,Lehrzeit)etliche Anlagen ,dieser Größe(8 oder mehr Etagen) mit Installiert.
In die Steigeleitungen wurden dann mehre Kompensatoren ein gebaut.Zur Überprüfung,und Erneuerung wurden dann Wartungöffnungen gelassen(Türen)
Mach doch mal Bild von der Geöffneten klappe.Durch Verschmutzung oder defkt der Kompensatoren kann es zu Geräuschen kommen.
MFG

Verfasser:
FabianSch
Zeit: 03.12.2019 21:36:02
1
2867005
Zitat von caipithomas Beitrag anzeigen
Hallo!
Ich habe in meiner Laufbahn(Seit 1971,Lehrzeit)etliche Anlagen ,dieser Größe(8 oder mehr Etagen) mit Installiert.
In die Steigeleitungen wurden dann mehre Kompensatoren ein gebaut.Zur Überprüfung,und Erneuerung wurden dann Wartungöffnungen gelassen(Türen)
Mach doch mal Bild[...]


Ich hoffe, man sieht etwas. Die Lichtsituation in der Ecke ist etwas ungünstig. :-)


Verfasser:
Kommunalhausmeister
Zeit: 03.12.2019 22:12:57
1
2867028
Und siehe da: Tatsächlich Kompensatoren!

Verfasser:
FabianSch
Zeit: 03.12.2019 22:29:09
0
2867042
Man lernt täglich was Neues!

Der "Verpackung" nach zu urteilen sind es die Originale von anno '76. Angenommen, die Kompensatoren wären tatsächlich verschmutzt oder gar defekt. Um Wartung/Austausch vorzunehmen müsste ja das gesamte Heizwasser abgelassen werden, oder?

Verfasser:
caipithomas
Zeit: 04.12.2019 07:55:35
2
2867132
Hallo!
Nein nicht alles!
den etsprechenden Steigestrang absperren,wenn möglich alle an dem Strang befindtlichen Heizkörper!
Da zu muss man aber Zutritt zu dn Wohnungen haben.Was man zur Wieder Inbetriebnahme auch haben muss!
Von ca. 22Jahren,als Angest. Meister,habe ich solch eine Aktion mal durch geführt.
Entlerren 4Std.-Austausch 3.0Std mal 2Mann-Inbetriebnahme 24Std x2Mann,dabei viele Abend Std.
PS sowas kann man nur ausserhalb der Heizzeit machen.
MFG

Verfasser:
OldBo
Zeit: 04.12.2019 09:23:49
1
2867190
Zitat von FabianSch Beitrag anzeigen
Man lernt täglich was Neues!

Der "Verpackung" nach zu urteilen sind es die Originale von anno '76. Angenommen, die Kompensatoren wären tatsächlich verschmutzt oder gar defekt. Um Wartung/Austausch vorzunehmen müsste ja das gesamte Heizwasser abgelassen werden, oder?

In dem Fall tippe ich erfahrungsgemäß auf durchgescheuerte Dämmeinlagen (wenn überhaupt welche vorhanden sind) an den Rohrbefestigungen. Und dann wird eine Ortung und Beseitigung noch schwieriger.

Dieser Stick-Slip-Effekt ist eine üble Sache.

Verfasser:
FabianSch
Zeit: 04.12.2019 11:21:27
0
2867279
Hmm, sieht also nicht so rosig aus...
Danke auf jeden Fall für die Informationen!

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